Dienstag, 12. Mai 2015

[Rezension] Irland ganz individuell

Hallo Leute!

Reisebücher sind für mich ein ständiger Begleiter. Eines davon stelle ich euch heute vor...

Reisetaschenbuch Irland
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Daten
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Autorin: Susanne Tschirner
Verlag: Dumont
ISBN: 3770174593
Preis: 17,99€


Inhalt
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Das Reisetaschenbuch ist vom Aufbau her relativ klassisch. Zunächst stellt die Autorin ihr persönliches Irland vor, ihre Lieblingsorte und ihr Erleben des Landes.

Anschließend gibt es einen ausführlichen Teil, der verschiedene Informationsquellen darlegt, sowie wichtige Daten zu einer Reise - wann ist welches Wetter, was ist bei der Buchung einer Übernachtung zu beachten usw.

Auch ein Teil zur Geschichte Irlands darf in so einem Reiseführer nicht fehlen. In diesem Reisetaschenbuch umfasst er etwa 30 Seiten und beschäftigt sich hauptsächlich mit den Gälischen Einflüssen und natürlich mit dem Konflikt mit Nordirland, Dingen eben, die das heutige Irland prägen. Klar kann man hier keine umfassende Chronik erwarten, aber man bekommt das, was man braucht, um zumindest die groben Züge der irischen Kultur zu verstehen.

Der bei weitem ausführlichste Teil widmet sich natürlich den Sehenswürdigkeiten Irlands - unterteilt in grobe Regionen (Dublin ist auch ein ausführlicher Teil gewidmet) reist man quasi einmal durch das Land und kommt zu allen wichtigen Teilen des Landes. In jedem Ort werden wichtige Adressen gemeinsam mit ausführlichen Beschreibungen gegeben. Hotels und Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Shoppingtipps, also alles, was das Herz begehren könnte. Was ich besonders schön finde, sind die persönlichen Tipps, die die Autorin gibt. Damit weist sie auf besondere Café und Shops hin. Eine persönliche Note, die so manch anderem Reiseführer fehlt.


Fazit
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Die Flüge sind schon gebucht, im Oktober geht es zu Besuch zu meinem Schweizer Großcousin, der seit 20 Jahren in Dublin als Professor für Geschichte arbeitet. Ich habe ihn erst einmal gesehen und entsprechend gespannt bin ich auf die 5 Tage, die ich in Irland verbringen darf. Einen Tag in Dublin und 4 Tage werde ich ein bisschen rumfahren.

Und gerade für die individuelle Entdeckungstour gefällt mir dieser Reiseführer besonders gut. Er setzt weniger auf eindrucksvolle Bilder, als viel mehr auf ausführliche Beschreibungen und vor allem auf eine sehr persönliche Note. Klar ist das Risikoreich, nicht jedem muss der Geschmack der Autorin gefallen, aber auf mich wirkt das sehr liebevoll.

Das einzige, was mir ein bisschen fehlt, ist ein ausführlicheres Kartenmaterial. Es  gibt zwar einen Faltplan, aber genauere Pläne der Ortschaften ggf. mit eingezeichneten Sehenswürdigkeiten wären ganz gut. Allerdings nehme ich für meine Entdeckungstouren sowieso unser Navi.

Insgesamt ist der Guide aber sehr rund und ich freue mich schon auf meine Tour - diesmal mal ganz ohne den Gatten ;).

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 11. Mai 2015

[Österreich] Lustiges Österreich

Hallo Leute!

Krems ist für mich nicht nur eine der hübschsten Städtchen in Niederösterreich, für seine rund 25000 Einwohner hat es auch erstaunlich viele Museen. Eines der Bekanntesten ist das Karikaturmuseum.

Karikaturmuseum Krems
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Lage
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Das Museum befindet sich in Krems Stein, witzigerweise exakt gegenüber von einer der bekanntesten Justizvollzugsanstalten in Österreich. Es liegt gemeinsam mit verschiedenen anderen Museen (u.a. der Kunsthalle Krems) auf der Kunstmeile Krems. Es ist in 20 Minuten zu Fuss gut vom Bahnhof aus zu erreichen, es fährt allerdings auch (ich glaube stündlich) ein Bus.


Öffnungszeiten und Eintrittspreise
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Täglich geöffnet von 10.00-18.00 Uhr
Auch am Osterwochenende geöffnet!
ab 02/11/2015 von 10.00-17.00 Uhr

Schließtage: 24.12., 31.12. und 01.01.


Erwachsene € 10,00
ermäßigt € 9,00
Familie € 18,00
ermäßigt € 16,00
Schüler € 3,50
Führung € 3,00


Ausstellungen
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Die Ausstellungen wechseln regelmäßig - derzeit ist sie in 3 Abschnitte eingeteilt.

Im Erdgeschoss befindet sich eine Ausstellung mit Karikaturen zum Thema 60 Jahre Fernsehen. Hier gibt es alle möglichen Bilder und alle möglichen Künstler. Darunter ist auch das bekannte Bild, auf dem Conchita Wurst Putin nach seinen Anti-Schwulen-Aussagen die Ohren lang zieht.

Eine weitere Ausstellung widmet sich Mordillo. Der bekannte Karikaturist mit den Figuren mit der großen Nase geht über 2 Etagen. In der oberen Etage gibt es sogar einen großen, interaktiven Bereich für Kinder, in dem man seinen eigenen Mordillo Cartoon animieren kann, ein bisschen Puzzlen und sich auf einem Wandbild verewigen, das der Künstler selbst begonnen hat.

Die dritte Ausstellung widmet sich einem der bekanntesten Österreichischen Karikaturisten, dem St. Pöltner Manfred Deix. Der zeichnet gelegentlich auch die Karikaturen, die auf den ersten Seiten des "Stern" zu sehen sind. Unglaublich detailreich gezeichnet und unglaublich böse nimmt er aktuelle Ereignisse auseinander.


Fazit
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In Karikaturmuseum direkt gegenüber der JVA, auf der Gefängnismauer sind Werke von Mordillo als Werbung ausgehängt, das hat ja fast schon selbst etwas Karikaturistisches und das fand ich grandios.

Ich fand schon als Kind Karikaturen großartig, Mordillo habe ich förmlich geliebt, hatte 2 Schafe und zig Puzzle. Und daher war ich von der Ausstellung natürlich vollkommen begeistert.

10€ Eintritt sind für mich für die Ausstellung schon etwas happig (wir waren mal wieder mit der Niederösterreich Card unterwegs und hatten daher freien Eintritt), aber als echter Karikaturfan kann man sich sowas schon leisten, zumal hier wirklich das Who is Who der Karikaturisten ausstellt. Ich habe mich jedenfalls gut unterhalten gefühlt.

Nicht nur die Mordillo Ausstellung, auch die beiden anderen waren sehr unterhaltsam und sehr modern gestaltet. Über einzelne Kunstwerke kann ich mich hier natürlich nicht auslassen. Und drinnen fotografieren war wieder mal streng verboten (Urheberrecht und so).

Ich habe die Stunden dort sehr genossen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 10. Mai 2015

[Österreich] Weinbau und andere Geschichten

Hallo Leute!

Krems ist nicht nur aufgrund seiner Lage (Tor zur schönen Wachau) eine traumhafte Stadt in Niederösterreich. Es kann - wie man schon an der mittelalterlichen Altstadt sehen kann - auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Eine Geschichte, die hier erzählt wird...

Museum Krems
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Lage
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Am Körnermarkt, mitten in der Altstadt ist das Museum Krems in einem ehemaligen Dominikanerkloster untergebracht, das man zu einem modernen Museum ausgebaut hat. Vom Bahnhof aus läuft man etwa 15 Minuten, Parkplätze sind vor der Tür einige vorhanden, die sind allerdings bei Einkaufstagen auch gut gefüllt.


Öffnungszeiten und Eintrittspreise
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15. April bis 30 Mai 2015
Mi - So 11:00 bis 18:00

31. Mai bis 26. Oktober
täglich 11:00 bis 18:00


alle Gäste unter 19 Jahren freier Eintritt

Erwachsene € 5,00
Erwachsene ermäßigt, Gruppen ab 15 Personen € 4,00
Aufzahlung für BesucherInnen der Gozzoburg - Erwachsene € 2,50


Ausstellung
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Das Museum zeigt auf sehr schöne und moderne Weise die Geschichte der Stadt Krems rund um den Kreuzgang des ehemaligen Klosters. Gleich im ersten Raum nach dem Eingang gibt es 2 Highlights:

- mit "Fanny vom Galgenberg" besitzt das Museum Krems nämlich die zweitälteste Frauendarstellung der Welt. Sie wurde auf ein Alter von 32000 Jahren datiert und in der Nähe von Krems-Stein gefunden. Sie soll die Göttin Venus darstellen und wurde aus grünem Serpentin gefertigt. Allerdings befindet sich das Original nicht mehr in Krems, sondern im Naturhistorischen Museum Wien, direkt neben der wesentlich jüngeren, aber bekannteren Venus von Willendorf, die ebenfalls in Niederösterreich gefunden wurde.

- im Original ist hier allerdings die älteste Münzprägung Österreichs zu sehen, der Kremser Pfennig, den die Babenberger in Krems haben prägen lassen. Dieser stammt aus dem 11. Jahrhundert.

Weiter folgt man dem Kreuzgang, in dem zahlreiche antike Statuen aus Krems dargestellt werden. Die weiteren Räume sind dann thematisch unter anderem den Wachaumalern und der Geschichte der Donauschifffahrt gewidmet.

Im Keller - der ehemalige Weinkeller des Klosters war der größte der Stadt - findet man dann stilsicher eine Ausstellung zum Thema Mittelalter und Weinbau in Krems, sowie über die Geschichte des berühmten Kremser Senf.

Schließlich kann man noch eine Etage über dem Kreuzgang einen Raum mit einer Wechselausstellung entdecken - hier wird derzeit chinesische Bauernmalerei aus allen Ecken Chinas gezeigt. Im schönen und hellen Raum können solche Ausstellungen sehr ansprechend präsentiert werden.




Fazit
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Zugegeben, anfangs war ich etwas skeptisch - solche historischen Stadtmuseen gibt es schließlich haufenweise in jeder etwas größeren Stadt. Das Museum Krems hingegen wirkt schon auf den ersten Blick sehr modern gestaltet und solche Ausstellungen im Weinkeller, die haben natürlich immer etwas für sich (leider ist der Keller soweit ich gesehen habe, für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich - Steile Treppe). Einmal kommt man sogar um eine Ecke und dort liegen 3 mittelalterliche Skelette. Da muss ich allerdings sagen, ich habe wieder einen Grund gefunden, mich mal verbrennen zu lassen, denn man stelle sich vor, Aliens graben mich in 500 Jahren aus und stellen mich im Museum aus - äh gar nicht schön!

Für mich auch sehr cool war die Ausstellung zum Kremser Senf, auch wenn wir die Verkostung leider vorher hätten anmelden müssen - ich LIEBE diesen Senf!

Die Fanny kannte ich schon im Original, aber auch als Kopie finde ich sie durchaus spannend.

Insgesamt ein schönes, modernes und ansprechendes Museum. Auch wenn ich extra wegen des Museums nicht unbedingt wieder nach Krems fahren würde - dafür gibt es dort viel zu viel anderes zu gucken, toll war es auf jeden Fall - mein Kompliment!

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 8. Mai 2015

[Deutschland] In der Heimat ist es doch am Schönsten

Hallo Leute!

3 Jahre lebe ich nun schon in Wien und ich muss sagen, Heimat ist immer da, wo es am Schönsten ist. Und bevor ich nach Wien gezogen bin, war Mittelhessen fast 30 Jahre meine Heimat...

Marburg zu Fuss
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Daten
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Autor: Uwe Geese
Verlag: Societätsverlag
ISBN: 978-3-95542-046-8
Preis: 12,80€


Inhalt
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Dieses Buch bietet einen schönen Einblick in die sympathische Stadt im Herzen von Hessen. In insgesamt 7 Spaziergängen geht es einmal durch die Stadt. Und da die Spaziergänge alle ein Motto haben, kann man sich schnell einfinden:

- Rund um die Elisabethkirche - vom neuen Campus und Deutschordensherren
- Von der Elisabethkirche zur Alten Universität - zwischen Gothik und Neogotik und mehr
- Aus dem Lahntal auf den Schlossberg - mit einem postmodernen Aufzug und auf einer mittelalterlichen Straße
- Rund ums Schloss - mittelalterliche und barocke Festung
- Tausend Treppenstufen ins Tal - ein Streifzug durch das älteste Quartier der Stadt
- Entlang der Lahn - von der ehemaligen Brückenvorstadt Weidenhausen zum Alten Botanischen Garten
- Das Südviertel - bürgerliches Wohnen im 19. und 20. Jahrhundert

Dazu kommen noch 4 Ausflüge in die Umgebung:

- Botanischer Garten
- Spiegellustturm
- Burgruine Frauenberg
- Elisabethbrunnen.

Schließlich gibt es zu Anfang noch eine umfangreiche Info zur Stadtgeschichte sowie am Ende werden noch zahlreiche Events vorgestellt - von der Kunstaustellung bis zum Stadtfest in Marburg.



Fazit
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Marburg war ganz oft Ziel unserer Sonntagsausflüge, schließlich ist es keine 20 Minuten mit dem Zug oder Auto von Gießen entfernt. Und so weckt dieser Cityguide fast schon nostalgische Gefühle bei mir - die mittelalterliche Altstadt, das Schloss oder auch die Elisabethkirche, einfach ein Traum.

Marburg ist dem nahegelegenen Gießen in vielen Dingen überlegen, vor allem die malerische Altstadt hat uns immer wieder dorthin gelockt - egal ob Schulausflug oder Kirchenausflug, egal ob Samstags mit der Familie oder Kulturtrip mit dem Freund, sogar ins Kino sind wir von Gießen nach Marburg gefahren, weil das Gießener Kino alt und runtergekommen ist.

Der Societätsverlag bietet einen schönen, modernen Reiseführer, mit dem es richtig Spaß macht, die Stadt zu erkunden. Die 7 Spaziergänge sind schön zusammengestellt und zeigen die verschiedensten Seiten der schönen Stadt, für mich einer der schönsten Städte in Hessen.

Informativ sind alle Sehenswürdigkeiten beschrieben, selbst ich, die ich meine Besuche dort kaum zählen kann, habe noch etwas Neues entdeckt. Was mir allerdings ein bisschen fehlt sind Infos über Restaurants und Kneipen - Marburg hat eine traumhafte Kneipenszene, die für mich für einen Reiseführer leider etwas zu kurz kommt.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 6. Mai 2015

[Rumänien] Auf Spuren der Siebenbürger Sachsen

Hallo Leute!

Ein Road Trip durch Rumänien ist ungewöhnlich - unsrer ist nun schon 2 Jahre her und es war traumhaft. Und ein absolutes Highlight war die alte Sachsenstadt Schäßburg...

Sighisoara
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Lage
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Sighisoara (wie die Stadt auf Rumänisch heißt) liegt im Zentrum von Siebenbürgen - im Kreis Mures.


Geschichte
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Schäßburg wurde um 1160 von den Siebenbürger Sachsen, Deutschen Einwanderern in Rumänien, gegründet. Der Name rumänische Sighisoara ist vom Ungarischen Segesvár angelehnt.

Im Jahr 1849 war Sighisoara im Zentrum der revolutionären Geschehnisse, die als Schlacht bei Segesvár in die Geschichte einging.

Der berühmteste Einwohner Schäßburgs ist der berühmte Vlad der Pfähler Dracul Tepes, der hier sogar geboren sein soll. Vlad Tepes soll als Romanvorlage für Bram Stokers Dracula gedient haben.
Schultreppe




Unsere Tour
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Das Auto haben wir auf einem großen Parkplatz in der Unterstadt stehengelassen und haben unser Quartier in einer kleinen Pension in der Oberstadt bezogen - wir blieben 2 Nächte.

Gleich am ersten Tag ging es über die überdachte Schultreppe hinauf auf den Schulberg zur Bergkirche und zum deutschen Friedhof. Es ist schon irgendwie spannend, weil noch heute hier so gut wie alles auf Deutsch beschriftet ist - Straßennamen genauso wie Texte in der Kirche oder die Namen auf den Grabsteinen. Hier hat man deutliche Spuren hinterlassen, auch wenn 80% der Siebenbürger Sachsen in Schäßburg nach dem Fall des Ceaușescu Regimes zurück nach Deutschland gegangen sind.

Über die Treppe stiegen wir wieder nach unten und machten einen gemütllichen Rundgang durch die historische Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Wir schritten die Stadtmauer ab mit ihren 12 Zunfttürmen und bestiegen den sagenhaften Stundturm von dem aus man einen tollen Ausblick auf die umliegenden Hügel hat.

Zu einem Besuch in Schäßburg gehört sicherlich auch ein Besuch im Dracula-Haus, dem angeblichen Geburtsort von Vlad Tepes. Darin befindet sich ein Restaurant und gegen Gebühr kann man auch in den Geburtsraum. Da dieser Ort aber genauso wenig historisch ist wie das Dracula Schloss in Bran, haben wir hier nur eine Suppe gegessen und sind wieder weg.

Auch das protestantische Kloster nahe des Rathauses ist wirklich sehenswert.


Fazit
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In Schäßburg kann man schon einen echt schönen Tag verbringen. In den engen Gassen der historischen Altstadt kann man sich fast vorstellen, dass Vlad der Pfähler gleich ums Eck kommt. Immerhin soll er ja direkt neben dem leicht schief und ein bisschen verwunschen wirkenden Stundturm gewohnt haben. Man fühlt sich direkt ins Mittelalter zurückkatapultiert.

Auch kann man hier den Spuren der Siebenbürger Sachsen wunderbar folgen. Als wir dort waren, hatten sie sogar ihr alljährliches Treffen.

Wir hatten eine tolle Pension mitten in der Altstadt (die war richtig günstig mit 35€/Nacht im Doppelzimmer) und wir waren gleich mitten in Geschehen - wir haben allerdings die Koffer unten im Auto gelassen und nur das nötigste mit in die Altstadt genommen.

Näheres zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten und zu unserer Pension findet ihr übrigens in meinen anderen Roadtrip-Berichten.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 5. Mai 2015

[Italien] Versprechen an ein Wildschwein

Hallo Leute!

Rom hat seinen Trevi-Brunnen und Florenz hat sein Porcellino - Touristen geben hier das Versprechen, wiederzukommen... Ob's funktioniert? Wir werden sehen...


Mercato Nuovo
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Lage
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Die Loggia und das Porcellino liegen zwischen dem Piazza de la Republica und der Ponte Vecchio.


Geschichte
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Die Loggia, in der der neue Markt abgehalten wird, stammt schon aus dem 16. Jahrhundert. Schon damals wurde auf dem überdachten Platz ein Markt abgehalten. Ursprünglich wurde hier zum Beispiel Seide und die berühmten Strohhüte verkauft - heute gibt es hier hauptsächlich Lederwaren und Souvenirs.

Im Zentrum der Loggia ist der Stein der Schande - den man allerdings durch die Marktstände nicht mehr sieht. Hier wurden früher Schuldner bestraft, die ihre Schulden nicht zahlen konnten.

Markantester Punkt ist aber das Porcellino - ein Brunnen aus dem 17. Jahrhundert. Dieser enthält eine Bronzefigur, die ein Wildschwein zeigt. Dem Volksglauben nach soll das Berühren der Nase Glück bringen und wenn man dem Schwein einige Münzen in den Mund legt, die man dann in ein Becken fallen lässt, soll dies ein gutes Omen für bevorstehende Prüfungen bedeuten. Die Figur ließ kein geringerer als Fernando II. de Medici dort aufstellen.


