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Mittwoch, 27. Juli 2016

{Japan - Kyoto - Palast} Komplizierte Sache

Hallo Leute!

Wer hätte es gedacht? Das riesige Tokio war nicht immer die Hauptstadt Japans. Von 794 bis 1868 war nämlich das eher beschauliche Kyoto der Sitz des kaiserlichen Hofes. Der Palast liegt noch heute im Zentrum der Stadt und kann besichtigt werden. Das war bisher aber immer eine eher komplizierte Sache...


Gosho Imperial Palace
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Lage
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Der Palast liegt im Herzen der Stadt innerhalb des kaiserlichen Parks nahe der U-Bahn-Station Imadegawa. Wenn man den Besuch mit einem kleinen Spaziergang verbinden will, kann man auch bei der Station Marutamachi aussteigen, zum Palast kann man dann durch den Park spazieren.




Eine kleine Tour
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Erst kurz vor der Zeit, für die man sich registriert hat, kann man sich mit der Bestätigung (siehe unten) beim Wachmann am Haupttor melden. Der Palast hat insgesamt 5 Tore, die alle ganz unterschiedliche Zwecke hatten - so war etwa eines nur für den Kaiser und ein anderes nur für hochrangige Beamte. Allen gemeinsam ist, dass sie beeindruckend massiv wirken, mit ihrem Dach aus Zypressenholz und der massiven Mauer, die den Palast vom umliegen Palastpark abtrennen.

Am Eingang bekommt man eine kleine Broschüre, die einen Überblick über den Palast geben soll. Dann wird man in einen Raum geführt, in dem man dann auf seinen Guide wartet. Hier sind Toiletten und ein kleiner Shop, sowie ein Fernseher, auf dem man dann einen kleinen Film zu sehen bekommt.

Die Tour führt dann entlang einer festgelegten Route durch den Bereich, der hauptsächlich für Staatsempfänge und auch für die kaiserliche Krönung genutzt wurde. Die Gebäude betreten darf man allerdings nicht - aber dafür nutzt der Guide dann gerne die Broschüre, die man dann auch unbedingt mitnehmen muss.

 Die Tour beginnt bei der purpurnen Halle, die für Staatsempfänge genutzt wurde. Etwas weiter hinten findet man den Shishinden, der für Kaiserkrönungen genutzt wurde. Unter anderem kommt man auch durch den Oike-niwa, den kaiserlichen Gärten mit dem großen Teich. Vom Shishinden führt ein langer Gang zum Thronraum (den Gang darf man natürlich auch nicht betreten). Daneben liegt ein Gebäude, das einzig zur Aufbewahrung des heiligen Spiegels gebaut wurde. Dieser gehörte zu den Insignien des Kaisers.

Die berühmten Wandgemälde kann man leider nur an einem Gebäude außen sehen, die Türen sind nämlich bei allen Gebäuden geschlossen. Irgendwie kommt man sich dabei ein bisschen doof vor, wenn man immer wieder auf den Flyer verwiesen wird, aber was soll man sagen, immerhin hat es ja keinen Eintritt gekostet. Nun ist die Tour fast schon wieder zu Ende.

Sicherlich ist der Palast ein architektonisches Highlight in Kyoto, so wirklich willkommen fühlt man sich aber nicht. Dass es nur um die Wandgemälde geht, kann ich mir nicht wirklich vorstellen, da die Gemälde im Nijo-Palast wohl genauso wertvoll sind, hier kann man aber sogar ohne Führung durchlaufen. Vertane Zeit war die Tour sicherlich nicht, aber ich war trotzdem ein wenig enttäuscht. Nur an wenigen Stellen konnte man überhaupt in die Gebäude hineinsehen, auch die Tour war kein informatives Highlight - das, was erzählt wird, steht auch in der Broschüre, die man ja unbedingt mitnehmen muss und auf die dann auch immer wieder gezeigt wird.

Wenn man nur kurz in Kyoto ist, gibt es sicherlich tollere Paläste, in denen man sich willkommener fühlt als hier.

 

Info
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Der Eintritt war zumindest bisher frei, man muss sich aber einer komplizierten Prozedur unterziehen. Dazu musste man sich entweder online registrieren oder mit dem Pass im "Office of the Imperial Household" auftauchen und sich für eine Führung registrieren. Das ist nur unter der Woche Vormittags geöffnet. Das ging allerdings auch relativ schnell und schon eine Stunde später konnte es losgehen. Alles wurde kurz geprüft, man musste einen kleinen Fragebogen ausfüllen, alles ist gut organisiert. Man bekommt eine kleine Bestätigung, mit der man sich dann beim Wachmann am Tor melden soll.

Es gibt Führungen auf Englisch (um 10 und 14 Uhr) und Japanisch. Die Tour dauert 1 Stunde und führt nur entlang der offiziellen Gebäude des Gosho und durch den Park.

Soweit ich gehört habe, soll die Prozedur ab Herbst vereinfacht werden - dann sollen die Gebäude dauerhaft zugänglich sein, auch ohne Führung. Ob es dann Eintritt kostet und wie dann der Ablauf ist, kann ich allerdings nicht sagen.

Mehr Informationen zur Registrierung gibt es hier:

http://sankan.kunaicho.go.jp/english/guide/kyoto.html


In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 7. Juli 2016

{Japan - Kyoto - Museum} Manga Freaky

Hallo Leute!

Auf Reisen probiert man ja alles aus - man probiert, mit Stäbchen zu essen, geht in eine Karaoke Bar oder man schaut sich ein Museum an, das man sonst eher links liegen lassen würde.

In der Nähe unseres Hotels fand ich das Manga-Museum. Nun, das ist ja in Japan eigentlich ein Muss!


Manga Museum Kyoto
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Lage
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Das Museum liegt direkt beim U-Bahn-Knotenpunkt Karasuma Oike, an der sich beide Subway-Linien treffen, also mitten im Zentrum der Stadt. Es ist kaum zu verfehlen.


Eintrittspreise, Öffnungszeiten
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Ich zahlte als Erwachsene natürlich den vollen Preis von 800 Yen.

Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet - geschlossen ist immer Mittwochs (falls Mittwochs ein Feiertag ist Donnerstags).


Erwartungen
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Also zugegeben, ich bin kein großer Fan von Mangas, habe beispielsweise keine Ahnung, wie man Manga und Anime unterscheidet. Das einzige, was ich bisher mit japanischen Comics am Hut hatte, waren die Zeichentrickserien, die ich als Kind sehr geliebt habe - Heidi, Mila Superstar etc.

Also ging ich hin, allerdings in Begleitung eines echten Manga-Fans aus Italien. Gut, wir hatten vorher ausgemacht, dass er wahrscheinlich länger brauchen würde - also hatte ich schon das nahegelegene Ikebana-Museum auf dem Plan. Also los geht es.

Ich erwartete eine Art Kunstausstellung mit ein paar Mangas im Rahmen - aber da lag ich nur zu einem sehr geringen Teil richtig.


Das Mangamuseum
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Das Mangamuseum beinhaltet eine der größten Mangasammlungen der Welt. Die Regalkilometer sind kaum zu zählen. Schon nachdem man den Shop passiert hatte, stand man vor Reihen gefüllt mit den günstig produzierten und bekannten Mangas.

Im Erdgeschoss findet man vor allem die Mangas aus unterschiedlichen Ländern und in den verschiedensten Sprachen - Englisch, Italienisch, Deutsch, Finnisch - alles dabei. Hier kann man sich nach Herzenslust alles aus dem Regal ziehen und zu Lesen beginnen. Man kann dem Museum auch seine Mangas spenden, die werden dann in die Sammlung aufgenommen.

Im Obergeschoss sind die japanischen Mangas in einem großen Raum nach Jahrgang geordnet und somit kann man anhand der Comics die Entwicklungen der Mangazeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute nachvollziehen. Hier findet man auch diverse Schautafeln, die beschreiben, wer mit Mangas Geld verdient, wie Mangas entstehen und verbreitet werden und wie Mangas überhaupt entstehen.

Auf der Etage gibt es dann auch tatsächlich so etwas wie eine "Kunstausstellung". In zwei Räumen stellen bekannte Mangazeichner aus - dabei handelt es sich um Wechselausstellungen.

Zunächst einmal das sehr positive - Alles ist sehr gut auch auf Englisch ausgeschildert, so dass man sich gut zurecht findet. Leider sind die Sitzgelegenheiten zum Schmökern eher unbequem.


Fazit
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Nun, zuerst einmal ist das Museum sehr schick und modern aufgemacht. Es entstand in einer ursprünglichen Grundschule und bietet sehr helle Räume zum Lesen. Einiges lernt man auch zur Geschichte und zur Entstehung der Mangas.

Als Europäer, der des Japanischen nicht mächtig ist, muss man allerdings wohl sehr enthusiastisch sein, um sich die mehr als 300000 Mangas aus dem Regal zu ziehen und darin zu lesen. Gut, ein paar Mangas gibt es in Deutsch, die muss man aber in der schieren Menge erstmal finden. Irgendwie wird es einem dann doch relativ schnell langweilig - weil wer kommt schon darauf, einen japanischen Comic zu lesen.

Das Museum ist wohl ein Adventure Land für alle Mangaenthusiasten, für alle anderen - vor allem diejenigen, die des Japanisch Lesens nicht mächtig sind - ist das Museum eher kein großes Highlight. Die klassische Kunstausstellung macht vielleicht 10% des Museums aus.

Von mir gibt es durchschnittliche 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 6. Juli 2016

{Japan - Kyoto - Museum} Niedliches, kleines Überraschungsmuseum

Hallo Leute!

Manchmal stößt man auch durch Zufall auf eher außergewöhnliche Museen. Als ich mich in der Gegend rund um unser Hotel umgesehen habe, stand ich vor dem kleinen, niedlichen Kaleidoscope Museum von Kyoto.

Kaleidoskop - für mich ja etwas ganz besonderes - vor allem weil ich als kleines Kind von meiner Oma so einen kleinen Zylinder bekommen habe.

Kaleidoscope Museum of Kyoto
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Lage
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Anschrift: 706-3 Dongeinmaecho Ayakoji, Nakagyo-ku, Kyoto 604-8184, Präfektur Kyoto

Das Museum liegt in einer kleinen Seitengasse nahe des U-Bahn-Kreuzes Karasuma Oike. Ich hatte es auf einem Plan bei der Station gesehen, was mein Interesse weckte. Das Museum an sich hat aber außen kaum Werbung, nur eine japanische Schrift am Eingang weißt auf die kleine Gallerie hin.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Das Museum hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet für Erwachsene 300 Yen.

Ich war anfangs etwas irritiert, da die Damen dort scheinbar nicht wirklich mit Besuch gerechnet hatten - doch sie reagierten sehr sympathisch, als ich mich auf die Suche machte, wo es denn die Tickets gibt.


Kaleidoskop - was ist das?
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Ich kannte Kaleidoskope bisher nur aus diversen Wundertüten aus der Kindheit. Dabei handelt es sich um Zylinder, gefüllt mit diversen bunten Steinchen. Zusammen mit Spiegeln oder Glasplatten im Zylinder ergeben sich dann bei jeder Drehung besondere, symetrische Muster.


Das Museum
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Das Museum an sich ist sehr klein. Der Raum ist nur etwa 40 qm groß und ausgestattet mit unzähligen Kaleidoskopen. Beim Eingang steht ein großes Regal, das gefüllt ist mit den Zylindern. Der Raum ist etwas abgedunkelt und hier werden ganz besondere Stücke gezeigt, etwa ein Zylinder, der etwa 1 m hoch ist oder ein Schiffsdiurama mit diversen Rädchen, die das Muster ändern.

Auch hier bekam ich wieder eine sehr sympathische Dame an die Seite gestellt, die mich nicht nur beaufsichtigte, sondern mir auch zeigte, wie die etwas komplizierteren Geräte funktionieren. Sie hat immer verzweifelt versucht, mir das Ganze auf Englisch zu erklären, mangels ihrer Sprachkenntnisse war das aber immer etwas schwierig war - wir mussten irgendwann beide lachen. Aber wir haben uns trotzdem verstanden, wenn auch nicht verbal...

Ich war sehr überrascht, wie komplex solche Kaleidoskope sein können. An das Museum ist zudem ein Workshop angeschlossen, in dem Kinder sich ihr eigenes Kaleidoskop basteln können - mir hat die Dame das gezeigt, selbst gebastelt habe ich eigentlich nicht.


Fazit
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Ich bin ja ein echter Fan von solchen kleinen Museen, die für mich überraschende Erkenntnisse bringen. Und eben so etwas hat das kleine, fast schon niedliche Museum in Kyoto zu bieten.

Obwohl das Museum sehr klein ist, habe ich dort mehr als eine Stunde verbracht und vor lauter Faszination sogar das Fotografieren vergessen (war eh nicht erlaubt).

Für mich war dieses kleine Museum eine angenehme Entdeckung fernab vom Reiseführer. Ich war begeistert.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 1. Juni 2016

{Österreich - Salzkammergut - Museum} Ja, also ruhig ists hier ja schon


Hallo Leute!

Wenn man nach Hallstatt kommt, sucht man eins gewiss - Ruhe. Touristen - vor allem Asiaten einfach überall. Eine Ruheoase gibt es aber - Das Museum.

Museum Hallstatt
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Lage
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Das Museum liegt direkt an der Seestraße - man kommt unmittelbar daran vorbei, wenn man die Promenade entlang kommt. Es ist kaum zu übersehen.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Wir zahlten 8€ Eintritt, hatten allerdings die Salzkammergut-Erlebniscard (die man gratis bekommt, wenn man mindestens 3 Tage in einem Hotel übernachtet). Der Normalpreis für Erwachsene beträgt 9€.

November - März (Montag, Dienstag geschlossen) 11:00 - 15:00 Uhr
April (täglich) 10:00 - 16:00 Uhr
Mai - September (täglich) 10:00 - 18:00 Uhr
Oktober (täglich) 10:00 - 16:00 Uhr

   
Die Ausstellung
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Das Museum beschäftigt sich mit der gesamten Geschichte des Ortes Hallstatt vom Beginn der Salzgewinnung im Hochtal vor mehr als 7000 Jahren bis zur heutigen Zeit.

Es ist aufgemacht wie eine Art Zeitreise. Man geht zunächst in den Keller. Dort gibt es die Aufführung eines kleinen 3D-Films, der ein bisschen aufgemacht ist wie ein Zeittunnel. Der liefert eine grobe Zusammenfassung von dem, was kommt.

Und dann bewegt man sich schrittweise in der Zeit nach vorne - aus der berühmten Hallstattzeit mit Funden aus dem großen Gräberfeld beim Salzstollen über die Haltbarmachung des Fleisches, für das man in Hallstatt seine spezielle Methode hatte bis hin zur Schädelmalerei des 19. Jahrhunderts, die man ja noch heute im Karner von Hallstatt besichtigen kann. Hier findet man auch einiges über den Glauben und die Feste, die in Hallstatt bis heute ihre Tradition haben, etwa die große Seeprozession zu Fronleichnam. Hier ist etwa ein riesiger bemalter Schädel ausgestellt.

Nun, das klingt zunächst mal ganz interessant. Leider sind derartig viele Filme, die sich in ihrer Lautstärke gegenseitig stören. Nur etwa die Hälfte läuft mit Abschalten - die andere Hälfte läuft in Dauerschleife, so dass man das, was einen interessieren könnte, schon rein akustisch nicht versteht. Die Schaltbaren Filme gibt es wenigstens in Deutsch und Englisch.

Die Funde aus dem Gräberfeld waren zwar interessant, aber leider zum Teil entweder Rekonstruktionen oder Leihgaben aus dem NHM in Wien. Die Abteilung Hallstatt dort weist bei weitem mehr Informationen und Funde auf als das Museum in Hallstatt.


Fazit
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Für stolze 9€ (mal angenommen, man hat keine Gästekarte) ist das Museum echt ein bisschen wenig. Man bekommt einen kleinen Einblick in die Hallstattzeit, aber nix wirklich Neues, wenn man sich eben zum Beispiel vorher schon das Salzbergwerk angeschaut hat. Selbst wenn man nur den Weg vor dem Salzbergwerk mit den Infostelen gelaufen ist, weiß man im Prinzip schon ganz gut bescheid und kann sich das Museum sparen - eben genau so, wie es die vielen anderen Leute machen (außer uns war zu dem Zeitpunkt nur ein anderer im Museum unterwegs).

Wir waren mäßig begeistert - bei seinem Besuch in Hallstatt sollte man seine Zeit lieber sinnvoller verbringen und gemütlich einen Kaffee trinken - da ist das Geld sinnvoller investiert.

Mehr wie 2 Sterne kann ich nicht geben.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 11. April 2016

{Österreich - Oberösterreich - Linz} 8k und das große Abenteuer Forschung

Hallo Leute!

Extra von Wien angereist haben wir uns gestern in Linz eine Titanic-Ausstellung angeschaut - wenig begeistert waren wir schon mittags fertig, der Zug nach Hause sollte erst am späten Abend gehen - was nun...

Wir entdeckten das Ars Electronica Center an der Donau und waren wieder Kinder...


Ars Electronica Center
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Lage
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Das Center liegt direkt an der Nibelungenbrücke, zu Fuss vom Hauptplatz gut zu erreichen.


Kontakt
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Ars Electronica Linz GmbH
Ars-Electronica-Straße 1
4040 Linz
Austria

Tel. 0043.732.7272.0
Fax. 0043.732.7272.2
E-Mail: info@aec.at


Öffnungszeiten
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Dienstag, Mittwoch, Freitag  9:00 - 17:00
Donnerstag  9:00 - 21:00
Samstag, Sonntag, Feiertag (ausgenommen Montag)  10:00 - 18:00
Montag  geschlossen


Eintrittspreise
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Vollpreis  9,50 Euro
Ermäßigter Eintritt*  7,50 Euro

Alle weiteren Eintrittspreise findet ihr auf der Homepage www.aec.at (es gibt zahlreiche Ermäßigungen für Familien usw.)


Besichtigung
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Wir begannen unsere Tour im 8K-Kino gleich im Erdgeschoss. Hier startet alle 30 Minuten eine Vorstellung (z.T. auch speziell für Kinder. In diesem Kino sieht man Bilder und 3D Filme in einer Auflösung von bis zu 8 Mio Bildpunkte in der Horizontalen, was bedeutet, dass für das Gesamtbild pro Sekunde eine Datenmenge von einer Blu-Ray Disk anfällt. Mit 8 Projektoren erlebt man eine Reise ins Weltall, nach Rio und nach Linz Urfahr - aber es werden auch Bildgebende Verfahren der Medizin präsentiert.

Das war schonmal ein extrem eindrucksvoller Einstieg (auch für Erwachsene). Als nächstes begaben wir uns ins Geo Lab, wo man interaktiv erfährt, was die Verstädterung bedeutet und wie man etwa den Müll so vieler Menschen loswird. Im Earth Lab wird dann gezeigt, wie bestimmte Themen die Landschaft und die Umwelt prägen - in unterschiedlichen Projektionen.

Ein Highlight ist dann das Future Lab, in dem sich alles um das Thema Mensch und Zukunft dreht - vor allem konzentriert man sich hier auf medizinische Themen - so kann man sich etwa ein Bild von seiner Retina machen, aber auch Virtual Reality Brillen ausprobieren und mit Paro spielen, einer kleinen Roboter-Seerobbe, die in der Alzheimertherapie eingesetzt wird. Man kann sich aber auch ein Genforschungslabor anschauen und testen, wie ein 3D-Drucker funktioniert und wozu man ihn benutzen kann.


Fazit
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Ich war nun schon in so vielen Mitmach-Museen. Und ich hatte natürlich auch meine Vorurteile - als Erwachsener hat man da eh keine Chance irgendwas zu probieren. Dann auch noch Sonntag Nachmittag (bei nicht allzu perfektem Wetter), da werden sich die Kiddys doch stapeln.

Doch so war es gar nicht. Schon der Einstieg im 8k Deepspace Kino war für mich grandios. Mit Projektionen auf Boden und Wand und vor allem die eindrucksvolle Demonstration der 3D-Bildgebung bei einem Polytrauma-Patienten ist wirklich beeindruckend.

Auch das Ausprobieren im Future Lab ist überhaupt kein Problem. Überall sind die Jungs und Mädels in den orangenen Hemden, die einem gerne die unterschiedlichen wissenschaftlichen Prinzipien erklären (und Gott sei Dank mit Erwachsenen anders sprechen wie mit Kindern). Man kann (fast) alles anfassen, alles anschauen, alles probieren ohne sich dabei mit 10jährigen prügeln zu müssen und ohne sich dabei selbst wie ein 10jähriger zu fühlen. Und dabei lernt man viele neue und aktuelle Prinzipien des technischen Alltags kennen.

Für mich war dieses Museum ein absolutes Highlight in Linz - ich kann es ganz klar empfehlen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 30. März 2016

{Österreich - Wien - Museum} Das Chaos-Museum

Hallo Leute!

Volkskundemuseen kennt wohl jedes Kind - es gibt sie überall und sie beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Völkern. Und das Wiener Volkskundemuseum beschäftigt sich mit einem kleinen, wilden Bergvölkchen genannt Österreichern.


Volkskundemuseum Wien
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Lage
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Das Museum liegt im kleinsten der Wiener Bezirke, in der Josefsstadt, im 8. Bezirk nahe der Alserstraße in der Laudongasse - bestens mit der Tram Linie 5 oder dem Bus Linie 13A zu erreichen.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Kontakt
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Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag 10-17 Uhr
Montag geschlossen
außer an Feiertagen
24. und 31. Dezember 10-15 Uhr

Schließtage:
1. Jänner, Ostersonntag,
1. Mai, 1. November,
25. Dezember


Eintrittspreise:

wir hatten mal wieder mit der Niederösterreichcard freien Eintritt (1x pro Jahr)

Eintritt € 8

SeniorInnen, Ö1 Club Mitglieder, Josefstadt Card, u.a. € 6

Studierende und Lehrlinge (19 bis 27 Jahre), Arbeitslose € 4

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr,
KulturpassinhaberInnen, Mitglieder des  Vereins für Volkskunde
Mitglieder von ICOM und Museumsbund Österreich Inhaber der NÖ Card
und der Erste Bank Card FREI

Jahreskarte € 22

Familienkarte € 15

Wien Karte € 6

Gruppentarif ab 10 Personen, Eintritt pro Person € 5

(ab 11 Personen hat der Gruppenleiter freien Eintritt)

Führungstarif pro Person € 4

Gruppenpauschale für Führungen unter 10 Personen € 40


Kontakt:

Österreichisches Museum
für Volkskunde
Laudongasse 15-19, 1080 Wien

T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
E: office@volkskundemuseum.at
W: www.volkskundemuseum.at


Ausstellung
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Die Ausstellung gliedert sich in eine Dauerausstellung (Erdgeschoss) und einer Sonderausstellung (Obergeschoss). Die Sonderausstellung wechselt etwa alle 3 Monate. Derzeit ist das eine spannende und außergewöhnliche Ausstellung zum Thema Flucht und Vertreibung nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Hier werden mit Beamern unterschiedliche Interviews an die Wände projiziert, man kann sich setzen und den alten Menschen (Vertriebenen wie Verbliebenen) zuhören. Mich hat das bewegt, da meine Großeltern zwar nicht nach Österreich sondern nach Deutschland vertrieben wurden. Viele Geschichten haben mich sehr an die Berichte meiner Großeltern erinnert.

Die Ausstellung im Untergeschoss beschäftigt sich mit dem Österreichischen Brauchtum, beschäftigt sich aber zu geschätzt 50% mit kunstvoll bemalten Möbeln. Sogar eine komplette Bauernstube wurde rekonstruiert. Eine Sonderausstellung, die in die Dauerausstellung integriert wurde, beschäftigt sich mit den Möbeln von Anna und Sigmund Freud, die teils sogar aus Wien nach England transferiert wurden, weil sie vor allem Anna das Gefühl von Heimat gab,

Die Ausstellung an sich wirkt auf mich nicht nur unspektakulär, sondern auch relativ chaotisch konzipiert - manche Möbel verdeckten andere komplett oder Erklärungen dazu, so dass man sich förmlich durch die Bauernschränke hindurchschieben musste. Auch der Weg, den man durch die Ausstellung nehmen soll, schien nicht so recht klar, ich jedenfalls sah Teile mehrmals, andere Teile nur einmal, irgendwie wirkte das Ganze etwas Labyrinthartig.

Ein relativ günstiges Cafe gibt es auch noch, das haben wir allerdings nicht genutzt.


Fazit
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Das Positive zu erst: Die Sonderausstellung im Obergeschoss des schönen, alten Gebäudes, ist bewegend und außergewöhnlich. Ich hätte den alten Leuten Stundenlang zuhören können. Sie erzählen aus der Zeit vor, während und nach dem Krieg - eine Generation, die ihre Geschichte nicht mehr allzu lange erzählen kann - wirklich interessant.

Das Negative: Die Dauerausstellung ist mir nicht durch irgendwelche hochinteressanten Stücke in Erinnerung geblieben, sondern viel mehr dadurch, dass sie mehr als zugestellt wurde - als Besucher verliert man hier leicht den Überblick - und irgendwie zusammenhangslos wurde dann die Freud-Ausstellung eingebunden, bei Erklärungstafeln musste man gelegentlich raten, zu welchem Stück sie denn nun gehören.

Ich komme nur wieder, wenn eine spannende Sonderausstellung ist - die Dauerausstellung ist eher schwach.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 29. März 2016

{Niederösterreich - Baden - Beethoven} Stadtfluchten

Hallo Leute!

Beethoven ist, wie ich übrigens auch, als Deutscher in Wien gestrandet, in der Stadt der Komponisten. Und wie ich floh er auch ganz gerne mal aus der Großstadt. Das merkt man alleine daran, dass es gefühlte 50 Beethovenwanderwege gibt. Ein Zentrum seiner Stadtfluchten war Baden, etwa 20 km südlich von Wien. Dort schrieb er auch Teile seines berühmtesten Werks, der 9. Symphonie. Seinen Sommeraufenthalten hat die Stadt Baden jetzt ein neues Museum gewidmet in einem Haus, in dem der Meister mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit während der Sommerfrische auch gelebt hat.

Beethovenhaus der 9. Symphonie
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Lage
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Das Haus der 9. liegt in einer Gasse direkt hinter dem Rathaus (Rathausgasse 10). Vom Bahnhof aus läuft man ca. 10 Minuten, allerdings habe ich einen direkten Hinweis am Rathausplatz vermisst.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Zunächst sei vorweggeschickt - mit der Niederösterreichcard hatten wir wieder freien Eintritt (eine Anschaffung lohnt eventuell schon bei einem längeren Urlaub in der Gegend).


Öffnungszeiten

Dienstag – Sonntag und an Feiertagen 10:00 – 18:00 Uhr

Am 24.12. + 31.12. nur von 10:00 – 14:00 Uhr geöffnet!


Eintrittspreise

Erwachsene: € 6,–
Gruppen ab 10 Personen und Senioren: € 4,–
Ermäßigt: € 3,– (Kinder von 6 – 15 Jahren, Schüler, Studenten, Lehrlinge und Präsenzdiener)

Samstag, Sonntag und Feiertage jeweils um 17.00 Uhr
Führungsticket: € 2,50 (haben wir nicht gemacht, wir waren ca. 12 Uhr dort)


Kontakt
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Beethovenhaus Baden
Rathausgasse 10
2500 Baden bei Wien
Austria

+43 2252 254488
willkommen@beethovenhaus-baden.at
www.beethovenhaus-baden.at


Geschichte
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Im Haus Rathausgasse 10 stieg Beethoven in den Sommern 1821 bis 1823 ab. Hier befand er sich mitten im Zentrum des Kaiserhofs, denn Kaiser Franz hatte Baden zu seiner Sommerresidenz erklärt. Auch einige seiner Förderer lebten hier. Außerdem bietet Baden immer wieder die Möglichkeit zu Fluchten. Einmal soll er sogar wie im Wahn bis ins mehr als 30 km entfernte Wiener Neustadt gelaufen sein - er wirkte dabei häufig eher verwirrt, trug einen alten Mantel und wurde von vielen für einen Bettler gehalten.

Obwohl Beethoven selbst sagte, dass er nie so unproduktiv sei wie in Baden schrieb er in seinem Gästehaus in Baden weite Teile der 9. Symphonie - darunter auch sein berühmtestes Werk "Freude schöner Götterfunken", das wohl jeder Grundschüler schonmal auf seiner Blockflöte spielen musste.



Das Museum
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Vorweggeschickt: Fotografieren war nicht erlaubt - und wie immer habe ich mich auch dran gehalten.

Das sehr moderne Museum ist erst im letzten Jahr entstanden und hat entsprechend ein sehr schönes Konzept.

In der obersten Etage sind die Wohnräume ausgestellt, so in etwa wie sie hätten sein können. Man sieht eine große Schreibtischkommode mit verstreuten Notenblättern, als wäre der Meister nur mal kurz auf dem Klo. Auf der anderen Seite sind Notenständer mit Zitaten von Beethoven.

In der mittleren Etage sieht man einen Hammerflügel, auf dem Beethiven zeitweise auch gespielt hat. Dazu kommt eine lange Tafel, an der das Leben Beethovens anhand von Gegenständen illustriert wird.

Dazu kommt eine Hörstation, in der die Werke Beethovens über Kopfhörer eingespielt werden.

Im Raum zum Tode Mozarts wird eine Totenmaske sowie eine Haarlocke Beethovens gezeigt.

Unten ist dann ein Bereich einzig und alleine seinem Großwerk, der 9. Symphonie gewidmet. Hier kann man etwa ein Orchester beim Spielen verfolgen und erlebt die Komplexität die beim Komponieren notwendig ist.

Unten ist dann noch ein Hörlabor, das sich mit dem Thema "Ertauben" beschäftig, da Beethoven am Ende seines Lebens arge Probleme hatte, nur auf einem Ohr noch sehr wenig gehört hat. Hier bekommt man demonstriert, was der langsame Hörverlust bedeutet.


Fazit
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Klein, aber fein - das kann man auch bei diesem Niederösterreichischem Museum sagen. Sehr cool und faszinierend fand ich die Demonstration, wie komplex so eine Komposition sein muss um ein ganzes Orchester mit Chor zu beschäftigen. Man sieht dabei, wie welche Gruppe einsetzt, gleichzeitig wird eine Partitur durchgeblättert - da konnte ich mich fast 30 Minuten alleine aufhalten. Viele andere Museen sind weit größer, weit teurer und bei weitem weniger anschaulich!

Von mir gibt es super coole 5 Sterne - ein Trip nach Baden ist es auf alle Fälle wert.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Niederösterreich - Weinviertel - Mistelbach} Prähistorie und ganz viel Blut

Hallo Leute!

Rund um Wien gibt es viel zu Erkunden. Durch eine Plakatwerbung in Wien bin ich auf das Mamuz aufmerksam geworden, das im schönen Mistelbach im Weinviertel (50 km nördlich von Wien) beheimatet ist.


MAMUZ
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Lage
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Wir kamen mit dem Zug, der etwa 50 Minuten vom Stadtzentrum (Wien Mitte oder Praterstern) benötigt. Die Strecke ist landschaftlich sehr reizvoll, schließlich führt sie durch unendliche Felder. Aussteigen kann man beim Bahnhof Mistelbach, einige Züge (die die überall halten) fahren weiter bis Mistelbach Stadt. Von beiden Stationen aus ist das Leitsystem optimal (mit großen braunen Schildern und Mamuts am Boden) - verlaufen ist quasi unmöglich. Vom Hauptbahnhof läuft man ca. 20 Minuten.



Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Wir kamen wieder einmal mit der Niederösterreichcard, weshalb ein Besuch im Jahr gratis ist.

Das benachbarte Nitschmuseum ist im Eintritt genauso enthalten wie das Schloss Asparn/Zaya, das etwa 7 km von Mistelbach entfernt ist (der Eintritt dort gilt aber bis Saisonende im November, also muss man nicht sofort weiterwandern.


Öffnungszeiten:

Saison 2016: 20. März - 27. November
Dienstag – Sonntag: 10 – 17 Uhr
(An Feiertagen auch montags geöffnet)
Letzter Einlass: 16:30 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: 10 Euro

Ermäßigt: 8 Euro*
(Gruppen, Studenten bis 26 Jahre, Senioren, Jugendliche 15 - 18 Jahre, körperlich beeinträchtigte Personen)

Kinder (11 – 14 Jahre): 3 Euro

Schüler im Klassenverband: 3 Euro

1stündige Führungen finden Samstags, Sonntags und Feiertags um 13 Uhr und um 15 Uhr statt - sie kosten 3€ und führen durch beide Ausstellungen.



Mamuz
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Das Mamuz hat jede Saison eine andere Ausstellung. In dieser Saison beschäftigt sie sich mit dem Thema Stonehenge.

Es wird hier zum einen sehr viel mit Multimediastationen gearbeitet - besonders erwähnenswert ist die im Obergeschoss. Hier hat man eine Leinwand um die Ecke aufgebaut und arbeitet mit einer Computersimulation. In der Mitte stehen Liegemöbel, auf denen man es sich bequem machen kann und wenn man ein bisschen sitzt fühlt man sich wie mitten im Steinkreis.

Die Filme handeln alle von der Entstehung und der Geschichte von Stonehenge. Dazu werden auch Stücke der dort verwendeten Steine gezeigt, die zum Teil mehr als 200 km aus Wales antransportiert werden mussten.

Außerdem werden unterschiedliche Funde (meist Repliken allerdings) gezeigt, die die Bedeutung von Stonehenge illustrieren - darunter die Grabbeigaben eines Bogenschützen.

Auch für Kids wird viel getan. Es gibt eine Puzzle Station, eine Station, an der man Stonehenge aus Bauklötzen nachbauen soll. Zudem gibt es ein Spiel, bei dem man an verschiedenen Stationen Info-Karten einsammeln soll, die man dann später in einem Memoryspiel zusammenlegen kann.



Nitsch Museum
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Das Nitsch Museum widmet sich dem Werke Hermann Nitschs. Ich hätte es eigentlich wissen müssen, schließlich war ich schon 2x unverhofft in eine seiner Ausstellungen geraten. Hier wird Gott sei Dank etwas weniger mit Videos gearbeitet, trotzdem ist es nix für schwache Nerven. In einem Raum werden Bilder seiner Kunstaktionen gezeigt - da ist das aufgeschlitzte Schwein, aus dem das Blut über den darunterliegenden Mann auf die Baumwolllaken läuft noch das harmloseste (die Laken werden im Hauptraum gemeinsam mit einer sinnlosen Zusammenstellung aus Zucker und Taschentüchern gezeigt).

Wenn selbst mir übel wird (als Medizinisch gebildete Biologin kenne ich mich mit Blut einigermaßen aus), ist das keine Kunst, sondern eklig.



Fazit
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Klein, aber fein ist die Ausstellung über Stonehenge in Mistelbach. Dennoch lohnt die Anreise, schließlich fühlt man sich in einer coolen 3D Simulation wie mitten in Stonehenge. Auch die Beigaben und Funde sind wirklich interessant. Allerdings sind an manchen Stellen zu wenige Kopfhörer für zu viele Besucher.

Das Nitsch Museum ist zwar im Preis enthalten, ich empfehle den Gang aber wirklich nur Leuten, die Blut sehen können. Aber selbst dann erschließt sich der Sinn des Ganzen leider nicht wirklich.

Für das Museumszentrum als Ganzes gebe ich gute 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 7. März 2016

{Österreich - Wien - Museum} Da haben die Narren getanzt

Hallo Leute!

Wien ist seit jeher eine Medizinstadt - nicht erst, seit die riesigen Bauten des neuen AKH die Stadt dominieren. Besonders Kaiser Joseph II. tat sich hier hervor - unter anderem ließ er die erste Psychatrie Europas bauen. Die war im sogenannten Narrenturm untergebracht...

Pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm
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Lage
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Der Narrenturm ist in der Spitalgasse im 9. Gemeindebezirk Alsergrund. Wohl am einfachsten gelangt man mit der Tram 5 oder 33 (Station Sensengasse) dorthin - von dort sind es noch etwa 300 m zu Fuß. Aber Achtung, der Turm liegt etwas versteckt in einem Hof - von der Spitalgasse geht man einen kleinen Pfad hinauf und sieht den Turm erst oben.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Mo.     Geschlossen    
Di.     Geschlossen    
Mi.     10:00 - 18:00    
Do.     10:00 - 13:00    
Fr.     Geschlossen    
Sa.     10:00 - 13:00    
So.     Geschlossen    

Der Eintritt in die Sammlung im Erdgeschoss beträgt 2€, die wesentlich spannendere Schausammlung kann man ausschließlich mit Führung besichtigen. Die Führungen beginnen zu jeder vollen Stunde und kosten 6€. Durchgeführt werden sie von jungen, durchaus motiviert wirkenden Medizinstudenten. Der junge Mann, der uns führte, tat das mit einer wirklich ehrlich wirkenden Begeisterung.


Geschichte
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Das Gebäude wurde 1784 unter Kaiser Joseph II. als erstes Krankenhaus für psychische Erkrankungen der Welt errichtet. Zu damaligen Zeiten wurden psychische Erkrankungen nicht als Erkrankungen anerkannt, die Erkrankten zum Teil sogar auf Jahrmärkten ausgestellt.

Der Narrenturm wurde als Rundbau von Josef Gerl errichtet und auf dem Dach war das sogenannte Oktogon als Wohnung für Joseph II. errichtet worden (was allerdings später aufgrund des maroden Unterbaus abgerissen werden musste).

Schon 10 Jahre nach Fertigstellung galt der Bau allerdings schon als überholt und wurde nur bis 1866 mit Patienten belegt - bis zu 280 Patienten hatten hier Platz, wobei im Obergeschoss die schweren Fälle, im Erdgeschoss die eher leichten Fälle behandelt wurden. Witzigerweise versuchten die Bürger damals, an der Fassade hinaufzuklettern, um aus Schaulust die schweren Fälle zu sehen, weshalb man irgendwann den unteren Teil der Fassade verputzt. Spuren davon sieht man noch (siehe Foto).


Ausstellung
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Mit 50000 Exponaten beherbergt der Narrenturm die größte pathologisch-anatomische Sammlung der Welt - natürlich kann man sich bei der einstündigen Führung nicht alles anschauen. Die Sammlung befindet sich seit 1971 im Narrenturm, geht aber schon auf das Jahr 1796 zurück und wurde von Kaiser Franz II. (I.) gegründet.

Die eigentlich spannenden Präparate sind nur mit fachkundiger Führung zugänglich, was aufgrund der Fülle der Ausstellung auch meiner Meinung nach wichtig ist, denn nicht jedes Präparat wird ausführlich erläutert.

Die Ausstellung an sich ist nichts für schwache Nerven, man sieht zahlreiche Präparate, die als Wachsabgüsse von echten Erkrankungen erstellt wurden - darunter schwerste Hautkrankheiten, Pestbeulen und ähnliches. Allerdings werden auch echte Schädel etwa von Mord- und Unfallopfern ausgestellt - etwa einem Mann, dessen Kumpel 8x ihm mit dem Eispickel auf den Schädel geschlagen hat oder auch ein Schädel eines Mannes, der einen Huftritt abbekommen hat. Auch werden fehlgebildete Föten gezeigt, darunter Skelette von siamesischen Zwillingen, in Alkohol eingelegte Zyklopen und ähnliche "Schwebewesen".

Sehr spannend fand ich den Schädel eines Patienten mit einer Stoffwechselerkrankung, bei dem zu viel Knochen gebildet wird. Die Schädeldecke war etwa daumendick. Spannend war auch die Lunge eines Tuberkulosepatienten, die Spuren einer Therapieform aufweist, bei der man versuchte, entstehende Löcher mit Wachs auszugießen, was natürlich nicht geklappt hat.

Durch die Ausstellung im Erdgeschoss kann man alleine gehen. Hier sieht man zunächst einiges zum Thema "Ansteckung". Auch hier sieht man wieder einige Modellagen von verschiedenen Hauterkrankungen. In weiteren Zellen sieht man z.B. eine alte Zahnarztpraxis und ein Alchemistenlabor. Unter anderen sieht man hier auch einen echten, doch recht großen Bezoar.


Fazit
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Ich hatte mir einen Gang in den Narrenturm schon sicher seit 2 Jahren vorgenommen - und am Samstag hat es endlich geklappt. Und ich muss sagen, ich bin schwer beeindruckt.

Schon das Gebäude an sich ist ungemein spannend mit den vielen kleinen Zellen und dem engen Rundgang - jede der Krankenzimmer hatte ein Fenster, durch das Tageslicht fiel und durch das man ins Grüne schaun konnte - da ist man ja fast schon pfleglich umgegangen mit den Geisteskranken.

Die Sammlung ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Wer vor allem bei Hauterkrankungen ein bisschen empfindlich ist, sollte sich den Gang wohl eher nicht antun, wer aber medizinisch und medizingeschichtlich interessiert ist, wird sich im Narrenturm wie im Paradies fühlen - ich jedenfalls fand es großartig. Wir haben dort einen sehr lehrreichen Samstag Vormittag verbracht.

In diesem Sinne

Eure Anke

PS: Wer Fotos von innen erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Die Präparate gehen ja größtenteils auf schwere Erkrankungen zurück, zum Teil sind echte Leichen und Leichenteile im Spiel - Fotografieren ist dort daher strengstens verboten!

Dienstag, 1. März 2016

{Österreich - Wien - Museum} Feuer und Flamme in Wien

Hallo Leute!

Die Wiener Berufsfeuerwehr ist wohl eine der ältesten in Europa. Bereits nach der Türkenbelagerung 1683 wurde sie gegründet und kann daher auf eine mehr als 300jährige Geschichte zurückblicken. Einen Einblick in die Geschichte bieten sie im Märkleinschen Haus Am Hof Nr. 7


Feuerwehrmuseum
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Lage
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Das Museum liegt direkt neben der ersten Hoffeuerwache Am Hof im Ersten Wiener Gemeindebezirk.


Öffnungszeiten
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Eintrittspreise werden deshalb nicht erwähnt weil - die gute Nachricht - der Eintritt ist frei.

Allerdings kann man sich bei freiem Eintritt natürlich kein Personal leisten. Das Museum wird von Freiwilligen betrieben und ist ausschließlich Sonntags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.



Ausstellung
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Die Ausstellung verteilt sich über 8 Räume im ersten Stock des Märkleinschen Palais. Sie wurde 2010 völlig rekonstruiert und neu gestaltet.

Ein wichtiger Tip: Smartphone und Kopfhörer nicht vergessen. Man kann sich nämlich gratis über die hearonymus App den Audioguide herunterladen. Das ist wichtig, da man mit ausführlichen Beschreibungen etwas geizig ist.

Schon der Eingang ist beeindruckend. An der Stiege sieht man eine große Wand, die die unterschiedlichsten Feuerwehreinsätze seit dem Zusammenbruch der Reichsbrücke in den 70ern zeigt. Dazu gehört ein Vorfall mit einem Amokpanzer oder auch ein Pferd im Pool - alles Momente, in denen die Feuerwehr hilft.

Die Ausstellung an sich zeigt die Geschichte der Wiener Berufsfeuerwehr. Unter anderem hat man die berühmte Türmerstube auf dem Stephansdom, von der aus die Feuerwehr noch nach dem Krieg Wien auf Feuer überwachte.

Außerdem werden Entwicklungen anhand von kleinen Fahrzeugmodellen, Helmen und Uniformen gezeigt. Ausrüstungsteile zeigen zum Beispiel, was genau der Notnagel ist.

Eindrucksvolles Zentrum der Ausstellung bieten zwei Gemälde der wohl größten und opferreichsten Brände in Wien - zum einem dem Brand der Rotunde und dem Brand des Ringtheaters.

Das Gebäude an sich mit seinen eindrucksvollen Stuckdecken und Kronleuchtern stammt aus dem 17. Jahrhundert und bietet der Ausstellung einen sehr eindrucksvollen Rahmen. Es wirkt dank des Lichthofes sehr angenehm hell.


Fazit
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Wie so oft, ist das Museum nur was für echte Fans - also Leute, die sich sehr für Geschichte interessieren oder eben für die Feuerwehr. Im Vergleich zum Deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda werden zum Beispiel leider keine Originalfahrzeuge gezeigt (die stehen in Floridsdorf, also etwas weiter weg).

Die Ausstellung erschließt sich auch nur mit Audioguide so wirklich, was ich schade finde, denn ein paar Erklärungstafeln wären schon nett, zumal viele dann mit dem Smartphone (ohne Kopfhörer) rumlaufen, weshalb das ganze etwas chaotisch ist.

An sich ist es sehr schön gestaltet und baut logisch aufeinander auf. Es zeigt die alten Brandmeldeanlagen der Stadt und wunderschöne Miniaturen von den Fahrzeugen - übrigens ist die Wiener Feuerwehr bis zum Zweiten Weltkrieg ganz ökologisch auf Elektrofahrzeugen unterwegs.

Das Museum ist wirklich schön.

Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 23. Februar 2016

{Österreich - Wien - Museum} Für mich ein Highlight

Venus von Willendorf
Hallo Leute!

Ich liebe ja all diese Naturhistorischen Museen. Okay, es ist ein bisschen gruselig mit all den toten Tieren, aber als studierte Biologin sieht man vielleicht mehr die Faszination... Nein im Ernst, ich fand es schon großartig, als ich im Kindergarten in Frankfurt durchs Senckenbergmuseum gelaufen bin...

Und so gehört auch das Naturhistorische Museum in Wien zu meinen Lieblingsmuseen, weil es eine gelungene Kombination aus der Sammlung der Habsburger (teils noch in uralten Vitrinen) und einer schönen, modernen Sammlung bietet...


Naturhistorisches Museum Wien
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Lage
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Das NhM ist eines der weltberühmten Zwillingsmuseen am Maria-Theresien-Platz, die Kaiser Franz Josef damals mit dem Bau der Ringstraße errichten ließ. Die Museen liegen am Burgring, direkt gegenüber dem Tor zur Hofburg. Wenn man dort steht und auf die Museen schaut, liegt das Kunsthistorische Museum links, das Naturhistorische rechts. Gut zu erkennen ist das NhM am kleinen Elefanten, der vor der Türe steht.


Öffnungszeiten und Eintrittspreise
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Öffnungszeiten:

Täglich außer Dienstag 9-18:30 Uhr
Mittwoch 9-21 Uhr

Gigantische Freitreppe


Eintritt:

Erwachsene: 10€
Kinder unter 19 Jahre: frei
Senioren, mit Wien-Karte, Gruppen: 8€
Studenten, Zivildienstleistende, Wehrdienstleistende bis 27 Jahre: 5€




Geschichte
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Die Sammlung geht auf den Mann der berühmten Maria Theresia zurück. Kaiser Franz Stephan kaufte die zu dem Zeitpunkt größte Naturaliensammlung mit 30000 Objekten in Florenz an.

Mit verschiedenen Expeditionen (u.a. nach Brasilien und in die Karibik) wuchs die Sammlung immer weiter an, wodurch sie in der Hofburg nicht mehr ausreichend Platz fand. Daher entschloss sich Franz Josef mit der Schleifung der Stadtmauer ein Naturhistorisches Museum zu errichten, das 1889 eröffnet wurde.

Das Gebäude wurde von Karl Hasenauer und Gottfried Semper geplant und errichtet und bietet ein Spiegelbild zum Kunsthistorischen Museum, in dem die Kunstsammlung der Habsburger präsentiert wurde.

Das Naturhistorische Museum (rechts) - Das Kunsthistorische Museum (links) und in der Mitte Maria Theresia

Vitrinen in der Prähistorischen Abteilung
Abteilungen
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Im oberen Geschoss sind im wesentlichen die Zoologischen Sammlungen, die aus unterschiedliche Expedizionen zurückgehen - ein besonderer Fokus liegt dabei auf einer Vogelsammlung, etwa ein Adlerpärchen, das Kronprinz Rudolf selbst geschossen hat. Dazu kommt eine gigantische Sammlung an Reptilien und Säugetieren mit Skelettrekonstruktionen, eine riesige Sammlung von Insekten und Krustentieren.

Unten findet man zum Beispiel die Prähistorische Sammlung. Bekannteste Exponate hier sind die Venus von Willendorf und Fanny vom Galgenberg, zwei der ältesten Darstellungen eines Menschen - über 30000 Jahre alt.

Dazu kommt eine mineralogische Sammlung und eine paläontologische Sammlung mit einem riesigen Sauriersaal, eins der Exponate bewegt sich sogar (was mich in einen leichten Schock versetzt hat).

Eine weitere Abteilung beschäftigt sich mit der Erhaltung der Karstsysteme, eine mit Ökologie - sogar die Dauerausstellung ist so riesig, dass man sie kaum zusammenfassen kann. Dazu kommen regelmäßige Sonderausstellungen, im vorigen Jahr hatte man sogar ein Mammutbaby, das im ewigen Eis gefunden wurde - derzeit läuft Erde 3.0 - eine spannende Ausstellung über die Erdgeschichte.




Ein Kuriosum ist für mich ein kleiner Hund, der im Zwischengeschoss auf der Treppe gezeigt wird - klein und unscheinbar, aber er war mal der Schosshund der Kaiserin Maria Theresia.
Schosshündchen



Fazit
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Ich liebe das Naturhistorische Museum. Schon wenn man in die Kuppelhalle tritt, fühlt man sich ein bisschen wie der Kaiser, der die große Freitreppe nach oben steigt, über den roten Teppich mit den Fresken.

Gerade die Zoologische Sammlung führt einen in alte Zeiten zurück mit den Vitrinen aus Holz und Bleiglas, die zum Teil wohl tatsächlich noch auf die Entstehung des Museums zurückgehen, genauso wie die meisten der Tiere (darunter schon teils ausgestorbene Arten) auf Expeditionen des Kaiserhauses zurückgehen - etwas, was in der Art heute wohl gar nicht mehr entstehen könnte.

Gleichzeitig aber hat man auch eine äußerst moderne Ausstellung. Die Anthropologische Sammlung etwa wurde erst kürzlich modernisiert. Hier findet man etwa iPads und 3D-Fräsungen von verschiedenen prähistorischen Menschen, die man so leicht vergleichen kann und ein digitales Planetarium (Filme kosten allerdings 5€ extra).

In diesem Museum kann man Tage verbringen - vielleicht habe ich mir genau deshalb eine Jahreskarte zugelegt.

Tipp übrigens: Das Restaurant ist extrem teuer, man sollte sich überlegen, ob man sich besser was zu Essen mitnimmt.

Für mich gehört das NhM zu den absoluten Highlights in Wien.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 20. Januar 2016

{Russland - St. Petersburg - Kirche} Museum für Antireligiöse Kunst? Aber... Hä?

Die Kuppel der Isaakskathedrale erhebt sich an der Newa
Hallo Leute!

Manchmal gibt es Orte, die dann doch ein bisschen merkwürdig sind. So war in der Isaakskathedrale während der Sowjet-Zeit ein antireligiöses Museum untergebracht...

Isaakskathedrale
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Lage
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Die goldene Kuppel der Isaakskathedrale erhebt sich direkt an der Newa unweit der Eremitage direkt neben der Admiralität.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Es gibt unterschiedliche Tickets für das Museum (250 Rubel/Person), für den Umgang der Kuppel (250 Rubel) und ein Kombiticket für 400 Rubel. Die Tickets gibt es an Automaten, die auch auf Englisch funktionieren, einige davon funktionieren auch mit Rubel-Noten.

Die Kathedrale ist täglich (außer Mittwochs) von 11 bis 19 Uhr geöffnet.
Altarraum




Geschichte
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Die erste hölzerne Kirche für den Stadtheiligen Isaak entstand bereits 1707. DIese wurde allerdings bereits 10 Jahre später durch einen Steinbau ersetzt, doch dieser wurde kurze Zeit später bei einem Brand vollständig zerstört.

Katharina die Große gab dann 1765 einen neuen Bau in Auftrag, der allerdings nur stockend fertiggestellt wurde. Der Bau wurde 1802 geweiht, allerdings mit nur einer anstatt 5 geplanten Kuppeln.

Nach dem Sieg gegen Napoleon sollte die Kathedrale zu einem Nationalmonument werden. Daher beauftragte Alexander I. den Franzosen Montferrant mit dem Neubau, in den nur der Altarraum der alten Kirche mit einbezogen wurde.

Dazu musste zunächst ein stabiles Fundament in den Sumpf an der Newa gehauen werden - dazu dienten insgesamt 11000 Baumstämme in den Boden gerammt. Dennoch kam es bei den Bauarbeiten immer wieder zu statischen Problemen. 1858 wurde die Kathedrale schließlich in ihrem heutige Zustand fertiggestellt und geweiht.

Nach 1928 wurde in der Kathedrale ein Museum für Antireligiöse Kunst untergebracht. Unter anderem hing ein Faucaultsches Pendel von der Decke, um die Erdrotation zu demonstrieren.

Im 2. Weltkrieg wurden hauptsächlich Kunstgegegenstände hier deponiert. Aus Schutz wurden sogar die goldenen Kuppeln grün angestrichen.

Heute finden in der Kathedrale zumindest zu hohen Festtagen wieder Gottesdienste statt, ansonsten ist der Innenraum hauptsächlich ein Museum.




Fazit
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Dafür, dass die Kirche in der Sowjet-Zeit ordentlich zu leiden hatte, ist sie wirklich beeindruckend. Schon das Portal mit den riesigen Marmorsäulen sind einfach gigantisch.

Insgesamt mehr als 40 Gesteinssorten wurden verwendet, großartig sind alleine schon die zehn großen Malachitsäulen. Alle Materialien sollen bei einer Büste des Architekten verwendet worden sein, die im Inneren ausgestellt ist, allerdings bei unserem Besuch nicht zugänglich war, vermutlich aufhrund von Restaurierungsarbeiten.

Die großformatigen Mosaike sind nicht ganz so beeindruckend wie in der Erlöserkirche, aber dennoch genauso großartig anzusehen wie die riesige Kuppel.

Oben kann man an einem Umlauf bei der Kuppel den Ausblick auf die Newa genießen, das war bei unserem Besuch allerdings wetterbedingt (Eissturm) nicht möglich.

Die Isaakskathedrale ist für mich absolut sehenswert und gehört neben Festung, Eremitage und Erlöserkirche sicher zu den Highlights (zumindest im Winter)

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 12. Januar 2016

{Russland - St. Petersburg - Museum} 400 Räume voll mit Kunst


Hallo Leute!

Riesige Museen sind immer ein kleines bisschen überwältigend - in der Eremitage in St. Petersburg war ich sogar ein ganz kleines bisschen überfordert...

Eremitage
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Lage
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Die Eremitage ist die Kunstausstellung, die sich auf mehrere Gebäudekomplexe in und um die Eremitage und den Winterpalast untergebracht sind. Das riesige Gebäude liegt direkt an der Newa am Newsky Prospekt. Der Zugang ist am Palastplatz (man erkennt ihn gut an den Schlangen.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Wir zahlten das Ticket an einem der 4 Automaten, die im Hof des Schlosses stehen. Hier sind die Schlangen am kleinesten und man zahlt 600 Rubel. Dafür erhält man eine Eintrittskarte zur Eremitage, zum Generalstabsgebäude, zum Menshikow-Palast und zum Porzellanmuseum. An der Kasse gibt es zusätzlich ein Ticket für Russen und Weißrussen für 400 Rubel, das man wohl mit einiger Überzeugungskraft wohl an der Kasse bekommt.

Zudem gibt es ein online Ticket für 22 Dollar, was allerdings weit mehr als den doppelten Eintrittspreis bedeuten würde. Wir waren kurz nach der Öffnung der Kassen da und nach gut 10 Minuten waren wir drin.


Die Ausstellung ist täglich außer Montags von 10:30 bis 18 Uhr geöffnet, Mittwochs und Freitags sogar bis 21 Uhr. Für den Winter sind die Öffnungszeiten okay, zumal wir festgestellt haben, dass wir eh nicht früher aus dem Bett kamen, im Sommer würde ich die späte Öffnung als ein wenig blöd befinden, zumal man sich auf jeden Fall den ganzen Tag Zeit nehmen sollte.

Jacken und Rucksäcke müssen abgegeben werden (kostenlos an der Garderobe). Es empfiehlt sich allerdings, in einer kleinen Umhängetasche eine Flasche Wasser und eine Kleinigkeit zu Essen mitzunehmen. Es gibt zwar eine Kantine, die ist aber völlig überteuert.

Fotografieren ist außer in temporären Ausstellungen kein Problem.


Die Ausstellung
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Ziemlich voll
Die Ausstellung erstreckt sich im wesentlichen über die alte und neue Eremitage, die einzig gebaut wurden, um die Kunstsammlung unterzubringen, sowie im eigentlichen Winterpalast und erstreckt sich über bis zu 3 Etagen. Man bekommt einen Plan der mehr als 200 Museumsräume gleich am Eingang. Allerdings darf man sich nicht irritieren lassen, die ersten Räume schaut man sich zum Schluss an, da die meisten die Ausstellung in Richtung Eremitage betreten.

Gleich zu Beginn kommt man in den Antikenteil der Sammlung, bestehend aus Stücken aus dem alten Ägypten, Griechenland und Rom. Nach oben kommt man dann in die Gemäldeausstellung, die eigentlich Meisterwerke jeder gängigen Schule beinhalten. Sie ist nach den Herkunftsländern in eine Niederländische, eine Italienische, eine Spanische, eine Britische, eine Französische, eine Deutsche und eine Russische Abteilung gegliedert und erstreckt sich über die gesamte erste Etage. Man findet hier einzigartige Werke etwa von da Vinci, Rembrandt oder Rubens (neuere Werke von Picasso und Matisse sind derzeit noch im Generalstabsgebäude, sollen aber in nächster Zeit in der dritten Etage ihren Platz finden).

Besonders beeindruckend ist die Pfauenuhr, die jeden Mittwoch um 19 Uhr vorgeführt wird (haben wir leider verpasst). Zu jeder vollen Stunde bietete sich zu damaligen Zeiten eine beeindruckende Szenerie mit einem Radschlagenden Pfau - gezeigt wird das heute nur noch einmal wöchentlich und ein Video läuft im Hintergrund.

Ebenfalls im Ersten Stock, im Hauptkomplex des Winterpalastes (die Gebäude sind übrigens alle miteinander verbunden und vernünftig geheizt) findet man einige Prachträume, etwa den Thronsaal, den Wappensaal und in einem Saal, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, befinden sich Portäts zahlloser Feldherren aus dem napoleonischen Krieg (und zwar von beiden Seiten).

In der oberen Etage befindet sich dann eine Sammlung fernöstlicher Kunst mit Schwerpunkten in Japan und dem Iran.

Im Erdgeschoss kann man sich dann noch die Räume anschauen, die laut ausgegebenem Plan eigentlich die ersten sein sollten. Diese beinhalten Exponate aus der russischen Antike mit Schwerpunkt auf Sibirien.



Die Pfauenuhr

Fazit
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Das hört sich ja alles nicht so viel an, dennoch ist man schnell überwältigt, nicht nur von den eindrucks- und prunkvollen Palasträumen sondern alleine von der schieren Anzahl der Werke die hier ausgestellt werden - 3 Millionen Werke sollen sich im Archiv der Eremitage befinden. Wir waren rund 6 Stunden in der Ausstellung und haben uns wirklich nur auf die Highlights beschränkt. Nach 6 Stunden waren wir völlig erschöpft (wir hatten zudem nichts zu Essen dabei). Und als wir rauskamen, stand noch immer eine gigantische Schlange am Einlass.

Was ich ein bisschen bemängeln würde, ist eine fehlende klare Linie, so dass man als Besucher klar weiß "Okay, da gehts jetzt lang". Die Räume sind zwar alle numeriert, aber irgendwie nicht so, dass man immer z.B. an einer Treppe endet oder an einem Übergang, der einen zum Nachbargebäude führt. Und auch, dass man die Räume im Erdgeschoss, die die niedrigsten Nummern tragen, nicht nacheinander ansehen kann, empfand ich als irritierend. Immerhin befindet man sich in einem Labyrinth aus beinahe 400 Räumen - ohne die Übersichtskarte (gibts am Eingang) geht da gar nix.

Insgesamt gehört die Eremitage absolut zum Pflichtprogramm für St. Petersburg. Man sollte aber wirklich viel Zeit einplanen, nicht nur wegen der schieren Größe der Schätze, die größtenteils die Zaren zusammengetragen haben, sondern auch aufgrund der Menschenmasse, die sich täglich durch das Museum schieben.

Von mir bekommt die Eremitage ganz klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 30. November 2015

{Wien - Museum} Freud in Wien

Hallo Leute!

Am Wochenende hatte ich mal wieder Besuch aus Deutschland. Gleich mal wieder ein Grund, ein paar andere Museen in Wien zu erkunden, in denen ich bisher noch nicht war...

Sigmund Freud Museum Wien
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Lage
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Das Museum liegt im 9. Bezirk in der Berggasse 19, unweit der U4 Station Schottenring.


Eintrittspreise
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Erwachsene € 9,00
SeniorInnen € 8,00
Wien Karte € 7,50
Mitglieder Club Ö1/KulturKontakt Austria € 6,50
StudentInnen (von 18 bis 27 Jahren) € 6,50
SchülerInnen (von 12 bis 18 Jahren) € 4,00

Inklusive Audioguide

Führungen gibt es für 5 Personen auf Anfrage - der Preis erhöht sich dann jeweils um 1€ pro Person.

Ich hatte mal wieder das Glück, dass ich mir eine Niederösterreichkarte zugelegt habe. Mit dem kleinen, gelben Kärtchen gibt es nämlich freien Eintritt - das ganze Jahr über.


Öffnungszeiten
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Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 17:45.


Das Museum
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Das Museum befindet sich in den Originalräumen in denen die Familie Freud 47 Jahre gelebt hat und in der Sigmund Freud bis zu seiner Flucht vor den Nazis seine psychoanalytische Praxis hatte. Man geht in den ersten Stock und nachdem man seinen Audioguide erhalten hat, geht es gleich in Freuds Praxis. In einem Vorraum befindet sich ein Mantel, ein Spazierstock und Reisegepäck Freuds, so wie es von seiner Tochter Anna zur Eröffnung des Museums gespendet wurde. Vom Vorraum aus gelangt man in ein (übrigens original eingerichtetes) Wartezimmer, in dem sich auch die berühmte Mittwochsgesellschaft traf. In einem Video, das man im benachbarten Videoraum ansehen kann, sieht man, dass alles genau rekonstruiert wurde, bis hin zu den Urkunden an der Wand.

Als nächstes kommt man in den Behandlungsraum, in dem allerdings heute keine Couch mehr steht (die steht soweit ich weiß im Freud Museum in London), sondern hauptsächlich eine bildliche Dokumentation gezeigt wird.

Im Arbeitszimmer sieht man einiges aus Freuds Besitz, darunter einen Spiegel, der vor dem Fenster hing, in dem sich Freud bei der Arbeit beobachte, und ein rekonstruierter Stuhl, der extra für Freuds unbequeme Sitzhaltung konstruiert wurde.

Als nächstes kommt man in die Räume, in denen Anna Freud ihre erste Praxis eröffnete. Hier sind einige Kunstwerke ausgestellt, genauso wie im großen Saal, in dem einige von Freuds Besitztümern ausgestellt sind.

Außerdem beherbergt das Museum die größte psychoanalytische Bibliothek Europas.







Fazit
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Auch wenn ich mich bisher nicht wirklich mit Psychoanalyse beschäftigt habe, fand ich das Freud Museum an sich wirklich spannend, weil es zur Auseinandersetzung mit dem Thema Freud einlädt, gleichzeitig aber nicht zu theoretisch wird, zum Thema "Ich, Überich & Es" gibt es beispielsweise keine Ausführungen, sondern eigentlich mehr zum Leben Freuds, dessen Flucht, dessen Reisen usw.

Wer allerdings ganz großes Museumsentertainment erwartet, wie es etwa die großen Wiener Museen bieten, wird leider enttäuscht. Man kann sich weder auf die Originalcouch legen noch wird man therapiert. Wer eben darauf steht, sich mal historische Originalschauplätze, wie etwa die Praxis des Dr. Freud anzuschauen, der ist hier richtig.

Ich werde sicher bei Gelegenheit nochmal ins Freud Museum gehen, wenn ich mehr im Thema bin. Wenn man sich aber überhaupt wenig für Freud interessiert, sollte man lieber in ein anderes Museum gehen. Dafür wären mir die 9€ zu teuer.

In diesem Sinne

Eure Anke