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Donnerstag, 7. Juli 2016

{Japan - Kyoto - Reiseführer} Mir ein bisschen zu euphorisch

Hallo Leute!

Zu Kyoto alleine gibt es nur sehr wenige Reiseführer - der einzige, der sich nur mit dem kulturellen Zentrum Japans beschäftigt, ist bisher nur auf Englisch erschienen - kein größeres Problem für uns...


Lonely Planet Kyoto
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Daten
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Autor: Chris Rowthorn
Verlag: Lonely Planet
ISBN: 1742209955
Preis: 16,99€
Taschenbuch, 224 Seiten
SPRACHE ENGLISCH


Inhalt
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Alles beginnt mit einem kleinen Loblied auf Kyoto durch den Autor. Im Anschluss werden die Top10 Sights vorgestellt - Orte, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Wobei man in diesem Falle sagen muss, dass es sich hier eher um 9 Orte und eine Jahreszeit handelt - was ich ein bisschen schade finde, denn nicht jeder wird wohl die Kirschblüte abhaken können (ich auch nicht, ich war ja im Juni da).

Der Reiseführer gliedert sich ähnlich wie alle Lonely Planets in 5 große Teile:

Plan your Trip

Explore Kyoto

Understand Kyoto

Survival Guide

Kyoto Maps

Dabei erfährt man alles, was man für die Reise benötigt - man bekommt Informationen, die man vor Beginn der Reise braucht - wann reist man am besten, was muss man zum Thema Gesundheit beachten, was ist kostenlos zu besichtigen, wie bekommt man Geld?

Man erfährt alles Wichtige während der Reise. Geordnet nach Stadtteilen werden die Sehenswürdigkeiten vorgestellt - größtenteils werden auch kleinere Spaziergänge angeboten. Was ich hier ganz nett finde - die Spaziergänge sind unabhängig von den Sehenswürdigkeiten, so dass man sich auch problemlos anders orientieren kann. Es werden auch unbekanntere Sehenswürdigkeiten wie das Manga Museum oder das Kaleidoskopmuseum gezeigt. Hier werden auch zwei Tagestouren vorgestellt, eine nach Nara, eine nach Osaka - beide sehr lohnenswert.

Understand Kyoto stellt die Geschichte und die aktuelle gesellschaftliche Lage Kyotos ausführlich vor. Hier lernt man einiges über die Menschen und das Leben in der Stadt, die Kultur und die Wirtschaft.

Unter Survivalguide findet man alles Reisepraktische - wie funktioniert der Nahverkehr, wie orientiert man sich, wo sind Bahnhöfe usw.

Am Ende wird noch ausführliches Kartenmaterial angeboten - jeder Stadtteil bekommt eine eigene Karte mit Legende. Am Ende gibt es noch einen Faltplan mit einem Übersichtsplan und einem Nahverkehrsplan.



Fazit
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Prinzipiell steht alles Nötige drin, was man braucht, um Kyoto und die Umgebung zu besuchen. Er bietet alles, um in der kleinstmöglichen Zeit möglichst viel von der Stadt zu sehen - dazu kommen noch Tagesausflüge nach Osaka und Nara.

Allerdings ist mir das Ganze manchmal etwas zu euphorisch. Ich mag Reiseführer irgendwie lieber, wenn da steht "Eine hübsche Straße" anstatt "Die schönste Straße von ganz Asien". Das heißt nämlich für mich, dass ich weniger leicht enttäuscht bin, wenn in der schönsten Straße die Rolläden alle runtergeklappt sind und das Ganze eher langweilig aussieht und 3 Straßen weiter das Leben tobt. Etwas neutraler wäre da manchmal wohl etwas besser.

Ein weiteres kleines Minus ist für mich, dass die Karten der einzelnen Stadtbezirke hinten aufgezeichnet sind. Dort haben sie zwar eine Legende (Nummern für vorne vorgeschlagene Restaurants, Sehenswürdigkeiten etc.), man muss aber trotzdem immer hin- und herschlagen und sich die teils komplexen japanischen Namen merken, um am Ende das Restaurant zu finden. Und das Auffinden eines vorgeschlagenen Restaurants haben wir witzigerweise zweimal probiert - und beidemale war keine Spur von einem Restaurant des Namens zu finden (und das obwohl das Buch von 2015 ist und damit nicht extrem alt).

Leicht irritierend ist, dass die Farben auf dem U-Bahn-Plan nicht den vor Ort verwendeten Farben entsprechen. Das wäre wohl eine kleine Vereinfachung.

Ansonsten ist das Buch insgesamt ein rundum gelungener Reiseführer - von mir gibt es  gute 4 Sterne, Auf angegebene Restaurants sollte man sich allerdings nicht zu extrem verlassen - in der Regel findet man aber auch so überall was.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 19. Juni 2016

{Namibia - Reiseführer} Der Kompakte unter den Kompaktreiseführern

Hallo Leute!

Ich kämpfe ja jedesmal mit der Wahl des richtigen Reiseführers - soll es was Kompaktes sein oder was besonders Ausführliches - viele bunte Bilder oder viele ausführliche Infos über die Geschichte des Landes. Und bei den Planungen für unseren Namibia/Botswana Trip im August ist mir da kürzlich mal wieder die Ausgabe des wohlbekannten Marco Polos in die Hände gefallen. Die möchte ich euch heute vorstellen.

Marco Polo Namibia
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Daten
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Autor: Christian Selz
Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829728441
Preis: 12,99€
Taschenbuch, 152 Seiten



Inhalt
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Der Aufbau des Marco Polo Namibia (Auflage 2016) macht schon von Beginn an einen sehr modernen Eindruck und folgt in etwa dem gleichen Konzept wie der von anderen neueren Marco Polos.

Als erstes werden die klassischen Insider Tipps vorgestellt, die Marco Polo ja schon seit Menschen Gedenken hat und die sicher mit ein Faktor sind, die den Reiseführer seit Jahrzehnten so beliebt machen. Hier werden die Orte vorgestellt, die wohl auch ein Einheimischer bei einer Reise durch Namibia aufsuchen würde.

Es folgen weitere Listen, die ich auch aus allen neueren Auflagen des Marco Polo kenne und schätze:

- Tolle Orte zum Nulltarif
- Typisch Namibia
- Schön bei Sturm und Regen
- Entspannt zurücklehnen

Ich schätze diese Listen sehr, da sie zu einem bestimmten Thema einen schnellen und übersichtlichen Einblick geben.

Anschließend folgt das übliche geplänkel über das Land, Kulinarisches, Shopping, was ist im Trend.

Dann zum Hauptteil, der im wesentlichen Namibia nach den Himmelsrichtungen aufteilt und danach entsprechend die wichtigsten Städte vorstellt.

