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Freitag, 4. September 2015

[Rumänien] Anke ist gut zu Vögeln

Hallo Leute!

Ein besonderes Highlight unseres Rumänientrips  war ein kleiner Bootstrip. Unser Pensionswirt in Murghiol hatte ein kleines Boot. Gleich beim Checkin wurde uns angeboten, dass er uns doch mal mitnehmen könnte auf einen Trip durchs Donaudelta.


Donaudelta
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Lage
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Das Donaudelta befindet sich im nordöstlichsten Teil Rumäniens und zum Teil auch noch in der Ukraine. Es umfasst immerhin 58000 km2. Und ist damit das zweitgrößte Flussdelta Europas (nach dem der Wolga).

Es handelt sich dabei um das Mündungsgebiet der Donau ins schwarze Meer. Die meisten Touren starten in der Kreisstadt Tulcea, aber auch in den kleinen Meilern rund herum, wie etwa Murghiol, bekommt man solche Touren (3-4 Stunden) für 200 RON  pro Person. Das entspricht etwa 44€. Da wir das aber ganz unbedingt machen wollten, haben wir gleich eingeschlagen und es hat sich absolut gelohnt. Jemanden mit Boot zu finden ist hier gerade in der Nebensaison kein Problem. Wir sind in Murghiol nur die Hauptstraße entlanggelaufen und wurden schon von min. 3 Leuten angesprochen. Wir entschieden uns dann allerdings für den netten Pensionswirt.

Die Touren sind in der Gegend meist individuell, Eingangszeiten gibt es nur in Tulcea. Preis, Dauer und Anfangszeit muss man einfach mit dem Captain ausmachen.


Natur
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Natur pur, so heißt es hier im Donaudelta. Wir stiegen im Hafen von Murghiol in das kleine Boot - entlang der kleinen Kanäle und Seen übersäht mit allen möglichen Vögeln, darunter unter anderem eine ganze Horde Pelikane, immerhin lebt hier die größte Kolonie Europas. 5200 Arten wurden hier beschrieben, vor allem Vögel und Fische, aber auch Reptilien, einige davon sogar vom Aussterben bedroht.

Große Schilf- und Auenwälder an beiden Ufern, manchmal sieht man noch ein bisschen Müll, ein ganzes Wrack, wohl noch aus Zeiten der Diktatur. Aber auch das haben die Vögel inzwischen für sich erobert.

Etwas weiter findet man letzte Spuren von Besiedlung, in Form des Ferienhauses von Ceaucescu, dem verstorbenen Diktator Rumäniens. Danach begegnet man ausschließlich ein paar kleinen Fischerbooten und zum Glück sind auch nicht so viele Touristenboote hier unterwegs.

Zu Zeiten des Ceaucescu Regimes wurde hier ziemlicher Raubbau an der Natur begangen, der nach dessen Sturz erst langsam wieder renaturiert wurde.


Fazit
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Ob das nochmal abgeholt wird?
Die 4 Stunden, die wir alleine mit unserem Pensionswirt Nicolae auf den Armen des Donaudeltas unterwegs waren, vergingen wie im Flug. Zwar haben wir uns akustisch mangels Sprachkenntnissen kaum verstanden, aber das wichtigste war das Erlebnis durch diese gigantische Natur zu fahren. Und dabei haben wir natürlich bei weitem nicht alles gesehen. Das Flussdelta ist eben eine gigantische Naturlandschaft, die inzwischen zum Biosphärenreservat erklärt wurde.

Gerade dadurch, dass wir mit einem kleinen Boot, in dem maximal 6 Leute Platz haben, kamen wir eben auch in die kleineren Arme hinein, fernab der großen Kreuzfahrtschiffe, die größtenteils auf dem Kilijaarm fahren. Dabei (und da kann ich nur von Nicolae sprechen) ging man dort überraschend verantwortungsvoll mit der Natur um, nur selten wurde der Motor voll aufgedreht, Vogelschwärmen wurde sich nur vorsichtig und bis zu einer verantwortungsvollen Nähe, den größeren Vogelschwärmen. Ich hoffe mal, dass das alle dort so machen.


Alleine für eine Fahrt ins Donaudelta lohnt sich die Rumänienreise, ein absolutes Highlight, das ich wirklich gerne nochmal machen würde (und vielleicht auch werde).

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 6. Mai 2015

[Rumänien] Auf Spuren der Siebenbürger Sachsen

Hallo Leute!

Ein Road Trip durch Rumänien ist ungewöhnlich - unsrer ist nun schon 2 Jahre her und es war traumhaft. Und ein absolutes Highlight war die alte Sachsenstadt Schäßburg...

Sighisoara
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Lage
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Sighisoara (wie die Stadt auf Rumänisch heißt) liegt im Zentrum von Siebenbürgen - im Kreis Mures.


Geschichte
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Schäßburg wurde um 1160 von den Siebenbürger Sachsen, Deutschen Einwanderern in Rumänien, gegründet. Der Name rumänische Sighisoara ist vom Ungarischen Segesvár angelehnt.

Im Jahr 1849 war Sighisoara im Zentrum der revolutionären Geschehnisse, die als Schlacht bei Segesvár in die Geschichte einging.

Der berühmteste Einwohner Schäßburgs ist der berühmte Vlad der Pfähler Dracul Tepes, der hier sogar geboren sein soll. Vlad Tepes soll als Romanvorlage für Bram Stokers Dracula gedient haben.
Schultreppe




Unsere Tour
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Das Auto haben wir auf einem großen Parkplatz in der Unterstadt stehengelassen und haben unser Quartier in einer kleinen Pension in der Oberstadt bezogen - wir blieben 2 Nächte.

Gleich am ersten Tag ging es über die überdachte Schultreppe hinauf auf den Schulberg zur Bergkirche und zum deutschen Friedhof. Es ist schon irgendwie spannend, weil noch heute hier so gut wie alles auf Deutsch beschriftet ist - Straßennamen genauso wie Texte in der Kirche oder die Namen auf den Grabsteinen. Hier hat man deutliche Spuren hinterlassen, auch wenn 80% der Siebenbürger Sachsen in Schäßburg nach dem Fall des Ceaușescu Regimes zurück nach Deutschland gegangen sind.

Über die Treppe stiegen wir wieder nach unten und machten einen gemütllichen Rundgang durch die historische Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Wir schritten die Stadtmauer ab mit ihren 12 Zunfttürmen und bestiegen den sagenhaften Stundturm von dem aus man einen tollen Ausblick auf die umliegenden Hügel hat.

Zu einem Besuch in Schäßburg gehört sicherlich auch ein Besuch im Dracula-Haus, dem angeblichen Geburtsort von Vlad Tepes. Darin befindet sich ein Restaurant und gegen Gebühr kann man auch in den Geburtsraum. Da dieser Ort aber genauso wenig historisch ist wie das Dracula Schloss in Bran, haben wir hier nur eine Suppe gegessen und sind wieder weg.

Auch das protestantische Kloster nahe des Rathauses ist wirklich sehenswert.


Fazit
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In Schäßburg kann man schon einen echt schönen Tag verbringen. In den engen Gassen der historischen Altstadt kann man sich fast vorstellen, dass Vlad der Pfähler gleich ums Eck kommt. Immerhin soll er ja direkt neben dem leicht schief und ein bisschen verwunschen wirkenden Stundturm gewohnt haben. Man fühlt sich direkt ins Mittelalter zurückkatapultiert.

Auch kann man hier den Spuren der Siebenbürger Sachsen wunderbar folgen. Als wir dort waren, hatten sie sogar ihr alljährliches Treffen.

Wir hatten eine tolle Pension mitten in der Altstadt (die war richtig günstig mit 35€/Nacht im Doppelzimmer) und wir waren gleich mitten in Geschehen - wir haben allerdings die Koffer unten im Auto gelassen und nur das nötigste mit in die Altstadt genommen.

Näheres zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten und zu unserer Pension findet ihr übrigens in meinen anderen Roadtrip-Berichten.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 22. März 2015

[Sunnycars] Rent a Smile

Hallo Leute!

In Rumänien waren wir vergangenen Monat mit dem Leihwagen unterwegs. Die ganze Geschichte war ein wenig komplexer. Wir benötigten ein Auto am Flughafen Otopeni. Die dort ansässigen Mietwagenfirmen bieteten zwar Autos unserer Klasse auch direkt an, nur war da bei der Versicherung immer OHNE Reifen, Glas und Unterboden. Das bedeutet, dass wir so bei Schäden einen Selbstbehalt gehabt hätten. Über Check24-Mietwagenvergleich fanden wir dann ein Angebot von Sunny Cars. Dies war nur geringfügig teurer, aber gerade in Rumänien, wo die Straßen nicht gerade in Bestzustand sind, war uns dieser Aspekt ganz wichtig.

Sunny Cars
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Buchung
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Wir haben das Angebot über den Mietwagenvergleich von Check24 gefunden. Von dort aus wurde man direkt auf die Sunny Cars Seite geleitet. Hier waren dann die persönlichen Daten einzugeben und über Visa zu zahlen. Wir bekamen mitgeteilt, dass wir uns mit dem ausgedruckten Voucher beim Mietwagenstand von Budget am Flughafen Otopeni in Bukarest melden sollten.


