Donnerstag, 30. Juli 2015

[Wien] Das Beste Eis von Wien (3)

Hallo Leute!

Meine Suche nach dem Besten Eis von Wien ist noch lange nicht zu Ende. Eine der wohl bekanntesten und ältesten Eisdielen Wiens befindet sich am Schwedenplatz. Der Eissalon wurde von der Familie Molin-Pradel immerhin schon zu Kaiserzeiten betrieben. Den Eissalon am Schwedenplatz gibt es schon seit 1886.


Eissalon am Schwedenplatz
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Lage
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Der Eissalon liegt direkt am Schwedenplatz beim U-Bahn-Ausgang an der Ecke Franz-Josefs-Kai, Hafnersteg.


Ambiente
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Der Salon ist stark auf die Straßenkundschaft ausgelegt. So gibt es etwa 5 Stationen, an denen jeweils das gleiche Eis in der Auslage liegt - damit geht es schneller. Obwohl ich an einem lauen Sommerabend dort war, musste ich nicht extrem lange warten und hatte schon nach 5 Minuten meine Waffel mit den 2 Kugeln in der Hand.

Im Außenbereich unter einer Markise gibt es ein paar Sitzplätze. Besonders schön sitzt man hier nicht, der Schwedenplatz ist nämlich nicht gerade einer der schönsten Plätze von Wien. Aber die meisten Kunden ziehen sich ohnehin mit ihren Eistüten auf die zahlreichen Bänke zurück - genau so, wie ich es eben auch getan habe.








Erdbeer-Pistazie
Das Eis
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Im Angebot hat man hier mehr die gängigen Sorten, viel gewagt hat man sich höchstens mit der Sorte Schokolade-Banane. Ich probiere ja sonst ganz gerne die etwas ausgefalleneren Sorten. Da ich aber keine Banane mag, habe ich mich diesmal mal an den Klassikern vergriffen. Es gab eine Kugel Erdbeere und eine Kugel Pistazie. Dabei hat es mir vor allem das Erdbeereis angetan. Normalerweise schmeckt die Sorte mir immer etwas zu künstlich. Aber mit diesem angenehm frischen und cremigen Geschmack konnte es durchaus meine Gunst gewinnen.

Das Pistazieneis war auch sehr lecker und hatte sogar kleine Stückchen drin - auch hier wird offensichtlich wenig mit Chemie gearbeitet, sondern eher mit frischen Zutaten.






Fazit
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Nun, wäre ich nicht vorher im La Romana oder im Vidoni gewesen, hätte dieses Eis durchaus das Potential, das beste Eis von Wien zu werden. Doch die Cremigkeit von La Romana und das freundliche Personal und das tolle Eis von Vidoni haben diese Chancen eigentlich schon zunichte gemacht... Das Eis ist wirklich gut und mit wenig bis gar keinen chemischen Zustatzstoffen hergestellt,

Einen großen Vorteil gegenüber den anderen beiden hat der Eissalon am Schwedenplatz natürlich aufgrund der Lage - im ersten Bezirk, am Rande des Bermudadreiecks bekommt man ein wirklich gutes Eis - bisher allerdings nur auf Platz 3 auf meiner Jagd nach dem besten Eis von Wien.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 29. Juli 2015

[Österreich] Des Ösis zweitliebstes Fortbewegungsmittel - nach den Ski

Blick auf die BergstationHallo Leute! 

Hallo Leute

In Österreich gibt es ja ein äußerst wichtiges Transportmittel, das wohl jeder Urlauber kennt - die Gondelbahn. Nun hatten wir uns mit der Semmeringbahn nach Semmering geschleppt, zu faul zum Wandern waren wir (zumindest zum Teil) auch noch. Gut, dass manche Bahnen auch im Sommer fahren... 





Zauberberg Gondelbahn Hirschenkogel 
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Lage 
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Die Bahn beginnt im Ortszentrum und ist aufgrund der geringen Größe des Orts auf der Passhöhe des Semmering kaum zu übersehen. Sie verläuft am Rande der Weltcup-Piste hinauf auf den Hirschenkogel zur Erwin Pröll Milleniumswarte. 


Betriebszeiten und Preise 
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Im Sommerbetrieb fährt die Bahn im Mai und Juni jeweils Donnerstags bis Sonntags und Feiertags von 9 bis 17 Uhr, im Juli und August täglich von 9 bis 17 Uhr, im September und Oktober dann wieder Donnerstags bis Sonntags von 9 bis 17 Uhr. Die Betriebszeiten werden Wetterbedingt auch verlängert. 

Erwachsene zahlen für die Berg- und Talfahrt 14,50Euro (mit der NÖ-Card einmal gratis) jeweils eine einzelne Fahrt kostet 10,50Euro. Kinder zahlen 7Euro, Jugendliche 9Euro. 

Da an der Strecke zahlreiche Mountainbike-Strecken sind, gibt es für den Sommer auch Tageskarten. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 29Euro, die Vormittags- bzw. Nachmittagskarte kostet 22,50Euro. 

Weitere Preise gibt es auf zauberberg.at. 

Man bekommt eine Art Schlüsselkarte, für die man zusätzlich 2Euro Pfand einrechnen muss. Die muss man an der Talstation an einer Maschine wieder abgeben. 


Die Talwanderung ist auch ganz nett
Fahrt 
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Zunächst einmal ist zu bemerken, dass etwa 80% der Kabinen für die Mountainbikes mit Matten ausgekleidet sind. So muss man als Wanderer schonmal warten. Aber auch die Wandererkabinen waren früher mal Bike-Kabinen und daher auffällig dreckig. Der Ausblick runter auf das Dorf und weiter oben dann runter ins Tal war zwar ganz nett, durch die Spuren der Bikes an der Scheibe aber irgendwie etwas getrübt. Die Bänke waren allerdings OK. 

In eine Kabine passen maximal 4-6 Personen. Die Fahrt nach oben dauert etwa 5 min. Die Bergstation ist bei 1350 m. 

Beim letzten Besuch kam dazu, dass gefühlte 10 mal die Bahn stehenbleiben musste - und wenn das passiert, schaukeln die Gondeln natürlich ordentlich - mir war ein bisschen schlecht...







Fazit 
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Die Fahrt nach oben ist ganz nett, aber ich muss sagen, die Bahn bringt einen nach oben, ein besonderes Erlebnis ist es jedoch nicht wirklich. Gerade die Wanderung ins Tal (1h) ist relativ leicht und man muss sich auch als Anfänger keine Sorgen machen. Für die Mountainbiker und im Winter für die Skifahrer macht die Bahn sicherlich wesentlich mehr Sinn, was man ja auch daran merkt, dass etwa 80% der Gondeln für die Biker ausgelegt sind. Wenn man faul ist, kann man sich hochtransportieren lassen, aber die Wanderung nach oben ist jetzt nicht soooo schwer, dass man das absolut machen muss. 

Ich denke, wenn wir nicht durch die NÖ Card eine Freifahrt gehabt hätten, wären wir sicherlich auch nach oben gewandert und auch wieder nach unten, eben weil der Ausblick von oben aus belohnt, die Fahrt an sich ist aber jetzt nicht wirklich ein Traum für jeden Wanderer. 

In diesem Sinne 

Eure Anke

[Türkei] Bunte Straße

Hallo Leute!

An kaum einem Ort ist Istanbul so quirlig wie in der Istiklal Caddesi - vor allem Abends ist diese Straße zwischen Taksim und Tünel-Platz nicht nur belebt, sondern auch wahnsinnig bunt.

Istiklal Caddesi
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Lage
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Die Straße führt vom Taksim-Platz hinunter in Richtung Tünel-Platz und verläuft dabei als Fussgängerzone vorbei am Galatasay-Platz. Sie ist auf ihrer gesamten Länge von 3 km eine Fussgängerzone.


Geschichte
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Vor dem Ende des Kaiserreichs und der Ausrufung der Republik residierten hier in der damals noch Grand Rue de Pera genannten Straße die europäischen Botschaften. Entsprechend repräsentativ sind noch heute einige der Gebäude aus dem Jugendstil.

Schon damals verlief hier die historische Straßenbahn (T2), die heute wieder mit ihren alten Wagen zwischen Tünel und Taksim verkehrt und heute sich vor allem abends durch die Menschenmassen schiebt. Die Museumsbahn hat keinen regelmäßigen Fahrplan. Der Preis für die Fahrt liegt bei 1,75 TLR und wird direkt von der Istanbulkart abgebucht, die wir für die Öffentlichen in Istanbul hatten. Der Trip ist witzig, die Bahn ist allerdings extrem voll, weshalb wir für den Rückweg dann doch lieber den Fussweg in Kauf nahmen.


Unser Eindruck
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Tagsüber ist die Straße eine ganz normale Einkaufsstraße, in der man hauptsächlich westliche Marken angesiedelt hat. Nachts fühlt man sich aufgrund der bunten Beleuchtung ein bisschen an einen amerikanischen Weihnachtsmarkt erinnert. Hier brummt das Nachtleben - laute Musik dröhnt aus den Clubs. Das ist ja nicht gerade unser Fall, aber alleine mal zu schauen und die Atmosphäre zu erleben ist schon spannend - den Schmelztiegel der Kulturen.

Aber auf der Straße ist auch tagsüber viel los. Auf der gut 3 km langen Fussgängerzone fühlt man sich ein bisschen wie auf der Frankfurter Zeil. Kaum eine der großen Marken fehlt hier - aber wir waren ja zum Gucken da und nicht zum Shoppen (vielleicht das nächste mal).


Fazit
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Die Istiklal Caddesi ist sicherlich ein Zentrum des modernen Istanbul und im Kontrapunkt dazu fährt hier eine gut 80 Jahre alte Straßenbahn mitten durch die Massen, ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Mein absoluter Tipp ist das Ara-Café, das in der Nähe des Galatasaray Platzes in einer Seitengasse liegt - sehr gemütlich und extrem guter Kaffee!

Wenn man die Zeit dazu hat, sollte man die Istiklal Caddesi nicht auslassen.

Von mir gibt es klare 5 Sterne!

In diesem Sinne

Eure Anke

[Türkei] Istanbul für Fortgeschrittene

Hallo Leute!

Istanbul gehört für mich zu den Städten, die man einmal im Leben gesehen haben muss... Ich war da, begleitet vom Lonely Planet Reiseführer...

Lonely Planet Reiseführer Istanbul
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Daten
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Autorin: Virginia Maxwell
Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829723725
Preis: 17,99€


Inhalt
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Wie alle Lonely Planet Reiseführer ist auch dieser sehr auf Individual-Reisende ausgelegt und im Vergleich zu anderen Reiseführern stärker Textorientiert.

Man erfährt aber ausnahmslos alles, was man für einen erfolgreichen Trip braucht, von der Planung, den möglichen Routen von den Flughäfen in die Stadt (und das ist gerade von Sabiha Gökcen gar nicht so einfach), zur Suche des optimalen Hotels und den Restaurants und natürlich auch zu allen Highlights, die man nicht verpassen sollte.

Besonders gefallen mir die 3D-Modelle der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und den Highlights. Die liefern vor allem für die großen Moscheen und für den Basar einen tollen Überblick.

Besonders schön dabei ist, dass man etwas zu allen Preisklassen findet - vom Schlafsaalbett bis zum 5 Sterne - Luxustempel vom Imbiss bis zum Nobelrestaurant.

Daneben erfährt man auch sehr viel über die Kultur und die Geschichte der Türkei und im speziellen von Istanbul - von den Tees, die man hier überall bekommt bis hin zu den Traditionen des Islam, vor allem erfährt man aber auch alles über die bewegte Geschichte und die Wandlung des christlichen Konstantinopel zum islamischen Istanbul, dem Nabel der muslimischen Welt mit dem Sitz des Sultans.

Auch spannende Themen werden ausführlich besprochen, die einem in Istanbul begegnen können - zum Beispiel der Gang in den Hamam, mit dem man als Europäer ja erstmal nicht allzu viel anfangen kann...


Fazit
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Umfassend in den Urlaub, das gehört für mich 100% dazu - und dabei kann man sich auf Lonely Planet wunderbar verlassen. Schön übersichtlich präsentiert, erfährt man alles, was für die Reise nötig ist - von der Anreise bis zur Sightseeingtour, von der Hotelsuche bis zur richtigen Cocktailbar. Und dabei findet man hier etwas für jeden Geldbeutel - vom Rucksacktouristen bis zum Nobelreisenden und alles dazwischen.

In diesem schönen und kompakten Reiseführer findet man alles zur Kultur und zum Leben in Istanbul genauso wie zu allen Sehenswürdigkeiten, auch über die, die vielleicht fernab der normalen Touriströme liegen. Er ist sehr ausführlich recherchiert und (2015 erschienen) natürlich sehr aktuell, vor allem bezüglich Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Hach, ich hab richtig Lust, gleich nochmal loszufliegen und die quirlige Metropole mit diesem Reiseführer weiter entdecken... Kommt wer mit?

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 28. Juli 2015

[Österreich] Immer unterwegs

Hallo Leute!

Viele Trips funktionieren gut mit dem Zug. Besonders wenn es aber ins Hinterland geht, ist das manchmal ein bisschen komplizierter. Deshalb haben wir uns in diesem Jahr schon zweimal bei Sixt ein Auto gemietet...


Sixt
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Reservierung
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Reserviert haben wir ganz einfach online - unter Angabe der Kreditkartennummer, der Adresse und der gewünschten Fahrzeugklasse - der Abholort darf natürlich auch nicht fehlen. Nach der ersten Reservierung bekamen wir eine Karte mit einer Art "Treuenummer" mit der der Reservierungsprozess insofern erleichtert wird, dass man seine Daten nicht erneut eingeben muss.

Abholen muss  man dann nur noch während der Öffnungszeiten. Die Abgabe geht auch außerhalb, dafür hat man einen Schlüsselsafe installiert


Autos
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Autos hat Sixt in allen Farben und Formen. Sie sind in mehrere Klassen unterteilt - welches Auto aus der Klasse man am Ende bekommt, weiß man aber nicht - man kann aber einen Wunsch angeben und die freundlichen Mitarbeiter versuchen dann, ihn zu erfüllen - mit dem Mini hat das auch wunderbar geklappt. Wir hatten bisher einen Corsa für 6 Tage und einen Mini für 2 Tage. Beide wurden in Top-Zustand übergeben, einzig beim Mini war die Antenne defekt, was aber schon registriert war. Vollgetankt war natürlich auch, vollgetankt sollte man das Auto am Ende dann auch wieder abgeben.

Die Zahl der gefahrenen Kilometer ist beliebig.


Mitarbeiter
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Die Mitarbeiter am Wiener Hauptbahnhof sind bei jedem Kontakt super freundlich gewesen. Beim zweiten mal wusste man gleich, dass wir uns auskennen und dass wir einen Mini haben wollen, den bekamen wir auch - besser geht es kaum.


Preise
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Für den Mini mit der geringsten Versicherungsklasse (es gibt mit 600€, mit 300€ und mit 0€ Selbstbehalt) zahlten wir über ein Wochenende 104€. Da kann man nichts sagen, wie ich meine. Sprit kommt natürlich dazu.

Für eine Fahrt ins Ausland, mit dem Corsa waren wir in Slowenien, gibt es je nach Land einen Pauschalbetrag, den man für den zusätzlichen Service - falls was ist - zahlt. Für Slowenien waren das 39€, auch das war für mich vollkommen okay.


Fazit
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Wir werden jederzeit wieder bei Sixt am Wiener Hauptbahnhof mieten. Wir waren bei unseren beiden bisherigen Mietvorgängen absolut zufrieden. Beide male bekamen wir Autos, die so gut wie neu waren zu einem absolut annehmbaren Preis.

Die Autos waren beide Technisch zu 100% in Ordnung, sauber und preiswert - auch Auslandsfahrten sind hier überhaupt kein Problem, genauso wie Sonderwünsche, die Mitarbeiter geben alles, um Wünsche nach bestimmten Autos zu erfüllen.

Ich kann Sixt am Wiener Hauptbahnhof uneingeschränkt weiterempfehlen. Am Wochenende ist der nächste Trip geplant und ich bin schon gespannt, welches Auto wir diesmal bekommen...

In diesem Sinne

Eure anke

[Österreich] Auf Wallfahrt

Hallo Leute!

In kaum einem Land trifft man auf mehr Wallfahrtsziele wie in den Alpen - nicht nur in Klöstern, sondern auch in den verschiedensten Kirchen wird gewallfahrt. Und die wohl bekannteste und wichtigste Wallfahrtskirche ist diese...

Basilika Maria Geburt von Mariazell
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Lage
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Mariazell liegt in der Obersteiermark, gefühlt im absoluten Nirgendwo zwischen Semmering und Ötscher. Es ist allerdings auch ein recht bekannter Skiort. Die Kirche liegt mitten im Ort, ist allerdings kaum zu übersehen, da in einem Ort von knapp 4000 Einwohnern wohl eher selten eine Basilika in dieser Größe hat.

5 Pilgerparkplätze sind bereits am Ortsanfang ausgeschildert, die maximal 3€ am Tag kosten.


Geschichte
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Die Legende zur Begründung der Wallfahrt geht auf den 21. Dezember 1157 zurück. Der erste Marienaltar wurde 1266 geweiht.

Die erste Basilika entstand im 14. Jahrhundert im gotischen Stil. Davon ist heute noch der mittlere der drei Kirchtürme und das Eingangsportal in der Mitte gut zu erkennen. Bei der Erweiterung im 17. Jahrhundert wurde die alte Kirche nicht abgerissen, sondern barockisiert und dem gotischen Turm zwei barocke Türme zur Seite gestellt, was der Kirche ihr einzigartiges Äußeres gibt mit dem blauen Mittel- und den roten Seitentürmen. Im mittleren Turm hängt mit etwas mehr als 5700 kg die größte Glocke der Steiermark.

Im Jahr 2007 wurde der Kirche von Mariazell zum 850jährigen Jubiläum die goldene Rose verliehen, eine päpstliche Auszeichnung. Aus dem Anlass war hoher Besuch da - Papst Benedikt XIV. höchstselbst kam zu den Feierlichkeiten.


Legende
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Die Wallfahrt beruht auf der Marienverehrung des Marienbildes "Magna Mater Austriae". Dieses soll 1157 durch den Mönch Magnus aus St. Lambrecht hierher gebracht. Als ihm ein Fels den Weg versperrte, stellte er sie auf den Boden und der Fels brach  auseinander und gab den Weg frei.

Mehrere Heilungen sollen belegt sein, man spürt noch heute, dass Mariazell tief im Glauben verankert sind - Andachten und Messen finden in der Kirche eine nach der anderen statt.








Fazit
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Am wunderschönen Hauptplatz mit den vielen alten und restaurierten Gebäuden liegt die Wallfahrtskirche Maria Geburt von Mariazell. Eigentlich ist es sogar eine ganze Basilika mitten in einem kleinen Dorf.

Schon ihr außergewöhnliches Äußeres ist einen Blick nach Mariazell wert, immerhin kenne ich kein Kirchenportal mit 3 unterschiedlichen Türmen. Innen herrscht eine ganz spezielle Stimmung, die mich fast ein wenig an die Grabeskirche in Jerusalem erinnerte - eine Andacht nach der nächsten in den unterschiedlichsten Sprachen - aber das ist ja gerade das interessante an solchen Wallfahrtsorten

Mariazell ist aber auch für Nicht-Wallfahrer einfach ein traumhaft schönes Örtchen, das einen Tagesbesuch allemal wert ist - besonders die hübschen Restaurants am Hauptplatz haben es mir angetan.

In diesem Sinne

Eure Anke


Montag, 27. Juli 2015

[Wien] Asiatisch Vegan

Hallo Leute!
Vegan ist in, das kann wohl keiner bestreiten. Und auch wenn ich bekennender Fleischfresser bin und sehr gerne auch mal einen Burger esse, probiere ich auch gerne mal ganz andere kulinarische Welten aus. Und so führte es mich in ein neues asiatisches Lokal in der Wiener Otto-Bauer-Gasse im 6. Bezirk, unweit der Mariahilferstraße.

Vlaire Uisine
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Lage
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Das Lokal liegt direkt bei der Mariahilferstraße nahe der U3-Station Zieglergasse in einer Seitenstraße, der Otto-Bauer-Gasse 25.

Kontakt
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Otto-Bauer-Gasse 25, 1060 Wien
Tel: +436766674228

Das Lokal hat von 11:30 bis 23:30 geöffnet.


Gruss aus der Küche zur Hauptspeise
Ambiente
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Das Lokal hat erst im Mai eröffnet, daher wirkt alles noch sehr neu. Wenn man hereinkommt, sieht man zunächst eine Bar, die auch zu einem kurzen Kaffee einlädt, es gibt auch eine Auswahl an veganen Kuchen, also auch eine kurze Pause vom Shoppen ohne gleich eine Mittagsmahlzeit einzunehmen, ist absolut drin.

Bei der Einrichtung hat man violette Akzente gesetzt und den asiatischen Touch eher dezent gehalten, also keine winkenden Katzen und Papierlampen am Tisch, mir ist nur ein Bild mit asiatischen Schriftzeichen aufgefallen.


Gruss aus der Küche zum Dessert
Angestellte
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Die angestellten sind super freundlich, machen allerdings noch einen etwas aufgeregten Eindruck. Die Dame, die unsere Bestellungen aufgenommen hat, sprach zum Beispiel so leise, dass man sie kaum verstanden hat. Die Chefin kam gleich mehrfach zu uns an den Tisch und fragte nach, ob alles passt und wirkte dabei auch etwas nervös, dabei waren wir alle wirklich zufrieden.

Der Service ist mit der Küche noch nicht zu 100% koordiniert. So wurde beispielsweise nicht registriert, dass einer nur eine Vorspeise bestellte, der durfte dem Rest dann bei der Hauptspeise zusehen. Auch kamen die Gerichte nicht alle zur gleichen Zeit - allerdings nicht so dramatisch, wie gesagt, wir waren 8 Leute, da kommt das auch in eingesessenen Lokalen häufiger vor. Wenn man sich da noch 2 Monate einspielt, läuft das auch besser, da bin ich sicher.


Zha-Chiang-Nudeln
Essen
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Das Lokal hat sich "Vegan" auf die Fahnen geschrieben, was es in den meisten Fällen auch einhält. Wenn die Speisen "nur" vegetarisch sind, das sind bei den Hauptspeisen 2 oder 3, steht das nicht nur in der Karte, man wird beim Bestellen auch nochmal darauf hingewiesen.

Ich hatte die Zha-Chiang Nudeln - dicke Glasnudeln mit einer Art Pfannkuchen und Gemüse, die mir sehr gemundet haben, ich bin auch von der Portion für 11,70€ mehr als satt geworden. Außerdem gab es aus der Küche gleich drei Grüße - Seetang zur Vorspeise, Chrispy Chicken zur Hauptspeise und einen Wan Tan Teig mit einer Nussfüllung und einen Mangolikör zur Nachspeise - und das obwohl die meisten nur eine Hauptspeise hatten. Aber man sollte sich ja durch die ganze Karte des neuen Restaurants kosten können.


Fazit
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Das Vlaire Uisine ist ein tolles, neues Lokal, das die kulinarische Palette mit den asiatisch-veganen Speisen in Wien durchaus bereichert. Es gibt zwar noch die eine oder andere kleinere Schwäche, über die man allerdings dank des grandios guten Essens und dank des sympathischen Service hinwegsehen kann - und wenn noch ein bisschen Zeit vergeht und sich die Aufregung reduziert, dann sind auch diese Kleinigkeiten schnell vergessen.

Die Preise sind etwas gehobener als in anderen vergleichbaren Lokalen, etwa dem Vegetasia im dritten Bezirk, dafür schmeckt es aber auch besser, der Service ist sympathischer und besser, da zahlt man schonmal gerne 2€ mehr.

Wir waren voll und ganz zufrieden und werden sicherlich in Kürze zurückkommen, spätestens wenn der Gastgarten geöffnet wird.

In diesem Sinne

Eure Anke

[Wien] Das beste Eis von Wien

Hallo Leute!

Auch in Wien herrscht derzeit Hochsaison in den Eisdielen. Eine ganz besondere Eisdiele kann ich euch klar empfehlen. Die liegt etwas außerhalb der großen Menschenströme, aber nicht weit von der Mariahilferstraße in der Wiener Stiftgasse.


Gelateria La Romana
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Lage
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Die Eisdiele liegt beim Kaufhaus Gerngross direkt um die Ecke in etwa auf Höhe der Stiftkaserne.


Mein Eindruck
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Das Ambiente ist sehr edel und modern. Man kommt rein und hat nicht die gewöhnlichen offenen Eisbehälter, aus denen die Angestellten die Kugeln schöpfen, sondern sie sind verdeckt. An der breiten Theke stehen gleich 6 freundliche Mitarbeiter, allerdings ist es relativ laut, da muss man schon manchmal etwas schreien. Und da jede Sorte nur einmal vorhanden ist, stolpern die Mitarbeiter auch manchmal etwas übereinander.

Über der Theke sind die Tafeln mit den Eissorten angebracht. Das sind allerdings nicht solche Allerweltsnamen - mein Eis hieß beispielsweise "Mascarpone al caffè con cioccolato fondente", die zweite, dunklere Kugel ganz unspektakulär "Sacher". Aber auch Stracciatella heißt nicht ganz schnöde "Stracciatella", sondern bekommt noch den Zusatz Grand Crue.


Sacher und "Irgendwas mit Mascarpone und Kaffee"
Das Eis
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So spektakulär wie es klingt, schmeckt es am Ende auch. Pro Kugel zahlt man 1€ für einen absoluten Eistraum.

Zunächst die Waffel. Wenn man möchte, kann man sich in die tolle, knusprige Waffel frische warme Schokolade einspritzen lassen - weiß oder Milchschokolade. Aber Achtung, wenn man das am Ende vergisst, kann es Sauerei geben.

Das Eis ist dann ein echtes Highlight. Alle 2 Stunden wird es frisch gerührt und ist daher ein absoluter Hochgenuss. Es schmeckt frisch, die Schokostückchen sind absolut genial in der Größe und es ist vor allem das cremigste Eis, das ich jemals hatte.



Fazit
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Ich hatte schon viel von dem original italienischen Eis gehört, die Filiale in Rom wurde auf Tripadvisor immer in höchsten Tönen gelobt. Und daher musste ich dieses Eis probieren, als ich hörte, dass man nun auch in Wien (wie inzwischen in unzähligen Europäischen Städten) eine Filiale eröffnet hat.

Schon das helle, freundliche Ambiente konnte bei mir punkten. Auch der Tresen mit dem Eis, das verdeckt ist, ist für mich wirklich gut. Okay, manch einer möchte gerne sehen, was man denn da bekommt, ich brauch das nicht und lasse mich auch gerne mal von so wohlklingenden Namen wie "Biscotto della Nonna" überraschen.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Nicht nur, dass hier nicht so extrem viel Betrieb ist wie unten auf der Mariahilferstraße, auch das Eis kann ich wirklich nur in den höchsten Tönen loben. Und wenn dann noch unten in der Waffel die frische Schokolade wartet Hmmmmmmmmmm.

Schaut vorbei, egal ob in Rom, Madrid oder Wien - es wird euch umhauen!

In diesem Sinne

Eure Anke

[Türkei] Zentrum

Hallo Leute!

Der Sultanahmet Platz ist eines, wenn nicht sogar das touristische Zentrum der Stadt. Steht man auf der Mitte des Platzes, sieht man immerhin die blaue Moschee auf der einen, die Haggia Sofia auf der anderen Seite. Auf der Rückseite kommt man zum berühmten Topkapi Palast und mitten darauf liegen die Überreste des Hippodroms, das schon zu Zeiten Konstantinopels bestand.

Sultanahmet Square
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Lage
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Der Platz ist kaum zu übersehen. Er liegt oberhalb des goldenen Horns, begrenzt von der Haggia Sofia auf der einen und der Blauen Moschee (die man ja auch Sultanahmet Moschee nennt) auf der anderen Seite. Wir kamen mit der Tram 1 von Eminönü aus (Station Sultanahmet).


Architektur
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Der Platz zwischen den beiden berühmten Moscheen bzw. zwischen der berühmten Moschee und dem Museum (ehemals Moschee, ehemals Kirche) zeichnet sich durch eine recht moderne Platzarchitektur aus. Im Zentrum steht ein großer Springbrunnen, auf dem Platz rund herum stehen zahlreiche Bänke, kleine Palmen sind gepflanzt, genauso wie Blumen. Und das Gras wirkt hier ein bisschen grüner wie im Rest der Stadt.


Sauberkeit
Haggia Sofia
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Der Platz ist ein echtes Aushängeschild der Stadt und das merkt man auch. Trotz der unzähligen Touristen, die jeden Tag hier zwischen Haggia Sofia und Blauer Moschee hin und herlaufen, ist der Platz dank der Müllmänner, die hier den ganzen Tag am Sammeln und Saubermachen sind, super sauber. Einzig ein paar Straßenhunde lassen sich nicht vertreiben und dösen in der Sonne und lassen sich auch nicht von Touris vertreiben.


Sehenswertes rundherum
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Der Sultanahmet Platz ist im Prinzip der perfekte Ausgangspunkt für Touristische Erkundungen. Neben der Haggia Sofia und der blauen Moschee ist auch der große Basar, die Basilika Zisterne und der Gülhane-Park fussläufig gut erreichbar. Und der Topkapi-Palast liegt hinter dem Platz.

Spannendes gibt es auch am Rande des begrünten Parks, darunter ein Brunnenhaus, das man als "Deutschen Brunnen" bezeichnet und das Hippodrom, ein Überrest aus römischen Zeiten, das durch große Obelisken begrenzt wird.






Hippodrom


Fazit
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Der Platz ist derartig umgeben mit Sehenswertem, dass man ihn fast als Zentrum des Touristischen Istanbuls bezeichnen kann. Wir sind beinahe jeden Tag hier gewesen.

Aber es lohnt sich nicht nur wegen der gigantischen Moscheegebäude. Auch eine kleine Entdeckungstour auf und am Rande des Platzes zeigt viele schöne Orte, etwa die Obelisken am Hippodrom, von dem man sonst heute nur noch wenig erkennt.

Wie oft wird der Sultan mit einer Prozession vom Palast zu seiner Moschee über diesen Platz gekommen sein?

Mein Liebling ist allerdings der Straßenhund, der sich nahe des Springbrunnens langgelegt hat und sich von der Fotografenschlange gar nicht hat stören lassen. In den habe ich mich ein bisschen verliebt - und er sich in mich, ich habe ihm nämlich das Wasser aus meiner Flasche spendiert...

In diesem Sinne

Eure Anke

[Ungarn] Budapest für Fortgeschrittene

Hallo Leute!

Budapest ist ja neben Wien eine meiner Lieblingsstädte - ist ja auch gar nicht so weit weg von hier, 3 Stunden mit dem Bus und man ist von einer Donaumetropole zur anderen gefahren. Da bin ich inzwischen schon ein echter Profi - und Profis brauchen einen guten Reiseführer...

Lonely Planet Budapest
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Daten
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Autor: Steve Fallon
Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829723687
Preis: 17,99€


Inhalt
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Wie alle Lonely Planet Reiseführer ist auch dieser für die "Entdeckung auf eigene Faust" ausgelegt. Und so erfährt man hier alles Wissenswerte rund um die Planung und Durchführung der Reise - wie kommt man hin, was muss man bei der Wahl des Hotels beachten etc.

Die Sehenswürdigkeiten sind genauso vorhanden wir Skuriles, was eben zum Teil nicht unbedingt in einem Reiseführer steht. Dabei sind die Beschreibungen wesentlich ausführlicher als in den meisten anderen Reiseführern und da das Buch erst letzten Monat erschienen ist, sind sowohl Preise als auch Öffnungszeiten aktuell.

Sehr gelungen finde ich die Restaurant- und Shoppingtipps. Die sind nach dem jeweiligen Stadtviertel geordnet und sogar das tolle und relativ neue Gulasch-Restaurant ist drin, das wir bei unserem letzten Besuch (ohne das Buch) entdeckt hatten. Etwas, das mich besonders gefreut hat. Und Hoteltipps gibt es für jeden Geldbeutel - viele andere Guides dieser Art haben dann nur Hotels der gehobenen Preisklasse aufgenommen. Hier findet man etwas mehr, auch Hostels oder Privatzimmer werden verzeichnet.


Fazit
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Der Budapest Guide von Lonely Planet ist für mich rundum gelungen. Man setzt einen etwas anderen Schwerpunkt, Fotos etwa gibt es nur wenige. Dafür aber besonders ausführliche Beschreibungen, die besonders beispielsweise Rucksacktouristen bei der Planung ihrer Reise unterstützen. Das Buch ist daher optimal für diejenigen, die nicht nur einen kleinen Tagestrip in Ungarns Hauptstadt planen, sondern entweder länger bleiben oder intensiver sich mit der Stadt beschäftigen wollen.

Die Beschreibungen sind ganz großartig und gehen auch ein wenig über die eher oberflächlichen Reiseführer hinaus. Es gibt wirklich tolle Restauranttipps, die man beim ersten Budapesttrip gar nicht finden würde - die meisten landen erstmal in den Tourifallen an der Vaci Ut. Die richtig tollen und günstigen Gulaschlokale findet man nur, wenn man ordentlich sucht oder mit ordentlicher Hilfe, die eben dieser Guide bietet.

Ich kann diesen Guide uneingeschränkt empfehlen für alle, die den wahren Charme dieser Metropole erkennen und entdecken wollen.

Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

[Ungarn] Großer Bahnhof


Palast oder Bahnhof?
Hallo Leute!

Budapest ist für mich eine der tollsten Städte an der Donau. Meist kommen wir mit dem Bus. Einmal jedoch, als der Bus ausgebucht war, nahmen wir von Wien aus den Zug und bekamen einen durchaus Herrschaftlichen Empfang...

Der Ostbahnhof von Budapest wirkt an manchen Stellen mehr wie ein Palast als wie ein moderner Bahnhof.




Budapest Keleti palyaudvar
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Lage
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Keleti ist der Ostbahnhof und damit eine der drei großen Bahnhöfe der ungarischen Hauptstadt. Er liegt im 8. Bezirk und ist mit den beiden Metrolinien M2 und M4 gut an den öffentlichen Verkehr angebunden.


Anbindung
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Aus dem Westen kommt man in der Regel in Keleti an, es gibt Railjet-Verbindungen der ÖBB, die von München oder Wien nach Keleti fahren.


Geschichte
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Der Bahnhof wurde im Neorenaissance-Stil erbaut und 1884 eröffnet. Damals galt er als der modernste Bahnhof Europas mit den beeindruckenden, lichtdurchfluteten Wartehallen.


Taxi?
Unser Eindruck
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Schon witzig. Bei diesem Kopfbahnhof sind die Gleise durch Gittertore abgesperrt. Nur wer eine Fahrkarte vorweisen kann, darf aufs Gleis. Trotzdem bricht aber das Chaos aus, sobald man auf den Bahnsteig tritt - etwa 10 Taxifahrer stürzen auf einen ein und wollen einem (übrigens ziemlich überteuerte) Taxifahrten anbieten. Man sollte also am besten gleich einen Plan haben, wie man vom Bahnhof zum Hotel kommt. Wenn man aus dem geordneten Wien kommt, ist das schon recht ungewohnt.

Auch die Orientierung wirkt erstmal ein bisschen chaotisch, der Weg zur Metro, die auf der anderen Seite der Straße liegt, muss erst ausführlich gesucht werden. Aber irgendwie wandert der Blick immer wieder nach oben in die hohe Halle. Hier findet man nur ein paar Imbissbuden und Fahrkartenstationen - aber auch das wirkt manchmal chaotisch aber irgendwie auch charmant!

Warte- und Eingangshalle hingegen sind absolut beeindruckend - fast fühlt man sich wie in einem Museum, hier wartet man nicht, hier staunt man. Aber immerhin war der Bahnhof, der noch heute die Budapestbesucher so hochherrschaftlich empfängt, einst eine der Haltestellen des legendären Orientexpress.

Ich kenne nur wenige Bahnhöfe, die mich mit ihrem Empfang ähnlich beeindruckt haben - Frankfurt vielleicht oder New York Grand Central. Aber da läuft es bei weitem weniger chaotisch und quirlig zu. Aber das macht wohl gerade den sympathischen Charme aus, mit dem einen die Stadt nicht nur empfängt, sondern auch wieder verabschiedet.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 23. Juli 2015

[Slowenien] Was rauscht so laut?

Hallo Leute!

Wasserfälle sind schon beeindruckend. In den slowenischen Bergen gibt es einen beeindruckenden Wasserfall - der größte des Landes mit 106 m Fallhöhe...

Boka Wasserfall - Boka Slap
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Der Boka Slap
Lage
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Der Wasserfall liegt 30 m hinter der Quelle des Flusses. Man kann ihn schon von der Straße von Bovec nach Zaga hören und sehen. Etwas unterhalb, bei einem Hotel, gibt es einen großen Parkplatz. Von dem aus kann man die Aussichtsplattform in der Nähe des Wasserfalls in einer Wanderung innerhalb von etwa 20 Minuten erreichen. Die Stufen, die es nach oben führt, sind gut ausgebaut. Ein weiterer Wanderweg, der als schwierig ausgezeichnet ist, führt hinauf zur Quellstufe. Wir haben uns für die leichte Variante entschieden.


Unser Erlebnis
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Der Wasserfall knapp hinter der Karstquelle des Boka fällt in 2 Stufen insgesamt 144 m ins Tal - die erste und größere Stufe hat 106 m. Die Boka an sich ist spektakulär, da sie auf nur 1 km Länge (ehe sie in die Soca mündet) eine Höhe von 550 Metern. Zur Zeit der Schneeschmelze fallen hier auf einer Breite von 18 Metern bis zu 100 Kubikmeter pro Sekunde ins Tal - aber auch im Juni sind die Wassermassen einfach gigantisch.

Das Rauschen hört man schon auf der Brücke über die Boka und je näher man dem Wasserfall kommt, umso lauter steigt es an. Der leichte Wanderweg zur Aussichtsplattform geht über mehrere Stufen nach oben. An der Plattform sind mehrere Infotafeln zur Natur und zur Geologie angebracht (in Slowenisch und Englisch).


Fazit
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Ich fand den Wasserfall an der Boka-Quelle super, ein gigantisches Naturschauspiel, das einem die Kraft des Wassers erst so richtig bewusst macht. Leider hatten wir nicht viel mehr Zeit, weshalb wir nicht allzu viele Tiere beobachten konnten - aufgrund der Wärme, die herrschte, haben die sich wohl versteckt.

Es ist allerdings nur ein kleiner Teil eines spektakulären Tages in der Natur entlang des Vrsic Passes und des Soca-Tals gewesen. Man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, bis zur Aussichtsplattform zu wandern.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 22. Juli 2015

[Slowenien] Malerisches Mittelalter

Hallo Leute!

Malerischer kann eine mittelalterliche Burg kaum liegen als 139 m über dem See von Bled...

Burg Bled
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Lage
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Vom Ort Bled aus läuft man über zahlreiche Stufen nach oben, vorbei an der Pfarrkirche. Der Weg ist gut ausgebaut (mit Stufen). Aber auch mit dem Bus oder dem Auto kommt man über die Rückseite auf den Felsen - allerdings ist die Zahl der Parkplätze eingeschränkt.

Ab dem Parkplatz geht es dann noch eine steile Rampe nach oben. Ausblicke nach unten auf den See sind allerdings geschickt durch eine Mauer verstellt - um runterzuschauen muss man schon hineingehen.


Eintritt und Öffnungszeiten
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Erwachsene zahlen 9€ Eintritt.

Die Burg ist täglich geöffnet:

November - März 8 - 18 Uhr
April - 14. Juni und 16 September bis 31. Oktober 8 - 20 Uhr
15. Juni - 15. September 8 - 21 Uhr



Weitere Informationen
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Straße:Grajska cesta 61 4260 Bled
Telefon:++386 4 572 97 82
Fax:++386 4 572 97 83
E-Mail:blejski.grad@zkbled.si
www.blejski-grad.si



Geschichte
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Die Burg wurde erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt. Damals wurde sie durch Kaiser Heinrich II. an die Bischöfe von Brixen übergeben und kam 1278 in Besitz der Habsburger, in dem sie auch bis 1838 blieb, bis sie an einen Industriellen verkauft wurde. Seit 1937 ist sie in Staatsbesitz.


Der Ausblick entschädigt
Eindruck
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Schade ist zunächst einmal, dass sich der Aufstieg kaum lohnt, wenn man nicht in die Burg will. Denn den atemberaubenden Ausblick bekommt man nur, wenn man die 9€ Eintritt gezahlt hat. Alle Bereiche davor sind entweder durch Bäume oder durch Mauern verstellt.

Im Innenraum sind einige alte Handwerke dargestellt, etwa eine Druckerei und ein Weinkeller - überall kann man dann auch gleich was kaufen. Aber wir gingen gleich weiter zur äußeren Mauer und der Ausblick von hier aus entschädigt für alles - den gesamten See mit seiner Marieninsel und der Kirche kann man von hier aus überblicken - man schaut hinüber bis zur Villa, die einst Tito bewohnte, hinüber zum Hang mit der Sommerrodelbahn - ein Traum.

Außerdem gibt es hier oben ein kleines Restaurant. Das Essen hier ist (wie erwartet) relativ teuer. Für meinen mittleren Salat zahlte ich 6€ - kein kulinarischer Hochgenuss, aber wie gesagt, der Ausblick entschädigt.

Das Museum beschäftigt sich hauptsächlich mit der Geschichte der Region, ist dabei aber relativ klein und nicht gerade ein Knüller... Aber wie bereits erwähnt, der Ausblick entschädigt.


Fazit
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Die Burg Bled ist eine malerische Mittelalterburg mit Einflüssen aus dem romanischen und der Renaissance. Hoch oben auf dem Felsen über dem See von Bled, umgeben von den Bergen des Triglav-Massivs ist die Burg aufgrund ihrer Lage schon sehr sehenswert.

Allerdings zahlt man die 9€ Eintritt im Prinzip nur für den Ausblick - weder das Burgmuseum an sich noch das Essen im Restaurant sind ein echtes Highlight. Über das Mittelmaß an mittelalterlichen Burgen geht das eben bei weitem nicht hinaus. Aber ich sage es auch ein drittes Mal: Der Ausblick entschädigt... Leider kann man den von draußen kaum genießen!

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 21. Juli 2015

[Wien] - Die schönen Hinterlassenschaften der Türken

Hallo Leute!

Frühjahr... So langsam wird es Zeit, mal wieder ein paar Ausflugstipps rund um meine Wahlheimat Wien zu posten. Ich habe mir vorgenommen, für euch einige Parks und Gärten in Wien gerade im Frühjahr mal mit der Kamera zu besuchen. Den ersten Park aus dieser Reihe findet ihr im 18. Bezirk...

Türkenschanzpark
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Lage
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Der Türkenschanzpark liegt im sogenannten Cottage-Viertel in Währing. Am besten gelangt man mit den Buslinien 10A (Dänenstraße) und 40A (Gregor-Mendel-Straße) dorthin.


Geschichte
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Wie so vieles in Wien wurde auch dieser Park zu Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet. Und wie so vieles der damaligen Zeit hieß der Park zunächst "Franz-Josef-Park". 1888 erfolgte die Eröffnung an der Stelle, wo die Türken bei ihrer zweiten Wien-Belagerung 1683 ihre Schanze gehabt haben sollen.

Der Bau des Parks wurde von der damals noch selbständigen Gemeinde Währing beschlossen, da zu dieser Zeit unter dem Architekten Ferstel in der Gegend zahlreiche Cottages nach englischem Vorbild errichtet wurden.

Unter Regie des damaligen Stadtgartendirektors Sennholz wurde auf dem rund 70000 qm umfassenden Gelände ein großer Park englischen Stils erbaut. Später wurde er auf 150000 qm erweitert.


Sehenswertes
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Der Park ist echt schön gemacht. Im Zentrum liegt die Paulinenwarte, ein Aussichtsturm, der leider nur ein Wochenende im Monat zugänglich ist.

Zudem findet man überall versteckt zahlreiche Denkmäler, u.a. für Arthur Schnitzler und Adalbert Stifter.

Aber auch für das sportliche Wohl ist gesorgt. Gleich am Eingang finden sich mehrere Sportplätze und eine Skateanlage. Für die Rentner ( :-)) gibt es außerdem einen großen Ententeich. Dieser Lehrteich der Ökologie hat sogar eine große Wasserfontäne in der Mitte.

Botanisch gesehen würde die Anlage schon beinahe als Sammlung durchgehen, schließlich findet man teils rare Pflanzen aus allen Kontinenten, die hier prächtig gedeihen.


Hundezonen
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Wie in so vielen Parks in Wien heißt es, Hunde an die Leine. Es gibt allerdings 2 eingezäunte Hundezonen, wo die Hunde auch toben können.


Impressionen
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Fazit
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Auch wenn der Park schon beinahe am Stadtrand liegt, fahre ich immer wieder gerne dort hin, eben weil er landschaftlich sehr reizvoll liegt und man selbst unter Hochbetrieb noch ein Plätzchen auf einer Bank in der Sonne ergattern kann (an Sitzgelegenheiten fehlt es wahrlich nicht).

Nett sind auch die vielen Sportanlagen, auch wenn ich die aufgrund meiner eigenen Faulheit (und natürlich weil so viel los war) nicht getestet habe. Sie sehen auf jedenfall sehr gepflegt und bespielbar aus. Auch gibt es 3 verschiedene Bühnen, die ich ebenfalls noch nicht in voller Pracht bewundern durfte, war eben grad nix los. Aber ich stelle mir das doch sehr eindrucksvoll vor.

Wie in fast jedem Wiener Park ist beim ersten Sonnenstrahl natürlich der Park voll, aber das lässt sich in Großstädten wohl nicht vermeiden. Dafür gelingt es den Verantwortlichen - wie in allen Wiener Parks - die Anlagen erstaunlich gepflegt und sauber zu halten. Aber das glückt wohl unter anderem alleine, weil man ganze 6 WC-Anlagen (darunter zwei explizit Rollstuhlgerecht) anbietet. Alles scheint sehr diszipliniert von statten zu gehen. Und selbst die Toiletenanlagen sind (für öffentliche Klos) echt sauber.

Etwas enttäuscht war ich, dass die Paulinenwarte nicht zumindest an jedem Wochenende geöffnet hat, gerade bei gutem Wetter, der Park war voll, standen wir vor geschlossenen Türen. Dann soll man doch doppelten Eintritt nehmen (der liegt derzeit bei erschwinglichen 0,60€) und zumindest an Wochenenden bei gutem Wetter aufmachen. Aber nun ja, für mich ein Grund mehr, demnächst mal wieder hinzufahren.

Der Park ist groß, ohne unübersichtlich zu wirken. Man kann sich jederzeit wunderbar orientieren. Er ist vielfältig, es wird für Jung und Alt was geboten, was will man mehr...

Ich mag den Türkenschanzpark echt gerne, eben weil er alles bietet. Irgendwie herrscht hier eine Atmosphäre, bei der man jeden Moment bei den Studenten auf der Slagline balancieren kann (und auch darf) aber man findet auch völlig ruhige Ecken, wo man sich vom Großstadtalltag erholen kann. Von mir bekommt der tolle Park fünf Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

[Peru] Auf den Spuren der Inkas

Hallo Leute!

Nun ist unsere kleine Tour zu den Inkas schon ein Jahr her, aber trotzdem träume ich immernoch davon. Besonders die Region um Cusco hat es mir angetan. Hier findet man entlang des Urubamba zahlreiche heilige Stätten der Inka...

Valle Sagrado
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Unsere Tour
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Das Heilige Tal liegt zwischen Pisac und Ollantaytambo. Da es nicht weit von Cusco (der Hauptstadt der Inka) liegt, begann unsere Tour dort. Der gebuchte Guide holte uns beim Hotel ab und wir fuhren wie so viele im kleinen weißen Bus. Man kann das heilige Tal auch zu Fuss durchqueren, dafür fehlte uns allerdings die Zeit.

Unsere Tour führte uns zunächst zu einer Alpaka-Farm, die oberhalb des Tals liegt. Hier kann man die wohl bekanntesten Einwohner Perus besuchen und füttern - auch Lamas, Vicunas und Guanacos kann man hier beobachten. Übrigens, ich habe dort viele Lamas gesehen und keins hat Ansätze von Spucken gezeigt.

Ruinenstadt Pisaq
Die zweite Station war die alte Inka-Stadt Pisaq, die den Eingang ins Heilige Tal bildet. Hier mussten wir dann auch das Bolletto Touristico lösen, das uns für 70 Soles Eintritt in 4 Stätten im heiligen Tal verschafft. Das ist für Peru relativ teuer, zumal es keine Einzeltickets gibt.

In Pisaq selbst gibt es die Ruinen, die hoch oben am Hang liegen und natürlich auch die charakteristischen Terrassen haben, auf denen die Inka ihr Getreide und sonstiges anbauten. Man kann hier die Ruinen der Häuser und des heiligen Bezirks anschauen. Leider hatten wir zu wenig Zeit, da die Gruppe weiter musste.

Lamas - und keins hat gespuckt (ich war enttäuscht)
In der Stadt unten gibt es einen (ganz fürchterlichen) Inka-Markt. Im Bus bekamen wir erstmal eine Einführung zum Thema "Wie ich richtiges Silber erkenne?" - na super, wenn man schon gesagt bekommt, dass man da höchstwahrscheinlich be*** wird... Aber so war es dann auch. An zahlreichen Ständen wurden billige Souvenirs angeboten und die Inka-Frauen kamen wie die Motten zum Licht, in ihrer bunten Tracht mit halb verhungerten Lämmchen (offensichtlich früh von der Mutter getrennt) oder zum Teil auch mit Greifvögeln auf einen zu und wollten gegen Entgeld Fotos machen.

Zu Mittag waren wir dann in einem echten Touristen-Restaurant mit großem Buffet und ca. 20 weißen Bussen davor. Sowas braucht man dort, hat aber auch einigermaßen geschmeckt.

Sonnenuntergang in Ollantaytambo
Weiter ging es an das Ende des Tals nach Ollantaytambo. Hier war die letzte Bastion der Inkas, wieder die klassischen Ruinen mit Terrassen und ganz oben einem Tempelbezirk aus bearbeiteten Steinen, der allerdings aufgrund des Einfalls der Spanier nicht mehr fertiggestellt wurde. Ollantaytambo ist wirklich hübsch, die Architektur zumindest partiell an die Struktur der Inka angelehnt. Hier übernachteten wir auch im Hotel Samanapac - wir blieben 2 Nächte.

In Ollantaytambo selbst kann man hinaufwandern zu den Lagern der Inka, die auf der gegenüberliegenden Bergseite lagen. Am Nachmittag dann organisierten wir uns ein Taxi. Die einheimischen Taxifahrer machen gerne Touren mit Touristen hinauf zu den etwa 25 km entfernten Salinen von Maras und die Ruinen von Moray, zumindest Moray war ja bereits im von uns gekauften Ticket. Für 120 Soles wurden wir so für 5 Stunden begleitet - besonders die Salinen sollte man auf gar keinen Fall verpassen.

Moray
Salinen von Maras

Am nächsten Tag ging es dann weiter entlang des Urubamba. Ab Ollantaytambo allerdings geht es nicht mehr mit dem Auto weiter. Die Straße endet hier. Einzig zu Fuss oder mit dem Zug kommt man bis Aquas Calientes am Fuße der wohl berühmtesten Inka-Ruinen, hoch oben am Berg - ein Besuch, mit dem für mich ein Traum wahr wurde. Aber ich denke, es ist ganz gut, dass man den Leuten den Weg nach Machu Picchu nicht allzu einfach macht. Gäbe es eine Straße, würden sich die Busse in Aquas Calientes wohl stapeln.


Fazit
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Für das Heilige Tal der Inka sollte man sich entweder viel Zeit nehmen oder mit einer geleiteten Tour losfahren. Wir nahmen an letzterem Teil. Mich hat das zum Teil geärgert, den Kurs "Wie halte ich mir Inka-Frauen mit halbtoten Lämmern vom Hals?" Hätte ich mir gerne erspart - der Ort Pisaq ist ein reines Touristennest und für mich ganz furchtbar - und für die Ruinen hatten wir dann leider etwas wenig Zeit...

Absolut empfehlenswert ist für mich der Besuch von Maras, den Salinen hoch oben in den Bergen. Die sind allerdings nur sehr schwierig erreichbar, man muss sich einen Taxifahrer organisieren, was allerdings am Markt von Ollantaytambo wunderbar funktioniert.

Das Tal ist wildromantisch mit den vielen Terrassenruinen und den zahlreichen Überbleibseln der Inka. Beinahe kam man sich als extremer Eindringling vor - ein Conquisdador im weißen Bus. Aber es ist offensichtlich, dass man den Tourismus hier braucht und es ist eben sicherlich der einfachste und sehenswerteste Weg nach Machu Picchu - und der Weg ist hier das Ziel. Kaum gilt das mehr wie hier...

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 16. Juli 2015

[Wien] Fleischeslust im Wiener Prater

Hallo Leute!

Ein Besuch im Schweizerhaus gehört zum Prater wie eine Fahrt im Riesenrad - und nach 3 Jahren haben wir es nun auch mal geschafft...

Schweizerhaus
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Lage
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Das Schweizerhaus liegt am Rande des Wurstelprater direkt beim Hochkettenkarussell Donau Tower. Der Eingang wirkt zunächst etwas unscheinbar - vor allem erwartet man kein Lokal mit 2800 Sitzplätzen dahinter.


Öffnungszeiten
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Das Schweizerhaus hat täglich von 11 bis 23 Uhr geöffnet. Da das Lokal allerdings fast zu 2/3 aus Gastgarten besteht, hat das Restaurant nur von 15. März bis 31. Oktober geöffnet.


Ambiente
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Das Ambiente erinnert mich ein wenig an ein Bierzelt. Man kommt durch ein schmiedeeisernes Tor hinein und sieht sich einem (allerdings nur auf den ersten Blick) Chaos gegenüber. Der Gastgarten ist immerhin stolze 3200 Quadratmeter groß´und in 23 "Bezirke" geteilt. Hier findet man viele große Tische (jeweils für ca. 12 Personen). Dazu kommt noch einmal etwa 800 Personen im Innenbereich.

Und überraschenderweise ist das Lokal wirklich IMMER voll, zumindest bei gutem Wetter ist kaum ein Tisch unbesetzt.


Service
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Bei so einem riesigen Lokal ist ein guter Service natürlich ein Muss. Und ich muss sagen, es ist absolut gelungen. Das Essen kam (bei 14 Leuten) nahezu gleichzeitig und nur (ich habe auf die Uhr geschaut) 9 Minuten nach der Bestellung. Das ist natürlich durch den hohen Durchsatz möglich, da sind eben auch Stelzen und Grillhähnchen immer gefragt und daher auch immer schon fertig.

Und obwohl der Kellner im Streß war, kamen unsere Getränke rechtzeitig und (ohne Nachfragen) genau wie bestellt - genau wie das Essen samt aller Beilagen. Mir ist es schleierhaft, wie der Kerl dabei auch noch so freundlich sein konnte, aber er war's...


Essen
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Das Essen ist eher rustikal und als Vegetarier wird man hier nicht wirklich glücklich. Es gibt zwar Vegetarische Gerichte, aber der Klassiker ist natürlich die Stelze (für D in etwa das gleiche wie eine Haxe), das Gericht ist allerdings alleine kaum zu schaffen - wir hatten zwei gestandene Kerle dabei, die sie sich teilen wollten, am Ende konnte jeder nochmal probieren.

Ich hatte das halbe Grillhähnchen mit frischen (noch warmen) Chips (Preis 6,90€) und dazu einen Gurkensalat (Preis: 3,20€) und ich muss sagen, es war wirklich gut.


Fazit
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Das Schweizerhaus gehört zu den Kultstätten im Prater, etwas für einen langen Tag auf diversen Fahrgeschäften (auf jeden Fall besser hinterher, Karussellfahren nach Stelzen, Bier und Nussschnapps - nee, Kopfkino).

Das Essen war wirklich gut und preiswert, wobei man als Vegetarier wohl nicht so richtig glücklich wird. Ich musste selbst lange hin- und herüberlegen bis ich beim Hähnchen landete - die Auswahl bezieht sich im Wesentlichen auf FLEISCH...

Das Hähnchen allerdings ist richtig lecker und die Chips sind ebenfalls super - den Nussschnapps zur Verdauung habe ich dann allerdings auch gebraucht.

Die Atmosphäre des übervollen Biergartens ist jetzt nicht ganz so meins - aber es soll ja auch Leute gehen, die sie freiwillig in München in ein Bierzelt setzen... Es ist mal ganz lustig, mein Stammlokal wird es allerdings trotz des guten Hähnchens nicht.

In diesem Sinne

Eure Anke

[Wien] I fell in love with the Ziesel

Hallo Leute!

Kennt ihr das? Ihr wohnt schon 3 Jahre in einer Stadt und dann findet ihr ein echtes Juwel, etwas, was man in kaum einem Reiseführer findet, und verliebt euch total? So ging es mir am Wochenende...

Blumengärten Hirschstetten
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Lage
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Die Blumengärten sind Teil der Wiener Parkanlagen und liegen ganz weit am Rande des 22. Bezirks. Mit den Öffentlichen kommt man zum Beispiel mit der 95 A (fährt z.B. ab der U2 Station Donauspital). Vom Zentrum braucht man ca. 40 Minuten.


Öffnungszeiten
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von 31. März bis 11. Oktober: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr (montags geschlossen)

Juni bis August: Freitag und Samstag zusätzlich bis 20 Uhr

von 13. Oktober bis 25. März ist nur das Palmenhaus - Dienstag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr, sonntags bis 18 Uhr - geöffnet.


Palmenhaus
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Gleich beim Eingang gibt es ein großes Palmenhaus, in dem nicht nur exotische Pflanzen, sondern auch exotische Tiere untergebracht sind. Es ist in 3 Klimazonen (Tropen, Subtropen und Mediterran) eingeteilt. In verschiedenen Terrarien und Aquarien sieht man unter anderem brasilianische Felsenmeerschweinchen oder eine Schnappschildkröte (die übrigens einen erstaunlich langen Hals hat).


The Ziesel
Das Außengelände
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Das Außengelände ist in mehrere Themenparks unterteilt:

Bauernhaus
Begehbares Bienenhaus
Chinesischer Garten
Donaustädter Energiegarten
Garten der Provence
Hochzeitsgarten
Indischer Garten
Irrgarten
Koniferengarten
Mexikanischer Garten
Naturgeschützte Pflanzen
Obstgarten
Rosengarten
Schildkrötengarten
Schmetterlingsgarten
Seerosenteich
Sommerblumenschau
Staudenkombinationen
Strand
Urzeitgarten
Weidentunnel


Gleich beim Eingang ist ein großer Provencegarten mit sehr einladendem Lavendelduft.

Mich besonders begeistert hat natürlich der Schildkrötengarten - als echter Fan konnte ich hier mit Begeisterung meinen Lieblingen beim Futtern zusehen.

Was die Blumengärten für mich aber legendär macht, sind die Ziesel. An die 200 dieser vom stark gefährdeten Nagetiere bevölkern den Bereich, sie wollten einfach nicht in der zoologischen Abteilung bleiben. Wohl nirgends kann man sie besser beobachten als hier.


Fazit
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Das Erste, das einem in den Blumengärten Hirschstetten auffällt ist, dass hier im Vergleich zu anderen Parks in Wien sehr angenehm wenig los ist. Selbst an einem sehr sonnigen Samstag Nachmittag hat man hier relativ viel Ruhe. Das könnte allerdings auch mit der enormen Größe der Anlage zu tun haben.

Auch auffällig ist, wie enorm gepflegt die Anlage ist. Die Schildkröten waren frisch gefüttert und die Ziesel bleiben freiwillig hier, man sieht keine beschmierten oder von Vogeln vollgeschissenen Bänke.

Besonders beeindruckend empfinde ich die Liebe zum Detail, mit der hier gefährdete Pflanzen und Tierarten gezeigt werden. Die Ziesel etwa lässt man einfach gewähren, auf einem Gelände werden "alte" Obstbaumsorten präsentiert, genauso wie in einem Gemüsegarten, super natürlich für die Großstadtkids, die noch nie eine Tomate an der Staude gesehen haben und wie viele Sorten Tomaten es überhaupt gibt.

Überall gibt es zum jeweiligen Garten passende Sitzgelegenheiten, zum Teil fühlt man sich wie im eigenen Garten - Liegestühle und Polster inklusive.

Die Blumengärten Hirschstetten sind für mich einen Ausflug wert. Die Gastronomie könnte noch ein bisschen ausgebaut werden - bisher gibt es nur eine Art Pommesbude - dann würde ich glaub ich gar nicht mehr heimgehen...

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 10. Juli 2015

[Österreich] (Kl)Österreich

Hallo Leute!

Einer unserer letzten Sonntagsausflüge führte uns in den Wienerwald. Schon lange hatten wir uns vorgenommen, eines der schönsten Klöster Niederösterreichs zu besuchen. Endlich hat es geklappt.

Stift Heiligenkreuz
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Lage
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Das Stift Heiligenkreuz liegt etwa 30 Minuten Busfahrt vom Bahnhof Mödling entfernt - mehrere Busse fahren dort direkt ans Tor.


Geschichte
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Das Stift gehört zum Zisterzienserorden und besteht bereits seit 1133. Es wurde wie so viele Klöster in Niederösterreich durch die Babenberger gegründet - Leopold III. war hier der Stifter.

Nach etwa 50 Jahren Bauzeit konnte am  31. Mai 1188 die Klosterkirche geweiht und die Kreuzreliquie, mit 23,5 cm eine der größten der Welt, konnte zur Verehrung durch Leopold V. entgegengenommen werden.

Während der Türkenkriege wurde das Kloster vollständig niedergebrannt und im heutigen, barocken Stil wieder aufgebaut.

Seit dem 20. Jahrhundert besteht in Heiligenkreuz das größte Priesterseminar im deutschsprachigem Raum, dazu kommt die philosophisch-theologische Hochschule Heiligenkreuz.

Im Jahr 2007 kam auch der Papst (Benedict XIV) zu Besuch, der ein besonders inniges Verhältnis zum Kloster Heiligenkreuz führt.


Unser Besuch
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Wir kamen gerade rechtzeitig zu einer Führung:

Die finden wiefolgt statt:

Montag bis Samstag:
um 10, 11, 14, 15 und 16 Uhr.
(Um 17 Uhr: nur ab 6 Personen bei Voranmeldung an der Klosterpforte!)

Sonn- und Feiertage:
um 11, 14, 15 und 16 Uhr.
(Um 17 Uhr: nur ab 6 Personen bei Voranmeldung an der Klosterpforte!)

Wir waren mit der Niederösterreichcard unterwegs, ansonsten sind die Eintrittspreise:

rwachsene: 8,00
Kinder, Schüler, Studenten: 4,00
Senioren: 7,00
Familienkarte (2 Erwachsene + 2 Kinder): 14,00

Die Führung dauert etwa 50 Minuten. Wir waren ungefähr 30 Personen, was für mich eine angenehme Gruppengröße war.

Zunächst gibt es ausführliche Erläuterungen über die Geschichte des Klosters, etwa über die Dreifaltigkeitssäume im inneren Klosterhof und zur Architektur.

Als nächstes ging es durch den beeindruckenden Kreuzgang, den ich so noch nie gesehen habe. Spannend fand ich alleine die Fenster, die den Gang verschlossen - die Zisterzienser haben in früheren Zeiten ein Verbot von farbigen Fenstern, weshalb sie in allen Grautönen schimmern. Dieses Verbot wurde später in der Baugeschichte erst gelockert und später aufgehoben

Direkt beim Kreuzgang liegt ein äußerst interessantes Brunnenhaus, mit bunten bunten ausgekleidet sieht man dem Brunnen heute nicht mehr an, dass er ursprünglich aus Metall war - er ist völlig überwachsen.

Auch großen Eindruck hat auf mich die Möblierung der Sakristei hinterlassen - die Schränke mit den reichen Intarsien stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Schließlich geht die Führung noch durch die große Klosterkirche mit dem schönen Chorgestühl und dem beeindruckendem Kreuz über dem Altar - hier werden Reliquien aus der Dornenkrone aufbewahrt.

Nach der Führung gingen wir noch auf den Friedhof, auf dem die verstorbenen Ordensmitglieder begraben sind. Nahe des Friedhofes liegt dann auch die Kapelle, in der seit 1983 in der Kreuzkapelle.


Fazit
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Bei einer spannenden Führung kommt man hier durch ein wunderbares Kloster, sicherlich neben Melk eines der Schönsten in Österreich. Wir haben hier rund 2 Stunden verbracht - gemütlich kann man sich aber auch in der Klosterschenke niederlassen und den Wein aus den Klostereigenen Weingärten (sehr lecker) genießen.

Ein toller Ausflug, eine spannende Besichtigung!

In diesem Sinne

Eure Anke