Montag, 14. März 2016

{Österreich - Ötscher - Wandern} Endlich wieder Saisonbeginn

Hallo Leute!

Im Grunde mag ich den Winter ja. Aber jetzt wird es endlich wieder Frühjahr und die Tage werden länger - darum ist es endlich wieder Zeit, raus aus Wien zu fahren und die Natur zu erkunden... Der Ötscher ist mit dem Auto für einen Tagesausflug jederzeit bereit...


Ötscher - Mariazell
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Daten
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Autor: Franz Hauleitner
Verlag: Rother Wanderführer
ISBN: 3763340262
Preis: 14,90€
Taschenbuch, 208 Seiten


Inhalt
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Das Buch beinhaltet in seiner neuesten Auflage 66 Touren aller Schwierigkeiten - vom kleinen Spaziergang bis zum strammen Tagesmarsch. Geordnet sind die Touren in die Kategorien blau (leicht), rot (mittel) und schwarz (schwer) - übrigens auch in Absteigender Häufigkeit. Die Touren in diesem Buch sind mit Wegzeiten zwischen 2 Stunden und 2 Tagen angegeben (wobei es nur eine Mehrtagestour gibt). Dabei ist bei rot schon etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig. Das machen wir eher selten, denn uns geht es hauptsächlich um die Natur und weniger darum, uns völlig zu verausgaben.

Eine Besonderheit aller neueren Rother Wanderführer ist, dass man sich die Wegpunkte als GPS-Datei herunterladen kann. Mit der entsprechenden App braucht man dann das Kartenmaterial gar nicht mehr, sondern man kann sich vom Smartphone navigieren lassen. Wir haben die Daten immer für den Notfall dabei und verlassen uns dann doch lieber auf das Papier (ein bisschen konservativ darf man als Wanderer ja wohl sein...).

Nach einer ausführlichen Einleitung über die Benutzung des Buches, über die Region usw. bekommt man zunächst einen guten Einblick, auf was man sich so einlässt. Dazu kommen netterweise auch zahlreiche Adressen und Telefonnummern, etwa vom Alpenverein, aber auch von diversen Berghütten, Restaurants usw. Auch das Thema Klima wird hier kurz umrissen.

Dann erfolgt die Beschreibung der Routen, die nach den Abschnitten der Region und dann in sich nach Schwierigkeit geordnet sind. Jede Route wird mit einem kurzen Überblick eingeleitet. Anschließend gibt es Daten zum Ausgangs- und Endpunkt, Varianten und EInkehrmöglichkeiten. Leider ist die Region durch die ÖBB nicht besonders gut erschlossen, weshalb viele Routen nicht an den ÖPNV angeschlossen sind - das ist in anderen Regionen (Schneeberg, Weinviertel usw.) wesentlich besser.

Danach erfolgt eine Bebilderte Beschreibung der Route, wobei die Qualität der Beschilderung sich auch stark von Route zu Route unterscheidet.

Zu jeder Route gibt es ein Höhenprofil mit Gehzeiten und Kilometerangaben. Anhand dessen können auch Anfänger relativ gut einschätzen, was sie sich zumuten. Dazu kommt eine kleine Karte, die die Route zeigt - eine zusätzliche Wanderkarte und/oder der Download der GPS Punkte sind aber klar empfohlen. Die Karte zeigt zwar alles, aber eben auch extrem klein.



Fazit
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Wir haben uns am vergangenen Wochenende entschieden, anstatt einer langen Tour gleich zwei blaue Touren rund um Mariazell zu machen. Alle 66 Touren wird wohl kaum einer machen, es sei denn, er lebt in der Gegend - von Wien aus gibt es so viele andere spannende Wandergebiete, dass wir am Ende von den 66 Touren vielleicht 6-7 schaffen werden.

Und natürlich war dieser schöne, kompakte Wanderführer wieder mit dabei - die GPS-Daten waren in die entsprechende App auf das Smartphone geladen - konnte nix passieren.

Wir waren mit beiden Routen doch recht zufrieden - schöne Spaziergänge, bei denen wir jeweils wieder zum Auto zurückkamen - leider hat das ja wie schon gesagt diesmal mit den Öffentlichen eher suboptimal geklappt, weil die Region nicht so gut erschlossen ist wie andere Gebiete in Niederösterreich.


Die Routenvorschläge bieten eine sehr gute Rother Qualität - natürlich kann sich da relativ schnell auch mal was ändern, die Route ungenau werden - aber das ist ja gerade das, was das Wandern ausmacht...Bei unseren Routen hats geklappt und wir werden mit dem "Rother Ötscher" sicher bald wieder losziehen.

In diesem Sinne

Eure Anke



{Russland - Sankt Petersburg} Eine Winterreise


Hallo Leute!

Außergewöhnliches ist genau das, was uns am Reisen reizt... In eine Bettenburg auf Malle - nix für uns. Deshalb entschieden wir uns auch diesmal, nicht im Sommer, zu den Weißen Nächten, nach Russland zu fliegen, sondern in der kalten - nein besser SEHR KALTEN - Jahreszeit...

Sankt Petersburg
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Anflug
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Nach St. Petersburg kamen wir mir dem Flieger. Für den Flug von Wien und den Rückflug über Moskau mit Aeroflot zahlten wir 280€ - das ist ein relativ stolzer Preis, aber es hat sich gelohnt.

Vom Airport Pulkovo, der etwa 15 km außerhalb der Stadt liegt, fuhren wir mit dem Kleinus für 80 Rubel pro Person. Der Bus bringt einen zur Metrostation Moskowskaja und von dort hat man überallhin einen guten Anschluss. Für ein paar Rubel kann man sich dann am Automaten eine Magnetkarte für die U-Bahn kaufen (aber Achtung, größeres Gepäck kostet extra). Die kann man aufladen und sie wird jedesmal eingelesen, wenn man die Metro betritt.

Auf der Rückfahrt haben wir mit 660 Rubel etwas mehr Geld investiert und ein Taxi genommen. 8,80€ ist dafür sicherlich sehr wenig, der Komfort aber ist großartig.

Eis auf der Newa


Hotel
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Untergebracht waren wir im kleinen Hostel Port Na Newskom, direkt am Newsky Prospekt. Von dort aus konnte man vieles, etwa die Eremitage gut zu Fuss erreichen, die nächste U-Bahn ist rund 2 Minuten vom Hostel entfernt. Wir waren hier sehr zufrieden.


Highlights
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Für uns war grob gesagt die ganze Stadt ein einziges Highlight. Da haben die bis zu -26°C auch gar nicht mehr allzu viel ausgemacht.

Gigantisch ist natürlich die Sammlung der Eremitage, für die man schon einen ganzen Tag einplanen sollte, wenn man Kunstinteressiert ist und die Zeit dazu hat, sogar tendentiell eher mehr. Schon die Fassade ist gigantisch. Der dazugehörige Schlossplatz zeigt schon einen guten Eindruck, was einen in diesen Häusern erwarten wird.

Ein weiteres absolutes Highlight war für mich die Haseninsel mit der Peter-und-Paul-Festung und den Zarengräbern. Von hier kommt man auch an den Newa-Strand und hat einen tollen Blick auf den Fluss und die Eremitage - als wir dort waren, konnte man sogar fast hinlaufen...

Großartig fand ich auch die Erlöserkirche, die stark an die Kathedrale in Moskau erinnert und innen mit einem 7000 qm großen Mosaik beeindruckt.


Essen
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Die Möglichkeiten entlang der Newsky Prospekt sind schier unerschöpflich. Hier findet man die klassischen Ketten, die man aus Europa kennt (burgerking, Coffeeshop Company, Subways, McDonalds), genauso wie russische Ketten (marketplace) in denen man gut und schnell essen kann.

Vernünftige, gemütliche russische Restaurants gibt es vor allem in der Nähe der Isaakskathedrale. Besonders gefallen hat es mir im Dekabrist, einem kleinen Burgerladen 100m von der Kathedrale entfernt.


Fazit
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St. Petersburg ist im Winter nicht so voll wie im Sommer zu den Weißen Nächten. Aber ich fand es großartig - bei so vielen Sehenswürdigkeiten hat man die -20°C meistens gar nicht gespürt. Ganz im Gegenteil - wenn Russland, dann muss es wenigstens kalt sein und schneien - und der Wunsch wurde mir erfüllt.

Ich fand St. Petersburg vor allem spannend, weil es als doch verhältnismäßig junge Stadt doch schon so eine spannende und wechselvolle Geschichte hinter sich hat. Und deren Spuren findet man überall - sei es die Kirche, die an der Stelle eines Zarenattentats errichtet wurde oder sei es das Denkmal für die russische Revolution oder der Atheistenfriedhof im Klosterhof vom Newsky-Kloster. Diese Gegensätze findet man hier überall.

Auch wenn die Menschen (auch die im Tourismus) nicht alle Englisch können, haben wir uns überall willkommen gefühlt und man bekam sofort überall Hilfe. Auch sicher habe ich mich jederzeit (auch an Silvester zwischen 200000 betrunkenen Russen) gefühlt.

St. Petersburg ist schick und wir haben in unseren 5 Tagen dort sicherlich bei weitem noch nicht alles entdecken können. Wer weiß, vielleicht kommen wir ja mal wieder. Es gibt so viele wunderschöne Ecken hier. Und vielleicht kommen wir nächstes mal im Sommer - wenn die Parks und Gärten blühen.

Von mir gibt es für diese wundervolle Stadt klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Ägypten} Zu viele Guides für zu wenig Touristen

Luxor Tempel
Hallo Leute!

Zugegeben, die Entscheidung im vergangenen Oktober auf Hochzeitsreise nach Ägypten zu fliegen, wurde mir abgenommen - wir bekamen die Reise von den Schwiegereltern zur Hochzeit. Ich hätte mich da sicherlich anders entschieden, aber die Erfahrung war es trotzdem wert - auch wenn 2 Wochen vorher ein paar Mexikaner in der Wüste für Terroristen gehalten und vom Militär erschossen wurden und 3 Wochen später ist ja dann die russische Passagiermaschine über dem Sinai abgestürzt.

