Hallo Leute!
An kaum einem Ort ist Istanbul so quirlig wie in der Istiklal Caddesi - vor allem Abends ist diese Straße zwischen Taksim und Tünel-Platz nicht nur belebt, sondern auch wahnsinnig bunt.
Istiklal Caddesi
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Die Straße führt vom Taksim-Platz hinunter in Richtung Tünel-Platz und verläuft dabei als Fussgängerzone vorbei am Galatasay-Platz. Sie ist auf ihrer gesamten Länge von 3 km eine Fussgängerzone.
Geschichte
^^^^^^^^^^
Vor dem Ende des Kaiserreichs und der Ausrufung der Republik residierten hier in der damals noch Grand Rue de Pera genannten Straße die europäischen Botschaften. Entsprechend repräsentativ sind noch heute einige der Gebäude aus dem Jugendstil.
Schon damals verlief hier die historische Straßenbahn (T2), die heute wieder mit ihren alten Wagen zwischen Tünel und Taksim verkehrt und heute sich vor allem abends durch die Menschenmassen schiebt. Die Museumsbahn hat keinen regelmäßigen Fahrplan. Der Preis für die Fahrt liegt bei 1,75 TLR und wird direkt von der Istanbulkart abgebucht, die wir für die Öffentlichen in Istanbul hatten. Der Trip ist witzig, die Bahn ist allerdings extrem voll, weshalb wir für den Rückweg dann doch lieber den Fussweg in Kauf nahmen.
Unser Eindruck
^^^^^^^^^^
Tagsüber ist die Straße eine ganz normale Einkaufsstraße, in der man hauptsächlich westliche Marken angesiedelt hat. Nachts fühlt man sich aufgrund der bunten Beleuchtung ein bisschen an einen amerikanischen Weihnachtsmarkt erinnert. Hier brummt das Nachtleben - laute Musik dröhnt aus den Clubs. Das ist ja nicht gerade unser Fall, aber alleine mal zu schauen und die Atmosphäre zu erleben ist schon spannend - den Schmelztiegel der Kulturen.
Aber auf der Straße ist auch tagsüber viel los. Auf der gut 3 km langen Fussgängerzone fühlt man sich ein bisschen wie auf der Frankfurter Zeil. Kaum eine der großen Marken fehlt hier - aber wir waren ja zum Gucken da und nicht zum Shoppen (vielleicht das nächste mal).
Fazit
^^^^^^^^^^^
Die Istiklal Caddesi ist sicherlich ein Zentrum des modernen Istanbul und im Kontrapunkt dazu fährt hier eine gut 80 Jahre alte Straßenbahn mitten durch die Massen, ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Mein absoluter Tipp ist das Ara-Café, das in der Nähe des Galatasaray Platzes in einer Seitengasse liegt - sehr gemütlich und extrem guter Kaffee!
Wenn man die Zeit dazu hat, sollte man die Istiklal Caddesi nicht auslassen.
Von mir gibt es klare 5 Sterne!
In diesem Sinne
Eure Anke
Posts mit dem Label Türkei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Türkei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 29. Juli 2015
[Türkei] Istanbul für Fortgeschrittene
Hallo Leute!
Istanbul gehört für mich zu den Städten, die man einmal im Leben gesehen haben muss... Ich war da, begleitet vom Lonely Planet Reiseführer...
Lonely Planet Reiseführer Istanbul
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^^^^^
Autorin: Virginia Maxwell
Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829723725
Preis: 17,99€
Inhalt
^^^^^^^^^^
Wie alle Lonely Planet Reiseführer ist auch dieser sehr auf Individual-Reisende ausgelegt und im Vergleich zu anderen Reiseführern stärker Textorientiert.
Man erfährt aber ausnahmslos alles, was man für einen erfolgreichen Trip braucht, von der Planung, den möglichen Routen von den Flughäfen in die Stadt (und das ist gerade von Sabiha Gökcen gar nicht so einfach), zur Suche des optimalen Hotels und den Restaurants und natürlich auch zu allen Highlights, die man nicht verpassen sollte.
Besonders gefallen mir die 3D-Modelle der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und den Highlights. Die liefern vor allem für die großen Moscheen und für den Basar einen tollen Überblick.
Besonders schön dabei ist, dass man etwas zu allen Preisklassen findet - vom Schlafsaalbett bis zum 5 Sterne - Luxustempel vom Imbiss bis zum Nobelrestaurant.
Daneben erfährt man auch sehr viel über die Kultur und die Geschichte der Türkei und im speziellen von Istanbul - von den Tees, die man hier überall bekommt bis hin zu den Traditionen des Islam, vor allem erfährt man aber auch alles über die bewegte Geschichte und die Wandlung des christlichen Konstantinopel zum islamischen Istanbul, dem Nabel der muslimischen Welt mit dem Sitz des Sultans.
Auch spannende Themen werden ausführlich besprochen, die einem in Istanbul begegnen können - zum Beispiel der Gang in den Hamam, mit dem man als Europäer ja erstmal nicht allzu viel anfangen kann...
Fazit
^^^^^^^^^^^
Umfassend in den Urlaub, das gehört für mich 100% dazu - und dabei kann man sich auf Lonely Planet wunderbar verlassen. Schön übersichtlich präsentiert, erfährt man alles, was für die Reise nötig ist - von der Anreise bis zur Sightseeingtour, von der Hotelsuche bis zur richtigen Cocktailbar. Und dabei findet man hier etwas für jeden Geldbeutel - vom Rucksacktouristen bis zum Nobelreisenden und alles dazwischen.
In diesem schönen und kompakten Reiseführer findet man alles zur Kultur und zum Leben in Istanbul genauso wie zu allen Sehenswürdigkeiten, auch über die, die vielleicht fernab der normalen Touriströme liegen. Er ist sehr ausführlich recherchiert und (2015 erschienen) natürlich sehr aktuell, vor allem bezüglich Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Hach, ich hab richtig Lust, gleich nochmal loszufliegen und die quirlige Metropole mit diesem Reiseführer weiter entdecken... Kommt wer mit?
In diesem Sinne
Eure Anke
Istanbul gehört für mich zu den Städten, die man einmal im Leben gesehen haben muss... Ich war da, begleitet vom Lonely Planet Reiseführer...
Lonely Planet Reiseführer Istanbul
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^^^^^
Autorin: Virginia Maxwell
Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829723725
Preis: 17,99€
Inhalt
^^^^^^^^^^
Wie alle Lonely Planet Reiseführer ist auch dieser sehr auf Individual-Reisende ausgelegt und im Vergleich zu anderen Reiseführern stärker Textorientiert.
Man erfährt aber ausnahmslos alles, was man für einen erfolgreichen Trip braucht, von der Planung, den möglichen Routen von den Flughäfen in die Stadt (und das ist gerade von Sabiha Gökcen gar nicht so einfach), zur Suche des optimalen Hotels und den Restaurants und natürlich auch zu allen Highlights, die man nicht verpassen sollte.
Besonders gefallen mir die 3D-Modelle der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und den Highlights. Die liefern vor allem für die großen Moscheen und für den Basar einen tollen Überblick.
Besonders schön dabei ist, dass man etwas zu allen Preisklassen findet - vom Schlafsaalbett bis zum 5 Sterne - Luxustempel vom Imbiss bis zum Nobelrestaurant.
Daneben erfährt man auch sehr viel über die Kultur und die Geschichte der Türkei und im speziellen von Istanbul - von den Tees, die man hier überall bekommt bis hin zu den Traditionen des Islam, vor allem erfährt man aber auch alles über die bewegte Geschichte und die Wandlung des christlichen Konstantinopel zum islamischen Istanbul, dem Nabel der muslimischen Welt mit dem Sitz des Sultans.
Auch spannende Themen werden ausführlich besprochen, die einem in Istanbul begegnen können - zum Beispiel der Gang in den Hamam, mit dem man als Europäer ja erstmal nicht allzu viel anfangen kann...
Fazit
^^^^^^^^^^^
Umfassend in den Urlaub, das gehört für mich 100% dazu - und dabei kann man sich auf Lonely Planet wunderbar verlassen. Schön übersichtlich präsentiert, erfährt man alles, was für die Reise nötig ist - von der Anreise bis zur Sightseeingtour, von der Hotelsuche bis zur richtigen Cocktailbar. Und dabei findet man hier etwas für jeden Geldbeutel - vom Rucksacktouristen bis zum Nobelreisenden und alles dazwischen.
In diesem schönen und kompakten Reiseführer findet man alles zur Kultur und zum Leben in Istanbul genauso wie zu allen Sehenswürdigkeiten, auch über die, die vielleicht fernab der normalen Touriströme liegen. Er ist sehr ausführlich recherchiert und (2015 erschienen) natürlich sehr aktuell, vor allem bezüglich Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Hach, ich hab richtig Lust, gleich nochmal loszufliegen und die quirlige Metropole mit diesem Reiseführer weiter entdecken... Kommt wer mit?
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 27. Juli 2015
[Türkei] Zentrum
Hallo Leute!
Der Sultanahmet Platz ist eines, wenn nicht sogar das touristische Zentrum der Stadt. Steht man auf der Mitte des Platzes, sieht man immerhin die blaue Moschee auf der einen, die Haggia Sofia auf der anderen Seite. Auf der Rückseite kommt man zum berühmten Topkapi Palast und mitten darauf liegen die Überreste des Hippodroms, das schon zu Zeiten Konstantinopels bestand.
Sultanahmet Square
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^
Der Platz ist kaum zu übersehen. Er liegt oberhalb des goldenen Horns, begrenzt von der Haggia Sofia auf der einen und der Blauen Moschee (die man ja auch Sultanahmet Moschee nennt) auf der anderen Seite. Wir kamen mit der Tram 1 von Eminönü aus (Station Sultanahmet).
Architektur
^^^^^^^^^^^
Der Platz zwischen den beiden berühmten Moscheen bzw. zwischen der berühmten Moschee und dem Museum (ehemals Moschee, ehemals Kirche) zeichnet sich durch eine recht moderne Platzarchitektur aus. Im Zentrum steht ein großer Springbrunnen, auf dem Platz rund herum stehen zahlreiche Bänke, kleine Palmen sind gepflanzt, genauso wie Blumen. Und das Gras wirkt hier ein bisschen grüner wie im Rest der Stadt.
Sauberkeit
^^^^^^^^^^^
Der Platz ist ein echtes Aushängeschild der Stadt und das merkt man auch. Trotz der unzähligen Touristen, die jeden Tag hier zwischen Haggia Sofia und Blauer Moschee hin und herlaufen, ist der Platz dank der Müllmänner, die hier den ganzen Tag am Sammeln und Saubermachen sind, super sauber. Einzig ein paar Straßenhunde lassen sich nicht vertreiben und dösen in der Sonne und lassen sich auch nicht von Touris vertreiben.
Sehenswertes rundherum
^^^^^^^^^^
Der Sultanahmet Platz ist im Prinzip der perfekte Ausgangspunkt für Touristische Erkundungen. Neben der Haggia Sofia und der blauen Moschee ist auch der große Basar, die Basilika Zisterne und der Gülhane-Park fussläufig gut erreichbar. Und der Topkapi-Palast liegt hinter dem Platz.
Spannendes gibt es auch am Rande des begrünten Parks, darunter ein Brunnenhaus, das man als "Deutschen Brunnen" bezeichnet und das Hippodrom, ein Überrest aus römischen Zeiten, das durch große Obelisken begrenzt wird.
Fazit
^^^^^^^^^^
Der Platz ist derartig umgeben mit Sehenswertem, dass man ihn fast als Zentrum des Touristischen Istanbuls bezeichnen kann. Wir sind beinahe jeden Tag hier gewesen.
Aber es lohnt sich nicht nur wegen der gigantischen Moscheegebäude. Auch eine kleine Entdeckungstour auf und am Rande des Platzes zeigt viele schöne Orte, etwa die Obelisken am Hippodrom, von dem man sonst heute nur noch wenig erkennt.
Wie oft wird der Sultan mit einer Prozession vom Palast zu seiner Moschee über diesen Platz gekommen sein?
Mein Liebling ist allerdings der Straßenhund, der sich nahe des Springbrunnens langgelegt hat und sich von der Fotografenschlange gar nicht hat stören lassen. In den habe ich mich ein bisschen verliebt - und er sich in mich, ich habe ihm nämlich das Wasser aus meiner Flasche spendiert...
In diesem Sinne
Eure Anke
Der Sultanahmet Platz ist eines, wenn nicht sogar das touristische Zentrum der Stadt. Steht man auf der Mitte des Platzes, sieht man immerhin die blaue Moschee auf der einen, die Haggia Sofia auf der anderen Seite. Auf der Rückseite kommt man zum berühmten Topkapi Palast und mitten darauf liegen die Überreste des Hippodroms, das schon zu Zeiten Konstantinopels bestand.
Sultanahmet Square
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^
Der Platz ist kaum zu übersehen. Er liegt oberhalb des goldenen Horns, begrenzt von der Haggia Sofia auf der einen und der Blauen Moschee (die man ja auch Sultanahmet Moschee nennt) auf der anderen Seite. Wir kamen mit der Tram 1 von Eminönü aus (Station Sultanahmet).
Architektur
^^^^^^^^^^^
Der Platz zwischen den beiden berühmten Moscheen bzw. zwischen der berühmten Moschee und dem Museum (ehemals Moschee, ehemals Kirche) zeichnet sich durch eine recht moderne Platzarchitektur aus. Im Zentrum steht ein großer Springbrunnen, auf dem Platz rund herum stehen zahlreiche Bänke, kleine Palmen sind gepflanzt, genauso wie Blumen. Und das Gras wirkt hier ein bisschen grüner wie im Rest der Stadt.
Sauberkeit
| Haggia Sofia |
Der Platz ist ein echtes Aushängeschild der Stadt und das merkt man auch. Trotz der unzähligen Touristen, die jeden Tag hier zwischen Haggia Sofia und Blauer Moschee hin und herlaufen, ist der Platz dank der Müllmänner, die hier den ganzen Tag am Sammeln und Saubermachen sind, super sauber. Einzig ein paar Straßenhunde lassen sich nicht vertreiben und dösen in der Sonne und lassen sich auch nicht von Touris vertreiben.
Sehenswertes rundherum
^^^^^^^^^^
Der Sultanahmet Platz ist im Prinzip der perfekte Ausgangspunkt für Touristische Erkundungen. Neben der Haggia Sofia und der blauen Moschee ist auch der große Basar, die Basilika Zisterne und der Gülhane-Park fussläufig gut erreichbar. Und der Topkapi-Palast liegt hinter dem Platz.