- Der Norden (Caprivi, Etosha, Oshakanti, Tsuneb)
- Die Namib (Epupa Falls, Henties Bay, Namib-Naukluft, Sesfontein, Skeleton Coast, Sossusvlei, Swakopmund, Twefelfontein, Uis, Walis Bay)
- Zentralnamibia (Helmeringhausen, Okhandja, Otjiwarongo, Rehoboth, Stampriet, Windhoek)
- Der Süden (Fish River Canyon, Keetmanshop, Lüderitz)

Überraschend ist für mich dabei, dass man den Fokus nicht auf Windhoek setzt (denn da kommt man ja normalerweise an).

Im Anschluss werden vier Touren vorgestellt, die auch durch die App unterstützt werden:

- Namibia perfekt im Überblick
- Der wilde Norden
- Durch die Wüste ans Meer
- Der vergessene Süden

Am Ende folgen dann noch kompakte aber nicht minder wichtige Informationen - zum Beispiel über Dinge, die man in Namibia eher vermeiden sollte, aber auch wichtige Online Quellen und Adressen - Dinge eben, die man auf Reisen eben so braucht.

Das Besondere an den Auflagen des Marco Polo ab 2016 ist die Integration einer Tourenapp für das Smartphone. Die kann auch offline genutzt werden und hilft einem bei der Navigation passend zu den vier vorgeschlagenen Touren (siehe oben). Besonders praktisch finde ich jedoch den Update Service, der kleinere Änderungen und Verbesserungen einfach online (als PDF) zugänglich macht. So darf der Reiseführer auch mal etwas älter werden und man braucht nicht immer die aktuellste Auflage (die ja auch häufig schon veraltet ist).


Fazit
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Nun, es kommt sicherlich immer darauf an, welche Art von Reise man antritt - ob man beispielsweise eine Gruppentour plant oder ob man das Land alleine auf eigene Faust erkunden will (so wie wir).

Sicherlich hat sich mit der aktuellsten Auflage des Marco Polo im Vergleich zu früheren Guides vieles getan, er ist wesentlich moderner geworden - nicht nur aufgrund der Tourenapp.

Dennoch haben wir uns entschieden, den Marco Polo zu Hause zu lassen und nur den wesentlich dickeren Iwanowski Namibia mitzunehmen aus dem einfachen Grund, weil dieser in vielen Dingen einfach wesentlich exakter und detaillierter ist. Der Iwanowski ist gerade für solche Autotouren geschrieben und gibt daher wesentlich mehr Planungshilfen als eben nur die 4 Touren, von denen ein Abweichen in dem Fall kaum möglich ist - der Iwanowski macht es einem da bei weitem leichter, sich individuelle Touren zusammenzustückeln.

Reist man jedoch beispielsweise mit einer größeren Gruppe auf einer geplanten Tour durch das Land, ist der Marco Polo aufgrund seiner sehr kompakten Schreibweise mit den wichtigsten Informationen zu allen beliebten Orten sehr empfehlenswert. Dabei ermöglicht er einen schönen Überblick über das Land und dessen Geschichte.

Er ist kompakt und enthält alle nötigen Infos - dargestellt in schöner und moderner Art und Weise, allerdings für mich und für eine längere Tour etwas wenig - von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 17. Juni 2016

{Russland - St. Petersburg - Kloster} Gründungsheiliger


Hallo Leute!

Sehr gerne schaue ich momentan auf unseren Besuch in St. Petersburg in diesem Jahr zurück - schließlich war es da sage und schreibe 50°C kälter. Und das Newski-Kloster konnte ich bei etwa -25°C besichtigen. Habe ich schon erwähnt, dass ich eher ein Winterkind bin?

Alexander-Newski-Kloster
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Lage
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Das Klostergelände liegt in St. Petersburg direkt an der Newa am östlichen Ende des Prachtboulevards Newski Prospekt. Wir kamen mit der Metro - Station Aleksandra Nevskogo-I. Von dort passiert man das Reiterstandbild Alexander Newskis und ist schon am Klostertor und kommt zu den beiden Friedhöfen und dann über den Monastyrka Fluss in das Innengebiet des Klosters.


Geschichte
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Der Bau des Klosters wurde von Peter dem Großen - dem Gründer St. Petersburgs - gegründet und ist noch heute der Sitz des Metropoliten von St. Petersburg. Es wurde an der Stelle errichtet, an der Alexander Newski die Schweden im Jahr 1240 besiegt hatte. Damit machte er sich zum Nationalhelden - sein Name ist in St. Petersburg allgegenwärtig.

Auf Befehl Peters wurden Newskis Gebeine in der Klosterkirche beigesetzt - sein Grab wird dort noch heute verehrt.

Während der Sowjetzeit wurde das Kloster zunächst für mehrere Jahre geschlossen, entwickelte sich aber nach 1946 wieder zum Zentrum des orthodoxen Glaubens.


Was gibt es zu sehen
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Im Zentrum der großen Klosteranlage steht die (bei freiem Eintritt) zugängliche Klosterkirche Mariä-Verkündigung, die 1717-1722 von Tramezzini errichtet wurde. Die ist umgeben von einem 4-Flügeligem Bau, der nicht zugänglich ist.

Im Zentrum ist ein Sowjet-Friedhof.

Sehr sehenswert sind die beiden Friedhöfe beim Eingang, die lange Jahre eine beliebte Begräbnisstätte für die Prominenz ist. Beide kosten allerdings ein paar Rubel Eintritt (ich meine, für beide zusammen wären es 150 (also etwa 2€) gewesen, Sicher bin ich mir aber nicht mehr).

Auf dem größeren und weit interessanteren Tichwiner Friedhof sind etwa Dostojewski oder Tschaikowski begraben. Auch gibt es hier ein kleines Museum. Der kleinere Lazarus-Friedhof ist Mathematikern und Forschern vorbehalten - unter anderem ist hier Leonard Euler begraben (der mit der Eulerschen Zahl).


Fazit
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Die riesige Klosteranlage ist schon spannend - sie zählt sicherlich zu den größten Klosteranlagen Russlands. Sie zeigt, mit welchem Prunk Newski von den Zaren verehrt wurde - schließlich wurde das Kloster ja sogar zur theologischen Hochschule.

Die Friedhöfe sind interessant - beim Eingang bekommt man auch einen Plan. Bei Schneelage (es waren etwa 20 cm) sieht man von vielen Gräbern allerdings nicht mehr allzu viel. Das ist bei sommerlichem Wetter sicher spannender - wobei so ein Grabstein mit einer Schneehaube natürlich auch was gruseliges hat.

Von mir gibt es 4 Sterne. Das Kloster ist sehr sehenswert, wenn man noch Zeit dazu hat - mehr aber auch nicht.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 13. Juni 2016

{Japan - Kyoto - Reiseführer} Domo arigato

Hallo Leute!

Yeah - auf nach Japan, den Gatten auf Geschäftsreise begleiten - da sagt der Reisejunkie sicherlich nicht nein. Die Zeit für Tokio reicht leider nicht, dafür geht es aber in die Stadt des wohl berühmtesten Protokolls - ein Gruß aus Kyoto.


Iwanowski Tokio mit Kyoto
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Daten
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Autorin: Katharina Sommer
Verlag: Iwanowski
ISBN: 3861971429
Preis: 19,95€
Broschiert: 382 Seiten


Inhalt
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Der Iwanowski Guide Tokio/Kyoto ist ein interessanter Mix aus Kulturführer und Cityguide.

Als Einstieg gibt es einen ausführlichen Kulturguide - dabei werden alle Themen der japanischen Kultur gestreift - von der Wirtschaft bis zu den Mangas, von der Geschichte bis zur Architektur.

Im Anschluss folgt eine ausführliche Beschreibung von Tokio/Kyoto als Reiseziel - wobei der Fokus auf Tokio - Kyoto wird hierbei mehr als "Ausflug" gesehen.

Als Einstieg in das Kapitel gibt es allgemeine Reisetipps mit den berühmten "grünen Seiten", die man in fast allen Iwanowski Guides findet. Die bezieht sich darauf, eine gewisse Preisvorstellung zu bekommen - was kostet etwa die Übernachtung oder das Bier im Durchschnitt.

Der Abschnitt über Tokio beginnt mir 3 Tourenvorschlägen, mit denen man Tokio in 3, 5 oder 8 Tagen erkunden kann. Anschließend geht es in die einzelnen Stadtteile, wobei es zu jedem zunächst einmal eine Sammlung von Redaktionstipps gibt. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten werden sehr ausführlich beschrieben. Ergänzt wird das Ganze mit interessanten kleinen Assays, etwa über die frühe Geschichtsschreibung in Japan oder auch über die für uns doch sehr komplexen Tischsitten, aber auch kleine Ausflüge in die japanische Mythologie sind dabei.

Im Anschluss gibt es noch 3 Kapitel, die sich mit Ausflügen beschäftigen: es geht in die Umgebung von Tokio, nach Kyoto und ins unweit von Kyoto gelegene Nara.

Ergänzt wird das Ganze noch durch einen kleinen Sprachführer und durch einen Faltplan für Tokio.


Fazit
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Eigentlich ist der Reiseführer echt cool - besonders wenn man nur nach Tokio reist und vielleicht einen kleinen Ausflug in die Umgebung von Kyoto reist. Die einzelnen Stadtteile von Tokio sind sehr ausführlich und übersichtlich dargestellt. Dazu gehören die kurzen, informativen Assays und allgemeinen Infos über Land und Leute.

Kyoto ist ein kleines bisschen stiefmütterlich behandelt. Mit Restauranttipps für Kyoto ist man zum Beispiel etwas knapp.

Wenn man in Tokio - wie wir - allerdings nur den Flughafen sieht, kann ich nur den Kyoto-Guide von Lonely Planet empfehlen. Den gibt es aber nur auf Englisch. Dies ist aber auch der einzige reine Cityguide für Kyoto - der Iwanowski ist für Tokio/Kyoto wohl der ausführlichste deutschsprachige Guide für Kyoto.

Für Tokio ist der Guide wirklich gut - er wandert daher wohl in das Reiseführer-Regal - für den nächsten Urlaub. Ich persönlich würde allerdings das "Kyoto" aus dem Titel streichen, zumal die Stadt gemeinsam mit der Umgebung von Tokio als "Ausflugsziel" behandelt wird.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 9. Juni 2016

{Belgien - Brüssel - Reiseführer} Take a walk on the wild side

Hallo Leute!

Kaum zu glauben, dass es gerade einmal 1/2 Jahr her ist, dass wir unsere Freunde in Brüssel besucht haben - damals noch ganz ohne Terrorangst. Die kam erst 14 Tage später, als die Attentäter aus Brüssel Molenbeek die Welt in Atem hielten um dann schließlich im März auch dort zuzuschlagen.

Wir konnten die tolle Stadt noch in aller Ruhe genießen - mit einem Reiseführer im Gepäck, schließlich waren unsere Freunde nicht den ganzen Tag dabei.

Brüssel: Gehen, sehen & genießen
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Daten
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Autorin: Emily Walton
Verlag: Falter
ISBN: 385439523X
Preis: 12,99€
Broschiert, 136 Seiten


Inhalt
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Reiseführer, die die Sehenswürdigkeiten auf Routen aufteilen, sind voll im Trend. Die Cityguides von Falter waren da mit die ersten.

In 7 Routen geht es quer durch die Stadt von Schokolade, Bier und der EU.

Route 1 ist eigentlich die klassische Sightseeing-Route, die quer durch die Innenstadt führt - zum Grande Place, zum Maenneken Pis usw. Aber sie führt einen auch in die etwas entlegeneren Gassen, in die man als "Durchschnittstourist" nicht unbedingt kommen würde - so lernt man etwa auch Jaenneke Pis kennen, des Maennekens kleine Schwester, die in einer relativ schmutzigen Kneipen-Sackgasse liegt, in die man am Tage wohl eher selten reingehen würde.

Route 2 führt in das etwas alternativ angehauchte Viertel Les Marolles. Wir haben uns damals für diese Route entschieden und waren begeistert von den Flohmärkten hier.

Route 3 ist wohl etwas, was auch so gut wie jeder Brüsseltourist mitgemacht hat. Sie führt den Leser in das EU Viertel und damit in das wohl modernste Viertel Brüssels. Die Route ist ebenfalls recht nett, weil sie einen eben auch in diverse Parks entführt. Wir haben sie in etwa wie in dem Buch gemacht, allerdings geführt durch unsere Freunde.

Route 4 führt auf den Spuren der berühmten Comics durch die Stadt - auf Spuren von Lucky Luke oder Tim und Struppi. Sie geht zu bekannten Comicläden und ähnlichem. Das war eher nix für uns.

Route 5 führt gleich in 4 Stadtteile - Saint-Gilles und Ixelles, Schaerbeek und ins Ambiorix-Viertel und steht ganz unter dem Motto Jugendstil in Brüssel. Auch die schied ehrlicherweise für uns eher aus - Jugendstil haben wir genug in Wien.

Route 6 geht ins Messeviertel und zum berühmten Atomium, das für mich doch überraschend weit außerhalb der Stadt liegt.

Route 7 wiederum haben wir natürlich gemacht, schließlich stellt sie die kulinarischen Seiten der belgischen Hauptstadt vor - wir haben uns allerdings an den Haubenrestaurants vorbeigeschummelt, so dicke ist die Reisekasse dann doch nicht bei uns.


Fazit
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Falter ist ja zunächst einmal ein relativ ungewöhnlicher Reiseführer, den wohl die wenigsten kennen. Ich hatte ihn schon einmal, nämlich in Bratislava, und war damit auch eigentlich sehr zufrieden.

Doch ein recht netter und kompakter Reiseführer, der einen nicht nur auf den klassischen touristischen Routen durch die Stadt führt. Die Routen sind aufwendig beschrieben und mit gutem Kartenmaterial ausgestattet - eine App allerdings, wie sie etwa der neue Marco Polo liefert, die einen auf den Routen auch offline navigiert, gibt es nicht. Nun weiß man natürlich nicht so ganz, ob man das als negativen Punkt werten soll.

Das einzige, was ich bei solchen Reiseführern immer schade finde: Das drumherum - Infos zur Kultur, zur Geschichte usw. kommen ein bisschen zu kurz. Und die eigene Kreativität bei der Routenfindung wird ein bisschen eingeengt. Wenn man sich nämlich nicht  so ganz an die Route hält, ist man nämlich ein bisschen aufgeschmissen weil man dann aufwendig hin und her suchen muss.

Insgesamt ist der Falter Brüssel ein wirklich netter Reiseführer mit geringeren Mängeln. Man kann ihn aber für eine ausgiebige Stadterkundung wirklich gut nutzen. Daher gibt es von mir 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 3. Juni 2016

{Österreich - Salzburg - Reiseführer} Immer eine Reise wert

Hallo Leute!

Schon seit Jahren bin ich immer wieder mit Reiseführern von Marco Polo unterwegs - egal ob New York oder Peru, egal ob Wien oder Budapest. Auch auf unserem Trip ins Salzkammergut hatten wir wieder einen dabei - diesmal einen ganz Neuen - denn in 2016 wurden beinahe alle Marco Polos komplett neu aufgelegt und modernisiert.

Marco Polo Salzburger Land - mit Salzkammergut und Salzburg
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Daten
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Autor: Siegfried Hetz
Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829728832
Preis: 12,99Euro
Taschenbuch, 148 Seiten


Inhalt
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Der neue Marco Polo Salzburger Land ist ein klassischer, moderner Reiseführer, der eigentlich alle wichtigen Infos liefert.

In den Anfangskapiteln erfährt man zunächst alles über Land und Leute, Essen und Trinken, Einkaufen und Trends. Besonders zu erwähnen sind hier die Listen, die man unter "Best of" findet. Hier gibt es einmal typische Orte, aber auch kostenlose Erlebnisse und Erlebnisse, die auch bei Regen nicht schlecht sind. Das erleichtert die Wahl der jeweiligen Tagesprogramme.

Als nächstes werden die Sehenswürdigkeiten anhand unterschiedlicher Orte vorgestellt. Geordnet ist das nach Regionen:

Stadt Salzburg
Flachgau
Salzkammergut
Lungau
Pinzgau

Vorgestellt werden dabei nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch Hotels und Restaurants.

Dann werden Erlebnistouren vorgestellt, die einem den Überblick, aber auch spezielle Einblicke ins Salzburger Land liefern sollen - etwa eine Tour auf die Almen. Die können dann auch mit App Unterstützung abgefahren bzw. -gelaufen werden.

Als nächstes kommen dann wieder allgemeine Informationen zur Region - wohin reise ich am besten mit Kinder? Welche Feste werden gefeiert? Wo mache ich am besten Sport & Wellness? Auch Onlinequellen werden vorgestellt. Schließlich gibt es noch praktische Infos von A - Z über Anreise bis hin zum Zoll. Am Ende darf natürlich auch der kleine, sehr praktische Reiseatlas nicht fehlen, denn gerade wenn man mit dem Auto unterwegs ist, kann man nicht immer den Faltplan aufmachen.


Die Marco Polos der neuesten Generation haben 2 große Neuerungen: Zum einen bekommt man einen lebenslangen Update Service - vor der Reise kann man sich ein PDF herunterladen, auf dem etwa Änderungen von Öffnungszeiten oder eben Schließungen informiert wird. Das war bei unserer Reise noch relativ knapp (1,5 Monate nach Erscheinen), ist aber natürlich trotzdem nicht schlecht, eben weil man auch mal einen etwas älteren Reiseführer mitnehmen.

Die zweite Neuerung ist die Tourenapp, mit der man die Erlebnistouren offline abrufen und sich mit GPS leiten lassen kann. Auch die Infos zu den Touren sind enthalten - das hilft sehr bei der Orientierung.

Fazit
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Für eine Regionenübergreifende Reise innerhalb kürzester Zeit ist der Marco Polo optimal. Wenn man sich aber auf eine der genannten Regionen spezialisiert - so wie wir diesmal auf eine ausführliche Reise ins Salzkammergut - verpasst man am Ende doch einiges. So wird hier etwas das komplette Ausseer Land ausgespart, obwohl vor allem Altaussee doch extrem sehenswert ist (immerhin hat James Bond auch schon dort gedreht).

Das ist sicherlich der sehr kompakten Struktur des Reiseführers geschuldet - die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind immerhin drin und auch für einen kleinen Ausflug ins nahe Salzburg ist man immerhin bestens gerüstet.

Das "Drumherum" ist allerdings erstklassig - man erfährt beispielsweise, wo man am besten zum Paragliden hinfährt oder zum Wandern oder auch was man am Besten mit seinen Kids anfängt - auch über Land und Leute und deren Geschichte erfährt man einiges.

Zum Rumreisen im gesamten Gebiet ist das Buch wirklich optimal - bleibt man wie wir nur im Salzkammergut, gibt es vielleicht ausführlichere Guides.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 2. Juni 2016

{Österreich - Salzkammergut - Orientierungshilfe} Warum in die ferne schweifen...

Hallo Leute!

Gleich zweimal hat es uns in letzter Zeit in das wunderschöne Salzkammergut verschlagen - eine Region, die sich über drei österreichische Bundesländer erstreckt und in deren Zentrum schließlich das UNESCO Welterbe Hallstatt/Dachstein liegt.

Und wie immer hatten wir auch einen guten Reiseführer dabei - diesmal habe ich mich mal für einen neuen Verlag entschieden, der nur sehr wenige Bücher auf den Markt gebracht hat.


Maremonto Reise- und Wanderführer: Salzkammergut
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Daten
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Autor: Martin Krake
Verlag: Maremonto
ISBN: 978-3-9503696-3-2
Preis: 22,90€
Broschiert: 308 Seiten


Inhalt
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Dieser Reiseführer bietet eine Mischung aus klassischem Reiseführer und Wanderguide. Vorgestellt werden die 6 großen Regionen: Attersee/Mondsee, Wolfgangsee/Fuschlsee, Traunsee/Almtal, Inneres Salzkammergut, Ausseer Land, Salzburg (wobei man sicherlich über die Zugehörigkeit Salzburgs zum Salzkammergut sicher streiten kann, ein Ausflug lohnt allemal).

Die Sehenswürdigkeiten werden schon im Inhaltsverzeichnis in 4 Kategorien eingeteilt: top - unbedingt machen, sollte man erlebt haben, nette Abwechslung und man versäumt nicht viel. So hat man einen sehr schnellen Einblick, wo sich ein Stop lohnt und wo eher nicht.

Die großen Orte sind hierbei genauso ausführlich verzeichnet wie kleine, abgelegene Seen - meist ist auch eine Übersichtskarte dabei. Verschiedendlich werden auch Exkursionen zu verschiedenen Themen gemacht - etwa die Tracht, die Musik oder die Anfänge des Tourismus im Salzkammergut.

Dazu werden zu beinahe jeder Einzelregion Wanderungen vorgestellt - diese sind zum einen in ausführlicher Beschreibung auf den hinteren Seiten des Buches zu finden, dazu gibt es aber noch kleine Karten mit einem Abdruck des Weges und einer kleinen Wegbeschreibung, die in eine Hemdentasche passt. So kann man beim Wandern leicht Gewicht sparen. Wir haben einige der Wanderungen gemacht - die Qualität der Beschreibungen ist dabei durchaus unterschiedlich - am Predigtstuhl etwa haben wir uns erstmal völlig verlaufen. Ansonsten sind die Informationen zu den Wanderungen aber ganz gut - ein Höhenprofil und diverse Varianten fehlen dabei genauso wenig wie Informationen über die Beschaffenheit des Weges - sogar die GPS Koordinaten diverser Wegpunkte sind enthalten, so dass man etwa auch mit einem GPS Gerät gut navigieren kann.


Fazit
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Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit diesem Reiseführer. Er enthält alle wichtigen Regionen und besonders für eine Mischung aus Roadtrip und Wanderurlaub, wie wir ihn machten, war er beinahe optimal.

Ein paar Kleinigkeiten muss ich jedoch bemängeln.

- eins ist sicherlich verständlich, obwohl der Reiseführer mit Erscheinungsjahr 2015 noch relativ jung ist, stimmt kein einziger Preis, es ist ausnahmslos alles etwas teurer als beschrieben. Anscheinend hat der Tourismus in dieser Saison ordentlich die Preise angezogen.

- mir gehen doch ein paar Gastrotipps ein wenig ab. Wir haben uns zwar größtenteils selbst verpflegt, dennoch wäre das eine oder andere mal ein nettes Restaurant nicht schlecht gewesen. Nun haben wir dann auf Tripadvisor geschaut, wäre man aber z.B. aus Deutschland eingereist, wäre das mit Roaming natürlich teurer gekommen. Man muss es da ja nicht übertreiben, aber ein oder zwei Restaurants pro größerer Stadt wären schon nicht schlecht.

- mir persönlich hätte es besser gefallen, wären die Wanderungen direkt bei den einzelnen Regionen gestanden. Man bekommt zwar einen kleinen Verweis, aber so muss man eben immer hin und her blättern. Das kann etwas nervig werden. Ein oder zweimal haben die Seitenverweise auch nicht zu 100% gepasst, aber da kann man bei einer neuen Auflage sicher dran arbeiten.

Die Idee mit den kleinen Kärtchen zu jeder Wanderung dagegen finde ich grandios. Mein Mann hat sich die Karte immer in die Hemdtasche gesteckt, so mussten wir nicht jedesmal das Buch herauskramen.

Auch grandios fand ich das sehr überschaubare und nachvollziehbare Bewertungssystem mit den Punkten, das sich perfekt wie ein roter Faden durch das Buch zog und an das wir uns auch sehr gehalten haben.

Die Mängel waren für mich nur Kleinigkeiten, die insgesamt zu 1 Stern Abzug geführt haben - ein bisschen Ausbaufähigkeit muss man sich schließlich für die zweite Auflage aufheben.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 23. Mai 2016

{Österreich - Salzkammergut - Hotel} Gutbürgerlich

Hallo Leute!

Unterwegs im Salzkammergut haben wir uns wieder mehrere Quartiere gesucht. Eine Nacht verbrachten wir im Gasthaus Roitner in Ebensee.

Gasthof Roitner
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Lage, Preis
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Das Gasthaus liegt in Oberlangbarth direkt an der Straße, die zu den Langbarthseen führt und einige Meter von der Talstation der Seilbahn hinauf auf den Feuerkogel entfernt. Das ist sicherlich nicht ganz das Zentrum, auch auf Seeblick muss man verzichten, aber es gibt einen ausreichend großen freien Parkplatz.

Wir waren im Mai 2016 dort und zahlten für die Übernachtung mit Frühstück im Doppelzimmer 60€ - das Abendessen nahmen wir ebenfalls in der Gaststube ein - für ein sättigendes (und gutes) Hauptgericht und je einen Radler zahlten wir 20€ (2 Personen) was wirklich günstig ist.


Zimmer
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Die Zimmer sind normal groß und eher einfach ausgestattet. Besonders auffällig - das Licht war irgendwie kaum erwähnenswert, abends lesen z.B. war eher nicht, es war wirklich dunkel.

Ansonsten sind die Zimmer sehr sauber und mit einem Fenster (in unserem Fall zum Parkplatz hin) ausgestattet. Wir befanden uns zwar an der Hauptstraße, die ist aber nachts kaum nennenswert befahren, weshalb es einigermaßen ruhig ist.

Schlecht ist allerdings - die Zimmer sind sehr hellhörig. Wir waren am Abend des Eurovision Song Contest dort, den die Nachbarn auch geschaut und gelegentlich mitgesungen hat - beides konnten wir leider hören,  ich bin aber trotzdem irgendwann eingeschlafen und habe gut geschlafen. Das Bett war bequem.

Das Bad ist sauber und einfach ausgestattet. Der Fön hatte nicht allzu viel Kraft, das Waschbecken eher klein, aber es entsprach dem Luxus, den man in Österreich für 60€ normalerweise erwarten kann.


Essen
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Das Abendessen in der Gaststube war wirklich gut. Ich hatte Käsespätzle für 7€, der mit einem kleinen, gemischten Salat kam. Am ehesten ist er wohl mit "Gut Bürgerlich" zu überschreiben - einfach, günstig und lecker.

Das Frühstück war grandios. Es gab kein Buffet, weil nur 2 Zimmer belegt waren. Jeder Tisch bekam frische Eierspeisen, die auf Nachfrage in der Küche gemacht worden sowie eine Kanne Kaffee. Dazu gab es für jeden 3x Gebäck und eine große Platte mit Wurst und Käse und sogar eine kleine Platte mit Tomaten, Gurken und Rettich und eine kleine Kanne mit frischem Orangensaft - eigentlich alles, was man sich wünscht und sogar mehr als ich erwartet hätte.


Personal
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Der Chef scheint eher etwas unsicher zu sein aber wirklich nett und freundlich - nur irgendwie ein bisschen undeutlich gesprochen hat er. Er hat uns nach oben gebracht und auch bei beiden Mahlzeiten bedient.


Fazit
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Das Gasthaus Roitner ist sicherlich kein Mega-Luxus-Hotel wie es sie in der Gegend ja einige gibt. Es ist viel mehr ein schönes, gutbürgerliches Gasthaus, ein optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen überall in der Region. Es liegt zwar nicht ganz im Zentrum von Ebensee, sondern viel mehr in einem kleinen Dorf am Rande, was aber natürlich mit Auto kein größeres Problem ist.

Toll ist natürlich auch, dass ein gutbürgerliches Restaurant im Hotel integriert ist. Das Essen ist deftig aber gut - auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten.

Das einzige, was nicht ganz optimal ist - die Zimmer sind doch recht hellhörig, auch ohne selbst zu schauen, wusste ich genau über die Ergebnisse des ESC bescheid - das kann nervig sein, ich fands lustig und um Mitternacht war es dann ganz ruhig und die Nacht, die wir im Gasthaus Roitner verbrachten war sehr erholsam.

Und ja, ich würde es wieder buchen und gerne auch etwas länger bleiben. Vielleicht wird das mal was mit einem längeren Wanderurlaub am Traunsee.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 17. Mai 2016

{Österreich - Salzkammergut - Kaiser} Des Kaisers Ferienwohnung

Hallo Leute!

Österreich ist Kaiserland - das ist ganz klar und das spürt man auch politisch heute noch immer wieder. Und eigentlich hatte Österreich ja nur einen Kaiser - bekannt vor allem durch seine Kaiserin Elisabeth, genannt Sisi. Nun brauchte auch ein Kaiser immer mal Ferien. Und die hat er insgesamt ganze 60x in einem kleinen Ort im Salzkammergut verbracht. Dort steht sie noch heute.

Kaiservilla von Bad Ischl
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Lage
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Bad Ischl ist dank des Kaisers Franz Josef bis heute noch eine Art Hauptstadt des Salzkammergutes, gelegen zwischen Traunsee und Hallstätter See direkt an den Flüssen Traun und Ischl.

Die Villa liegt am Rande des Zentrums in einem riesigen, 17 ha großen englischen Landschaftsgarten, direkt am wilden Gebirgsfluss Ischl. Ein Parkplatz liegt am Eingang zum Zentrum. Er ist ausgeschildet und man verlangt hier (wie übrigens bei vielen anderen Parkplätzen in Ischl auch) 2€ pro Stunde fürs Parken.


Eintrittspreise
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Die Eintrittspreise sind - wie so oft, wenn man die Habsburger besuchen will - wirklich gesalzen. Wir wollten unbedingt in die Villa, was nur in Führungen möglich ist. Dafür zahlt man (incl. Park) 14,50€, allerdings kostet der Eintritt in den Park alleine schon 4,60€. Das gibt es in anderen Habsburger Residenzen nicht, sogar in Schönbrunn ist der Eintritt in den Park frei (und der Park ist bedeutend schöner).


Öffnungszeiten
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Führungen finden in den Sommermonaten (Mai - September) nach Bedarf zwischen 9.30 und 17 Uhr statt. Wir mussten etwa 20 Minuten auf unsere Führung warten, die dann aber mit weit über 30 Leuten für die kleinen Räumlichkeiten viel zu voll war.

Die Öffnungszeiten im Winter sind unterschiedlich, man sollte dann vor dem Besuch erstmal nachschauen.


Kaiservilla
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Die Kaiservilla ist als einer der wenigen Gebäude noch immer im Besitz der Familie Habsburg und wird wohl auch noch zum Teil bewohnt. In den Besitz von Franz Josef und Elisabeth kam sie bei der Hochzeit, die beiden bekamen die damals noch kleine Biedermeier-Villa von Erzherzogin Sophie als Geschenk. Man baute sie um und Franz Josef kam insgesamt 60x. Er kam jedes Jahr, bis zum verhängnisvollen Sommer 1914, als er in seinem Arbeitszimmer in Bad Ischl die Kriegserklärung an Serbien unterzeichnete.

Die Führung betritt zunächst die oberen Gemächer über die große Jagdstiege. Mehr als 2000 Jagdtrophäen sind in der Villa, alle fein säuberlich auf Holz und mit einer Plakette versehen, wo der Kaiser das Tier geschossen hat und wann. Seine 2000 Gams ist sogar vollständig präpariert und steht mit stolzer Brust in einer Vitrine im Erdgeschoss.

Von hier geht es zunächst in den Gartensalon. Von hier aus hat man den Blick über den Landschaftsgarten am Hang. Hier sieht man eine große Wiese mit zahlreichen Baumgruppen, Bäume aus aller Welt hat man hier gepflanzt. Zudem sieht man verschiedene Pavillons, unter anderem den, unter dem Kaisertochter Marie Valerie ihre Verlobung feierte und außerdem weit oben das Marmorschlössl, in dem Elisabeth ihr Teehaus hatte. Dort ist heute ein Fotomuseum, das man gegen zusätzlichen Eintritt besichtigen kann. Große Empfänge wurden übrigens in Ischl nicht in der Kaiservilla abgehalten, sondern in den Räumlichkeiten in der Stadt, die Villa sollte privat bleiben.

Auf der anderen Stiegenseite spürt man dann, dass das nicht immer leicht war, denn hier sind die Warteräume der Damen und der Herren, ein langer Gang, der dann schließlich zum beinahe im Originalzustand befindlichen Arbeitszimmer, in dem 1914 Weltgeschichte geschrieben wurde. Ein witziges Detail - in einer Zimmerecke steht ein zerschlissener roter Sessel, auf dem man noch den Hinternabdruck des Kaisers erahnen kann und der Schreibtischstuhl hatte winzige Rollen.

In einem Nebenraum dann das spartanisch eingerichtete Schlafzimmer, das laut unserem Guide dem Offiziersstandard entsprach, Franz Josef wollte ein gutes Beispiel sein. Weiter geht es dann ins Erdgeschoss, wieder vorbei an unzähligen Jagdtrophäen, darunter ein Hirsch mit nur einem Geweih - Mutationen sollen damals wohl besonders beliebt gewesen sein.

Unten dann ist eine Original Jagdausrüstung von Franz Josef mit seiner Hirschlederhose und seinem Jagdgewehr sowie eine Kopie des Polterabendkleides, das Elisabeth trug, als sie München verlies und schließlich ein reichlich gedeckter Tisch im Esszimmer. Und zu guter letzt, wie es sich gehört, der Museumsshop.


Fazit
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Wow, 14,50€ war schon ganz schön happig, vor allem wenn man bedenkt, dass wir in eine riesige Führung gesteckt wurden, obwohl doch eigentlich kontinuierlich Touren stattfinden sollten - es war eben Pfingstsonntag und trotz des schlechten Wetters kann man dann doch mit Andrang rechnen. Und bei DEM Preis kann man auch erwarten, sich nicht in einen kleinen Raum drängen zu müssen.

Gut, die Villa an sich ist schon sehr spannend, besonders natürlich für so eingefleischte Kaiserfans wie mich. Denn es ist eines der wenigen Schlösser der Habsburger, bei denen so viel von der Originaleinrichtung erhalten geblieben ist, eben bis hin zum Hinternabdruck am Sessel.

Der Park dagegen wirkt eher - wie formuliere ich es schonend - naturbelassen, aber das war ja das, was der Kaiser sehr an Ischl mochte - die Natur.

Nun, wenn man in Ischl ist, sollte man die Kaiservilla sicherlich nicht verpassen und sich nicht zu sehr über die gesalzenen Eintrittspreise ärgern, das ist eben mal leider so - für Preisbewusste ist Bad Ischl wohl eher ungeeignet. Das Marmorschlössl kann man sich aber getrost schenken, immerhin die 2€ eingespart...

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 11. Mai 2016

{Slowenien} Eine Roadtrip-Station

Im Hafen von Portoroz
Hallo Leute!

Da geht man seine Urlaubsfotos vom vorigen Jahr durch und findet so viele tolle Erlebnisse wieder. Wir waren vergangenen Sommer mit dem Auto im schönen Nachbarland im Süden unterwegs. Eine unserer beiden Übernachtungsstationen hieß Portoroz.


Portoroz
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Lage
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Portoroz liegt ganz im Süden Sloweniens, nur wenige Kilometer von der kroatischen Grenze entfernt, direkt an der istrischen Küste.


Übernachtung
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Wir hatten unsere Übernachtungen in einem kleinen Gästehaus hoch oben am Hang gebucht. Im Gala Guest House zahlten wir 128€ für 2 Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Frühstück. Von hier aus mussten wir zwar ein bisschen laufen, um in die Stadt zu kommen (wir hatten wenig Lust auf Parkplatzsuche), es hat sich aber allemal gelohnt, denn Portoroz eignet sich bestens als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung.

Zum Essen waren wir an beiden Abenden, die wir dort verbrachten, im benachbarten Piran, das etwa 4 km entfernt an der Küste liegt.


Sehenswertes
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Nun, besonders sehenswert ist die Stadt nicht, allerdings eignet sie sich bestens für Ausflüge in die Umgebung. Bis Piran führt ein Fussweg am Meer entlang. Der kann sich allerdings ordentlich hinziehen, es sind immerhin gut 4 km (hin und zurück also gut 8), Parkplätze sind allerdings in Piran auch eher rar.

Der Strand ist leider komplett betoniert. Es war viel Badebetrieb, wir hatten aber wenig Lust, uns ein Plätzchen auf den wenigen aufgeschütteten Sandflächen zu suchen. Die Hafenpromenade ist von mehreren großen - teils sehr schicken Hotels geprägt.

Super schön ist die Marina, der kleine Hafen. Von hier aus kann man die gesamte Bucht bis Piran überblicken und gerade bei Sonnenuntergang gibt es ein tolles Licht.

Richtung Kroatien ziehen sich große Salzminen, die man ebenfalls besuchen kann - da wir sowas aber schon häufiger besichtigt haben, haben wir uns das erspart und uns diese nur von einem Aussichtspunkt aus angesehen.


In der Umgebung
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In der Umgebung ist vor allem der sehr schicke und mittelalterliche Ort Piran zu nennen, der auch zahlreiche Touristen anzieht - entsprechend sind die Hotelübernachtungen hier auch wesentlich teurer.

Über Piran habe ich schon genauso einzeln berichtet wie über die grandiosen Höhlen von Skojan, die wir ebenfalls von hier aus angefahren sind.


Fazit
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Nun, Portoroz ist mit seinem Betonstrand sicherlich kein Highlight. Auch sonst bieten sich nicht allzu viele Sehenswürdigkeiten im Städtchen, das keinen Stadtkern zu besitzen scheint.

Auch das tolle Gala Guest House ist mir in Erinnerung geblieben, mit so einem grandiosen Ausblick haben wir noch nie gefrühstückt. Und direkt in Piran hätten wir sicherlich teurer genächtigt.

Dafür kann man von hier aus aber das wirklich sehenswerte Städtchen Piran gut erreichen, genauso wie die berühmten Karsthöhlen. Allerdings ist man auf jeden Fall auf ein Auto angewiesen.

Von mir gibts aufgrund der fehlenden eigenen Sehenswürdigkeiten allerdings einen Stern Abzug.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 4. Mai 2016

{Italien - Rom - Buch} Ich mag Rom (trotzdem)

Hallo Leute!

Nun fällt unser Rom-Trip zwar doch ins Wasser, zum zweiten mal, aber was soll man machen - ich war ja schonmal da. Und Birgit Schönau nimmt einen ja trotzdem mit auf eine Reise in die ewige Stadt, wenn auch "nur" in Buchform...

Gebrauchsanweisung für Rom
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Daten
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Autorin: Birgit Schönau
Verlag: piper
ISBN: 3492276776
Preis: 15€
Taschenbuch, 224 Seiten


Inhalt
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Rom kann man nur lieben - zumindest als Tourist. Sightseeing geht mehr als irgendwo anders auf dieser Welt. Egal ob Vatikan und die hunderte Kirchen oder die alten Römischen Bauten wie das Collosseum oder das Pantheon.

Aber Rom hat auch eine andere Seite, die Seite, die meist nur die Römer kennen. Rom ist laut und hektisch - und die Deutsch-Römerin (schließlich lebt sie schon seit mehr als 10 Jahren in Rom) stellt sich die Frage - "Kann man Rom trotzdem lieben?". Trotz der vielen Autos und Vespas - trotz der vielen nervenden Touristen. Dabei flaniert sie zwar natürlich auch durch die Altstadt, kehrt aber auch die Seiten Roms nach Außen, die man als Tourist nicht unbedingt kennenlernt, die aber auch ihren wunderbaren Reiz haben. So erzählt sie etwa Anekdoten aus ihrem Leben in Rom, ihrer Wohnungssuche oder ihrem Job als Fussballreporterin.

Und dabei liefert sie auch eine ganz spannende Charakterisierung der Römer, die auch heute noch Spaß haben am Philosophieren, besonders beim Fussball und von deren Liebe zum Essen.

Wie so viele Bücher der "Gebrauchsanweisung" Reihe, ist auch dieses von einer echten Römerin geschrieben, einer Deutsch-Römerin um genau zu sein. Schließlich lebt sie seit 2005 als Korrespondentin in der ewigen Stadt - zunächst für die Zeit, später auch als Sportreporterin für die Süddeutsche.


Fazit
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Nun, eigentlich sollte es in 14 Tagen wieder losgehen, zum zweiten mal auf nach Rom. Nun hat mein Mann keinen Urlaub bekommen und zum zweiten Mal fällt der Trip ins Wasser - 2010 blieben wir in Frankfurt in einem Schneesturm stecken. Aber ich komme nochmal hin, schließlich habe ich bei meinem Besuch 2003 eine Münze im Trevi-Brunnen hinterlassen, also muss das ja.

Sehr sympathisch berichtet Birgit Schönau von ihrem Leben als Reporterin in Rom und von ihrem Leben als echte Römerin. Und dabei nimmt sie einen aufgrund ihrer recht angenehmen Schreibweise direkt mit auf die Reise.

Rom als Tourist ist toll. Aber als Einheimischer sieht man das oft anders - wer weiß das besser als ich, eine Deutsch-Wienerin.

Von mir gibt es für diese tolle kleine Reise sehr gute 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 7. März 2016

{Österreich - Wien - Fast Food} Schnell und Vegan

Hallo Leute!

Mc Donalds und Burger King schreiben immer rotere Zahlen. Das liegt wohl auch daran, dass es immer mehr Alternativen gibt - gesunder, gemütlicher und nur unwesentlich teurer. Eine besonders interessante Alternative in Wien ist Vegan...

Schillinger's Swing Kitchen
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Lage
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Das Schillinger's gibt es in Wien inzwischen gleich zweimal.

Die Hauptfiliale ist in der Schottenfeldgasse im 7. Bezirk. Wir haben die Filiale in der Operngasse unweit des Karlsplatzes und des Naschmarkts im 4. Bezirk besucht.

Geöffnet ist von 11 bis 22 Uhr - jeden Tag (auch Feiertags).


Ambiente
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Man bestellt eigentlich wie bei McDonalds an einer Theke. Dort bekommt man eine Nummer, die aufgerufen wird, wenn der Burger dann fertig ist. Das hat allerdings keine 10 Minuten gedauert - während der Burger frisch zubereitet wurde.

Das Ambiente ist einfach, besonders gemütlich würde ich es nicht nennen. Am Fenster gibt es rundherum eine Theke mit Hochsesseln (ohne Polster) genauso wie im hinteren Bereich, wo es einen hohen Tisch gibt, an den etwa 12 Personen passen - meist muss man sich ihn teilen.

Die Deko ist auch recht einfach, in der Mitte des Tisches steht ein kleines Kräutergesteck, sowie Pfeffer und Salz. Einfach aber gut.


Essen
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Das Essen ist vom Konzept her auf völlig veganes Essen ausgerichtet - auch die Verpackungen (inklusive der Plastikbecher) sind vollständig kompostierbar.

Ich hatte einen Chiliburger mit Swing Cola (Spezialcola der Firma) und Pommes für 8,60€ - und ich muss ehrlich sagen, ich bin immer wieder überrascht, wie nahe man an ein Fleischburger herankommen kann, wenn man einen Veganen Soja Patty benutzt. Ich muss sagen, der Burger ist wirklich lecker, frisch zubereitet.

Auch die Pommes sind wirklich lecker, schön breit und knusprig, so ganz anders als bei McDs, wo sie mir meist völlig versalzen vorkam.

Neben den 4 Burger Varianten gibt es auch Vegane Wraps und Vegane Süßspeisen - das Tiramisu soll der absolute Hammer sein, das habe ich mir allerdings für das nächste mal aufgehoben, denn nach dem Burger war ich gut gesättigt.



Fazit
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Nein, ich bin keine Veganerin - und trotzdem fand ich den Burger bei Schillinger's absolut lecker - erstaunlich wie nahe man mit einem Soja-Burger an einen richtigen Burger herankommt - und einen besonderen Vorteil hat es, denn der Burger liegt weit weniger schwer im Magen.

Mir gefällt das Konzept - alles ökologisch, alles fair trade - und trotzdem nicht viel teurer als bei McDonalds.

Vom Ambiente war ich jetzt nicht so begeistert, weil wir beim vollen Laden (Samstags mittags) am Gemeinschaftstisch landeten. Der eine mag sagen, dass man neue Leute kennenlernt, ich mag sowas ja nicht so. Für den Andrang ist der Laden vielleicht einfach ein bisschen zu klein.

Von mir gibt es insgesamt für dieses tolle Konzept sehr gute 4 Sterne und ich komme sicher gerne wieder, denn man bekommt einen guten, günstigen und vor allem gesunden Burger. Ich werde sicher wiederkommen!

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 1. März 2016

{Österreich - Wien - Museum} Feuer und Flamme in Wien

Hallo Leute!

Die Wiener Berufsfeuerwehr ist wohl eine der ältesten in Europa. Bereits nach der Türkenbelagerung 1683 wurde sie gegründet und kann daher auf eine mehr als 300jährige Geschichte zurückblicken. Einen Einblick in die Geschichte bieten sie im Märkleinschen Haus Am Hof Nr. 7


Feuerwehrmuseum
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Lage
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Das Museum liegt direkt neben der ersten Hoffeuerwache Am Hof im Ersten Wiener Gemeindebezirk.


Öffnungszeiten
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Eintrittspreise werden deshalb nicht erwähnt weil - die gute Nachricht - der Eintritt ist frei.

Allerdings kann man sich bei freiem Eintritt natürlich kein Personal leisten. Das Museum wird von Freiwilligen betrieben und ist ausschließlich Sonntags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.



Ausstellung
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Die Ausstellung verteilt sich über 8 Räume im ersten Stock des Märkleinschen Palais. Sie wurde 2010 völlig rekonstruiert und neu gestaltet.

Ein wichtiger Tip: Smartphone und Kopfhörer nicht vergessen. Man kann sich nämlich gratis über die hearonymus App den Audioguide herunterladen. Das ist wichtig, da man mit ausführlichen Beschreibungen etwas geizig ist.

Schon der Eingang ist beeindruckend. An der Stiege sieht man eine große Wand, die die unterschiedlichsten Feuerwehreinsätze seit dem Zusammenbruch der Reichsbrücke in den 70ern zeigt. Dazu gehört ein Vorfall mit einem Amokpanzer oder auch ein Pferd im Pool - alles Momente, in denen die Feuerwehr hilft.

Die Ausstellung an sich zeigt die Geschichte der Wiener Berufsfeuerwehr. Unter anderem hat man die berühmte Türmerstube auf dem Stephansdom, von der aus die Feuerwehr noch nach dem Krieg Wien auf Feuer überwachte.

Außerdem werden Entwicklungen anhand von kleinen Fahrzeugmodellen, Helmen und Uniformen gezeigt. Ausrüstungsteile zeigen zum Beispiel, was genau der Notnagel ist.

Eindrucksvolles Zentrum der Ausstellung bieten zwei Gemälde der wohl größten und opferreichsten Brände in Wien - zum einem dem Brand der Rotunde und dem Brand des Ringtheaters.

Das Gebäude an sich mit seinen eindrucksvollen Stuckdecken und Kronleuchtern stammt aus dem 17. Jahrhundert und bietet der Ausstellung einen sehr eindrucksvollen Rahmen. Es wirkt dank des Lichthofes sehr angenehm hell.


Fazit
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Wie so oft, ist das Museum nur was für echte Fans - also Leute, die sich sehr für Geschichte interessieren oder eben für die Feuerwehr. Im Vergleich zum Deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda werden zum Beispiel leider keine Originalfahrzeuge gezeigt (die stehen in Floridsdorf, also etwas weiter weg).

Die Ausstellung erschließt sich auch nur mit Audioguide so wirklich, was ich schade finde, denn ein paar Erklärungstafeln wären schon nett, zumal viele dann mit dem Smartphone (ohne Kopfhörer) rumlaufen, weshalb das ganze etwas chaotisch ist.

An sich ist es sehr schön gestaltet und baut logisch aufeinander auf. Es zeigt die alten Brandmeldeanlagen der Stadt und wunderschöne Miniaturen von den Fahrzeugen - übrigens ist die Wiener Feuerwehr bis zum Zweiten Weltkrieg ganz ökologisch auf Elektrofahrzeugen unterwegs.

Das Museum ist wirklich schön.

Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke