Montag, 30. September 2013

A Romanian Road Trip (2): Rumänien und die UNESCO

Hallo Leute!

Auf unserer Rundreise durch Rumänien sind wir auf allerhand Sehenswertes gestoßen. Gerade in Siebenbürgen trifft man auf allerhand spezielle Kirchen, die stark befestigt waren und vor allem zu Zeiten der einfallenden Türken der Bevölkerung Schutz boten.

Eine der besterhaltensten Kirchenburgen ist Prejmer.

Kirchenburg Prejmer
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Öffnungszeiten und Eintrittspreise
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Eintritt zahlt man beim Burgwächter. Für Erwachsene kostet das 8 Lei (etwas weniger als 2€).

Die Kirchenburg ist in der Regel zwischen 9 und 18 Uhr zu besichtigen, montags ist geschlossen.


Lage
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Prejmer liegt etwa 20 km östlich von Brasov in der Nähe der Europastraße nach Buzau. Wenn man der Beschilderung folgt, kommt man ganz leicht dahin. Die Straße ist nicht perfekt, aber ganz OK. Man muss ein bisschen vorsichtig fahren, wegen Schlaglöchern aber in der Regel problemlos.

Die Parkplätze rund herum werden wohl aufgrund der UNESCO Geschichte gerade frisch gemacht, entsprechend ist der Parkplatz gerade eine holprige Schotterpiste, das ganze wird aber gerade auf ein touristisches Niveau gebracht. Die Kirchenburgen gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.


Geschichte
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Die Kirchenburg von Tartlau ist die größte unter den Siebenbürger Kirchenburgen. Sie wurde zunächst durch die Zisterzienser errichtete Kirche wurde nach dem Mongoleneinfall 1248 durch die Siebenbürger Sachsen sehr stark erweitert. Ihre Blüte erlebte die Kirchenburg zu Zeiten der Türkenbelagerungen, wo sie einmal eingenommen werden konnte, ansonsten aber standhielt.

Heute ist sie eine der meistbesuchten Kirchenburgen in Rumänien.


Architektur
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Die Architektur war für mich persönlich ein faszinierendes Erlebnis. Man kommt über eine Steinbrücke in den Innenhof. Dort ist der Torwächter platziert, der Eintritt abhält. Darüber kommt man in einen ersten Innenhof. Von dort führt ein etwa 50 m langer Gang mit einem Falltor in die ovale Ringmauer, deren Zentrum die uralte Kirche bietet. Darin ist der älteste erhaltene Altar in Rumänien (von 1490) zu sehen. Ansonsten ist die Kirche eine relativ schmucklose protestanische Kirche mit auffallend kleinen Fenstern (weniger Zerstörung).

Blickt man dann an die Seiten, sieht man an der Innenseite der Ringmauer etwa 200 nummerierte Türen, die in die einzelnen Wohnungen der Dorfbewohner führten. Dort gab es Lagerräume, Wohnräume und sogar Schulen für das gesammte Dorf. Alles ist teils in 4 Etagen übereinander gelagert und durch steile Holztreppen miteinander verbunden.

An einer Seite ist in mehreren dieser Wohnungen ein kleines Museum untergebracht mit einer Schuleinrichtung. Geht man dann immer weiter nach oben, kommt man auf die Außenseite in den Wehrgang, der relativ dunkel ist und mit einem Satteldach überdacht. Hier war leider die Beleuchtung entweder kaputt oder nicht vorhanden, so dass man sich nur langsam vortasten konnte.

Eine weitere Besonderheit des ganzen ist die sogenannte Todesorgel, ein sich drehendes Brett, auf dem 10 Geschütze standen. 5 waren schussbereit, 5 konnten währenddessen nachgeladen werden.


Fazit
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Die Prejmerer Kirchenburg ist absolut sehenswert und einen Ausflug ausgehend von Brasov allemal wert. Alleine schon die 200 Türen, die auf allen Seiten abgehen sehen sehr spannend aus. Aber auch die Kombination aus brutaler Verteidigung mit der Kirche in der Mitte ist wahnsinnig interessant. Wir haben uns 3 Kirchenburgen von innen angeschaut und die von Prejmer (Tartlau) ist sicher eine der eindrucksvollsten, allerdings auch eine der meistbesuchten. Sie ist kein Geheimtipp aber dennoch einen Tagestrip (oder mit dem Auto Halbtagestrip) wert.

Sie ist von Brasov gut erreichbar, die Treppen sind ein wenig wackelig (nix für Ängstliche). Spannend war für mich vor allem, dass man dort momentan noch etwas anders umgegangen wird, als bei uns. Bei uns würden 10€ Eintritt verlangt und die Treppen 20x abgesichert und alles mit Infotafeln behangen und man bekäme einen Audioguide. Es war aber insgesamt eine wirklich spannende Erfahrung.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke








A Romanian Road Trip (1): Reisevorbereitungen

Hallo Leute!

Dem gewieften Leser wird meine Abwesenheit aufgefallen sein. Ich war für 1,5 Wochen mit dem Auto in Rumänien auf Abenteuertrip unterwegs. Einiges davon werde ich euch in meiner neuen Reihe berichten. Anfangen werde ich natürlich mit den Reisevorbereitungen. Dazu bin ich extra in die Bibliothek gegangen und habe mir gleich mehrere Reiseführer besorgt. Einer davon war...


Siebenbürgen
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Daten
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Autorin: Brigitta Gabriela Hannover Moser
Titel: Siebenbürgen - Rund um Kronstadt, Schäßburg und Hermannstadt
Verlag: Trescher
ISBN: 3897941570
Preis: 18,90€


Inhalt
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Der Reiseführer beschäftigt sich mit einer Region, die vom Massentourismus, wie man ihn etwa aus Griechenland kennt, weit entfernt ist und die an manchen Stellen Deutschland durch die Siebenbürger Sachsen doch so ähnlich ist.

Die Autorin geht zunächst auf die Geschichte Siebenbürgens ein und auf Aspekte, die die Siebenbürger so machen, wie sie heute sind. Neben der Legende des Dracula, der die Autorin auf den Grund geht, wird alles berichtet, was man für die Reise durch Siebenbürgen wissen muss.

Man geht auf die Reise durch die unterschiedlichen Regionen Siebenbürgens, rund um Kronstadt, Schäßburg und Hermannstadt.


Aufmachung
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Mit rund 400 Seiten und rund 300 Farbfotos gewinnt man einen zufriedenstellenden Eindruck über das, was einen erwartet. Jede größere Stadt hat sogar einen bebilderten Stadtplan, also ist alles vorhanden, was man so braucht. 

Die Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten sind besonders ausführlich. Für jeden größeren Ort gibt es auch Informationen zu Campingplätzen, Restaurants und Hotels. 

Besonders schön finde ich die Tourenvorschläge, die sehr fundiert recherchiert sind. Wir haben auch einige davon gemacht.


Fazit
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Für eine Reise nach Siebenbürgen ist dieser Reiseführer quasi unerlässlich. Extrem wichtig ist es, zu sagen, dass dieser Reiseführer nur Ziele beschreibt, die man auch mit einem normalen Auto erreichen kann. Andere Reiseführer, die ich an dieser Stelle noch diskutieren werde, verweisen auf besondere Sehenswürdigkeiten und man braucht schon fast einen Traktor um diese zu erreichen. Falls doch einmal ein Ziel dabei ist, wo man aufgrund der Schlaglöcher nicht hinkommt, wird dies ausdrücklich erwähnt.

Qualitativ ist der Reiseführer sehr hochwertig. Ich habe wie bereits erwähnt, dass ich das Buch aus der Bibliothek habe. Es wurde schon ausführlich benutzt und ist vermutlich schon mehrfach nach Siebenbürgen gereist und sieht dennoch aus wie neu.

Das Buch ist absolut empfehlenswert, um eine traumhafte Tour durch Siebenbürgen in ausführlicherweise zu planen. Man verpasst nichts und gewinnt eine traumhafte Erfahrung.

Der einzige Punkt, bei dem es von mir Abzug gibt, ist der fehlende Straßenplan. Dafür hatten wir aber eine Straßenkarte.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 18. September 2013

Erwien on the Road

Hallo Leute!

Ich bin grad in Rumänien unterwegs. Neue Postings dann im Oktober...

Euer Erwien

Montag, 16. September 2013

Kulturschock Rumänien

Hallo Leute!

Demnächst geht es mal wieder auf eine kleine Abenteuerreise. Zwar bleiben wir in Europa, aber es geht in das weitestgehend mir unbekannte Rumänien. Und was mache ich immer, wenn ich mich auf unbekanntes Terrain begebe? Ich bereite mich gut vor... Ich gehe in die Bücherei und besorge mir ein paar Reiseführer. Dabei ist mir diesmal eine mir bisher unbekannte Reihe in die Finger gekommen...

Reise Know How Kulturschock Rumänien
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Daten
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Autor: Joscha Remus
Verlag: Reise Know-How Verlag Peter Rump
ISBN: 3831714967
Preis: 14,90€


Inhalt
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Der Reise Know How Verlag verkauf neben normalen Reiseführern auch Sprachführer und mit der Reihe Kulturschock eben auch sowas wie Kulturführer.

Mit diesem Buch will Joscha Remus in die vielfältige Kultur Rumäniens einführen und beginnt zunächst mit den groben Eckdaten, sprich Landschaft, Flora und Fauna sowie Ökologie. Es folgt ein ausführliches Kapitel über die Geschichte Rumäniens, in der etwa erklärt wird, warum in 20 Städten Rumäniens Statuen von Romulus und Remus und der säugenden Wölfin stehen (jeweils Geschenke aus italienischen Partnerstädten). Natürlich darf auch hier die Geschichte von Vlad dem Pfähler nicht fehlen (der übrigens gar nicht aus Siebenbürgen stammte wie sein literarisches Pendant Graf Dracula).

Nett finde ich vor allem die an unterschiedlichen Stellen eingeführten "Zeitzeugenberichte" unter dem Namen Nicu erzählt. Nicu ist ein 68 Jahre alter pensionierter Lehrer, der über unterschiedliche geschichtsträchtige Situationen quasi aus erster Hand berichtet, etwa die Ermordung Ceaucescus, die im rumänischen Fernsehen quasi aus allen Winkeln zu sehen war, damit man das Volk davon überzeugen konnte, dass er auch wirklich tot sei.

So werden in diesem Buch alle wichtigen Themen der rumänischen Gesellschaft intensiv beschrieben, etwa die Gastfreundschaft, die Esskultur, bestimmte Feste, erweitert etwa um Themen wie das rumänische Selbstverständnis oder auch um wichtige Themen wie "Was man in Rumänien vermeiden sollte" erweitert.