Unsere Reise nach Ägypten
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Visum
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Das Visum kostete 25 Dollar und man bekam es direkt bei der Passkontrolle. Davor waren kleine Wechselschalter, an denen man sich die Marke kaufen musste. Die klebte dann der Passbeamte ein und schon konnte die Reise losgehen.
Sphinx mit Pyramide


Kairo (3 Tage)
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Die ersten drei Tage verbrachten wir in der Hauptstadt, direkt im Zentrum der Altstadt - wirklich grauselig schmutzig war es dort und schnell lernten wir dort, wie die ägyptische Gesellschaft funktioniert. Auf dem Flur saß eine ältere Dame, die offensichtlich für das Nichtputzen unserer Zimmer zuständig war und sich beim Bettenmachen scheinbar geschnitten hatte, denn mein Bettzeug war voller Blutflecken. Wenn wir morgens die Tür aufmachten, wir waren anscheinend die einzigen auf dem Gang, kam sie schon angerast "Good Morning", rannte zum Aufzug und nahm ihr Bein erst aus der Aufzugtür, wenn wir ihr Bakkschisch gegeben haben.

Kairo, das muss ich ehrlich sagen, fand ich wirklich grauenhaft. Am ersten Tag wurden wir von einem Guide begleitet, den uns die Reiseagentur schickte. Wir fuhren zu den Pyramiden von Sakkara und Gizeh. Zwischendurch hielten wir ständig bei irgendwelchen Shops - naiv wie wir waren, dachten wir noch, das wäre aus Freundlichkeit und kauften auch was und akzeptierten sogar den (viel zu hohen) Preis, der aufgedruckt war - schließlich sind wir ja Europäer. Später erfuhren wir dann vom Taxifahrer in Luxor, dass das Gang und Gäbe ist und dass die Guides dafür dann eine ordentliche Provision einfahren, wenn wir was kauften.

Das nächste, was uns auffiel - selbst bei den wohl beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Ägypten, den Pyramiden von Gizeh, eine gähnende Leere - sogar in der hinterletzten rumänischen Kirchenburg waren mehr Touristen. Das ist ein Phänomen, das uns auf der gesamten Reise begleiten sollte. Und wenn man sich als argloser Tourist ohne Guide einer Sehenswürdigkeit nähert, hat man gleich mindestens drei nubisch gekleidete Männer an der Hacke, die einem irgendwas erzählen wollen, ohne dass man annähernd sprachliche Ähnlichkeiten findet.

Am nächsten Tag war ich entsetzt - vom ägyptischen Museum in Kairo. Meine Güte, wenn bei uns ein Museum solche Schätze in seiner Sammlung hat - etwa den gesamten Grabschatz des Tutanchamun - kann man da doch wenigstens mal saubermachen. Klimatisierung verlange ich ja gar nicht, aber wenn die Glasvitrinen so verschmiert sind wie die Fenster, wenn der Welpe meiner Eltern rauswill, dann ist das schon ein Zeichen dafür, dass man in diesem Land echte Schwierigkeiten hat.

Übers Ohr hauen lassen die Zweite erfolgte dann bei der Ibn-Tolun Moschee. Schon das Hinkommen war ein echtes Abenteuer, denn der Taxifahrer musste 10x halten um irgendwen nach dem Weg zu fragen. Trotzdem bekamen wir einen fairen Preis und als wir aus dem Taxi stiegen, hatten wir gleich den nächsten Guide an der Backe, der uns die Moschee zeigen wollte. Wir wurden vor eine Statue mit einer verschlossenen Holzkiste davor geführt. 100 Ägyptische Pfund pro Person - aber nix für Guide, alles für die Waisenkinder. Lange Rede kurzer Sinn - am Ende durften wir kurz auf das Minarett steigen, von der Moschee haben wir sonst aber leider nicht allzu viel gesehen.

Am nächsten Tag ging es aber dann zum Glück weiter - mit dem Flieger immer am Nil entlang in den Süden - nach Assuan.


Assuan (3 Tage)
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Im Vergleich zu Kairo ist Assuan eine sehr entspannte Stadt - gut, auch hier gibt es wenige Touristen. Das ist eher ungünstig für uns, weil trotz der wenigen Touristen natürlich immernoch genauso viele Fellukken-Kapitäne vor den Hotels und Kreuzfahrtschiffen herumlungern und auf Arbeit warten.

So kamen wir aus dem Hotel und hatten gleich Freundschaft geschlossen mit Captain Mohammed Ali - der Name war schon so amüsant. Naiv antworteten wir auf das "Where are you from?" noch "Germany" - woraufhin wir erfuhren, dass Mohammed Ali einen Freund in Würzburg hat und natürlich super Deutsch kann. Das kam noch häufiger auf uns zu - sie sehen dann die Chance, einem irgendwas aufzuschwatzen. Ich habe irgendwann damit begonnen "Norway" zu sagen und man war immer irritiert, da man "Nowhere" verstand - Punkt für mich, weniger Verhandlungspotential für die Ägypter.