Mietwagen
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Der Mann von Budget war super nett. Er hat nichtmal probiert, uns die Budget-Versicherung zusätzlich anzudrehen, da wir diese über Sunny Cars gebucht hatten. Wir wurden direkt von ihm mit dem Jeep über den Flughafen zum Mietwagenparkplatz chauffiert, bekamen einen Übergabe-Bericht (mit Kratzern und Tankfüllstand).

Zum Preis von gut 320€ bekamen wir einen Ford Fiesta (neueres Modell) mit 90 PS für 10 Tage. Sogar der 2. Fahrer, der sonst immer kostet, war inklusive. Das Auto war mit 40000 km noch nicht allzu viel gelaufen war. Der Wagen war dort wieder abzugeben, wir sollten kurz vorher anrufen, damit man uns beim Parkplatz wieder abholen und zum Gate bringen kann.

Mehr zur Abwicklung werde ich euch die Tage berichten.


Wenn man einen Schaden hat
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Nun war es zwar kein Schlagloch, wie erwartet. Doch an dem Punkt, der am weitesten weg war vom nächsten Autovermieter, in Murghiol im Donaudelta, war es ausgerechnet ein neuer Bordstein, bei dem man dahinter eine vernünftige Ausfüllung vergessen hatte, bei dem wir im Dunkeln plötzlich ein lautes Geräusch hörten. Autsch, das war dann wohl ein Unterbodenschaden (ich sage nicht, wer gefahren ist). Tatsächlich war dann auch noch Flüssigkeit am Boden. Wir konnten im Dunkeln nicht genau sehen was. Und bevor die Männer jetzt was sagen, wir sind beide keine großen Autokenner. Wir waren uns nicht sicher ob es nicht doch Motoröl ist. Daher ließen wir das Auto stehen und meldeten den Schaden direkt an Budget. Das lief auch alles Problemlos, am nächsten Nachmittag hatten wir ein neues Auto vor der Tür, das alte wurde abgeholt.

Als wir dann wieder zu Hause waren, kam die Rechnung. 380€ sollten für den Schaden abgebucht werden. Der Schaden kann also nicht allzu groß gewesen sein, zumal da auch noch von uns verbrauchter Sprit verbucht war.

Nun stand in den Unterlagen, was man bei Sunny Cars einreichen muss, um dieses Geld wiederzubekommen. Ein vom Budgetmitarbeiter unterschriebener Schadensbericht, der Vertrag mit Budget, die Kreditkartenabrechnung. Ich steckte alles in einen Umschlag. Problem dabei war eigentlich, dass wir den Schadensbericht nur per Email erhielten, ohne Unterschrift und im Bericht stand auch nur "Schaden" nicht genau, worin dieser bestand. Wir hatten schon die schlimmsten Befürchtungen.

Allerdings muss ich Sunny Cars loben. Ich habe die Unterlagen am 9. Oktober in Österreich Richtung München geschickt (und die Post braucht da gerne etwas länger, wenn was an die Piefke geht), am 24. Oktober wurde der Betrag von 330€ gutgeschrieben (den verbrauchten Sprit hat man uns natürlich nicht gezahlt). Ohne weitere Nachfragen, ohne Beschwerden dass da nicht bezeichnet war, worin der Schaden bestand (es gab Ausnahmen, wie die Ölwanne), es wurde direkt gezahlt. Ich hatte aus Interesse mal nachgefragt (falls die Versicherung nachfragt), es war wohl doch "nur" Kühlwasser, was ausgetreten ist.


Fazit
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Es gibt eben doch noch Unternehmen, insbesondere Versicherungen, die in ihrer Abwicklung absolut problemlos sind. Wir haben zwar für die 10 Tage 50€ etwa mehr gezahlt, als wenn wir das Auto direkt bei Budget gebucht hätten, aber gerade ein Unterboden- und Reifenschutz kann in Rumänien wirklich Gold wert sein, auch wenn dabei die Ölwanne ausgenommen ist. Selbst wenn der Schaden durch eigenes Unvermögen passiert ist, nicht durch die rumänischen Straßenverhältnisse.

Wir sind uns beide einig, wir würden jederzeit wieder über Sunny Cars unser Auto buchen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 13. Mai 2014

A Romanian Road Trip 28: Eine ungewöhnliche Reise

Hallo Leute!

Im vergangenen Jahr habe ich euch ja schon so einiges über unsere kleine Rundreise erzählt... 13 Tage mit dem Leihwagen durch Rumänien. In diesem kleinen Artikel möchte ich euch diese Reise nochmal ein klein wenig zusammenfassen:

Tag 1:

Am ersten Tag ging es früh morgens mit dem Flieger von Wien zum Flughafen Bukarest Otopeni. Die Austrian bietet hier günstige Direktflüge an. Der Mietwagen war vorher reserviert. Wir haben ihn über sunnycars bei Budget gebucht, was sich später für uns als perfekt erweisen sollte.

Mit dem Auto ging es dann direkt in Richtung Norden. Der Flughafen Otopeni ist für die Tour recht günstig gelegen. Man hält sich einfach in Richtung Brasov. Ein kleiner erster Ausflug führte uns zum Schloss Bran - dem angeblichen Dracula-Schloss. Das war das einzige mal, wo es tatsächlich eine richtige Satellitenstadt um eine Touriattraktion gab. Bran ist ganz nett, aber nix, was man jetzt ganz dringend gesehen haben muss (ist ja erwiesen, dass der historische Dracula nie hier lebte).

Auf dem Weg nach Brasov ging es dann noch zur Bauernburg nach Rasnov. Die ist auf der Strecke kaum zu übersehen, leuchtet sie doch an den Hängen der Karpathen schon von weitem. Auch der Besuch dieser Burg ist kein absolutes Highlight, aber durchaus sehenswert. Spaßig ist vor allem die Fahrt mit dem kleinen Traktor, der einen Wagen den Berg hochzieht. Für 1,40€ spart man sich die Wanderung hoch und runter.

Als nächstes suchten wir eine Unterkunft in Brasov. In Brasov war das einzige mal, wo wir nicht gleich bei der ersten Unterkunft Glück hatten, bei der zweiten aber schon. Es war allerdings auch das teuerste Hotel, zumal es keinen eigenen Parkplatz gab.


Tag 2:

Den zweiten Tag verbrachten wir in Brasov. Sehenswert sind hier vor allem die schwarze Kirche, der weiße Turm und der Rathausplatz. Am späten Nachmittag fuhren wir dann weiter zu unserer ersten Kirchenburg nach Prejmer. Wir übernachteten in Prejmer, um diese am nächsten Morgen zu besuchen.


Tag 3:

Am Vormittag besichtigten wir die Kirchenburg von Prejmer, eine der besterhaltensten und meist besuchten. Viele der Kirchenburgen konnte man erst nach vorheriger Anmeldung besichtigen, also am besten nach dem Reiseführer orientieren.

Und schon ging es weiter in Richtung Sighisoara. Hier kamen wir am Abend an und blieben gleich 2 Nächte. Eine traumhafte Stadt mit unzähligen Sehenswürdigkeiten. Vor allem die Schultreppe, die Bergkirche und der Stundturm sind sehenswert.


Tag 4 und 5:

Tag 4 und 5 verbrachten wir in der Umgebung von Sighisoara. Nachdem wir dort alles angeschaut hatten, fuhren wir nach Biertan, um dort eine weitere Kirchenburg zu besichtigen.

Nach Sibiu fuhren wir dann über Land. Man muss hierbei immer beachten, dass man mehr Zeit als für ähnliche Strecken in Deutschland oder Österreich einplanen muss, da man gerade auf den Nebenstraßen unzählige Schlaglöcher passiert.


Tag 6:

In Sibiu gibt es ebenfalls unzählige Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus, die Lügenbrücke und eigentlich die gesamte Oberstadt.


Tag 7 und 8:

Aus Sibiu fuhren wir dann über die Karpathen und passierten die traumhafte Transalpina, ein Pass über 2000 m. Leider hatten wir mit dem Wetter ein wenig Pech. Dafür hatten wir eine spannende Nacht mitten in den Karpathen und haben nachts sogar einen Bären vom Balkon aus gesehen.

Richtung Cortea de Arges schauten wir uns den traumhaften Vidraru Stausee und das Kloster von Cortea an. Auch befindet sich hier die Ruine einer Burg, die tatsächlich im Besitz des historischen Dracula war. Die haben wir uns aus Zeitgründen allerdings nicht näher angeschaut. Von hier aus fuhren wir weiter nach Horezu um uns das UNESCO Welterbe im Westen Rumäniens anzuschauen.

Nach einer etwas unkomfortablen Übernachtung in einem Motel an der Autobahn sollte es am nächsten Tag Richtung Donaudelta gehen.


