Hallo Leute!
Gerade jetzt, bei Temperaturen von 30°C und mehr sehne ich mich immer mehr nach meinem Wintertrip nach St. Petersburg zurück. Schon erwähnt, dass ich ein echtes Winterkind bin...
Einen Reiseführer, der uns bei unserem Trip im Januar 2016 begleitet hat, stelle ich euch heute vor...
Reise Know-How Citytrip St. Petersburg
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Daten
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Autoren: Christian Funk, Aglaya Sintschenko
Verlag: Reise Know-How
ISBN: 3831725942
Preis: 11,95€
Taschenbuch, 144 Seiten
Inhalt
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Die kompakten Reiseführer von Reise Know-How bestechen durch seine sehr angenehme Aufmachung.
Obligatorisch für die Kompaktguides aller Art werden gleich zu Anfang die Highlights vorgestellt, die man nicht verpassen darf. Das ist vor allem nett, wenn man nur kurze Zeit in der Stadt ist und sich daher auf die Highlights beschränken muss.
Der Einstieg wird in diesem Guide etwas anders gestaltet. Hier werden einzelne Themen herausgearbeitet - Shopping, Genießer, Nachtfalken bekommen hier schnell einen kleinen Überblick.
Dazu kommt mit "Am Puls der Stadt" ein kleiner Überblick in die kurze aber dennoch sehr wechselvolle Geschichte der Stadt.
Der Hauptteil - die Sehenswürdigkeiten - sind nach kleineren Touren lokal geordnet, was vor allem hilft, wenn man nur sehr wenig Zeit hat. Geordnet sind sie wiefolgt:
- Schlossplatz und Umgebung
- Östlich des Schlossplatzes
- Newskij Prospekt Nordseite
- Newskij Prospekt Südseite
- Newskij Prospekt östlich der Fontanka
- Wiege der Stadt: Petersburger Seite
- Petersburgs Archiv: Wassiij Insel
- Im Theaterviertel
- Entdeckungen außerhalb des Zentrums
- Zarenpaläste vor den Toren der Stadt
Dabei werden den einzelnen Sehenswürdigkeiten Zahlen zugeordnet, die dann in den Texten wie in den Karten wieder auftauchen.
Unter "Reisepraktische Tipps" gibt alles, was man wissen muss, um in der Stadt zu überleben. Wetter, Sprache, Öffnungszeiten, Erholung, Sport, aber auch die wichtigsten Adressen findet man hier. Das Kapitel ist für mich sogar etwas ausführlicher gehalten wie in anderen Guides.
Natürlich darf auch ein kleiner Sprachguide nicht fehlen.
Fazit
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Eine Russlandreise war für mich irgendwie schon immer ein Traum. Und bevor das Säbelrasseln zwischen Putin und der Nato einen neuen Höhepunkt erreicht, habe ich mir diesen erfüllt - über Silvester 2015/16 ging das in Erfüllung. Auch wenn die Vorausplanung mit Beschaffung eines Visums diesmal etwas aufwendiger war.
Der Cityguide bietet einen tollen Überblick über alles Sehenswerte in der Stadt. Die Infos zu einzelnen Sights sind zwar relativ kurz gehalten, was unter Umständen aber auch ziemlich nett ist. Denn man findet alles ziemlich schnell und kann das schmale Büchlein auch in der Manteltasche transportieren und findet alles ziemlich schnell - gerade bei solchen Temperaturen kann das sehr angenehm sein.
Der Guide bietet ein sehr modernes Bild mit vielen Listen und kompakten Infos zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten. Spannend ist dabei auch, dass die Sehenswürdigkeiten eher in einem Kontext dargestellt sind. Dabei sind sie leicht und angenehm zu finden durch das tolle Zahlensystem, das auch auf allen Karten wieder auftaucht.
Auch sehr praktisch ist die herausnehmbare Faltkarte, die wohl aber inzwischen allerdings wohl bei jedem Reiseführer Standard ist (bzw. sein sollte). Allerdings kann man damit im Winter wirklich nur in Innenräumen etwas anfangen.
Ich bevorzuge dennoch die etwas ausführlichere Variante (Michael Müller) - wenn man sich schon den Visaaufwand macht, will man schon alles möglichst genau wissen. Ein kleiner Kompaktguide hat aber auch was für sich. Und wenn, dann ist der Citytrip von Reise Know-How ein schöner, vollständiger und moderner Guide, der alles liefert, was man so braucht.
In diesem Sinne
Eure Anke
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Dienstag, 19. Juli 2016
Freitag, 17. Juni 2016
{Russland - St. Petersburg - Kloster} Gründungsheiliger
Hallo Leute!
Sehr gerne schaue ich momentan auf unseren Besuch in St. Petersburg in diesem Jahr zurück - schließlich war es da sage und schreibe 50°C kälter. Und das Newski-Kloster konnte ich bei etwa -25°C besichtigen. Habe ich schon erwähnt, dass ich eher ein Winterkind bin?
Alexander-Newski-Kloster
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Lage
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Das Klostergelände liegt in St. Petersburg direkt an der Newa am östlichen Ende des Prachtboulevards Newski Prospekt. Wir kamen mit der Metro - Station Aleksandra Nevskogo-I. Von dort passiert man das Reiterstandbild Alexander Newskis und ist schon am Klostertor und kommt zu den beiden Friedhöfen und dann über den Monastyrka Fluss in das Innengebiet des Klosters.
Geschichte
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Der Bau des Klosters wurde von Peter dem Großen - dem Gründer St. Petersburgs - gegründet und ist noch heute der Sitz des Metropoliten von St. Petersburg. Es wurde an der Stelle errichtet, an der Alexander Newski die Schweden im Jahr 1240 besiegt hatte. Damit machte er sich zum Nationalhelden - sein Name ist in St. Petersburg allgegenwärtig.
Auf Befehl Peters wurden Newskis Gebeine in der Klosterkirche beigesetzt - sein Grab wird dort noch heute verehrt.
Während der Sowjetzeit wurde das Kloster zunächst für mehrere Jahre geschlossen, entwickelte sich aber nach 1946 wieder zum Zentrum des orthodoxen Glaubens.
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Im Zentrum der großen Klosteranlage steht die (bei freiem Eintritt) zugängliche Klosterkirche Mariä-Verkündigung, die 1717-1722 von Tramezzini errichtet wurde. Die ist umgeben von einem 4-Flügeligem Bau, der nicht zugänglich ist.
Im Zentrum ist ein Sowjet-Friedhof.
Sehr sehenswert sind die beiden Friedhöfe beim Eingang, die lange Jahre eine beliebte Begräbnisstätte für die Prominenz ist. Beide kosten allerdings ein paar Rubel Eintritt (ich meine, für beide zusammen wären es 150 (also etwa 2€) gewesen, Sicher bin ich mir aber nicht mehr).
Auf dem größeren und weit interessanteren Tichwiner Friedhof sind etwa Dostojewski oder Tschaikowski begraben. Auch gibt es hier ein kleines Museum. Der kleinere Lazarus-Friedhof ist Mathematikern und Forschern vorbehalten - unter anderem ist hier Leonard Euler begraben (der mit der Eulerschen Zahl).
Fazit
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Die riesige Klosteranlage ist schon spannend - sie zählt sicherlich zu den größten Klosteranlagen Russlands. Sie zeigt, mit welchem Prunk Newski von den Zaren verehrt wurde - schließlich wurde das Kloster ja sogar zur theologischen Hochschule.
Die Friedhöfe sind interessant - beim Eingang bekommt man auch einen Plan. Bei Schneelage (es waren etwa 20 cm) sieht man von vielen Gräbern allerdings nicht mehr allzu viel. Das ist bei sommerlichem Wetter sicher spannender - wobei so ein Grabstein mit einer Schneehaube natürlich auch was gruseliges hat.
Von mir gibt es 4 Sterne. Das Kloster ist sehr sehenswert, wenn man noch Zeit dazu hat - mehr aber auch nicht.
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 14. März 2016
{Russland - Sankt Petersburg} Eine Winterreise
Hallo Leute!
Außergewöhnliches ist genau das, was uns am Reisen reizt... In eine Bettenburg auf Malle - nix für uns. Deshalb entschieden wir uns auch diesmal, nicht im Sommer, zu den Weißen Nächten, nach Russland zu fliegen, sondern in der kalten - nein besser SEHR KALTEN - Jahreszeit...
Sankt Petersburg
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Anflug
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Nach St. Petersburg kamen wir mir dem Flieger. Für den Flug von Wien und den Rückflug über Moskau mit Aeroflot zahlten wir 280€ - das ist ein relativ stolzer Preis, aber es hat sich gelohnt.
Vom Airport Pulkovo, der etwa 15 km außerhalb der Stadt liegt, fuhren wir mit dem Kleinus für 80 Rubel pro Person. Der Bus bringt einen zur Metrostation Moskowskaja und von dort hat man überallhin einen guten Anschluss. Für ein paar Rubel kann man sich dann am Automaten eine Magnetkarte für die U-Bahn kaufen (aber Achtung, größeres Gepäck kostet extra). Die kann man aufladen und sie wird jedesmal eingelesen, wenn man die Metro betritt.
Auf der Rückfahrt haben wir mit 660 Rubel etwas mehr Geld investiert und ein Taxi genommen. 8,80€ ist dafür sicherlich sehr wenig, der Komfort aber ist großartig.
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| Eis auf der Newa |
Hotel
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Untergebracht waren wir im kleinen Hostel Port Na Newskom, direkt am Newsky Prospekt. Von dort aus konnte man vieles, etwa die Eremitage gut zu Fuss erreichen, die nächste U-Bahn ist rund 2 Minuten vom Hostel entfernt. Wir waren hier sehr zufrieden.
Highlights
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Für uns war grob gesagt die ganze Stadt ein einziges Highlight. Da haben die bis zu -26°C auch gar nicht mehr allzu viel ausgemacht.
Gigantisch ist natürlich die Sammlung der Eremitage, für die man schon einen ganzen Tag einplanen sollte, wenn man Kunstinteressiert ist und die Zeit dazu hat, sogar tendentiell eher mehr. Schon die Fassade ist gigantisch. Der dazugehörige Schlossplatz zeigt schon einen guten Eindruck, was einen in diesen Häusern erwarten wird.
Ein weiteres absolutes Highlight war für mich die Haseninsel mit der Peter-und-Paul-Festung und den Zarengräbern. Von hier kommt man auch an den Newa-Strand und hat einen tollen Blick auf den Fluss und die Eremitage - als wir dort waren, konnte man sogar fast hinlaufen...
Großartig fand ich auch die Erlöserkirche, die stark an die Kathedrale in Moskau erinnert und innen mit einem 7000 qm großen Mosaik beeindruckt.
Essen
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Die Möglichkeiten entlang der Newsky Prospekt sind schier unerschöpflich. Hier findet man die klassischen Ketten, die man aus Europa kennt (burgerking, Coffeeshop Company, Subways, McDonalds), genauso wie russische Ketten (marketplace) in denen man gut und schnell essen kann.
Vernünftige, gemütliche russische Restaurants gibt es vor allem in der Nähe der Isaakskathedrale. Besonders gefallen hat es mir im Dekabrist, einem kleinen Burgerladen 100m von der Kathedrale entfernt.
Fazit
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St. Petersburg ist im Winter nicht so voll wie im Sommer zu den Weißen Nächten. Aber ich fand es großartig - bei so vielen Sehenswürdigkeiten hat man die -20°C meistens gar nicht gespürt. Ganz im Gegenteil - wenn Russland, dann muss es wenigstens kalt sein und schneien - und der Wunsch wurde mir erfüllt.
Ich fand St. Petersburg vor allem spannend, weil es als doch verhältnismäßig junge Stadt doch schon so eine spannende und wechselvolle Geschichte hinter sich hat. Und deren Spuren findet man überall - sei es die Kirche, die an der Stelle eines Zarenattentats errichtet wurde oder sei es das Denkmal für die russische Revolution oder der Atheistenfriedhof im Klosterhof vom Newsky-Kloster. Diese Gegensätze findet man hier überall.
Auch wenn die Menschen (auch die im Tourismus) nicht alle Englisch können, haben wir uns überall willkommen gefühlt und man bekam sofort überall Hilfe. Auch sicher habe ich mich jederzeit (auch an Silvester zwischen 200000 betrunkenen Russen) gefühlt.
St. Petersburg ist schick und wir haben in unseren 5 Tagen dort sicherlich bei weitem noch nicht alles entdecken können. Wer weiß, vielleicht kommen wir ja mal wieder. Es gibt so viele wunderschöne Ecken hier. Und vielleicht kommen wir nächstes mal im Sommer - wenn die Parks und Gärten blühen.
Von mir gibt es für diese wundervolle Stadt klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Freitag, 26. Februar 2016
{Russland - Sankt Petersburg - Sehenswertes} Prachtstraße
Hallo Leute!
Meine Güte - 2 Monate ist unser kleiner Frosttrip nun schon her. Und kaum eine Straße ist mir mehr in Erinnerung geblieben wie der Newski Prospekt - und das nicht nur, weil unser Hotel an der Straße lag.
Newski Prospekt
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Lage
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Die breite Straße bildet so etwas wie die Hauptverkehrsader der Altstadt von Sankt Petersburg. Sie führt von der Admiralität an der Newa bis hinunter zum Alexander-Newski-Kloster. Damit schafft sie eine direkte Verbindung zwischen den beiden Inseln, der Haseninsel mit der Peter-und-Paul-Festung und der Wasilewski Insel und dem Palast mit den normalen Wohngebieten im Süden.
Geschichte
^^^^
Benannt wurde die Straße nach Alexander Newski, der auch dem Kloster den Namen gab, das eines der ersten Gebäude auf dem Festland war. Alexander Newski war ein Fürst von Nowgorod im 13. Jahrhundert und gilt als Nationalheld Russlands und sogar als Heiliger der orthodoxen Kirche. Er galt besonders Peter dem Großen als besonders wichtig, weshalb er eine Art Stadtheiliger wurde.
Eingeweiht wurde die Straße 1721 nach 10 Jähriger Bauzeit. Aufgrund der Nähe zum Palast siedelten sich vor allem im Norden der Straße zahlreiche Aristrokraten an, deren prachtvolle Palais der Straße noch heute einen ganz besonderen Flair geben.
Sehenswertes entlang der Straße
^^^^
Die ganze Straße ist wohl DAS Zentrum für Touristen, weshalb es sich in Sankt Petersburg auf jeden Fall lohnt, sich ein Hotel in der Nähe des Newski Prospekts zu nehmen.
Sehenswertes gibt es hier für vermutlich 10 Sankt Petersburg Besuche.
Das erste und wohl wichtigste ist gleich zu Anfang direkt an der Newa gelegen. Hier findet man nämlich die beeindruckende Eremitage und den Winterpalast am barocken Palastplatz gelegen. Hier ist auch die Generalität, die Admiralität und die Isaakskathedrale nicht fern.
Zahlreiche andere Kirchenbauten findet man auch entlang bzw. in der Nähe der Straße, etwa die Bluterlöserkirche, die Kasaner Kathedrale oder ganz unten die Dreifaltigkeitskathedrale mit den Friedhöfen des Newski Klosters.
Beim Moskauer Bahnhof - etwa in der Mitte der Straße - glänzt außerdem der große Marmorobelisk, der an die tapferen Helden des Aufstandes von 1917 erinnert.
Shoppen kann man in einem von Russlands bekanntesten und exklusivsten Kaufhäusern, dem Gostiny Dwor, das direkt bei der Metrostation Newski Prospekt liegt. Auch in diesem Abschnitt sind die barocken Bauten, etwa das Stroganow Palais oder das Fabergé Haus oder das im Jugendstil errichtete Singer-Haus (Früher Sitz des Singer Konzerns, seit 1920 die größte Buchhandlung der Stadt).
Auch kulinarisch kommt man auf seine Kosten - für jedes Budget gibt es Cafes und Restaurants (allerdings meist Ketten, in den Seitengassen haben wir hier netteres gefunden).
Fazit
^^^^
Der Newski Prospekt bleibt für mich als Zentrum der Stadt in Erinnerung und es lohnt sich wirklich, irgendwo in der Nähe das Hotel zu buchen, weil wirklich sich fast alles rund um diese Straße abspielt. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen entweder direkt an der Straße oder nur wenige Minuten Fussmarsch entfernt. Wir konnten (trotz Kälte von bis zu -25°C) alles ohne Probleme zu Fuß machen - und wo geht das schon.
Man hat durch unzählige Metrostationen allerdings auch eine gute Anbindung.
Ein besonderes Ereignis war für mich das Ballett der Schneepflüge am frühen Morgen. Was man in Wien nicht schafft, war hier kein Problem. 5 Schneepflüge haben synchron früh am Morgen die Straße geräumt, parallel dazu noch zwei kleine auf dem Gehsteig - Winterdienst funktioniert im kalten Norden.
Ich will unbedingt im Sommer nochmal wiederkommen! Wien hat seine Ringstraße - St. Petersburg die Newski Prospekt.
In diesem Sinne
Eure Anke
PS: Mehr Bilder findet ihr übrigens bei den einzelnen Sehenswürdigkeiten!
Meine Güte - 2 Monate ist unser kleiner Frosttrip nun schon her. Und kaum eine Straße ist mir mehr in Erinnerung geblieben wie der Newski Prospekt - und das nicht nur, weil unser Hotel an der Straße lag.
Newski Prospekt
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Lage
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Die breite Straße bildet so etwas wie die Hauptverkehrsader der Altstadt von Sankt Petersburg. Sie führt von der Admiralität an der Newa bis hinunter zum Alexander-Newski-Kloster. Damit schafft sie eine direkte Verbindung zwischen den beiden Inseln, der Haseninsel mit der Peter-und-Paul-Festung und der Wasilewski Insel und dem Palast mit den normalen Wohngebieten im Süden.
Geschichte
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Benannt wurde die Straße nach Alexander Newski, der auch dem Kloster den Namen gab, das eines der ersten Gebäude auf dem Festland war. Alexander Newski war ein Fürst von Nowgorod im 13. Jahrhundert und gilt als Nationalheld Russlands und sogar als Heiliger der orthodoxen Kirche. Er galt besonders Peter dem Großen als besonders wichtig, weshalb er eine Art Stadtheiliger wurde.
Eingeweiht wurde die Straße 1721 nach 10 Jähriger Bauzeit. Aufgrund der Nähe zum Palast siedelten sich vor allem im Norden der Straße zahlreiche Aristrokraten an, deren prachtvolle Palais der Straße noch heute einen ganz besonderen Flair geben.
Sehenswertes entlang der Straße
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Die ganze Straße ist wohl DAS Zentrum für Touristen, weshalb es sich in Sankt Petersburg auf jeden Fall lohnt, sich ein Hotel in der Nähe des Newski Prospekts zu nehmen.
Sehenswertes gibt es hier für vermutlich 10 Sankt Petersburg Besuche.
Das erste und wohl wichtigste ist gleich zu Anfang direkt an der Newa gelegen. Hier findet man nämlich die beeindruckende Eremitage und den Winterpalast am barocken Palastplatz gelegen. Hier ist auch die Generalität, die Admiralität und die Isaakskathedrale nicht fern.
Zahlreiche andere Kirchenbauten findet man auch entlang bzw. in der Nähe der Straße, etwa die Bluterlöserkirche, die Kasaner Kathedrale oder ganz unten die Dreifaltigkeitskathedrale mit den Friedhöfen des Newski Klosters.
Beim Moskauer Bahnhof - etwa in der Mitte der Straße - glänzt außerdem der große Marmorobelisk, der an die tapferen Helden des Aufstandes von 1917 erinnert.
Shoppen kann man in einem von Russlands bekanntesten und exklusivsten Kaufhäusern, dem Gostiny Dwor, das direkt bei der Metrostation Newski Prospekt liegt. Auch in diesem Abschnitt sind die barocken Bauten, etwa das Stroganow Palais oder das Fabergé Haus oder das im Jugendstil errichtete Singer-Haus (Früher Sitz des Singer Konzerns, seit 1920 die größte Buchhandlung der Stadt).
Auch kulinarisch kommt man auf seine Kosten - für jedes Budget gibt es Cafes und Restaurants (allerdings meist Ketten, in den Seitengassen haben wir hier netteres gefunden).
Fazit
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Der Newski Prospekt bleibt für mich als Zentrum der Stadt in Erinnerung und es lohnt sich wirklich, irgendwo in der Nähe das Hotel zu buchen, weil wirklich sich fast alles rund um diese Straße abspielt. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen entweder direkt an der Straße oder nur wenige Minuten Fussmarsch entfernt. Wir konnten (trotz Kälte von bis zu -25°C) alles ohne Probleme zu Fuß machen - und wo geht das schon.
Man hat durch unzählige Metrostationen allerdings auch eine gute Anbindung.
Ein besonderes Ereignis war für mich das Ballett der Schneepflüge am frühen Morgen. Was man in Wien nicht schafft, war hier kein Problem. 5 Schneepflüge haben synchron früh am Morgen die Straße geräumt, parallel dazu noch zwei kleine auf dem Gehsteig - Winterdienst funktioniert im kalten Norden.
Ich will unbedingt im Sommer nochmal wiederkommen! Wien hat seine Ringstraße - St. Petersburg die Newski Prospekt.
In diesem Sinne
Eure Anke
PS: Mehr Bilder findet ihr übrigens bei den einzelnen Sehenswürdigkeiten!
Samstag, 6. Februar 2016
{Russland - Reisebuch - Reiseplanung} Eine gute Vorbereitung...
Hallo Leute!
Bei einem Citytrip ist eines immer besonders wichtig: eine gute Planung. Noch nie kam mir das so wichtig vor, wie bei meinem Citytrip on the Rocks für St. Petersburg.
Top 10 St. Petersburg
^^^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^
Autor: Marc Bennetts
Verlag: Dorling Kindersley
ISBN: 3831017964
Preis: 9,95€
Broschiert, 128 Seiten
Inhalt
^^^^^
Die Top 10 Reiseführer sind für mich eine ganz spezielle Form, die einem die Top Locations der Stadt in 10er Listen vorstellt.
Als erstes werden die 10 Highlights der Stadt vorgestellt - darunter der Newski Prospekt, die Eremitage und die Peter-und-Paul-Festung. Diese Highlights werden meist auf 2-3 Doppelseiten mit Bildern gezeigt und sind an sich wieder in kleinere 10er Einheiten unterteilt. So verpasst man keine Highlights, alle sind in kleinen Absätzen vorgestellt.
Ergänzt werden die Listen durch Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreise sowie einem Verweis auf den Faltplan.
Auch der Rest des Reiseführers ist in 10er Listen eingeteilt - so werden die Top 10 Museen (natürlich die, die noch nicht unter den Highlights vorgestellt sind) aber auch die 10 wichtigsten Fakten der Geschichte St. Petersburgs oder die Top 10 Souvenirs vorgestellt, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Kinder oder die 10 bekanntesten Schriftsteller.
Auch die Reisetipps werden in 10er Listen beschrieben - Reisevorbereitung, die 10 Top-Restaurants oder 10 Shoppingtipps.
Außerdem gibt es noch einen Cityplan zum rausnehmen.
Fazit
^^^^^^
Ich mag die Top 10 Reiseführer besonders für die Reiseplanung, denn mit den Listen werden sämtliche Highlights der Stadt vorgestellt, so dass man nichts verpassen kann. Kurz und knapp werden diese Highlights vorgestellt, egal ob Restaurants oder Museen oder die wichtigsten Sehenswürdigkeiten innerhalb der Eremitage. Für die Planung ist außerdem besonders schön, dass das Bildmaterial besonders ausführlich ergänzt wird. So bekommt man schon einen ganz guten Einblick in das bekommt, was einen erwartet.
Die Listen sind alle fundiert und decken auch die tatsächlichen Highlights der Stadt ganz gut ab.
Für unterwegs fehlt mir das eine oder andere. Sehr positiv ist auf jeden Fall, dass viele der Top10 Listen lokal begrenzt sind, so dass man gleich alle Highlights an einem Tag abhaken kann. Für meinen Geschmack sind die Beschreibungen etwas knapp (was allerdings sicher Geschmackssache ist). Sehr schön ist, dass man einen schönen Faltplan dazu bekommt.
Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Bei einem Citytrip ist eines immer besonders wichtig: eine gute Planung. Noch nie kam mir das so wichtig vor, wie bei meinem Citytrip on the Rocks für St. Petersburg.
Top 10 St. Petersburg
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Daten
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Autor: Marc Bennetts
Verlag: Dorling Kindersley
ISBN: 3831017964
Preis: 9,95€
Broschiert, 128 Seiten
Inhalt
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Die Top 10 Reiseführer sind für mich eine ganz spezielle Form, die einem die Top Locations der Stadt in 10er Listen vorstellt.
Als erstes werden die 10 Highlights der Stadt vorgestellt - darunter der Newski Prospekt, die Eremitage und die Peter-und-Paul-Festung. Diese Highlights werden meist auf 2-3 Doppelseiten mit Bildern gezeigt und sind an sich wieder in kleinere 10er Einheiten unterteilt. So verpasst man keine Highlights, alle sind in kleinen Absätzen vorgestellt.
Ergänzt werden die Listen durch Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreise sowie einem Verweis auf den Faltplan.
Auch der Rest des Reiseführers ist in 10er Listen eingeteilt - so werden die Top 10 Museen (natürlich die, die noch nicht unter den Highlights vorgestellt sind) aber auch die 10 wichtigsten Fakten der Geschichte St. Petersburgs oder die Top 10 Souvenirs vorgestellt, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Kinder oder die 10 bekanntesten Schriftsteller.
Auch die Reisetipps werden in 10er Listen beschrieben - Reisevorbereitung, die 10 Top-Restaurants oder 10 Shoppingtipps.
Außerdem gibt es noch einen Cityplan zum rausnehmen.
Fazit
^^^^^^
Ich mag die Top 10 Reiseführer besonders für die Reiseplanung, denn mit den Listen werden sämtliche Highlights der Stadt vorgestellt, so dass man nichts verpassen kann. Kurz und knapp werden diese Highlights vorgestellt, egal ob Restaurants oder Museen oder die wichtigsten Sehenswürdigkeiten innerhalb der Eremitage. Für die Planung ist außerdem besonders schön, dass das Bildmaterial besonders ausführlich ergänzt wird. So bekommt man schon einen ganz guten Einblick in das bekommt, was einen erwartet.
Die Listen sind alle fundiert und decken auch die tatsächlichen Highlights der Stadt ganz gut ab.
Für unterwegs fehlt mir das eine oder andere. Sehr positiv ist auf jeden Fall, dass viele der Top10 Listen lokal begrenzt sind, so dass man gleich alle Highlights an einem Tag abhaken kann. Für meinen Geschmack sind die Beschreibungen etwas knapp (was allerdings sicher Geschmackssache ist). Sehr schön ist, dass man einen schönen Faltplan dazu bekommt.
Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 1. Februar 2016
{Russland - St. Petersburg - Reisebuch} Diesmal weniger überzeugend als sonst
Hallo Leute!
Normalerweise bin ich ja der größte Fan der Michael Müller Reiseführer - immer ausführlich, exakt und aktuell. Diesmal aber, muss ich sagen, war ich ein bisschen enttäuscht.
MM St. Petersburg
^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^
Autor: Marcus X. Schmid
Verlag: Michael Müller
ISBN: 978-3-95654-009-7
Preis: 17,95€
Broschiert, 264 Seiten
Inhalt
^^^^^
Der Reiseführer orientiert sich im wesentlichen anhand von 7 Touren, die den Reisenden zu den wichtigsten Orten der Stadt führen:
1. Tour: Newskij-Prospekt
2. Tour: Zwischen Erlöserkirche, Sommergarten und Schlossplatz
3. Tour: Auf dem Weg zum Smolnyj
4. Tour: In Dostojewskijs Revier
5. Tour: Zwischen Sennaja-Platz, Mariinskij und Ehernem Reiter
6. Tour: Wassiljewskij Insel
7. Tour: Petrograder Insel
Die Touren werden ausgiebig durch Restauranttipps ergänzt, die man entlang des Weges bzw. in der Nähe finden kann. Natürlich gibt es auch ausgiebige Farbfotos - allerdings größtenteils aus dem Sommer. Das bedeutet für Winterreisende manchmal auch ein kleines Umdenken - das schaut nämlich dann doch irgendwie ganz anders aus.
Dem Ganzen werden ausführlich praktische Informationen, Literaturtipps und historische Hintergründe zusammengefasst.
Den Touren nachgestellt werden weitere Ziele innerhalb und außerhalb des Stadtgebiets vorgestellt, etwa ein Trip zum nahegelegenen Katharinenpalast, der den Nachbau des legendären Bernsteinzimmers enthält.
Zum Buch gehört außerdem ein Faltplan und eine offline-App, anhand derer man die Touren gehen kann.
Die Vorstellungen sind solide, Adressen und Eintrittspreise sind selbstverständlich enthalten.
Fazit
^^^^
Nun, die wahren Qualitäten eines Reiseführers kommen ja immer erst zur Geltung, wenn man ihn mit einem anderen vergleicht. Und war ich in Ägypten noch so angetan von der Exaktheit der Beschreibungen, die teils so ins Detail gingen, dass man gar keinen weiteren Guide mehr brauchte, stolperte ich hier immer mal wieder über Verweise zu einem (natürlich kostenpflichtigen) Audioguide. Exakte Beschreibungen etwa von der Eremitage fehlen - gerade die wären aber im Vorhinein von Vorteil gewesen um den Weg durch die gigantische Ausstellung ungefähr zu planen (innerhalb von einem Tag schafft man die ohnehin nicht). Der Lonely Planet war hier im Vergleich wesentlich genauer.
Auch ein bisschen merkwürdig empfand ich die strikte Ordnung nach Stadtspaziergängen, wobei die sich flächenmäßig zwar überschneiden, Querverweise wie 'Diese reizvolle Kirche ist nur wenige hundert Meter entfernt" fehlen aber. Das macht das Suchen manchmal etwas mühsam, wenn man in weniger Entfernung einen Kirchturm sieht, der aber nicht zum entsprechenden Spaziergang gehört. Da muss man immer erstmal kompliziert suchen, vor allem wenn man den Namen der Kirche nicht kennt. Man sollte sich also entsprechend möglichst exakt an die 5 Spaziergänge halten.
Der Reiseführer hat allerdings auch seine Qualitäten - es fehlen etwa keine Angaben über aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Punkten kann er eben vor allem mit einem hohen Grad an Aktualität. Auch werden die historischen Hintergründe besonders ausführlich erläutert, es ist entsprechend mehr ein Reiseführer für echte Leseratten - aber diesmal hat er eben leider auch Schwächen, die ich von Michael Müller nicht gewöhnt bin. In Sachen praktische Tipps und Details vor allem bei den Museen kann für mich der Lonely Planet eben leider etwas mehr punkten.
In diesem Sinne
Eure Anke
Normalerweise bin ich ja der größte Fan der Michael Müller Reiseführer - immer ausführlich, exakt und aktuell. Diesmal aber, muss ich sagen, war ich ein bisschen enttäuscht.
MM St. Petersburg
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Daten
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Autor: Marcus X. Schmid
Verlag: Michael Müller
ISBN: 978-3-95654-009-7
Preis: 17,95€
Broschiert, 264 Seiten
Inhalt
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Der Reiseführer orientiert sich im wesentlichen anhand von 7 Touren, die den Reisenden zu den wichtigsten Orten der Stadt führen:
1. Tour: Newskij-Prospekt
2. Tour: Zwischen Erlöserkirche, Sommergarten und Schlossplatz
3. Tour: Auf dem Weg zum Smolnyj
4. Tour: In Dostojewskijs Revier
5. Tour: Zwischen Sennaja-Platz, Mariinskij und Ehernem Reiter
6. Tour: Wassiljewskij Insel
7. Tour: Petrograder Insel
Die Touren werden ausgiebig durch Restauranttipps ergänzt, die man entlang des Weges bzw. in der Nähe finden kann. Natürlich gibt es auch ausgiebige Farbfotos - allerdings größtenteils aus dem Sommer. Das bedeutet für Winterreisende manchmal auch ein kleines Umdenken - das schaut nämlich dann doch irgendwie ganz anders aus.
Dem Ganzen werden ausführlich praktische Informationen, Literaturtipps und historische Hintergründe zusammengefasst.
Den Touren nachgestellt werden weitere Ziele innerhalb und außerhalb des Stadtgebiets vorgestellt, etwa ein Trip zum nahegelegenen Katharinenpalast, der den Nachbau des legendären Bernsteinzimmers enthält.
Zum Buch gehört außerdem ein Faltplan und eine offline-App, anhand derer man die Touren gehen kann.
Die Vorstellungen sind solide, Adressen und Eintrittspreise sind selbstverständlich enthalten.
Fazit
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Nun, die wahren Qualitäten eines Reiseführers kommen ja immer erst zur Geltung, wenn man ihn mit einem anderen vergleicht. Und war ich in Ägypten noch so angetan von der Exaktheit der Beschreibungen, die teils so ins Detail gingen, dass man gar keinen weiteren Guide mehr brauchte, stolperte ich hier immer mal wieder über Verweise zu einem (natürlich kostenpflichtigen) Audioguide. Exakte Beschreibungen etwa von der Eremitage fehlen - gerade die wären aber im Vorhinein von Vorteil gewesen um den Weg durch die gigantische Ausstellung ungefähr zu planen (innerhalb von einem Tag schafft man die ohnehin nicht). Der Lonely Planet war hier im Vergleich wesentlich genauer.
Auch ein bisschen merkwürdig empfand ich die strikte Ordnung nach Stadtspaziergängen, wobei die sich flächenmäßig zwar überschneiden, Querverweise wie 'Diese reizvolle Kirche ist nur wenige hundert Meter entfernt" fehlen aber. Das macht das Suchen manchmal etwas mühsam, wenn man in weniger Entfernung einen Kirchturm sieht, der aber nicht zum entsprechenden Spaziergang gehört. Da muss man immer erstmal kompliziert suchen, vor allem wenn man den Namen der Kirche nicht kennt. Man sollte sich also entsprechend möglichst exakt an die 5 Spaziergänge halten.
Der Reiseführer hat allerdings auch seine Qualitäten - es fehlen etwa keine Angaben über aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Punkten kann er eben vor allem mit einem hohen Grad an Aktualität. Auch werden die historischen Hintergründe besonders ausführlich erläutert, es ist entsprechend mehr ein Reiseführer für echte Leseratten - aber diesmal hat er eben leider auch Schwächen, die ich von Michael Müller nicht gewöhnt bin. In Sachen praktische Tipps und Details vor allem bei den Museen kann für mich der Lonely Planet eben leider etwas mehr punkten.
In diesem Sinne
Eure Anke
Samstag, 23. Januar 2016
{Russland - Reisebuch - Kultur} Auf Reisen mit den Genossen
Hallo Leute!
Vor meinen Reisen finde ich solche Kulturführer ja immer ganz spannend. Und so habe ich mich von Iwanowski diesmal auch über das Aufklären lassen, was in Russland so alles auf mich wartet...
Reisegast in Russland
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Daten
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Autorin: Katrin Liska
Verlag: Iwanowski
ISBN: 3923975848
Preis: 17,95€
Taschenbuch, 222 Seiten
Inhalt
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Katrin Liska hat eine besondere Beziehung zu Russland. Sie hat ein Jahr in St. Petersburg, der Heimat ihres Mannes gelebt und das Land in all seiner Weite bereist - und eben dieses Land stellt sie uns mit diesem Buch vor.
Sie gibt ausführliche Einblicke in die Geschichtliche Entwicklung des Landes bis zu den Entwicklungen seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion mit den Problemen der Demokratisierung, die das mit sich brachte und bringt.
Sehr ausführlich schreibt sie aber auch über Probleme der aktuellen Gesellschaft, Wirtschaft und Bildung spielen dabei genauso eine Rolle, wie Fettnäpfchen, um die man als Westeuropäer erst einmal herumschiffen muss - wie hat man sich etwa zu verhalten, wenn man bei Russen zu Hause eingeladen ist? Warum darf man in einem Blumenstrauß keine ungerade Anzahl an Blumen einbauen? Und was isst der Russe so zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen? Und wie viel Wodka muss man wirklich mittrinken? Besonders amüsant finde ich das Kapitel über die Anarchie im Straßenverkehr und über das Alltagsleben in Russland.
Die Texte sind schön übersichtlich gegliedert und durch ansprechende Infoboxen ergänzt.
Ergänzt wird das ganze durch schöne Schwarz-Weiß-Fotos.
Fazit
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Wer sich vor einer Russlandreise genau über die Geschichte des Landes und die gegenwärtige und auch die geschichtliche Situation des Landes auseinandersetzen möchte, ist mit diesem Buch genau richtig. Natürlich spielt man hier auch ein bisschen mit Klischees, bei einem so großen Land ist natürlich auch nicht alles allgemein gültig und gerade was das Verhalten als Gast angeht, muss man natürlich auch seine eigenen Erfahrungen machen (das macht ja auch ein bisschen den Reiz des Reisens aus).
Besonders spannend finde ich die Übergänge von der Sowjetunion ins heutige Russland. Anschaulich beschrieben zeigt die Autorin hier, was die einzelnen Präsidenten von den anderen unterschieden und zu was eben diese Besonderheiten zur Entwicklungen des heutigen Russlands beitrugen.
Das Buch ist ein schöner, amüsant zu lesender Kultur- und Geschichtsführer - leider ist die letzte Auflage allerdings nun auch schon 10 Jahre alt, vielleicht ist da mal wieder eine Überarbeitung fällig.
Von mir gibt es gute 4 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Vor meinen Reisen finde ich solche Kulturführer ja immer ganz spannend. Und so habe ich mich von Iwanowski diesmal auch über das Aufklären lassen, was in Russland so alles auf mich wartet...
Reisegast in Russland
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Daten
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Autorin: Katrin Liska
Verlag: Iwanowski
ISBN: 3923975848
Preis: 17,95€
Taschenbuch, 222 Seiten
Inhalt
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Katrin Liska hat eine besondere Beziehung zu Russland. Sie hat ein Jahr in St. Petersburg, der Heimat ihres Mannes gelebt und das Land in all seiner Weite bereist - und eben dieses Land stellt sie uns mit diesem Buch vor.
Sie gibt ausführliche Einblicke in die Geschichtliche Entwicklung des Landes bis zu den Entwicklungen seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion mit den Problemen der Demokratisierung, die das mit sich brachte und bringt.
Sehr ausführlich schreibt sie aber auch über Probleme der aktuellen Gesellschaft, Wirtschaft und Bildung spielen dabei genauso eine Rolle, wie Fettnäpfchen, um die man als Westeuropäer erst einmal herumschiffen muss - wie hat man sich etwa zu verhalten, wenn man bei Russen zu Hause eingeladen ist? Warum darf man in einem Blumenstrauß keine ungerade Anzahl an Blumen einbauen? Und was isst der Russe so zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen? Und wie viel Wodka muss man wirklich mittrinken? Besonders amüsant finde ich das Kapitel über die Anarchie im Straßenverkehr und über das Alltagsleben in Russland.
Die Texte sind schön übersichtlich gegliedert und durch ansprechende Infoboxen ergänzt.
Ergänzt wird das ganze durch schöne Schwarz-Weiß-Fotos.
Fazit
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Wer sich vor einer Russlandreise genau über die Geschichte des Landes und die gegenwärtige und auch die geschichtliche Situation des Landes auseinandersetzen möchte, ist mit diesem Buch genau richtig. Natürlich spielt man hier auch ein bisschen mit Klischees, bei einem so großen Land ist natürlich auch nicht alles allgemein gültig und gerade was das Verhalten als Gast angeht, muss man natürlich auch seine eigenen Erfahrungen machen (das macht ja auch ein bisschen den Reiz des Reisens aus).
Besonders spannend finde ich die Übergänge von der Sowjetunion ins heutige Russland. Anschaulich beschrieben zeigt die Autorin hier, was die einzelnen Präsidenten von den anderen unterschieden und zu was eben diese Besonderheiten zur Entwicklungen des heutigen Russlands beitrugen.
Das Buch ist ein schöner, amüsant zu lesender Kultur- und Geschichtsführer - leider ist die letzte Auflage allerdings nun auch schon 10 Jahre alt, vielleicht ist da mal wieder eine Überarbeitung fällig.
Von mir gibt es gute 4 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Donnerstag, 21. Januar 2016
{Russland - St. Petersburg - Kirche} Friedhof der Zaren
Hallo Leute!
St. Petersburg im Winter - ich kann fast nicht genug schwärmen. Die Kathedrale, die ich euch jetzt vorstellen möchte, steht im Zentrum der Peter und Paul Festung auf der Haseninsel. Charakteristisch hebt sie ihren spitzen Goldturm in die kalte Winterluft...
Peter-und-Paul-Kathedrale
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Lage
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Die Kathedrale liegt im Herzen der Haseninsel hinter den dicken Festungsmauern. Dorthin gelangt man am besten mit der Metro Linie 2 (Station Gorkowskaja). Von dort ist es dann noch ein kleiner Fußmarsch zum Ufer der Newa.
Eintritt, Öffnungszeiten
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Eintrittskarten gibt es im Ticketbüro am Festungseingang. Der Einzeleintritt zur Kathedrale kostet 350 Rubel, das Kombiticket (gültig für die ganze Festung) kostet 450 Rubel.
Die Kathedrale ist täglich außer mittwochs von 10 bis 16 Uhr geöffnet, allerdings ist der Andrang gerade an Touristengruppen immer relativ hoch.
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Die Kathedrale wurde gleich in den ersten Jahren der Festung in deren Zentrum vom italienischen Architekten Domenico Trezzini (der auch die Festung baute) errichtet und im Jahr 1732 fertiggestellt. Mit rund 123 m ist sie bis heute die höchste Kirche der Stadt - seit Bau des Fernsehturms allerdings nur noch das zweithöchste Gebäude.
In der Geschichte spielt sie wohl vor allem als Grablegungskirche der Zarenfamilie Romanow eine Rolle - als die sie auch geplant war. Die erste Beisetzung fand zur Ehren der im Alter von 2 Jahren verstorbenen Tochter Peters des Großen statt, der letzte Zar Nikolaus II. fand in einer eigenen Kapelle gemeinsam mit seiner Familie erst 1998 dort seine letzte Ruhestätte (die Geschichte von der Ermordung der Familie in einem Keller in Ekatarininburg kennt der gewiefte Geschichtsspezialist vielleicht sogar). Die Leichnahme wurden erst auf den Tag genau 80 Jahre danach nach St. Petersburg überführt und in einer Kapelle neben dem Eingang beigesetzt.
Aber man findet auch die Gräber der anderen berühmten Zaren, etwa das von Katharina der Großen oder natürlich auch das vom Gründer St. Petersburgs, Peters des Großen - alle gebettet in Särgen aus weißem Marmor - nur Zar Alexander II. und seine Ehefrau wurden wegen der Abschaffung der Leibeigenschaft in Russland mit farbigen Särgen besonders geehrt.
1896 musste schließlich angebaut werden. Die kleine Kirche wurde einfach zu eng und daher befindet sich eine Kapelle der Grafen in direkter Verbindung zur Hauptkirche. Im Verbindungsgang findet sich dann noch eine kleine Ausstellung mit Bildern der Fürstenfamilie und von diversen Begräbnissen in der Kathedrale.
Fazit
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So eindrucksvoll erhebt sich die goldene Spitze nach oben, auf der ein Engel seinen Platz gefunden hat. Da vergisst man fast, wie unterdimensioniert die dazu passende Kirche rein äußerlich ist. Irgendwann musste da ja mal der Platz ausgehen.
Aber ich muss ja sagen, ich liebe ja solche alten Friedhöfe - und nichts anderes ist diese Kirche. Man liest die alten, aus dem Geschichtsunterricht bekannten Namen und denkt, wie ich finde, noch intensiver darüber nach, wie die Leute denn so gewesen sein könnten - oder was so passiert ist, in der Nacht, als die gesamte Zarenfamilie ausgelöscht wurde? So geht es mir auch immer, wenn ich in Wien über den Ehrenfriedhof oder in die Kaisergruft gehe. Und fast vergisst man auch ein bisschen den Trubel mit den Touristengruppen um sich herum, die in allen Sprachen erklärt bekommen, wer wann wo und wie gestorben ist. Und diese leicht morbide Ader hat die Kathedrale bei mir getroffen.
Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Mittwoch, 20. Januar 2016
{Russland - St. Petersburg - Kirche} Museum für Antireligiöse Kunst? Aber... Hä?
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| Die Kuppel der Isaakskathedrale erhebt sich an der Newa |
Manchmal gibt es Orte, die dann doch ein bisschen merkwürdig sind. So war in der Isaakskathedrale während der Sowjet-Zeit ein antireligiöses Museum untergebracht...
Isaakskathedrale
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Lage
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Die goldene Kuppel der Isaakskathedrale erhebt sich direkt an der Newa unweit der Eremitage direkt neben der Admiralität.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Es gibt unterschiedliche Tickets für das Museum (250 Rubel/Person), für den Umgang der Kuppel (250 Rubel) und ein Kombiticket für 400 Rubel. Die Tickets gibt es an Automaten, die auch auf Englisch funktionieren, einige davon funktionieren auch mit Rubel-Noten.
Die Kathedrale ist täglich (außer Mittwochs) von 11 bis 19 Uhr geöffnet.
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| Altarraum |
Geschichte
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Die erste hölzerne Kirche für den Stadtheiligen Isaak entstand bereits 1707. DIese wurde allerdings bereits 10 Jahre später durch einen Steinbau ersetzt, doch dieser wurde kurze Zeit später bei einem Brand vollständig zerstört.
Katharina die Große gab dann 1765 einen neuen Bau in Auftrag, der allerdings nur stockend fertiggestellt wurde. Der Bau wurde 1802 geweiht, allerdings mit nur einer anstatt 5 geplanten Kuppeln.
Nach dem Sieg gegen Napoleon sollte die Kathedrale zu einem Nationalmonument werden. Daher beauftragte Alexander I. den Franzosen Montferrant mit dem Neubau, in den nur der Altarraum der alten Kirche mit einbezogen wurde.
Dazu musste zunächst ein stabiles Fundament in den Sumpf an der Newa gehauen werden - dazu dienten insgesamt 11000 Baumstämme in den Boden gerammt. Dennoch kam es bei den Bauarbeiten immer wieder zu statischen Problemen. 1858 wurde die Kathedrale schließlich in ihrem heutige Zustand fertiggestellt und geweiht.
Nach 1928 wurde in der Kathedrale ein Museum für Antireligiöse Kunst untergebracht. Unter anderem hing ein Faucaultsches Pendel von der Decke, um die Erdrotation zu demonstrieren.
Im 2. Weltkrieg wurden hauptsächlich Kunstgegegenstände hier deponiert. Aus Schutz wurden sogar die goldenen Kuppeln grün angestrichen.
Heute finden in der Kathedrale zumindest zu hohen Festtagen wieder Gottesdienste statt, ansonsten ist der Innenraum hauptsächlich ein Museum.
Fazit^^^^^
Dafür, dass die Kirche in der Sowjet-Zeit ordentlich zu leiden hatte, ist sie wirklich beeindruckend. Schon das Portal mit den riesigen Marmorsäulen sind einfach gigantisch.
Insgesamt mehr als 40 Gesteinssorten wurden verwendet, großartig sind alleine schon die zehn großen Malachitsäulen. Alle Materialien sollen bei einer Büste des Architekten verwendet worden sein, die im Inneren ausgestellt ist, allerdings bei unserem Besuch nicht zugänglich war, vermutlich aufhrund von Restaurierungsarbeiten.
Die großformatigen Mosaike sind nicht ganz so beeindruckend wie in der Erlöserkirche, aber dennoch genauso großartig anzusehen wie die riesige Kuppel.
Oben kann man an einem Umlauf bei der Kuppel den Ausblick auf die Newa genießen, das war bei unserem Besuch allerdings wetterbedingt (Eissturm) nicht möglich.
Die Isaakskathedrale ist für mich absolut sehenswert und gehört neben Festung, Eremitage und Erlöserkirche sicher zu den Highlights (zumindest im Winter)
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 18. Januar 2016
{Russland - St. Petersburg - Reisebuch} Einsamer - kalter Planet Russland
Hallo Leute!
Nun ist es auch in Wien endlich so richtig kalt. Ich bilde mir ja ein, dass ich ein bisschen von der Kälte aus Russland mitgebracht habe. Auf unserer Reise hatten wir diesmal zwei Reiseführer im Rucksack dabei - den von Michael Müller und den von Lonely Planet. Letzteren möchte ich euch heute vorstellen...
Lonely Planet St. Petersburg (Deutsche Ausgabe)
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Daten
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Autoren: Simon Richmond, Tom Masters
Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829723776
Preis: 17,99€
Taschenbuch, 186 Seiten
Zielgruppe
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Wie so oft, ist auch dieser Lonely Planet Reiseführer mehr auf diejenigen ausgelegt, die nicht mit einer Reisegruppe kommen und sich das Programm vorgeben lassen, sondern viel mehr auf diejenigen, die eine Stadt individuell erkunden wollen - Leute wie uns also, die sich auch mal ohne Guide durch die Eremitage schlagen wollen. Er ist auch ein bisschen auf das Reisen mit schmalem Geldbeutel ausgelegt, es werden besonders günstige Restaurants empfohlen, die auch russische Touristen besuchen würden. Das merkt man auch daran, dass es etwa Kategorien gibt wie "gratis in St. Petersburg", in der Museen vorgestellt werden, die man ohne Eintritt besichtigen kann.
Inhalt
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Der Inhalt wird schön übersichtlich präsentiert: Es gibt die Kategorien
- Reiseplanung
- St. Petersburg erleben
- St. Petersburg verstehen
- Reisepraktisches
Gerade der Bereich Reiseplanung ist meiner Meinung nach für St. Petersburg besonders wichtig, da man eben im Sommer die weißen Nächte hat, im Winter dafür Temperaturen von -30°C und daher ist gerade im Winter die saubere Planung besonders wichtig. Zudem fehlen auch wichtige Informationen nicht, etwa zur Beschaffung des Russlandvisums. Ganz cool sind auch Informationen zu geführten Touren (es gibt wie in so vielen Großstädten die Free Walking Tours) oder besonderen Festivals oder Feiertagen.
Im weitaus wichtigsten Teil wird auf die einzelnen Sehenswürdigkeiten eingegangen. Diese sind dem jeweiligen Stadtteil zugeordnet, allerdings nicht entlang einer bestimmten Route. Zu dem jeweiligen Stadtteil gibt es am Ende dann noch den Atlas, auf dem die einzelnen Sehenswürdigkeiten, aber auch Hotels und Restaurants und sogar etwas wie Spielplätze vermerkt sind. Danach kann man sich wunderbar orientieren - nur waren wir etwas irritiert beim Denkmal für die heldenhaften Befreier Leningrads, das im Sommer wohl gut von einer U-Bahn-Station zu erwandern ist, wir haben aber nach gut 1,5 km entnervt aufgegeben nur um später im Taxi zum Flughafen festzustellen, dass wir mindestens 4 km mehr hätten laufen müssen, um das Denkmal zu erreichen - was bei -26°C uns dann doch etwas zu viel gewesen wäre. Insgesamt sind die Sehenswürdigkeiten und Restaurants gut und sauber beschrieben, sogar Hinweise wie, dass man sich in die Eremitage unbedingt was zu Essen mitnehmen sollte (aber nicht im Rucksack) und wo man danach Essen gehen kann, sind enthalten, was bei mir einen sehr praktischen Eindruck gemacht hat, denn man beschreibt eben nicht nur die Sehenswürdigkeit an sich.
Im Weiteren geht es dann um die klassischen Kapitel eines Reiseführers. In St. Petersburg verstehen geht es hauptsächlich um die doch noch sehr junge Geschichte der Stadt und im Reisepraktischen findet man eben die Adressen der Botschaften, bestimmte Verkehrsregeln, Hinweise zu der Anreise etc.
Aufmachung
^^^^
Auf den ersten Blick wirkt der Lonely Planet Reiseführer relativ dünn und Biegsam. Da ich ihn hauptsächlich in der Jackentasche transportiert habe, war er angenehm leicht. Zusätzlich zu dem Cityatlas im Inneren, der bestimmte Bereiche (hauptsächlich der Altstadt) abdeckt, gibt es noch eine sehr angenehme Faltkarte, nicht zu groß und nicht zu klein. Wobei ich muss ehrlicherweise sagen, dass wir gerade im Außenbereich uns hauptsächlich auf den Atlas verlassen haben, die Faltkarte auf- und zufalten war uns bei bis zu -30°C doch ein bisschen zu mühsam.
Fazit
^^^^
Ich bin ja eigentlich ein Fan der Michael Müller Reiseführer - diesmal jedoch (Achtung Spoiler) hat der Lonely Planet für unsere Begriffe ganz klar das Rennen gemacht. Nicht nur, dass er weit ausführlicher auf die Sehenswürdigkeiten eingegangen ist, wo der Michael Müller auf den "Audio Guide" verwiesen hat. Besonders haben mir solche praktischen Hinweise gefallen, wie etwa wo man nach der Eremitage einen besonders leckeren Burger essen kann und dass man eben in die Eremitage keine Rucksäcke mitnehmen kann, sehr wohl aber was zu Essen - da hat man gleich den Eindruck, der Autor berichtet aus dem wahren Leben und hat nicht nur den Audioguide irgendwo heruntergeladen.
Von mir gibt es für den Lonely Planet St. Petersburg (Deutsche Ausgabe) ganz klare 5 Sterne und ich kann ihn ohne Einschränkung weiterempfehlen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Nun ist es auch in Wien endlich so richtig kalt. Ich bilde mir ja ein, dass ich ein bisschen von der Kälte aus Russland mitgebracht habe. Auf unserer Reise hatten wir diesmal zwei Reiseführer im Rucksack dabei - den von Michael Müller und den von Lonely Planet. Letzteren möchte ich euch heute vorstellen...
Lonely Planet St. Petersburg (Deutsche Ausgabe)
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Daten
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Autoren: Simon Richmond, Tom Masters
Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829723776
Preis: 17,99€
Taschenbuch, 186 Seiten
Zielgruppe
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Wie so oft, ist auch dieser Lonely Planet Reiseführer mehr auf diejenigen ausgelegt, die nicht mit einer Reisegruppe kommen und sich das Programm vorgeben lassen, sondern viel mehr auf diejenigen, die eine Stadt individuell erkunden wollen - Leute wie uns also, die sich auch mal ohne Guide durch die Eremitage schlagen wollen. Er ist auch ein bisschen auf das Reisen mit schmalem Geldbeutel ausgelegt, es werden besonders günstige Restaurants empfohlen, die auch russische Touristen besuchen würden. Das merkt man auch daran, dass es etwa Kategorien gibt wie "gratis in St. Petersburg", in der Museen vorgestellt werden, die man ohne Eintritt besichtigen kann.
Inhalt
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Der Inhalt wird schön übersichtlich präsentiert: Es gibt die Kategorien
- Reiseplanung
- St. Petersburg erleben
- St. Petersburg verstehen
- Reisepraktisches
Gerade der Bereich Reiseplanung ist meiner Meinung nach für St. Petersburg besonders wichtig, da man eben im Sommer die weißen Nächte hat, im Winter dafür Temperaturen von -30°C und daher ist gerade im Winter die saubere Planung besonders wichtig. Zudem fehlen auch wichtige Informationen nicht, etwa zur Beschaffung des Russlandvisums. Ganz cool sind auch Informationen zu geführten Touren (es gibt wie in so vielen Großstädten die Free Walking Tours) oder besonderen Festivals oder Feiertagen.
Im weitaus wichtigsten Teil wird auf die einzelnen Sehenswürdigkeiten eingegangen. Diese sind dem jeweiligen Stadtteil zugeordnet, allerdings nicht entlang einer bestimmten Route. Zu dem jeweiligen Stadtteil gibt es am Ende dann noch den Atlas, auf dem die einzelnen Sehenswürdigkeiten, aber auch Hotels und Restaurants und sogar etwas wie Spielplätze vermerkt sind. Danach kann man sich wunderbar orientieren - nur waren wir etwas irritiert beim Denkmal für die heldenhaften Befreier Leningrads, das im Sommer wohl gut von einer U-Bahn-Station zu erwandern ist, wir haben aber nach gut 1,5 km entnervt aufgegeben nur um später im Taxi zum Flughafen festzustellen, dass wir mindestens 4 km mehr hätten laufen müssen, um das Denkmal zu erreichen - was bei -26°C uns dann doch etwas zu viel gewesen wäre. Insgesamt sind die Sehenswürdigkeiten und Restaurants gut und sauber beschrieben, sogar Hinweise wie, dass man sich in die Eremitage unbedingt was zu Essen mitnehmen sollte (aber nicht im Rucksack) und wo man danach Essen gehen kann, sind enthalten, was bei mir einen sehr praktischen Eindruck gemacht hat, denn man beschreibt eben nicht nur die Sehenswürdigkeit an sich.
Im Weiteren geht es dann um die klassischen Kapitel eines Reiseführers. In St. Petersburg verstehen geht es hauptsächlich um die doch noch sehr junge Geschichte der Stadt und im Reisepraktischen findet man eben die Adressen der Botschaften, bestimmte Verkehrsregeln, Hinweise zu der Anreise etc.
Aufmachung
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Auf den ersten Blick wirkt der Lonely Planet Reiseführer relativ dünn und Biegsam. Da ich ihn hauptsächlich in der Jackentasche transportiert habe, war er angenehm leicht. Zusätzlich zu dem Cityatlas im Inneren, der bestimmte Bereiche (hauptsächlich der Altstadt) abdeckt, gibt es noch eine sehr angenehme Faltkarte, nicht zu groß und nicht zu klein. Wobei ich muss ehrlicherweise sagen, dass wir gerade im Außenbereich uns hauptsächlich auf den Atlas verlassen haben, die Faltkarte auf- und zufalten war uns bei bis zu -30°C doch ein bisschen zu mühsam.
Fazit
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Ich bin ja eigentlich ein Fan der Michael Müller Reiseführer - diesmal jedoch (Achtung Spoiler) hat der Lonely Planet für unsere Begriffe ganz klar das Rennen gemacht. Nicht nur, dass er weit ausführlicher auf die Sehenswürdigkeiten eingegangen ist, wo der Michael Müller auf den "Audio Guide" verwiesen hat. Besonders haben mir solche praktischen Hinweise gefallen, wie etwa wo man nach der Eremitage einen besonders leckeren Burger essen kann und dass man eben in die Eremitage keine Rucksäcke mitnehmen kann, sehr wohl aber was zu Essen - da hat man gleich den Eindruck, der Autor berichtet aus dem wahren Leben und hat nicht nur den Audioguide irgendwo heruntergeladen.
Von mir gibt es für den Lonely Planet St. Petersburg (Deutsche Ausgabe) ganz klare 5 Sterne und ich kann ihn ohne Einschränkung weiterempfehlen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Samstag, 16. Januar 2016
{Russland - St. Petersburg - Restaurant} Gut und günstig essen
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| Frühstücksstation |
Beim Sightseeing kriegt man Hunger - auch bei -30°C. Gut und günstig kann man in St. Petersburg bei Marketplace essen, einer Restaurantkette, die es alleine 2x am Newsky Prospekt findet...
Marketplace
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Lage
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Wir haben 2 Filialen getestet. Eine liegt weiter oben am Newsky Prospekt, eine weitere ein bisschen weiter unten.
Ambiente
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Die Lokale sind beide sehr modern eingerichtet. Sie sind ausgelegt als Selbstbedienungsläden - es gibt etwa eine Station, die nur auf Frühstück ausgelegt ist, oben gibt es eine klassische Bar, an denen man sich diverse Drinks mixen lassen kann. Außerdem gibt es eine Station für diverse einfache und günstige Speisen.
Essen
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Am Eingang bekommt man eine Karte, auf die man alles, was man konsumiert, auflädt und dann am Ende beim Ausgang zahlt. Insofern erinnert mich das Konzept ein klein wenig an Vapiano (zumindest in Wien).
Das meiste Essen wird frisch zubereitet oder zumindest frisch erwärmt. So bekommt man etwa gefüllte Pfannkuchen frisch auf der Platte durcherhitzt oder auch meine Spaghetti wurden ganz frisch in der Pfanne gemacht.
Dabei ist das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut top. Für ein ausgiebiges Frühstück mit frisch gepresstem Saft (wirklich ganz frisch) und Cappuccino, warmen Pfannkuchen und Küchlein zahlten wir keine 1000 Rubel - rund 12€. Die Portion frische Pasta mit Pilzen kostet 220 Rubel, somit keine 3€.
Personal
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Die Bestellung auf Englisch ist wie überall in St. Petersburg nicht immer ganz einfach. Meist ist aber ein Kollege in der Nähe, der als Dolmetscher gefragt wird. Die Schilder sind allerdings alle mit Englischen und Russischen Speisenamen beschriftet, so dass man sich gut helfen kann.
Fazit
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Bei Marketplace kann man auf jeden Fall gut und günstig essen. Das merkt man alleine daran, dass sich hier auch morgens schon einige Einheimische einfinden. Da das eine Lokal quasi direkt neben unserer Herberge lag, kamen wir jeden Morgen wieder zum Frühstück her. Vor allem der frisch gepresste Saft und die leckeren gefüllten Pfannkuchen machen nicht nur satt und sind auch richtig lecker.
Mittags ist bei Marketplace relativ viel Betrieb, hier lohnt es sich, wenn einer erst einen Platz sucht, sonst steht man am Ende dann mit seinem vollen Tablett aber ohne Sitzplatz da.
Das moderne Ambiente ist wirklich gemütlich, richtig schön bunt und macht einfach Spaß. Schon direkt beim Eingang wird man von einer Deko aus frischem Obst empfangen - das dann auch aus den Schüsseln zum Saftpressen geholt wird.
Wir waren oft bei marketplace - ich kann es absolut empfehlen. Es ist natürlich kein romantisches Date-Lokal, aber es wird billiger als bei Burgerking und man wird richtig gut satt.
In diesem Sinne
Eure Anke
Donnerstag, 14. Januar 2016
{Russland - St. Petersburg - Hostel} Toplage
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| Klein aber fein |
Gerade bei Städtereisen ist ja die Lage wichtig - braucht man erstmal 1 Stunde Zugfahrt, um zu den Sehenswürdigkeiten zu kommen, ist die Laune schon verdorben. Wir hatten zwar eigentlich ein Mini-Hotel gebucht und sind in einem Hostel gelandet - allerdings in einem sehr schönen, mit dem man auch Mitte 30 noch leben kann...
Port na Nevskom
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Lage
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Das Hostel liegt mehr oder minder direkt am Newsky Prospekt - zu Fuss braucht man etwa zur Eremitage 20 Minuten, zur nächsten U-Bahn-Station Mayakowskaya sind es keine 2 Minuten.
Allerdings liegt das Hostel nicht direkt an der Straße, sondern in einem Hinterhof. Daher war es anfangs etwas schwierig zu finden.
Preis
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Wir zahlten für das Economy Doppelzimmer für 6 Übernachtungen 15900 Rubel, was rund 200€ entsprechen.
Wir buchten über booking.com. Es war etwas irritierend, wir bekamen nach der Buchung eine Aufforderung, das Geld anzuzahlen - problematischerweise allerdings in russisch und ohne Möglichkeit, ohne russisches Konto zu zahlen. Auf Nachfrage ging es dann aber doch über Paypal. Das war ein bisschen komisch, das ging aber im Endeffekt ganz unproblematisch.
Zimmer und Service
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Nun war auf booking.com vom Mini-Hotel die Rede und es gab auch nichts mit "Gemeinschaftsbad". Das war anfangs ein bisschen komisch, nun sind die beiden Duschen für die insgesamt 9 Zimmer wirklich sehr sauber und werden vom Personal mehrmals täglich geputzt, genauso wie die beiden Toiletten. Für den Preis war das im Endeffekt auch mehr als in Ordnung.
Zudem gibt es noch eine große Küche, die man mitnutzen darf - was wir allerdings nicht taten, wir haben dann doch immer im Restaurant gefrühstückt (um die Ecke bei Marketplace). Die Dame an der Rezeption steht den ganzen Tag zur Verfügung und hilft einem auch super lieb - etwa um das Taxi zum Flughafen zu besorgen oder sie hilft auch mit Magentabletten aus.
Das Zimmer an sich war sehr einfach möbliert mit einem einfachen Doppelbett, einer Kleiderstange und einer Kommode. Alles war nicht neuwertig, aber auch nicht kaputt - einen Zimmerservice (mit frischen Handtüchern und Betten machen) gab es allerdings nicht - frische Handtücher hat man aber jederzeit an der Rezeption erfragen können.
Fazit
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Wenn man auf Komfort verzichten kann, ist man im Hostel Port na Nevskom absolut richtig. Mit dem Economy Doppelzimmer ein kleines, gut geheiztes Zimmer mit Gemeinschaftsbad (super sauber!) und Zugang zur Küche. Das Personal ist super nett, die Dame, die meist dort war, sprach perfekt Englisch und war wirklich super hilfsbereit mit allem.
Für den Citytrip, wenn man eh nur zum Schlafen ins Hotel kommt, war das Hostel für uns absolut ausreichend und wir hatten auch kein großes Problem mit dem Gemeinschaftsbad. Dafür war eben die Lage absolut perfekt - wir haben kaum die Metro nutzen müssen, ein Lokal fürs Frühstück lag quasi nebenan - also wir waren zufrieden.
Nur die Sache mit dem Gemeinschaftsbad könnte man bei booking.com vielleicht mal in die Beschreibung mit aufnehmen, dann wären wir nicht so irritiert gewesen am Beginn.
In diesem Sinne
Eure Anke
Mittwoch, 13. Januar 2016
{Russland - St. Petersburg - Sehenswertes} Da wo St. Petersburg begann
Hallo Leute!
St. Petersburg gehört ja sicherlich zu den jüngsten Großstädten Europas - gegründet durch Peter den Großen im Jahr 1703. Und begonnen hat die Stadt vor allem als Festung, die Russland zur Newa-Mündung und bis zur Ostsee hin absichern sollte. Und daher begann auch alles mit dieser Festung...
Peter-und-Paul-Festung
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Lage
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Die Festung liegt auf der kleinen Haseninsel an der Newa-Mündung ziemlich direkt gegenüber des Winterpalast - leicht zu erkennen an der goldenen Spitze der Peter-und-Paul-Kathedrale.
Am einfachsten gelangt man mit der Metro dorthin (blaue Linie, Station Gorkowskaja). Von dort aus sind es noch etwa 5 Minuten Fußmarsch. Die Insel selbst erreicht man über 2 Brücken, an denen man auch gleich in die Ticketbüros geleitet wird.
| Die Zarengräber |
Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Das Gelände der Festung ist frei zugänglich und täglich von 8:30 bis 21 Uhr geöffnet, die auf dem Gelände befindlichen Museen sind täglich (außer Mittwoch) von 10 bis 17 Uhr zugänglich.
Die Eintrittspreise sind unterschiedlich - wir haben uns für das Kombiticket um 450 Rubel entschieden. Dafür kann man dann das Haus des Kommandanten (war leider wegen Renovierungsarbeiten bei unserem Besuch geschlossen), ins Gefängnis, in die Kathedrale und in den Newa-Curtain, der Außenmauer, in der man eine Ausstellung zur Geschichte der Festung untergebracht hat. Zudem gibt es irgendwo noch ein Museum zur Geschichte der russischen Raumfahrt, das wir aber nicht gefunden haben (haben auch etwas unmotiviert gesucht).
Neben den Ausstellungen kann man gegen zusätzlichen Eintritt noch auf die äußere Festungsmauer steigen (Newa Panorama), das gleiche Panorama bekommt man allerdings auch, wenn man unten an der Mauer entlang spaziert (da kostet es nix). Außerdem gibt es noch einen Pavillon, in dem das Boot Peters des Großen ausgestellt wird und ein Wachsfigurenkabinett.
Geschichte
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Peter der Große beschloss 1703 die Neugründung St. Petersburg und noch im gleichen Jahr begann der Bau der großen Festungsanlage, die Russland im Nordischen Krieg gegen die Schweden absichern sollte. Peter selbst beaufsichtigte den Bau und lebte währenddessen in einer kleinen Holzhütte unweit der Baustelle. Die zunächst aus Holz gebaute Anlage wurde 1706 bis 1740 komplett aus Stein gebaut. Festungsbaumeister war Domenico Trezzini.
Schon 1720 wurde in einer der Bastionen das berüchtigste Gefängnis Russlands gebaut, in dem später unter anderem Lenins Bruder Alexander Uljanow, Maxim Gorki und Dostojewski untergebracht waren. Dieses wurde 1917 bedeutendes Symbol der Revolution, da die Revolutionäre das Gefängnis stürmten und die Gefangenen befreiten.
Ein weiteres Gebäude von zentraler Bedeutung ist die Kathedrale, die als erstes Gotteshaus von St. Petersburg entstand und bis heute Grablegungskirche der Zarenfamilie ist - unter anderem findet man hier die Gräber von Peter dem Großen und auch von Katharina der Großen und auch die letzte Zarenfamilie ist in einer kleinen Kapelle gesondert bestattet.
Unser Rundgang
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Für die Festung haben wir uns etwa 4 Stunden Zeit genommen. Begonnen haben wir im Gefängnis, das in der Trubezkoi Bastion untergebracht war. Im zweigeschossigen Gebäude kann man sich die Entwicklung der Einrichtung anschauen und wird auf anschaulichen Schautafeln über die meist politischen Gefangenen informiert, die in den einzelnen Zellen untergebracht waren. In verschiedene Zellen, auch in den Karner, die Strafzelle, kann man hineingehen, auch mal die Türe schließen. Das war wirklich beeindruckend. Hier waren ausschließlich Einzelzellen auf zwei Etagen, eine Kommunikation wurde durch eine Schallisolierung unterbunden.
Nicht verpassen sollte man das Panorama. Hierfür muss man allerdings nicht auf die Festungsmauer hinauf. Kostenlos gibt es das nämlich auch, wenn man durch das Tor auf der Newa-Seite hinaustritt. Hier ist auch ein 350 Meter langer Sandstrand - der war bei -18°C leider nicht zu gebrauchen, ist im Sommer allerdings mit Sicherheit ganz toll.
Im Newa Curtain ist eine kleine, aber feine Ausstellung zur Geschichte der Bastion. Sie zeigt unter anderem die Überreste eines hölzernen Torbogens.
Da das Kommandantenhaus leider geschlossen war, gingen wir nun direkt zur Kathedrale. Die ist allerdings immer sehr voll, da sie natürlich im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Hier findet man die Gräber der Zarenfamilie und anderer Adeliger - sogar angebaut werden musste schon, da die Familiengruft der Romanows nämlich schon ziemlich überfüllt war.
Nett ist auch noch eine Statue Peters des Großen, die wohl als moderne Kunst gelten könnte. Der Kopf ist nämlich im Vergleich zum restlichen Körper sehr klein.
Fazit
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Die Peter-und-Paul-Festung gehört sicherlich zum Standardprogramm einer jeden St. Petersburg Tour und das mit Recht. Das verwinkelte Gelände bietet einiges an Geschichte und an sehr hübscher Architektur. Gerade im Außenbereich hätten wir uns im Sommer wohl etwas länger aufgehalten, uns an den Strand gesetzt und das Panorama genossen - wir hatten aber ein bisschen Angst, dass uns auf der Newa ein Eisbär entgegenkommt - dafür war es für uns schlicht zu kalt.
Sehr eindrucksvoll und bedrückend ist für mich das Gefängnis im Kopf haften geblieben. Wenn man in der engen Strafzelle die Tür zumacht, kommt einem schon eine bisschen die Platzangst. Aber auch die Kathedrale mit den Zarengräbern fand ich super spannend, genauso wie das tolle Glockenspiel, das stündlich gespielt wird.
Ich war begeistert und kann einem jeden Reisenden in St. Petersburg einen Besuch wärmstens ans Herz legen.
In diesem Sinne
Eure Anke
Dienstag, 12. Januar 2016
{Russland - St. Petersburg - Museum} 400 Räume voll mit Kunst
Riesige Museen sind immer ein kleines bisschen überwältigend - in der Eremitage in St. Petersburg war ich sogar ein ganz kleines bisschen überfordert...
Eremitage
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Lage
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Die Eremitage ist die Kunstausstellung, die sich auf mehrere Gebäudekomplexe in und um die Eremitage und den Winterpalast untergebracht sind. Das riesige Gebäude liegt direkt an der Newa am Newsky Prospekt. Der Zugang ist am Palastplatz (man erkennt ihn gut an den Schlangen.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Wir zahlten das Ticket an einem der 4 Automaten, die im Hof des Schlosses stehen. Hier sind die Schlangen am kleinesten und man zahlt 600 Rubel. Dafür erhält man eine Eintrittskarte zur Eremitage, zum Generalstabsgebäude, zum Menshikow-Palast und zum Porzellanmuseum. An der Kasse gibt es zusätzlich ein Ticket für Russen und Weißrussen für 400 Rubel, das man wohl mit einiger Überzeugungskraft wohl an der Kasse bekommt.
Zudem gibt es ein online Ticket für 22 Dollar, was allerdings weit mehr als den doppelten Eintrittspreis bedeuten würde. Wir waren kurz nach der Öffnung der Kassen da und nach gut 10 Minuten waren wir drin.
Die Ausstellung ist täglich außer Montags von 10:30 bis 18 Uhr geöffnet, Mittwochs und Freitags sogar bis 21 Uhr. Für den Winter sind die Öffnungszeiten okay, zumal wir festgestellt haben, dass wir eh nicht früher aus dem Bett kamen, im Sommer würde ich die späte Öffnung als ein wenig blöd befinden, zumal man sich auf jeden Fall den ganzen Tag Zeit nehmen sollte.
Jacken und Rucksäcke müssen abgegeben werden (kostenlos an der Garderobe). Es empfiehlt sich allerdings, in einer kleinen Umhängetasche eine Flasche Wasser und eine Kleinigkeit zu Essen mitzunehmen. Es gibt zwar eine Kantine, die ist aber völlig überteuert.
Fotografieren ist außer in temporären Ausstellungen kein Problem.
Die Ausstellung
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| Ziemlich voll |
Gleich zu Beginn kommt man in den Antikenteil der Sammlung, bestehend aus Stücken aus dem alten Ägypten, Griechenland und Rom. Nach oben kommt man dann in die Gemäldeausstellung, die eigentlich Meisterwerke jeder gängigen Schule beinhalten. Sie ist nach den Herkunftsländern in eine Niederländische, eine Italienische, eine Spanische, eine Britische, eine Französische, eine Deutsche und eine Russische Abteilung gegliedert und erstreckt sich über die gesamte erste Etage. Man findet hier einzigartige Werke etwa von da Vinci, Rembrandt oder Rubens (neuere Werke von Picasso und Matisse sind derzeit noch im Generalstabsgebäude, sollen aber in nächster Zeit in der dritten Etage ihren Platz finden).
Besonders beeindruckend ist die Pfauenuhr, die jeden Mittwoch um 19 Uhr vorgeführt wird (haben wir leider verpasst). Zu jeder vollen Stunde bietete sich zu damaligen Zeiten eine beeindruckende Szenerie mit einem Radschlagenden Pfau - gezeigt wird das heute nur noch einmal wöchentlich und ein Video läuft im Hintergrund.
Ebenfalls im Ersten Stock, im Hauptkomplex des Winterpalastes (die Gebäude sind übrigens alle miteinander verbunden und vernünftig geheizt) findet man einige Prachträume, etwa den Thronsaal, den Wappensaal und in einem Saal, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, befinden sich Portäts zahlloser Feldherren aus dem napoleonischen Krieg (und zwar von beiden Seiten).
In der oberen Etage befindet sich dann eine Sammlung fernöstlicher Kunst mit Schwerpunkten in Japan und dem Iran.
Im Erdgeschoss kann man sich dann noch die Räume anschauen, die laut ausgegebenem Plan eigentlich die ersten sein sollten. Diese beinhalten Exponate aus der russischen Antike mit Schwerpunkt auf Sibirien.
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| Die Pfauenuhr |
Fazit
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Das hört sich ja alles nicht so viel an, dennoch ist man schnell überwältigt, nicht nur von den eindrucks- und prunkvollen Palasträumen sondern alleine von der schieren Anzahl der Werke die hier ausgestellt werden - 3 Millionen Werke sollen sich im Archiv der Eremitage befinden. Wir waren rund 6 Stunden in der Ausstellung und haben uns wirklich nur auf die Highlights beschränkt. Nach 6 Stunden waren wir völlig erschöpft (wir hatten zudem nichts zu Essen dabei). Und als wir rauskamen, stand noch immer eine gigantische Schlange am Einlass.
Was ich ein bisschen bemängeln würde, ist eine fehlende klare Linie, so dass man als Besucher klar weiß "Okay, da gehts jetzt lang". Die Räume sind zwar alle numeriert, aber irgendwie nicht so, dass man immer z.B. an einer Treppe endet oder an einem Übergang, der einen zum Nachbargebäude führt. Und auch, dass man die Räume im Erdgeschoss, die die niedrigsten Nummern tragen, nicht nacheinander ansehen kann, empfand ich als irritierend. Immerhin befindet man sich in einem Labyrinth aus beinahe 400 Räumen - ohne die Übersichtskarte (gibts am Eingang) geht da gar nix.
Insgesamt gehört die Eremitage absolut zum Pflichtprogramm für St. Petersburg. Man sollte aber wirklich viel Zeit einplanen, nicht nur wegen der schieren Größe der Schätze, die größtenteils die Zaren zusammengetragen haben, sondern auch aufgrund der Menschenmasse, die sich täglich durch das Museum schieben.
Von mir bekommt die Eremitage ganz klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 11. Januar 2016
{Russland - St. Petersburg - Kirche} Irgendwie sollte das ausschauen wie der Petersdom
Hallo Leute!
Wenn ich auf Reisen bin, wird ja in jede Kirche mal ein Blick hineingeworfen - egal ob ein moderner Neubau oder eine Gotische Kathedrale - Anke ist dabei.
Kasaner Kathedrale
^^^^^^^^^
Lage
^^^^
Die Kasaner Kathedrale in St. Petersburg liegt direkt an der Prachtstraße Newsky Prospekt, direkt beim Griboyedova-Kanal. Sie ist aufgrund ihrer auffälligen Architektur kaum zu übersehen.
Eintritt
^^^^
Der Eintritt in die Kasaner Kathedrale ist frei - in der Regel ist von 8:30 bis 20 Uhr geöffnet (und geheizt).
Architektur und Geschichte
^^^^
Das Gebäude wurde 1801 bis 1811 vom Baumeister Woronichin gebaut. Den Auftrag gab kurz vor seinem Tode Zar Paul I., der von einem Rombesuch von den Kolonaden des Petersdoms tief beeindruckt war und daher eine Kirche in dem Stil in seiner Nähe haben wollte.
Woronichin modifizierte das Ganze mit russischen Bauelementen, so dass die Kathedrale mit ihrem Vorbild heute kaum noch Ähnlichkeit besitzt (wenn es nicht so im Reiseführer gestanden hätte, hätte ich die Intension ehrlicherweise nicht erkannt).
1876 fand auf dem Platz vor der Kathedrale die erste Demonstration der Sozialisten statt, die später in der russischen Revolution gipfelte. In der Atheistischen Sowjet-Zeit (1932 bis 1990) war das Gotteshaus ein Museum für Religionsgeschichte. Danach wurde sie wieder mit zahlreichen Ikonen ausgestattet und seit dem wird sie als Gotteshaus genutzt.
Lange Schlangen befinden sich am Grab von Michail Illarionowitsch Kutusow, dem Feldmarschall, der an dieser Stelle für den Sieg gegen Napoleon betete (was ja auch gelingen sollte). Witzigerweise findet man im Kirchenraum auch erbeutete Fahnen aus diversen russischen Kriegszügen.
Fazit
^^^^^
Um die Ähnlichkeit zum Petersdom zu entdecken, musste ich schon zum Augenarzt. Okay, es gibt eine Kuppel und es gibt Kolonaden - aber sonst empfand ich die Ähnlichkeit schon eher weit hergeholt... Auch hat es mich rein äußerlich mehr an ein Parlament oder ein Gericht erinnert als an eine Kirche.
Der Innenraum ist nicht wirklich überragend. Die vielen Banner aus russischen Kriegszügen und das Grab des Feldmarschalls sind noch das Interessanteste.
Zum Aufwärmen taugt die Kasaner Kathedrale allemal. Ein wirkliches Highlight war sie für mich allerdings nicht.
In diesem Sinne
Eure Anke
Wenn ich auf Reisen bin, wird ja in jede Kirche mal ein Blick hineingeworfen - egal ob ein moderner Neubau oder eine Gotische Kathedrale - Anke ist dabei.
Kasaner Kathedrale
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Lage
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Die Kasaner Kathedrale in St. Petersburg liegt direkt an der Prachtstraße Newsky Prospekt, direkt beim Griboyedova-Kanal. Sie ist aufgrund ihrer auffälligen Architektur kaum zu übersehen.
Eintritt
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Der Eintritt in die Kasaner Kathedrale ist frei - in der Regel ist von 8:30 bis 20 Uhr geöffnet (und geheizt).
Architektur und Geschichte
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Das Gebäude wurde 1801 bis 1811 vom Baumeister Woronichin gebaut. Den Auftrag gab kurz vor seinem Tode Zar Paul I., der von einem Rombesuch von den Kolonaden des Petersdoms tief beeindruckt war und daher eine Kirche in dem Stil in seiner Nähe haben wollte.
Woronichin modifizierte das Ganze mit russischen Bauelementen, so dass die Kathedrale mit ihrem Vorbild heute kaum noch Ähnlichkeit besitzt (wenn es nicht so im Reiseführer gestanden hätte, hätte ich die Intension ehrlicherweise nicht erkannt).
1876 fand auf dem Platz vor der Kathedrale die erste Demonstration der Sozialisten statt, die später in der russischen Revolution gipfelte. In der Atheistischen Sowjet-Zeit (1932 bis 1990) war das Gotteshaus ein Museum für Religionsgeschichte. Danach wurde sie wieder mit zahlreichen Ikonen ausgestattet und seit dem wird sie als Gotteshaus genutzt.
Lange Schlangen befinden sich am Grab von Michail Illarionowitsch Kutusow, dem Feldmarschall, der an dieser Stelle für den Sieg gegen Napoleon betete (was ja auch gelingen sollte). Witzigerweise findet man im Kirchenraum auch erbeutete Fahnen aus diversen russischen Kriegszügen.
Fazit
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Um die Ähnlichkeit zum Petersdom zu entdecken, musste ich schon zum Augenarzt. Okay, es gibt eine Kuppel und es gibt Kolonaden - aber sonst empfand ich die Ähnlichkeit schon eher weit hergeholt... Auch hat es mich rein äußerlich mehr an ein Parlament oder ein Gericht erinnert als an eine Kirche.
Der Innenraum ist nicht wirklich überragend. Die vielen Banner aus russischen Kriegszügen und das Grab des Feldmarschalls sind noch das Interessanteste.
Zum Aufwärmen taugt die Kasaner Kathedrale allemal. Ein wirkliches Highlight war sie für mich allerdings nicht.
In diesem Sinne
Eure Anke
Samstag, 9. Januar 2016
{Russland - St. Petersburg - Sehenswerte Plätze} Putin und Wodka - Silvester unter Russen
Hallo Leute!
Silvester in St. Petersburg ist ein großes Abenteuer. Nicht nur aufgrund der frischen Temperaturen (um Mitternacht war es -18°C) sondern vor allem, weil wir uns gleich am Abend unserer Ankunft unter rund 300 000 Russen auf dem Palastplatz vor dem Winterpalast und der Eremitage mischten. Das ging natürlich nicht ohne die großen Russenklischees...
Palastplatz
^^^^^^^^^^
Lage
^^^^
Der Platz liegt direkt am nördlichen Ende der Newsky Prospekt, der großen Prachtstraße von St. Petersburg. Er ist quasi nicht zu verfehlen, wird er doch vom gewaltigen Winterpalast und dem Gebäude des Generalstabs begrenzt. Tagsüber sieht man hier oft die langen Schlangen der Besucher, die noch auf Einlass in die Eremitage hoffen, abends tummeln sich hier (auch bei der Kälte) zahllose Touristen, lassen sich mit der Kutsche über den Platz fahren und bewundern die beeindruckende Beleuchtung.
Architektur
^^^^
Dominiert wird der auf drei Seiten eingefasste Platz sicherlich von der grün-weißen Fassade des Winterpalastes und vom gegenüberliegenden, bogenförmigen Generalstabsgebäude. Dieses hat einen großen, torartigen Durchgang, von dem aus man den Platz betreten kann.
Im Zentrum des Platzes liegt die 25,4 m hohe Alexandersäule, die in den 1830er Jahren in Erinnerung an den russischen Sieg gegen Napoleon aufgerichtet wurde. Es ist die größte derartige Säule der Welt. Sie besteht aus einem einzigen, roten Granitstein. Auf der Spitze tront ein Engel mit einem Kreuz. Der Boden um die Säule besteht aus prächtigem Granit - der war allerdings bei Eis und Schnee bei unerem Besuch kaum zu erkennen.
Das bogenförmige Generalstabsgebäude diente zu Silvester als große Leinwand für ein farbenprächtiges Lichtspektakel. Der Durchgang ist als eine Art Triumphbogen angelegt, auf dem eine Kutsche mit 6 Pferden tront.
Geschichte
^^^^
Wer die Geschichte von St. Petersburg kennt, weiß, dass der Platz vor allem mit dem Blutsonntag (1905) und der russischen Revolution mit dem Sturm auf das Winterpalais (1917) bereits Schauplatz sehr geschichtsträchtiger Ereignisse war.
Mein Eindruck
^^^^
Dass der Palastplatz historisches Zentrum der Stadt ist, sieht man auf den ersten Blick - vor allem vor der nächtlich beleuchteten Fassade des Winterpalastes bleibt einem fast die Spucke weg (und ich habe doch schon das eine oder andere Schloss von außen gesehen...).
Nun, am meisten wird euch sicherlich interessieren, wie Silvester denn so am Palastplatz ist... Ich muss sagen, das erwartete Feuerwerk blieb aus. Aber die unzähligen Russen (außer uns habe ich nur ein französisches Ehepaar kennengelernt) sind derartig gut bei Stimmung, dass man sehr schnell Freundschaften schließt. Und als ich erzählt habe, dass wir noch keine Zeit hatten, was zum Anstoßen zu besorgen, war das mit dem Wodka auch gar kein Problem mehr. Um Mitternacht lagen sich dann alle in den Armen, die russische Nationalhymne wurde gespielt und anschließend gingen alle nach Hause oder auf die nächste Party. Wir waren von der Anreise noch etwas ko, also ging es um 1 Uhr zurück ins Hostel - mit ein paar neuen Freunden, die auch ein bisschen Deutsch konnten - vor allem der Satz "Merkel gut - Putin der Beste" habe ich doch des häufigeren gehört...
Aber auch wenn man nicht zu Silvester kommt, ist der Palastplatz für mich der sehenswerteste Platz in St. Petersburg. Man sollte sich also umschauen und nicht nur auf dem Weg zur Warteschlange für Tickets für die Eremitage blind darüberstolpern.
In diesem Sinne
Eure Anke
Silvester in St. Petersburg ist ein großes Abenteuer. Nicht nur aufgrund der frischen Temperaturen (um Mitternacht war es -18°C) sondern vor allem, weil wir uns gleich am Abend unserer Ankunft unter rund 300 000 Russen auf dem Palastplatz vor dem Winterpalast und der Eremitage mischten. Das ging natürlich nicht ohne die großen Russenklischees...
Palastplatz
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Lage
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Der Platz liegt direkt am nördlichen Ende der Newsky Prospekt, der großen Prachtstraße von St. Petersburg. Er ist quasi nicht zu verfehlen, wird er doch vom gewaltigen Winterpalast und dem Gebäude des Generalstabs begrenzt. Tagsüber sieht man hier oft die langen Schlangen der Besucher, die noch auf Einlass in die Eremitage hoffen, abends tummeln sich hier (auch bei der Kälte) zahllose Touristen, lassen sich mit der Kutsche über den Platz fahren und bewundern die beeindruckende Beleuchtung.
Architektur
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Dominiert wird der auf drei Seiten eingefasste Platz sicherlich von der grün-weißen Fassade des Winterpalastes und vom gegenüberliegenden, bogenförmigen Generalstabsgebäude. Dieses hat einen großen, torartigen Durchgang, von dem aus man den Platz betreten kann.
Im Zentrum des Platzes liegt die 25,4 m hohe Alexandersäule, die in den 1830er Jahren in Erinnerung an den russischen Sieg gegen Napoleon aufgerichtet wurde. Es ist die größte derartige Säule der Welt. Sie besteht aus einem einzigen, roten Granitstein. Auf der Spitze tront ein Engel mit einem Kreuz. Der Boden um die Säule besteht aus prächtigem Granit - der war allerdings bei Eis und Schnee bei unerem Besuch kaum zu erkennen.
Das bogenförmige Generalstabsgebäude diente zu Silvester als große Leinwand für ein farbenprächtiges Lichtspektakel. Der Durchgang ist als eine Art Triumphbogen angelegt, auf dem eine Kutsche mit 6 Pferden tront.
Geschichte
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Wer die Geschichte von St. Petersburg kennt, weiß, dass der Platz vor allem mit dem Blutsonntag (1905) und der russischen Revolution mit dem Sturm auf das Winterpalais (1917) bereits Schauplatz sehr geschichtsträchtiger Ereignisse war.
Mein Eindruck
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Dass der Palastplatz historisches Zentrum der Stadt ist, sieht man auf den ersten Blick - vor allem vor der nächtlich beleuchteten Fassade des Winterpalastes bleibt einem fast die Spucke weg (und ich habe doch schon das eine oder andere Schloss von außen gesehen...).
Nun, am meisten wird euch sicherlich interessieren, wie Silvester denn so am Palastplatz ist... Ich muss sagen, das erwartete Feuerwerk blieb aus. Aber die unzähligen Russen (außer uns habe ich nur ein französisches Ehepaar kennengelernt) sind derartig gut bei Stimmung, dass man sehr schnell Freundschaften schließt. Und als ich erzählt habe, dass wir noch keine Zeit hatten, was zum Anstoßen zu besorgen, war das mit dem Wodka auch gar kein Problem mehr. Um Mitternacht lagen sich dann alle in den Armen, die russische Nationalhymne wurde gespielt und anschließend gingen alle nach Hause oder auf die nächste Party. Wir waren von der Anreise noch etwas ko, also ging es um 1 Uhr zurück ins Hostel - mit ein paar neuen Freunden, die auch ein bisschen Deutsch konnten - vor allem der Satz "Merkel gut - Putin der Beste" habe ich doch des häufigeren gehört...
Aber auch wenn man nicht zu Silvester kommt, ist der Palastplatz für mich der sehenswerteste Platz in St. Petersburg. Man sollte sich also umschauen und nicht nur auf dem Weg zur Warteschlange für Tickets für die Eremitage blind darüberstolpern.
In diesem Sinne
Eure Anke
Freitag, 8. Januar 2016
{Russland - St.Petersburg - Kirche} Ja bin ich denn schon in Moskau
Hallo Leute!
Silvester in Russland bei -26°C - die meisten denken wohl, ich bin bekloppt. Für uns war es allerdings ein großes Abenteuer. Und gleich am ersten Tag waren wir etwas irritiert - steht die Kirche mit den Zwiebeltürmen steht doch eigentlich in Moskau...
Auferstehungskirche
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Lage
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Die Kirche ist unweit des Newski Prospekt, der Prachtstraße von St. Petersburg gelegen, direkt an einem Kanal neben dem Russischen Museum.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Die Kirche ist täglich (außer Mittwoch) von 10.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt kostet 250 Rubel (das lohnt aber!).

Geschichte
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Die Kirche wird auch Erlöserkirche, Bluterlöserkirche oder auf russisch Собор Восҡреcния Хpистова genannt.
Gebaut wurde sie über der Stelle, an der Zar Alexander II. 1881 einem Attentat zum Opfer fiel. Den Auftrag dazu gab sein Nachfolger Alexander III. Nach einer Bauzeit von 29 Jahren (1883 bis 1912) wurde sie zum 100. Jahrestag des Sieges über Napoleon und zum 300. Jahrestag der Romanow Dynastie eingeweiht.
Gebaut wurde sie tatsächlich nach dem Vorbild der bekannten Moskauer Basilius-Kathedrale. Sie diente danach nie wirklich als Gotteshaus - eher als ein Denkmal, mal als ein Museum - zur Sowjetzeiten war sie der Öffentlichkeit nicht zugänglich, sollte sogar mehrfach abgerissen werden. Das mehr als 7000 Quadratmeter große Mosaik im Innenraum kann erst seit 1997 wieder besichtigt werden.
Unser Besuch
^^^^
Nun, die Öffnungszeiten finde ich etwas merkwürdig. Die meisten Museen in St. Petersburg öffnen nicht vor 10 oder 11 Uhr, im Winter ist das weniger ein Problem, aber wenn man im Sommer zu den weißen Nächten anreist, sollte man sich allgemein nicht zu viel vornehmen.
Für den Innenraum sollte man etwa 30 bis 60 Minuten einplanen. Die Schlange an der Kasse war nicht allzu lang (aber wer will bei den Temperaturen schon warten).
Kommt man hinein, ist man wie erschlagen von den unzähligen Eindrücken. Welch eine feine Arbeit es gewesen sein muss, diesen gesamten Kircheninnenraum mit Mosaiken auszukleiden - mehr als 7000 Quadratmeter voll mit diversen Ikonen - die kann man sich dann mit einem deutschen Audioguide auch ohne weiteres erläutern lassen (ich war davon allerdings überfordert). Besonders gefallen hat mir der düstere Grundton nicht, aber vermutlich nur aufgrund der konstanten Sinnesüberforderung.
Die Stelle, an der Zar Alexander nach dem Attentat gestorben ist, wird von einem großen Baldachin markiert.
Fast noch mehr hat mich das Äußere beeindruckt, die verspielten, bunten Zwiebeltürmchen und die vielen Details in der Fassade - da muss man gar nicht bis nach Moskau reisen, um so eine hübsche, verspielte Kirche zu entdecken.
Von mir gibt es klare 5 Sterne, ein absolutes Muss für die Sightseeingtour in St. Petersburg.
In diesem Sinne
Eure Anke
Silvester in Russland bei -26°C - die meisten denken wohl, ich bin bekloppt. Für uns war es allerdings ein großes Abenteuer. Und gleich am ersten Tag waren wir etwas irritiert - steht die Kirche mit den Zwiebeltürmen steht doch eigentlich in Moskau...
Auferstehungskirche
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Lage
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Die Kirche ist unweit des Newski Prospekt, der Prachtstraße von St. Petersburg gelegen, direkt an einem Kanal neben dem Russischen Museum.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise^^^^
Die Kirche ist täglich (außer Mittwoch) von 10.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt kostet 250 Rubel (das lohnt aber!).

Geschichte^^^^
Die Kirche wird auch Erlöserkirche, Bluterlöserkirche oder auf russisch Собор Восҡреcния Хpистова genannt.
Gebaut wurde sie über der Stelle, an der Zar Alexander II. 1881 einem Attentat zum Opfer fiel. Den Auftrag dazu gab sein Nachfolger Alexander III. Nach einer Bauzeit von 29 Jahren (1883 bis 1912) wurde sie zum 100. Jahrestag des Sieges über Napoleon und zum 300. Jahrestag der Romanow Dynastie eingeweiht.
Gebaut wurde sie tatsächlich nach dem Vorbild der bekannten Moskauer Basilius-Kathedrale. Sie diente danach nie wirklich als Gotteshaus - eher als ein Denkmal, mal als ein Museum - zur Sowjetzeiten war sie der Öffentlichkeit nicht zugänglich, sollte sogar mehrfach abgerissen werden. Das mehr als 7000 Quadratmeter große Mosaik im Innenraum kann erst seit 1997 wieder besichtigt werden.
Unser Besuch
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Nun, die Öffnungszeiten finde ich etwas merkwürdig. Die meisten Museen in St. Petersburg öffnen nicht vor 10 oder 11 Uhr, im Winter ist das weniger ein Problem, aber wenn man im Sommer zu den weißen Nächten anreist, sollte man sich allgemein nicht zu viel vornehmen.
Für den Innenraum sollte man etwa 30 bis 60 Minuten einplanen. Die Schlange an der Kasse war nicht allzu lang (aber wer will bei den Temperaturen schon warten).
Kommt man hinein, ist man wie erschlagen von den unzähligen Eindrücken. Welch eine feine Arbeit es gewesen sein muss, diesen gesamten Kircheninnenraum mit Mosaiken auszukleiden - mehr als 7000 Quadratmeter voll mit diversen Ikonen - die kann man sich dann mit einem deutschen Audioguide auch ohne weiteres erläutern lassen (ich war davon allerdings überfordert). Besonders gefallen hat mir der düstere Grundton nicht, aber vermutlich nur aufgrund der konstanten Sinnesüberforderung.
Die Stelle, an der Zar Alexander nach dem Attentat gestorben ist, wird von einem großen Baldachin markiert.
Fast noch mehr hat mich das Äußere beeindruckt, die verspielten, bunten Zwiebeltürmchen und die vielen Details in der Fassade - da muss man gar nicht bis nach Moskau reisen, um so eine hübsche, verspielte Kirche zu entdecken.
Von mir gibt es klare 5 Sterne, ein absolutes Muss für die Sightseeingtour in St. Petersburg.
In diesem Sinne
Eure Anke
Donnerstag, 7. Januar 2016
{Russland - Airport} Flughafen on the rocks
Hallo Leute!
Nachdem es mir monatelang zu warm war, beschlossen wir, mal mutig zu sein und Silvester in Russland zu verbringen - bei bis zu -26 Grad waren wir mit der Suche nach der Kälte auch relativ erfolgreich.
Nicht ganz so zugesagt hat mir der Airport...
St. Petersburg Airport
^^^^^^^^
Lage
^^^^
Der Airport liegt etwa 15 km südlich der Stadt und ist mit der Buslinie 39 an die Stadt angebunden genauso wie mir Kleinbussen, den Marschrutki. Beide fahren zur Metro Moskowskaya. Auf dem Hinweg nahmen wir die Marschrutki und zahlten zusammen 240 Rubel (60 Rubel pro Person und pro Gepäckstück). Auf dem Rückweg entschieden wir uns für das Taxi - die grünen Skodas haben einen Economy Preis und wir zahlten vom Hotel am Newsky Prospekt bis zum Terminal 660 Rubel (umgerechnet rund 8€) - nicht wesentlich teurer, dafür wesentlich komfortabler, zumal man für die U-Bahnfahrt zu Moskowskaya auch schon 60 Rubel pro Person gezahlt hätte. Wir haben uns das Taxi einfach von der Leiterin unseres Hostels rufen lassen, das lief reibungslos.
Landung
^^^^
Die Landung ging relativ reibungslos. Die Wege sind relativ kurz (auch wenn wir mal wieder mit dem Bus vom Flieger in den Flughafen gebracht werden mussten (was ich ja immer relativ nervig finde). Wir kamen rasch durch die Passkontrolle (Achtung, bei der Reiseplanung das Visum nicht vergessen!) und auch das Gepäck war schon auf dem Band, als wir dort ankamen. Etwas verwirrend war die Beschilderung, nach ein bisschen Suchen waren wir dann doch relativ schnell beim Bus und etwa 25 Minuten später in der Stadt (der Kauf der U-Bahn-Tickets ist dann wieder eine andere Geschichte).
Start
^^^^
Die Wege sind auch hier relativ kurz. Wir haben unser Gate relativ schnell gefunden auch der Check-in ging verhältnismäßig schnell, das Personal verhältnismäßig freundlich und selbst am Security Check habe ich mich eher entspannt gefühlt.
Zunächst einmal ist das Angebot an Essen (u.a. Mc Donalds und Burger King zum Normalpreis) recht gut. Alles ist auch relativ sauber und wirkt nicht allzu sehr wie Jahrzehnte alt.
Nun aber begann das Chaos. Wir waren 3 Stunden vorher da, für unsere Verhältnisse also relativ früh, das lag wohl am Taxi. Und in diesen 3 Stunden fand dann ein munteres "Gate-Wechsel-Spielchen" statt, so ziemlich jedes Gate wurde getauscht. Und meistens wurde das Ganze auf russisch und englisch angesagt, nur für unseren Flug nach Moskau war das nie der Fall (insgesamt 3x gings durch den Flughafen und zwischendurch waren wir dann wieder am Anfangsgate). Beim ersten Mal habe ich es nur mitbekommen, weil plötzlich alles aufgesprungen war (mit dem Russisch habe ich es eben noch nicht so).
Fazit
^^^^
An sich war der Flughafen nicht soooo schlecht. Die Tauscherei beruhte vermutlich auf den Temperaturen. Trotzdem hat das wirklich extrem genervt - nicht nur, weil für uns die Ansagen nur auf Russisch kamen, sondern auch, weil wir am Ende auch noch 1 Stunde Verspätung hatten - unseren Anschlussflug bekamen wir dann nur noch im Sprint.
Mehr als 3 Sterne kann ich daher kaum geben.
In diesem Sinne
Eure Anke
Nachdem es mir monatelang zu warm war, beschlossen wir, mal mutig zu sein und Silvester in Russland zu verbringen - bei bis zu -26 Grad waren wir mit der Suche nach der Kälte auch relativ erfolgreich.
Nicht ganz so zugesagt hat mir der Airport...
St. Petersburg Airport
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Lage
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Der Airport liegt etwa 15 km südlich der Stadt und ist mit der Buslinie 39 an die Stadt angebunden genauso wie mir Kleinbussen, den Marschrutki. Beide fahren zur Metro Moskowskaya. Auf dem Hinweg nahmen wir die Marschrutki und zahlten zusammen 240 Rubel (60 Rubel pro Person und pro Gepäckstück). Auf dem Rückweg entschieden wir uns für das Taxi - die grünen Skodas haben einen Economy Preis und wir zahlten vom Hotel am Newsky Prospekt bis zum Terminal 660 Rubel (umgerechnet rund 8€) - nicht wesentlich teurer, dafür wesentlich komfortabler, zumal man für die U-Bahnfahrt zu Moskowskaya auch schon 60 Rubel pro Person gezahlt hätte. Wir haben uns das Taxi einfach von der Leiterin unseres Hostels rufen lassen, das lief reibungslos.
Landung
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Die Landung ging relativ reibungslos. Die Wege sind relativ kurz (auch wenn wir mal wieder mit dem Bus vom Flieger in den Flughafen gebracht werden mussten (was ich ja immer relativ nervig finde). Wir kamen rasch durch die Passkontrolle (Achtung, bei der Reiseplanung das Visum nicht vergessen!) und auch das Gepäck war schon auf dem Band, als wir dort ankamen. Etwas verwirrend war die Beschilderung, nach ein bisschen Suchen waren wir dann doch relativ schnell beim Bus und etwa 25 Minuten später in der Stadt (der Kauf der U-Bahn-Tickets ist dann wieder eine andere Geschichte).
Start
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Die Wege sind auch hier relativ kurz. Wir haben unser Gate relativ schnell gefunden auch der Check-in ging verhältnismäßig schnell, das Personal verhältnismäßig freundlich und selbst am Security Check habe ich mich eher entspannt gefühlt.
Zunächst einmal ist das Angebot an Essen (u.a. Mc Donalds und Burger King zum Normalpreis) recht gut. Alles ist auch relativ sauber und wirkt nicht allzu sehr wie Jahrzehnte alt.
Nun aber begann das Chaos. Wir waren 3 Stunden vorher da, für unsere Verhältnisse also relativ früh, das lag wohl am Taxi. Und in diesen 3 Stunden fand dann ein munteres "Gate-Wechsel-Spielchen" statt, so ziemlich jedes Gate wurde getauscht. Und meistens wurde das Ganze auf russisch und englisch angesagt, nur für unseren Flug nach Moskau war das nie der Fall (insgesamt 3x gings durch den Flughafen und zwischendurch waren wir dann wieder am Anfangsgate). Beim ersten Mal habe ich es nur mitbekommen, weil plötzlich alles aufgesprungen war (mit dem Russisch habe ich es eben noch nicht so).
Fazit
^^^^
An sich war der Flughafen nicht soooo schlecht. Die Tauscherei beruhte vermutlich auf den Temperaturen. Trotzdem hat das wirklich extrem genervt - nicht nur, weil für uns die Ansagen nur auf Russisch kamen, sondern auch, weil wir am Ende auch noch 1 Stunde Verspätung hatten - unseren Anschlussflug bekamen wir dann nur noch im Sprint.
Mehr als 3 Sterne kann ich daher kaum geben.
In diesem Sinne
Eure Anke
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