Spannendes gibt es auch am Rande des begrünten Parks, darunter ein Brunnenhaus, das man als "Deutschen Brunnen" bezeichnet und das Hippodrom, ein Überrest aus römischen Zeiten, das durch große Obelisken begrenzt wird.
| Hippodrom |
Fazit
^^^^^^^^^^
Der Platz ist derartig umgeben mit Sehenswertem, dass man ihn fast als Zentrum des Touristischen Istanbuls bezeichnen kann. Wir sind beinahe jeden Tag hier gewesen.
Aber es lohnt sich nicht nur wegen der gigantischen Moscheegebäude. Auch eine kleine Entdeckungstour auf und am Rande des Platzes zeigt viele schöne Orte, etwa die Obelisken am Hippodrom, von dem man sonst heute nur noch wenig erkennt.
Wie oft wird der Sultan mit einer Prozession vom Palast zu seiner Moschee über diesen Platz gekommen sein?
Mein Liebling ist allerdings der Straßenhund, der sich nahe des Springbrunnens langgelegt hat und sich von der Fotografenschlange gar nicht hat stören lassen. In den habe ich mich ein bisschen verliebt - und er sich in mich, ich habe ihm nämlich das Wasser aus meiner Flasche spendiert...
In diesem Sinne
Eure Anke
Freitag, 7. November 2014
[Rezension] 100% Istanbul erleben
Hallo Leute!
Wer kennt das nicht: Man macht eine Städtereise und will 100% erleben. Dieser kleine Stadtführer war dabei eine Hilfe, als wir unseren Trip nach Istanbul machten...
100% Cityguide Istanbul
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^^^^^^^^^
Autor: Birgit Ingen Housz
Verlag: mo media
ISBN: 978-3-943502-77-0
Preis: 12,99€
Inhalt
^^^^^^^^^^^^^^
Das "Paket" beinhaltet nicht nur das Buch. Außerdem kann man sich noch eine App aufs Smartphone laden, die große Teile des Inhaltes ebenfalls wiedergibt. Man kann sich diese über die 100% App mittels Code aufs Smartphone laden. Das ganze funktioniert - was im Ausland ja besonders wichtig ist - auch offline.
Innerhalb der App kann man einmal nach Stadtteil suchen (was also so gerade in der Nähe ist) oder nach Kategorie (Hotel, Sehenswürdigkeiten, Essen usw.). Die angebotenen Lokale sind dabei zwar nicht allzu zahlreich, dafür aber ganz gut. Und je übersichtlicher das Angebot, umso leichter fällt ja eine Entscheidung. Ganz nett ist dabei auch, dass man sich die Einzelnen Dinge aus der App auf der Karte anzeigen lassen und aus der App heraus gleich beim Lokal oder Hotel anrufen kann.
Das Buch ist dann ein klassischer Stadtführer. Zunächst werden 6 Spaziergänge vorgestellt - vom Basarviertel und Sultanahmet (der Klassiker also) bis zu einem Rundgang im Asiatischen Istanbul ist alles dabei. Entlang dieser 6 Spaziergänge werden dann die unterschiedlichen Restaurants und Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Zu jedem gibt es eine Karte. Ganz schön finde ich dabei, dass nicht nur die Dinge anhand von Nummern in der Karte zu erkennen sind. Dank des Farbcodes erkennt man sogar, ob es sich um ein Hotel, ein Restaurant oder eine Sehenswürdigkeit handelt.
Hotels werden in einem Extrakapitel vorgestellt, genauso wie Clubs und Bars für Abends.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Es handelt sich um einen netten, sehr modernen Stadtführer, sehr informativ und vor allem sehr geordnet. Mir gefällt das Konzept, dass man die Dinge anhand von Spaziergängen vorstellt, so verpasst man auch nichts entlang des Weges und kann sogar schonmal groß die Mittagspause im Restaurant X einplanen. Was ein bisschen schade ist, die Spaziergänge tauchen leider in der App dann nicht mehr auf.
Ansonsten hat man alles, was man als Durchschnittsreisender für Istanbul so braucht. Die Infos sind nicht zu ausführlich, aber auch nicht zu knapp und vor allem werden auch "normale" Restaurants vorgestellt, die nicht zu abgehoben sind. Bilder sind viele vorhanden. Insgesamt macht der Stadtführer einen wirklich schönen Eindruck.
In diesem Sinne
Eure Anke
Wer kennt das nicht: Man macht eine Städtereise und will 100% erleben. Dieser kleine Stadtführer war dabei eine Hilfe, als wir unseren Trip nach Istanbul machten...
100% Cityguide Istanbul
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^^^^^^^^^
Autor: Birgit Ingen Housz
Verlag: mo media
ISBN: 978-3-943502-77-0
Preis: 12,99€
Inhalt
^^^^^^^^^^^^^^
Das "Paket" beinhaltet nicht nur das Buch. Außerdem kann man sich noch eine App aufs Smartphone laden, die große Teile des Inhaltes ebenfalls wiedergibt. Man kann sich diese über die 100% App mittels Code aufs Smartphone laden. Das ganze funktioniert - was im Ausland ja besonders wichtig ist - auch offline.
Innerhalb der App kann man einmal nach Stadtteil suchen (was also so gerade in der Nähe ist) oder nach Kategorie (Hotel, Sehenswürdigkeiten, Essen usw.). Die angebotenen Lokale sind dabei zwar nicht allzu zahlreich, dafür aber ganz gut. Und je übersichtlicher das Angebot, umso leichter fällt ja eine Entscheidung. Ganz nett ist dabei auch, dass man sich die Einzelnen Dinge aus der App auf der Karte anzeigen lassen und aus der App heraus gleich beim Lokal oder Hotel anrufen kann.
Das Buch ist dann ein klassischer Stadtführer. Zunächst werden 6 Spaziergänge vorgestellt - vom Basarviertel und Sultanahmet (der Klassiker also) bis zu einem Rundgang im Asiatischen Istanbul ist alles dabei. Entlang dieser 6 Spaziergänge werden dann die unterschiedlichen Restaurants und Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Zu jedem gibt es eine Karte. Ganz schön finde ich dabei, dass nicht nur die Dinge anhand von Nummern in der Karte zu erkennen sind. Dank des Farbcodes erkennt man sogar, ob es sich um ein Hotel, ein Restaurant oder eine Sehenswürdigkeit handelt.
Hotels werden in einem Extrakapitel vorgestellt, genauso wie Clubs und Bars für Abends.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Es handelt sich um einen netten, sehr modernen Stadtführer, sehr informativ und vor allem sehr geordnet. Mir gefällt das Konzept, dass man die Dinge anhand von Spaziergängen vorstellt, so verpasst man auch nichts entlang des Weges und kann sogar schonmal groß die Mittagspause im Restaurant X einplanen. Was ein bisschen schade ist, die Spaziergänge tauchen leider in der App dann nicht mehr auf.
Ansonsten hat man alles, was man als Durchschnittsreisender für Istanbul so braucht. Die Infos sind nicht zu ausführlich, aber auch nicht zu knapp und vor allem werden auch "normale" Restaurants vorgestellt, die nicht zu abgehoben sind. Bilder sind viele vorhanden. Insgesamt macht der Stadtführer einen wirklich schönen Eindruck.
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 7. Juli 2014
Citytrip Istanbul (15): Drum komme immer früh
Hallo Leute!
Ein absolutes Highlight einer jeden Istanbulreise kann der Topkapi-Palast sein. Aber nur, wenn man wirklich früh kommt...
Topkapi-Palast
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Der Palast liegt über dem Bosporus direkt am goldenen Horn. Der Haupteingang liegt hinter der Hagia Sophia. Vom Sultan-Ahmed-Square geht man einfach um das Museum und dann sieht man schon die Busse, die sich dort quasi stapeln. Dahinter kommt man dann in einen Park und dann immer geradeaus zu den Kassen und zum Eingang.
Am Eingang muss man sich auf eine Gepäckkontrolle gefasst machen (allerdings darf man Getränke mitnehmen.
Eintrittspreise und Öffnungszeiten
^^^^^^^^^^
Die Öffnungszeiten sind von 9 bis 16 Uhr. Man sollte am besten morgens schon gegen 9 Uhr kommen. Wir waren 10 nach 9 da und standen nur etwa 15 Minuten in der Schlange, als wir um 13 Uhr gingen war die Schlange schon etwa 250 m lang.
Für den Palast zahlten wir 30 TLR und für den Harem nochmal 15 TLR extra.
Geschichte
^^^^^^^^^^^
Der Topkapi-Palast (auch Kanonentorpalast genannt) war Wohn- und Regierungssitz der türkischen Sultane. Der erste Bau wurde schon 1453 in Auftrag gegeben und bis 1856 der Palast, bis der Sultan in den Dolmabace Balast umzog.
Was gibts zu sehen
^^^^^^^^^^^^
A. Harem
Der Eingang zum Harem liegt im 2. Hof. Wir begonnen dort, weil sich der Ansturm schon anbahnte. Hier kommt man durch den Hof der Eunuchen, die die bis zu 500 Haremsdamen betreuten und bewachten, durch die Gemächer der Damen bis hin zu den Gemächern des Sultans und der Favoritinnen, die sich besonders um den Sultan kümmern durften. Auch ins Gemach der Sultanmutter kommt man (die den Harem quasi leitet). Allerdings scheint der ganze Harem seinen Glanz verloren zu haben, ich habe mir jedenfalls mehr davon versprochen als ein paar geflieste Räume und ein paar Zimmerbrunnen.
B. Thronsaal
Der Thronsaal liegt mitten im Hof. Hier wurden hohe Besucher empfangen, meist vom Großvesir, da der Sultan nicht mit Nicht-Moslems sprach. Auch gab es hier einen Zimmerbrunnen, damit man nicht so leicht mithören konnte. Hier sieht man schon etwas mehr an Glanz.
C. Museum
In einer ehemaligen Moschee gibt es Muslimische Reliquien zu sehen, darunter ein Stück Bart des Propheten Mohammed, zahlreiche Schwerter von ihm und vieles mehr.
D. Parkanlagen
În den Parkanlagen gibt es zahlreiche Pavillions und Brunnen, die etwa fürs Frühstück da waren. Von hier aus hat man dann auch einen traumhaften Blick zum Marama Meer.
E. Schatzkammer
Ehrlicherweise muss man sagen, dass ich von der Schatzkammer aufgrund der immer größer werdenden Massen nicht mehr viel mitbekommen habe, da man da dann leider nur noch durchgeschoben wurde. Unter anderem werden hier prunkvolle Möbelstücke und Schmuck ausgestellt.
F. Diwan
Hier traten die Minister zusammen. Der Saal ist sehr prunkvoll ausgestattet mit Ornamenten und Blattgold.
G. Rüstkammer
Hier wurden Schwerter und Waffen ausgestellt, die teils aus Eroberungsfeldzügen stammen.
H. Küche
Die Sammlung alter Küchengeräte war bei unserem Besuch leider geschlossen.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Der Topkapi-Palast ist genauso berühmt wie sehenswert. Leider wissen das auch die anderen Besucher in Istanbul, weshalb es in vielen der einzelnen Museen ein reines Geschiebe ist und man bekommt nicht viel mit von den Museen. Das ist wirklich schade, zumal man viel Geld dafür ausgibt. Von der Atmosphäre bekommt man leider nur wenig mit.
Gerade in der Reliquienkammer und in der Schatzkammer hätte ich wirklich gerne mehr Zeit verbracht.
Ich war insgesamt echt enttäuscht. Klar gibt es einige tolle Pavillions mit Blattgoldausstattung, gerade der Diwan war schon klasse, aber den Harem zum Beispiel fand ich tierisch langweilig.
Sicherlich sollte man sich den Topkapi-Palast anschauen, wenn man nach Istanbul kommt, man sollte aber wirklich früh kommen, um überhaupt etwas von dem Besuch haben zu können.
In diesem Sinne
Eure Anke
Ein absolutes Highlight einer jeden Istanbulreise kann der Topkapi-Palast sein. Aber nur, wenn man wirklich früh kommt...
Topkapi-Palast
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Der Palast liegt über dem Bosporus direkt am goldenen Horn. Der Haupteingang liegt hinter der Hagia Sophia. Vom Sultan-Ahmed-Square geht man einfach um das Museum und dann sieht man schon die Busse, die sich dort quasi stapeln. Dahinter kommt man dann in einen Park und dann immer geradeaus zu den Kassen und zum Eingang.
Am Eingang muss man sich auf eine Gepäckkontrolle gefasst machen (allerdings darf man Getränke mitnehmen.
Eintrittspreise und Öffnungszeiten
^^^^^^^^^^
Die Öffnungszeiten sind von 9 bis 16 Uhr. Man sollte am besten morgens schon gegen 9 Uhr kommen. Wir waren 10 nach 9 da und standen nur etwa 15 Minuten in der Schlange, als wir um 13 Uhr gingen war die Schlange schon etwa 250 m lang.
Für den Palast zahlten wir 30 TLR und für den Harem nochmal 15 TLR extra.
Geschichte
^^^^^^^^^^^
Der Topkapi-Palast (auch Kanonentorpalast genannt) war Wohn- und Regierungssitz der türkischen Sultane. Der erste Bau wurde schon 1453 in Auftrag gegeben und bis 1856 der Palast, bis der Sultan in den Dolmabace Balast umzog.
Was gibts zu sehen
^^^^^^^^^^^^
A. Harem
Der Eingang zum Harem liegt im 2. Hof. Wir begonnen dort, weil sich der Ansturm schon anbahnte. Hier kommt man durch den Hof der Eunuchen, die die bis zu 500 Haremsdamen betreuten und bewachten, durch die Gemächer der Damen bis hin zu den Gemächern des Sultans und der Favoritinnen, die sich besonders um den Sultan kümmern durften. Auch ins Gemach der Sultanmutter kommt man (die den Harem quasi leitet). Allerdings scheint der ganze Harem seinen Glanz verloren zu haben, ich habe mir jedenfalls mehr davon versprochen als ein paar geflieste Räume und ein paar Zimmerbrunnen.
B. Thronsaal
Der Thronsaal liegt mitten im Hof. Hier wurden hohe Besucher empfangen, meist vom Großvesir, da der Sultan nicht mit Nicht-Moslems sprach. Auch gab es hier einen Zimmerbrunnen, damit man nicht so leicht mithören konnte. Hier sieht man schon etwas mehr an Glanz.
C. Museum
In einer ehemaligen Moschee gibt es Muslimische Reliquien zu sehen, darunter ein Stück Bart des Propheten Mohammed, zahlreiche Schwerter von ihm und vieles mehr.
D. Parkanlagen
În den Parkanlagen gibt es zahlreiche Pavillions und Brunnen, die etwa fürs Frühstück da waren. Von hier aus hat man dann auch einen traumhaften Blick zum Marama Meer.
E. Schatzkammer
Ehrlicherweise muss man sagen, dass ich von der Schatzkammer aufgrund der immer größer werdenden Massen nicht mehr viel mitbekommen habe, da man da dann leider nur noch durchgeschoben wurde. Unter anderem werden hier prunkvolle Möbelstücke und Schmuck ausgestellt.
F. Diwan
Hier traten die Minister zusammen. Der Saal ist sehr prunkvoll ausgestattet mit Ornamenten und Blattgold.
G. Rüstkammer
Hier wurden Schwerter und Waffen ausgestellt, die teils aus Eroberungsfeldzügen stammen.
H. Küche
Die Sammlung alter Küchengeräte war bei unserem Besuch leider geschlossen.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Der Topkapi-Palast ist genauso berühmt wie sehenswert. Leider wissen das auch die anderen Besucher in Istanbul, weshalb es in vielen der einzelnen Museen ein reines Geschiebe ist und man bekommt nicht viel mit von den Museen. Das ist wirklich schade, zumal man viel Geld dafür ausgibt. Von der Atmosphäre bekommt man leider nur wenig mit.
Gerade in der Reliquienkammer und in der Schatzkammer hätte ich wirklich gerne mehr Zeit verbracht.
Ich war insgesamt echt enttäuscht. Klar gibt es einige tolle Pavillions mit Blattgoldausstattung, gerade der Diwan war schon klasse, aber den Harem zum Beispiel fand ich tierisch langweilig.
Sicherlich sollte man sich den Topkapi-Palast anschauen, wenn man nach Istanbul kommt, man sollte aber wirklich früh kommen, um überhaupt etwas von dem Besuch haben zu können.
In diesem Sinne
Eure Anke
Samstag, 5. Juli 2014
Citytrip Istanbul (14): Noch ne Moschee - aber die ruhigste
Hallo Leute!
Istanbul habe ich als eine extrem quirrlige Stadt kennengelernt. Nur bei einer Moschee muss man sagen, dass es hier doch recht ruhig zuging. Und ausgerechnet bei dieser Moschee sagte der Reiseführer "die schönste der Stadt".
Süleymaniye Moschee
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^^^
Die Moschee ist von der blauen Moschee aus gesehen auf der anderen Seite des großen Basars. Wir sind von dort aus gelaufen. Sie liegt etwas unauffällig und ist eigentlich nur über engere Gassen erreichbar. Dorthin gelangt man - wie eigentlich überallhin mit dem T1.
Geschichte
^^^^^^^^^^^^^^
Wie eigentlich alle größeren Moscheen in Istanbul wollte hier mal wieder ein Sultan seine Handschrift am Stadtbild hinterlassen. Diesmal war es Sultan Süleyman der Prächtige, der 1550 den Auftrag gab. Und bereits 1557 war die Moschee fertiggestellt.
Sie hat - im Vergleich zur blauen Moschee "nur" 4 Minarette (2 große und 2 kleine), steht ihr rein äußerlich an Pracht allerdings in nicht allzu viel nach.
Architektur
^^^^^^^^^^^^^^
Die Hauptkuppel hat mit einer Höhe von 53 m und einem Durchmesser von 27 m ähnliche Ausmaße, wie die im Gebetsraum der Sultan-Ahmed-Moschee. Auch sonst steht die Moschee der Istanbuler Hauptmoschee eigentlich in nichts nach.
Der Innenraum ist eher rötlich gestaltet, im Vergleich zur blauen Moschee. Interessanterweise sind aufgrund der Akkustik mehrere Tongefäße eingebaut.
Unser Besuch
^^^^^^^^^^^^^^
Eines vorweg: Zu Gebetszeiten wird die Moschee für Besucher gesperrt - verständlich wie ich finde. Auch ist es für Frauen immer angenehmer, wenn man einen breiten Schal oder ähnliches dabei hat, weil man auch hier in der Moschee Kopftuch tragen und angemessene Kleidung tragen muss. Nicht dass das wer falsch versteht, ich finde das durchaus in Ordnung, wird ja in christlichen Kirchen auch so gemacht. Jedenfalls kann man sich auch Kopftücher leihen, was aber bei Temperaturen um die 30 Grad nicht so toll ist, da man nicht weiß, wer da vorher reingeschwitzt hat.
So, nun zu unserem Besuch:
Ich war zunächst einmal überrascht. Liegt die Sultan-Ahmed-Moschee auf einem weiten, großen Platz, erahnt man die Dimensionen der Moschee erst, wenn man in den Hof kommt und direkt davor steht. Mir jedenfalls kam sie mir nicht bedeutend kleiner vor wie Sultan-Ahmed.
Was aber besonders angenehm ist - hier ist es wesentlich ruhiger. Hier hat man Platz. Natürlich muss man auch hier am Eingang die Schuhe ausziehen, da hier aber nicht so viel los war, war der Gestank wesentlich geringer.
Der reich ausgestattete Gebetsraum ist auch nicht minder prächtig wie der in der Sultan-Ahmed-Moschee. Dominierende Farbe ist wie schon gesagt rot, aber die Ornamentik ist schon wirklich klasse.
Aus dem äußeren Hof hat man übrigens auch einen beeindruckenden Blick über den Bosporus.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Die Süleymaniye Moschee ist für mich ganz klar einen Besuch wert. So sehr mich nämlich Sultan-Ahmed-Moschee äußerlich beeindruckt hat, aufgrund des großen, Brunnen besetzten Platzes davor, umso mehr haben mich die Massen im Innenraum, der bestialische Gestank nach Fussschweiß und die Lautstärke abgeschreckt.
Die Süleymaniye Moschee ist weniger bekannt und liegt weiter ab vom Zentrum und ist dadurch natürlich weniger bekannt. Auch ist das Äußere nicht schon von weitem zu sehen wenn auch ähnlich wie die Sultan-Ahmed-Moschee. Die ganze Pracht erkennt man wohl nur, wenn man von der Galatabrücke nach oben schaut. Hier kann man sich mal die Zeit nehmen, zu schauen, hier hat man die Ruhe, Eindrücke zu sammeln und alleine dafür ist die Süleymaniye Moschee fast schon ein Geheimtipp unter den Top-Sehenswürdigkeiten in Istanbul.
In diesem Sinne
Eure Anke
Istanbul habe ich als eine extrem quirrlige Stadt kennengelernt. Nur bei einer Moschee muss man sagen, dass es hier doch recht ruhig zuging. Und ausgerechnet bei dieser Moschee sagte der Reiseführer "die schönste der Stadt".
Süleymaniye Moschee
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^^^
Die Moschee ist von der blauen Moschee aus gesehen auf der anderen Seite des großen Basars. Wir sind von dort aus gelaufen. Sie liegt etwas unauffällig und ist eigentlich nur über engere Gassen erreichbar. Dorthin gelangt man - wie eigentlich überallhin mit dem T1.
Geschichte
^^^^^^^^^^^^^^
Wie eigentlich alle größeren Moscheen in Istanbul wollte hier mal wieder ein Sultan seine Handschrift am Stadtbild hinterlassen. Diesmal war es Sultan Süleyman der Prächtige, der 1550 den Auftrag gab. Und bereits 1557 war die Moschee fertiggestellt.
Sie hat - im Vergleich zur blauen Moschee "nur" 4 Minarette (2 große und 2 kleine), steht ihr rein äußerlich an Pracht allerdings in nicht allzu viel nach.
Architektur
^^^^^^^^^^^^^^
Die Hauptkuppel hat mit einer Höhe von 53 m und einem Durchmesser von 27 m ähnliche Ausmaße, wie die im Gebetsraum der Sultan-Ahmed-Moschee. Auch sonst steht die Moschee der Istanbuler Hauptmoschee eigentlich in nichts nach.
Der Innenraum ist eher rötlich gestaltet, im Vergleich zur blauen Moschee. Interessanterweise sind aufgrund der Akkustik mehrere Tongefäße eingebaut.
Unser Besuch
^^^^^^^^^^^^^^
Eines vorweg: Zu Gebetszeiten wird die Moschee für Besucher gesperrt - verständlich wie ich finde. Auch ist es für Frauen immer angenehmer, wenn man einen breiten Schal oder ähnliches dabei hat, weil man auch hier in der Moschee Kopftuch tragen und angemessene Kleidung tragen muss. Nicht dass das wer falsch versteht, ich finde das durchaus in Ordnung, wird ja in christlichen Kirchen auch so gemacht. Jedenfalls kann man sich auch Kopftücher leihen, was aber bei Temperaturen um die 30 Grad nicht so toll ist, da man nicht weiß, wer da vorher reingeschwitzt hat.
So, nun zu unserem Besuch:
Ich war zunächst einmal überrascht. Liegt die Sultan-Ahmed-Moschee auf einem weiten, großen Platz, erahnt man die Dimensionen der Moschee erst, wenn man in den Hof kommt und direkt davor steht. Mir jedenfalls kam sie mir nicht bedeutend kleiner vor wie Sultan-Ahmed.
Was aber besonders angenehm ist - hier ist es wesentlich ruhiger. Hier hat man Platz. Natürlich muss man auch hier am Eingang die Schuhe ausziehen, da hier aber nicht so viel los war, war der Gestank wesentlich geringer.
Der reich ausgestattete Gebetsraum ist auch nicht minder prächtig wie der in der Sultan-Ahmed-Moschee. Dominierende Farbe ist wie schon gesagt rot, aber die Ornamentik ist schon wirklich klasse.
Aus dem äußeren Hof hat man übrigens auch einen beeindruckenden Blick über den Bosporus.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Die Süleymaniye Moschee ist für mich ganz klar einen Besuch wert. So sehr mich nämlich Sultan-Ahmed-Moschee äußerlich beeindruckt hat, aufgrund des großen, Brunnen besetzten Platzes davor, umso mehr haben mich die Massen im Innenraum, der bestialische Gestank nach Fussschweiß und die Lautstärke abgeschreckt.
Die Süleymaniye Moschee ist weniger bekannt und liegt weiter ab vom Zentrum und ist dadurch natürlich weniger bekannt. Auch ist das Äußere nicht schon von weitem zu sehen wenn auch ähnlich wie die Sultan-Ahmed-Moschee. Die ganze Pracht erkennt man wohl nur, wenn man von der Galatabrücke nach oben schaut. Hier kann man sich mal die Zeit nehmen, zu schauen, hier hat man die Ruhe, Eindrücke zu sammeln und alleine dafür ist die Süleymaniye Moschee fast schon ein Geheimtipp unter den Top-Sehenswürdigkeiten in Istanbul.
In diesem Sinne
Eure Anke
Dienstag, 1. Juli 2014
Citytrip Istanbul (12): Brücke über das Horn
Hallo Leute!
Eine Sehenswürdigkeit, die wir fast übersehen hätten, obwohl wir in Istanbul an allen 3 Tagen drübergefahren sind, ist die Galatabrücke.
Galatabrücke
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Die Galatabrücke überspannt das goldene Horn und verbindet mit jeweils 4 Spuren pro Seite die Stadtteile Eminönü und Karakoy. In der Mitte liegen weiterhin 2 Straßenbahnschienen der Tramway 1.
Geschichte
^^^^^^^^^^
Die heutige Brücke wurde erst 1992 fertiggestellt und ist eine zweigeschößige Brücke, die in der Mitte hochklappbar ist, um größere Schiffe durchzulassen. Das passiert allerdings meiner Beobachtung nach relativ selten.
Die erste Brücke wurde an gleicher Stelle schon 1845 errichtet. Der Holzbau wurde allerdings schon 1863 durch eine neue Brücke ersetzt. Ab 1912 gab es dann eine Ponton-Brücke, erstmalig in 2 Etagen.
1992 wurde die heutige Brücke auf 114 Säulen im Untergrund verankert.
Architektur
^^^^^^^^^
Die Brücke ist in 2 Etagen gebaut, wobei in der Mitte die untere Etage unterbrochen wird, um Schiffe durchzulassen. Die 114 Säulen halten den Bau stabil.
Oben befinden sich neben Fahrspuren auch auf jeder Seite ein breiter Bürgersteig. In der unteren Etage gibt es zahlreiche verschiedene Restaurants, die um Gäste werben.
Der Bau an sich ist relativ unspektakulär.
Unser Besuch
^^^^^^^^
Wir sind gleich mehrmals über die Brücke gelaufen. Oben stehen zahlreiche Angler, die ihre Angeln ins goldene Horn halten. Einen großen Erfolg konnten wir allerdings nicht beobachten. Spektakulär ist von hier aus vor allem der Ausblick. Auf der vorderen Seite sieht man zu den großen Kreuzfahrtschiffen, die am Bosporus vor Anker liegen. Außerdem hat man gerade bei Sonnenuntergang einen spektakulären Blick auf den Topkapi-Palast, die Neue Moschee und die Hagia Sophia. In der Ferne sieht man auch die Bosporus-Brücke.
Auf der anderen Seite sieht man die Sülemanyie Moschee und die Attatürkbrücke.
Gerade am Abend laden die Restaurants zum Verweilen ein, zumal sie im Vergleich zum Rest der Stadt nur wenig besucht waren. Eine selbstgemachte Limonade (0,5 Liter) kostete umgerechnet 2,50€, was ja jetzt nicht so teuer ist. Gegessen haben wir allerdings schon vorher woanders. Ich denke aber, es wird vielleicht einen Hauch teurer sein im Vergleich zu anderen Stadtvierteln, aber aus europäischer Sicht sind die Preise mehr als gut. Zumal man durch den Ausblick wirklich entschädigt wird.
Toll ist auch ein Fischbrötchenverkäufer auf der Eminönü-Seite. Da haben wir tatsächlich was gegessen und zwar das wohl beste Fischbrötchen, das ich jemals hatte - ganz frisch geangelter und gebratener Fisch - einfach lecker.
Von mir gibt es für die Galatabrücke klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Eine Sehenswürdigkeit, die wir fast übersehen hätten, obwohl wir in Istanbul an allen 3 Tagen drübergefahren sind, ist die Galatabrücke.
Galatabrücke
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Die Galatabrücke überspannt das goldene Horn und verbindet mit jeweils 4 Spuren pro Seite die Stadtteile Eminönü und Karakoy. In der Mitte liegen weiterhin 2 Straßenbahnschienen der Tramway 1.
Geschichte
^^^^^^^^^^
Die heutige Brücke wurde erst 1992 fertiggestellt und ist eine zweigeschößige Brücke, die in der Mitte hochklappbar ist, um größere Schiffe durchzulassen. Das passiert allerdings meiner Beobachtung nach relativ selten.
Die erste Brücke wurde an gleicher Stelle schon 1845 errichtet. Der Holzbau wurde allerdings schon 1863 durch eine neue Brücke ersetzt. Ab 1912 gab es dann eine Ponton-Brücke, erstmalig in 2 Etagen.
1992 wurde die heutige Brücke auf 114 Säulen im Untergrund verankert.
Architektur
^^^^^^^^^
Die Brücke ist in 2 Etagen gebaut, wobei in der Mitte die untere Etage unterbrochen wird, um Schiffe durchzulassen. Die 114 Säulen halten den Bau stabil.
Oben befinden sich neben Fahrspuren auch auf jeder Seite ein breiter Bürgersteig. In der unteren Etage gibt es zahlreiche verschiedene Restaurants, die um Gäste werben.
Der Bau an sich ist relativ unspektakulär.
Unser Besuch
^^^^^^^^
Wir sind gleich mehrmals über die Brücke gelaufen. Oben stehen zahlreiche Angler, die ihre Angeln ins goldene Horn halten. Einen großen Erfolg konnten wir allerdings nicht beobachten. Spektakulär ist von hier aus vor allem der Ausblick. Auf der vorderen Seite sieht man zu den großen Kreuzfahrtschiffen, die am Bosporus vor Anker liegen. Außerdem hat man gerade bei Sonnenuntergang einen spektakulären Blick auf den Topkapi-Palast, die Neue Moschee und die Hagia Sophia. In der Ferne sieht man auch die Bosporus-Brücke.
Auf der anderen Seite sieht man die Sülemanyie Moschee und die Attatürkbrücke.
Gerade am Abend laden die Restaurants zum Verweilen ein, zumal sie im Vergleich zum Rest der Stadt nur wenig besucht waren. Eine selbstgemachte Limonade (0,5 Liter) kostete umgerechnet 2,50€, was ja jetzt nicht so teuer ist. Gegessen haben wir allerdings schon vorher woanders. Ich denke aber, es wird vielleicht einen Hauch teurer sein im Vergleich zu anderen Stadtvierteln, aber aus europäischer Sicht sind die Preise mehr als gut. Zumal man durch den Ausblick wirklich entschädigt wird.
Toll ist auch ein Fischbrötchenverkäufer auf der Eminönü-Seite. Da haben wir tatsächlich was gegessen und zwar das wohl beste Fischbrötchen, das ich jemals hatte - ganz frisch geangelter und gebratener Fisch - einfach lecker.
Von mir gibt es für die Galatabrücke klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 30. Juni 2014
Citytrip Istanbul (11): Ankommen und Abfliegen
Hallo Leute!
Nun irgendwie muss man ja nach Istanbul kommen und wieder weg. Wir entschieden uns für den Flieger. Da es am günstigsten war, nahmen wir einen Jet von Pegasus Airlines und der führte uns an den Sabiha Gökcen Airport, übrigens benannt nach der ersten türkischen Pilotin und der ersten Kampfpilotin überhaupt - Adoptivtochter von Staatsgründer Kemal Atatürk.
Sabiha Gökcen International Airport
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^^^
Der Airport ist auf der asiatischen Seite Istanbuls und ist der kleinere der beiden Flughäfen. Er ist zwar an den reginalen Busverkehr angebunden, am einfachsten jedoch kommt man mit dem Havatas Bus, der direkt beim Eingang abfährt, in die Stadt. Die Fahrt zum Taksim Platz dauert 60 - 120 Minuten, je nach Verkehrsaufkommen auf der Bosporusbrücke.
Größe
^^^^^^^^^^^^^^
Im Vergleich zu anderen Flughäfen, die ich kenne, ist Sabiha Gökcen relativ klein, in etwa vergleichbar mit dem Flughafen von Faro in Portugal. 2012 wurden hier 14.686.052 Fluggäste in 2 Terminals abgefertigt.
Genutzt wird der Flughafen hauptsächlich von kleineren Airlines und Billigfliegern. Als wir dort waren, wurden hauptsächlich Pegasus Flüge abgefertigt, zudem Turkish Airlines und Andolu Jet.
Ankunft
^^^^^^^^^^^^
Die Ankunft war sehr unkompliziert. Nach kurzem Fussweg kam man zur Passkontrolle, etwa 6 Kontrollstellen waren besetzt, was absolut ausreichend war. Danach gab es noch einen kurzen Weg zu den Gepäckbändern und schon konnten wir unsere Koffer in Empfang nehmen.
In der Flughafenhalle gibt es dann auch gleich mehrere Geldautomaten, an denen man türkische Lira tanken kann und schon steht man vor dem Bus. Aus dem Flieger raus hat sicher keine halbe Stunde gedauert.
Abflug
^^^^^^^^^^^^^^
Der Abflug war etwas komplizierter. Witzigerweise wurde schon beim Zugang ins Terminal eine Gepäckkontrolle durchgeführt, bevor wir überhaupt eingecheckt hatten. Das war außergewöhnlich, da ich das so noch nicht erlebt hatte.
Der Checkin, den wir nicht online machen konnten, hat etwas gedauert, da eine ganze Menge von Auslandsflügen von Pegasus zur gleichen Zeit gehen sollte und gerade ein Personalwechsel stattfand. Das war aber auch eher weniger problematisch, da wir einige Zeit als Vorlauf hatten. Wir brauchten etwa 30 Minuten bis wir die Bordkarten in der Hand hatten.
Die Passkontrolle ging wieder sehr schnell. Auch die Handgepäckskontrolle ist problemlos verlaufen. Für Passkontrolle und Gepäckkontrolle brauchten wir keine 5 Minuten.
Danach kam man dann durch eine Halle mit Läden und einer kleinen Fressmeile. Die Fressmeile allerdings war entsetzlich teuer - bei Burgerking sollte ein normales Menü umgerechnet 9€ kosten. So behielten wir unsere restlichen 9 TLR. Hier gab es mehrere Läden alla Burgerking oder Pizzaking, aber auch eine kleine, sehr teuer wirkende Sportbar.
Die Wartehalle war sehr angenehm, zumal wir gleich Plätze fanden. WLAN gab es keines, aber das war nicht weiter schlimm, wir hatten nämlich auch echte Bücher dabei.
Dann aber brach am Flughafen scheinbares Chaos aus. Trotz normalen Wetters hatten plötzlich alle Flüge mindestens 40 Minuten Verspätung. Die Durchsagen kamen auf Türkisch und Englisch, größere Infos oder gar einen Kaffee bekam man aber leider nicht. Na, ja nach einer Stunde kamen wir dann vom Airport weg. Ist ja auch manchmal ganz spannend, Eltern mit chaotischen Kleinkindern zuzuschauen, mehr als eine Stunde wäre aber irgendwie blöd gewesen. Und da plötzlich alle Flüge verspätet waren, gehe ich davon aus, dass das Problem beim Flughafen lag.
Die Toiletten sind übrigens TOP in Schuss. Während der insgesamt 1 1/2 Stunden Wartezeit wurde 3x geputzt.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Sabiha Gökcen war schon OK, wenn man etwas Geduld mitbringt. Es ist eben ein kleiner, eher ruhiger Flughafen, relativ modern und vor allem landen hier eben auch die richtig günstigen Flieger. Er war atemberaubend sauber, aber insgesamt wie die ganze Stadt - ziemlich chaotisch!
Ein Traumflughafen war es nicht, die Lebensmittel waren ziemlich teuer und Flugverspätungen gab es ohne Ende.
In diesem Sinne
Eure Anke
Nun irgendwie muss man ja nach Istanbul kommen und wieder weg. Wir entschieden uns für den Flieger. Da es am günstigsten war, nahmen wir einen Jet von Pegasus Airlines und der führte uns an den Sabiha Gökcen Airport, übrigens benannt nach der ersten türkischen Pilotin und der ersten Kampfpilotin überhaupt - Adoptivtochter von Staatsgründer Kemal Atatürk.
Sabiha Gökcen International Airport
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^^^
Der Airport ist auf der asiatischen Seite Istanbuls und ist der kleinere der beiden Flughäfen. Er ist zwar an den reginalen Busverkehr angebunden, am einfachsten jedoch kommt man mit dem Havatas Bus, der direkt beim Eingang abfährt, in die Stadt. Die Fahrt zum Taksim Platz dauert 60 - 120 Minuten, je nach Verkehrsaufkommen auf der Bosporusbrücke.
Größe
^^^^^^^^^^^^^^
Im Vergleich zu anderen Flughäfen, die ich kenne, ist Sabiha Gökcen relativ klein, in etwa vergleichbar mit dem Flughafen von Faro in Portugal. 2012 wurden hier 14.686.052 Fluggäste in 2 Terminals abgefertigt.
Genutzt wird der Flughafen hauptsächlich von kleineren Airlines und Billigfliegern. Als wir dort waren, wurden hauptsächlich Pegasus Flüge abgefertigt, zudem Turkish Airlines und Andolu Jet.
Ankunft
^^^^^^^^^^^^
Die Ankunft war sehr unkompliziert. Nach kurzem Fussweg kam man zur Passkontrolle, etwa 6 Kontrollstellen waren besetzt, was absolut ausreichend war. Danach gab es noch einen kurzen Weg zu den Gepäckbändern und schon konnten wir unsere Koffer in Empfang nehmen.
In der Flughafenhalle gibt es dann auch gleich mehrere Geldautomaten, an denen man türkische Lira tanken kann und schon steht man vor dem Bus. Aus dem Flieger raus hat sicher keine halbe Stunde gedauert.
Abflug
^^^^^^^^^^^^^^
Der Abflug war etwas komplizierter. Witzigerweise wurde schon beim Zugang ins Terminal eine Gepäckkontrolle durchgeführt, bevor wir überhaupt eingecheckt hatten. Das war außergewöhnlich, da ich das so noch nicht erlebt hatte.
Der Checkin, den wir nicht online machen konnten, hat etwas gedauert, da eine ganze Menge von Auslandsflügen von Pegasus zur gleichen Zeit gehen sollte und gerade ein Personalwechsel stattfand. Das war aber auch eher weniger problematisch, da wir einige Zeit als Vorlauf hatten. Wir brauchten etwa 30 Minuten bis wir die Bordkarten in der Hand hatten.
Die Passkontrolle ging wieder sehr schnell. Auch die Handgepäckskontrolle ist problemlos verlaufen. Für Passkontrolle und Gepäckkontrolle brauchten wir keine 5 Minuten.
Danach kam man dann durch eine Halle mit Läden und einer kleinen Fressmeile. Die Fressmeile allerdings war entsetzlich teuer - bei Burgerking sollte ein normales Menü umgerechnet 9€ kosten. So behielten wir unsere restlichen 9 TLR. Hier gab es mehrere Läden alla Burgerking oder Pizzaking, aber auch eine kleine, sehr teuer wirkende Sportbar.
Die Wartehalle war sehr angenehm, zumal wir gleich Plätze fanden. WLAN gab es keines, aber das war nicht weiter schlimm, wir hatten nämlich auch echte Bücher dabei.
Dann aber brach am Flughafen scheinbares Chaos aus. Trotz normalen Wetters hatten plötzlich alle Flüge mindestens 40 Minuten Verspätung. Die Durchsagen kamen auf Türkisch und Englisch, größere Infos oder gar einen Kaffee bekam man aber leider nicht. Na, ja nach einer Stunde kamen wir dann vom Airport weg. Ist ja auch manchmal ganz spannend, Eltern mit chaotischen Kleinkindern zuzuschauen, mehr als eine Stunde wäre aber irgendwie blöd gewesen. Und da plötzlich alle Flüge verspätet waren, gehe ich davon aus, dass das Problem beim Flughafen lag.
Die Toiletten sind übrigens TOP in Schuss. Während der insgesamt 1 1/2 Stunden Wartezeit wurde 3x geputzt.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Sabiha Gökcen war schon OK, wenn man etwas Geduld mitbringt. Es ist eben ein kleiner, eher ruhiger Flughafen, relativ modern und vor allem landen hier eben auch die richtig günstigen Flieger. Er war atemberaubend sauber, aber insgesamt wie die ganze Stadt - ziemlich chaotisch!
Ein Traumflughafen war es nicht, die Lebensmittel waren ziemlich teuer und Flugverspätungen gab es ohne Ende.
In diesem Sinne
Eure Anke
Sonntag, 29. Juni 2014
Citytrip Istanbul (10): Die große weite Welt
Hallo Leute!
Wer meine Berichte der letzten Woche verfolgt hat, weiß sicher schon, ich war in Istanbul. Und wer schonmal etwas von Istanbul gehört hat, der weiß, dass diese Stadt von einer großen Meerenge in einen europäischen und einen asiatischen Teil getrennt wird...
Bosporus
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^
Der Bosporus zerteilt Istanbul auf der gesamten Länge. Am schönsten kann man meiner Meinung nach am Gülhane Park oder oben beim Topkapi Serail auf den Bosporus schauen, es gibt aber sicherlich einige Orte, wo man beste Sicht hat.
Geologie
^^^^^^^^^^^^
Geologisch gesehen stellt der Bosporus die Verbindung zwischen Marmara Meer und Schwarzem Meer her und wird daher täglich von unzähligen größeren und kleineren Schiffen durchfahren.
Geschichte
^^^^^^^^^^^^
Der Bosporus hat rein wirtschaftlich natürlich eine wahnsinnige Bedeutung, da er einen direkten Zutritt auf das schwarze Meer ermöglicht und somit einen Warenstrom etwa nach Rumänien, Bulgarien, die Ukraine oder Russland ermöglicht.
Historisch gesehen tritt er sogar schon in antiken Sagen auf, etwa die des Jason. Auch musste der Bosporus beim Übertritt diverser Heere zwischen Asien und Europa überquert werden.
Inzwischen führen 2 Brücken über die Meerenge, sowie seit kurzem sogar ein U-Bahn-Tunnel unter ihm hindurch.
Mein Eindruck
^^^^^^^^^^^^
Ich könnte stundenlang in den Teegärten an der Spitze des Gülhane Parks sitzen und bei einem Tee den Schiffen zuschauen, die den Bosporus passieren. Das sind allerdings meiner Meinung nach weniger, als ich erwartet hätte. Vor allem große Frachtschiffe passierten die Stelle, aber auch mehrere große Kreuzfahrtschiffe lagen in Istanbul vor Anker.
Was ich persönlich aber fast noch spannender fand, waren die unzähligen kleinen Boote, die ihre Passagiere über den Bosporus beförderten, sein es die Fähren, die rüber auf die asiatische Seite fuhren oder die zahlreichen Touristenboote, die Touristen für wenig Geld (20 TLR = 8€) für 2 Stunden durch den Bosporus kreuzten. Von oben sah es aus, dass die Schiffe ohne System fuhren, dennoch kam es zu keiner Kollision. Ich habe allerdings dann mal recherchiert, es kommt hier immer wieder zu Kollisionen, 1994 kam es sogar zu einer großen Ölpest.
Auch die beiden großen Brücken, die weiter hinten liegen, hatten für mich eine gewisse Faszination, zumal wir ja auch über die Brücke mit dem Bus vom Airport in die Stadt kamen. Beide erinnerten mich ein wenig an die Golden Gate Bridge, sie bestehen aber erst seit 1974 bzw. 1988. Nachts sind sie interessant beleuchtet.
Irgendwie hat es eben auch etwas interessantes, von Europa direkt nach Asien schaun zu können, ein bisschen was von direkt in die große weite Welt schauen. Dann sieht man die großen Tanker, die den Bosporus passieren, fragt sich, was die wohl geladen haben und wo es hin geliefert wird. Und vor allem findet man am Bosporus sicher auch mal einen ruhigen, fast menschenleeren Platz, was in Istanbul ja nicht selbstverständlich ist.
Ich fand den Bosporus einfach großartig, es gibt so viel zum Schauen, von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Wer meine Berichte der letzten Woche verfolgt hat, weiß sicher schon, ich war in Istanbul. Und wer schonmal etwas von Istanbul gehört hat, der weiß, dass diese Stadt von einer großen Meerenge in einen europäischen und einen asiatischen Teil getrennt wird...
Bosporus
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^
Der Bosporus zerteilt Istanbul auf der gesamten Länge. Am schönsten kann man meiner Meinung nach am Gülhane Park oder oben beim Topkapi Serail auf den Bosporus schauen, es gibt aber sicherlich einige Orte, wo man beste Sicht hat.
Geologie
^^^^^^^^^^^^
Geologisch gesehen stellt der Bosporus die Verbindung zwischen Marmara Meer und Schwarzem Meer her und wird daher täglich von unzähligen größeren und kleineren Schiffen durchfahren.
Geschichte
^^^^^^^^^^^^
Der Bosporus hat rein wirtschaftlich natürlich eine wahnsinnige Bedeutung, da er einen direkten Zutritt auf das schwarze Meer ermöglicht und somit einen Warenstrom etwa nach Rumänien, Bulgarien, die Ukraine oder Russland ermöglicht.
Historisch gesehen tritt er sogar schon in antiken Sagen auf, etwa die des Jason. Auch musste der Bosporus beim Übertritt diverser Heere zwischen Asien und Europa überquert werden.
Inzwischen führen 2 Brücken über die Meerenge, sowie seit kurzem sogar ein U-Bahn-Tunnel unter ihm hindurch.
Mein Eindruck
^^^^^^^^^^^^
Ich könnte stundenlang in den Teegärten an der Spitze des Gülhane Parks sitzen und bei einem Tee den Schiffen zuschauen, die den Bosporus passieren. Das sind allerdings meiner Meinung nach weniger, als ich erwartet hätte. Vor allem große Frachtschiffe passierten die Stelle, aber auch mehrere große Kreuzfahrtschiffe lagen in Istanbul vor Anker.
Was ich persönlich aber fast noch spannender fand, waren die unzähligen kleinen Boote, die ihre Passagiere über den Bosporus beförderten, sein es die Fähren, die rüber auf die asiatische Seite fuhren oder die zahlreichen Touristenboote, die Touristen für wenig Geld (20 TLR = 8€) für 2 Stunden durch den Bosporus kreuzten. Von oben sah es aus, dass die Schiffe ohne System fuhren, dennoch kam es zu keiner Kollision. Ich habe allerdings dann mal recherchiert, es kommt hier immer wieder zu Kollisionen, 1994 kam es sogar zu einer großen Ölpest.
Auch die beiden großen Brücken, die weiter hinten liegen, hatten für mich eine gewisse Faszination, zumal wir ja auch über die Brücke mit dem Bus vom Airport in die Stadt kamen. Beide erinnerten mich ein wenig an die Golden Gate Bridge, sie bestehen aber erst seit 1974 bzw. 1988. Nachts sind sie interessant beleuchtet.
Irgendwie hat es eben auch etwas interessantes, von Europa direkt nach Asien schaun zu können, ein bisschen was von direkt in die große weite Welt schauen. Dann sieht man die großen Tanker, die den Bosporus passieren, fragt sich, was die wohl geladen haben und wo es hin geliefert wird. Und vor allem findet man am Bosporus sicher auch mal einen ruhigen, fast menschenleeren Platz, was in Istanbul ja nicht selbstverständlich ist.
Ich fand den Bosporus einfach großartig, es gibt so viel zum Schauen, von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Citytrip Istanbul (9): Hilfe ist das voll hier
Hallo Leute!
Sicherlich eine der beeindruckendsten Moscheen weltweit ist die Sultanahmet Moschee, im Volksmund auch Blaue Moschee genannt. Die darf natürlich in keinem Besuchsprogramm fehlen.
Sultanahmet Moschee
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Die Moschee liegt direkt gegenüber der Hagia Sophia am Sultanahmet Platz, naja übersehen geht jedenfalls nicht! Auch hierher gelangt man am besten mit der T1 (Sultanahmet).
Geschichte
^^^^^^^^^^
Die Moschee wurde (natürlich) von Sultan Ahmet in Auftrag gegeben und zwar im Jahre 1609. Heute ist sie die Hauptmoschee der Stadt.
Architektonisch ist sie vor allem interessant, da sie 6 Minarette besitzt, nur zwei Moscheen, darunter die in Mekka, haben mehr. Ihren Namen erhielt die blaue Moschee vor allem aufgrund der Innenausstattung mit ihren zahlreichen blauen Kacheln und Mosaiken. Der Innenraum ist beinahe quadratisch und befindet sich in einer 43m hohen Kuppel.
In neuerer Zeit war sie vor allem beim Besuch von Papst Benedikt XVI. in den Schlagzeilen, der die Moschee als erstes christliches Kirchenoberhaupt betrat und dort sogar in der für Muslime typischen Gebetshaltung verharrte.
Unser Besuch
^^^^^^^^^^
Zunächst einmal ist beim Besuch zu beachten, dass die Moschee zu Gebetszeiten geschlossen wird. Das ist auch sehr verständlich, besonders wenn man mal zu den Nicht-Gebetszeiten drinnen war. Man erkennt das an den großen Schildern am Eingang, an denen dann steht "Worshipers only".
Auch lohnt es sich gerade als Frau sehr, wenn man die Moscheen von Istanbul besuchen will, eine lange Hose (am besten eine zum Krempeln) und einen breiten Schal dabeizuhaben. Das mit der langen Hose gilt ja auch bei vielen Christlichen Kirchen, aber als Frau muss man zumindest beim Betreten sein Haar mit einem Kopftuch bedecken. Natürlich bekommt man am Eingang auch leihweise ein Kopftuch beziehungsweise ein Tuch, um seine Beine zu bedecken, aber wenn man sich die Massen anschaut, die da durchgeschleußt werden, gerade bei der blauen Moschee, lohnt es sich doch sehr, sein eigenes Tuch dabei zu haben, wer weiß, wie oft die Leihtücher gereinigt werden. Außerdem muss man beim Eingang die Schuhe ausziehen. Zwar liegen überall Teppichböden, aber auch hier sind Socken manchmal nicht so schlecht, man sieht sonst den Fußpilz schon sprießen.
Nun, als wir das erste mal dort waren, war gerade Gebetszeit. Leider steht im Internet überall durchgängige Öffnungszeiten, so dass ich nicht mehr ganz nachvollziehen kann, wann genau Gebetszeiten sind. Aber da müsst ihr einfach selbst schauen.
Beim zweiten mal hatten wir dann mehr Glück und standen zunächst 20 Minuten in der Schlange, bis wir dann die Schuhe ausziehen durften und ins Innere treten. Der Eingang befindet sich an der Hofseite.
Was einem zunächst sehr auffiel war die beeindruckende Menschenmasse im Inneren. Der Innenraum ist zweigeteilt, wobei vorne nur zum Gebet geöffnet ist, hinten ist wohl der Teil, der für die Frauen vorbehalten ist und für die Touristen. Auch stinkt es hier bestialisch nach Fussschweiß. Irgendwie ist das der Haupteindruck, der vom Innenraum hängengeblieben ist. Man konnte kaum den Kopf heben, weil man so eingezwängt war. Mit Platzangst jedenfalls sollte man trotz des großen Raumes auf den Besuch eher verzichten.
Der Innenraum an sich ist schon prächtig ausgestattet mit dem großen, tief hängenden Leuchter und dem beeindruckend hohen, mit Mosaiken ausgestatteten Kuppelbau. Lange konnte ich allerdings nicht drin bleiben, da mich die Touristenmassen wieder rausgedrückt haben.
Von Außen ist die Moschee schon gigantisch. Nicht nur die zahlreichen Kuppeln und die 6 Minarette, auch der prächtige Innenhof der Moschee mit den Brunnen zeigen, dass diese Moschee eine große Bedeutung hat - immerhin die Moschee die der Sultan besuchte.
In diesem Sinne
Eure Anke
Sicherlich eine der beeindruckendsten Moscheen weltweit ist die Sultanahmet Moschee, im Volksmund auch Blaue Moschee genannt. Die darf natürlich in keinem Besuchsprogramm fehlen.
Sultanahmet Moschee
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Die Moschee liegt direkt gegenüber der Hagia Sophia am Sultanahmet Platz, naja übersehen geht jedenfalls nicht! Auch hierher gelangt man am besten mit der T1 (Sultanahmet).
Geschichte
^^^^^^^^^^
Die Moschee wurde (natürlich) von Sultan Ahmet in Auftrag gegeben und zwar im Jahre 1609. Heute ist sie die Hauptmoschee der Stadt.
Architektonisch ist sie vor allem interessant, da sie 6 Minarette besitzt, nur zwei Moscheen, darunter die in Mekka, haben mehr. Ihren Namen erhielt die blaue Moschee vor allem aufgrund der Innenausstattung mit ihren zahlreichen blauen Kacheln und Mosaiken. Der Innenraum ist beinahe quadratisch und befindet sich in einer 43m hohen Kuppel.
In neuerer Zeit war sie vor allem beim Besuch von Papst Benedikt XVI. in den Schlagzeilen, der die Moschee als erstes christliches Kirchenoberhaupt betrat und dort sogar in der für Muslime typischen Gebetshaltung verharrte.
Unser Besuch
^^^^^^^^^^
Zunächst einmal ist beim Besuch zu beachten, dass die Moschee zu Gebetszeiten geschlossen wird. Das ist auch sehr verständlich, besonders wenn man mal zu den Nicht-Gebetszeiten drinnen war. Man erkennt das an den großen Schildern am Eingang, an denen dann steht "Worshipers only".
Auch lohnt es sich gerade als Frau sehr, wenn man die Moscheen von Istanbul besuchen will, eine lange Hose (am besten eine zum Krempeln) und einen breiten Schal dabeizuhaben. Das mit der langen Hose gilt ja auch bei vielen Christlichen Kirchen, aber als Frau muss man zumindest beim Betreten sein Haar mit einem Kopftuch bedecken. Natürlich bekommt man am Eingang auch leihweise ein Kopftuch beziehungsweise ein Tuch, um seine Beine zu bedecken, aber wenn man sich die Massen anschaut, die da durchgeschleußt werden, gerade bei der blauen Moschee, lohnt es sich doch sehr, sein eigenes Tuch dabei zu haben, wer weiß, wie oft die Leihtücher gereinigt werden. Außerdem muss man beim Eingang die Schuhe ausziehen. Zwar liegen überall Teppichböden, aber auch hier sind Socken manchmal nicht so schlecht, man sieht sonst den Fußpilz schon sprießen.
Nun, als wir das erste mal dort waren, war gerade Gebetszeit. Leider steht im Internet überall durchgängige Öffnungszeiten, so dass ich nicht mehr ganz nachvollziehen kann, wann genau Gebetszeiten sind. Aber da müsst ihr einfach selbst schauen.
Beim zweiten mal hatten wir dann mehr Glück und standen zunächst 20 Minuten in der Schlange, bis wir dann die Schuhe ausziehen durften und ins Innere treten. Der Eingang befindet sich an der Hofseite.
Was einem zunächst sehr auffiel war die beeindruckende Menschenmasse im Inneren. Der Innenraum ist zweigeteilt, wobei vorne nur zum Gebet geöffnet ist, hinten ist wohl der Teil, der für die Frauen vorbehalten ist und für die Touristen. Auch stinkt es hier bestialisch nach Fussschweiß. Irgendwie ist das der Haupteindruck, der vom Innenraum hängengeblieben ist. Man konnte kaum den Kopf heben, weil man so eingezwängt war. Mit Platzangst jedenfalls sollte man trotz des großen Raumes auf den Besuch eher verzichten.
Der Innenraum an sich ist schon prächtig ausgestattet mit dem großen, tief hängenden Leuchter und dem beeindruckend hohen, mit Mosaiken ausgestatteten Kuppelbau. Lange konnte ich allerdings nicht drin bleiben, da mich die Touristenmassen wieder rausgedrückt haben.
Von Außen ist die Moschee schon gigantisch. Nicht nur die zahlreichen Kuppeln und die 6 Minarette, auch der prächtige Innenhof der Moschee mit den Brunnen zeigen, dass diese Moschee eine große Bedeutung hat - immerhin die Moschee die der Sultan besuchte.
In diesem Sinne
Eure Anke
Citytrip Istanbul 8: Ist der groß...
Hallo Leute!