Aufmachung
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Das Buch ist kein Reiseführer im normalen Sinne, sondern vielmehr ein Buch zur Kulturgeschichte Rumäniens. Wer hier strahlende Bilder mit blauem Himmel und fröhlichen Bären erwartet, der wird enttäuscht sein. Die wenigen Illustrationen sind in schhwarz- und weiß gehalten.


Fazit
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Das Buch ist echt nett geschrieben und lässt sich zumindest für einen geschichtlich interessierten Menschen sehr gut lesen. Es liefert vor allem Informationen über Geschichte und Kultur, die weit über das hinausgehen, was man vielleicht von einem Reiseführer erwarten kann. So werden auch negative Punkte angesprochen (etwa den Umgang der Rumänen mit der Umwelt in Bezug auf den Abbau von Gold und Silber in Transsilvanien), ein kritischer Umgang, der mit bei den meisten Reiseführern etwas fehlt.

Man erfährt unendlich viel, was man wunderbar gebrauchen kann, wenn man unterwegs ist außerhalb der All-inclusive Clubs. Wir leihen uns immer ein Auto und fahren einfach los. So sind wir in Griechenland etwa auch in Ecken gelandet, wo man tatsächlich mit den Leuten in Kontakt gekommen ist. Mit diesem Buch lernt man im vorhinein schon so einiges über Rumänien und die Rumänen, deren Geschichte und deren Kultur. Es räumt mit zahlreichen Vorurteilen auf und mich macht es sehr gespannt auf die kommende Reise... Am Donnerstag gehts los.

Für dieses tolle und hochinteressante Buch gibt es 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 11. September 2013

Meine Griechenland-Rettungsaktion: Up in the Air

Hallo Leute!

Da es nur sehr wenige Direktflüge von Wien nach Griechenland gibt, haben wir uns für die günstigste Version ohne Zwischenstop entschieden. Dabei sind wir auf die Griechische Nationalairline gestoßen...


Aegean Airlines
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Liniennetz
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Aegean bietet im Wesentlichen Flüge von und nach Griechenland an. Dabei stehen so gut wie alle Griechischen Flughäfen auf dem Programm, aber auch etwa Philadelphia oder Charlotte in den USA. Es werden in Deutschland Frankfurt, Berlin, Hamburg und München angeflogen, in Österreich Wien. Die Schweiz wird nicht angeflogen.


Preis
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Wir haben unsere Flüge drei Wochen vorher gebucht. Für die Flüge Wien-Athen und Athen-Wien haben wir incl. Versicherung 215€ gezahlt, allerdings haben wir über Opodo gebucht und nicht direkt über die Airline.


Flugzeug
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Das Flugzeug war ein A320 und im Vergleich zu den Regionaljets der Lufthansa relativ neu, vergleichbar mit den Jets der Austrian mit denen ich bisher geflogen bin. Die Beinfreiheit ist in der Economy halt etwas geringer, aber für 2,5 Stunden und eine Größe von 1,76 m relativ gut. Die Sitze sind meiner Meinung nach bequemer als bei der Lufthansa. Sie sind mit Kunstleder ausgestattet und von Recaro designt.

Die Sicherheitsanweisungen kommen - wie ich das bei Austrian auch schon erlebt habe - vom Band mit einem lustigen Comic in Deutsch und in Griechisch.


Personal
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Außer dass der Pilot bei den Durchsagen immer ein bisschen rumgebrüllt hat, kann man da echt zufrieden sein. Das einzige, was ein bisschen auffällig war, beim Bording wurde noch einmal der Ausweis kontrolliert. Die Stewardessen waren extrem freundlich, haben der alleinreisenden Mama mit Baby sogar die Tasche getragen. Sie sprachen super Englisch.


Service
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Getränke - Bier, Schampus, Tomatensaft, sogar Coke Zero - wurden genauso wie Kaffee und Tee zweimal ausgeteilt, was sogar mehr ist als man erwarten könnte.


Das Essen
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Das Essen war absolut zufriedenstellend. Es gab eine Box mit einem guten mit Wurst und Käse belegtem Baguette und einem Jogurt mit Honig. Ich bin jetzt schon mehrfach mit Lufthansa bzw. Austrian geflogen, das Essen war gut vergleichbar mit Austrian, das von der Lufthansa war deutlich schlechter.


Fazit
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Mit Aegean Airlines kann man super zufrieden sein. Die Airline macht einen super Eindruck, der mit Austrian deutlich mithalten kann, die Lufthansa kann da nicht mithalten. Immerhin ist die Aegean in diesem Jahr zur besten Airline Europas gewählt worden.

Ich habe mich bei dieser Airline wirklich super aufgehoben gefühlt, in keiner Sekunde, auch bei kleinen Turbulenzen gabs bei mir das Zittern, was normalerweise auch schonmal bei mir passieren kann. Ich fands gut. Und das obwohl gelegentlich zumindest eine Flugnervosität durchbricht...

Die Maschinen waren beide super pünktlich, auf dem Hinweg mussten wir sogar auf dem Rollfeld warten, weil das Gate am Flughafen noch belegt war, da wir 20 Minuten zu früh waren, auf dem Hinweg waren wir exakt pünktlich.

Die Flieger sind super sauber, das Essen ist gut, das Personal ist super freundlich. Eine Airline, die man auf dem Weg nach Griechenland absolut nehmen kann. Wir waren super zufrieden.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 7. September 2013

Banana Bay Resort Key West

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch das Hotel vor, in dem wir 2011 bei unserem Urlaub in Key West genächtigt haben.

Banana Bay Resort
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Lage/Adresse
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2319 N. Roosevelt Boulevard
Key West, Florida 33040
Telefon: 305.296.6925
Telefax: 305.296.2004
Email: info@bananabayresortkeywest.com

Wir waren glücklicherweise mit dem Leihwagen dort, weil die Duval Street und damit das Zentrum schon ein bisschen entfernt lag. Das Hotel liegt direkt am Wasser, einfach traumhaft.

Check in und Parken
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Gebucht hatte ich schon von zu Hause aus. Den Hotel-Voucher hatte ich entsprechend schon in der Tasche.

Wichtig ist es, zu wissen, dass das Hotel nicht für Familien ist. Einchecken darf man erst ab einem Alter von 21. Wir wussten das vorher nicht, es war aber auch kein großes Problem, immerhin waren wir damals 27 und 29.

Der Check in ist in einem kleinen Bungalow an der Straße. Man benötigt einen Ausweis und eine Kreditkarte. Dann konnten wir auch schon ins Zimmer. Die Mitarbeiterin war angenehm freundlich und wir bekamen schnell den Schlüssel für unser Zimmer.

Wir zahlten damals für 2 Übernachtungen knapp unter 200€, was für Key West über ein Feiertagswochenende echt günstig ist.

Das Zimmer
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Das Zimmer an sich war echt TOP. Wir hatten ein riesiges King Size Bed, eine Küchenzeile und einen großen Balkon mit Blick auf den Golf von Mexiko und den Pool auf der anderen Seite. Das einzige Problem war, dass man die Balkontüre nicht verriegeln konnte.

Deshalb haben wir unsere Wertsachen im Auto eingesperrt. Wirklich Angst, dass einer einsteigen könnte, hatten wir allerdings nicht.

Das Zimmer war insgesamt sehr sauber und gut ausgestattet.


Das Bad
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Das Bad hatte eine Badewanne und eine relativ normale Größe. Saubere Handtücher gab es jeden Tag. Das Bad war relativ neu und modern ausgestattet.


Das Gelände
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Das Hotel hat einen eigenen Strand, an dem sogar nacktbaden erlaubt ist. Allerdings haben wir weder nackt noch angezogen dort gebadet. Das Wasser war nicht allzu sauber. Aber dort stehen überall super Liegestühle rum, in denen man entspannen kann.

Zum Baden gibt es einen Hoteleigenen Pool. Hier wirkt es sich auch äußerst entspannend aus, dass das Hotel erst ab 21 gebucht werden darf. Hier herrscht nämlich sogar so viel Ruhe, dass ich da auch mal reingehüpft bin. Das Wasser ist sehr sauber und auch die Umgebung sehr gepflegt. TOP.

Es gibt auch eine Pool-Bar, die allerdings nur am Abend besetzt ist. Da waren wir nie und haben sie deshalb auch nicht testen können.


Frühstück
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Das Frühstück kann man drinnen und draußen einnehmen. Wir waren natürlich draußen. Das war wirklich cool, direkt am Wasser. Außerdem hatten wir zwei Leguane, die anscheinend gelernt haben, dass es bei dem Hotel Obst gibt. Die kamen gleich aus dem Gebüsch gekrabbelt und haben sich mit Weintrauben füttern lassen.

Das Essen an sich war typisch Amerikanisch. Es gab Toast und pappsüßes Gebäck. Dazu gab es Weintrauben und arg gesüßten Orangensaft. Aber was will man machen, in Hotels mit normalen Preisen gibt es in den USA nun mal nix anderes, zumindest nicht in den 3 Hotels, in denen ich war. Die Geschichte mit den Leguanen war aber allemal ein Erlebnis.

Das Personal dort hat sich kaum bemerkbar gemacht. Es wurde eben das Buffet immer wieder aufgefüllt und das wars.



Fazit
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Gut, man mag mich dafür schimpfen, aber ich fand es durchaus mal eine angenehme Erfahrung, dass der Hotelpool nicht von schreienden Kiddies bevölkert war, vor allem, weil er direkt vor unserem Balkon lag. Aber so viel waren wir eh nicht im Hotel, wir wollten ja Key West erkunden und hatten nur 3 Tage dafür zu Verfügung. Wer keine Kinder dabei hat, wird das wohl gar nicht merken mit dem Erwachsenenhotel. Ich habe es nur am Pool gesehen, weil da ein Schild stand "Kein Zutritt unter 21".

Das Zimmer an sich war top, das einzige, was schade war, war die defekte Balkontür. Da wir aber eh nur einen Laptop und 2 Kameras dabei hatten, haben wir die einfach im Auto eingesperrt, da brauchten wir uns keine Sorgen machen. Als wir ausgezogen sind, ist das auch repariert worden.

Das Bett war absolut unglaublich. Ich glaube, da hätte man auch zu dritt drin schlafen können, ohne sich zu berühren. Und trotz der Temperaturen Anfang Juni und der direkten Wassernähe gab es auch nur geringe Probleme mit Mosquitos, die aber durch das Netz, was das Bett umgab, gut zu bewältigen waren.

Das Frühstück war für Amerika echt OK, pappsüß halt, aber das Erlebnis, dass nicht der Hund bettelt, sondern zwei bettelnde Leguane, war schon genial.

In diesem Sinne

Eure Anke

Hemmingway House Key West

Hallo Leute!

Heute kommen wir mal wieder zu einem Kapitel meines USA-Besuchs, an das ich mich sehr gerne errinnere...


Hemingway Home and Museum
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Lage
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Das Hemingway House liegt in der Lower Whiteheadstreet 907 in Key West (Florida). Es liegt direkt gegenüber des Key West Lighthouse, welches aber nicht direkt am Meer steht, weil ein Vorgängerbau von einem Hurrican weggespült wurde.


Geschichte
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Das Haus wurde von Asa Tift, dem berühmten Shipwrecker Ende des 19. Jahrhunderts auf dem zweithöchsten Punkt der Keys gebaut mit einem speziellen Fundament aus Stein, welches das Haus (erfolgreich) gegen Schäden eines Hurricans geschützt hat.

Hemingway lebte dort ab 1928 mit seiner zweiten Frau. Doch verbrachte er eigentlich mehr Zeit in der benachbarten Bar Sloppy Joes. Nach seinem Tod wurde das Haus zunächst verkauft, von der Verkäuferin aber zu einem Museum gemacht, in dem u.a. auch die Originalmöbel von damals standen.


Besichtigung
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Die Besichtigung kostet 16 Dollar. Dafür bekommt man entweder einen Text in seiner Sprache (gab sogar Koreanisch) und geht dann alleine durch's aus. Oder es beginnt alle 20 Minuten eine Führung. Die Führung geht durch die wichtigsten Räume und durch den Garten. Sie ist auch durchaus interessant, wobei man sagen muss, dass wir einen sehr unsympatischen Führer hatten.

Im Haus stehen teils noch die originalen Möbel, aber auch einige Fotografien von Hemingway und seinen Frauen und Kindern. Auch gibt es dort das Original Bett.


Was kann man sehen?
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Am besten geht man durch's Haus. Dort beginnt man mit dem Wohn- und Esszimmer, das mit allerhand Fotografien an den Wänden und den Möbeln aus den 30ern durchaus interessant sind.

Dann geht es nach oben. Dort ist das einzige Obergeschossbadezimmer der damaligen Zeit. Key West wurde erst ab 1946 mit Leitungswasser vom Festland aus versorgt. Asa Tift ließ aber clevererweise einen Regenwassertank auf's Dach montieren.

Dann geht es in das Schlafzimmer. Dort steht u.a. eine Nachbildung des Originals einer Picasso-Katzenfigur. Das Original wurde gestohlen. Auf dem Bett liegt meistens eine der 60 Katzen, die zum Hemingway-Haus gehören und dort unter besonderem Schutz stehen. Diese sind alle Nachkommen von Hemingways Katze Snowball. Dies sieht man recht deutlich, immerhin haben die meisten von Snowball einen Gendefekt geerbt, die ihnen einen 6. Zeh an allen vier Pfoten liefern. Die Katzen dürfen alles, auf die geschützen Möbel und sie dürfen sich auch in der Mittagszeit auf das Bett flätzen. Besucher dürfen das nicht.

Über den Balkon, der rund um das Haus läuft, kommt man dann über eine steile Treppe nach unten in den Garten. Dort steht man vor einem Nebengebäude, welches ursprünglich das Haus der Bediensteten war. Auf dem Dach hatte Hemingway sein Schreibstudio, welches mit der originalen Möblierung besichtigt werden kann. Es ist allerdings nur ein kleiner Bereich abgesperrt, in den die Besucher treten dürfen.

Wieder unten kommt man zum Pool, den Hemingways Ehefrau während eines Spanienaufenthalts ihres Gatten einbauen lies. Als Hemingway hörte, dass der Pool 20000 Dollar kostete, das Haus kostete ihn 8000 Dollar, nahm er einen Penny aus seiner Hosentasche und warf ihn in den feuchten Beton. Das soll er getan haben, während er seiner Frau angeschrieen haben soll "Du raubst mir noch den letzten Penny": Der Penny ist noch heute deutlich zu erkennen.

Schließlich kann man noch einen durchaus interessanten Brunnen betrachten. Der besteht aus einer riesigen spanischen Vase und einem Bassin. Das Bassin hat dabei einen durchaus interessanten Ursprung. Hemingway soll ihn in Sloppy Joes Bar einfach mitgenommen haben, als das Männerklo renoviert wurde. Es handelte sich nämlich um das Urinal. Er begründete das mit "Hier ist so viel von meinem Geld durchgegangen, dann darf ich das auch haben". Es soll das erste vom Haus sein, was Hemingway Besuchern gezeigt und wortreich beschrieben hat, weil seiner Frau es sehr peinlich war, ein Urinal im Garten zu haben.




Fazit
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Das Haus ist wirklich interessant. Nicht nur von der Geschichte her, sondern von der ganzen Atmosphäre. Wenn man sich ein bisschen Mühe gibt, kommen von überall her die 6 zehigen Katzen angerannt und wollen gekrault werden und mitten im Museum flätzt eine Katze auf dem abgesperrten Bett. Und überall fühlt man die Gegenwart des großen Künstlers.

Das Hemingway Haus ist ein absolutes MUSS, wenn man nach Key West kommt. Und man kann sich dort durchaus mehrere Stunden aufhalten. Sehr empfehlenswert: Der Besuch des Katzenfriedhofs. Hier liegen u.a. Marilyn Monroe, Zaza Gabor und Tom Hanks begraben...


Von mir gibt es klare 5 Sterne!

In diesem Sinne

Ship Wreckers Museum Key West

Hallo Leute!

Heute gibt es mal wieder einen Bericht zu meiner USA-Reise. Da ich dort nicht nur in den USA, sondern auch in Florida war, gibt es heute einen Bericht zu meiner Reise nach Key West.


Shipwrecker's Museum
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Adresse
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1 Whitehead Street
Key West, Florida
http://www.shipwreckhistoreum.com/


Weg
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Wir haben bei der Post in der Whitehead Street geparkt und sind nur die Straße runtergelaufen. Der große Holz-Aussichtsturm am sogenannten Mallory Square ist nicht zu übersehen.


Öffnungszeiten
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Das Museum ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Letzter Aufgang zum Turm um 16:30, wohl weil der Sonnenuntergangsansturm sonst zu groß wäre.


Preise
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Für Erwachsene kostet der Eintritt 12 Dollar. Für Kinder von 4-12 Jahren kostet der Eintritt 5 Dollar, unter 4 Jahren ist der Eintritt frei.


Hintergrund zum Museum
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Im 18. und 19. Jahrhundert war Key West dank Asa Tift die reichste Stadt der USA. Das lag am sogenannten Shipwrecking. Am Riff vor den Keys sanken quasi täglich Schiffe mit reichen Waren, Klaviere, Marmor, Gold- und Silberbarren. Die Wreckers fuhren dann auf die See, retteten die Besatzung und hoben die Waren in den gesunkenen Schiffen. Die Wrecker hielten von Aussichtsplattformen Ausschau. Ertönte der Ruf "Wreck ashore", ging der Run los. Wer nämlich als erstes am Wrack ankam, bekam den Löwenanteil der Waren im Wrack. Die wurden dann teuer an den Mann gebracht. Erst als die Navigation besser wurde, wurde Key West immer ärmer weil weniger Schiffe untergingen. Das letzte Schiff wurde 1985 gehoben.


Die Ausstellung
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Alle 20 Minuten beginnt eine Aufführung. Dabei kommt ein Wrecker auf den Platz vor dem Museum, in alter, abgerissener Kleidung und berichtet über seinen bösen Chef Asa Tift und über den Alltag eines Wreckers. Promt taucht Tift auf und putzt den armen Kerl runter.

Gemeinsam mit Tift geht man dann auch hoch in die Ausstellung. Dort bekommt man dann erklärt, wie das Business damals so lief, bekommt einige Stücke der Sammlung gezeigt, u.a. einen Silberbarren aus einem Schiff, den man kaum heben kann (man darf es ausprobieren) oder auch ein Piano und einen Teil einer Marmorsäule, die für St Louis bestimmt war.

Überall wird in kleinen Filmabschnitten über das Leben und Wirken der Wrecker berichtet. Schließlich darf man den Aussichtsturm besteigen und von dort aus kann man dann über die ganze Insel schauen. Der Turm ist aus Holz gebaut und mit pathetischen Rosetten geschmückt. Bei wind schwankt er ordentlich aber von dort hat man eine perfekte Aussicht. Auch hängt oben eine Glocke, die man leuten soll, wenn man ein sinkendes Schiff beobachtet. Wir haben es nicht probiert, aber angeblich sollen beim Ausspruch "Wreck ashore" und dem Leuten der Glocke die Menschen aus Key West zu ihren Booten gelaufen kommen.

Schließlich bekommt man in einem kleinen Film, 14 Minuten, alles zur Geschichte der Wreckingindustrie gezeigt, wichtige Menschen, wichtige Stationen, Höhepunkt und Niedergang.






Fazit
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Also wenn man nach Key West kommt, sollte man dieses Museum nicht verpassen. Die Darstellung des Asa Tift, der einen durch die Räume begleitet, ist einfach mal etwas anderes als Museumsführung. Und auch finde ich es interessant, was und wie die Leute damals etwa Klaviere aus den Wracks geholt haben.

Das Museum behandelt eine wichtige Periode in der Geschichte der Florida Keys. Ich bin gerne dort hingegangen, war gerne dort und immer interessiert. Und alleine die Aussicht vom Turm ist die 12 Dollar wert.

In diesem Sinne

Eure Anke

Butterfly Conservatory Key West

Hallo Leute!

Heute gibts mal wieder einen neuen Bericht von meiner USA-Reise...

Key West Butterfly Conservatory
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Lage
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Das Museum liegt am südlichen Ende der Duval Street in einem schicken Kolonialstil-Haus.


Öffnungszeiten
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Geöffnet ist das Museum täglich von 9 bis 17 Uhr, letzter Einlass ist um 16:30.


Eintrittspreise
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Erwachsene zahlen 12 Dollar, Kinder von 4-14 Jahren zahlen 8,50 Dollar, Senioren und Angehörige des Militärs zahlen 9 Dollar. Kinder unter 4 Jahren sind frei.


Was gibts zu sehen?
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Das Museum an sich ist in einer Art Gewächshaus mit angelegtem Flusslauf, mehreren Brücken und hohen Palmen und einheimischer Vegetation. Die ganze Zeit läuft eine ruhige Musik.

Doch schnell sieht man die eigentlichen Stars des Museums. Hunderte Schmetterlinge ziehen dort ihre Bahnen, sitzen im Futter oder fliegen um die Köpfe der Besucher. Dabei handelt es sich aber nicht nur um die einfachen kleinen, es sind insgesamt um die 60 Arten aus der ganzen Welt, teilweise beeindruckend gefärbt. Alle Schmetterlinge stammen aus eigenen Nachzuchten und sind somit dort aufgewachsen. Dennoch sind dort ausreichend Aufpasser, die schauen, dass man die Schmetterlinge nicht mit der Hand aufnimmt, anfasst usw. Beeindruckende Bilder kann man (glücklicherweise) nur schießen, wenn ein Schmetterling freiwillig landet.

Neben den Schmetterlingsschwärmen gibt es noch einige bunte Finken, die man beobachten kann.



Fazit
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Dieses Museum war für mich eines der beeindruckendsten Erlebnisse auf meiner USA-Reise. Wer hat schonmal stundenlang auf einer Bank in einer kleinen Laube gesessen und hunderte riesige blaue Schmetterlinge beobachtet - zahlreiche Tiere waren dann doch von einer Art. Und dann beim Rumlaufen, egal wohin man blickte, immer wieder neue, andersartige Schmetterlinge entdeckt.

Ich hatte sogar das Glück, dass eines der Tiere auf meinem Unterschenkel landete, ein Tier, was doppelt so groß war wie alle Schmetterlinge, die ich bisher in Europa gesehen habe. Und es ist schon ein wirklich interessantes Gefühl, so ein Tier auf der Haut zu spüren.

Das Butterfly Conservatory steht nicht in jedem Reiseführer für Key West und ist dementsprechend auch keineswegs überlaufen. Außerdem wird auch bewusst darauf geachtet, dass nicht mehr als 50 Personen sich im Schmetterlings Conservatory aufhalten. Man geht verantwortungsvoll mit den Tieren um, überall wird geschaut, dass die Tiere niemand anfasst. Gleichzeitig sind aber auch überall Leute, die man ansprechen kann - nicht etwa wie in diesen ganzen Delphin-Parks, die es in Florida überall gibt.

12 Dollar, die sich absolut gelohnt haben.

In diesem Sinne

Eure Anke

Southernmost Point Key West

Hallo Leute!

Heute gibt es mal wieder einen Bericht über meine neueste Reise durch die USA.


Southernmost Point
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Lage
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Der Southernmost Point liegt am südlichen Ende der Whitehead-Street, direkt an der Straße, leicht zu erkennen an der langen Menschenschlange auf dem Bürgersteig.


Was ist das?
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Der Southernmost Point markiert den angeblich südlichsten Punkt der kontinentalen USA. Allerdings stimmt das heute nicht mehr. Die Navy hat einen Stützpunkt in Key West, welcher durch Landaufschüttungen den südlichsten Punkt ein wenig nach Westen verschoben hat. Dennoch steht die bunte Pylone immernoch dort.



Wie sieht es aus?
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Die Pylone ist etwa 2,50 m hoch und etwa 2 m im Durchmesser. Sie ist schwarz, gelb, rot und weiß gestrichen und trägt die Aufschrift "The Conch Republic, 90 Miles to Cuba, Southernmost Point, Continental USA, Key West Florida, Home of the Sunset".


Fazit
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Ein großer, bunt angemalter Pfosten, der den kürzesten Weg nach Kuba markieren soll und der nicht mal an der richtigen Stelle steht. Also wenn ich ehrlich bin, nenne ich sowas nicht Sehenswürdigkeit. Dennoch haben sich Massen an Amerikanern in die Schlange eingereiht, Wartezeit war etwa 30 Minuten, um sich dort fotografieren zu lassen. Wir haben uns das erspart, hatten aber dann sogar Schwierigkeiten, den Souternmost Point ohne Touristen zu fotografieren.

Home of the Sunset ist auch Quatsch, da die Sonne auf der anderen Seite der Insel untergeht - was übrigens tatsächlich sehr sehenswert ist.

Angepriesen durch den Reiseführer war dies mit Sicherheit die größte Enttäuschung der Reise, ein etwas dickerer Pfosten - suuper... Und dann gilt das auch noch als Pflicht-Urlaubsmotiv für alle Amerikaner, die nach Key West kommen. Echte Begeisterung wollte da nicht aufkommen. Das muss man definitiv nicht gesehen haben... Da war das andere Schild, "Mile 0 - Das Ende der Route 1 - deutlich interessanter. Und da stand keine Schlange davor.

So eine Touristenfalle habe ich wirklich selten gesehen. Drum herum haben sich natürlich die Straßenverkäufer aufgebaut und verkaufen überteuert Getränke. Für mich ist das dann doch alles sehr fragwürdig...

In diesem Sinne

Eure Anke

Seven Miles Bridge Key West

Hallo Leute!

Heute gibt es einen Bericht über eine Besonderheit, die ich vergangenes Jahr bei meinem Florida-Urlaub passieren durfte.

Seven Miles Bridge
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Lage
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Die Seven Miles Bridge verbindet Knight's Key und Little Duck Key und ist damit Teil des Overseas Highway, der als Route One Key West mit dem Festland verbindet. Es ist die längste der 42 Brücken, die man mit dem Auto passieren muss, um Key West zu erreichen. Vor und nach der Brücke sind jeweils flankierend ganz nette Strände von denen aus man einen wunderbaren Ausblick hat.


Geschichte
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Die Brücke hat für Key West eine entscheidende Bedeutung für den Tourismus, da die meisten Touris wohl über diese Brücke kommen. Auch die Versorgung mit Lebensmitteln wurde dadurch entscheidend beeinflusst. Parallel verlaufen außerdem auch Stromkabel. Die erste Brücke wurde 1912 eingeweiht.

Die alte Brücke, auf der auch bis zum großen Hurrican von 1935 stark zerstört wurde, wurde inzwischen durch die "New Seven Miles Bridge" ersetzt, die 1982 eingeweiht wurde. Die alte Brücke wird inzwischen als Pier fürs Fischen genutzt.

Architektur
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Die neue Brücke besteht aus ganzen 440 Säulen. Sie wurde von Figg und Muller konstruiert. Man hat eine Spur in jede Richtung, wobei ausreichend Platz für Pannenfahrzeuge ist. Interessanterweise habe ich dort mehr Reifenreste gefunden als sonstwo in der Welt wo ich bisher war. Das hat mir schon ein wenig Respekt verschafft. Man kann ja nichtmal hinter die Leitplanke, dann fällt man nämlich in den Ozean.


Erlebnis und Fazit
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Das Erlebnis über die "New Seven Miles Bridge" zu fahren ist einfach grandios. Die fast parallel verlaufende alte Brücke zeigt, wie stark die Naturgewalten in Südflorida wüten, denn durch mehrere Hurricans stehen hier nur noch Reste und es wachsen Bäume aus der Fahrbahn. Gelegentlich sieht man wirklich einen Angler dort sitzen. Ansonsten sieht man rechts und links nur Meer. Ich habe sogar in der Nähe ein paar Delphine gesehen.

Sehr zu empfehlen sind die beiden Parkplätze vor und nach der Brücke. Wir waren auf der Rückfahrt auf Little Duck Key. Der Blick war einfach genial, grandios, nicht zu beschreiben. Vor allem der Sonnenuntergang ist dort extrem eindrucksvoll - wie in der gesamten Gegend um Key West.

Was ich persönlich vor allem spannend fand, war der Eindruck, dass es schon interessant ist, wenn man die Keys bei einem Hurricane evakuieren will. Dann muss alles über diese Brücke. Dass es dann zu Staus kommt, ist wohl nicht zu verhindern. Bei uns kam es erst weit später auf der Rückreise zu Staus, auf der Brücke selbst - leider - nicht weil die Passage dieser knapp 7 Meilen wirklich beeindruckend und empfehlenswert ist.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 6. September 2013

Peloponnes - Unzählige nützliche Tipps

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch den ersten Teil meiner neuen Urlaubsreise vor, die ich im Oktober antreten werde... Die Vorbereitung!

Reisehandbuch Peloponnes
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Wir dachten uns, da dieses Jahr schon so viel über Griechenland geschrieben wurde, reisen wir in diesem Jahr mal dorthin und schauen, ob das stimmt, was die Presse so schreibt...

Daten
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Titel: Peloponnes
Autor: Hans-Peter Siebenhaar
ISBN: 978-3-89953-478-8
Preis: 24,95€
Verlag: Michael Müller


Inhalt
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Die Peleponnes ist eine Halbinsel im Süden von Griechenland, südlich von Athen. Bekannte Orte sind Sparta, Olympia und Korinth.

Das Buch beginnt mit einer allgemeinen Einführung über die Peloponnes, von der Flora und Fauna bis hin zur Geschichte einschließlich Zeittafel wird dieser Landstrich ausführlichst vorgestellt.

Als nächstes geht es um praktische Infos. Beginnend mit der Anreise wird alles mögliche vorgestellt, wie man die Peloponnes am besten entdecken kann, von der Bahn über Auto bis hin zu Fähren. Es werden günstige Mietwagentipps gegeben, Routen vorgestellt und wichtige Tipps zum Übernachten, günstige Pensionen, was man essen sollte, was man dabeu haben sollte und Adressen, an die man sich zu unterschiedlichen Gelegenheiten wenden kann, werden vorgestellt.

Unter Stop-over werden Athen und Delphi als Reiseziele vorgestellt, die von der Peleponnes nicht weit weg sind.

Dann werden die wichtigsten Reiseziele in der Region vorgestellt. Dabei wird mit den Saronischen Inseln begonnen, dann über die Region Korinthia, Argolis, Arkadien, Lakonien, dem "Südöstlichen Finger", der Insel Kythera, Mani, Messenien, Elis, Achaia und schließlich den Ionischen Inseln (Zakynos, Ithaka und Kefalonia) werden alle Regionen gezeigt.


Aufmachung
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Mit 232 schwarz-weiß- und 56 Farbfotos sowie 56 Übersichtskarten auf 708 Seiten ist das Buch zwar etwas Text-lastiger als andere Reiseführer, aber was soll's? Dafür bekommt man wirklich ALLE Informationen, die man für eine zweiwöchige Reise durch die Peloponnes so braucht.

Alle Reiseziele werden wirklich rundum vorgestellt, beginnend mit einer kurzen Einführung über wichtige Adressen, schöne Lokale und alles Sehenswerte wird jedem in etwa das doppelte gewidmet, im Vergleich beispielsweise zu einem Marco Polo Reiseführer, man fühlt sich also entsprechend rundum informiert.


Fazit
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Wenn man sich nicht gerade mit einer Reisegruppe auf den Weg macht in die Peloponnes, ist dieser Reiseführer absolut unersetzlich. Bei der Lektüre bekommt man einfach Lust, sofort in den Flieger zu steigen und loszufliegen. Zu jedem noch so kleinen Ort in der Peloponnes gibt es ausführlichste Informationen.

Das einzige, was mir ein bisschen fehlt, ist eine Straßenkarte. Die findet man häufig in kleineren Führern (etwa Marco Polo), die muss man sich hier - zumindest für unsere Tour mit dem Auto - halt noch dazukaufen.

Ansonsten bekommt man wirklich alles geboten, was man für so eine Reise braucht. Von Sehenswürdigkeiten über Hotels bis hin zu Lokalen und Badestränden bekommt man alles gezeit, was man für die Planung einer Route durch die Peloponnes braucht.

Und als Warnung... Ihr bekommt hier dann über ALLE diese Sehenswürdigkeiten einen Bericht.

Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Das

Ab in den wilden Osten...

Hallo Leute!

Vor 2 Jahren waren wir im wilden Osten. Unsere Reise führte uns nach Gotha in Thüringen. Da wir uns ein bisschen durch die Gegend fahren wollten, musste auch ein Reiseführer her...


Marco Polo Thüringen
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Kauf
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Gekauft habe ich den Reiseführer damals für 10,99€ bei Weltbild. Das ist inzwischen 2 Jahre her.


Inhalt
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Auf der ersten Seite gibt es Insider Tipps, also weniger bekannte Sehenswürdigkeiten, die die Autoren für wichtig halten. Ich muss allerdings ehrlich zugeben, dass wir damals nichts davon gemacht haben, da die Zeit fehlte. Wir haben nur die Klassiker gemacht. Ganz schön ist hier, dass es sich bei den Insider Tipps nicht um die Klassiker handelt, sondern wirklich um Tipps. Das kenne ich manchmal anders bei Marco Polo Reiseführern.

Die Klassiker, also die wirklichen Must See Sehenswürdigkeiten sind dann unter Highlights aufgeführt. Davon haben wir auch zahlreiche gemacht. Wenn man allerdings nur 4 oder 5 Tage Zeit hat, sollte man nicht alles machen, oder sich vielleicht eine Region aussuchen. Wir waren in der Region Gotha, Erfurt, Wartburg und da sind die wirklich wichtigen Dinge in den Insider Tipps aufgeführt.

Zu Anfang hat man dann alle wichtigen Informationen über Land und Leute, die Szene und vor allem Essen & Trinken, sowie Feste und Events. Unter Essen und Trinken werden allerdings erstmal keine Restaurants aufgeführt, die kommen später im spezielleren Teil.

Der Hauptteil, also die Sehenswürdigkeiten, sind in die Regionen Thüringens aufgeteilt:

- Nordthüringen
- Landesmitte
- Thüringer Wald
- Vorderrhön und Werratal
- An Saale, Elster und Pleisse

Hier wird alles wichtige aufgeführt: Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, einfach alles, was wichtig ist. Es gibt alles wichtige, von Öffnungszeiten über Adressen bis Telefonnummern.

Am Ende gibt es dann noch etwas spezifischere Infos. Infos etwa über Touren entlang des Rennsteigs, 24 Stunden in Jena und Sport-Aktivitäten. Auch ein Kapitel über alles wichtige, wenn man mit Kindern unterwegs ist, ist enthalten.

Schließlich gibt es noch praktische Hinweise über Reisewetter, Flughäfen und Bahnhöfe und alle möglichen wichtigen Telefonnummern, alles, was man brauchen kann.

Dann gibt es noch einen 10-seitigen Reise Atlas mit allen wichtigen Verbindungen zwischen den Orten.

Auf der letzten Seite gibt es dann noch einen Stadtplan des Zentrums von Weimar und Erfurt, was natürlich auch extrem wichtig für die Orientierung ist.


Aufmachung
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Wie man das von den Marco Polo Reiseführern kennt, ist dieses Buch geprägt von Bildern. Es gibt unzählige Illustrationen und wie es sich für einen Reiseführer so gehört, ist natürlich auf allen Bildern der Himmel blau und die Wiesen saftig grün. Sie machen einfach Lust dazu, nach Thüringen zu reisen.

Man bekommt eigentlich alle Informationen, die man auf einer Reise durch Thüringen gebrauchen kann. Alle Sehenswürdigkeiten werden kurz vorgestellt, die Informationen reichen allerdings für die Reiseplanung absolut aus.


Fazit
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Ich bin mit diesem Reiseführer absolut zufrieden. Er liefert alle relevanten Informationen, die man braucht, um Thüringen auf eigene Faust zu erkunden. Im Gegensatz zu vielen anderen Marco Polo Führern zu einer einzelnen Region, bekommt man alles geliefert, was man für die Reise braucht, beginnend mit den wichtigen Sehenswürdigkeiten bis hin zu allen Informationen über Land und Leute. Telefonnummern sind überall vorhanden und zur damaligen Zeit (also 2010) war auch nichts zu merken von irgendwelchen Aktualitätsproblemen.

Wir waren absolut zufrieden. Wir haben unser Hotel damit gefunden, Restaurants und alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Ich hatte das Gefühl, damals in der Region alles wichtige gesehen zu haben.

Ein absoluter TOP-Reiseführer.

In diesem Sinne

Eure Anke

Die alte Kirche...

Hallo Leute!

Mein Gott, was bin ich in diesem Jahr 2013 schon rumgekommen. Unter anderem waren wir auch schon über ein langes Wochenende in Prag. Trotz des anhaltenden Regens haben wir uns viel angeschaut. Darunter auch die Georgsbasilika.


St. Georg
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Lage
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Die Georgsbasilika liegt auf dem Prager Burghügel auf dem Gelände des Hradschin. Sie liegt direkt östlich des Veitsdoms. Am besten gelangt man zu Fuß dorthin bzw. mit der Straßenbahn (Station Hradschin).


Geschichte
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Die Kirche wurde bereits im Jahr 921 gebaut, 925 wurde hier Fürstin Ludmilla, die Großmutter des heiligen Wenzel, begraben und somit begann die Geschichte der Kirche, und sie war damit die drittälteste Kirche Böhmens. Bis zum Bau der benachbarten Veitskirche diente sie als Grabstätte der Prager Fürsten. 971 wurde sie an die Benediktinerinnen übergeben, die dort das erste Kloster Böhmens gründeten. So ging von hier die Christianisierung Böhmens aus. Bis zu den Hussitenkriegen galt das Benediktinerinnenkloster als eines der Reichsten.


Architektur
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Eins merkt man sofort: Diese Kirche ist wirklich alt. Und das aus dem einfachen Grund, weil sie nichts mit der verschnörkelten Bauweise des Hochmittelalter zu tun hat. Sie ist ganz eindeutig romanisch mit ihren relativ kleinen, runden Fenstern und ihrem dicken Mauerwerk. Ich finde das immer durchaus reizvoll, weil man sich beim Reinkommen immer gleich wie in einer anderen Zeit fühlt. Man hört quasi die gregorianischen Gesänge...




Ebenso ist nicht alles weiß getüncht und auf möglichst hell getuned, sondern über dem Altar sieht man alte Fresken. Ganz vorne, beim Altar hat man eine Art Freitreppe, über die man hinabsteigen kann in die Krypta (reingehen ging allerdings nicht).

Der Eingang ist - vor allem nach dem Eindruck der benachbarten Veitskirche - relativ unscheinbar. Er erinnerte mich ein wenig an ein altes Fachwerkhaus.


Öffnungszeiten
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April bis Oktober: 9-17 Uhr
November bis März: 9-16 Uhr

Es finden immer wieder Konzerte in der Georgsbasilika statt.


Fazit
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Ich liebe ja solche alten Kirchen, vor allem weil ich diese größer, höher, weiter Bauweise aus dem späten Mittelalter (Kölner Dom usw.) nicht besonders mag und noch weniger mag ich die Kirchen aus dem Barock. Leider gibt es von diesen romanischen Kirchen nicht mehr allzu viele. Mir fällt an vergleichbaren Kirchen eigentlich beinahe nur die Matthiaskirche in Fulda ein. Ich finde solche Kirchen immer wesentlich beeindruckender, weil sie - ich weiß das hört sich blöd an - viel mehr zu mir sprechen als eben diese neueren Bauwerke. Ich finde, man kommt in eine ganz andere Stimmung und fühlt sich mehr wie in einer anderen, in sich abgeschlossenen Welt, wie etwa nebenan im Veitsdom. Ich werde immer wesentlich ruhiger und bin viel beeindruckter, keine Ahnung, warum. Es ist vermutlich die Atmosphäre, die solche alten Mauern ausatmen, die mich zur Ruhe kommen lassen und die es schaffen, dass es mir egal ist, dass ich da gerade Eintritt zahlen musste und dass da grade 500 Japaner mit ihren riesigen Kameras um mich rumrennen.

Von außen ist die Kirche wirklich unscheinbar, von innen lud sie zumindest mich ein, mich mal in die Bank zu setzen und kurz Pause zu machen, den Regen innerlich abzustellen (wir waren an dem Hochwasserwochenende dort) und in solchen Kirchen macht mir dann der Trubel rund herum auch nix mehr aus.

Leider muss man auch für die Georgsbasilika Eintritt zahlen. Der ist allerdings in beiden Kombitickets für die Burg mit drin. Dennoch - Kirche + Eintritt - das heißt bei mir immer 1 Stern Abzug. Dennoch sollte man sich die Georgsbasilika anschauen, wenn man eh schon das Ticket gelöst hat!

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 5. September 2013

Hotel Stadion Delphi - Traumhaft

Hallo Leute!

Der Beginn unserer Reise führte uns in die Orakelstadt Delphi. Da wir ohne vorgebuchte Hotels losgezogen sind, machten wir zunächst Halt im Hotel Stadion.

Hotel Stadion Delphi
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Lage
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Das Hotel liegt direkt an der Hauptstraße und ist nicht zu verfehlen. Parkplätze gibt es an der Straße.


Preis
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Für das Doppelzimmer mit Frühstück zahlten wir 40€ pro Nacht. Wir blieben 2 Nächte.


Zimmer
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Die Zimmer haben alle Talblick. Man hat einen wunderbaren Blick über die Olivenhaine bis runter in eine kleine Bucht. Man sollte generell darauf achten, in Delphi bei den Hotels einen Talblick zu verlangen. Der Balkon war allerdings vergleichsweise klein und nicht mit Möbeln ausgestattet. Dennoch, wir kamen gerade zum Sonnenuntergang an und der Blick aufs Tal war einfach wunderbar.

Das Zimmer war vergleichsweise klein, aber mit zwei Einzelbetten ausgestattet. Wie schon gesagt, ich schlafe relativ bewegungsintensiv und mein Freund kann sonst nicht schlafen. Das Bett war relativ bequem. Außerdem gab es einen Flachbildfernseher und einen Schreibtisch sowie eine Bank für den Koffer.


Badezimmer
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Das zum Zimmer gehörende Badezimmer war ganz OK. Es war ausgestattet mit Waschbecken, Klo und Dusche. Es wurden ausreichend Handtücher zur Verfügung gestellt.


Frühstück
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Als Frühstück gab es ein kleines Buffet. Kaffee wurde frisch aufgebrüht. Wir hatten das Glück, als einzige im Hotel zu sein, weshalb wir immer auf dem kleinen Balkon zu frühstücken. Der Frühstücksraum war relativ altbacken eingerichtet mit Holzwandvertäfelung.

Es gab gekochte Eier, Brot und Kuchen sowie O-Saft, so viel man will. Frisches Obst sucht man bei griechischen Hotels immer vergebens. Es war in jedem Fall eines der besseren Frühstücksvarianten, die wir hatten.


Personal
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Wir hatten eigentlich nur Kontakt zu dem netten Mann an der Rezeption, der auch für das Frühstück zuständig war. Der war super freundlich und hilfsbereit. Er hat uns gleich einen Stadtplan von Delphi in die Hand gedrückt und uns alles wichtige markiert und immer wieder freundlich lächelnd und total begeistert "Guten Tag" gewünscht.

Da ich schon gefragt wurde: Wir hatten in den Hotels NIE Probleme, weil wir einen deutschen Personalausweis vorgezeigt bekommen haben. Berichte dahingehend, dass man dumm angemacht wird oder so, halte ich für Einzelfälle. Wir hatten nur einmal eine etwas unangenehme Begegnung, als wir in Athen draußen in einem Restaurant saßen und ein Passant irgendwas zu uns gesagt hat und anschließend der Kellner kam und meinte "He just said bon appetit". Sonst wurden wir überall sehr freundlich aufgenommen und hatten auch in den Gegenden wo kaum Touristen sind keine Probleme. Im Gegenteil, meist war man sehr dankbar, dass wir noch einen Kaffee genommen haben.


Fazit
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Für ein niedriges Budget ist das Hotel Stadion in Delphi absolut perfekt. Die Betten sind gut. Für einen längeren Aufenthalt ist das Zimmer eventuell etwas klein. Aber die meisten bleiben eh nicht viel länger als einen oder zwei Tage dort.

Insgesamt macht das Hotel einen etwas älteren Eindruck. Es gibt ein Kaminzimmer mit Fernseher und eben den Frühstücksraum mit Holzvertäfelung. Alles ist super sauber und der Zimmerservice macht seine Arbeit gut.

Ich habe absolut nichts zu beanstanden. Für 2 Nächte bei einem Zwischenstop in Delphi ist das Hotel optimal!

In diesem Sinne

Eure Anke


Blick vom Zimmerbalkon

Pantheon City Hotel Gytheio Griechenland

Hallo Leute!

Unsere Tour durch Griechenland führte uns auch ganz in den Süden, ans Tor zur Mani, nach Gytheio. Dort waren wir in einem Hotel am Hafen untergebracht.


Pantheon City
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Lage und Parkmöglichkeiten
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Das Hotel liegt direkt an der Hafenpromenade von Gytheio. Parkplätze sind am Hafen ausreichend vorhanden.


Preis
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Wir haben für die Übernachtung im Doppelzimmer 40€ ohne Frühstück gezahlt. Frühstück kostet 6€ pro Person.


Zimmer
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Das Zimmer war ausgestattet mit einem Flatscreen, einem Schreibplatz, zwei Betten mit Nachttisch und einem Schrank. Dazu kommen zwei Stühle. Auf dem wirklich großen Balkon stand dann noch ein Metall-Tisch und zwei Stühle.

Die Betten waren sehr angenehm und bequem.

Der Balkon mit schickem Ausblick auf den Hafen und die Bucht von Gytheio war grandios. Er hatte etwa 12 qm und man hatte abends einen wunderschönen Ausblick auf den Sonnenuntergang. Der Blick reichte bis rüber zum Leuchtturm und auf der anderen Seite bis zum Dimitrios Wrack.

Das Zimmer war sehr sauber.


Das Badezimmer
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Das Badezimmer ist modern ausgestattet und ist weder zu groß, noch zu klein. Die Duschkabine war leider ein bisschen schwergängig, aber ansonsten war alles TOP sauber. Es gibt keine Spuren von Schimmel o.ä.


Sonstiges
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Das Hotel bietet kostenloses WLAN, das leider bei unserem Besuch ausgefallen war, aber es ist generell vorhanden.


Frühstück
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Zum Frühstück kann ich leider nichts sagen, da wir darauf verzichtet haben.


Zimmerservice
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Der Zimmerservice war absolut zufriedenstellend, es gab jeden Tag neue Handtücher - auch wenn wir nicht alle gebraucht hatten und sogar der Sand von meinen Schuhen am Balkon wurde weggefegt.


Barrierefreiheit
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Das Hotel ist absolut Barrierefrei. Man hat einen Aufzug in die Zimmer und keine Treppen am Eingang.


Fazit
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Insgesamt macht das Hotel einen sehr netten und sauberen Eindruck. Wir haben dort 3 Nächte verbracht. Alleine der Ausblick vom Balkon ist das Geld für das Hotel wert. Es gibt nichts besseres, als morgens gemütlich auf dem Balkon zu sitzen und den Fischern im Hafen zuzuschauen.

Der eine oder andere könnte sich vielleicht über die Hafenstraße beschweren, auf der eben Verkehr ist. Wir waren im 3. Stock untergebracht und haben nachts nix mitbekommen.

Das Hotel ist mitten im Leben, innerhalb von ein paar Metern zu Fuß kommt man zu allen möglichen Tavernen und verschiedene Geschäfte wie Antiquitätenhändler oder Souvenirshops sind auch rundrum genauso wie ein Supermarkt.

Das Hotel und die Möbel scheinen auch nicht sonderlich alt. Einzig der Aufzug, ein Padernoster, wirkt ein wenig veraltet. Die Zimmer sind Top renoviert.

Für uns war es ein optimales Hotel für unsere Reise und für den kleinen Geldbeutel. Es ist absolut empfehlenswert!

In diesem Sinne

Eure Anke



Marco Polo Florida - Viele Bilder wenig Infos

Hallo Leute!

Als dritten Teil meiner Reiseführer-Reihe will ich euch den vorstellen, den ich im vergangenen Jahr mit auf meiner Florida-Reise hatte.

Marco Polo - Florida
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Daten
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Titel: Florida
Autor: Ole Helmhausen
Verlag: Marco Polo
ISBN: 978-3-8297-0412-0
getestete Auflage: 14 (2010)


Inhalt
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Als aller erstes kommen wie bei allen Marco Polo Führern die "Insider Tipps" und die Highlights, also quasi alles, was man auf seiner Tour durch Florida mitnehmen sollte.

Dann kommt das übliche BlaBla. Das heißt also eine kurze Einführung zum Thema Land und Leute, Events und Feste sowie Essen, Trinken und Einkaufen. Hier geht es aber jeweils nicht um das Wo, sondern vor allem um das Was.

Dann werden die verschiedenen Regionen vorgestellt. Beginnend mit Miami über die Keys, die Everglades, die Westküste, Pahandle, die Ostküste bis nach Zentralflorida. Wobei ehrlicherweise muss man sagen, wirkliche Tipps sind nicht dabei. Eigentlich werden fast nur Orte vorgestellt, die man ohnehin bei einer Rundreise schon auf der Liste hatte. Es werden dabei auch Hotels und Restaurants sowie Freizeitmöglichkeiten zu allen möglichen Orten vorgestellt.

Das nächste Thema sind Ausflüge und Touren. Hier werden drei Autotouren vorgestellt, wobei man sagen muss, auch da gibt es nichts besonderes, sondern nur solche Geschichten wie von Miami, in die Everglades nach Key West.

Schließlich gibt es noch 24 Stunden in Miami mit Tipps und Planung für einen einzelnen Tag in der Stadt. Dann kommen noch ein paar praktische Tipps und schließlich den obligatorischen Reiseatlas (auf 10 Seiten). Damit findet man sich wunderbar zurecht.


Aufmachung
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Eigentlich bekommt man die wichtigen Informationen, die man für eine Florida-Reise braucht. Allerdings nehmen die Bilder gegenüber den Informationen etwas überhand. Zu jedem Ort gibt es Hotel- und Restaurantinfos sowie Infos zu Freizeit-Themen und mindestens ein Farbfoto.


Fazit
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Ich muss sagen, bei einer Städtereise gefällt mir der Marco Polo besser. Wenn man eine Rundreise plant und dabei nicht nur sich auf die Touristenströme stürzen will, sollte man sich einen anderen Führer kaufen. Wunderbar ist natürlich der Straßenatlas, auch die meisten der Adressen sind ganz nützlich. Wenn man sich aber nur auf eine bestimmte Region fokussiert, wir waren damals auf den Keys und in West Palm Beach, ist der Reiseführer ungeeignet, weil man die Infos, die man dort bekommt auch in einem halbwegs brauchbaren Hotel mittels Prospekten bekommt.

Mir fehlten in Key West vor allem die Infos zu den Sehenswürdigkeiten. Ich meine, sie sind zwar quasi aufgezählt, auch die Adresse wird aufgeführt und ganz kurz wird beschrieben, was man sieht, mehr aber auch nicht. Man hätte etwas weniger Bilder und etwas mehr Infos brauchen können.

Ansonsten ist es ein halbwegs brauchbarer Reiseführer, wenn man überall nur einen Tag verbringt. Dafür ist er absolut ausreichend. Aber wenn man 1 Woche "nur" in Key West ist, sollte man sich einen anderen Führer kaufen!

In diesem Sinne

Eure Anke

Marco Polo New York

Hallo Leute!

Heute möchte ich euch einen Reiseführer vorstellen, den wir im vergangenen Jahr bei unserem Trip nach New York benutzt haben. Da die Dinger so schön kompakt sind, nehmen wir oft die Marco Polos. So auch hier...


Marco Polo New York
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Daten
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Autorin: Alrun Steinrück
Verlag: Mairdumont
ISBN: 978-3-8297-0502-8
Preis: 9,95€


Inhalt
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Der Grundaufbau ist bei allen Marco Polo Reiseführern der gleiche. Beginnend mit den "Insider Tipps" auf der Umschlagseite geht es weiter mit einer kleinen Einführung in die Stadt an sich. Was ist typisch für New York? Was ist ein typischer New Yorker? Als nächstes werden zahlreiche Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Geordnet nach den Teilen Manhattans werden hier verschiedene Museen vorgestellt. Am Ende geht es noch um die anderen Stadtteile, etwa die Staten Island Ferry oder die Brooklyn Bridge.

Im nächsten Kapitel werden dann verschiedene Cafes und Restaurants vorgestellt, geordnet nach verschiedenen Preisklassen. Hier werden bekannte Ketten (Hard Rock Cafe) aber auch kleine Restaurants in Seitenstraßen vorgestellt.

Unter Einkaufen wird man dann beispielsweise an den großen Apple Store im Central Park verwiesen - was ich witzig fand. Ansonsten natürlich 5th Avenue, Macys und Victorias Secret. Das sind nützliche Adressen aber definitiv keine Insider Tipps.

Unter "Am Abend" werden verschiedene Clubs und Bars, aber auch Theater vorgestellt, die ganz sehenswert sind.

Schließlich werden noch einige Hotels in Manhattan gezeigt, vom Placa bis hin zu netten, kleinen Hotels für Normalsterbliche ist da alles dabei. Eins ist aber gewiss - teuer sind sie alle.

Bei Stadtspaziergängen werden dann noch einige Routen vorgestellt, die man fürs Sightseeing nehmen könnte. Die sind auch ganz nett. Wir sind die durch Downtown gegangen, das war eine vernünftige Route bei der man alles wichtige sehen konnte.

Am Ende kommen dann noch die beiden Klassiker. Zunächst gibt es einen kleinen Sprachführer mit den wichtigsten Sätzen in Englisch. Am Ende kommt dann noch ein Cityatlas von Manhattan - mit Register und eingezeichneten wichtigen Sehenswürdigkeiten.


Illustrationen
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Durch die unzähligen Fotos bekommt man schon einen ganz netten Eindruck von der Stadt, wobei am Ende dann doch alles ganz anders ausschaut. Fotos gibt es fast von jeder Sehenswürdigkeit - auf jeden Fall von den wichtigen. Der Wahrheit gerecht werden können sie wohl nicht.


Fazit
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Die Marco Polo Reiseführer können vielen Orten gerecht werden, für New York ist er am Ende wahrscheinlich zu kompakt. Durch die vielen Sehenswürdigkeiten kommt in der kompakten Form vieles leider etwas zu kurz. Dafür ist diese Stadt einfach zu groß. Wobei man sagen muss für Wien oder für Rom fand ich die Führer absolut OK. Die Aktualität ist absolut super. Aber in New York gibts aber einfach viel zu viel zu gucken. Auch die Bilder sind wirklich nett, der Reiseatlas ist wirklich hilfreich, man sieht alles, was man sehen will. Nur braucht man für einen längeren New York Trip (wir waren 6 Tage dort) vielleicht dann doch etwas Ausführlicheres. Daher gibt es von mir nur 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 4. September 2013

Botel Albatros Prag

Hallo Leute!

Eins vorweg: Ein Abenteuerurlaub wird ein Aufenthalt in diesem Hotel Gott sei Dank nicht immer. Über Fronleichnam allerdings hat es in Tschechien geregnet... Sehr viel geregnet. Und daher kam es dazu, dass sich unser ganzes Hotel über Nacht 2 Meter angehoben hat.


Botel Albatros
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Lage
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Das Botel liegt direkt auf der Moldau, an der Stefanikuv-Brücke. Bis zur Karlsbrücke sind es zu Fuss etwa 15-20 Minuten, die Altstadt liegt direkt nebenan, als von der Lage her ist dieses Hotel absolut optimal. Achtung: Die Anfahrtsbeschreibung vom Busbahnhof ist etwas irritierend!


Zimmer
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Die Zimmer sind relativ klein und Kajütenartig eingerichtet, mit Holzverkleidungen. Die Betten sind von der Größe her optimal für 2 Personen. Das Bad ist ein wenig klein und vor allem gibt es keine großartige Duschwanne, wodurch das Bad direkt nach einem mal Duschen unter Wasser steht.

Die ersten beiden Tage hats im Bad auch etwas unangenehm aus dem Abfluss gerochen, das gab sich aber mit der Zeit. Insgesamt war doch alles sehr sauber.

Insgesamt macht das Zimmer einen sehr sauberen Eindruck, die Möbel sind nicht allzu abgewohnt.



Frühstück
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Das Frühstück ist landestypisch, allerdings jetzt nicht so der Bringer. Es findet im Bordeigenen Restaurant auf der oberen Etage statt. Witzig fand ich, dass es jeden Morgen eine Leberknödelsuppe gab. Ansonsten gab es Würstchen mit Ei, einige Sorten Wurst, 2 Sorten Käse. Außerdem kann man sich ein Müsli mixen und es gibt verschiedene Kuchen. Brot gibt es nur relativ labberiges. Kaffee gibt es auch, sogar in Kannen am Tisch. Stärkeren Kaffee gibt es aus dem Automaten. Der Orangensaft ist ekelhaft, dünn und süß.

Am schlimmsten finde ich aber, dass es beim Frühstück nur 8er Tische gibt. Der Raum ist ganz nett, mit Blick über die Moldau, man kann sich jedoch nicht "intim" irgendwo unterhalten, weil der Raum wirklich ziemlich voll wird. Man fühlt sich ein bisschen wie in der Jugendherberge.



Personal
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Das Personal war zu uns nett und freundlich. Es gibt jeden Tag Zimmerservice, auf Fragen wird nett und freundlich geantwortet.



Preise
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Wir zahlten für das Doppelzimmer nach Buchung über booking.com 265€ incl. Frühstück. Das ist preislich absolut in Ordnung.



Fazit
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Das Botel ist wirklich nett, optimal für einen zeitsparenden Citytrip. Man kann alles mögliche problemlos erreichen. Zur U-Bahn braucht man 10 Minuten, zur Burg etwa 30 Minuten, zur Karlsbrücke etwa 20 Minuten. Die Lage kann besser nicht sein.

Die Zimmer waren sehr klein, aber auch sehr gemütlich, so dass gleich das Bootfeeling hat. Aus dem Fenster schauten wir direkt auf die Moldau. Was vor dem Hochwasser eín wenig unangenehm war, da die ganzen Touriboote doch sehr dicht an unserem Fenster vorbeifuhren, allerdings konnte man wohl nicht reinschauen (Scheiben verspiegelt). Dennoch war die Bootatmosphäre gleich da, auch wenn das Schiff nicht wirklich schankte.

Das Frühstück führt glatt zu einem Stern Abzug, weil es im Endeffekt wirklich miserabel war. O-Saft war Mist und ich sitze im Hotel dann doch ganz gerne immer alleine am Tisch, anstatt mit ner Gruppe Dänen, die noch Restalkohol von gestern hatten. Der Frühstückssaal ist einfach viel zu klein.

Der Abenteuereffekt war im Nachhinein schon echt interessant, weil über unseren gesamten Aufenthalt hinweg der Moldaupegel anstieg. Die Lage war schon beinahe dramatisch, aber im Endeffekt ging ja dort alles einigermaßen glimpflich ab.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 3. September 2013

Unterwegs zwischen Buda und Pest

Hallo Leute!

Über Pfingsten waren wir auf Erkundungstrip in Budapest. Bei uns darf da ein guter Reiseführer nicht fehlen. Da ich allerdings für 3 Tage keine 25€ ausgeben wollte, sollte es noch dazu ein halbwegs günstiger Reiseführer sein. Daher gabs den vom ADAC.

ADAC Reiseführer Plus Budapest
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Daten
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Autor: Markus Hella
Verlag: ADAC
ISBN: 3862070387
Preis: 9,95€
Seitenanzahl: 144


Inhalt
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Zunächst gibt es einige Impressionen, wunderschöne Bilder, die Lust auf die Reise machen sollen. Dann gibt es einen kurzen, geschichtlichen Abriss der Donaumetropole.

Das Kapitel "unterwegs" zeigt alle Sehenswürdigkeiten in Budapest geordnet nach Stadtteilen. Beginnend mit dem Burgberg geht es zunächst zum Viertel nördlich der Burg, den römischen Thermen und den Rosenhügel. Von dort geht es weiter nach Obuda. Dann geht es über die Donau nach Pest und zwar zunächst entlang der Donaubrücken zum Herz der Stadt mit dem ungarischen Parlament und dem Stephansdom und dann zu dem Gebiet um den Heldenplatz und das Stadtwäldchen, das im Sommer sehr belebt ist.

Zu jedem Viertel gibt es zunächst einen kleinen Abriss über Sehenswertes und Geschichte. Dazu gibt es auch einen kleinen Plan. Wobei ich es schade finde, dass die Karte nicht ein bisschen größer ist und die jeweiligen Sehenswürdigkeiten dort eingetragen sind. Das wäre an sich schon praktisch, da man dann auf den ersten Blick sehen kann, in welcher Reihenfolge man die Sehenswürdigkeiten ablaufen soll. Dazu muss man mehr oder weniger immer auf den Stadtplan vorne umblättern. Diese kleine Karte mit Eintragungen gibt es in manchen Kapiteln, aber grade da, wo sich die Sehenswürdigkeiten ballen, fehlt sie ein bisschen.

Schön ist, dass das Buch durchgängig mit Farbfotos ausgestattet ist. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind bebildert. Manche Sehenswürdigkeiten sind zudem mit einem QR-Code ausgestattet, mit dem man einen Reisefilm aufrufen kann. Außerdem wird gleich die Strecke mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angegeben.

Unter Budapest A bis Z findet man dann alle möglichen wissenswerten Adressen, wie Restaurants, Nachtleben oder Termine von Festivals.

Schließlich ist das ganze Buch mit einer Plastikhülle umgeben. Auf der Rückseite steckt dann noch eine Faltkarte, auf der alle Sehenswürdigkeiten und Straßen (zumindest im Zentrum) eingetragen sind (1:10000).


Fazit
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Die Infos zu den Sehenswürdigkeiten sind wirklich toll, vor allem, weil es zu fast jeder Sehenswürdigkeit tolle Fotos gibt. Außerdem wird alles wichtige geliefert, was man eben so braucht. Allerdings wird alles relativ neutral geschildert und kommt mir an manchen Stellen ein bisschen unübersichtlich vor.

Informationen zu Kultur und Geschichte kommen mir persönlich sehr zu kurz.

Was ich ein bisschen schade finde, die Tipps zu Restaurants oder Hotels kommen ein kleines bisschen kurz. Zwar wird kurz geschrieben, was es in Restaurants gibt. Aber beispielsweise fehlt mir eine Angabe, wie viel das Essen dort kostet. Beispielsweise wäre es schön, wenn man die Restaurants nicht alle in einem geschlossenen Text unterbringt, sondern vielleicht nach Vierteln geordnet, so dass man besser hinfindet, auch ohne sich dort auszukennen.

Das Format finde ich irgendwie auch nicht so toll. Dadurch, dass die Faltkarte hinten in der Hülle steckt, verknickt das ganze im Rucksack sehr leicht und rutscht auch sehr leicht raus. Ich habe den Reiseführer gleich aus der Hülle rausgenommen und hatte sie extra im Rucksack.

Insgesamt bekommt man alle wichtigen Infos. Allerdings ist er ein wenig unübersichtlich. Manchmal muss man etwas länger suchen. Für einen Citytrip ist dieser Reiseführer jedoch ziemlich ausreichend.

In diesem Sinne

Eure Anke
 

Bibliothek Strahov Prag




Hallo Leute!

Bei unserem Besuch in Prag war eins ganz wichtig: Trockene Plätze finden... Einer davon war sogar in einer Bibliothek...


Bibliothek Strahov
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Lage
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Die Bibliothek Strahov liegt im Prager Kloster Strahov, unweit des Eingangs der Prager Burg. Von dort aus läuft man etwa 10 Minuten immer der Beschilderung zum Kloster nach.


Eintrittspreise & Öffnungszeiten
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Erwachsene: 80 CKR; ermäßigt: 50 CKR

Geöffnet ist täglich von 9 - 17 Uhr (Mittagspause 12 - 13 Uhr).


Geschichte
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Die Prämonstratenser gründeten im 12. Jahrhundert unweit der Prager Burg ein Kloster, das mit den Jahren zu einer beeindruckenden Größe wuchs.

Bekannt ist das Kloster für seine riesige Büchersammlung mit zahlreichen Unikaten Handschriften, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen.

Heute gibt es 2 Säle:

Der Theologische Saal ist gleich am Anfang des Rundgangs. Er wurde 1671-79 nach Plänen von Giovanni Domenico Orsi de Orsini errichtet, die Fresken stammen von Siard Nosecký.


Der Philosophische Saal wurde neu errichtet, als der Theologische Saal zu klein wurde, nachdem die Bestände des säkularisierten Klosters Klosterbrucks nach Prag gebracht wurden. Er wurde 1783 - 1790 nach Plänen von Ignaz Johann Palliardi errichtet und 1794 von  Franz Anton Maulpertsch gebaut.




Unser Besuch
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Ich persönlich fand den Besuch nicht so doll. Man zahlt zunächst unten den Eintritt, dann geht man ein paar Stufen weiter hoch zum Eingang. Dort erfährt man zunächst einmal, dass man fürs Fotografieren weitere 50 CKR zahlen muss. Dann bekommt man einen gelben Punkt. Ich muss zugeben, die habe ich nicht gezahlt (sondern die Fotos quasi illegal gemacht).

Man wird zunächst durch die Sammlung zoologischer Präparate geleitet. Dann kommt man zum ersten Saal der Bibliothek. Hier schon das erste Entsetzen, da man am Toreingang an einer Absperrung hängenbleibt. Leider Gottes ist die nicht sonderlich breit, so dass man quasi anstehen muss, um einen kurzen Blick reinzuwerfen, rein- oder gar durchgehen (wie z.B. bei der österreichischen Nationalbibliothek) kann man nicht. Zugegeben, die Anzahl historischer Bücher ist beeindruckend, groß angepriesen wurde das Strahover Evangelium (eine Handschrift aus dem 9. Jahrhundert. Nur dass die leider im Regal steht und man bekommt davon leider nicht so viel mit.

Als nächstes geht man durch einen Gang, in dem rechts und links verschiedene Bücherregale und Bibliotheksmöbel aus mehreren Jahrhunderten ausgestellt sind. Dann kommt man zum zweiten Saal der Bibliothek. Der ist erheblich niedriger und leider auch hier das gleiche Spiel. Man muss anstehen, um mal kurz durch die Tür zu schauen.

Man kann sich leicht vorstellen, dass ich bei so einer (groß angekündigten) Sehenswürdigkeit etwas enttäuscht war. Das einzig spannende war, ein Foto zu machen, ohne dass der Museumsaufseher hinschaut...


Fazit
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Ich war schon in vielen Klosterbibliotheken und ich muss sagen, ich war etwas enttäuscht, da man eben viele unikate Bücher versprochen bekommt, am Ende dann aber nur vor 2 Räumen steht und reinschauen darf, wenn man denn Glück hat und das Lehrerehepaar ganz vorne ihre Diskussion der Bibliotheksbestände irgendwann beendet und man selbst nach vorne darf.

Ich meine, klar sind die Räume echt schick, klar stehen dort echt bedeutende Bücher, aber wenigstens in den Raum reingehen hätte man die Leute lassen können. Man kann die Bücherregale ja absperren.

Und das mit der Fotoerlaubnis macht nicht allzuviel Sinn, da eh jeder einfach trotzdem fotografiert. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass da irgendwas kaputtgehen kann, wenn alle mit Blitz fotografieren. Aber so ist das ja reine Geldmacherei. Schade eigentlich, weil ich die Räumlichkeiten an sich echt toll fand, einen Besuch kann ich aber nicht wirklich empfehlen, da das drumherum leider ziemlich merkwürdig war...

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 2. September 2013

Kettenbrücke Budapest: Von Buda nach Pest mit Clarence dem schielenden Löwen

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal wieder was Sehenswertes in Budapest vor...


Kettenbrücke
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Lage
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Die Kettenbrücke liegt zwischen Buda und Pest und zwar auf der Höhe der Standseilbahn zur Burg hinauf auf der einen und des Stephansdomes auf der anderen Seite...







Geschichte
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Die Kettenbrücke war die erste Brücke, die die beiden Städte Buda und Pest verband und somit zu einer Stadt. Sie wurde zwischen 1839 und 1849 auf Anraten von Istvan Szechenyi gebaut und war somit eine der ersten festen Donaubrücken. Sie ersetzte die bereits 1776 angelegte Ponton Brücke.

Sie galt von da an als eine Art Symbol der nationalen Einheit. Bei Abzug der Nazis fiel die Brücke den Brückensprengungen zum Opfer. Sie wurde allerdings wieder aufgebaut und somit 1949 bereits wieder eröffnet.

Architektur
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Die Brücke ist eine Eisen-Hängebrücke und überspannt die Donau auf rund 375 m. Sie hat 2 Fahrspuren, sowie 2 Bürgersteige, so dass sie sowohl mit dem Auto als auch zu Fuss überquert werden kann. Der Fussweg ist gut und sicher vom Fahrweg abgetrennt.

Mir fielen besonders die 4 Löwen auf, die auf beiden Seiten am Eingang zur Brücke wachen. Sie schielen alle, als wären sie das Vorbild für Clarence den schielenden Löwen. Sie sind beeindruckend groß und sehen eben einfach witzig aus.

Die Achse, die verbunden wird, ist wohl sehr symbolisch, da die Pester Innenstadt direkt mit dem Budaer Burgberg verbindet, man landet quasi direkt vor dem Budvari Siklo, der Standseilbahn.

Fazit
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Gerade im Abendlicht ist diese Brücke wirklich beeindruckend. Über die schielenden Löwen kann ich mich einfach nur totlachen. Angeblich haben die Bildhauer auch noch die Zungen vergessen.

Ich finde die Symbolkraft dieser Brücke auch noch richtig klasse. Auf der einen Seite steigt man direkt in den Siklo ein. Von oben sieht man dann, dass auch der Dom in einer Achse liegt, somit wurde eine direkte Achse zwischen Buda und Pest geschaffen. Vor allem im Abendlicht ist hier alles voll mit Menschen, die das abendliche Licht über der Donau genießen.

Ich fand die Brücke ganz toll und vor allem eine Passage zu Fuß ist wirklich empfehlenswert.

In diesem Sinne

Eure Anke


PS: Der Bericht erschien in ähnlicher Form unter meinem Namen auch auf deutschsprachigen Meinungsplattformen...

Jüdischer Friedhof Prag: Hier gehts zu wie auf dem Bahnhof

Hallo Leute!

Aufgrund des anhaltenden Regens in Prag entschieden wir uns, das jüdische Museum zu besuchen. Ein Teil davon ist der jüdische Friedhof.


Jüdischer Friedhof
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Lage
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Der Friedhof liegt im jüdischen Viertel, nahe der Parizka-Straße.


Öffnungszeiten und Eintritt
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Für die 6 Teile des jüdischen Museums zahlten wir 250 CKR Eintritt. Das sind umgerechnet gut 10€.

Winterzeit 9.00 – 16.30
Sommerzeit 9.00 – 18.00

Die Ausstellungen sind täglich geöffnet außer samstags und an jüdischen Feiertagen.


Geschichte
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Das erste Grab auf dem jüdischen Friedhof in Prag ist auf 1439 datiert. Von da an wurden aufgrund des geringen Platzes im prager Ghetto auf einem Hektar etwa 100000 Menschen begraben in bis zu 12 Schichten. Auf dem Hektar stehen heute etwa 12000 Grabsteine dicht an dicht. Bis ins Jahr 1787 fanden hier Begräbnisse statt.


Rundgang
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Der Rundgang ist streng abgegrenzt. Man wird aufgrund des großen Andrangs quasi durchgeschoben, so dass der gesamte Rundgang geschätzte 3 Minuten gedauert hat. Man konnte nirgends in Ruhe stehenbleiben, vielleicht Andacht halten oder sowas.

Fotografieren war ausschließlich gegen eine Gebühr von 50 CKR (2€) gestattet.


Fazit
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Mit Sicherheit ist der jüdische Friedhof interessant. Ich habe vor allem noch nie so viele Grabstellen auf so engem Raum gesehen. Allerdings ist der Andrang gigantisch, weshalb ich einen Besuch dort als wenig angenehm oder andächtig empfand, sondern viel mehr als eine Art Störung der Totenruhe. Man musste teils Angst haben, dass man nicht das Auge von einem Regenschirm ausgestochen bekommt. Ich bin der Meinung, wenn man schon so wenig Platz zum Anschauen lässt, gehört da eine Einschränkung der Menschen auf dem Friedhof rein, damit man da nicht durchgeschoben wird.

Ich persönlich fand es sehr schade, wie sehr diese Grabstätte ausgenutzt wird, um Touristen das Geld abzuknöpfen. Das Gelände ist tatsächlich außergewöhnlich, aber für 10€ Eintritt mich in 3 Minuten im ströhmenden Regen über einen Friedhof schieben zu lassen, sorry Leute, das halte ich persönlich eher für pietätlos. Und dann fürs Fotografieren nochmal 2€, für eine Pappkippa nochmal 0,50€ (in Budapest hat man Leihweise eine frisch gereinigte Kippa für umsonst bekommen und da war der Andrang auch groß) das halte ich dann schon für Geldmacherei. Ich habe mich im Endeffekt sehr darüber geärgert, dass wir es nicht bei einem Blick über den Zaun (geht beim Ausgang) belassen haben.

Insgesamt waren die vielen alten, teils umgefallenen Grabsteine schon ganz interessant, die Umstände des Besuchs aber mehr als ärgerlich. Daher gibt es von mir auch nur einen Stern! Wenn ihr dorthin wollt, achtet darauf, vielleicht nicht unbedingt bei großem Andrang hinzugehen, Vielleicht ist das in der Mittagssonne im Sommer ein bisschen weniger, da kann man auch mal ohne Drängelei den Friedhof anschauen.

In diesem Sinne

Eure Anke


PS: Fotos gibt es leider keine, die 50 CKR habe ich mir gespart!