Tag 9 und 10:

Wir machten bei unserer Reise einen kleinen taktischen Fehler, indem wir nicht von Brasov aus Richtung Donaudelta fuhren, sondern von den Karpathen aus über Bukarest nach Osten. So verbrachten wir einen ganzen Tag im Auto. Zwar gibt es hier größtenteils eine gut ausgebaute Autobahn, aber vor allem die Passage von Bukarest kostete uns viel Zeit, da auf der Umgehung von Bukarest immer ein gigantischer Stau ist.

Auf dem Weg nach Murghiol fuhren wir noch die griechischen Ruinen von Histria an. In Murghiol setzten wir zu allem Überfluss mit dem Leihwagen auf und kamen relativ spät an, weshalb wir Schwierigkeiten wegen einer Pension hatten. Die haben wir dann aber doch noch gefunden.


Tag 10 und 11:

Den 10. Tag verbrachten wir mit Warten, da wir einen Ersatzwagen aus Bukarest bekommen sollten. Das klappte auch recht gut. In Murghiol schauten wir uns weitere griechische Ruinen an und warteten auf den Anruf, der dann aber auch schnell kam. Hier waren wir bei Niculae in einer coolen Pension und bekamen auch gleich Frühstück und Abendessen.

Am nächsten Tag nahm uns Niculae auch gleich mit seinem Boot raus ins Donaudelta zum Vögel beobachten. Das ist eine Investition, die ich wirklich jedem empfehle. Man bekommt dort aus allen Ecken Angebote. Wenn man durchs Dorf geht, sagt einem gleich jeder "Bootstour". Für 50€/Person (verhältnismäßig teuer für Rumänien) bekommt man aber dann auch 3 Stunden Tour geboten mit Vogelbeobachtung (wir haben unter anderem Pelikane aus der Nähe gesehen). Ein Erlebnis, das ich wohl nicht vergessen werde.


Tag 12 und 13:

Auf dem Rückweg nach Bukarest machten wir einen Zwischenstop bei den Schlammvulkanen von Berca. Hier steigt durch Gase getrieben, Schlamm vulkanartig nach oben. Ein spannendes Naturphenomen.

Auf der Weiterfahrt hatten wir dann auch noch den rumänischen Straßenverkehr live, als wir plötzlich (ohne dass es in irgendeiner Karte verzeichnet war) auf einer Fähre standen. Die war aber nichtmal am Ende der Straße, sondern es ging vorher im Hafen in einen Feldweg. Aber naja, man muss halt flexibel sein...

Die Nacht verbrachten wir an der Bundesstraße in einem Motel. Am nächsten Tag nahmen wir kurz vor Bukarest noch das Kloster Snagov mit. Das liegt auf einer Insel und dort soll das leere Grab des historischen Dracula liegen. Das Kloster liegt recht romantisch auf einer Insel, ist aber auch eher ein Anziehungspunkt für Touris.

Am Flughafen Otopeni, der übrigens sehr übersichtlich ist, gaben wir dann den Mietwagen ab und begaben uns auf die Heimreise.



Fazit
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Rumänien ist allemal eine Reise wert, auch wenn das vielleicht nicht jeder denkt. Wichtig ist allerdings, dass man sich auf das Tempo des Landes einstellen muss. Auf Bundesstraßen kann es eben schonmal passieren, dass man plötzlich einen Eselskarren vor sich hat. Man muss für die gleiche Strecke mit Sicherheit das doppelte bis vierfache der Zeit einplanen, die man in Deutschland brauchen würde. Und vor allem muss man sich daran gewöhnen, dass nicht jedes Ziel, das im Reiseführer angepriesen wird, auch mit dem Auto erreichbar ist. Gerade auf Nebenstraßen kommt man eben manchmal aufgrund von Schlaglöchern nicht immer mit dem Kleinwagen ans Ziel. Man sollte immer zusehen, dass man eine alternative Route hat. Vor allem sollte man bei einem Mietwagen immer schauen, dass man auch unbedingt eine Versicherung mit Unterbodenschutz wählt. Wir hatten Glück und mussten für unseren Aufgesetzten Wagen nix zahlen.

Man sollte unbedingt beachten, dass die Touristische Infrastruktur nur wenig ausgeprägt ist. Gerade wenn man plant, in einer Kleinstadt zu nächtigen, sollte man beachten, dass man nicht so viele Pensionen findet. Man bekommt zwar in den meisten Pensionen (unsere Reisezeit September) problemlos ein Bett, aber man muss manchmal (auch direkt an der Bundesstraße) schonmal ein bisschen suchen, bis man eine Pension findet. Die Pensionen an der Bundesstraße sind dann auch nicht der Hit. Aber man kanns überstehen. In touristisch erfassten Gebieten kommt man dann aber relativ schnell an ein schönes, sauberes Zimmer.

In Sachen Sicherheit hatten wir eigentlich nie Bedenken. Man sollte eben darauf achten, dass man die Kameraausrüstung nicht offen im Wagen liegen lässt, aber das halte ich persönlich für sehr logisch - auch beim Wandern in Niederösterreich machen wir das nicht. Ich jedenfalls hatte in Athen mehr Bedenken (da wäre meinem Verlobten beinahe der Geldbeutel geklaut worden). Ich kann mich nicht entsinnen, dass wir einmal Bedenken hatten Beklaut zu werden oder sowas.

Sehenswertes gibt es in Rumänien wesentlich mehr als ich dachte. Wir haben auf unserer Strecke sicherlich alle Facetten kennengelernt. Uns haben vor allem die Gastfreundschaft im Donaudelta und die zahlreichen Klöster begeistert, wir sind aber auch durch sehr arme Gegenden gekommen, wo die Dörfer wie leer gefegt wirken.

Auf keinen Fall sollte man Brasov und Sighisoara auslassen, aber, wenn es das Wetter zulässt, muss auch die Transalpina unbedingt auf den Plan - es gibt nix spannenderes, als nachts vom Balkon aus Bären zu beobachten und in einer Pension fernab von allem zu übernachten.

Zum Reisebudget sollte man etwa 30-45€ (im Durchschnitt zahlten wir 120-130 RON) für die Übernachtung im Doppelzimmer einplanen. Für ein Abendessen für 2 Personen zahlten wir in etwa 25 €. Die Eintrittspreise liegen etwa zwischen 0,80€ und 6€. Alles in allem eine Reise, die man sich auch bei geringerem Budget leisten kann.

Ich fand unseren Trip durch Rumänien ungewöhnlich, weil das wohl nicht allzu viele als Reiseland wahrnehmen. Mit etwas besserer Vorbereitung würde ich die Reise so auch jederzeit wieder machen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Prejmer

Prejmer

Bran
Bran

Brasov


Berca


Snagov

Rasnov

Sighisoara

Mittwoch, 29. Januar 2014

A Romanian Road Trip (27): Wie ein Tor zu einer anderen Zeit

Hallo Leute!

Unser Trip durch Rumänien führte uns unter anderem auch nach Schäßburg. Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten dort ist der sogenannte Stundturm...

Stundturm
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Lage
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Der Stundturm befindet sich an der Ostseite der Oberstadt und bildet am Museumsplatz einen der Hauptzugangswege zwischen Ober- und Unterstadt. Man kommt hier zu Fuß hoch (Zugang mit dem Auto ist nur eingeschränkt über die Westseite möglich) und dann direkt durch das Tor unterhalb des Turmes oder ein weiterer, alternativer Weg geht am Turm direkt vorbei. Der Aufstieg geht durch malerische, mittelalterliche Gassen.


Geschichte
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Der Stundturm war der stark befestigte Hauptzugang zur Schäßburger Tor. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Zugang erfolgte durch 2 Tore und einen Innenhof. Er ist der Hauptturm der insgesamt 14 Wehrtürme umfassenden Stadtbefestigung des mittelalterlichen Schäßburg und gleichzeitig der am Besten erhaltene.

Seine heutige endgültige Form erhielt der Stundturm durch österreichische Baumeister nach einem großen Stadtbrand im Jahr 1667.

In dem befestigten Innenhof etablierte man 1780 einen überdachten Korridor. Da dieser den Zugang für ältere Damen besonders im Winter erleichtern sollte, heißt er noch heute "Korridor der alten Damen".








Unser Besuch
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Wenn man in der Unterstadt steht, erweckte sich bei mir schon extreme Vorfreude. Wir kamen schon bei Dunkelheit an und sahen gleich den großen, angestrahlten Turm. Und ich muss ja gestehen, ich mag ja solche Gebäude, denen man aus der Entfernung schon ansieht, dass es schon viel erlebt hat. Der Stundturm hat tatsächlich schon einige verschiedene Belagerungen der Schäßburger Burg durch Osmanen erlebt.

Der Aufstieg an sich kostet 8 RON (etwa 2€) und lohnt sich. In den Räumen des Turms ist ein Heimatgeschichtliches Museum untergebracht, vor allem mit Trachten und traditioneller Keramik (nicht so sonderlich spannend). Oben hat man einen grandiosen Ausblick auf die Oberstadt und auf ganz Schäßburg. Hier kann man sich auch die Wetterstation anschauen, die sich dort oben befindet. Kleine Plaketten sind auch ganz cool, die eine Orientierung anzeigen, wie weit verschiedene große Städte in Europa entfernt sind. Man steht auf einem mit Holz eingefassten Balkon und kann wirklich von oben noch einiges mehr sehen.