Unser Besuch
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Die kleine Loggia - nur 3 x 4 Bögen ist sie lang - ist während Marktzeiten dicht besiedelt und es herrscht auf den Ständen ein ausgiebiges Markttreiben. Heute gibt es allerdings Lederwaren und Souvenirs und nicht mehr die teuren Stoffe, wie in früheren Zeiten.

Das Porcellino hingegen ist wirklich cool. Allerdings muss man hier gelegentlich anstehen, um hier sein Glück zu finden. Ähnlich wie zum Beispiel auf einigen Statuen der Karlsbrücke ist die Schnauze des Wildschweins poliert und ich finde solche Traditionen ja immer sehr amüsant.

Ich finde den Markt sehenswert, das Porcellino ist für mich ein echtes Highlight...

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 4. Mai 2015

[Österreich] Türken stürzen auf der Flucht

Hallo Leute!

Wie ich euch ja schon berichtet habe, lieben wir das Wandern. Und da ist ja das tolle, dass wir von Wien aus alle Möglichkeiten haben - wir sind genauso schnell in den Alpen wie in den Feldern des Weinviertels. Eine tolle Wanderung führte uns zum Türkensturz hoch über Gleissenfeld.

Türkensturz
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Lage
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Der Türkensturz liegt etwa in der Mitte einer Wanderung zwischen Seebenstein und Scheiblingskirchen hoch über dem Ort Gleissenfeld hoch über dem Pittental. Von Wiener Neustadt kommt man ganz einfach mit dem Zug dorthin.


Geschichte
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Der Name Türkensturz stammt aus der Zeit der ersten Türkenbelagerung 1529 bis 32. Damals waren zahlreiche versprengte Türkische Truppen im Gebiet unterwegs.

Der Sage nach soll einer dieser Truppen eine junge Frau aufgefallen sein, die sie begehrten. Doch diese sprang von den steilen Felsen und die Reiter stürzten hinterher - bei der Frau soll es sich um keine geringere als die Jungfrau Maria gehandelt haben.

Johann I. von Liechtenstein ließ dort eine künstliche Ruine erbauen, die noch heute als markanten Orientierungspunkt einen vergoldeten Halbmond auf der höchsten Stelle trägt.


Wanderung
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Der Wanderweg von Seebenstein lässt sich leicht finden. Er ist als Türkensturzweg ausgeschildert und führt an der Seebensteiner Burg vorbei - übrigens ist er im Vergleich zu anderen Wanderwegen super ausgebaut.

Von der Seebensteiner Burg folgt man weiter der Beschilderung Türkensturz und kommt nach etwa 40 Minuten dort an. Wir wanderten von hier über den Erzherzog Johann Rundwanderweg weiter nach Thernberg und über den Kunstpfad zurück ins Tal nach Scheiblingskirchen.

Die Mutigen kommen von Gleißenfeld schneller nach oben - ein Klettersteig am Türkensturzfelsen ist ausgesteckt.






Fazit
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Eine Ruine im Wald hoch über dem Tal, so etwas findet man in Niederösterreich öfter. Der Türkensturz ist jedoch was besonders. Nicht nur, dass die Mauerreste künstlich sind und der weithin leuchtende Halbmond sind auffällig, gigantisch ist der Ausblick von hier oben. Man überblickt nicht nur weite Teile des Pittentals, sondern auch die hohen Berge von Niederösterreich - der Schneeberg mit knapp über 2000 m liegt direkt gegenüber - auch die anderen sind gut sichtbar, etwa der Rax. Auch bis zur Südautobahn kann man schauen.

2 Picknickbänke laden zu einer ausgiebigen Pause ein, hier kann man wirklich einen tollen Blick genießen!

Die Wanderung ist wirklich toll. Die Wanderwege sind hier ausnahmsweise 1A ausgeschildert und top ausgebaut - keine Wurzelkletterpfade - also auch ohne weiteres was für Anfänger.

In diesem Sinne

Eure Anke