Bei unserem kleinen Citytrip durfte natürlich eines nicht fehlen, der berühmte "Große Basar" von Istanbul...
Großer Basar
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^
Der große Basar liegt im historischen Zentrum der Stadt und ist durch mehr als 20 Tore erreichbar. Am besten gelangt man mit der T1 dorthin (Station Capali Karsi).
Geschichte
^^^^^^^^^^^^
Der große Basar wurde im 15. Jahrhundert nach der Eroberung Konstantinopels von Sultan Mehmet Fatih angelegt. Im Zentrum steht die einzeln abschließbare große Tuchhalle. Hier werden noch heute die besonders teuren Waren der Gold- und Silberhändler angeboten. Rund herum siedelten sich über 4000 Geschäfte auf 31000 qm an. Sortiert nach Branchen gab es einen Tuchbasar, einen Teppichbasar, einen Lederbasar usw. Ausgelagert sind der Gewürz- und der Tierbasar, die befinden sich bei der neuen Moschee beim Ägyptischen Basar.
Ursprünglich aus Holz gebaut wurde der Basar nach mehreren Bränden durch Gebäude aus Stein ersetzt.
Unser Besuch
^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Erreichbar ist der Basar durch mehr als 20 Tore, wobei die Straßen rund herum auch durch findige Händler besetzt sind, die ihre Waren billiger verkaufen als innerhalb des Basars.
Innen ist der Basar durch mehrere Abschnitte in die Branchen unterteilt, so dass man einen Leder-, einen Tuch-, einen Bücher- oder auch einen Teppichbasar findet. Gefälschte Fussballtrikots bekommt man allerdings wirklich in allen Abschnitten.
Vor beinahe jedem Laden steht einer, der einem natürlich ganz dringend etwas verkaufen will, so dass man niemals länger stehen bleiben kann nur um zu gucken. So wurde uns zum Beispiel ein Teppich für 1500 € angeboten. Euros werden hier nämlich noch lieber gesehen als türkische Lira.
Kommt man nun durch ein Tor, so findet man sich quasi in einem Labyrinth von Gängen wieder, das mit Geschäften gesäumt ist. Die Gänge sind alle überdacht, mal breiter, mal weniger breit, aber alle mit prächtigem Marmor ausgelegt. Im Zentrum steht wie schon gesagt der Gold- und Silberbasar, in dem mehr angeblich mehrere Tausend Tonnen Edelmetall täglich umgesetzt werden sollen.
Wichtiger Hinweis übrigens noch: Außerhalb der Öffnungszeiten (bis 19 Uhr soweit ich weiß, Sonntags ist geschlossen) sind die meisten Tore verschlossen
.
Fazit
^^^^^^^^^^^^
Also verpassen sollte man den großen Basar definitiv nicht, weil es schon sehr viel orientalische Atmosphäre mit sich bringt. Das richtige Basar Feeling kam bei mir aber irgendwie nicht auf. Einmal war es hier verhältnismäßig teuer, weshalb sich bei mir auch der Eindruck ins Gedächtnis eingrub, dass hier nur Touristen zu finden waren, zum anderen war es auch verhältnismäßig leer. Kaum Leute, die über Preise verhandelt haben, außer vielleicht im Schmuckbasar. Das richtige Basarfeeling hatte ich dann erst, als wir beim Ägyptischen Basar (auch Spice Bazaar genannt) ankamen. Hier standen dann auch offensichtlich Einheimische, die sich von der Qualität des Safran überzeugten usw.
Aber im Großen Basar wirkte es dagegen fast wie in jedem europäischen Einkaufszentrum, nur dass die Geschäfte kleiner waren. Anschauen sollte man sich den Basar auf alle Fälle, nur zu viel erwarten sollte man nicht - man könnte enttäuscht werden.
In diesem Sinne
Eure Anke
Bei unserem kleinen Citytrip durfte natürlich eines nicht fehlen, der berühmte "Große Basar" von Istanbul...
Großer Basar
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^
Der große Basar liegt im historischen Zentrum der Stadt und ist durch mehr als 20 Tore erreichbar. Am besten gelangt man mit der T1 dorthin (Station Capali Karsi).
Geschichte
^^^^^^^^^^^^
Der große Basar wurde im 15. Jahrhundert nach der Eroberung Konstantinopels von Sultan Mehmet Fatih angelegt. Im Zentrum steht die einzeln abschließbare große Tuchhalle. Hier werden noch heute die besonders teuren Waren der Gold- und Silberhändler angeboten. Rund herum siedelten sich über 4000 Geschäfte auf 31000 qm an. Sortiert nach Branchen gab es einen Tuchbasar, einen Teppichbasar, einen Lederbasar usw. Ausgelagert sind der Gewürz- und der Tierbasar, die befinden sich bei der neuen Moschee beim Ägyptischen Basar.
Ursprünglich aus Holz gebaut wurde der Basar nach mehreren Bränden durch Gebäude aus Stein ersetzt.
Unser Besuch
^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Erreichbar ist der Basar durch mehr als 20 Tore, wobei die Straßen rund herum auch durch findige Händler besetzt sind, die ihre Waren billiger verkaufen als innerhalb des Basars.
Innen ist der Basar durch mehrere Abschnitte in die Branchen unterteilt, so dass man einen Leder-, einen Tuch-, einen Bücher- oder auch einen Teppichbasar findet. Gefälschte Fussballtrikots bekommt man allerdings wirklich in allen Abschnitten.
Vor beinahe jedem Laden steht einer, der einem natürlich ganz dringend etwas verkaufen will, so dass man niemals länger stehen bleiben kann nur um zu gucken. So wurde uns zum Beispiel ein Teppich für 1500 € angeboten. Euros werden hier nämlich noch lieber gesehen als türkische Lira.
Kommt man nun durch ein Tor, so findet man sich quasi in einem Labyrinth von Gängen wieder, das mit Geschäften gesäumt ist. Die Gänge sind alle überdacht, mal breiter, mal weniger breit, aber alle mit prächtigem Marmor ausgelegt. Im Zentrum steht wie schon gesagt der Gold- und Silberbasar, in dem mehr angeblich mehrere Tausend Tonnen Edelmetall täglich umgesetzt werden sollen.
Wichtiger Hinweis übrigens noch: Außerhalb der Öffnungszeiten (bis 19 Uhr soweit ich weiß, Sonntags ist geschlossen) sind die meisten Tore verschlossen
.
Fazit
^^^^^^^^^^^^
Also verpassen sollte man den großen Basar definitiv nicht, weil es schon sehr viel orientalische Atmosphäre mit sich bringt. Das richtige Basar Feeling kam bei mir aber irgendwie nicht auf. Einmal war es hier verhältnismäßig teuer, weshalb sich bei mir auch der Eindruck ins Gedächtnis eingrub, dass hier nur Touristen zu finden waren, zum anderen war es auch verhältnismäßig leer. Kaum Leute, die über Preise verhandelt haben, außer vielleicht im Schmuckbasar. Das richtige Basarfeeling hatte ich dann erst, als wir beim Ägyptischen Basar (auch Spice Bazaar genannt) ankamen. Hier standen dann auch offensichtlich Einheimische, die sich von der Qualität des Safran überzeugten usw.
Aber im Großen Basar wirkte es dagegen fast wie in jedem europäischen Einkaufszentrum, nur dass die Geschäfte kleiner waren. Anschauen sollte man sich den Basar auf alle Fälle, nur zu viel erwarten sollte man nicht - man könnte enttäuscht werden.
In diesem Sinne
Eure Anke
Donnerstag, 26. Juni 2014
Citytrip Istanbul (7): Oase der Ruhe
Hallo Leute!
In so einer recht anstrengenden Stadt - und Istanbul, das habe ich glaub ich schonmal betont, ist sehr voll und hektisch - seht man sich gelegentlich nach etwas Ruhe. Die haben wir auch gefunden, im Gülhane-Parki, unterhalb des Serail.
Gülhane Park
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^
Der Gülhane Park liegt zwischen der inneren und äußeren Mauer des Topkapi-Palastes und gehörte ursprünglich zu den Gärten des Sultan und ist entsprechend prächtig angelegt. Am besten gelangt man mit der T1 (Gülhane) dorthin. An der hohen Pforte vorbei geht man links Richtung Palast, dann geht man vor dem Tor nochmal links und landet am Haupteingang.
Mit dem Auto kenne ich mich nicht aus - das wäre mir in Istanbul aber auch viel zu streßig.
Geschichte
^^^^^^^^^^^^
Wie bereits erwähnt lag der Garten ursprünglich innerhalb des Palastes und war der Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Gleich beim Eingang liegt ein polygonaler Mauerturm, aus dem der Sultan die Bewegungen vor der hohen Pforte, dem Sitz des Großvisirs, überwachen konnte. Hier fanden unter anderem Umzüge statt, die der Sultan von hier aus beobachtete.
Im Park befindet sich unter anderem eine 15 m hohe gotische Säule, die das älteste erhaltene Zeugnis der Römer in Istanbul sein soll.
Unser Besuch
^^^^^^^^^^^^
Durch die Eingangspforte geht man an einem langen Hauptweg entlang, der einmal quer durch den Park führt. Dieser ist mit riesigen Pinien und Kastanien beschattet, so dass einem hier die pralle Sonne nicht so viel ausmacht. Rechts und links sind außerdem große Blumenflächen und Bänke sowie einige Kunstwerke wie etwa fussballspielende Löwen. Beim Eingang sind einige erfrischende Brunnen.
Bänke sind wirklich ausreichend vorhanden, trotz einigen Trubels bekommt man hier immer einen Platz. Oben an der Serailspitze sind mehrere Teegarten mit einem genialen Blick über den Bosporus. Tee für 2 Personen - eine große Kanne - gab es für 14 TLR (etwa 4€) und eine Ofenkartoffel 7 TLR. Hier haben wir sicherlich 2 Stunden gesessen unter dem Sonnenschirm - und den großen Containerschiffen zugeschaut. Platz war ausreichend, wir mussten nicht warten, um einen Platz fast ganz vorne zu bekommen.
Anschließend sind wir zur Gotensäule. Die war halt alt, aber jetzt nicht so extrem spannend.
Im Mauerturm ist ein kleines, aber unspektakuläres Museum untergebracht, das man über eine Rampe erreicht. Hier werden vor allem Bücher ausgestellt, Eintritt war gratis und der Blick auf die Hohe Pforte war grandios - Fotos allerdings verboten.
Die Toiletten kosten 1TLR und man hat - als Frau - eben so ein Hockklo, wie ich es aus dem Mittelmeerraum kenne. Es war OK, weder besonders sauber noch besonders dreckig, wer einhalten kann, sollte es vermeiden.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^^^
Wenn einem der ganze Trubel auf den Wecker geht, sollte man den Gülhane Park besuchen. Hier ist zwar auch einiges los, aber dennoch findet man hier immer ein ruhiges Fleckchen.
Der Park ist traumhaft schön angelegt und sehr gepflegt.
Ganz klarer Geheimtipp sind für mich die Teegärten. Hier bekommt man Tee für 2 Personen für 2 Stunden für 14 TLR serviert im originalen Teekocher. Für mich absolut super cool, mit traumhaften Blick über den Bosporus. Zumindest um die Mittagszeit waren die Gärten halb leer und Plätze finden war kein Problem.
Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
In so einer recht anstrengenden Stadt - und Istanbul, das habe ich glaub ich schonmal betont, ist sehr voll und hektisch - seht man sich gelegentlich nach etwas Ruhe. Die haben wir auch gefunden, im Gülhane-Parki, unterhalb des Serail.
Gülhane Park
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^
Der Gülhane Park liegt zwischen der inneren und äußeren Mauer des Topkapi-Palastes und gehörte ursprünglich zu den Gärten des Sultan und ist entsprechend prächtig angelegt. Am besten gelangt man mit der T1 (Gülhane) dorthin. An der hohen Pforte vorbei geht man links Richtung Palast, dann geht man vor dem Tor nochmal links und landet am Haupteingang.
Mit dem Auto kenne ich mich nicht aus - das wäre mir in Istanbul aber auch viel zu streßig.
Geschichte
^^^^^^^^^^^^
Wie bereits erwähnt lag der Garten ursprünglich innerhalb des Palastes und war der Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Gleich beim Eingang liegt ein polygonaler Mauerturm, aus dem der Sultan die Bewegungen vor der hohen Pforte, dem Sitz des Großvisirs, überwachen konnte. Hier fanden unter anderem Umzüge statt, die der Sultan von hier aus beobachtete.
Im Park befindet sich unter anderem eine 15 m hohe gotische Säule, die das älteste erhaltene Zeugnis der Römer in Istanbul sein soll.
Unser Besuch
^^^^^^^^^^^^
Durch die Eingangspforte geht man an einem langen Hauptweg entlang, der einmal quer durch den Park führt. Dieser ist mit riesigen Pinien und Kastanien beschattet, so dass einem hier die pralle Sonne nicht so viel ausmacht. Rechts und links sind außerdem große Blumenflächen und Bänke sowie einige Kunstwerke wie etwa fussballspielende Löwen. Beim Eingang sind einige erfrischende Brunnen.
Bänke sind wirklich ausreichend vorhanden, trotz einigen Trubels bekommt man hier immer einen Platz. Oben an der Serailspitze sind mehrere Teegarten mit einem genialen Blick über den Bosporus. Tee für 2 Personen - eine große Kanne - gab es für 14 TLR (etwa 4€) und eine Ofenkartoffel 7 TLR. Hier haben wir sicherlich 2 Stunden gesessen unter dem Sonnenschirm - und den großen Containerschiffen zugeschaut. Platz war ausreichend, wir mussten nicht warten, um einen Platz fast ganz vorne zu bekommen.
Anschließend sind wir zur Gotensäule. Die war halt alt, aber jetzt nicht so extrem spannend.
Im Mauerturm ist ein kleines, aber unspektakuläres Museum untergebracht, das man über eine Rampe erreicht. Hier werden vor allem Bücher ausgestellt, Eintritt war gratis und der Blick auf die Hohe Pforte war grandios - Fotos allerdings verboten.
Die Toiletten kosten 1TLR und man hat - als Frau - eben so ein Hockklo, wie ich es aus dem Mittelmeerraum kenne. Es war OK, weder besonders sauber noch besonders dreckig, wer einhalten kann, sollte es vermeiden.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^^^
Wenn einem der ganze Trubel auf den Wecker geht, sollte man den Gülhane Park besuchen. Hier ist zwar auch einiges los, aber dennoch findet man hier immer ein ruhiges Fleckchen.
Der Park ist traumhaft schön angelegt und sehr gepflegt.
Ganz klarer Geheimtipp sind für mich die Teegärten. Hier bekommt man Tee für 2 Personen für 2 Stunden für 14 TLR serviert im originalen Teekocher. Für mich absolut super cool, mit traumhaften Blick über den Bosporus. Zumindest um die Mittagszeit waren die Gärten halb leer und Plätze finden war kein Problem.
Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Mittwoch, 25. Juni 2014
Citytrip Istanbul (6): Wie in 1001 Nacht
Hallo Leute!
Wer kennt es nicht, das Sprichwort "Hier geht es zu wie auf dem türkischen Basar". Nachdem ich vom großen Basar (Bericht folgt noch) etwas enttäuscht war, landeten wir natürlich auch auf dem Gewürzbasar.
Ägyptisches Basar
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^^^
Der Ägyptische Basar liegt direkt hinter der Neuen Moschee, direkt am Ufer des goldenen Horns. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man am besten mit der T1 (Station Eminönü) dorthin.
Geschichte
^^^^^^^^^^^^^^
Schon im 15. Jahrhundert waren in der Gegend um Eminönü zahlreiche Händler, die die Waren, die über den Bosporus kamen, zum Verkauf anboten. Im 17. Jahrhundert wurde der überdachte Basar errichtet, deren Geschäftsmieten in die Erhaltung der Moschee und deren soziale Projekte fließen.
Im Basar werden noch heute alle möglichen Gewürze angeboten. Ursprünglich war er die letzte Station der Kamelkarawanen, die über die Seidenstraße bis Istanbul kamen.
1998 gab es im Basar einen Bombenanschlag der PKK, bei dem 8 Menschen ums Leben kamen.
Architektur
^^^^^^^^^^^^^^
Man betritt den L-förmigen Bau durch das Hauptportal. Schnell weiß man, warum es hier zugeht, wie auf dem Basar, denn hier findet man unbeschreibliche, hektische Menschenmengen.
Die Läden (etwa 100) befinden sich dicht an dicht links und rechts der Basarstraße. Etwa 1/4 der Läden bieten tatsächlich die exotischsten Gewürze an, die unverpackt in Körben daliegen. Viel werden auch Kaviar und andere Spezialitäten angeboten. Im Vergleich zum Großen Basar gibt es zum Glück nur wenige Läden, die gefälschte Fussballtrikots und ähnliches anbieten.
Im Hof gibt es noch einen Tiermarkt und einen Fischmarkt.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Wer immer schon wissen wollte, wie es auf dem Basar wirklich zugeht, der sollte anstatt auf den großen Basar eher hier hingehen. Alleine die Waren und Gewürze, die man hier in dem beeindruckenden Gewühle findet, sind schon echt genial. Gekauft haben wir allerdings nichts, das haben wir uns irgendwie nicht so getraut.
Genau so habe ich mir jedenfalls den echten Basar vorgestellt, wie man ihn eben aus alten Orient-Romanen kennt. Überall Frauen, die um Gewürze feilschen, alles ist super laut, aber irgendwie eben genau das, was man erwartet, wenn man auf den "Gewürzbasar" geht. Angeboten werden neben Gewürzen und Kaviar auch Silberwaren, Mokka-Kocher usw. Was allerdings fehlt sind etwa Obst und Gemüse. Es sind eben die Waren, die aus der Ferne geliefert wurden, auch wenn sie heute nicht mehr über Wochen mit Kamelen nach Istanbul kommen, sondern eher mit dem Schiff oder dem Flieger.
Der Ägyptische Basar ist für mich ein absolutes Muss für den Istanbul-Trip, weil man hier der Atmosphäre aus 1001 Nacht sicherlich sehr nahe kommt - näher als auf dem großen Basar.
Über die Sicherheit kann ich übrigens nur sagen, dass uns da nichts passiert ist. Angeblich sollen da ganze Banden von Kindern unterwegs sein, die in die Handtaschen greifen, also Vorsicht ist sicherlich geboten, aber das ist ja eh überall, wo große Massen an Touristen unterwegs sind.
In diesem Sinne
Eure Anke
Wer kennt es nicht, das Sprichwort "Hier geht es zu wie auf dem türkischen Basar". Nachdem ich vom großen Basar (Bericht folgt noch) etwas enttäuscht war, landeten wir natürlich auch auf dem Gewürzbasar.
Ägyptisches Basar
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^^^^^
Der Ägyptische Basar liegt direkt hinter der Neuen Moschee, direkt am Ufer des goldenen Horns. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man am besten mit der T1 (Station Eminönü) dorthin.
Geschichte
^^^^^^^^^^^^^^
Schon im 15. Jahrhundert waren in der Gegend um Eminönü zahlreiche Händler, die die Waren, die über den Bosporus kamen, zum Verkauf anboten. Im 17. Jahrhundert wurde der überdachte Basar errichtet, deren Geschäftsmieten in die Erhaltung der Moschee und deren soziale Projekte fließen.
Im Basar werden noch heute alle möglichen Gewürze angeboten. Ursprünglich war er die letzte Station der Kamelkarawanen, die über die Seidenstraße bis Istanbul kamen.
1998 gab es im Basar einen Bombenanschlag der PKK, bei dem 8 Menschen ums Leben kamen.
Architektur
^^^^^^^^^^^^^^
Man betritt den L-förmigen Bau durch das Hauptportal. Schnell weiß man, warum es hier zugeht, wie auf dem Basar, denn hier findet man unbeschreibliche, hektische Menschenmengen.
Die Läden (etwa 100) befinden sich dicht an dicht links und rechts der Basarstraße. Etwa 1/4 der Läden bieten tatsächlich die exotischsten Gewürze an, die unverpackt in Körben daliegen. Viel werden auch Kaviar und andere Spezialitäten angeboten. Im Vergleich zum Großen Basar gibt es zum Glück nur wenige Läden, die gefälschte Fussballtrikots und ähnliches anbieten.
Im Hof gibt es noch einen Tiermarkt und einen Fischmarkt.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Wer immer schon wissen wollte, wie es auf dem Basar wirklich zugeht, der sollte anstatt auf den großen Basar eher hier hingehen. Alleine die Waren und Gewürze, die man hier in dem beeindruckenden Gewühle findet, sind schon echt genial. Gekauft haben wir allerdings nichts, das haben wir uns irgendwie nicht so getraut.
Genau so habe ich mir jedenfalls den echten Basar vorgestellt, wie man ihn eben aus alten Orient-Romanen kennt. Überall Frauen, die um Gewürze feilschen, alles ist super laut, aber irgendwie eben genau das, was man erwartet, wenn man auf den "Gewürzbasar" geht. Angeboten werden neben Gewürzen und Kaviar auch Silberwaren, Mokka-Kocher usw. Was allerdings fehlt sind etwa Obst und Gemüse. Es sind eben die Waren, die aus der Ferne geliefert wurden, auch wenn sie heute nicht mehr über Wochen mit Kamelen nach Istanbul kommen, sondern eher mit dem Schiff oder dem Flieger.
Der Ägyptische Basar ist für mich ein absolutes Muss für den Istanbul-Trip, weil man hier der Atmosphäre aus 1001 Nacht sicherlich sehr nahe kommt - näher als auf dem großen Basar.
Über die Sicherheit kann ich übrigens nur sagen, dass uns da nichts passiert ist. Angeblich sollen da ganze Banden von Kindern unterwegs sein, die in die Handtaschen greifen, also Vorsicht ist sicherlich geboten, aber das ist ja eh überall, wo große Massen an Touristen unterwegs sind.
In diesem Sinne
Eure Anke
Dienstag, 24. Juni 2014
[Rezension] Citytrip Istanbul (5): Literatur
Hallo Leute!
Auf meine Citytrips kommen IMMER Reiseführer mit. Meistens sind es gleich mehrere. Ein sehr schöner Reiseführer für einen Wochenendtrip ist der, den ich euch heute vorstellen werde...
Reise Know-How CityTrip Istanbul
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^^^^^^^^^
Autor: Manfred Ferner
Verlag: Reise KnowHow
ISBN: 978-3-8317-2427-7
Preis: 9,95€
Inhalt
^^^^^^^^^^^^^^^^
Inhaltlich beginnt Ferner mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte. Außerdem gibt es eine Zusammenfassung der sogenannten Extratipps, die im Buch folgen.
Dann geht es "ab ins Vergnügen". Hier wird unter anderem ein Sightseeing Trip vorgestellt für ein Wochenende in Istanbul. An den haben wir uns sogar grob gehalten und der war wirklich super, man schafft sogar ein kleines bisschen mehr. Außerdem gibt es hier Spezialtouren für Citybummler, Kauflustige, Genießer. Außerdem gibt es Tipps für den Abend, Konzerte und Theater und Istanbul zum Entspannen.
"Am Puls der Stadt" gibt es einiges zur Stadtgeschichte. Darunter - und daran erkennt man, dass der Reiseführer wirklich top aktuell ist - ein Artikel über die Demonstrationen am Taksim Platz im Jahr 2013.
Anschließend heißt es "Istanbul entdecken". Hier werden insgesamt 40 Sehenswürdigkeiten verteilt über die ganze Stadt vorgestellt. Diese sind dann auch mit 1-3 Sternen bewertet, die die Wichtigkeit der Sehenswürdigkeiten abbilden soll. In der Ausführlichkeit sind die Beschreibungen OK, wenn es aber auch ausführlichere Reiseführer - etwa den von Michael Müller - gibt. Dennoch erfährt man eigentlich alles, was man wissen muss, darunter auch Öffnungszeiten und Eintrittspreise.
Am Ende kommen schließlich noch die Standardmäßigen Reiseinformationen, Adresse der deutschsprachigen Konsulate. Dort bekommt man allerdings auch Hinweise, wie man sich etwa als Homosexuelle verhalten sollte (ja, das muss in der Türkei eben leider). Auch Infos über Visa (Österreicher brauchen eins, Deutsche nicht), Strom, Geld usw. findet man hier.
Schließlich gibt es noch eine kleine Sprachhilfe, wobei darauf verwiesen wird, dass man in Istanbul immer jemanden findet, der Deutsch oder Englisch spricht - und so war es auch in der Tat. Schließlich gibt es noch einen Plan der Öffentlichen Verkehrsmittel und einen kleinen Faltplan, in den auch die einzelnen Sehenswürdigkeiten mit Nummer eingezeichnet sind.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^^^
Der Inhalt ist optimal abgestimmt für einen Wochenendtrip an den Bosporus, vor allem wenn man es nicht allzu ausführlich braucht.
Besonders schön finde ich die sehr einheitliche Konzeption, jede Sehenswürdigkeit bekommt eine Nummer, auf die bei Erwähnungen immer wieder verwiesen wird. Das macht die Orientierung sehr leicht, auch wenn der Stadtplan etwas detaillierter sein könnte. Auch die Hinweise auf Clubs, Restaurants und Hotels sind nummeriert und kehren nach Nummerierung immer wieder, so dass man nicht erst umständlich im Stadtplan nach der Straße suchen muss, sondern nur nach der Nummer.
Auch sehr schön sind die Zusatzinformationen, die man per Smartphone abrufen kann, unter anderem ein Mini-Audiotrainer. Die Routenführung funktionierte bei uns ohne Datenroaming allerdings nicht. Im Hotel (WLAN) konnte man das aber gut abrufen.
Der Reiseführer ist sehr aktuell, alle Sehenswürdigkeiten sind drin und er bietet allerlei Extras - Stadtspaziergänge usw. Auch die weiterführenden Infos zur Stadtgeschichte usw. sind absolut super. Er ist reich bebildert und dennoch sehr kompakt und passt in jede Hosentasche. Ein absolutes Muss für jeden Citytrip.
Am besten fand ich übrigens den Tip mit dem Fischbrötchenverkäufer an der Galatabrücke... Mmmmm, sehr lecker!
Ich bin sehr zufrieden, von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Auf meine Citytrips kommen IMMER Reiseführer mit. Meistens sind es gleich mehrere. Ein sehr schöner Reiseführer für einen Wochenendtrip ist der, den ich euch heute vorstellen werde...
Reise Know-How CityTrip Istanbul
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Daten
^^^^^^^^^^^^^^
Autor: Manfred Ferner
Verlag: Reise KnowHow
ISBN: 978-3-8317-2427-7
Preis: 9,95€
Inhalt
^^^^^^^^^^^^^^^^
Inhaltlich beginnt Ferner mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte. Außerdem gibt es eine Zusammenfassung der sogenannten Extratipps, die im Buch folgen.
Dann geht es "ab ins Vergnügen". Hier wird unter anderem ein Sightseeing Trip vorgestellt für ein Wochenende in Istanbul. An den haben wir uns sogar grob gehalten und der war wirklich super, man schafft sogar ein kleines bisschen mehr. Außerdem gibt es hier Spezialtouren für Citybummler, Kauflustige, Genießer. Außerdem gibt es Tipps für den Abend, Konzerte und Theater und Istanbul zum Entspannen.
"Am Puls der Stadt" gibt es einiges zur Stadtgeschichte. Darunter - und daran erkennt man, dass der Reiseführer wirklich top aktuell ist - ein Artikel über die Demonstrationen am Taksim Platz im Jahr 2013.
Anschließend heißt es "Istanbul entdecken". Hier werden insgesamt 40 Sehenswürdigkeiten verteilt über die ganze Stadt vorgestellt. Diese sind dann auch mit 1-3 Sternen bewertet, die die Wichtigkeit der Sehenswürdigkeiten abbilden soll. In der Ausführlichkeit sind die Beschreibungen OK, wenn es aber auch ausführlichere Reiseführer - etwa den von Michael Müller - gibt. Dennoch erfährt man eigentlich alles, was man wissen muss, darunter auch Öffnungszeiten und Eintrittspreise.
Am Ende kommen schließlich noch die Standardmäßigen Reiseinformationen, Adresse der deutschsprachigen Konsulate. Dort bekommt man allerdings auch Hinweise, wie man sich etwa als Homosexuelle verhalten sollte (ja, das muss in der Türkei eben leider). Auch Infos über Visa (Österreicher brauchen eins, Deutsche nicht), Strom, Geld usw. findet man hier.
Schließlich gibt es noch eine kleine Sprachhilfe, wobei darauf verwiesen wird, dass man in Istanbul immer jemanden findet, der Deutsch oder Englisch spricht - und so war es auch in der Tat. Schließlich gibt es noch einen Plan der Öffentlichen Verkehrsmittel und einen kleinen Faltplan, in den auch die einzelnen Sehenswürdigkeiten mit Nummer eingezeichnet sind.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^^^
Der Inhalt ist optimal abgestimmt für einen Wochenendtrip an den Bosporus, vor allem wenn man es nicht allzu ausführlich braucht.
Besonders schön finde ich die sehr einheitliche Konzeption, jede Sehenswürdigkeit bekommt eine Nummer, auf die bei Erwähnungen immer wieder verwiesen wird. Das macht die Orientierung sehr leicht, auch wenn der Stadtplan etwas detaillierter sein könnte. Auch die Hinweise auf Clubs, Restaurants und Hotels sind nummeriert und kehren nach Nummerierung immer wieder, so dass man nicht erst umständlich im Stadtplan nach der Straße suchen muss, sondern nur nach der Nummer.
Auch sehr schön sind die Zusatzinformationen, die man per Smartphone abrufen kann, unter anderem ein Mini-Audiotrainer. Die Routenführung funktionierte bei uns ohne Datenroaming allerdings nicht. Im Hotel (WLAN) konnte man das aber gut abrufen.
Der Reiseführer ist sehr aktuell, alle Sehenswürdigkeiten sind drin und er bietet allerlei Extras - Stadtspaziergänge usw. Auch die weiterführenden Infos zur Stadtgeschichte usw. sind absolut super. Er ist reich bebildert und dennoch sehr kompakt und passt in jede Hosentasche. Ein absolutes Muss für jeden Citytrip.
Am besten fand ich übrigens den Tip mit dem Fischbrötchenverkäufer an der Galatabrücke... Mmmmm, sehr lecker!
Ich bin sehr zufrieden, von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Citytrip Istanbul (4): Kirche - Moschee - Museum
Hallo Leute!
Unsere 2. Station in Istanbul war eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Istanbul...
Hagia Sophia
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Die Hagia Sophia ist unmittelbar am Sultanahmet Square gegenüber der blauen Moschee. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man am besten mit der T1 (Sultanahmet) dorthin.
Geschichte
^^^^^^^^^^
Die Hagia Sophia (geweiht 537) war eine der wichtigsten christlichen Kirchen, ab dem 7. Jahrhundert war sie Krönungskirche der byzantinischen Kaiser. Zwischenzeitlich römisch-katholisch wurde sie hauptsächlich im orthodoxen Ritus genutzt. 1453 nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurde sie zur Moschee umgebaut, erhielt unter anderem 4 Minarette.
Seit 1934 wurde unter dem Staatsgründer der Türkei - Kemal Atatürk - die Moschee in ein Museum umgewandelt. Dies ist sie bis heute.
Unser Besuch
^^^^^^^^^^^^^^
Ich muss sagen, auf die Hagia Sophia war ich bei weitem am meisten gespannt. Nach etwa 20 Minuten anstehen - wir zahlten 30 TLR pro Person (etwas mehr als 10€) - ging es sofort ins Gewühl. Und man muss leider sagen, voll ist es in Istanbul wirklich überall.
Zunächst kommt man in einen kleinen Vorraum, wo noch Reste der Fundamente des Glockenturms zu sehen sind.
Man betritt den eindrucksvollen Haupt-Bau durch eine der großen hölzernen Portale und steht mehr oder minder sofort unter der riesigen Kuppel. Die ist 56 m hoch und misst 30 m im Durchmesser. Auffällig sind hier vor allem die großen, runden, arabisch beschrifteten Schilder (ich kanns nicht übersetzen, es handelt sich aber wohl um wichtige Namen im Islam, neben Allah und Mohammed noch die Namen verschiedener Kalifen soweit ich das bei Führungen aufgeschnappt habe). In einem Seitenschiff war eine kleine Ausstellung mit Gebetsteppichen untergebracht. Auffällig war ansonsten ein großes Gerüst, derzeit finden wohl Ausbesserungsarbeiten statt (was bei einem Bau aus dem 6. Jahrhundert sicher verständlich ist).
Etwas abseits findet man dann eine breite Rampe, die in Serpentinen auf die große Empore führt. Von hier aus bekommt man einen noch besseren Überblick über die gewaltige Kuppel. Hier findet man auch das Grab von Henricus Dandolo (Dan Browns Inferno lässt grüßen). Auch findet man hier zahlreiche Mosaike und Fresken, die zum Teil übermalt wurden. Sie zeigen Heiligenfiguren, die Spuren der Geschichte des Bauwerkes als christliche Kirche deutlich machen.
Im Hof findet man dann noch einige Archäologische Stücke.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Trotz des Gewühls, es geht in Istanbul überall zu wie auf dem Basar, lohnt sich eine Besichtigung der Hagia Sophia auf alle Fälle. In der Schlange kommen die Straßenverkäufer auch automatisch und verkaufen einem Wasser, Stadtführer - einige wollen einen auch zu einer Führung verleiten (Achtung, kostet 3x so viel).
Ich finde gerade diese historische Mischung richtig spannend, diese Mischung aus christlicher und islamischer Symbolik, die hier nicht nur für Historiker zugänglich sind.
Die Ausmaße sind zwar nicht so beeindruckend wie etwa in der grünen Moschee oder auch im Petersdom, aber ich bin ja gerade immer von solchen Bauwerken beeindruckt, die der Geschichte trotzen.
Ich bin absolut begeistert. Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Unsere 2. Station in Istanbul war eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Istanbul...
Hagia Sophia
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Die Hagia Sophia ist unmittelbar am Sultanahmet Square gegenüber der blauen Moschee. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man am besten mit der T1 (Sultanahmet) dorthin.
Geschichte
^^^^^^^^^^
Die Hagia Sophia (geweiht 537) war eine der wichtigsten christlichen Kirchen, ab dem 7. Jahrhundert war sie Krönungskirche der byzantinischen Kaiser. Zwischenzeitlich römisch-katholisch wurde sie hauptsächlich im orthodoxen Ritus genutzt. 1453 nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurde sie zur Moschee umgebaut, erhielt unter anderem 4 Minarette.
Seit 1934 wurde unter dem Staatsgründer der Türkei - Kemal Atatürk - die Moschee in ein Museum umgewandelt. Dies ist sie bis heute.
Unser Besuch
^^^^^^^^^^^^^^
Ich muss sagen, auf die Hagia Sophia war ich bei weitem am meisten gespannt. Nach etwa 20 Minuten anstehen - wir zahlten 30 TLR pro Person (etwas mehr als 10€) - ging es sofort ins Gewühl. Und man muss leider sagen, voll ist es in Istanbul wirklich überall.
Zunächst kommt man in einen kleinen Vorraum, wo noch Reste der Fundamente des Glockenturms zu sehen sind.
Man betritt den eindrucksvollen Haupt-Bau durch eine der großen hölzernen Portale und steht mehr oder minder sofort unter der riesigen Kuppel. Die ist 56 m hoch und misst 30 m im Durchmesser. Auffällig sind hier vor allem die großen, runden, arabisch beschrifteten Schilder (ich kanns nicht übersetzen, es handelt sich aber wohl um wichtige Namen im Islam, neben Allah und Mohammed noch die Namen verschiedener Kalifen soweit ich das bei Führungen aufgeschnappt habe). In einem Seitenschiff war eine kleine Ausstellung mit Gebetsteppichen untergebracht. Auffällig war ansonsten ein großes Gerüst, derzeit finden wohl Ausbesserungsarbeiten statt (was bei einem Bau aus dem 6. Jahrhundert sicher verständlich ist).
Etwas abseits findet man dann eine breite Rampe, die in Serpentinen auf die große Empore führt. Von hier aus bekommt man einen noch besseren Überblick über die gewaltige Kuppel. Hier findet man auch das Grab von Henricus Dandolo (Dan Browns Inferno lässt grüßen). Auch findet man hier zahlreiche Mosaike und Fresken, die zum Teil übermalt wurden. Sie zeigen Heiligenfiguren, die Spuren der Geschichte des Bauwerkes als christliche Kirche deutlich machen.
Im Hof findet man dann noch einige Archäologische Stücke.
Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Trotz des Gewühls, es geht in Istanbul überall zu wie auf dem Basar, lohnt sich eine Besichtigung der Hagia Sophia auf alle Fälle. In der Schlange kommen die Straßenverkäufer auch automatisch und verkaufen einem Wasser, Stadtführer - einige wollen einen auch zu einer Führung verleiten (Achtung, kostet 3x so viel).
Ich finde gerade diese historische Mischung richtig spannend, diese Mischung aus christlicher und islamischer Symbolik, die hier nicht nur für Historiker zugänglich sind.
Die Ausmaße sind zwar nicht so beeindruckend wie etwa in der grünen Moschee oder auch im Petersdom, aber ich bin ja gerade immer von solchen Bauwerken beeindruckt, die der Geschichte trotzen.
Ich bin absolut begeistert. Von mir gibt es klare 5 Sterne.
In diesem Sinne
Eure Anke
Montag, 23. Juni 2014
Citytrip Istanbul (3): Dan Brown lässt grüßen
Hallo Leute!
Nachdem ich im Winter schon den neuen Dan Brown gelesen habe, der ja auch teils in Istanbul spielt, gab es für mich ein Ziel, das ich auf alle Fälle ansteuern wollte...
Yerebatan Sarnici
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Die Zisterne liegt direkt neben dem Eingang der Hagia Sophia, direkt neben dem Sultan Achmet Square - zu erreichen mit der T1 (Station Sultan Achmet).
Eintritt
^^^^^^^^^^
Der Eintritt kostet für Erwachsene 20 TLR, also etwa 7€.
Geschichte
^^^^^^^^^^
Die Zisterna Basilika ist eine spätantike Zisterne, die von Kaiser Konstantin in Istanbul in Auftrag gegeben worden sein soll. Vollendet wurde sie 542 unter Kaiser Justinian.
Bekannt ist die Zisterne unter anderem aus Filmen von James Bond (Liebesgrüsse aus Moskau) und Jackie Chan.
Aussehen
^^^^^^^^^^^
Wenn man in die Zisterne kommt, geht man zunächst einige Stufen nach unten. Der Raum ist 138 m lang und 65 m breit. Getragen wird er von insgesamt 338 Säulen. Die meisten davon sind standardmäßig mit korinthischen Kapiteln ausgestattet. Einige davon weichen jedoch vom Standard ab. So gibt es 2 Säulen mit umgedrehten Medusenhäuptern. Man durchschreitet die Wasserflächen auf Stegen. Man fühlt sich direkt wie in einem großen Palast, in einer Säulenhalle - kein Wunder also, dass die Zisterne auch im Volksmund "Versunkener Palast" heißt.
Die Zisterne fasst 84000 Liter perfekt sauberes Wasser, das aus dem Hochland über Viadukte nach Istanbul geführt wurde. Dass das Wasser noch heute beste Qualität hat, sieht man vor allem daran, dass riesige Barsche im Wasser schwimmen. Ganze Schwärme davon sieht man.
Fazit
^^^^^^^^^^
Der Besuch der Yereteban Zisterne war eines der Highlights auf dem Citytrip. Und sie ist genau so, wie ich sie mir aus Dan Browns "Inferno" vorgestellt hatte. Sie ist relativ duster beleuchtet, dennoch ist sie absolut beeindruckend. Alleine das Alter dieser Säulen lässt einem die Gänsehaut aufsteigen. Es spielt leise klassische Musik und das Spiel der Säulen, Licht und Schatten, die großen Fische im Wasser - der ideale Ort für einen Thriller, schon verständlich, dass eben unter anderem James Bond hier schon das Verbrechen bekämpft hat.
Ich war absolut begeistert, für mich gibt es eine klare Empfehlung.
In diesem Sinne
Eure Anke
Nachdem ich im Winter schon den neuen Dan Brown gelesen habe, der ja auch teils in Istanbul spielt, gab es für mich ein Ziel, das ich auf alle Fälle ansteuern wollte...
Yerebatan Sarnici
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Lage
^^^^^^^^^^
Die Zisterne liegt direkt neben dem Eingang der Hagia Sophia, direkt neben dem Sultan Achmet Square - zu erreichen mit der T1 (Station Sultan Achmet).
Eintritt
^^^^^^^^^^
Der Eintritt kostet für Erwachsene 20 TLR, also etwa 7€.
Geschichte
^^^^^^^^^^
Die Zisterna Basilika ist eine spätantike Zisterne, die von Kaiser Konstantin in Istanbul in Auftrag gegeben worden sein soll. Vollendet wurde sie 542 unter Kaiser Justinian.
Bekannt ist die Zisterne unter anderem aus Filmen von James Bond (Liebesgrüsse aus Moskau) und Jackie Chan.
Aussehen
^^^^^^^^^^^
Wenn man in die Zisterne kommt, geht man zunächst einige Stufen nach unten. Der Raum ist 138 m lang und 65 m breit. Getragen wird er von insgesamt 338 Säulen. Die meisten davon sind standardmäßig mit korinthischen Kapiteln ausgestattet. Einige davon weichen jedoch vom Standard ab. So gibt es 2 Säulen mit umgedrehten Medusenhäuptern. Man durchschreitet die Wasserflächen auf Stegen. Man fühlt sich direkt wie in einem großen Palast, in einer Säulenhalle - kein Wunder also, dass die Zisterne auch im Volksmund "Versunkener Palast" heißt.
Die Zisterne fasst 84000 Liter perfekt sauberes Wasser, das aus dem Hochland über Viadukte nach Istanbul geführt wurde. Dass das Wasser noch heute beste Qualität hat, sieht man vor allem daran, dass riesige Barsche im Wasser schwimmen. Ganze Schwärme davon sieht man.
Fazit
^^^^^^^^^^
Der Besuch der Yereteban Zisterne war eines der Highlights auf dem Citytrip. Und sie ist genau so, wie ich sie mir aus Dan Browns "Inferno" vorgestellt hatte. Sie ist relativ duster beleuchtet, dennoch ist sie absolut beeindruckend. Alleine das Alter dieser Säulen lässt einem die Gänsehaut aufsteigen. Es spielt leise klassische Musik und das Spiel der Säulen, Licht und Schatten, die großen Fische im Wasser - der ideale Ort für einen Thriller, schon verständlich, dass eben unter anderem James Bond hier schon das Verbrechen bekämpft hat.
Ich war absolut begeistert, für mich gibt es eine klare Empfehlung.
In diesem Sinne
Eure Anke
Abonnieren
Posts (Atom)