Der Aufstieg auf den Stundturm lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn das Museum jetzt nicht so spannend ist - aber die mussten eben auch irgendwie gefüllt werden. Aber vor allem äußerlich ist der Turm wirklich schön anzusehen und mit Sicherheit zu Recht das Wahrzeichen von Schäßburg und macht einem schon von Weitem eine riesige Vorfreude auf die Besichtigung der mittelalterlichen Oberstadt, es ist fast wie das Tor zu einer anderen Zeit.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 27. Januar 2014

A Romanian Road Trip (26): Kirche am Berg

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch eine weitere Station aus unserem Rumänien-Trip vor...

Bergkirche
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Lage
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Die Kirche liegt, wie der Name schon sagt, oben am Berg und ist mit dem Auto kaum zu erreichen. Am besten geht man zu Fuß aus dem historischen Zentrum von Schäßburg/Sighisoara die Schultreppe nach oben, von dort sind es nur noch wenige Meter. Wenn man die etwa 160 Stufen scheut, kann man auch die Straße gehen, die tatsächlich so heißt, nämlich Umweg. Die startet an der gleichen Stelle wie die Schultreppe, ist aber bei Nässe kaum zu gehen, da das Kopfsteinpflaster sehr rutschig wird. Wirklich behindertengerecht ist der Zugang daher leider nicht, Fusskranke sollten sich den Aufstieg ebenfalls überlegen.


Architektur
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Die Kirche ist eine dreischiffige Hallenkirche, die eine Besonderheit hat: Sie ist die einzige Kirche in Siebenbürgen mit einer Krypta. Wie auch bei der schwarzen Kirche in Brasov ist der Kirchturm mit 42 m relativ niedrig aufgrund von potentiellen Erdbeben in der Gegend und aufgrund der zahlreichen Reibereien mit Tartaren und Osmanen in der Gegend.

Rein äußerlich wirkt das Eingangsportal relativ klotzig mit kleinen, unregelmäßigen Fenstern. Das hängt allerdings wohl mit der früheren Verwendung als Wehrkirche zusammen (Fenster wären ja unter Beschuss nur Gefahr).

Das Innere der Kirche stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Nach einem Erdbeben wurden zusätzliche Stützpfeiler eingesetzt.



Geschichte
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Die Schäßburger Bergkirche wurde im 13. Jahrhundert errichtet und St. Nikolaus geweiht. Bereits 1547 wurde sie in eine protestantische Kirche umgewandelt.

Auch hier ist es auffällig, dass alle Hinweise, etwa Liedtafeln oder Hinweise auf den Bau in Deutsch geschrieben wurde. Hier ist das besonders augenscheinlich, da die Kirche zudem direkt neben dem Schäßburger Deutschen Bergfriedhof liegt.

Die Fresken stammen aus dem 15. Jahrhundert.

Besuch
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Unser Besuch kostete 3 RON (etwa 0,75 €) in Kombination mit der Stadtpfarrkirche unten in der Stadt. Ein Einzelbesuch sollte 2 RON kosten. Wir bekamen einen Deutschsprachigen Info-Plan.

Eins fällt mir noch ein: Die Kirche öffnet erst um 10 Uhr, ein früher Besuch lohnt daher nicht. Sie schließt um 17 Uhr Sonntags macht die Kirche erst um 11 Uhr auf und schließt um 15 Uhr. Montags ist die Kirche ganz zu.






Fazit
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Auch wenn es sich jetzt nicht um eine besonders schöne Kirche handelt, lohnt der Gang auf den Schulberg und ein Besuch der Bergkirche allemal. Dank der Renovierungsarbeiten (bis 2003) ist das Äußere in einem sehr ansprechenden Zustand. Auch im Inneren ist die Kirche einigermaßen hell. Spannend war für mich die Krypta. Ich habe da eine Kapelle erwartet, so wie man das von Deutschland kennt. Man bekam allerdings ein relativ rohes Mauerwerk mit ein paar Nischen (anscheinend ehemals Gräber) zu sehen.

Das einzige, was mich ein bisschen geärgert hat, war dass die Kirche erst um 10 Uhr öffnet (bei Kirchenburgen usw. war eigentlich 9 Uhr üblich). Das hätte man auch mal in den Reiseführer schreiben können, sonst wären wir ggf. nur einmal hochgestiegen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 26. Januar 2014

A Romanian Road Trip (25): One Night in Brasov

Hallo Leute!

Nachdem ich euch schon von einzelnen Sehenswürdigkeiten von unserem Trip durch Siebenbürgen berichtet habe, möchte ich einzelne Stationen (sprich Städte) noch einmal vorstellen und zusammenfassen...

Brasov
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Brasov war unsere erste Übernachtungsstation auf unserem Trip durch Rumänien. Nachdem wir morgens um 9 Uhr in Bukarest ankamen, machten wir uns gleich mit dem Leihwagen auf dem Weg, die Hauptverkehrsstraße (ob man das Autobahn in unserem Sinne nenen mag) Richtung Norden. Ploitesti ließen wir links liegen. Vom Flughafen bis Brasov sind es gut 150 km.

Nach einem kleinen Ausflug nach Bran (Dracula-Schloss) und Rasnov (Rosenburg) kamen wir abends gegen 18 Uhr ziemlich müde an. Wir waren schließlich um 6 Uhr morgens in Wien gestartet.


Herbergssuche
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Wir hatten von Beginn an geplant, ohne Vorbuchungen loszufahren, weil man so einfach befreit ist von jeder Pflicht und dann abreisen kann, wann man will, ohne verpflichtet zu sein, die Reservierung im nächsten Ort einzuhalten. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber wir haben das in Griechenland schon erprobt.

So fuhren wir in die Altstadt und parkten in der Nähe zum Rathausplatz. Rucksack gepackt, machten wir uns auf den Weg. Bei der ersten Herberge war leider voll (das war der Toptip im Reiseführer), beim zweiten Tipp, dem Casa Wagner hatten wir dann aber Glück und bekamen ein schickes Doppelzimmer in zentraler Lage für 68€ incl. Frühstück. Zwar war das die teuerste Herberge unserer Reise, dafür waren wir aber gleich im Geschehen, direkt am Rathausplatz. So holten wir unsere Koffer und der Spaß konnte beginnen.


Essen
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Das Abendessen nahmen wir bei einem Italiener in der Einkaufsstraße ein. Dort sind typische Touristenlokale mit guter Qualität und vernünftigen (für Rumänen vermutlich teuren) Preisen. So hatten wir ne gute Pizza und eine gute Lasagne jeweils mit Wein für zusammen 25€. Auch das ging sicher günstiger, war aber OK.


Sightseeing
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Der nächste Morgen begann um 9 Uhr nach dem Frühstück. Wir machten uns zunächst auf den Weg zur Schwarzen Kirche, die sehr sehenswert ist. Eintritt kostet 4 RON, das lohnt sich aber auf alle Fälle.


Dann wollten wir mit dem Kabinenlift nach oben auf eine Aussichtsplattform über der Stadt fahren. Da aber absolute Nebensaison war und der Lift daher nur unregelmäßig fahren sollte (etwa alle 2-3 Stunden) haben wir uns das erspart, schließlich hatten wir nur einen Tag Zeit.

Als nächstes gingen wir dann zum weißen Turm, von dem aus man einen ähnlichen Ausblick hat. Man klettert eine enge, steile Treppe nach oben, die wirklich alt und kaputt ist. Aber der Ausblick über die Stadt ist echt toll. Das finden ist ein bisschen schwierig. Man muss zunächst einmal die Straße ein ganzes Stück bergan gehen, um hinter die Häuserzeile zu kommen. Dann kommt man aber eine hübsche Gasse nach unten.


Nach dem Mittagessen, das wir in Form eines fetten Sandwiches, den wir für umgerechnet 3€ in der Einkaufsstraße nahe dem Rathausplatz kauften, ging es dann wieder den Berg hoch. Diesmal aber auf der anderen Seite. Diesmal trafen wir dort auf die traumhaft schöne Synagoge (3 RON Eintritt) im Maurischen Stil. Die lohnt sich wirklich.





Etwas weiter oben ging es dann noch zum Katharinentor. Anschließend spazierten wir noch ein wenig durch die schmalen Gassen der mittelalterlichen Stadt.


Einkaufsmöglichkeiten
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Ich war nur einmal kurz im Jack Wolfskin Shop und musste feststellen, dass man hier nicht wirklich ein Schnäppchen macht. Ansonsten gibt es zahlreiche Shops, darunter auch ein DM.


Bevölkerung
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Brasov besteht zu etwa 1/3 aus siebenbürger Sachsen, Ungarn und Rumänen. Gerade die Spuren der Sachsen spürt man noch überall, vor allem bei der schwarzen Kirche, wo Gebete und Anschläge grundsätzlich in Deutsch formuliert waren. Auch im Hotel und im Restaurant wurden wir sofort auf Deutsch angesprochen.

Man war uns gegenüber insgesamt extrem freundlich, das aber generell. Ich habe da etwa in Griechenland wesentlich schlimmere Erfahrungen gemacht.


Fazit
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Für mich war ein Tag in Brasov ein wunderbares Erlebnis. Die Altstadt ist wirklich super malerisch, vor allem der gründlich sanierte Markt- und Rathausplatz, aber auch die schwarze Kirche wird mir sehr in Erinnerung bleiben. Dass wir nicht mit dem Lift nach oben fahren konnten, war am Ende gar nicht so dramatisch, vor allem, nachdem ich erfahren habe, dass sich in dem Wald noch etwa 200 wild lebende Bären rumtreiben sollen (von Hochwandern wurde uns im Hotel dringend abgeraten). Aber der Blick vom Gegenhang war dann auch ganz schön.

Die Altstadt liegt wunderbar geschützt in einem malerischen Talkessel, dennoch gibt es unzählige Zeugen einer sehr bewegten Vergangenheit, etwa die Schutztürme (grauer Turm und weißer Turm), immerhin befindet man sich historisch gesehen dann im Zentrum Siebenbürgens, im Zentrum des Widerstandes gegen die Osmanen, im Zentrum des Widerstandes gegen den Diktator Ceaucescu (erste Widerstände traten hier auf).

Um Sicherheit musste man sich hier gar keine Gedanken machen. Die Stadt hat eine extrem positive Atmosphäre - also zumindest die Innenstadt, alles wirkt sehr sauber und vor vielleicht 10 Jahren saniert. Einfach TOP.

Von Brasov aus kann man, wenn man länger dort bleibt, auch zahlreiche Möglichkeiten für Ausflüge - etwa zum Zentrum des Dracula-Kults in Bran, zu einem nahegelegenen Bärenreservat in Zarnesti oder zur Kirchenburg von Prejmer.

Wenn man einen Roadtrip durch Rumänien plant, sollte man Brasov auf jedenfall einplanen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 19. Januar 2014

A Romanian Road Trip (24): Hallenkirche

Hallo Leute!

Unser Trip durch Rumänien ist zwar nun schon fast 4 Monate her, aber dennoch bleiben die Erinnerungen präsent. Eine der schönsten Kirchen, die wir gesehen haben, ist die Schwarze Kirche.

Biserica Neagră in Kronstadt
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Lage
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Die Schwarze Kirche liegt ziemlich direkt im Zentrum der Altstadt von Brasov, nur wenige Meter vom Rathausplatz entfernt. Aufgrund ihrer Größe ist sie kaum zu übersehen. Parkplätze gibt es für 6 RON/h etwas weiter oben an der Hauptstraße.


Eintritt
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Außerhalb der Gottesdienstzeiten ist ein Eintritt von 4 RON (etwa 1€) zu entrichten. Das finde ich aber ganz OK, in Prag nimmt man teils das 5-fache. Fotos Innen waren leider nicht gestattet.


Geschichte
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Der Name "Schwarze Kirche" hat zunächst einmal nicht viel mit der Kirche heute zu tun. Das Mauerwerk ist zwar äußerlich relativ dunkel, aber nicht wirklich schwarz. Der Name stammt vom großen Stadtbrand 1689, der die Kirche bis auf die Grundmauern niederbrannte und nur schwarze Mauerreste übrig lies (neben den großen Eichenportalen.

Die erste Kirche war ein romanischer Bau, der in den Mongolenstürmen niedergebrannt wurde. Der heutige Bau stammt ursprünglich aus dem Jahr 1480. Sie wurde zunächst als katholische Kirche geweiht, ist aber seit der Reformation protestantisch.




Architektur
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Auf den ersten Blick fand ich den relativ niedrigen Kirchturm sehr auffällig. Dieser wurde allerdings mit Absicht nur 65 m hoch gebaut, da es in der Region häufig Erdbeben gibt und somit wurde die Gefahr eines Einsturzes gemindert.

Sie ist das größte Bauwerk, was von den Siebenbürger Sachsen geschaffen wurde und der größte Sakralbau zwischen Stephansdom (Wien) und Haggia Sophia (Istanbul). Sie wurde als gotische Hallenkirche errichtet.

Auffällig ist außerdem die bunte Turmuhr.


Rundgang
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Besonders interessant ist im Inneren eine große Sammlung orientalischer Teppiche.

Außerdem hat mich fasziniert, dass es hier tatsächlich noch solche ausgeprägten Spuren deutscher Besiedelung gibt. Zugegeben, Brasov war die erste Stadt in der wir waren, aber dass in der Kirche alle Sinn- und Segenssprüche in Deutsch aufgeschrieben waren und auch die Gesangbücher in Deutsch waren, hat mich schon ein wenig überrascht. Allerdings ist aufgrund der Siebenbürger Sachsen bis 1990 Deutsch eine Hauptsprache gewesen.

Ansonsten gab es einige Grabmäler zu sehen. Besonders beeindruckt war ich vom Innenraum ehrlicherweise nicht. Trotz der großen Fenster wirkte die Kirche auf mich relativ kalt und duster und wie gesagt, außer den orientalischen Teppichen und den deutschen Sinnsprüchen ist mir auch nicht so viel im Gedächtnis geblieben. Aber vielleicht ist das "duster" ja gerade in Wirklichkeit das Namensgebende...

Die Kirche an sich ist wirklich sehenswert, man sollte wenn man in Brasov ist, auch sicherlich mal einen Blick riskieren und sich die Teppiche anschauen. Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 18. Januar 2014

A Romanian Road Trip (23): Bauernburg

Hallo Leute!

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich schon lange nix mehr über meinen Roadtrip durch Rumänien geschrieben habe. Gleich am Ersten Tag auf dem Weg von Bukarest nach Brasov führte uns unser Weg auf die Rosenburg nach Rasnov.

Bauernburg Rasnov
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Lage
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Die Rosenburg liegt auf einem Hügel über der Stadt Rasnov etwa 15 km westlich von Brasov. Im Ort folgt man einfach der Beschilderung und gelangt direkt auf einen Parkplatz am Fuße des Berges. Von hier aus kann man hinaufwandern. Wir haben uns allerdings für 5 RON (etwa 1,20€; Hin- und Rückweg) kutschieren lassen. Es fuhr nämlich regelmäßig ein Traktor mit Anhänger drauf den steilen Berg hinauf. Die Fahrt alleine war schon eine echte Gaudi.


Geschichte
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Die Bauernburg in Rasnov wurde im 13. Jahrhundert vom Deutschen Orden erbaut. Aufgrund der strategisch günstigen Lage genau zwischen Bran und Brasov direkt am Rande des Karpathenbeckens wurde sie zwar häufig belagert aber nur einmal (im Jahr 1600) eingenommen.

Danach verfiel die Burg zunehmends, bis sie von einem italienischen Geschäftsmann gekauft und saniert wurde. Das war wohl nicht ganz zum Gefallen der Bürger von Rasnov, weshalb es immer wieder rechtliche Streitigkeiten gab.


Rundgang
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Der Eintritt in die Burg kostete 8 RON. Die Öffnungszeiten waren angemessen, ich meine bis 18 oder 19 Uhr. Wir kamen jedenfalls relativ spät und konnten problemlos noch unseren Rundgang machen.

Zunächst geht man durch das äußere Burgtor. Im ersten Innenhof werden Theateraufführungen durchgeführt. Als wir dort waren, war hier eine große Bühne aufgebaut.

Als nächstes kommt man durch die Überreste verschiedener Bauernhäuser. Da es sich um eine Bauernburg handelte, findet man hier keine Herrschaftsgebäude, sondern im wesentlichen kleine Häuser und Stallungen, die als Rückzugsort für die Bevölkerung dienten, ähnlich der Kirchenburgen, die man überall in Rumänien findet.

Schließlich kommt man in den Burghof mit den obligatorischen Rosen (ist ja die Rosenburg), wo man zahlreiche kleine Häuschen findet, die heute als Gasthaus bzw. als Souvenirläden genutzt werden. Der Burghof ist sehr romantisch, bei schlechtem Wetter (was wir leider hatten) aber auch sehr glatt wie allgemein das Gelände nicht so gesichert ist, wie man es von Deutschen Burgen kennt.

Auch eine kleine Kirche findet man hier, die bei unserem Besuch leider verschlossen war.

Legendenumwogen ist auch der 140 m tiefe Burgbrunnen, der angeblich von 2 türkischen Gefangenen innerhalb von 17 Jahren errichtet wurde, weil man ihnen die Freiheit versprach.







Fazit
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Die Burg Rosenau ist schon sehenswert, gehört aber nicht wirklich zum Pflichtprogramm in Rumänien. Man klettert halt ein bisschen auf den alten Ruinen rum. Im historisch wohl nicht ganz exakt restaurierten (laut Reiseführer zumindest) Burghof fühlte ich mich ein wenig an den Hessenpark und meine Besuche dort zur Schulzeit erinnert. Es ist eben eine Burg, wie man schon so viele andere gesehen hat, nix besonderes, aber da man auch nur etwa 2€ Eintritt zahlt, kann man sich das schonmal anschauen, zumal der Ausblick in die Siebenbürger Hochebene schon nicht schlecht ist.

Die Burg ist historisch mehr oder weniger unbedeutend, sieht allerdings riesig groß aus. Es erwarten einen keine spektakulären Ausstellungen, sondern eigentlich nur eine alte Burg, ein alter Brunnen und ein paar alte Häuser.

Besonders genial fand ich ja die Fahrt mit dem Transsilvanian Express, mit dem lustigen Traktor, der uns die steile Strecke nach oben brachte. Es war zwar zugig und kalt (es hat übel geregnet an dem Tag) aber für mich einfach super witzig.

Insgesamt waren wir etwa 2 Stunden in Rasnov. 2 Stunden, die man schonmal dort verbringen kann, wenn man in der Nähe ist, einen Umweg von mehr als 20 km ist es aber dann doch nicht wert. Daher gibt es von mir gute 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 8. Dezember 2013

A Romanian Roadtrip (22): Übernachtung direkt am Rathausplatz

Hallo Leute!

Ich habe schon lange nichts mehr von unserem Rumänientrip berichtet. Gleich in unserer ersten Nacht verschlug es uns in das Luxuriöseste Domizil unserer Reise...


Casa Wagner Brasov
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Lage
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Das Hotel Casa Wagner liegt direkt am zentralen Rathausplatz von Brasov, also optimal für eine Erkundung der Altstadt. Einziges Problem: Das Hotel hat keinen eigenen Parkplatz, weshalb wir das Auto etwa 400 m nördlich des Rathausplatzes auf einem öffentlichen Parkplatz abstellten, was uns zusätzliche 100 RON gekostet hat.


Empfang
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Der Empfang erfolgte direkt unten an einer kleinen Theke am Fuße der großen Treppe. Man sprach Deutsch - da wir das erst nicht wussten, Englisch ging auch - und nahm die Daten des Personalausweises auf und brachte uns direkt auf eines der schönen und geräumigen Zimmer.



Das Zimmer
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Die Übernachtung mit Frühstück im Doppelzimmer kostete uns gut 70Euro, was für unsere Verhältnisse absolut OK war, auf dem Rest der Reise wurde uns aber bewusst, dass wir dort bei weitem das meiste Geld für die Übernachtung gelassen haben. Im Schnitt kamen uns die 9 weiteren Übernachtungen in anderen Hotels 35Euro.

Das Zimmer war echt gut. Es war geräumig und das alte Bett hatte schon fast etwas atmosphärisches. Nicht so schön war allerdings der Balkon vom Nachbarhaus direkt vor unserem Fenster, was allerdings eher geringfügig war, da nur als wir reinkamen, jemand dort stand, den Rest der Zeit haben wir nix davon mitbekommen.

Zimmer und Badezimmer waren insgesamt extrem sauber und gut ausgestattet. Auch mit unseren beiden Koffern hatten wir keine großen Platzprobleme. Es gab einen schönen, alten Schrank, einen Sekretär, also alles, was man so erwarten kann. Darüber hinaus gab es schöne Teppiche.

Im Bad gab es Duschgel zu freien Entnahme sowie einen Fön. Ablageflächen waren ausreichend vorhanden.


Das Frühstück
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Das Frühstück war normaler Durchschnitt. Es gab mehrere Sorten Wurst und Käse, sowie Marmelade, Butter, Müsli, O-Saft und Filterkaffee. Es kann sicherlich nicht mit dem deutschen Hotelstandard mithalten, aber man wird ausreichend satt und es wird auch sehr darauf geachtet, dass immer alles vorhanden ist, dafür sind 2 Leute verantwortlich, die ständig schauen.

Das Frühstück wurde in einem abgeteilten Bereich des Flurs serviert. Das klingt zunächst mal ungemütlich, aber es war absolut erträglich.


Personal
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Das Personal war wirklich sehr freundlich. Man erkannte sofort am Akzent, dass wir aus Deutschland waren und sofort wurde in Deutsch weitergeredet (dort in der Region gibt es noch viele der Siebenbürger Sachsen). Man zeigte uns sofort das Zimmer, war gleich sehr hilfsbereit mit dem Gepäck, also keinen Grund zu mäkeln.


Rundherum
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Vom Hotel aus kann man ohne Probleme das gesamte Zentrum zu Fuß erreichen, etwa den weißen Turm, die schwarze Kirche, das Rathaus, die Synagoge oder auch die Seilbahn zur Aussichtsplattform. Auch Restaurants sind in der Fussgängerzone nebenan ausreichend vorhanden.


Fazit
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Wir kamen relativ spät in Brasov an, hatten kein Zimmer gebucht, so waren wir sehr dankbar, dass wir gleich ein Hotel fanden. Und es war auch nicht nur mit Abstand das teuerste sondern sicherlich auch einer der besten Unterkünfte auf unserer Reise. Ansonsten suchten wir später ausschließlich Pensionen auf. Das Frühstück war im Vergleich zu den Pensionen in jedem Fall wesentlich besser, die Zimmer wesentlich größer und die Lage für eine Erkundungstour durch die Stadt absolut perfekt.

Einziges wirkliches Manko waren für uns die fehlenden Parkplätze. Man hätte wenigstens irgendwie einen Rabatt auf öffentliche Parkplätze erwartet, wenn schon keine eigenen vorhanden waren. Einen kostenlosen Parkplatz haben wir nämlich bei den Pensionen immer vorgefunden.

Von mir gibt es daher 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 13. November 2013

A Romanian Road Trip (21): Fly to Romania

Hallo Leute!

Von Wien nach Rumänien sinds schon ein paar km. Daher haben wir uns entschlossen, dass wir dorthin fliegen. Die günstigste Flugoption für den von uns gewählten Zeitraum war Austrian Airlines...


Austrian Airlines
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Buchung
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Wir buchten direkt über die Austrian Homepage, da dort die Preise am günstigsten waren. Das ist allerdings nicht immer so. Ich bin schon häufiger mit Austrian geflogen und manchmal bekommt man einen besseren Preis über Opodo.at.

Die Direktbuchung war etwas nervig, da an dem Tag wohl der Server gesponnen hat, weshalb ich die Daten 3 oder 4 mal eingeben musste, ehe die Buchung bestätigt wurde. Für unsere Weihnachtsflüge nach Frankfurt war die Buchung etwas unkomplizierter, da sie über Opodo.at ganze 25€ pro Person günstiger war.

Die Buchung generell verläuft ähnlich: Adresse, Kreditkartendaten, Namen der Passagiere, Miles&More, Sonderwünsche usw. Die Klassiker eben.



Checkin
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Der Checkin in Wien läuft über das Terminal 3, was so gut wie ausschließlich von Lufthansa und Austrian (Austrian ist eine 100% Tochter der Lufthansa) angeflogen wird. Da sind viele Service-Desks, so dass der Checkin bei allen bisherigen Austrian-Flügen sehr schnell ging. Das Personal ist extrem freundlich.

Bei meinen bisherigen 2 Flügen von Frankfurt wurde ich jeweils gefragt, ob ich ggf. wegen Überbuchung auf einen anderen Flug wechseln würde (dafür gibts immer Entschädigung) bisher hat es aber immer gepasst.



Pünktlichkeit
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Ich war bisher insgesamt auf 4 Flüge der Austrian gebucht, alle 4 starteten absolut pünktlich. Bei einem gab es Probleme bei der Landung in Wien, weshalb wir 20 min verspätet ankamen... Darüber war ich dann aber ganz froh, weil der Vorfall bei der Landung auch hätte schieflaufen können.



Pilot
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Die Piloten sind sehr fähig und ich habe noch keine blöden Witze gehört. Sie sind sehr leistungsfähig. Der oben genannte Vorfall hat mir gezeigt, dass zumindest der Pilot echt was drauf hat. Da gab es nämlich in Wien Schwechat bei der Landung plötzliche Scherwinde (durch ein Vorausfliegendes Flugzeug) weshalb der Flieger plötzlich ganz kurz vor dem Aufsetzen schief in der Luft hing. Der Pilot ist ganz gekonnt einfach mal durchgestartet und das ohne eine Panik im Flieger auszulösen. Die Frau neben mir fragte nur plötzlich "Waren wir nicht eben schon fast unten?". Es kam dann nur eine kurze Durchsage "Es gab einen kleinen Zwischenfall, wir landen in 20 min".

Seit diesem Vorfall fühle ich mich bei Austrian-Flügen wohl besonders sicher.



Stewardessen
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Auch die Stewardessen sind extrem freundlich. Das einzige, was ich absolut witzig finde, ist das Outfit, das nämlich sowas von rot ist, dass man sich wundert, warum man die nicht einfach nackt an den Strand legt, das hätte einen ähnlichen Effekt. Rote Schuhe, rote Strumpfhosen, rote Röcke, rote Blazer, rotes Halstuch, rote Bluse, roter Hut, mich irritiert dieser Mut zur Hässlichkeit ein kleines bisschen.

In dem kleinen Flieger nach Bukarest waren nur 3, in den großen Fliegern nach Frankfurt waren es 5 Stewardessen.



Essen und Getränke
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Bisher war ich immer nur auf der absoluten Kurzstrecke unterwegs. Da gibt es einen kleinen Snack, morgens kann man wählen zwischen süß (eine Mannerschnitte), salzig (Erdnüsse) oder Apfel. Nachmittags gibt es einen Kuchen, abends kann man zwischen einem Käse- und einem Wurstsandwich wählen.

Getränke gibt es im Prinzip alle beliebigen (incl. Bier und Wein) sowie Kaffee. Auf der Kurzstrecke kam man einmal vorbei. Häufiger ging auch gar nicht.

Müll wurde gleich anschließend eingesammelt, da bei etwas mehr als 1 Stunde Flugzeit dann die Landung schon wieder vorbereitet werden muss.

Auch Zeitungen werden angeboten in Englisch, Deutsch und in der jeweiligen Sprache des Abflugortes.



Platzangebot
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Auf den Kurzstreckenflügen ist das Platzangebot weniger relevant. Es ist allerdings schon relativ eng, aber nicht unangenehm. Das ist eben so, wenn man Economy bucht. Ansonsten sind die Flieger OK, sicherlich nicht die neuesten, es gibt aber auch keine Erkennbaren Schadtstellen.






Fazit
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Ich fliege eigentlich recht gerne mit der Austrian, vor allem, weil man sich hier im Vergleich zur Kurzstreckenkonkurrenz (Nici) keine Gedanken um Gepäckpreise machen muss. Ein Koffer mit 20 kg ist nämlich frei. Handgepäck ist auf 8 kg beschränkt.

Auch sonst ist die Atmosphäre immer sehr angenehm, alleine schon, weil man sich gleich wie zu Hause fühlt, wenn man reinkommt und man bekommt den Wiener Walzer vorgespielt. Bei den größeren Flügen bekommt man dann noch die Sicherheitshinweise als Comic vorgespielt.

Für Kurzstreckenflüge ist Austrian Airlines absolut brauchbar, Langstrecke bin ich bisher noch nicht geflogen, das wird aber noch nachgeholt - versprochen...

In diesem Sinne

Eure Anke

A Romanian Road Trip (20): Start und Ende einer Reise

Hallo Leute!

Bei unserem Trip durch Rumänien war der Flughafen Otopeni in Bukarest der Ausgangs- und Endpukt unseres Roadtrips...


Flughafen Otopeni
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Lage
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Otopeni liegt etwa 15 km nördlich von Bukarest und ist vom Norden aus am besten zu erreichen. Aus der City ist das ganze etwas komplexer, da man sich durch den Stadtverkehr und über die Umgehungsstraße kämpfen muss. Wir sind von dort aus auch zunächst nach Norden gefahren und auch auf dem Rückweg sind wir von Norden her gekommen. Er ist inzwischen der einzige Flughafen für Linienflüge in Bukarest, da der zweite Flughafen Baneasa seit 2012 nur noch für kleine Flugzeuge geöffnet ist.


Landung
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Wir landeten von Wien aus morgens um 9 Uhr am Flughafen Henri Coanda (wie der zweite Name des Flughafens ist). Dabei war der Flughafen direkt verschlafen, nur sehr wenige Leute waren unterwegs, nur ein Gepäckband lief. Die Wege an sich waren extrem kurz, vom Flieger über die Passkontrolle bis zum Gepäckbank waren es ca. 200 m.

Es gibt nur ein Terminal für nationale und internationale Verbindungen mit 24 Gates.

Nach der Entgegennahme des Gepäcks kommt man direkt zu den Ständen der Autovermietung und zu den Busstationen (2 Linien verkehren Richtung Innenstadt). Wir konnten dort direkt unser gebuchtes Auto entgegennehmen, man musste uns allerdings zum entsprechenden Parkplatz fahren, was der nette Herr von der Autovermietung aber direkt machte.


Start
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Auch der Rückflug war relativ problemlos. Es gibt ja nur 1 Terminal, den Schalter fanden wir sehr schnell. Überall standen Geräte rum, an denen man sich die Bordkarten ausdrucken konnte. Bei der Gepäckabgabe gab es keine Wartezeiten, da für unseren kleinen Flieger 5 Schalter geöffnet waren.

Die Handgepäckskontrolle kam mir ein bisschen strenger vor als in Österreich, was aber wohl daran lag, dass ich von einer streng aussehenden Uniformträgerin abgetastet wurde und dabei ein kleines bisschen Angst hatte, dass ich gleich etwas brutaler angefasst würde. Aber das Problem war jetzt nicht so groß.

Es gibt im Abflugbereich ein freies WLAN, sehr saubere Toiletten und auch hier waren die Wege ausgesprochen kurz. Vom Eingang bis zum Gate waren es keine 150 m. Nahrung gab es auch ausreichend auch zu einem günstigen Preis. Aber es gibt auch die Klassiker, etwa McDonalds und Starbucks.

Der Wartebereich ist bequem, wir mussten allerdings auch nur 20 min bis zum Gating warten.






Fazit
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Insgesamt wirkte der Flughafen auf mich, die ich hauptsächlich Wien und Frankfurt gewöhnt bin, eher wie ein sehr verschlafener Provinzflughafen. Es ist hier wirklich nur extrem wenig los. Dafür ist der Flughafen aber bestens organisiert und insgesamt sehr kompakt, was zu angenehm kurzen Wegen führt. In Wien hat man da schon teils das drei- bis vierfache zurückzulegen.

Der Flughafen wirkte für mich sehr modern. Das einzige, was etwas weniger modern wirkte, waren die sehr streng aussehenden, uniformierten Damen, die die Handgepäckskontrolle machten.

Für mich war Otopeni einer der angenehmsten Flughäfen, an denen ich bisher gelandet bin, eben schön klein und kompakt, sehr sauber, sehr modern.

Von mir gibt es 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 31. Oktober 2013

A Romanian Road Trip (18): Schlafen in Sibiu

Hallo Leute!

Unser Trip durch Rumänien führte uns auch für eine Nacht nach Hermannstadt (oder Sibiu). Dort übernachteten wir in einer kleinen Pension am Rande der Oberstadt.


Casa Sibianului
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Lage
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Die Pension liegt in der Strada 9 Mai in der Unterstadt von Sibiu. Zur Lügenbrücke, die die Brücke zur Oberstadt bildet, sind es zu Fuss etwa 10 min. Man hat hier also eine perfekte Lage für eine Stadterkundung.

Derzeit befindet sich in der Straße eine gigantische Baustelle, weshalb wir uns das Reinfahren nicht trauten. Im Hof gibt es Parkplätze für Gäste. Witzigerweise wurden wir genau angewiesen, wo wir zu parken hätten (und der Hinterhof ist ENG), obwohl gar kein weiterer Gast mit dem Auto kam. 15 min verschwendete Zeit, aber schließlich standen wir zu Zufriedenheit der Mitarbeiterin.


Preise
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Wir hatten nicht vorgebucht. Das Doppelzimmer kostete 100 RON, was im absoluten Schnitt für die Pensionen in Rumänien lag. Das Frühstück kostete weitere 20 RON pro Person. Parkplatz und WLAN waren gratis!


Zimmer
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Das Zimmer an sich war sehr einfach eingerichtet. Wir haben allerdings immer ganz gerne die Räume mit 2 Einzelbetten genommen, da das Doppelbett immer nur 1 Decke hat und wir uns sonst immer die Decke klauen. Der Boden war schon relativ abgewohnt, aber insgesamt machte das Hotel einen sauberen, eher billig eingerichteten Eindruck.

Das Bad war relativ dunkel, aber insgesamt ganz in Ordnung. Es war nicht das sauberste, aber auch nicht das dreckigste, nicht das neueste und nicht das älteste Bad. Ich würde sagen durchschnittlich. Es hat minimal nach Chlor gerochen, was aber aufgrund der hohen Chlorung des Wassers war. Es war jetzt nicht allzu schlimm, dass man unbedingt Schlappen für die Dusche brauchte, es war aber auch nicht das, was ich in mein Haus einbauen würde. Für einmal Duschen wars OK.


Personal
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Das Personal war insgesamt freundlich, aber in manchen Teilen ein bisschen übereifrig. Die Dame sprach perfektes Englisch, hat uns aber wie bekloppt mit jeder Information bombardiert, von dem Fact, dass das Frühstück für uns extra zubereitet wird, bis hin zur extremen Einparkaktion für die 10 anderen Autos, die dann nicht gekommen sind.


Frühstück
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Das Frühstück war OK, wenn aber auch extrem einfach. Wir bekamen Wurst und Käse für jeweils 1 Brot und exakt 4 Brote. Dazu Kaffee und Wasser. Es gab eine Tomate, ein bisschen Butter. Es wirkte eben alles wie abgezählt.


Fazit
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Für eine Nacht ist dieses Hotel absolut in Ordnung, besonders die gute Lage zur Innenstadt macht es optimal für jede Stadterkundung. Die riesige Baustelle auf der Straße raubt einem etwas den Mut, aber man hat ja einen Parkplatz im Hof, weshalb das Auto sicher ist. Und wir hatten ein Zimmer zum Hof, weshalb wir auch nix vom Lärm mitbekommen haben.

Die Pension ist durchschnittlich eigentlich in allen Belangen: Sie ist durchschnittlich sauber, durchschnittlich eingerichtet, die Zimmer sind durchschnittlich groß.

Wir waren für eine Nacht zufrieden. 14 Tage würde ich da nicht wohnen wollen, da die Gegend etwas trostlos ist. Ich hab gut geschlafen, die Dusche war OK, das Frühstück war mir ein bisschen zu wenig, wir haben dann gleich noch ein Stückchen Torte in der Oberstadt gegessen.

Ich gebe insgesamt durchschnittliche 3 Sterne, weil wir, wenn wir ein bisschen länger gesucht hätten, zu dem Preis ggf. was besseres gefunden hätten, für unsere Bedürfnisse waren wir zufrieden, aber nicht 100% begeistert.


In diesem Sinne

Eure Anke


A Romanian Road Trip (17): Wehrtüchtige Kirche

Hallo Leute!

Auf unserem Trip durch Siebenbürgen trafen wir immer wieder auf merkwürdige Kirchen. In fast jedem Ort befanden sich sogenannte Kirchenburgen, die inzwischen sogar unter dem Schutz der UNESCO stehen. Eine der beiden schönsten ist die Kirchenburg von Biertan.


Kirchenburg Biertan
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Lage
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Biertan liegt etwa auf halben Wege zwischen Sighisoara und Medias etwas abseits der E14. Die Straße nach Biertan ist einigermaßen befahrbar, man braucht keine Spezialausrüstung wie Geländewagen, um dorthin zu gelangen.

Die Kirchenburg liegt an der Hauptstraße und ist kaum zu verfehlen, da sie auf einem Hügel liegt.


Öffnungszeiten und Eintrittspreise
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Die Burg ist in der Saison von 9 bis 18 Uhr geöffnet, in der Nebensaison weiß ich nicht genau. Der Eintritt kostet 8 RON. Die nette Dame an der Kasse ist eine Siebenbürger Sächsin und spricht perfektes Deutsch.


Geschichte
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Die Siebenbürger Kirchenburgen wurden größtenteils zum Schutz gegen die einfallenden Osmanen gebaut. Die Burg von Biertan geht auf das 14. Jahrhundert zurück und war bereits relativ früh Sitz des Siebenbürger Bischofs.

Im Zentrum des Komplexes steht die gotische Hallenkirche, die keinen eigenen Turm besitzt, dafür aber von ursprünglich 6 unterschiedlichen Türmen und dicken Mauern umgeben wurde.

In der Hallenkirche befindet sich der größte Flügelaltar Siebenbürgens. Ein weiterer witziger Aspekt ist, dass die vorderen Bänke keine Lehnen haben. Dort saßen die Frauen, die in ihren steifen Trachten OHNE Lehne besser sitzen konnten.

Das witzigste Gebäude für mich ist das sogenannte Biertaner Scheidungshaus. Hier wurden über 400 Jahre scheidungswillige Paare eingesperrt mit einem Bett, einerm Teller, einer Tasse, einem Stuhl usw. so lange, bis man von einer Scheidung absehen wollte. Innerhalb von 400 Jahren soll es nur eine einzige Scheidung gegeben haben.

Daneben gibt es den Mausoleumsturm, in dem 9 Grabsteine verschiedener Geistlicher, die in Biertan wirkten, begraben sind.

Außerdem existiert noch der katholische Turm, der der katholischen Bevölkerung als Stätte für ihre Messen diente.







Besichtigung
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Vom Dorfplatz geht man eine Holztreppe nach oben. Auf halber Höhe etwa ist die Kasse. Wenn man dann nach oben gestiegen ist, ist die Burg zwar wesentlich kleiner als die von Prejmer (Bericht habe ich schon geschrieben), dafür ist es hier aber wesentlich ruhiger. Wir waren in der gesamten Zeit unserer Besichtigung (1 Stunde) ganz alleine dort.

Vom Burgberg aus hat man eine traumhafte Sicht auf die umgebenden Hügel.


Fazit
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Die Biertaner Kirchenburg gehört zu den Highlights meiner Reise und es ist absolut empfehlenswert, dorthin zu fahren, wenn man im Raum Medias/Sighisoara/Sibiu unterwegs ist. Die Burg ist wirklich gigantisch und hat einen relativ ursprünglichen Charakter, da sie seit dem 16. Jahrhundert, als der Großteil der Wehranlagen entstand, kaum umgebaut wurde. Die zahlreichen Türme mit Pyramidendach, die uralte Kirche, sowas hat einfach Atmosphäre. Immerhin sieht man uralte Fresken, einen wirklich großen Flügelaltar und für mich ein echtes Kuriosum, das Scheidungshaus.

Der Eintrittspreis ist wirklich gering und der Ausflug von der E14 aus ist nur etwa 10 km (hin und zurück). Die 1,5 Stunden sollte man wirklich investieren. Wir sind sogar extra von Sighisoara dorthin gefahren und ich muss sagen, es hat sich 100%ig gelohnt.

In diesem Sinne

Eure Anke

 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

A Romanian Road Trip (14): Mitten in der Altstadt

Hallo Leute!

Unser Trip durch Rumänien führte uns auch nach Sighisoara. Da wir keine Hotels vorgebucht hatten, landeten wir überall in den unterschiedlichsten Pensionen. In Sighisoara landeten wir hier...


Pivnita lui Teo
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Lage
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Das Hotel liegt am Burgplatz mehr oder minder direkt neben dem Zugang zur Schultreppe und somit zum Schulberg.

Es gibt nur 3 Zimmer, die oberhalb eines kleinen Ladens liegen. Wir fragten am späten Nachmittag die Dame im Laden und bekamen das Zimmer.


Das Zimmer
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Für das Doppelzimmer (ohne Frühstück) zahlten wir 170 RON (38€). Das war damit die zweitteuerste Übernachtung, nur in Brasov im Hotel zahlten wir etwas mehr. Allerdings war das Zimmer auch wirklich super.

Das Zimmer war riesig groß und hatte einen tollen Ausblick auf den Burgplatz. Da in der Altstadt kaum Verkehr herrscht, gab es nur wenig Lärm. Die Betten waren sehr bequem und groß. Es gab sogar (was in Doppelbetten in Rumänien nicht selbstverständlich ist) für jeden eine eigene Decke. Außerdem gab es ein Tisch mit 2 Stühlen und einen Flachbildfernseher, den wir allerdings nicht genutzt haben.



Das Bad
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Das Bad war verhältnismäßig riesig und es gab sogar einen Fön. Es war bestens ausgestattet und wie gesagt vom Platz her absolut super.




Zimmerservice
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Da wir in diesem Hotel ausnahmsweise 2 Tage waren, gab es sogar eine Reinigung. Und die war unglaublich penibel. Die Dame machte mir sogar die Kappe wieder über meinen Rasierer, was man wirklich nicht erwarten kann. Auch die Vorhänge wurden perfekt wieder in ihrer Ausgangsposition fixiert.


Kaffee
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Für die Gäste stehen im Innenhof 2 Tische auf dem Balkon und dazu eine große Kaffeemaschine, mit der man sich den ganzen Tag Kaffee machen kann (Material steht bereit). Im begrünten Innenhof kann man wunderbar sitzen.


Fazit
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Die Pension Pivnita lui Teo ist absolut traumhaft als Ausgangspunkt für jedliche Erkundungstour in und um Sighisoara geeignet. Es ist wirklich penibel sauber. Das Personal spricht zwar leider kein Englisch, aber mit einem Zettel, Händen und Füßen bekommt man sich schon verständigt. Das ganze ist relativ privat, was man auch daran merkte, dass bei der Abreise keiner da war, der unsere Zahlung entgegennehmen wollte (wir haben das besprochene Geld dann einfach im Zimmer hinterlegt). Das ganze wirkt sehr privat und super gemütlich, super ruhig und trotzdem mitten drin. Für mich war das mit Sicherheit eine der schönsten Pensionen, in denen wir genächtigt haben.

Preislich war die Pension zwar eine der Teuersten, aber preislich dennoch im Vergleich ein absoluter Witz, befindet sie sich doch mitten im UNESCO Welterbe, der Oberstadt von Sighisoara.

Das Zimmer ist wirklich traumhaft schön und auch für gehobenere Ansprüche absolut geeignet. Frühstück bekommt man in den Cafes am Burgplatz günstig. Wenn man mit einem Kaffee auskommt, bekommt man den aber auch in der Pension, wo man schön sitzen kann.

Die Lage des Hotels ist absolut perfekt. Man ist quasi mitten drin, um die Altstadt zu erkunden. Man muss allerdings beachten, dass die Zufahrt mit dem Auto nur eingeschränkt möglich ist. Wir ließen unser Auto in der Unterstadt stehen und haben dann nur das nötigste mitgenommen. Ich persönlich finde das ja sogar ganz schön, da man die historische Altstadt so ein bisschen ruhiger hält.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke