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Mittwoch, 8. Juni 2016

{Österreich - Salzkammergut - Hallstatt} Klischeehafte Idylle

Hallo Leute!

Hallstatt ist wohl einer der für Touristen beliebtesten Orte in Österreich - und das liegt wohl nur zum Teil an der Salzmachertradition. Den größten Teil macht wohl die schon beinahe klischeehafte Idylle aus. Und am meisten manifestiert diese sich in Hallstatt am stärksten am Marktplatz.

Marktplatz Hallstatt
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Lage
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Der Ort befindet sich - wie es sich für einen Marktplatz gehört - im Zentrum des Ortes. Mit dem Auto kann man natürlich nicht hinfahren - nur mit spezieller Erlaubnis für die Anwohner - ansonsten ist der ganze Hauptort reine Fussgängerzone.


Architektur
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Im Zentrum der Stadt waren einst die Salzmacher ansässig, die naturgemäß sehr viel mehr Geld auf dem Konto hatten als die einfachen Bergleute im Salzbergwerk. Entsprechend prächtig sind die bunten Häuser mit ihren verzierten Holzbalkonen.

Direkt hinter den Häusern ragt steil die Felswand hinauf. Dort beginnt auch der historische Aufstieg hinauf zum alten Salzbergwerk, von der aus die Arbeiter ihren täglichen Weg über die 500 Höhenmeter zum Eingang des Stollens gingen.


Geschichte
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Der Hallstätter Marktplatz ist in seinem heutigen Zustand seit 1750. Damals gab es eine schwere Feuersbrunst, die sämtliche Salzmacherhäuser und das damalige Salzamt vollständig zerstörte. Das Salzamt zog in den Stadtteil Lahn (da wo heute die Parkplätze sind), der Marktplatz wurde sonst wieder aufgebaut. Ein Überrest des Feuers ist die Dreifaltigkeitssäule im Zentrum des Platzes, die den Brand beinahe unbeschädigt überstand.

Heute sind in den meisten Gebäuden Hotels. Cafés und Souvenirläden locken die Touristen auf den malerischen Platz.


Fazit
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Beinahe schon klischeehaft malerisch ist das Dorf Hallstatt natürlich besonders in seinem Zentrum. Heute ist hier normalerweise hektisches Treiben in den Cafés, für das Foto habe ich einen beinahe unmöglichen Moment ganz ohne Chinesen mit riesigen Kameras erwischt.

Viele ziehen aber nur schnell vorbei, ohne die wunderschönen Häuser eines Blickes zu würdigen. Dabei sind die Bänke hinter der Dreifaltigkeitssäule, aber auch die schönen Cafés quasi für eine Pause vom hektischen Treiben prädestiniert. Einzig der Seeblick fehlt ein kleines bisschen zum absolut perfekten Urlaubserlebnis. Ein bisschen fühlt man sich wie in einem Heimatfilm und gleich kommt Peter Alexander um die Ecke und trällert irgendwas.

Da war es allerdings schon etwas später am Tag - um die Mittagszeit wird es hier richtig voll. Für das etwas längere Warten wird man aber belohnt - fast hat man das Gefühl, dass hier nicht die Touristen regieren, sondern viel mehr die Salzmacher.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 6. Juni 2016

{Österreich - Salzkammergut - Kirche} Schöner Schluss



Hallo Leute!

Mondsee ist wohl einer der bekanntesten Orte im Salzkammergut. Direkt an der Autobahn gelegen, bildete er einen netten Abschluss für den ersten unserer beiden Trips ins Salzkammergut. Natürlich gehört bei einem Besuch in Mondsee auch eine Besichtigung der Kathedrale dazu.

Basilica Minor St. Michael
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Lage
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Die Basilika liegt im Zentrum der Stadt Mondsee direkt an der Fussgängerzone - zu Fuss nur etwa 10 Minuten vom Seeufer entfernt.


Geschichte
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Die ehemalige Klosterkirche gehörte einst zum Benediktinerstift in Mondsee. Der ist allerdings heute verlassen, die Räumlichkeiten werden vom Schlosshotel genutzt. Das Kloster wurde schon 748 gegründet, allerdings mit der Josephinischen Kirchenreform aufgehoben und 1791 offiziell aufgelöst. Nach den Napoleonischen Kriegen geriet der Besitz an die Familie Wrede, die es in ein Schloss umwandelte.

Die ehemalige Klosterkirche St. Michael blieb als Pfarrkirche erhalten. Sie wurde von Baumeister Hans Lenngdörffer gebaut und 1487 geweiht. Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Äußere vollständig barockisiert.

2005 wurde die Kirche von Papst Johannes Paul II. zur Basilica minor erhoben, einer Kirche unter besonderem päpstlichen Schutz.


Unser Besuch
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Schon der Platz vor der Basilika mit den Mustern im Pflaster ist ist sehr eindrucksvoll. Bei uns war das Wetter leider nicht so schön, aber bei gutem Wetter glänzt alles.

Die Basilika ist dreischiffig. Man betritt sie durch einen kleinen Shop. Gleich wird die beeindruckende Innenausstattung sichtbar. Diese ist das Lebenswerk des bekannten und großen barocken Holzbildhauers Meinrad Guggenbichler. Er schuf die Altäre, die den Innenraum noch heute bestimmen.


Fazit
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Die Basilika von Mondsee ist für mich ein echtes Highlight, das man auf dem Heimweg Richtung Autobahn auf jeden Fall noch anschauen sollte. Schon das Portal mit dem Vorplatz ist sehr sehenswert. An der linken Seite sieht man das Schloss bzw. das ehemalige Kloster.

Faszinierend fand ich die (ich glaube es waren 12) mächtigen Altäre von Guggenbichler, die einen nicht nur aufgrund der Größe, sondern auch aufgrund der dusteren Verziehrungen einen schier erschlagen.

Von mir bekommt diese wirklich eindrucksvolle Kirche klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 5. Juni 2016

{Österreich - Salzkammergut - Wie im Film} Und der James war auch schon da...

Hallo Leute!

Als ich meinem Mann erzählte, dass im Salzkammergut erst kürzlich Hollywood zu Gast war, war er erst mäßig begeistert. Als ich aber erzählte, dass Daniel Craig da war, wurde er schon hellhöriger - als ich dann erzählte, dass hier ein paar Szenen aus "James Bond: Spectre" gedreht wurden, war er hellauf begeistert.


Altaussee
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Lage, Parken
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Altaussee ist mit Bad Aussee Teil des Ausseer Landes und gehört damit zum steirischen Teil des Salzkammergutes. Von Bad Goisern aus fährt man über den Pötschenpass und kurz hinter der Steirisch-Oberösterreichischen Grenze ist es dann auch schon ausgeschildert.

In Altaussee gibt es 2 Parkplätze, die speziell für Tagestouristen ausgeschrieben sind - der zweite ist allerdings wesentlich näher am historischen Ortskern und nur wenige Meter von der Schiffsstation entfernt. Wir nutzten ihn bei beiden Besuchen. Für 3 Stunden zahlten wir rund 4€. Zahlen muss man allerdings nur von 9 bis 18 Uhr.


Geschichte
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Die Geschichte von Altaussee ist vor allem geprägt vom Salz. Schließlich wurde hier schon im Mittelalter Salz abgebaut und gemeinsam mit den Minen von Hallstatt und Hallein bildet Altaussee das größte Salzvorkommen Österreichs.

Aber auch der Fischfang wurde in Altaussee betrieben, was man noch heute an den vielen Bootshütten erkennen kann und am Namen Fischerndorf, der Ortsteil, der das Zentrum des Ortes enthält.

Mit dem einsetzenden Tourismus entwickelte sich Altaussee vor allem im Sommer zum Sitz der Avantgarde. Das "Who is Who" vor allem der österreichischen Literaten fand sich Sommer für Sommer hier ein - in teils protzigen Sommerhäusern, die noch heute erhalten sind.


Sehenswertes
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Sehenswert sind die Salzwelten, die oberhalb von Altaussee am Steinberg liegen. In einer Führung wird einem hier nicht nur die Salzgewinnung in einer Multimediashow nähergebracht, sondern auch die Raubkunst, die die Nazis hier während des 2. Weltkrieges im Salzbergwerk versteckten.

Im Zentrum gibt es einiges. Natürlich sehr hübsch ist der große See, der über keinen Zufluss verfügt und ausschließlich von Sickerwasser gefüllt wird. In einer 2,5 stündigen Wanderung kann man den See einmal umrunden (etwa 8 km, sehr flach, die Wege sind in gutem Zustand) und von hier die traumhaften Ausblicke etwa auf den Loser oder auf den Ort genießen.

Etwas abgelegen und versteckt ist das Jagdhaus Seewiese, das allerdings der zweite Halt des solarbetriebenen Bootes ist. Hier sind nämlich die berühmten Szenen aus "Spectre" in Altaussee gedreht worden - vielleicht erinnert man sich ja an die verschneite Hütte, in der Bond einen Freund treffen will. Im Sommer ist hier ganz ohne Hollywood eine kleine Gaststätte. Rund um den See gibt es auch einige Bänke, auf denen man in Ruhe den See genießen kann.

Aber natürlich kann man nicht nur rund um den See wandern - auch der Loser und das Tote Gebirge bieten allerhand Ziele und Wanderwege, die wir aber in der Kürze der Zeit nicht testen konnten.

Jagdhaus Seewiese - Schauplatz von "Spectre"
Auch der Ortskern ist sehr hübsch. Lebten die Leute hier früher vom Fischfang und vom Salz (der Ortsteil heißt Fischerndorf), kamen mit Beginn des 19. Jahrhunderts immer mehr Leute zur Sommerfrische ins Salzkammergut. Und da Bad Ischl schon von der Aristrokratie besetzt war (mehr als 60 Jahre kam Franz Josef auf Urlaub nach Ischl und lernte hier auch seine Sisi kennen), kamen nach Altaussee besonders die Literaten. So kamen unter anderem Schnitzler, von Hoffmannstal und auch der berühmte Vater des Staates Israel Theodor Herzl regelmäßig im Sommer nach Altaussee. Darin begründet liegt unter anderem ein Literatenmuseum und die vielen Sommervillen aus Holz, die damals für die berühmten Gäste errichtet wurden.

Probieren sollte man auch die Ausseer Lebkuchen, wenn man die Gelegenheit hat. Zum Narzissenfest (am Sonntag nach Fronleichnam) gibt es einen Bootskorso - den haben wir uns erspart, wir waren einen Tag früher da und haben nur gesehen, wie viele Parkplätze vorbereitet wurden und wie viele Tribünen aufgebaut - das musste für uns nicht sein - aber wem sowas gefällt, kann ich nur besagtes Wochenende ans Herz legen.


Fazit
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Wo der James schon war, muss es hübsch sein - und das war es auch. Die Hollywoodproduzenten wussten schon, was sie gewählt haben.

Wir waren vor allem bei unserem zweiten Besuch (beim ersten war schlechtes Wetter) absolut begeistert. Die Wanderung um den See ist wirklich toll und auch die faszinierend verzierten typischen Holzhäuser aus Altaussee. Ich kann verstehen, dass die Literaten hier Urlaub gemacht haben.

Auf gar keinen Fall sollte man das Salzbergwerk verpassen - mit einer faszinierenden Multimediashow wird man 1,5 Stunden durch die Welt des Salzes geleitet.

Altaussee gehört zu den absoluten Highlights im Salzkammergut - klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke




{Österreich - Salzkammergut - Hallstatt} Ausblick

Hallo Leute!

Hallstatt ist ja schon ein Traum. Wenn man die Zeit hat, sollte man den Aufstieg ins Hochtal nicht verpassen, in dem schon seit mehr als 7000 Jahre das weiße Gold abgebaut wurde.

Hoch über Hallstatt wachte man einst am Rudolfsturm darüber, wer Zugang zum Salz bekam - ich habe ihn natürlich besucht.


Rudolfsturm
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Lage
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Der Turm liegt im Hochtal hoch über dem historischen Zentrum von Hallstatt - direkt bei der Bergstation der Standseilbahn, die stündlich mehrere Hundert Menschen hinaufbringen kann. Von hier aus geht man über eine Panoramabrücke direkt zu dem kleinen Haus.

Gebaut wurde er auf dem sogenannten Turmkogel, der das prähistorische Gräberfeld nach Osten hin begrenzt. Daher wird auch schon eine prähistorische Bedeutung vermutet.


Geschichte
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Der Rudolfsturm hat an dieser Stelle schon eine sehr lange Geschichte. Vermutlich wurde er bereits im Mittelalter um 1284 errichtet. Im Salzkrieg, den die Habsburger gegen die Salzburger führten, wurde er als Wehrturm ausgebaut.

Als die Verhältnisse geklärt wurden, bekam er im Wesentlichen die Rolle des Sitzes des Bergmeisters und der Salinenverwaltung.

Seit 1954 wurde er endgültig zu einem Gastronomiebetrieb umgebaut und für den immer stärker werdenden Tourismus genutzt.


Der Turm heute
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Im Turm ist ein kleines Restaurant mit einem Lounge-artigen Cafe untergebracht. Es ist eben ein typisches Touristenlokal mit einem grandiosen Ausblick. Den kann man auch direkt vor dem Gastgarten vom 2008 errichteten Welterbeblick aus genießen. Wir hatten dort nur einen Cappuccino - das Essen sah aber ganz ansehnlich aus - ist allerdings wie so oft bei Ausblicksorten echt teuer.

Außerdem ist auf dem Dachboden eine kleine Ausstellung über den berühmten Bergmeister Johann Georg Ramsauer, der einst das berühmte Gräberfeld entdeckte und kartierte. Er lebte im Rudolfsturm und hatte als Chef des Hallstätter Salzbergwerkes dort auch seinen Verwaltungssitz. Dort sieht man einige alter Möbel und bekommt eine Erläuterung, wie Ramsauer damals das Gräberfeld systematisch kartierte.


Blick aus dem Biergarten auf die Welterbeplattform
Fazit
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Der Rudolfsturm gehört sicherlich zum typischen Stadtbild von Hallstatt - und der Ausblick von hier ist einfach der absolute Hammer. Bei gutem Wetter kann man bis hinauf zum Krippenstein und zum Dachsteingletscher schauen, man kann fast den gesamten Hallstätter See überblicken, hinüber nach Obertraun. Auch die Ausläufer von Bad Goisern am Nordufer sind gut zu erkennen.

Wenn man allerdings nicht ins Salzbergwerk will, kann man sich den Aufstieg bei Nebel eher sparen - denn bei schlechtem Wetter verpasst man wirklich viel.

Das Restaurant ist Touristenniveau - witzigerweise gab es bei 25°C ein Glühweinangebot - na gut, jedem das Seine. Wir hatten eine Melange passend zum Ausblick - wirklich herrlich. Über das Essen kann ich nichts sagen, das haben wir uns gespart.

Die Ausstellung ist jetzt nicht extrem spannend - man erfährt viel über den alten Bergmeister, die meisten Ausstellungsstücke sind aber nur aufgedruckt, die Originale findet man im Naturhistorischen Museum in Wien oder im Hallstatt Museum unten im Tal. Trotzdem ist sie nicht uninteressant, aber eben kein wirkliches Highlight.

Alleine wegen des grandiosen Ausblicks ist der Rudolfsturm bei gutem Wetter ein absolutes MUSS.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 3. Juni 2016

{Österreich - Salzburg - Reiseführer} Immer eine Reise wert

Hallo Leute!

Schon seit Jahren bin ich immer wieder mit Reiseführern von Marco Polo unterwegs - egal ob New York oder Peru, egal ob Wien oder Budapest. Auch auf unserem Trip ins Salzkammergut hatten wir wieder einen dabei - diesmal einen ganz Neuen - denn in 2016 wurden beinahe alle Marco Polos komplett neu aufgelegt und modernisiert.

Marco Polo Salzburger Land - mit Salzkammergut und Salzburg
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Daten
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Autor: Siegfried Hetz
Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829728832
Preis: 12,99Euro
Taschenbuch, 148 Seiten


Inhalt
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Der neue Marco Polo Salzburger Land ist ein klassischer, moderner Reiseführer, der eigentlich alle wichtigen Infos liefert.

In den Anfangskapiteln erfährt man zunächst alles über Land und Leute, Essen und Trinken, Einkaufen und Trends. Besonders zu erwähnen sind hier die Listen, die man unter "Best of" findet. Hier gibt es einmal typische Orte, aber auch kostenlose Erlebnisse und Erlebnisse, die auch bei Regen nicht schlecht sind. Das erleichtert die Wahl der jeweiligen Tagesprogramme.

Als nächstes werden die Sehenswürdigkeiten anhand unterschiedlicher Orte vorgestellt. Geordnet ist das nach Regionen:

Stadt Salzburg
Flachgau
Salzkammergut
Lungau
Pinzgau

Vorgestellt werden dabei nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch Hotels und Restaurants.

Dann werden Erlebnistouren vorgestellt, die einem den Überblick, aber auch spezielle Einblicke ins Salzburger Land liefern sollen - etwa eine Tour auf die Almen. Die können dann auch mit App Unterstützung abgefahren bzw. -gelaufen werden.

Als nächstes kommen dann wieder allgemeine Informationen zur Region - wohin reise ich am besten mit Kinder? Welche Feste werden gefeiert? Wo mache ich am besten Sport & Wellness? Auch Onlinequellen werden vorgestellt. Schließlich gibt es noch praktische Infos von A - Z über Anreise bis hin zum Zoll. Am Ende darf natürlich auch der kleine, sehr praktische Reiseatlas nicht fehlen, denn gerade wenn man mit dem Auto unterwegs ist, kann man nicht immer den Faltplan aufmachen.


Die Marco Polos der neuesten Generation haben 2 große Neuerungen: Zum einen bekommt man einen lebenslangen Update Service - vor der Reise kann man sich ein PDF herunterladen, auf dem etwa Änderungen von Öffnungszeiten oder eben Schließungen informiert wird. Das war bei unserer Reise noch relativ knapp (1,5 Monate nach Erscheinen), ist aber natürlich trotzdem nicht schlecht, eben weil man auch mal einen etwas älteren Reiseführer mitnehmen.

Die zweite Neuerung ist die Tourenapp, mit der man die Erlebnistouren offline abrufen und sich mit GPS leiten lassen kann. Auch die Infos zu den Touren sind enthalten - das hilft sehr bei der Orientierung.

Fazit
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Für eine Regionenübergreifende Reise innerhalb kürzester Zeit ist der Marco Polo optimal. Wenn man sich aber auf eine der genannten Regionen spezialisiert - so wie wir diesmal auf eine ausführliche Reise ins Salzkammergut - verpasst man am Ende doch einiges. So wird hier etwas das komplette Ausseer Land ausgespart, obwohl vor allem Altaussee doch extrem sehenswert ist (immerhin hat James Bond auch schon dort gedreht).

Das ist sicherlich der sehr kompakten Struktur des Reiseführers geschuldet - die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind immerhin drin und auch für einen kleinen Ausflug ins nahe Salzburg ist man immerhin bestens gerüstet.

Das "Drumherum" ist allerdings erstklassig - man erfährt beispielsweise, wo man am besten zum Paragliden hinfährt oder zum Wandern oder auch was man am Besten mit seinen Kids anfängt - auch über Land und Leute und deren Geschichte erfährt man einiges.

Zum Rumreisen im gesamten Gebiet ist das Buch wirklich optimal - bleibt man wie wir nur im Salzkammergut, gibt es vielleicht ausführlichere Guides.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 2. Juni 2016

{Österreich - Salzkammergut - Buch} Unbekannte und Bekannte Orte

Hallo Leute!

Wann immer sich die Möglichkeit bietet, baue ich in unsere Reisen auch mal den einen oder anderen außergewöhnlichen Reiseführer mit ein - und eine meiner Lieblingsreihen ist da ja aus dem Emons Verlag.


111 Orte im Salzkammergut, die man gesehen haben muss
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Daten
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Autoren: Stefan Spath, Gerald Polzer
Fotografin: Pia Odorizzi
Verlag: Emons
ISBN: 978-3-95451-231-7
Preis: 14,95€
Broschiert: 240 Seiten


Inhalt
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Die 111 Orte Reihe habe ich ja an dieser Stelle schon des öfteren besprochen - Einheimische suchen hier 111 Orte innerhalb einer Stadt oder einer Region zusammen, die es nicht immer alle in die klassischen Reiseführer geschafft haben - jene Orte, die man als normaler Tourist häufig eher durch Zufall entdeckt - kleine Museen oder Kapellen, Denkmäler oder Aussichtsplattformen, an denen man sonst wohl eher vorbeigehen würde.

So ist es auch in diesem Band. Alphabetisch nach den Regionen zusammengestellt - vom Ausseer Land bis nach Weissenbach am Attersee. Man findet hier neben echten Touristischen Klassikern (etwa der "Five Fingers" Plattform oder die Basilika in Mondsee) auch echtes Kleinod - etwa die Schuhmacherwerkstätten von Bad Goisern oder das Tauchmuseum in Hallstatt (das bei unserem Besuch leider zu war).

Erzählt werden dabei ungewöhnliche Geschichten und Anekdoten aber auch zur Geschichte der einzelnen Sehenswürdigkeiten steht einiges in den unterhaltsamen Texten.

Jedem Ort ist ein tolles Foto von Pia Pia Odorizzi zugeordnet. Dazu kommen ein paar Infos zum Ort (etwa Adresse, Internetadresse, Öffnungszeiten, Tipps oder Wegbeschreibungen).


Fazit
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Es lohnt sich, gerade im Salzkammergut auch mal etwas fernab der Touristenorte anzuschauen - ein bisschen in die kleinen Gässchen von Hallstatt zu gehen etwa - man entdeckt wahre Schmuckstücke. Und genau dazu lädt dieses Buch geradezu ein - zum Entdecken.

Und dabei liefert es Wanderziele wie die Five Fingers Plattform, die Gosauzwangbrücke oder den Du-Stein für schönes Wetter genauso wie kleine Museen (Zinkenbacher Malerkolonie, Landlermuseum) für schlechtes Wetter.

Besonders aber gefallen mir aber die sehr liebevoll gestalteten Texte zu jedem einzelnen der 111 Orte, die Geschichte und Geschichten über den jeweilien Ort vermitteln - sie erzählen etwa von einer ganz besonderen Gaststätte, die sich schon seit mehr als 300 Jahren auf ihre Traditionen beruft und sich weigert, Pizza und Kebap anzubieten.

Sicherlich konnten wir nicht alle Orte in den 4 Tagen bzw. 3 Tagen (wir waren 2x dort) abhaken - wir haben aber sehr viel spannendes entdeckt, was wir im klassischen Reiseführer nicht gefunden haben - allein wegen des Tauchmuseums in Hallstat müssen wir nochmal hinfahren.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Österreich - Salzkammergut - Orientierungshilfe} Warum in die ferne schweifen...

Hallo Leute!

Gleich zweimal hat es uns in letzter Zeit in das wunderschöne Salzkammergut verschlagen - eine Region, die sich über drei österreichische Bundesländer erstreckt und in deren Zentrum schließlich das UNESCO Welterbe Hallstatt/Dachstein liegt.

Und wie immer hatten wir auch einen guten Reiseführer dabei - diesmal habe ich mich mal für einen neuen Verlag entschieden, der nur sehr wenige Bücher auf den Markt gebracht hat.


Maremonto Reise- und Wanderführer: Salzkammergut
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Daten
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Autor: Martin Krake
Verlag: Maremonto
ISBN: 978-3-9503696-3-2
Preis: 22,90€
Broschiert: 308 Seiten


Inhalt
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Dieser Reiseführer bietet eine Mischung aus klassischem Reiseführer und Wanderguide. Vorgestellt werden die 6 großen Regionen: Attersee/Mondsee, Wolfgangsee/Fuschlsee, Traunsee/Almtal, Inneres Salzkammergut, Ausseer Land, Salzburg (wobei man sicherlich über die Zugehörigkeit Salzburgs zum Salzkammergut sicher streiten kann, ein Ausflug lohnt allemal).

Die Sehenswürdigkeiten werden schon im Inhaltsverzeichnis in 4 Kategorien eingeteilt: top - unbedingt machen, sollte man erlebt haben, nette Abwechslung und man versäumt nicht viel. So hat man einen sehr schnellen Einblick, wo sich ein Stop lohnt und wo eher nicht.

Die großen Orte sind hierbei genauso ausführlich verzeichnet wie kleine, abgelegene Seen - meist ist auch eine Übersichtskarte dabei. Verschiedendlich werden auch Exkursionen zu verschiedenen Themen gemacht - etwa die Tracht, die Musik oder die Anfänge des Tourismus im Salzkammergut.

Dazu werden zu beinahe jeder Einzelregion Wanderungen vorgestellt - diese sind zum einen in ausführlicher Beschreibung auf den hinteren Seiten des Buches zu finden, dazu gibt es aber noch kleine Karten mit einem Abdruck des Weges und einer kleinen Wegbeschreibung, die in eine Hemdentasche passt. So kann man beim Wandern leicht Gewicht sparen. Wir haben einige der Wanderungen gemacht - die Qualität der Beschreibungen ist dabei durchaus unterschiedlich - am Predigtstuhl etwa haben wir uns erstmal völlig verlaufen. Ansonsten sind die Informationen zu den Wanderungen aber ganz gut - ein Höhenprofil und diverse Varianten fehlen dabei genauso wenig wie Informationen über die Beschaffenheit des Weges - sogar die GPS Koordinaten diverser Wegpunkte sind enthalten, so dass man etwa auch mit einem GPS Gerät gut navigieren kann.


Fazit
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Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit diesem Reiseführer. Er enthält alle wichtigen Regionen und besonders für eine Mischung aus Roadtrip und Wanderurlaub, wie wir ihn machten, war er beinahe optimal.

Ein paar Kleinigkeiten muss ich jedoch bemängeln.

- eins ist sicherlich verständlich, obwohl der Reiseführer mit Erscheinungsjahr 2015 noch relativ jung ist, stimmt kein einziger Preis, es ist ausnahmslos alles etwas teurer als beschrieben. Anscheinend hat der Tourismus in dieser Saison ordentlich die Preise angezogen.

- mir gehen doch ein paar Gastrotipps ein wenig ab. Wir haben uns zwar größtenteils selbst verpflegt, dennoch wäre das eine oder andere mal ein nettes Restaurant nicht schlecht gewesen. Nun haben wir dann auf Tripadvisor geschaut, wäre man aber z.B. aus Deutschland eingereist, wäre das mit Roaming natürlich teurer gekommen. Man muss es da ja nicht übertreiben, aber ein oder zwei Restaurants pro größerer Stadt wären schon nicht schlecht.

- mir persönlich hätte es besser gefallen, wären die Wanderungen direkt bei den einzelnen Regionen gestanden. Man bekommt zwar einen kleinen Verweis, aber so muss man eben immer hin und her blättern. Das kann etwas nervig werden. Ein oder zweimal haben die Seitenverweise auch nicht zu 100% gepasst, aber da kann man bei einer neuen Auflage sicher dran arbeiten.

Die Idee mit den kleinen Kärtchen zu jeder Wanderung dagegen finde ich grandios. Mein Mann hat sich die Karte immer in die Hemdtasche gesteckt, so mussten wir nicht jedesmal das Buch herauskramen.

Auch grandios fand ich das sehr überschaubare und nachvollziehbare Bewertungssystem mit den Punkten, das sich perfekt wie ein roter Faden durch das Buch zog und an das wir uns auch sehr gehalten haben.

Die Mängel waren für mich nur Kleinigkeiten, die insgesamt zu 1 Stern Abzug geführt haben - ein bisschen Ausbaufähigkeit muss man sich schließlich für die zweite Auflage aufheben.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 30. Mai 2016

{Österreich - Salzkammergut - Hallstatt} Spooky

Hallo Leute!

Die Österreicher sind bekannt für ihre sehr schmuckvollen Friedhöfe - verschnörkelte Kreuze und viel Gold. In Hallstatt hat sich zudem ein besonderes Beerdigungsritual entwickelt. Denn aufgrund des mangelnden Platzes können die Gräber ja nicht ewig bestehen. Daher gibt es in Hallstatt das wohl bekannteste Beinhaus der Welt.

Karner
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Lage
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Der Karner in der Michaelskapelle liegt am Friedhof hinter der katholischen Kirche von Hallstatt. Daher ist er etwas abgelegen und durch die engen Gassen nicht ganz leicht zu finden.

Der Eintritt kostet 1,50€, was ich sehr human finde. Geöffnet ist von Anfang Mai bis Ende Oktober von 10 bis 18 Uhr - im Winter scheint das Beinhaus geschlossen zu sein.


Geschichte
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Das Beinhaus in Hallstatt geht schon auf das 12. Jahrhundert zurück. Nach 20 bis 30 Jahren werden die Knochen exhumiert und gebleicht. Vor allem im 19. Jahrhundert wurden die Schädel kunstvoll bemalt und mit Namen und Sterbedaten kunstvoll bemalt. Diese Tradition wurde besonders im Alpenraum gepflegt.

Im 20. Jahrhundert wurden nur noch vereinzelt Gebeine im Beinhaus untergebracht, da etwa die Feuerbestattung immer mehr zugenommen hat. Die Bestattung im Beinhaus muss testamentarisch festgelegt werden. Die letzte Bestattung fand 1985 dort statt.

Die Bemalungen erfolgten nach den unterschiedlichsten Traditionen. Die Angaben, wie viele Schädel es sind, variieren übrigens von Quelle zu Quelle zwischen 600 und 1200 - bei einem ist man sich allerdings einig: Es ist die größte Sammlung dieser Art weltweit.


Unser Besuch
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Zunächst einmal empfielt es sich sehr, dass man einen ruhigen Moment abpasst. Denn der Innenraum des Beinhauses bietet vielleicht 20 qm Platz - da mit einer Stadtführung für eine aufgeregten chinesischen Touristengruppe - das schmälert das Erlebnis eben doch ein wenig.

Am Eingang bekommt man einen Zettel mit einer Beschreibung und dann geht man hinein - aus der Sonne draußen am Friedhof hinein in die kühle, dunkle Kapelle. Und dann wird es einem irgendwie schon ziemlich spooky zumute - schließlich steht man mindestens 600 echten Totenschädeln gegenüber. Kalt, Kerzenlicht und die kunstvoll bemalten Schädel - ein bisschen morbid ist einem da schon zu Mute, was aber ja auch irgendwie zur österreichischen Kultur und zum Flair von Hallstatt dazu.

Direkt beim Betreten (wir hatten tatsächlich die asiatische Busgruppe erst rausgelassen) kommt man direkt in eine ganz andere Stimmung - duster und ein kleines bisschen gruselig ist es ja schon. Ein kleines bisschen schämt man sich vielleicht sogar für seine Neugier - schließlich hat man ja unzählige Leichen vor sich und neben sich liegen. Aber gleichzeitig ist da auch diese gewisse Faszination für diese wahren Kunstwerke, die quasi die Geschichte des Menschen erzählt, dem dieser Schädel einst gehört hat.

Von mir klare 5 Sterne - den Karner sollte man nicht verpassen in Hallstatt.

In diesem Sinne

Eure Anke



{Österreich - Salzkammergut - Hallstatt} Perle im Salzkammergut

Rudolfsturm
Hallo Leute!

Die meisten Menschen, die an Österreich denken, denken an Wien oder Salzburg. Und diejenigen, die von weiter her kommen, denken meistens an den kleinen Ort, in einer abgelegenen Bucht am Hallstätter See gelegen. Jahrhunderte war er kaum auf dem Landwege zu erreichen. Heute kommen täglich tausende Touristen.


Hallstatt
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Lage^^^^
Heute ist Hallstatt gut zu erreichen und bildet das historische Zentrum des Salzkammerguts. Man erreicht den Ort (oder viel mehr die drei Großparkplätze) über Bad Goisern über eine Uferstraße, durch zwei große Tunnel wird das historische Zentrum umfahren.

Es gibt zwei Große Parkplätze im Ortsteil Lahn. P2 liegt direkt bei der Talstation der Standseilbahn, P1 liegt etwa 500m davon entfernt. Die Parktarife sind für den Andrang fast schon human, pro 12 Stunden zahlt man 8€ (für kürzere Parkzeiten > 3h wird es sogar günstiger. P3 ist normalerweise Bussen und Camping vorbehalten. Daher lohnt es sich, früh zu kommen - wir kamen gegen 10 Uhr und es standen noch 66 Plätze zur Verfügung, als wir vom Salzbergwerk kamen (13 Uhr) bildeten sich bereits lange Schlangen an den Schranken.


Geschichte
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In Hallstatt hat der Salzabbau lange Tradition. Im Hochtal über Hallstatt bestand schon vor rund 7000 Jahren. Das belegen Funde aus einem riesigen Gräberfeld, das rund um den Rudolfsturm und dem Salzstollen bestand. Entdeckt wurde es von Johann Georg Ramsauer, dem auch eine Ausstellung im Rudolfsturm gewidmet ist. Die Hochzeit der Hallstattkultur mit regem Handel (unter anderem belegt durch Elfenbeinfunde) datierte er etwa auf 800 bis 400 v. Chr. Man fand hier unter anderem Eisenschmieden und Hinweise darauf, dass exzessiv Fleisch mit Salz haltbar gemacht wurde. Außerdem fand man die älteste Holzstiege der Welt, die vor allem durch ihre Flexibilität beeindruckte.

Zerstört wurde der Bergbau in Hallstatt vorläufig nach einem schweren Grubenunglück. Erst im Mittelalter entdeckte man das Salz wieder für sich. Hallstatt gehörte dann den Habsburgern, die den Preis des Salzes erkannten und in stetiger Konkurrenz mit dem benachbarten Salzburg lagen, weshalb Hallstatt mit dem Rudolfsturm auch eine gestärkte Stadtbefestigung bekam. Außerdem begann man mit dem feuchten Abbau des Salzes, weshalb eine Leitung für die Sole bis nach Ebensee gelegt werden musste.

Erst im 19. Jahrhundert mit dem einsetzenden Tourismus bekam Hallstatt eine Straße, die zum Teil in den Fels gesprengt werden musste. Kaiser Franz Josef und seine Verlobte Sisi kamen etwa 1853 noch mit dem Schiff über den See nach Hallstatt.


Unser Tag in Hallstatt
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Wir kamen gegen 10 Uhr an - P2 war schon belegt, auf P1 bei der Tankstelle bekam man aber noch gut einen Parkplatz. So gingen wir das Stück bis zur Talstation, denn wir hatten beschlossen, erst nach oben zu fahren, bevor der ganz große Run losging. Wir entschieden uns aber gegen einen Besuch der Saline, da wir kurz davor schon in Altaussee in der Saline waren und wir den schönen Tag nicht unter der Erde verbringen wollten. Zu zweit zahlten wir (mit der Salzkammergut-Erlebniscard, die man ab 3 Übernachtungen vom Hotel bekommt) rund 26€ für die Berg- und Talfahrt.

Außerdem gab es auch so oben am Berg einiges zu sehen. Gleich bei der Bergstation gibt es eine Panorama-Brücke, die herüber bis zum Rudolfsturm führt. Im alten Wehrturm ist heute ein Restaurant und am Dachboden ist ein kleines Museum, das Johann Georg Ramsauer gewidmet ist, dem Wegbereiter der Archäologie in Hallstatt, der viele der Gräber selbst dokumentiert hat.

Am Fuße des Rudolfsturms ist eine tolle Aussichtsplattform, die sich im Dreieck bis vor über den Abgrund erstreckt. Von hier hat man einen Blick zum historischen Zentrum.

Auf dem kleinen Rundweg hinauf zum Bergwerk sieht man dann unter anderem ein Schaugrab, einen Gedenkbrunnen derer, die auf dem Gräberfeld begraben wurden. Oben bei der Saline sieht man dann noch eine alte Salzpfanne sowie eine Hütte zum Pökeln des Fleischs, das direkt hier beim Salz gemacht wurde. Dazu gibt es gute Infostelen.

Auf dem Weg ins Zentrum fühlt man sich ein wenig bedrängt - Hallstatt ist eben heute nicht mehr so abgelegen wie noch vor 150 Jahren. Und bei weitem mehr als die Hälfte der Menschen, die aus den Bussen steigen, sind asiatischer Herkunft. Das trägt dann gewisse Auswüchse mit sich, etwa das große Werbeschild von "Rent a Dirndl", bei dem eine asiatische Dame dafür wirbt, dass man sich doch ein Dirndl leihen soll, damit die Urlaubsfotos cooler aussehen. Nun, meine Sache ist das nicht, ich bin kein Fan von Massentourismus.

Am Ende der Uferpromenade, die gesäumt ist mit tollen, kunstvollen Holzhäusern, trifft man auf das Museum Hallstatt. Und das ist eine wahre Oase, denn obwohl es groß beworben wird, ist es quasi leer. Das auch mit Grund, denn wirklich mehr als im Reiseführer steht, habe ich hier nicht gefunden - auch extrem anschaulich war es nicht, wir waren beide wenig begeistert.

Weiter vorne trifft man dann auf die evangelische Kirche, die Hallstatt ihr charakteristisches Aussehen verleiht. Der Protestantismus war im Salzkammergut weit verbreitet, wurde aber erst 1796 anerkannt. Die Kirche wurde daher erst 1863 errichtet, im Gegensatz zur katholischen Kirche, die schon seit 1503 besteht. Innen ist die Kirche sehr hell, im Vergleich zur katholischen Kirche aber wenig spektakulär.

Die Salzproduzenten residierten am Marktplatz, an dem noch heute geschäftiges Treiben herrscht. Von hier aus kann man sehen, wie sehr sich die Stadt an die steile Felswand schmiegt - die bunten Häuser zeugen von Reichtum.

Ein weiteres Highlight ist die katholische Kirche mit ihrem berühmten Karner. Das Beinhaus (Eintritt 1,50€, man sollte aber einen ruhigen Moment abpassen, allzu groß ist der Raum nicht) enthält die Knochen und Schädel von etwa 1500 Menschen, die exhumiert werden mussten, weil auf dem Friedhof, der direkt rundherum liegt, einfach kein Platz mehr war. Besonders bekannt ist der Karner für seine kunstvoll bemalten Schädel, die Namen und Sterbedaten sowie Hinweise auf den Charakter des Menschen enthalten.

Die Kirche ist für seine beiden spätbarocken Altäre bekannt, wobei der eine nach einem spektakulären Kunstdiebstahl zum Teil nur noch als Rekonstruktion vorhanden ist.


Fazit
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Hallstatt ist toll und man sollte es sicher nicht verpassen, wenn man im Salzkammergut unterwegs ist. Aber dass Hallstatt toll ist, weiß eben auch halb China - nicht umsonst hat man sich die alte Salzfertigerstadt 1:1 nachbauen lassen. Meine Highlights von "Rent a Dirndl" bis hin zu dem Moment, als ich auf einem Holzsteg von 3 chinesischen Damen attakiert wurde, die keine Minute warten konnten, bis ich fertig war, hatten eben wenig mit Hallstatt zu tun.

Unbedingt sollte man hochfahren oder laufen, der Blick vom Rudolfsturm hinunter auf die Stadt am Fuße der Felswand und über den Hallstätter See ist einfach atemberaubend. Auch den Karner sollte man nicht verpassen - der ist ganz schön spooky. Ansonsten sollte man sich auch mal durch die Gassen fernab des Hauptstroms bewegen, wundervolle Blicke auf die Stadt an der Felswand werden einem offenbar - und es ist einfach weniger los.

Wir haben den ganzen Tag in Hallstatt verbracht und waren wirklich begeistert - malerisch, hübsch, aber eben auch mit kleinen Macken. Leider hatte das Tauchmuseum (ein Privatmuseum im Keller einer Pension gegenüber dem Hallstattmuseum) zu, das hätte ich mir wirklich gerne angeschaut, denn hier geht es um den Zivilisationsmüll aus allen Jahrhunderten, den Taucher aus den Seen des Salzkammergutes zu Tage gefördert haben - von Nazifalschgeld bis hin zu Bierkrügen aus dem Mittelalter.

Wir hatten einen tollen, aber auch anstrengenden Tag in Hallstatt. Von mir gibt es 4 Sterne, mir war es A zu voll und B hat mir das große Museum im Stadtkern nicht so zugesagt.

In diesem Sinne

Eure Anke



Montag, 23. Mai 2016

{Österreich - Salzkammergut - Hotel} Gutbürgerlich

Hallo Leute!

Unterwegs im Salzkammergut haben wir uns wieder mehrere Quartiere gesucht. Eine Nacht verbrachten wir im Gasthaus Roitner in Ebensee.

Gasthof Roitner
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Lage, Preis
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Das Gasthaus liegt in Oberlangbarth direkt an der Straße, die zu den Langbarthseen führt und einige Meter von der Talstation der Seilbahn hinauf auf den Feuerkogel entfernt. Das ist sicherlich nicht ganz das Zentrum, auch auf Seeblick muss man verzichten, aber es gibt einen ausreichend großen freien Parkplatz.

Wir waren im Mai 2016 dort und zahlten für die Übernachtung mit Frühstück im Doppelzimmer 60€ - das Abendessen nahmen wir ebenfalls in der Gaststube ein - für ein sättigendes (und gutes) Hauptgericht und je einen Radler zahlten wir 20€ (2 Personen) was wirklich günstig ist.


Zimmer
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Die Zimmer sind normal groß und eher einfach ausgestattet. Besonders auffällig - das Licht war irgendwie kaum erwähnenswert, abends lesen z.B. war eher nicht, es war wirklich dunkel.

Ansonsten sind die Zimmer sehr sauber und mit einem Fenster (in unserem Fall zum Parkplatz hin) ausgestattet. Wir befanden uns zwar an der Hauptstraße, die ist aber nachts kaum nennenswert befahren, weshalb es einigermaßen ruhig ist.

Schlecht ist allerdings - die Zimmer sind sehr hellhörig. Wir waren am Abend des Eurovision Song Contest dort, den die Nachbarn auch geschaut und gelegentlich mitgesungen hat - beides konnten wir leider hören,  ich bin aber trotzdem irgendwann eingeschlafen und habe gut geschlafen. Das Bett war bequem.

Das Bad ist sauber und einfach ausgestattet. Der Fön hatte nicht allzu viel Kraft, das Waschbecken eher klein, aber es entsprach dem Luxus, den man in Österreich für 60€ normalerweise erwarten kann.


Essen
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Das Abendessen in der Gaststube war wirklich gut. Ich hatte Käsespätzle für 7€, der mit einem kleinen, gemischten Salat kam. Am ehesten ist er wohl mit "Gut Bürgerlich" zu überschreiben - einfach, günstig und lecker.

Das Frühstück war grandios. Es gab kein Buffet, weil nur 2 Zimmer belegt waren. Jeder Tisch bekam frische Eierspeisen, die auf Nachfrage in der Küche gemacht worden sowie eine Kanne Kaffee. Dazu gab es für jeden 3x Gebäck und eine große Platte mit Wurst und Käse und sogar eine kleine Platte mit Tomaten, Gurken und Rettich und eine kleine Kanne mit frischem Orangensaft - eigentlich alles, was man sich wünscht und sogar mehr als ich erwartet hätte.


Personal
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Der Chef scheint eher etwas unsicher zu sein aber wirklich nett und freundlich - nur irgendwie ein bisschen undeutlich gesprochen hat er. Er hat uns nach oben gebracht und auch bei beiden Mahlzeiten bedient.


Fazit
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Das Gasthaus Roitner ist sicherlich kein Mega-Luxus-Hotel wie es sie in der Gegend ja einige gibt. Es ist viel mehr ein schönes, gutbürgerliches Gasthaus, ein optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen überall in der Region. Es liegt zwar nicht ganz im Zentrum von Ebensee, sondern viel mehr in einem kleinen Dorf am Rande, was aber natürlich mit Auto kein größeres Problem ist.

Toll ist natürlich auch, dass ein gutbürgerliches Restaurant im Hotel integriert ist. Das Essen ist deftig aber gut - auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten.

Das einzige, was nicht ganz optimal ist - die Zimmer sind doch recht hellhörig, auch ohne selbst zu schauen, wusste ich genau über die Ergebnisse des ESC bescheid - das kann nervig sein, ich fands lustig und um Mitternacht war es dann ganz ruhig und die Nacht, die wir im Gasthaus Roitner verbrachten war sehr erholsam.

Und ja, ich würde es wieder buchen und gerne auch etwas länger bleiben. Vielleicht wird das mal was mit einem längeren Wanderurlaub am Traunsee.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 21. Mai 2016

{Österreich - Salzkammergut - Adventure} FSK 7





Hallo Leute!

Gerade in den Alpen gibt es ja immer wieder tolle Naturschauspiele zu sehen, eine tiefe Klamm am Fuße des Attersees gehört sicherlich dazu.

Burggrabenklamm
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Lage
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Die Burggrabenklamm liegt an der Südspitze des Attersees zwischen Weißenbach und Unterach. Es sind einige Parkplätze vorhanden, wir hatten Glück und haben den letzten ergattert.


Eintritt
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Geöffnet ist im Prinzip rund um die Uhr, der Weg ist durch ein Drehkreuz versperrt, das gegen Einwurf von 1€ aufgeht (sollte man also passend dabei haben).


Geologie
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Die Burggrabenklamm liegt an den unteren Ausläufern des Schafbergs und endet in einem 40 m hohen Wasserfall.


Unser Besuch
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Nun wusste ich nicht wirklich, auf was ich mich eingelassen hatte. Wir stiegen über eine Brücke in die Klamm. Dort wurde 2015 ein eiserner Steg gebaut, der über 270 m bis zum Wasserfall durch die enge Klamm führt. Es tost und braust, man spürt schon, dass man sich dem Wasserfall nähert.

Leider hatte es kurz vor unserem Besuch geregnet, weshalb wir schon nach wenigen Metern nass bis auf die Knochen waren. Zudem ist der Steg durch die Feuchtigkeit sehr rutschig geworden und nur zum Teil ist man durch ein Geländer zum Bergbach hin abgesichert - warum ist mir vor allem am Schluss beim Wasserfall wirklich schleierhaft, denn wer hier fotografiert und einen Schritt zu viel rückwärts geht, liegt im Wasser und ist vermutlich in größerer Gefahr (auch wenn der Fluss nicht so lang ist, bis er in den Attersee mündet. Lange Rede, kurzer Sinn - kleine Kinder die noch nicht den festesten Stand haben sollte man lieber draußen behalten, denn trotz Metallsteg ist das Ganze schon irgendwie nicht ungefährlich. Auch Fotografen werden nach dem Regen beim Wasserfall wenig Freude haben, es sei denn man hat eine wasserfeste Kamera.

Nichts desto trotz ist die Burggrabenklamm ein gigantisches Erlebnis, man kommt dem lauten Tosen immer näher, unter einem, ziemlich dicht, der Bergbach - einfach großartig.


Fazit
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Am Attersee sollte man die Burggrabenklamm absolut nicht verpassen - sie ist allerdings nicht wirklich was für Ängstliche. Warum man das Geländer nicht durchgängig konstruiert hat, bleibt mir schleierhaft, vermutlich um das Abenteuer noch ein bisschen größer zu machen - Kids im Grundschulalter sollten das gut hinbekommen, kleinere Kinder würde ich eher nicht mit hinein nehmen.

Von mir bekommt es für dieses kleine Abenteuer klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

PS: Für ein Foto vom Wasserfall war mir die Kamera zu teuer...

Freitag, 20. Mai 2016

{Österreich - Salzkammergut - Schlechtwetterprogramm} Abenteuer Salzbergbau

Hallo Leute!

In Sachen Salz ist Österreich absolut autonom - schließlich gibt es mit Salzburg und dem Salzkammergut riesige Vorkommen, die abgebaut werden. Aktiv wird unter anderem in der Region um Bad Ischl daran gearbeitet. Auch zwei große Schaubergwerke sind erhalten, wir haben uns zunächst das weniger bekannte angeschaut.

Salzwelten Altaussee
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Lage
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Die Salzwelten sind spätestens ab dem Ortskern von Altaussee gut ausgeschildert. Es geht zunächst in Richtung Talstation Loser und dann gibt es einen Abzweig zum Steinberg, wo nach etwa 3 km der erste Parkplatz kommt, der 2. Parkplatz ist direkt beim Eingang, man muss eben ein bisschen darauf achten, unten ist ein Hinweis aufgestellt, ob oben voll ist. Der Weg vom P1 zum Eingang geht zwar bergauf, ist aber mit etwa 500 m nicht allzu extrem weit.


Eintrittspreis, Öffnungszeiten
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Wir zahlten 18€ Eintritt. Das kam uns zunächst einmal sehr viel vor, zumal wir wieder in eine sehr große Gruppe gesteckt wurden: Tipp für Sparsame; das online Ticket ist um ein paar € günstiger; Tipp für Fotografen: der Guide sucht immer einen Schlussmann - dann kann man nach hinten raus in aller Ruhe Fotos machen, also gleich melden.

Die Führungen beginnen regelmäßig statt wiefolgt:

ganzjährig                     jeden Mittwoch um 19.00 Uhr Abendführung
09.04.2016                      Saisonstart
09.04. - 29.05.2016     09.00, 11.00, 13.00, 15.00 Uhr
30.05. - 18.09.2016     09.00 bis 16.00 Uhr zur vollen Stunde
19.09. - 30.10.2016     09.00, 11.00, 13.00, 15.00 Uhr

Wir hatten Glück und kamen pünktlich zur 13 Uhr Führung.


Geschichte
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Die Geschichte des Salzbergwerkes ist durchaus spannend. Schließlich wurde das Vorkommen hier (im Vergleich zu Hallstatt) sehr spät entdeckt - vor etwa 800 Jahren, dennoch gehören die Salzwelten Altaussee zu einer noch aktiven Salzmine, die im wesentlichen den nassen Soleabbau betreibt. Außerdem ist sie das größte Salzvorkommen in Österreich.

Aber auch ganz unabhängig vom Salz gibt es eine spannende Geschichte. Die Nazis nutzten den Stollen nämlich als Lagerstätte für ihre Raubkunst. Mehr als 7000 Werke im Wert von 6 Milliarden Euro sollen hier gelagert haben. Ein fanatischer Nazi wollte alles in die Luft sprengen, hatte aber die Rechnung ohne die Altausseer gemacht. Sie wollten zwar nicht die Kunst, viel mehr aber ihr Bergwerk retten. So teilten sie dem SS-Führer mit, dass einer seiner Untergebenen Fliegerbomben in die Räume eingeschleußt hat. Der versprach sich wohl Milde und sagte ihnen, sie sollen die Bomben herausholen. Die cleveren Altausseer sprengten dann die Eingänge, so dass das nicht mehr passieren konnte und die Kunstwerke und das Bergwerk waren gerettet.


Die Führung
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Die Führung beginnt ein kleines bisschen merkwürdig. Zuerst wird man in eine weiße Bergmannskluft gesteckt, was gerade im Sommer super ist, denn es herrschen gerade einmal 8°C in den Stollen. Dann bekommt man einen sehr merkwürdigen Film vorgespielt, in dem ein Kabarettist erzählt, wie das Salz in den Berg kommt - hmmm, ich fand das irgendwie etwas seltsam und es sah auch ein bisschen aus, als wäre es aus den 80ern.

Aber nun gut, als nächstes geht es ab in den Stollen der für ein Bergwerk erstaunlich trocken ist, was am Salz liegt, das einiges an Feuchtigkeit bindet. 700m geht es schnurgerade, nach 350m überschreitet man die Salzgrenze, bis zur ersten kleinen Vorführung - hier bekommt man einen Film gezeigt, wie der aktive Teil des Bergwerks ausschaut, den man mit den Gruppen nicht betreten kann.

Nächster Stop ist dann die Barbarakapelle, die vor allem mit einem toll beleuchteten Altar aus Salzstein glänzt. Als nächstes gibt es eine weitere Vorführung in dem Raum, in dem die Raubkunst gelagert wurde. Hier sieht man auch die Kisten mit der Aufschrift "Marmor nicht stürzen", die damals zum Einschmuggeln der Fliegerbomben dienten. Auch hier gibt es eine tolle Multimediashow mit historischen Kriegsbildern.

Und nun zum "Fun-Part" - zwei Bergmannsrutschen aus Holz geht es nach unten, bis zu 18 km/h werden erreicht und dann schließlich geht es in den heute leider nicht mehr genutzten Festsaal. Auch hier gibt es wieder eine großartige Vorführung. Der Raum wurde früher für bis zu 600 Gäste bespielt - unter anderem von den Wiener Philharmonikern. Leider kann er heute  wegen fehlender Fluchtwege nicht mehr genutzt werden. Man hat hier eine kleine Insel in einem Salzsee, es sieht wirklich grandios aus.

Eigentlich ist man hier schon am Ende. 700m Stollen geht es zurück zum Eingang und hier bekommt man dann noch eine Gratisprobe des Ischler Salzes mit nach Hause. Nach 1 1/2 Stunden kann man dann den Heimweg antreten.


Fazit
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Ich war schon in vielen Bergwerken, aber noch nie in einem in dem Salz abgebaut wird. In Altaussee hat man sich wirklich etwas einfallen lassen um den Leuten das Thema Salz nahe zu bringen. Man wird eingekleidet und es gibt ein paar wirklich interessante Vorführungen. Auch der junge Herr, der uns begleitet hat, war sehr engagiert und auf alle Fragen gut vorbereitet. Mir persönlich hat einzig der Film am Anfang überhaupt nicht gefallen - ich hatte da schon schlimmste Befürchtungen auf was ich mich da jetzt eingelassen habe. Aber am Ende war ich dann doch recht angetan - trotz des hohen Eintrittspreises.

Auch die Hintergründe mit der Raubkunst waren mir vorher so gar nicht bewusst und sie wurden perfekt visualisiert.

Insgesamt gibt es von mir sehr gute 4 Sterne - wird der Film noch ein bisschen moderner, könnte ich mir sogar den 5. Stern vorstellen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 18. Mai 2016

{Österreich - Salzkammergut - Bad Ischl} Bist in Ischl, musst zum Zauner

Hallo Leute!

Wenn ich in den Urlaub fahre, nehme ich ab jetzt auch meine Lieblingswürstelbude mit. Als Vorbild dient mal wieder der werte Herr Kaiser. Denn als er seine Sommerresidenz bezog, wurde extra für ihn der k. u k Hoflieferant Johann Zauner in Ischl angesiedelt - natürlich auch einen Besuch wert, noch heute.


Konditorei Zauner
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Lage
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Das Kaffeehaus Zauner liegt in der Innenstadt, in der Fußgängerzone unweit der Traun-Esplanade. Wir parkten im Parkhaus der Therme (2€/Stunde).

Auch an der Esplanade gibt es eine Filiale des Zauner, das "Cafe Esplanade".


Geschichte
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Als Bad Ischl zur Sommerresidenz der kaiserlichen Familie erklärt wurde, wurde gleich ein Hoflieferant angesiedelt, damit die Kuchen auch den kaiserlichen Ansprüchen genügen. Ausgewählt wurde der Wiener Weinhändler und Zuckerbäcker, der 1832 in der Pfarrgasse sein Stammhaus eröffnete.

1927 übernahm Zauner auch das "Cafe Walther" und es entstand das "Cafe Esplanade Zauner". Hier entstand ein wahrer Künstlertreff, Lehar oder Slezak gaben sich hier die Klinke in die Hand.


Ambiente
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Das Ambiente steht einem echten Wiener Kaffeehaus in nichts nach. Das Café ist ganz im Jugendstil gehalten. Es entstand nach dem großen Brand von Bad Ischl im Jahr 1869.

Insgesamt würde ich es in etwa mit dem Café Sacher in Wien vergleichen, schwere rote Teppiche, eigentlich fast schon kitschig, aber eigentlich genau so, wie man es sich als Tourist vom Kaffeehaus erwartet.


Kuchen
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Bekannt ist "der Zauner" natürlich durch den Zaunerstollen, der 1905 erfunden wurde und aus zerkleinerten Opladen und Nougat besteht. Der sah sehr gut aus, klang mir allerdings ein bisschen zu Weihnachtlich. Allerdings hat der Zaunerstollen mit dem klassischen Stollen schon optisch nicht allzu viel gemeinsam, schließlich wird er mit Zartbitterschokolade überzogen.

Beim Kaiser sehr beliebt war der Ischler Gugelhupf, der nach dem Originalrezept von Katharina Schratt (der Geliebten Franz Josefs) gebacken wird. Den habe ich probiert - sehr lecker!

Die Auswahl ist insgesamt gigantisch - in der Pfarrgasse arbeiten immerhin insgesamt 22 Konditoren. Die sind aber auch nötig, denn wie etwa beim Café Sacher in Wien kann man viele der Kuchen auch online bestellen.


Service
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Der Service ist, wie man es eigentlich von den exklusiveren Kaffeehäusern in Wien gewohnt ist. Man ist sehr schnell, aber irgendwie auch so ein bisschen steif - aber gut.


Fazit
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In Ischl sollte man einen Besuch beim Zauner nicht verpassen, vor allem wenn man sich ein bisschen fühlen will wie die Kaiserin persönlich. Man kann hier gemütlich sitzen und sich ordentlich durch das Kuchenbuffett futtern und da hat man eine wirklich große Auswahl - vom Zaunerstollen über Gugelhupf bis hin zu diversen Torten.

Ich bin ja ohnehin bekennender Fan der österreichischen Kaffeehäuser. Und auch hier kann man entspannt sitzen und einfach nur das Ambiente entdecken und die Menschen beobachten. Und das bei grandios leckeren Kuchen.

Natürlich ist es etwas teurer, wobei nicht übertrieben, in etwa vergleichbar mit den Wiener Klassikern, wie das Hawelka oder das Cafe Central.

Von mir gibt es 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure ANke

Freitag, 13. Mai 2016

{Österreich - Salzkammergut - Bildband} Auf ins Romantische Salzkammergut

Hallo Leute!

Morgen gehts los - yeah! Es ist über Pfingsten mal wieder ein kleiner Roadtrip geplant. Und ich muss sagen, wenn ich rausschaue, bin ich ganz froh, dass wir über Fronleichnam gleich nochmal ins Salzkammergut fahren.

Wie immer habe ich mir vorher ordentlich Literatur besorgt - besonders zwei schöne Bildbände über das Reisen im Salzkammergut, die ich euch vorstellen darf.

Von Salzburg nach Bad Ischl - Reisen im Salzkammergut
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Daten
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Autorin: Sandra Vlasta
Fotografin: Yvonne Oswald
Verlag: Braumüller
ISBN: 9783991000501
Preis: 16,90€
Broschiert, 120 Seiten


Inhalt
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Das Salzkammergut gehört wohl zu den bekanntesten Regionen in Österreich - schließlich hat man in China mit Hallstatt einen kompletten Ort aus der Region kopiert - aber auch die vielen Seen und die idyllischen Orte haben einen Bekanntheitsgrad erreicht.

In 3 Bänden nehmen uns die Fotografin Yvonne Oswald und die Autorin Sandra Vlasta mit auf eine Reise durch die atemberaubende Landschaft, in der schon der Kaiser seine Sommer verbrachte, genauso wie Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl, der seinen Sommerurlaub gerne am Wolfgangsee verbrachte.

In "Von Salzburg nach Bad Ischl" geht die Reise entlang der alten Salzkammergutbahn - vom Fuschlsee über den Wolfgangsee bis hin zur Kaiserstadt Bad Ischl.

Adressen und Öffnungszeiten werden wenig eingebunden. Dafür folgen aber am Ende die wichtigsten Webadressen und Literatur.

Auch ganz nett - eine große Straßenkarte (Maßstab 1:200000) ist auch beigelegt.


Fazit
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Das Buch ist wahrlich kein echter Reiseführer. Es ist viel mehr ein Bildband, der einem die Schönheiten der Region näherbringen soll. Und das gelingt auch absolut. Traumhaft schöne Bilder mit wunderbaren, sehr interessanten Texten, die genauso die Sehenswürdigkeiten vorstellen wie die Geschichte und das Brauchtum, entlegende Täler und Seen.

Die Reise führt uns zum Fuschlsee, wo ja Red Bull sein Hauptquartier aufgeschlagen hat über den Wolfgangsee (das "Weiße Rössl" kennt man ja aus alten Filmen) bis nach Bad Ischl. Dabei liegt man irgenwo zwischen den engen, historischen Gassen, den tiefen Seen und den einsamen Höfen hoch oben in den Bergen - Alpen, wie man sie vom Klischee her kennt und mag.

Ein besonders ausführlicher Fokus wird dabei auf die Kaiserstadt Bad Ischl gelegt, in der die kaiserliche Familie - vor allem aber Kaiser Franz Josef seine Ferien verbrachte, die Kaiservilla bekamen Elisabeth und Franz Josef zur Verlobung.

Ich werde mir das Ganze über Pfingsten und nochmal über Fronleichnam mal genauer anschauen und euch berichten, ob es wirklich so toll ist dort.

Von mir gibt es für dieses tolle Buch klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 23. April 2016

{Österreich - Linz - Bahnhof} Tor zur Donaumetropole

Hallo Leute!

Bahnhöfe sind ja immer das Aushängeschild einer Stadt - oder sie sollten es zumindest sein, schließlich ist es ja das Erste, was man wahrnimmt. Und ich muss sagen, der Linzer Bahnhof hat schon einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.


Linz Hauptbahnhof
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Lage/Anbindung
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Der Bahnhof liegt am Rande der Innenstadt. Zum Volkspark und zur Fussgängerzone (Landstraße) läuft man ca. 10 Minuten. Aber auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist gut. Die Straßenbahnen 1-3 fahren ihn an - wir haben das allerdings nicht genutzt, wir sind zu Fuss gegangen.


Verbindungen
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Der Bahnhof ist mit 14 Gleisen relativ groß und wird von den Zügen auf der Westbahnstrecke sowie diversen Regionalzügen angefahren. Von Wien aus fahren jeden Tag unzählige Züge nach Linz, darunter die private Westbahn und die DB Intercityzüge.


Gebäude
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Der Linzer Bahnhof besteht in seinem heutigen Zustand seit 2004 und macht daher einen modernen Eindruck. Die Gleise sind unterirdisch zugänglich und alle sowohl über Treppen als auch Barrierefrei.

Das Gebäude an sich ist zweistöckig und bietet zahlreichen Läden Platz. Wir kamen gleich unten am Zugang zu den Gleisen in Genuss einer Melange für 2,40€ (Preise, von denen in Wien nur zu Träumen ist) - der Laden ist auch Sonntags schon kurz vor 8 geöffnet und bietet auch echt hübsche Kuchen.

Auch ein Spar-Supermarkt hat Sonntags bis Abends geöffnet und man kommt innerhalb von 10 Minuten zur Kasse durch (gut organisiert also).

Zudem gibt es einen McDonalds, eine Pizzeria und diverse Cafés. Die Geschäfte haben Sonntags zu - ein paar gibts, es ist aber sicher kein Einkaufszentrum.

Ganz nett und sehr sauber sind die Wartebereiche. Es gibt 2 - einen speziell für Familien mit Kinder (mit einem kleinen Spielplatz) und einen für Menschen ohne Kind. So herrscht dort natürlich mehr Ruhe, das hat mir persönlich gut gefallen. Der "ohne Kind" Wartebereich heißt natürlich nicht so, weshalb es kein Problem sein sollte, wenn man mit schlafendem Kind sich in den ruhigeren Raum setzt. Dort ist ein Monitor angebracht, der die Abfahrtszeiten anzeigt und die Lautsprecherdurchsagen sind dort auch zu hören. Ansonsten stehen dort die in Österreich üblichen Metallsessel - etwa 30 Sitzplätze reichen für Sonntag Abend aus, es waren 8 besetzt.

Sanitäre Anlagen sind vorhanden, wurden mangels Bedürfnis von mir aber nicht getestet.


Sauberkeit
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Sehr positiv ist mir die Sauberkeit aufgefallen. Gerade wenn man Sonntag Abend in einem Wartebereich sitzt, geht man fast davon aus, dass die Mülltonnen voll und der Boden schmutzig ist. Das war aber überhaupt nicht der Fall. Der Bahnhof kam mir sogar außergewöhnlich sauber vor - wir saßen eine Stunde im Wartebereich und sahen 2x den Reinigungsdienst.


Fazit
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Der Linzer Hauptbahnhof ist für mich wirklich gelungen. Die größten +Punkte zusammengefasst:

+ der Bahnhof ist sehr übersichtlich und besticht durch sehr kurze Wege
+ es gibt Sonntag Morgen einen guten und verhältnismäßig günstigen Kaffee
+ ein sauberer, ruhiger Wartebereich
+ ein gut organisierter, Sonntag Abend geöffneter Supermarkt
+ gute Verkehrsanbindung.

Ein Minuspunkt ist mir nicht aufgefallen, daher gibt es von mir klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 11. April 2016

{Österreich - Oberösterreich - Linz} 8k und das große Abenteuer Forschung

Hallo Leute!

Extra von Wien angereist haben wir uns gestern in Linz eine Titanic-Ausstellung angeschaut - wenig begeistert waren wir schon mittags fertig, der Zug nach Hause sollte erst am späten Abend gehen - was nun...

Wir entdeckten das Ars Electronica Center an der Donau und waren wieder Kinder...


Ars Electronica Center
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Lage
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Das Center liegt direkt an der Nibelungenbrücke, zu Fuss vom Hauptplatz gut zu erreichen.


Kontakt
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Ars Electronica Linz GmbH
Ars-Electronica-Straße 1
4040 Linz
Austria

Tel. 0043.732.7272.0
Fax. 0043.732.7272.2
E-Mail: info@aec.at


Öffnungszeiten
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Dienstag, Mittwoch, Freitag  9:00 - 17:00
Donnerstag  9:00 - 21:00
Samstag, Sonntag, Feiertag (ausgenommen Montag)  10:00 - 18:00
Montag  geschlossen


Eintrittspreise
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Vollpreis  9,50 Euro
Ermäßigter Eintritt*  7,50 Euro

Alle weiteren Eintrittspreise findet ihr auf der Homepage www.aec.at (es gibt zahlreiche Ermäßigungen für Familien usw.)


Besichtigung
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Wir begannen unsere Tour im 8K-Kino gleich im Erdgeschoss. Hier startet alle 30 Minuten eine Vorstellung (z.T. auch speziell für Kinder. In diesem Kino sieht man Bilder und 3D Filme in einer Auflösung von bis zu 8 Mio Bildpunkte in der Horizontalen, was bedeutet, dass für das Gesamtbild pro Sekunde eine Datenmenge von einer Blu-Ray Disk anfällt. Mit 8 Projektoren erlebt man eine Reise ins Weltall, nach Rio und nach Linz Urfahr - aber es werden auch Bildgebende Verfahren der Medizin präsentiert.

Das war schonmal ein extrem eindrucksvoller Einstieg (auch für Erwachsene). Als nächstes begaben wir uns ins Geo Lab, wo man interaktiv erfährt, was die Verstädterung bedeutet und wie man etwa den Müll so vieler Menschen loswird. Im Earth Lab wird dann gezeigt, wie bestimmte Themen die Landschaft und die Umwelt prägen - in unterschiedlichen Projektionen.

Ein Highlight ist dann das Future Lab, in dem sich alles um das Thema Mensch und Zukunft dreht - vor allem konzentriert man sich hier auf medizinische Themen - so kann man sich etwa ein Bild von seiner Retina machen, aber auch Virtual Reality Brillen ausprobieren und mit Paro spielen, einer kleinen Roboter-Seerobbe, die in der Alzheimertherapie eingesetzt wird. Man kann sich aber auch ein Genforschungslabor anschauen und testen, wie ein 3D-Drucker funktioniert und wozu man ihn benutzen kann.


Fazit
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Ich war nun schon in so vielen Mitmach-Museen. Und ich hatte natürlich auch meine Vorurteile - als Erwachsener hat man da eh keine Chance irgendwas zu probieren. Dann auch noch Sonntag Nachmittag (bei nicht allzu perfektem Wetter), da werden sich die Kiddys doch stapeln.

Doch so war es gar nicht. Schon der Einstieg im 8k Deepspace Kino war für mich grandios. Mit Projektionen auf Boden und Wand und vor allem die eindrucksvolle Demonstration der 3D-Bildgebung bei einem Polytrauma-Patienten ist wirklich beeindruckend.

Auch das Ausprobieren im Future Lab ist überhaupt kein Problem. Überall sind die Jungs und Mädels in den orangenen Hemden, die einem gerne die unterschiedlichen wissenschaftlichen Prinzipien erklären (und Gott sei Dank mit Erwachsenen anders sprechen wie mit Kindern). Man kann (fast) alles anfassen, alles anschauen, alles probieren ohne sich dabei mit 10jährigen prügeln zu müssen und ohne sich dabei selbst wie ein 10jähriger zu fühlen. Und dabei lernt man viele neue und aktuelle Prinzipien des technischen Alltags kennen.

Für mich war dieses Museum ein absolutes Highlight in Linz - ich kann es ganz klar empfehlen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 6. April 2016

{Österreich - Niederösterreich - Baden} Kuren wie bei Kaisers

Hallo Leute!

Dass Wien ganz toll ist, habe ich ja schon oft genug erwähnt - vor allem weil man so toll fliehen kann. Nur etwa 20 Minuten mit dem Zug entfernt (Richtung Süden) liegt die wunderschöne kaiserliche Kurstadt Baden.


Kurpark
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Lage
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Der Kurpark schließt direkt an die Altstadt an und ist kaum zu verfehlen. Er liegt direkt am Kaiser Franz Ring.


Geschichte
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Baden, damals noch Aquae genannt, war mit seinen schwefelhaltigen Quellen schon in der Römerzeit ein beliebter Kurort.

Zur kaiserlichen Kurstadt wurde Baden dann unter Kaiser Franz I., der 1796 bis 1834 die Stadt zur Sommerresidenz erhob. Dadurch kam im Sommer der gesamte Hofstaat nach Baden und damit auch der Reichtum - und nach dem großen Stadtbrand von 1812 erhielt die Kurstadt das noch heute einheitliche Biedermeier-Stadtbild.

Der Kurpark ist geprägt durch die Casinos, die im Jugendstil errichtet wurden. Sie werden seit 1936 als Casino betrieben. An dieser Stelle stand zuvor das kaiserliche Kurbad, das Theresienbad aus dem der Kurort entstand.


Der Park
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Insgesamt ist der Park beeindruckende 54 Hektar groß und ist zum Wald hin kaum klar begrenzt - so gibt es auch bei meinem inzwischen 5. Besuch noch immer Ecken, die neu zu entdecken sind. Es ist schließlich der größte Kurpark Europas.

Der Park liegt am äußeren Hang des Wienerwaldes. Im unteren Bereich gibt es vor allem im Sommer nachmittägliche Konzerte, die in einer Konzertmuschel abgehalten werden. Zusätzlich gibt es ein schickes und immer gut besuchtes Café.

Auch im unteren Bereich, aber schon am Hang, erkennt man einen kleinen Tempel (der Mozarttempel) und ein Denkmal für Lanner und Strauß. Bei weiterer Suche findet man zahllose Denkmäler diverser Komponisten und Kaiser, die die Geschichte Badens prägten. Hier ist schon im März eine reiche und bunte Bepflanzung.

Steil nach oben führen die Wanderwege, die sich immer wieder kreuzen. Diese führen dann weiter über den Kalvarienberg über den Anninger bis nach Pfaffstätten und Gumpoldskirchen. Leider sind die innerhalb des Parks nicht sonderlich gut ausgeschildert.

Im oberen Bereich kommt man an 3 historischen Villen vorbei, von denen eine eine Pension beheimatet.


Fazit
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Ich mag den Kurpark in Baden, weil man bei jedem Besuch neue, beeindruckende Ecken entdecken kann - und das nicht nur aufgrund der eher schlechten Beschilderung der Wanderwege.

Auch sind die Ecken ganz unterschiedlich. Der Park bietet schattige und sonnige Ecken, gärtnerisch gepflegte und scheinbar der Natur überlassene Ecken und auch bei starkem Besuch (am Wochenende ist immer recht voll) findet man hier in manchen Ecken auch absolute Ruhe. Im Sommer gibt es jeden Nachmittag klassische Konzerte.

Zum Wandern bietet der Park einen optimalen Ausgangspunkt für Wanderungen in den Wienerwald - das wusste Beethoven auch schon, ist er doch ein wichtiger Teil des Beethovengangs zwischen Gumpoldskirchen und Baden - Abzug gibt es aber trotzdem, weil gerade für Wanderer eine bessere Beschilderung der Wege toll wäre - außerhalb des Parks funktioniert es schließlich wieder.

Eintritt ist übrigens frei!

Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 30. März 2016

{Österreich - Wien - Museum} Das Chaos-Museum

Hallo Leute!

Volkskundemuseen kennt wohl jedes Kind - es gibt sie überall und sie beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Völkern. Und das Wiener Volkskundemuseum beschäftigt sich mit einem kleinen, wilden Bergvölkchen genannt Österreichern.


Volkskundemuseum Wien
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Lage
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Das Museum liegt im kleinsten der Wiener Bezirke, in der Josefsstadt, im 8. Bezirk nahe der Alserstraße in der Laudongasse - bestens mit der Tram Linie 5 oder dem Bus Linie 13A zu erreichen.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Kontakt
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Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag 10-17 Uhr
Montag geschlossen
außer an Feiertagen
24. und 31. Dezember 10-15 Uhr

Schließtage:
1. Jänner, Ostersonntag,
1. Mai, 1. November,
25. Dezember


Eintrittspreise:

wir hatten mal wieder mit der Niederösterreichcard freien Eintritt (1x pro Jahr)

Eintritt € 8

SeniorInnen, Ö1 Club Mitglieder, Josefstadt Card, u.a. € 6

Studierende und Lehrlinge (19 bis 27 Jahre), Arbeitslose € 4

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr,
KulturpassinhaberInnen, Mitglieder des  Vereins für Volkskunde
Mitglieder von ICOM und Museumsbund Österreich Inhaber der NÖ Card
und der Erste Bank Card FREI

Jahreskarte € 22

Familienkarte € 15

Wien Karte € 6

Gruppentarif ab 10 Personen, Eintritt pro Person € 5

(ab 11 Personen hat der Gruppenleiter freien Eintritt)

Führungstarif pro Person € 4

Gruppenpauschale für Führungen unter 10 Personen € 40


Kontakt:

Österreichisches Museum
für Volkskunde
Laudongasse 15-19, 1080 Wien

T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
E: office@volkskundemuseum.at
W: www.volkskundemuseum.at


Ausstellung
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Die Ausstellung gliedert sich in eine Dauerausstellung (Erdgeschoss) und einer Sonderausstellung (Obergeschoss). Die Sonderausstellung wechselt etwa alle 3 Monate. Derzeit ist das eine spannende und außergewöhnliche Ausstellung zum Thema Flucht und Vertreibung nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Hier werden mit Beamern unterschiedliche Interviews an die Wände projiziert, man kann sich setzen und den alten Menschen (Vertriebenen wie Verbliebenen) zuhören. Mich hat das bewegt, da meine Großeltern zwar nicht nach Österreich sondern nach Deutschland vertrieben wurden. Viele Geschichten haben mich sehr an die Berichte meiner Großeltern erinnert.

Die Ausstellung im Untergeschoss beschäftigt sich mit dem Österreichischen Brauchtum, beschäftigt sich aber zu geschätzt 50% mit kunstvoll bemalten Möbeln. Sogar eine komplette Bauernstube wurde rekonstruiert. Eine Sonderausstellung, die in die Dauerausstellung integriert wurde, beschäftigt sich mit den Möbeln von Anna und Sigmund Freud, die teils sogar aus Wien nach England transferiert wurden, weil sie vor allem Anna das Gefühl von Heimat gab,

Die Ausstellung an sich wirkt auf mich nicht nur unspektakulär, sondern auch relativ chaotisch konzipiert - manche Möbel verdeckten andere komplett oder Erklärungen dazu, so dass man sich förmlich durch die Bauernschränke hindurchschieben musste. Auch der Weg, den man durch die Ausstellung nehmen soll, schien nicht so recht klar, ich jedenfalls sah Teile mehrmals, andere Teile nur einmal, irgendwie wirkte das Ganze etwas Labyrinthartig.

Ein relativ günstiges Cafe gibt es auch noch, das haben wir allerdings nicht genutzt.


Fazit
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Das Positive zu erst: Die Sonderausstellung im Obergeschoss des schönen, alten Gebäudes, ist bewegend und außergewöhnlich. Ich hätte den alten Leuten Stundenlang zuhören können. Sie erzählen aus der Zeit vor, während und nach dem Krieg - eine Generation, die ihre Geschichte nicht mehr allzu lange erzählen kann - wirklich interessant.

Das Negative: Die Dauerausstellung ist mir nicht durch irgendwelche hochinteressanten Stücke in Erinnerung geblieben, sondern viel mehr dadurch, dass sie mehr als zugestellt wurde - als Besucher verliert man hier leicht den Überblick - und irgendwie zusammenhangslos wurde dann die Freud-Ausstellung eingebunden, bei Erklärungstafeln musste man gelegentlich raten, zu welchem Stück sie denn nun gehören.

Ich komme nur wieder, wenn eine spannende Sonderausstellung ist - die Dauerausstellung ist eher schwach.

In diesem Sinne

Eure Anke