Donnerstag, 5. September 2013

Marco Polo Florida - Viele Bilder wenig Infos

Hallo Leute!

Als dritten Teil meiner Reiseführer-Reihe will ich euch den vorstellen, den ich im vergangenen Jahr mit auf meiner Florida-Reise hatte.

Marco Polo - Florida
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Daten
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Titel: Florida
Autor: Ole Helmhausen
Verlag: Marco Polo
ISBN: 978-3-8297-0412-0
getestete Auflage: 14 (2010)


Inhalt
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Als aller erstes kommen wie bei allen Marco Polo Führern die "Insider Tipps" und die Highlights, also quasi alles, was man auf seiner Tour durch Florida mitnehmen sollte.

Dann kommt das übliche BlaBla. Das heißt also eine kurze Einführung zum Thema Land und Leute, Events und Feste sowie Essen, Trinken und Einkaufen. Hier geht es aber jeweils nicht um das Wo, sondern vor allem um das Was.

Dann werden die verschiedenen Regionen vorgestellt. Beginnend mit Miami über die Keys, die Everglades, die Westküste, Pahandle, die Ostküste bis nach Zentralflorida. Wobei ehrlicherweise muss man sagen, wirkliche Tipps sind nicht dabei. Eigentlich werden fast nur Orte vorgestellt, die man ohnehin bei einer Rundreise schon auf der Liste hatte. Es werden dabei auch Hotels und Restaurants sowie Freizeitmöglichkeiten zu allen möglichen Orten vorgestellt.

Das nächste Thema sind Ausflüge und Touren. Hier werden drei Autotouren vorgestellt, wobei man sagen muss, auch da gibt es nichts besonderes, sondern nur solche Geschichten wie von Miami, in die Everglades nach Key West.

Schließlich gibt es noch 24 Stunden in Miami mit Tipps und Planung für einen einzelnen Tag in der Stadt. Dann kommen noch ein paar praktische Tipps und schließlich den obligatorischen Reiseatlas (auf 10 Seiten). Damit findet man sich wunderbar zurecht.


Aufmachung
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Eigentlich bekommt man die wichtigen Informationen, die man für eine Florida-Reise braucht. Allerdings nehmen die Bilder gegenüber den Informationen etwas überhand. Zu jedem Ort gibt es Hotel- und Restaurantinfos sowie Infos zu Freizeit-Themen und mindestens ein Farbfoto.


Fazit
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Ich muss sagen, bei einer Städtereise gefällt mir der Marco Polo besser. Wenn man eine Rundreise plant und dabei nicht nur sich auf die Touristenströme stürzen will, sollte man sich einen anderen Führer kaufen. Wunderbar ist natürlich der Straßenatlas, auch die meisten der Adressen sind ganz nützlich. Wenn man sich aber nur auf eine bestimmte Region fokussiert, wir waren damals auf den Keys und in West Palm Beach, ist der Reiseführer ungeeignet, weil man die Infos, die man dort bekommt auch in einem halbwegs brauchbaren Hotel mittels Prospekten bekommt.

Mir fehlten in Key West vor allem die Infos zu den Sehenswürdigkeiten. Ich meine, sie sind zwar quasi aufgezählt, auch die Adresse wird aufgeführt und ganz kurz wird beschrieben, was man sieht, mehr aber auch nicht. Man hätte etwas weniger Bilder und etwas mehr Infos brauchen können.

Ansonsten ist es ein halbwegs brauchbarer Reiseführer, wenn man überall nur einen Tag verbringt. Dafür ist er absolut ausreichend. Aber wenn man 1 Woche "nur" in Key West ist, sollte man sich einen anderen Führer kaufen!

In diesem Sinne

Eure Anke

Marco Polo New York

Hallo Leute!

Heute möchte ich euch einen Reiseführer vorstellen, den wir im vergangenen Jahr bei unserem Trip nach New York benutzt haben. Da die Dinger so schön kompakt sind, nehmen wir oft die Marco Polos. So auch hier...


Marco Polo New York
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Daten
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Autorin: Alrun Steinrück
Verlag: Mairdumont
ISBN: 978-3-8297-0502-8
Preis: 9,95€


Inhalt
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Der Grundaufbau ist bei allen Marco Polo Reiseführern der gleiche. Beginnend mit den "Insider Tipps" auf der Umschlagseite geht es weiter mit einer kleinen Einführung in die Stadt an sich. Was ist typisch für New York? Was ist ein typischer New Yorker? Als nächstes werden zahlreiche Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Geordnet nach den Teilen Manhattans werden hier verschiedene Museen vorgestellt. Am Ende geht es noch um die anderen Stadtteile, etwa die Staten Island Ferry oder die Brooklyn Bridge.

Im nächsten Kapitel werden dann verschiedene Cafes und Restaurants vorgestellt, geordnet nach verschiedenen Preisklassen. Hier werden bekannte Ketten (Hard Rock Cafe) aber auch kleine Restaurants in Seitenstraßen vorgestellt.

Unter Einkaufen wird man dann beispielsweise an den großen Apple Store im Central Park verwiesen - was ich witzig fand. Ansonsten natürlich 5th Avenue, Macys und Victorias Secret. Das sind nützliche Adressen aber definitiv keine Insider Tipps.

Unter "Am Abend" werden verschiedene Clubs und Bars, aber auch Theater vorgestellt, die ganz sehenswert sind.

Schließlich werden noch einige Hotels in Manhattan gezeigt, vom Placa bis hin zu netten, kleinen Hotels für Normalsterbliche ist da alles dabei. Eins ist aber gewiss - teuer sind sie alle.

Bei Stadtspaziergängen werden dann noch einige Routen vorgestellt, die man fürs Sightseeing nehmen könnte. Die sind auch ganz nett. Wir sind die durch Downtown gegangen, das war eine vernünftige Route bei der man alles wichtige sehen konnte.

Am Ende kommen dann noch die beiden Klassiker. Zunächst gibt es einen kleinen Sprachführer mit den wichtigsten Sätzen in Englisch. Am Ende kommt dann noch ein Cityatlas von Manhattan - mit Register und eingezeichneten wichtigen Sehenswürdigkeiten.


Illustrationen
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Durch die unzähligen Fotos bekommt man schon einen ganz netten Eindruck von der Stadt, wobei am Ende dann doch alles ganz anders ausschaut. Fotos gibt es fast von jeder Sehenswürdigkeit - auf jeden Fall von den wichtigen. Der Wahrheit gerecht werden können sie wohl nicht.


Fazit
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Die Marco Polo Reiseführer können vielen Orten gerecht werden, für New York ist er am Ende wahrscheinlich zu kompakt. Durch die vielen Sehenswürdigkeiten kommt in der kompakten Form vieles leider etwas zu kurz. Dafür ist diese Stadt einfach zu groß. Wobei man sagen muss für Wien oder für Rom fand ich die Führer absolut OK. Die Aktualität ist absolut super. Aber in New York gibts aber einfach viel zu viel zu gucken. Auch die Bilder sind wirklich nett, der Reiseatlas ist wirklich hilfreich, man sieht alles, was man sehen will. Nur braucht man für einen längeren New York Trip (wir waren 6 Tage dort) vielleicht dann doch etwas Ausführlicheres. Daher gibt es von mir nur 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 4. September 2013

Botel Albatros Prag

Hallo Leute!

Eins vorweg: Ein Abenteuerurlaub wird ein Aufenthalt in diesem Hotel Gott sei Dank nicht immer. Über Fronleichnam allerdings hat es in Tschechien geregnet... Sehr viel geregnet. Und daher kam es dazu, dass sich unser ganzes Hotel über Nacht 2 Meter angehoben hat.


Botel Albatros
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Lage
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Das Botel liegt direkt auf der Moldau, an der Stefanikuv-Brücke. Bis zur Karlsbrücke sind es zu Fuss etwa 15-20 Minuten, die Altstadt liegt direkt nebenan, als von der Lage her ist dieses Hotel absolut optimal. Achtung: Die Anfahrtsbeschreibung vom Busbahnhof ist etwas irritierend!


Zimmer
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Die Zimmer sind relativ klein und Kajütenartig eingerichtet, mit Holzverkleidungen. Die Betten sind von der Größe her optimal für 2 Personen. Das Bad ist ein wenig klein und vor allem gibt es keine großartige Duschwanne, wodurch das Bad direkt nach einem mal Duschen unter Wasser steht.

Die ersten beiden Tage hats im Bad auch etwas unangenehm aus dem Abfluss gerochen, das gab sich aber mit der Zeit. Insgesamt war doch alles sehr sauber.

Insgesamt macht das Zimmer einen sehr sauberen Eindruck, die Möbel sind nicht allzu abgewohnt.



Frühstück
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Das Frühstück ist landestypisch, allerdings jetzt nicht so der Bringer. Es findet im Bordeigenen Restaurant auf der oberen Etage statt. Witzig fand ich, dass es jeden Morgen eine Leberknödelsuppe gab. Ansonsten gab es Würstchen mit Ei, einige Sorten Wurst, 2 Sorten Käse. Außerdem kann man sich ein Müsli mixen und es gibt verschiedene Kuchen. Brot gibt es nur relativ labberiges. Kaffee gibt es auch, sogar in Kannen am Tisch. Stärkeren Kaffee gibt es aus dem Automaten. Der Orangensaft ist ekelhaft, dünn und süß.

Am schlimmsten finde ich aber, dass es beim Frühstück nur 8er Tische gibt. Der Raum ist ganz nett, mit Blick über die Moldau, man kann sich jedoch nicht "intim" irgendwo unterhalten, weil der Raum wirklich ziemlich voll wird. Man fühlt sich ein bisschen wie in der Jugendherberge.



Personal
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Das Personal war zu uns nett und freundlich. Es gibt jeden Tag Zimmerservice, auf Fragen wird nett und freundlich geantwortet.



Preise
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Wir zahlten für das Doppelzimmer nach Buchung über booking.com 265€ incl. Frühstück. Das ist preislich absolut in Ordnung.



Fazit
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Das Botel ist wirklich nett, optimal für einen zeitsparenden Citytrip. Man kann alles mögliche problemlos erreichen. Zur U-Bahn braucht man 10 Minuten, zur Burg etwa 30 Minuten, zur Karlsbrücke etwa 20 Minuten. Die Lage kann besser nicht sein.

Die Zimmer waren sehr klein, aber auch sehr gemütlich, so dass gleich das Bootfeeling hat. Aus dem Fenster schauten wir direkt auf die Moldau. Was vor dem Hochwasser eín wenig unangenehm war, da die ganzen Touriboote doch sehr dicht an unserem Fenster vorbeifuhren, allerdings konnte man wohl nicht reinschauen (Scheiben verspiegelt). Dennoch war die Bootatmosphäre gleich da, auch wenn das Schiff nicht wirklich schankte.

Das Frühstück führt glatt zu einem Stern Abzug, weil es im Endeffekt wirklich miserabel war. O-Saft war Mist und ich sitze im Hotel dann doch ganz gerne immer alleine am Tisch, anstatt mit ner Gruppe Dänen, die noch Restalkohol von gestern hatten. Der Frühstückssaal ist einfach viel zu klein.

Der Abenteuereffekt war im Nachhinein schon echt interessant, weil über unseren gesamten Aufenthalt hinweg der Moldaupegel anstieg. Die Lage war schon beinahe dramatisch, aber im Endeffekt ging ja dort alles einigermaßen glimpflich ab.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 3. September 2013

Unterwegs zwischen Buda und Pest

Hallo Leute!

Über Pfingsten waren wir auf Erkundungstrip in Budapest. Bei uns darf da ein guter Reiseführer nicht fehlen. Da ich allerdings für 3 Tage keine 25€ ausgeben wollte, sollte es noch dazu ein halbwegs günstiger Reiseführer sein. Daher gabs den vom ADAC.

ADAC Reiseführer Plus Budapest
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Daten
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Autor: Markus Hella
Verlag: ADAC
ISBN: 3862070387
Preis: 9,95€
Seitenanzahl: 144


Inhalt
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Zunächst gibt es einige Impressionen, wunderschöne Bilder, die Lust auf die Reise machen sollen. Dann gibt es einen kurzen, geschichtlichen Abriss der Donaumetropole.

Das Kapitel "unterwegs" zeigt alle Sehenswürdigkeiten in Budapest geordnet nach Stadtteilen. Beginnend mit dem Burgberg geht es zunächst zum Viertel nördlich der Burg, den römischen Thermen und den Rosenhügel. Von dort geht es weiter nach Obuda. Dann geht es über die Donau nach Pest und zwar zunächst entlang der Donaubrücken zum Herz der Stadt mit dem ungarischen Parlament und dem Stephansdom und dann zu dem Gebiet um den Heldenplatz und das Stadtwäldchen, das im Sommer sehr belebt ist.

Zu jedem Viertel gibt es zunächst einen kleinen Abriss über Sehenswertes und Geschichte. Dazu gibt es auch einen kleinen Plan. Wobei ich es schade finde, dass die Karte nicht ein bisschen größer ist und die jeweiligen Sehenswürdigkeiten dort eingetragen sind. Das wäre an sich schon praktisch, da man dann auf den ersten Blick sehen kann, in welcher Reihenfolge man die Sehenswürdigkeiten ablaufen soll. Dazu muss man mehr oder weniger immer auf den Stadtplan vorne umblättern. Diese kleine Karte mit Eintragungen gibt es in manchen Kapiteln, aber grade da, wo sich die Sehenswürdigkeiten ballen, fehlt sie ein bisschen.

Schön ist, dass das Buch durchgängig mit Farbfotos ausgestattet ist. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind bebildert. Manche Sehenswürdigkeiten sind zudem mit einem QR-Code ausgestattet, mit dem man einen Reisefilm aufrufen kann. Außerdem wird gleich die Strecke mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angegeben.

Unter Budapest A bis Z findet man dann alle möglichen wissenswerten Adressen, wie Restaurants, Nachtleben oder Termine von Festivals.

Schließlich ist das ganze Buch mit einer Plastikhülle umgeben. Auf der Rückseite steckt dann noch eine Faltkarte, auf der alle Sehenswürdigkeiten und Straßen (zumindest im Zentrum) eingetragen sind (1:10000).


Fazit
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Die Infos zu den Sehenswürdigkeiten sind wirklich toll, vor allem, weil es zu fast jeder Sehenswürdigkeit tolle Fotos gibt. Außerdem wird alles wichtige geliefert, was man eben so braucht. Allerdings wird alles relativ neutral geschildert und kommt mir an manchen Stellen ein bisschen unübersichtlich vor.

Informationen zu Kultur und Geschichte kommen mir persönlich sehr zu kurz.

Was ich ein bisschen schade finde, die Tipps zu Restaurants oder Hotels kommen ein kleines bisschen kurz. Zwar wird kurz geschrieben, was es in Restaurants gibt. Aber beispielsweise fehlt mir eine Angabe, wie viel das Essen dort kostet. Beispielsweise wäre es schön, wenn man die Restaurants nicht alle in einem geschlossenen Text unterbringt, sondern vielleicht nach Vierteln geordnet, so dass man besser hinfindet, auch ohne sich dort auszukennen.

Das Format finde ich irgendwie auch nicht so toll. Dadurch, dass die Faltkarte hinten in der Hülle steckt, verknickt das ganze im Rucksack sehr leicht und rutscht auch sehr leicht raus. Ich habe den Reiseführer gleich aus der Hülle rausgenommen und hatte sie extra im Rucksack.

Insgesamt bekommt man alle wichtigen Infos. Allerdings ist er ein wenig unübersichtlich. Manchmal muss man etwas länger suchen. Für einen Citytrip ist dieser Reiseführer jedoch ziemlich ausreichend.

In diesem Sinne

Eure Anke
 

Bibliothek Strahov Prag




Hallo Leute!

Bei unserem Besuch in Prag war eins ganz wichtig: Trockene Plätze finden... Einer davon war sogar in einer Bibliothek...


Bibliothek Strahov
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Lage
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Die Bibliothek Strahov liegt im Prager Kloster Strahov, unweit des Eingangs der Prager Burg. Von dort aus läuft man etwa 10 Minuten immer der Beschilderung zum Kloster nach.


Eintrittspreise & Öffnungszeiten
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Erwachsene: 80 CKR; ermäßigt: 50 CKR

Geöffnet ist täglich von 9 - 17 Uhr (Mittagspause 12 - 13 Uhr).


Geschichte
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Die Prämonstratenser gründeten im 12. Jahrhundert unweit der Prager Burg ein Kloster, das mit den Jahren zu einer beeindruckenden Größe wuchs.

Bekannt ist das Kloster für seine riesige Büchersammlung mit zahlreichen Unikaten Handschriften, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen.

Heute gibt es 2 Säle:

Der Theologische Saal ist gleich am Anfang des Rundgangs. Er wurde 1671-79 nach Plänen von Giovanni Domenico Orsi de Orsini errichtet, die Fresken stammen von Siard Nosecký.


Der Philosophische Saal wurde neu errichtet, als der Theologische Saal zu klein wurde, nachdem die Bestände des säkularisierten Klosters Klosterbrucks nach Prag gebracht wurden. Er wurde 1783 - 1790 nach Plänen von Ignaz Johann Palliardi errichtet und 1794 von  Franz Anton Maulpertsch gebaut.




Unser Besuch
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Ich persönlich fand den Besuch nicht so doll. Man zahlt zunächst unten den Eintritt, dann geht man ein paar Stufen weiter hoch zum Eingang. Dort erfährt man zunächst einmal, dass man fürs Fotografieren weitere 50 CKR zahlen muss. Dann bekommt man einen gelben Punkt. Ich muss zugeben, die habe ich nicht gezahlt (sondern die Fotos quasi illegal gemacht).

Man wird zunächst durch die Sammlung zoologischer Präparate geleitet. Dann kommt man zum ersten Saal der Bibliothek. Hier schon das erste Entsetzen, da man am Toreingang an einer Absperrung hängenbleibt. Leider Gottes ist die nicht sonderlich breit, so dass man quasi anstehen muss, um einen kurzen Blick reinzuwerfen, rein- oder gar durchgehen (wie z.B. bei der österreichischen Nationalbibliothek) kann man nicht. Zugegeben, die Anzahl historischer Bücher ist beeindruckend, groß angepriesen wurde das Strahover Evangelium (eine Handschrift aus dem 9. Jahrhundert. Nur dass die leider im Regal steht und man bekommt davon leider nicht so viel mit.

Als nächstes geht man durch einen Gang, in dem rechts und links verschiedene Bücherregale und Bibliotheksmöbel aus mehreren Jahrhunderten ausgestellt sind. Dann kommt man zum zweiten Saal der Bibliothek. Der ist erheblich niedriger und leider auch hier das gleiche Spiel. Man muss anstehen, um mal kurz durch die Tür zu schauen.

Man kann sich leicht vorstellen, dass ich bei so einer (groß angekündigten) Sehenswürdigkeit etwas enttäuscht war. Das einzig spannende war, ein Foto zu machen, ohne dass der Museumsaufseher hinschaut...


Fazit
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Ich war schon in vielen Klosterbibliotheken und ich muss sagen, ich war etwas enttäuscht, da man eben viele unikate Bücher versprochen bekommt, am Ende dann aber nur vor 2 Räumen steht und reinschauen darf, wenn man denn Glück hat und das Lehrerehepaar ganz vorne ihre Diskussion der Bibliotheksbestände irgendwann beendet und man selbst nach vorne darf.

Ich meine, klar sind die Räume echt schick, klar stehen dort echt bedeutende Bücher, aber wenigstens in den Raum reingehen hätte man die Leute lassen können. Man kann die Bücherregale ja absperren.

Und das mit der Fotoerlaubnis macht nicht allzuviel Sinn, da eh jeder einfach trotzdem fotografiert. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass da irgendwas kaputtgehen kann, wenn alle mit Blitz fotografieren. Aber so ist das ja reine Geldmacherei. Schade eigentlich, weil ich die Räumlichkeiten an sich echt toll fand, einen Besuch kann ich aber nicht wirklich empfehlen, da das drumherum leider ziemlich merkwürdig war...

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 2. September 2013

Kettenbrücke Budapest: Von Buda nach Pest mit Clarence dem schielenden Löwen

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal wieder was Sehenswertes in Budapest vor...


Kettenbrücke
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Lage
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Die Kettenbrücke liegt zwischen Buda und Pest und zwar auf der Höhe der Standseilbahn zur Burg hinauf auf der einen und des Stephansdomes auf der anderen Seite...







Geschichte
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Die Kettenbrücke war die erste Brücke, die die beiden Städte Buda und Pest verband und somit zu einer Stadt. Sie wurde zwischen 1839 und 1849 auf Anraten von Istvan Szechenyi gebaut und war somit eine der ersten festen Donaubrücken. Sie ersetzte die bereits 1776 angelegte Ponton Brücke.

Sie galt von da an als eine Art Symbol der nationalen Einheit. Bei Abzug der Nazis fiel die Brücke den Brückensprengungen zum Opfer. Sie wurde allerdings wieder aufgebaut und somit 1949 bereits wieder eröffnet.

Architektur
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Die Brücke ist eine Eisen-Hängebrücke und überspannt die Donau auf rund 375 m. Sie hat 2 Fahrspuren, sowie 2 Bürgersteige, so dass sie sowohl mit dem Auto als auch zu Fuss überquert werden kann. Der Fussweg ist gut und sicher vom Fahrweg abgetrennt.

Mir fielen besonders die 4 Löwen auf, die auf beiden Seiten am Eingang zur Brücke wachen. Sie schielen alle, als wären sie das Vorbild für Clarence den schielenden Löwen. Sie sind beeindruckend groß und sehen eben einfach witzig aus.

Die Achse, die verbunden wird, ist wohl sehr symbolisch, da die Pester Innenstadt direkt mit dem Budaer Burgberg verbindet, man landet quasi direkt vor dem Budvari Siklo, der Standseilbahn.

Fazit
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Gerade im Abendlicht ist diese Brücke wirklich beeindruckend. Über die schielenden Löwen kann ich mich einfach nur totlachen. Angeblich haben die Bildhauer auch noch die Zungen vergessen.

Ich finde die Symbolkraft dieser Brücke auch noch richtig klasse. Auf der einen Seite steigt man direkt in den Siklo ein. Von oben sieht man dann, dass auch der Dom in einer Achse liegt, somit wurde eine direkte Achse zwischen Buda und Pest geschaffen. Vor allem im Abendlicht ist hier alles voll mit Menschen, die das abendliche Licht über der Donau genießen.

Ich fand die Brücke ganz toll und vor allem eine Passage zu Fuß ist wirklich empfehlenswert.

In diesem Sinne

Eure Anke


PS: Der Bericht erschien in ähnlicher Form unter meinem Namen auch auf deutschsprachigen Meinungsplattformen...

Jüdischer Friedhof Prag: Hier gehts zu wie auf dem Bahnhof

Hallo Leute!

Aufgrund des anhaltenden Regens in Prag entschieden wir uns, das jüdische Museum zu besuchen. Ein Teil davon ist der jüdische Friedhof.


Jüdischer Friedhof
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Lage
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Der Friedhof liegt im jüdischen Viertel, nahe der Parizka-Straße.


Öffnungszeiten und Eintritt
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Für die 6 Teile des jüdischen Museums zahlten wir 250 CKR Eintritt. Das sind umgerechnet gut 10€.

Winterzeit 9.00 – 16.30
Sommerzeit 9.00 – 18.00

Die Ausstellungen sind täglich geöffnet außer samstags und an jüdischen Feiertagen.


Geschichte
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Das erste Grab auf dem jüdischen Friedhof in Prag ist auf 1439 datiert. Von da an wurden aufgrund des geringen Platzes im prager Ghetto auf einem Hektar etwa 100000 Menschen begraben in bis zu 12 Schichten. Auf dem Hektar stehen heute etwa 12000 Grabsteine dicht an dicht. Bis ins Jahr 1787 fanden hier Begräbnisse statt.


Rundgang
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Der Rundgang ist streng abgegrenzt. Man wird aufgrund des großen Andrangs quasi durchgeschoben, so dass der gesamte Rundgang geschätzte 3 Minuten gedauert hat. Man konnte nirgends in Ruhe stehenbleiben, vielleicht Andacht halten oder sowas.

Fotografieren war ausschließlich gegen eine Gebühr von 50 CKR (2€) gestattet.


Fazit
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Mit Sicherheit ist der jüdische Friedhof interessant. Ich habe vor allem noch nie so viele Grabstellen auf so engem Raum gesehen. Allerdings ist der Andrang gigantisch, weshalb ich einen Besuch dort als wenig angenehm oder andächtig empfand, sondern viel mehr als eine Art Störung der Totenruhe. Man musste teils Angst haben, dass man nicht das Auge von einem Regenschirm ausgestochen bekommt. Ich bin der Meinung, wenn man schon so wenig Platz zum Anschauen lässt, gehört da eine Einschränkung der Menschen auf dem Friedhof rein, damit man da nicht durchgeschoben wird.

Ich persönlich fand es sehr schade, wie sehr diese Grabstätte ausgenutzt wird, um Touristen das Geld abzuknöpfen. Das Gelände ist tatsächlich außergewöhnlich, aber für 10€ Eintritt mich in 3 Minuten im ströhmenden Regen über einen Friedhof schieben zu lassen, sorry Leute, das halte ich persönlich eher für pietätlos. Und dann fürs Fotografieren nochmal 2€, für eine Pappkippa nochmal 0,50€ (in Budapest hat man Leihweise eine frisch gereinigte Kippa für umsonst bekommen und da war der Andrang auch groß) das halte ich dann schon für Geldmacherei. Ich habe mich im Endeffekt sehr darüber geärgert, dass wir es nicht bei einem Blick über den Zaun (geht beim Ausgang) belassen haben.

Insgesamt waren die vielen alten, teils umgefallenen Grabsteine schon ganz interessant, die Umstände des Besuchs aber mehr als ärgerlich. Daher gibt es von mir auch nur einen Stern! Wenn ihr dorthin wollt, achtet darauf, vielleicht nicht unbedingt bei großem Andrang hinzugehen, Vielleicht ist das in der Mittagssonne im Sommer ein bisschen weniger, da kann man auch mal ohne Drängelei den Friedhof anschauen.

In diesem Sinne

Eure Anke


PS: Fotos gibt es leider keine, die 50 CKR habe ich mir gespart!