Nun machten wir uns mit Mohammed gleich auf den Weg zu seinem Boot - und ich muss sagen, der Preis von 50 Ägyptischen Pfund kam uns für eine Stunde Cruise im Segelschiff wirklich fair vor. Aber wie der Nubier so ist, hatte er noch ein Ass im Ärmel - sein Bruder Osama (irgendwie hießen alle Nubier Mohammed, Ali oder Osama) bot uns gleich noch an, uns am Folgetag für 100 Pfund den ganzen Tag (also genau genommen von 7 bis 15 Uhr) mit dem Taxi zu den außerhalb liegenden Sehenswürdigkeiten zu bringen. Nun das war nun wirklich ein fairer Preis (am Ende gabs ein wesentlich fetteres Trinkgeld als wir es prozentual sonst gegeben hätten). Wir lernten dabei übrigens, man sollte auf gar keinen Fall das Taxi im Hotel bestellen - der Rezeptionist bekommt nämlich dafür eine fette Provision.

Felukka

 Er brachte uns zum großen Staudamm, zur Insel Philae und zum unvollendeten Obelisken - Philae der Höhepunkt, Obelisk der Tiefpunkt - aber ein sehr lohnenswerter Trip und auch lohnenswert, das ohne Guide nur mit einem Taxifahrer zu machen, weil man sich die Zeit so wesentlich freier einteilen kann und man wird nicht in merkwürdige Abzockshops geschliffen.

Am Nachmittag buchten wir uns wieder ein Boot, diesmal aber eins mit Motor, das uns zuerst zur Insel Elephantine und den dortigen Ruinen und dann auf eine Tour in den Ersten Katarakt brachte - hier sieht man dann das echte nubische Leben - zwischen den Grasinseln grasen Kühe, waschen Frauen Kleider und spielen Kinder - am Horizont eine Kamelkarawane im Sand - so wie man sich Ägypten vorstellt.

Den nächsten Tag verbrachten wir wieder auf einer Felukke, diesmal führte uns der Weg ans andere Nilufer - zuerst zu den Gräbern der Adeligen am Qubbet el-Hawa und hinüber zum Simeon-Kloster. Am Qubbet muss man dann wieder einen Guide zahlen dafür, dass er die Gräber aufschließt. Der war dann beleidigt, weil wir ihm zu wenig Trinkgeld gegeben haben - das war unangenehm aber ich denke, hauptsächlich lag es daran, dass wir nicht mit dem Kamel zum Kloster reiten wollten. Das Kloster erreicht man nach einer kleinen Felukkenfahrt und einer Wanderung (dringend Wasser mitnehmen). Die Klosterruine lohnt sich - eindrucksvoll gelegen!

Den Nachmittag verbrachten wir dann zur Alternative mal ganz gemütlich am Pool - am nächsten Morgen sollte es nämlich mit dem Kreuzfahrtschiff weiter nach Luxor gehen - ist bei der Hitze aber auch manchmal nötig.

Kreuzfahrten sind interessant - man fühlt sich mit 30 eigentlich ein bisschen zu jung dafür. Und entlang des Nils (vor allem in Luxor) sieht man sie zu Hunderten in bis zu 5er Reihen nebeneinanderliegen - vor sich hin rostend, denn wirklich aktiv sind maximal 10%. Das zeigt sicherlich, dass die Schiffe vor 10 oder 15 Jahren wirklich mal voll waren.


Unterwegs (1 Tag)
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Einen Tag waren wir auf unserem Luxusschiff unterwegs. 2 Stopps sollten eingelegt werden - morgens um 7 wurden wir von unserem Guide in Kom Ombo, später gegen 15 Uhr legten wir dann in Edfu an. Vor allem Edfu war nix für Tierschützer, denn man wird am Schiff von bunten Kutschen mit abgemagerten Pferden erwartet, die einen 5 Minuten quer durch die Stadt bringen - zwischendurch wird man dann von Leuten angesprochen, die den Europäern Alkohol verkaufen wollen und auf der Rückfahrt hatten wir dann eine ganze Schar Kinder, die sich hinten dranhängen und Betteln - unser Guide riet uns davon ab, den Kids was zu geben, denn es ist für sie mehr oder weniger ein Sport, bei den Touristen zu betteln.


Luxor (1 Tag)
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Wenn ich hätte wählen dürfen, wäre ich noch 1-2 Tage länger geblieben, aber man kann in Luxor auch an einem Tag einiges reißen - wenn man denn einen guten Taxifahrer hat. Und wie durch ein Wunder fanden wir den auch. Als wir um halb 6 das Boot verließen, stand nur einer da - Verhandlungsposition eher schwierig. Aber für 400 Pfund brachte er uns nach Theben West und nach Karnack und schließlich auch in die Stadt.

Und auch hier gilt zu viele Guides - schon morgens am Nofretete Tempel hatten wir gleich 4, die uns förmlich verfolgten. Und bei den Gräbern der Noblen hatten wir dann einen Guide, der uns zu den 9 Gräbern brachte und für jedes Grab nochmal ein Unterguide, der einen hineinbringt und darauf aufpasst, dass man nicht fotografiert (was gegen Trinkgeld natürlich möglich ist und sogar eingefordert wird).

Luxor ist abends leer. Wir verbrachten die letzte Nacht nicht auf einem Kreuzfahrtschiff, sondern im Hotel direkt neben dem eindrucksvoll beleuchteten Luxor-Tempel. In den Restaurants wurde dann gleich auch noch sehnsüchtigst gefragt, ob denn noch mehr Leute in unserem Hotel sind...


Fazit
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Ägypten als Tourist ist schon irgendwie speziell - vor allem weil sich seit der Revolution 2011 sich kaum noch Touristen dorthin verirren, infrastrukturtechnisch aber immernoch genauso viel aufgeboten wird - man kann zwischen an den meisten Orten zwischen 50 Booten und 100 Kutschen wählen, die Pferde sind natürlich halb verhungert. Und egal wo man einen Bürgersteig betritt, hat man gleich 5 Guides, 5 Bootsführer und 10 Kutscher um einen herum, obwohl man eigentlich beim benachbarten Kiosk nur eine Flasche Wasser kaufen will. Wir haben sicherlich auch noch nie in einem Urlaub so viele Souvenirs gekauft.

Die Sicherheitslage ist schon irgendwie merkwürdig - an jeder Kreuzung und bei jeder Sehenswürdigkeit sitzt mindestens ein Guard mit dem Maschinengewehr - häufig sieht man auch Radpanzer und vor jeder Polizeistation steht ein schutzsicheres Schild. Angespannt war ich nur einmal an der Ticketstation Theben West. Mein Mann stieg aus dem Taxi aus um Tickets zu kaufen und auf einmal rannten die Guards Richtung Kreuzung und brachten sich in Stellung - der Taxifahrer sagte zu mir, ich sollte den Kopf runtertun, er fuhr direkt zur Station und ließ meinen Mann schnell einsteigen. Am Ende war allerdings nix los, der Fahrer meinte, es wäre wohl nur eine kleine Übung gewesen - trotzdem gruselig. Interessant ist auch, dass man zum Nofretetetempel nur mit spezieller Genehmigung hinfahren darf. Unser Taxi ließ uns etwa 400m vorm Eingang raus (dort war ja der große Anschlag 1997).

Nun, ich bin mit gemischten Gefühlen nach Ägypten gefahren und mit gemischten Gefühlen wiedergekommen. Sehenswert ist das ganze Land - allerdings auch ziemlich dreckig (unter anderem ein verwestes Pferd im Kanal). Zu viele Guides lassen darauf schließen, dass es dort mal bessere Zeiten gab, in denen mehr Touristen kamen. Und wenn Soldaten mit Maschinengewehr zum normalen Stadtbild gehören, ist einem Europäer nun mal mulmig im Bauch. Es war sehr interessant, die Stätten der alten Ägypter mal anzuschauen - wiederkommen werde ich allerdings erst, wenn sich das Ganze dort ein bisschen beruhigt hat - also nie fürchte ich...

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 9. März 2016

{Rom - Italien - Inspiration} Ich freu mich schon auf Bella Roma

Hallo Leute!

Rom ist für mich eine der schönsten und quirligsten Städte der Welt. Leider ist mein letzter Besuch nun schon 13 Jahre zurück - nach dem Abitur mit dem Rucksack. Und jetzt, im Mai ist es endlich wieder so weit. Nachdem 2010 unser Trip wegen Schnees ausfallen musste (Flughafen Frankfurt wurde komplett gesperrt), haben wir diesmal unseren Trip für Mai geplant...

Und weil man sich auch das eine oder andere neue anschauen möchte, habe ich mir schon einige - mehr oder weniger klassische - Reisebücher zugelegt...

111 Orte in Rom, die man gesehen haben muss
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Daten
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Autorin: Annett Klingner
Verlag: Emons
ISBN: 978-3-95451-219-5
Preis: 14,95€
Broschiert, 240 Seiten


Inhalt
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111 Orte in Rom entführt einen schon von zu Hause zu den tollsten mehr oder weniger bekannten Plätzen in Rom - egal ob Plätze oder Eisdielen, egal ob Kirchen oder Museen.

Jeder dieser 111 Orte innerhalb der römischen Stadtgrenzen wird ausführlich auf einer Doppelseite vorgestellt - ein ausführlicher Text sowie ein großformatiges Bild. Dazu gehören auch die wichtigsten Daten, also wie man hinkommt, Adresse, Öffnungszeiten und auch wie man hineinkommt, wo man sich etwa für Führungen anmeldet usw.

Die Beschreibungen sind dabei wesentlich ausführlicher und auch lehrreicher als die aus so manchem Reiseführer. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass 110000 Muslime in Rom leben (Stand wohl 2015). Solche kleinen, informativen Fakten machen nicht nur schlau, sondern die Texte lesen sich auch dazu sehr angenehm.

Zu den bekannten Orten - etwa die Nekropole des Petersdoms oder den Pasetto (den spätestens seit Illuminati jedes Kind kennt) gesellen sich auch eher unbekannte Schätzchen, die einen Romtrip bereichern - etwa Klein-London.


Fazit
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Das Buch ist Teil der 111 Orte Reihe aus dem Emons Verlag, die ich bei meinen Reisen schon sehr zu schätzen gelernt habe.

Gerade Rom ist eine Stadt, die doch sehr von ihrem Tourismus lebt. Daher gibt es nichts besseres als Orte, die vielleicht ein bisschen weniger bekannt sind und nicht ihren Einzug in jeden der zahllosen Reiseführer gefunden haben.

Die Beschreibungen sind weniger kondensiert geschrieben als in einem klassischen Reiseführer. Dadurch sind sie wesentlich eingängiger und bleiben zumindest bei mir leichter im Kopf.

Das Buch bietet spannende Einblicke, die auf jeden Fall in unsere Reise mit einfließen werden. Allerdings muss man sich unter dem Buch keinen klassischen Reiseführer erwarten - mit Landkarte und anderen Reisetipps. Man muss ihn viel mehr als 111 Anregungen für eine wirklich spannende Reise ansehen.

Ich freue mich drauf, das alles bald auch live zu sehen...

Von mir bekommt das Buch daher klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 7. März 2016

{Österreich - Wien - Fast Food} Schnell und Vegan

Hallo Leute!

Mc Donalds und Burger King schreiben immer rotere Zahlen. Das liegt wohl auch daran, dass es immer mehr Alternativen gibt - gesunder, gemütlicher und nur unwesentlich teurer. Eine besonders interessante Alternative in Wien ist Vegan...

Schillinger's Swing Kitchen
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Lage
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Das Schillinger's gibt es in Wien inzwischen gleich zweimal.

Die Hauptfiliale ist in der Schottenfeldgasse im 7. Bezirk. Wir haben die Filiale in der Operngasse unweit des Karlsplatzes und des Naschmarkts im 4. Bezirk besucht.

Geöffnet ist von 11 bis 22 Uhr - jeden Tag (auch Feiertags).


Ambiente
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Man bestellt eigentlich wie bei McDonalds an einer Theke. Dort bekommt man eine Nummer, die aufgerufen wird, wenn der Burger dann fertig ist. Das hat allerdings keine 10 Minuten gedauert - während der Burger frisch zubereitet wurde.

Das Ambiente ist einfach, besonders gemütlich würde ich es nicht nennen. Am Fenster gibt es rundherum eine Theke mit Hochsesseln (ohne Polster) genauso wie im hinteren Bereich, wo es einen hohen Tisch gibt, an den etwa 12 Personen passen - meist muss man sich ihn teilen.

Die Deko ist auch recht einfach, in der Mitte des Tisches steht ein kleines Kräutergesteck, sowie Pfeffer und Salz. Einfach aber gut.


Essen
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Das Essen ist vom Konzept her auf völlig veganes Essen ausgerichtet - auch die Verpackungen (inklusive der Plastikbecher) sind vollständig kompostierbar.

Ich hatte einen Chiliburger mit Swing Cola (Spezialcola der Firma) und Pommes für 8,60€ - und ich muss ehrlich sagen, ich bin immer wieder überrascht, wie nahe man an ein Fleischburger herankommen kann, wenn man einen Veganen Soja Patty benutzt. Ich muss sagen, der Burger ist wirklich lecker, frisch zubereitet.

Auch die Pommes sind wirklich lecker, schön breit und knusprig, so ganz anders als bei McDs, wo sie mir meist völlig versalzen vorkam.

Neben den 4 Burger Varianten gibt es auch Vegane Wraps und Vegane Süßspeisen - das Tiramisu soll der absolute Hammer sein, das habe ich mir allerdings für das nächste mal aufgehoben, denn nach dem Burger war ich gut gesättigt.



Fazit
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Nein, ich bin keine Veganerin - und trotzdem fand ich den Burger bei Schillinger's absolut lecker - erstaunlich wie nahe man mit einem Soja-Burger an einen richtigen Burger herankommt - und einen besonderen Vorteil hat es, denn der Burger liegt weit weniger schwer im Magen.

Mir gefällt das Konzept - alles ökologisch, alles fair trade - und trotzdem nicht viel teurer als bei McDonalds.

Vom Ambiente war ich jetzt nicht so begeistert, weil wir beim vollen Laden (Samstags mittags) am Gemeinschaftstisch landeten. Der eine mag sagen, dass man neue Leute kennenlernt, ich mag sowas ja nicht so. Für den Andrang ist der Laden vielleicht einfach ein bisschen zu klein.

Von mir gibt es insgesamt für dieses tolle Konzept sehr gute 4 Sterne und ich komme sicher gerne wieder, denn man bekommt einen guten, günstigen und vor allem gesunden Burger. Ich werde sicher wiederkommen!

In diesem Sinne

Eure Anke

{Österreich - Wien - Museum} Da haben die Narren getanzt

Hallo Leute!

Wien ist seit jeher eine Medizinstadt - nicht erst, seit die riesigen Bauten des neuen AKH die Stadt dominieren. Besonders Kaiser Joseph II. tat sich hier hervor - unter anderem ließ er die erste Psychatrie Europas bauen. Die war im sogenannten Narrenturm untergebracht...

Pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm
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Lage
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Der Narrenturm ist in der Spitalgasse im 9. Gemeindebezirk Alsergrund. Wohl am einfachsten gelangt man mit der Tram 5 oder 33 (Station Sensengasse) dorthin - von dort sind es noch etwa 300 m zu Fuß. Aber Achtung, der Turm liegt etwas versteckt in einem Hof - von der Spitalgasse geht man einen kleinen Pfad hinauf und sieht den Turm erst oben.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Mo.     Geschlossen    
Di.     Geschlossen    
Mi.     10:00 - 18:00    
Do.     10:00 - 13:00    
Fr.     Geschlossen    
Sa.     10:00 - 13:00    
So.     Geschlossen    

Der Eintritt in die Sammlung im Erdgeschoss beträgt 2€, die wesentlich spannendere Schausammlung kann man ausschließlich mit Führung besichtigen. Die Führungen beginnen zu jeder vollen Stunde und kosten 6€. Durchgeführt werden sie von jungen, durchaus motiviert wirkenden Medizinstudenten. Der junge Mann, der uns führte, tat das mit einer wirklich ehrlich wirkenden Begeisterung.


Geschichte
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Das Gebäude wurde 1784 unter Kaiser Joseph II. als erstes Krankenhaus für psychische Erkrankungen der Welt errichtet. Zu damaligen Zeiten wurden psychische Erkrankungen nicht als Erkrankungen anerkannt, die Erkrankten zum Teil sogar auf Jahrmärkten ausgestellt.

Der Narrenturm wurde als Rundbau von Josef Gerl errichtet und auf dem Dach war das sogenannte Oktogon als Wohnung für Joseph II. errichtet worden (was allerdings später aufgrund des maroden Unterbaus abgerissen werden musste).

Schon 10 Jahre nach Fertigstellung galt der Bau allerdings schon als überholt und wurde nur bis 1866 mit Patienten belegt - bis zu 280 Patienten hatten hier Platz, wobei im Obergeschoss die schweren Fälle, im Erdgeschoss die eher leichten Fälle behandelt wurden. Witzigerweise versuchten die Bürger damals, an der Fassade hinaufzuklettern, um aus Schaulust die schweren Fälle zu sehen, weshalb man irgendwann den unteren Teil der Fassade verputzt. Spuren davon sieht man noch (siehe Foto).


Ausstellung
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Mit 50000 Exponaten beherbergt der Narrenturm die größte pathologisch-anatomische Sammlung der Welt - natürlich kann man sich bei der einstündigen Führung nicht alles anschauen. Die Sammlung befindet sich seit 1971 im Narrenturm, geht aber schon auf das Jahr 1796 zurück und wurde von Kaiser Franz II. (I.) gegründet.

Die eigentlich spannenden Präparate sind nur mit fachkundiger Führung zugänglich, was aufgrund der Fülle der Ausstellung auch meiner Meinung nach wichtig ist, denn nicht jedes Präparat wird ausführlich erläutert.

Die Ausstellung an sich ist nichts für schwache Nerven, man sieht zahlreiche Präparate, die als Wachsabgüsse von echten Erkrankungen erstellt wurden - darunter schwerste Hautkrankheiten, Pestbeulen und ähnliches. Allerdings werden auch echte Schädel etwa von Mord- und Unfallopfern ausgestellt - etwa einem Mann, dessen Kumpel 8x ihm mit dem Eispickel auf den Schädel geschlagen hat oder auch ein Schädel eines Mannes, der einen Huftritt abbekommen hat. Auch werden fehlgebildete Föten gezeigt, darunter Skelette von siamesischen Zwillingen, in Alkohol eingelegte Zyklopen und ähnliche "Schwebewesen".

Sehr spannend fand ich den Schädel eines Patienten mit einer Stoffwechselerkrankung, bei dem zu viel Knochen gebildet wird. Die Schädeldecke war etwa daumendick. Spannend war auch die Lunge eines Tuberkulosepatienten, die Spuren einer Therapieform aufweist, bei der man versuchte, entstehende Löcher mit Wachs auszugießen, was natürlich nicht geklappt hat.

Durch die Ausstellung im Erdgeschoss kann man alleine gehen. Hier sieht man zunächst einiges zum Thema "Ansteckung". Auch hier sieht man wieder einige Modellagen von verschiedenen Hauterkrankungen. In weiteren Zellen sieht man z.B. eine alte Zahnarztpraxis und ein Alchemistenlabor. Unter anderen sieht man hier auch einen echten, doch recht großen Bezoar.


Fazit
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Ich hatte mir einen Gang in den Narrenturm schon sicher seit 2 Jahren vorgenommen - und am Samstag hat es endlich geklappt. Und ich muss sagen, ich bin schwer beeindruckt.

Schon das Gebäude an sich ist ungemein spannend mit den vielen kleinen Zellen und dem engen Rundgang - jede der Krankenzimmer hatte ein Fenster, durch das Tageslicht fiel und durch das man ins Grüne schaun konnte - da ist man ja fast schon pfleglich umgegangen mit den Geisteskranken.

Die Sammlung ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Wer vor allem bei Hauterkrankungen ein bisschen empfindlich ist, sollte sich den Gang wohl eher nicht antun, wer aber medizinisch und medizingeschichtlich interessiert ist, wird sich im Narrenturm wie im Paradies fühlen - ich jedenfalls fand es großartig. Wir haben dort einen sehr lehrreichen Samstag Vormittag verbracht.

In diesem Sinne

Eure Anke

PS: Wer Fotos von innen erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Die Präparate gehen ja größtenteils auf schwere Erkrankungen zurück, zum Teil sind echte Leichen und Leichenteile im Spiel - Fotografieren ist dort daher strengstens verboten!

Dienstag, 1. März 2016

{Österreich - Wien - Museum} Feuer und Flamme in Wien

Hallo Leute!

Die Wiener Berufsfeuerwehr ist wohl eine der ältesten in Europa. Bereits nach der Türkenbelagerung 1683 wurde sie gegründet und kann daher auf eine mehr als 300jährige Geschichte zurückblicken. Einen Einblick in die Geschichte bieten sie im Märkleinschen Haus Am Hof Nr. 7


Feuerwehrmuseum
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Lage
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Das Museum liegt direkt neben der ersten Hoffeuerwache Am Hof im Ersten Wiener Gemeindebezirk.


Öffnungszeiten
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Eintrittspreise werden deshalb nicht erwähnt weil - die gute Nachricht - der Eintritt ist frei.

Allerdings kann man sich bei freiem Eintritt natürlich kein Personal leisten. Das Museum wird von Freiwilligen betrieben und ist ausschließlich Sonntags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.



Ausstellung
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Die Ausstellung verteilt sich über 8 Räume im ersten Stock des Märkleinschen Palais. Sie wurde 2010 völlig rekonstruiert und neu gestaltet.

Ein wichtiger Tip: Smartphone und Kopfhörer nicht vergessen. Man kann sich nämlich gratis über die hearonymus App den Audioguide herunterladen. Das ist wichtig, da man mit ausführlichen Beschreibungen etwas geizig ist.

Schon der Eingang ist beeindruckend. An der Stiege sieht man eine große Wand, die die unterschiedlichsten Feuerwehreinsätze seit dem Zusammenbruch der Reichsbrücke in den 70ern zeigt. Dazu gehört ein Vorfall mit einem Amokpanzer oder auch ein Pferd im Pool - alles Momente, in denen die Feuerwehr hilft.

Die Ausstellung an sich zeigt die Geschichte der Wiener Berufsfeuerwehr. Unter anderem hat man die berühmte Türmerstube auf dem Stephansdom, von der aus die Feuerwehr noch nach dem Krieg Wien auf Feuer überwachte.

Außerdem werden Entwicklungen anhand von kleinen Fahrzeugmodellen, Helmen und Uniformen gezeigt. Ausrüstungsteile zeigen zum Beispiel, was genau der Notnagel ist.

Eindrucksvolles Zentrum der Ausstellung bieten zwei Gemälde der wohl größten und opferreichsten Brände in Wien - zum einem dem Brand der Rotunde und dem Brand des Ringtheaters.

Das Gebäude an sich mit seinen eindrucksvollen Stuckdecken und Kronleuchtern stammt aus dem 17. Jahrhundert und bietet der Ausstellung einen sehr eindrucksvollen Rahmen. Es wirkt dank des Lichthofes sehr angenehm hell.


Fazit
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Wie so oft, ist das Museum nur was für echte Fans - also Leute, die sich sehr für Geschichte interessieren oder eben für die Feuerwehr. Im Vergleich zum Deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda werden zum Beispiel leider keine Originalfahrzeuge gezeigt (die stehen in Floridsdorf, also etwas weiter weg).

Die Ausstellung erschließt sich auch nur mit Audioguide so wirklich, was ich schade finde, denn ein paar Erklärungstafeln wären schon nett, zumal viele dann mit dem Smartphone (ohne Kopfhörer) rumlaufen, weshalb das ganze etwas chaotisch ist.

An sich ist es sehr schön gestaltet und baut logisch aufeinander auf. Es zeigt die alten Brandmeldeanlagen der Stadt und wunderschöne Miniaturen von den Fahrzeugen - übrigens ist die Wiener Feuerwehr bis zum Zweiten Weltkrieg ganz ökologisch auf Elektrofahrzeugen unterwegs.

Das Museum ist wirklich schön.

Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke