Samstag, 16. Juli 2016

{Japan - Kyoto - Zugfahren} Na das ist mal ein großer Bahnhof

Hallo Leute!

Sitzt da ein Vogel über der Treppe? Gut, als ich in Kyoto ankam, war ich gut 28 Stunden unterwegs und voll auf Jetlag. Aber das Geräusch kam mir dann doch etwas merkwürdig vor. In den nächsten Tagen kamen wir aber noch häufiger zur Station und dann habe ich es mir am Ende doch nicht eingebildet - an allen Abgängen vom Gleis ist Vogelgezwitscher zu hören. Allerdings kein echtes, sondern es kommt vom Band.

Diesen ersten, amüsierten Eindruck sollte ich also von Kyoto gewinnen - der Bahnhof, der dann auch noch Ausgangspunkt für mehrere Exkursionen werden sollte.

Der Bahnhof von Kyoto ist mit Abstand das modernste Gebäude der Stadt. Denn anders als die anderen Städte Japans blieb Kyoto weitestgehend von der Zerstörung durch die US Army verschont. Das lag witzigerweise daran, dass Kriegsminister Henry L. Stimson hier seine Flitterwochen verbracht hatte, sonst wäre Kyoto anstatt Hiroshima von der ersten Atombombe getroffen worden.

Der neue Hauptbahnhof wurde 1997 eingeweiht - er hat insgesamt 20 Gleise, die erstaunlich gut geordnet sind. Beispielsweise sind 2 Gleise nur für die Shinkansen-Züge, 3 sind für die Züge nach Nara (Nara Line) und 2 nur für die Züge nach Osaka reserviert. Das macht die Orientierung sehr leicht, auch wenn man des Japanischen nicht mächtig ist - die Anzeigen sind ohnehin ausnahmslos auf Englisch und Japanisch. Die Verbindungen beispielsweise nach Nara oder Osaka sind übrigens erstaunlich. In etwa alle 15 Minuten fährt mindestens ein Zug - relativ parallel fahren die Rapid Service und Local Service (die in etwa den Deutschen Regionalexpressen und Regionalbahnen entsprechen). Und sehr irritierend für uns Europäer ist erst einmal das Einstiegssystem, denn man hat schon auf den Bahnsteigen Linien vorgezeichnet, in die man sich fein säuberlich anstellen muss, um in den Zug zu steigen. Ähnlich ist das auch bei den Shinkansen-Zügen, die ebenfalls etwa alle 15 Minuten fahren - auch hier ist genau angezeigt, wo man zum Beispiel die Waggons für Gäste ohne Reservierung findet.

Dieser Grad an Organisiertheit ist erstmal irritierend, macht es einem als Europäer dann auf der anderen Seite dann aber auch wieder sehr leicht, sich zurechtzufinden.

Übrigens: Die Bahnsteige kann man nur mit gültigem Ticket betreten und auch wieder verlassen - also die Tickets auf jeden Fall behalten, sonst kommt man nicht mehr raus. Und sobald das Ticket keine Gültigkeit mehr hat, bekommt man es auch nicht zurück. Zudem ist der Teil mit den Shinkansen-Gleisen auf einer zweiten Ebene abgetrennt und nur über ein weiteres Ticketgate zu erreichen. Nur zum Gucken kann man da also nicht hin.

Was zu Essen gibt es auch - aber mehr beim Westausgang - also dem der Bahnhofshalle entfernten. Dort gibt es ein nettes japanisches Restaurant, einen Italiener, einen Inder und ein McDs. Das ist ein bisschen weniger auf klassischen, europäischen Bahnhöfen, aber wir haben in dem Japaner was gefunden.

Nun kommt man aber in die beeindruckende, fast schon futuristische Bahnhofshalle. Hierher kamen wir erst am zweiten Tag, um hier im JR-Büro unsere Gutscheine in Japan Rail Pässe zu tauschen. Beeindruckend hoch ist das Glasdach - links und rechts führen gleich mehrere Rolltreppen in die oberen Etagen, darin sind unter anderem ein Hotel und ein Einkaufszentrum untergebracht. Außerdem gibt es mehrere Aussichtsplattformen. Die Halle an sich ist zu den Seiten hin offen, so dass im Sommer der Wind eine angenehme Kühlung bringen kann. Die Halle gliedert sich in die zwei Gebäude, die die Berge darstellen sollen und die Glaskonstruktion dazwischen stellt einen Teich dar.

Ich mache ja selten Bilder von Gebäuden wie Bahnhöfen, nur weil ich staune und eine Konstruktion wirklich toll. Ich bin sogar auf der einen Seite die 11 Rolltreppen bis oben gefahren, obwohl da nur noch Büros waren... Nur um ein bisschen zu staunen.

Von mir gibt es klare 5 Sterne

Eure Anke

{Japan - Osaka - Aquarium} Hai - was guckst du?

Hammerhai im Kaiyukan Hauptbecken - ich fühlte mich beobachtet




Hallo Leute!

Als studierte Biologin bin ich gerade bei Aquarien ja relativ skeptisch. Doch der Reiseführer hat geschwärmt, mein Mann auch, also musste ein Besuch im Kaiyukan im Hafen von Osaka aufs Programm.

Gleich zu Anfang schien sich meine Skepsis auch zu bestätigen. Wir zahlten den Eintritt (immerhin 2300 Yen) und kamen hinein - ein wahnsinniges Gedrängel, viele Kids auf kleinstem Raum. Und auch wenn die Japaner ausgemacht höflich sind, laut sind Kinder eben immer.

Zu Anfang geht es dann durch das sogenannte Aquagate, einen Unterwassertunnel, und als ich dann die leicht apathisch rumhängenden kleinen Haie gesehen habe, wollte ich schon umdrehen.

Dann geht es sage und schreibe 8 Etagen nach oben. Das Kaiyukan hat schließlich das größte Aquarienbecken der Welt.

Zuerst kommt man in einen japanischen Wald, dort sieht man entlang eines japanischen Gebirgsbaches Zwergotter und typische japanische Fische. Dann geht es zu den Aleuten und von dort über die Bucht von Monterey (hier kann man die berühmten Seelöwen von San Francisco beobachten) in den Golf von Panama und in die tropische See vor Ecuador.

Im Antarctica-Becken kann man den Pinguinen zusehen, bevor man dann über die tasmanische See und das Great Barrier Reef wieder zurück nach Japan geleitet wird. Beeindruckend ist im Great Barrier Reef Becken die enorme Vielfalt an Lebewesen.

Dicht gedrängt stehen die Kids beim tasmanischen Becken, schließlich kann man hier die pfeilschnellen Delphine beobachten. Ich war vor allem davon beeindruckt, wie koordiniert sie sich bewegen um in dem engen Becken weder aneinander noch gegen die Scheibe zu stoßen. Trotzdem ließen sie sich vom springen nicht abhalten - Spaß ist eben auch auf kleinstem Raum.

Nun hat man die oberste Etage geschafft und ist zurück in der pazifischen See vor Japan. Und nun steht man vor dem beeindruckenden 5400 Kubikmeter Wasser fassenden Hauptbecken, in dem man die Lebewesen findet, die vor Osaka so unterwegs sind. Darunter ein Walhai, ein Hammerhai und diverse riesige Rochen. Auch ein ganzer Fischschwarm ist hier unterwegs. Und von dem Punkt an ist auch das Gedränge weniger groß, denn über 4 Schleifen geht man nach unten und manchmal fühlt man sich sogar ein bisschen in einem Zoo, in dem die Haie die Menschen beobachten - zumindest der Hammerhai hat mich doch recht skeptisch angeschaut. Ein bisschen hat man sich gefühlt, als wäre man mitten im Meer, mitten drin im Becken. Und nebenbei hat man fast vergessen, dass auch die Becken, die oben so klein ausgeschaut hatten, auf der anderen Seite sind, so dass man auch Delphine und Pinguine nochmal schwimmen sehen kann.

Mantarochen im Hauptbecken


Doch dann geht es um die Ecke - man kommt zum größten Bassin mit 5400 Kubikmetern Wasser und auf einen Schlag ist es relativ ruhig - denn endlich verteilen sich die Massen auf ganze 3 Etagen. Und alle sind sichtlich beeindruckt von den majästetischen Tieren, die sich in dem riesigen Becken tummeln - darunter ein Walhai, ein Hammerhai, mehrere Mantarochen und sogar ein ganzer Fischschwarm. Und dabei wirkt alles so friedlich, als würde man plötzlich mitten im Pazifik stehen und die Tiere würden keinen eingeschränkten Lebensraum haben.

Ey Alda, willste Streß? - Japanische Riesenkrabben



Das Negativhighlight am Schluss. Man wird aufgefordert, sich die Hände zu waschen und steht vor einem Becken, das nur wenige Zentimeter tief ist - darin große Rochen und kleine Haie, die man anfassen darf - eine Art Streichelzoo für Wassertiere. Für mich war das dann doch Tierquälerei - kleine Kinder patschten auf den empfindlichen Tieren rum, die für mich auch etwas verstört gewirkt haben - einer der Rochen kam beim Schwimmen immer wieder weit über die Wasseroberfläche, ich glaube kaum, dass das ein natürliches Verhalten ist. Ich kann sowas nicht leiden, konnte kaum hinsehen (das Foto hat mein Mann gemacht). Das Antatschbecken hat für mich das Erlebnis Kaiyukan dann am Ende doch wieder ein wenig kaputtgemacht. Ich hätte ja gerne eine von den japanischen Riesenkrabben reingesetzt, dann wäre doch schnell Schluss mit Streichelngewesen.
Ich mag keine Aquarien - spätestens als ich 2008 in Berlin im Sealife war. Doch das Kaiyukan ist aufgrund des riesigen Hauptbeckens doch sehr sehenswert, friedlich schweben hier die gigantischen Wesen und sie lassen sich kaum aus der Ruhe bringen. Als der Hammerhai auf mich zuschwamm, habe ich mich selbst sogar ein bisschen beobachtet gefühlt.
Für mich Tierquälerei



Putzen mit Rochen und Walhaien
Viel Licht aber eben auch ein bisschen Schatten, das bleibt mir als Eindruck zurück - das Aquarium ist sehenswert, wenn man gute Nerven hat (gut, wir waren Sonntags mittags da, da kann man fast sagen selbst Schuld) und wenn man am letzten Raum mit geschlossenen Augen vorbeigeht.

Ansonsten wirkt alles sehr gepflegt und für Japan fast schon gewohnt sauber - Putztaucher ist ein begehrter Job - vor allem im Hauptbecken.



Info
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Das Kaiyukan Aquarium liegt im Hafenbezirk Tempozan unweit des großen Riesenrades.

1 Chome-1-10 Kaigandori, Minato Ward, Osaka, Osaka Prefecture 552-0022, Japan

Am Besten erreicht man es mit der Osaka Subway (Chuo-Line bis Osakaka). Von dort sind es ca. 5 Minuten zu Fuss, der Weg ist gut ausgeschildert.

Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr. An 6 Tagen im Jahr ist das Aquarium wegen Wartungsarbeiten geschlossen.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 2300 Yen, es werden allerdings auch diverse Kombikarten angeboten. Wir wählten etwa die Kombikarte mit dem Riesenrad für 3000 Yen. Kinder (7-15 Jahre) zahlen 1200 Yen, Vorschulkinder (4-6 Jahre) zahlen 600 Yen, darunter ist der Eintritt frei. Einen Rabatt gibt es außerdem für Senioren ab 60 Jahren, die zahlen 2000 Yen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 13. Juli 2016

{Japan - Osaka - Flughafen} Ganz schön streng...

Hallo Leute!

Unsere Reise nach Kyoto führte über den kleinen Flughafen Itami bei Osaka. Und eins kann ich sagen - strengere Security-Kontrollen habe ich noch nicht erlebt.

Flughafen Osaka-Itami
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Lage
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Der Flughafen liegt etwas westlich der Stadt und hat leider keine direkte Anbindung an die Stadt. Die Limousinen-Service kosten um die 800 Yen. Alternativ kann man mit dem "Osaka Monorail" zum Bahnhof Hotarugaike fahren und von dort mit der Hankyu-Line in die Stadt. Wir blieben ohnehin erst einmal im Hotel (Toyoko-Inn) beim Flughafen, der von dort einen kostenlosen Shuttleservice zum Bahnhof anbot.

Wenn es um die Anbindung geht, ist der größere Kansai-Flughafen sicherlich besser, von dort gibt es auch einen direkten Bus nach Kyoto. Von Itami nach Kyoto muss man schon rund 2 Stunden (Minimum) einplanen, wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt.



Laufwege
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Die Ankunft war relativ kurz. In Japan eingereist waren wir schon in Tokio, daher gab es keine Passkontrolle mehr. Und vom Flieger hinaus und zur Abholung des Gepäcks hat es keine 15 Minuten gedauert.

Der große Vorteil ist dabei auch, dass zwei große Hotels in absoluter Laufweite sind. Wir kamen spät an, daher hatten wir zuvor beim Toyoko-Inn gebucht. Und bis zur Rezeption hat es keine weiteren 15 Minuten gedauert.

Der Flughafen ist als reiner Regionalflughafen insgesamt eher klein und gemütlich.

Auch beim Rückflug waren die Wege nicht sonderlich weit - glücklicherweise. Zum Securitycheck geht es in die zweite Etage. Von dort ist es zu den (wenigen) Gates auch nicht mehr weit.


Check-In
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Der Check-in beim Rückflug gestaltete sich überraschend aufwendig. Die Schalter der Airline ANA sind nämlich nur für die Passagiere geöffnet, die auch in Japan bleiben wollen. Für die Transit-Passagiere sind nur 2 Schalter geöffnet - einer für Europa/Afrika und einer für die USA und Südamerika.

Und hier wird genau geprüft - denn ein Online-Check In ist an dem Flughafen auch nur für "Domestic" Passagiere geöffnet. Und das hat morgens um 6 Uhr einiges gedauert.


Security
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Auch bei der Handgepäckskontrolle ist man überraschend genau. Nicht nur Laptops sind auszupacken, sondern alles, was einen Akku hat und natürlich auch die dazu passenden Kabel - und das ist nunmal eine größere Geschichte: Laptop, GoPro, Kamera, E Book Reader, Zusatzakku, Kopfhörer und alle Anschlusskabel aus dem Rucksack friemeln und alles wurde einzeln gescannt - Hmm, das nächste mal nehme ich dann doch wieder meine Tupperdose für die Kabel, dann muss ich nicht mehr den ganzen Rucksack ausräumen.

So massiv habe ich das noch nie erlebt, nicht einmal in den USA - am Ende hat fast jeder seinen kompletten Rucksack auspacken müssen und hatte 8 Körbe (normal habe ich immer 2) - und das dauert eben. Und ist peinlich bei meiner Unordnung....

Aber man nimmt es eben mit Humor, es geht ja schließlich um die Sicherheit - in Tokio Narita ist es übrigens bei weitem weniger schlimm! Dabei war die Dame, die mich betreute, aber bei weitem freundlicher als der klassische "US-Homelandsecurity"-Typ. Sie hat sich jedesmal wieder entschuldigt und war glaube ich ganz froh, dass ich es mit einem Lachen über mich habe ergehen lassen.


Essen und Trinken
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Es gibt ein paar Shops im Wartebereich, einen Kaffee bekommt man, aber wir hatten nicht so viel Wartezeit, um das alles zu testen, wir waren nämlich dann gerade zu Beginn des Boarding an unserem Gate.


Fazit
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Wir waren glücklicherweise rund 2 Stunden vor Abflug am Flughafen, auch wenn mein Mann immer meint, dass 1 Stunde reicht. Hier war man mit den Sicherheitsmaßnahmen etwas strenger als auf allen anderen Flughäfen, die ich bisher kennengelernt habe (darunter auch unter anderem Tel Aviv und New York). Und das hat man bei jedem gemacht, das lag nicht daran, dass wir irgendwie verdächtig erschienen.

Jedes Kabel wurde einzeln geprüft und auch beim Check In wurde genauer hingesehen (es hat beispielsweise mein Deutscher Pass in Wien ausgestellt wurde). Ich finde sowas ja generell nicht schlecht - je mehr geguckt wird, umso sicherer fühlt man sich. Allerdings muss man dringend etwas mehr Zeit einplanen.

Insgesamt ist Itami ein netter, kleiner Airport, der leider etwas schlecht angebunden ist und bei dem man bis zum Flieger eben etwas mehr Wartezeit einplanen muss.

Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Japan - Osaka - Fun} Das größte Riesenrad der Welt - also fast...


Hallo Leute!

Unser Besuch in Osaka führte uns auch in das bekannte Hafenviertel Tempozan - dort gibt es einige Vergnügungsstätten - darunter auch das größte Riesenrad der Welt - zumindest war es das mal - oder man macht da Werbung mit. Ein Besuch ist aber trotzdem großartig.

Tempozan Ferris Wheel Osaka
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Lage
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Das Riesenrad liegt im Amüsierviertel Tempozan nahe der U-Bahn-Station Osakaka (Chuo Line). Von dort sind es nur ein paar Schritte, man kann das Riesenrad quasi nicht verfehlen.

Eintritt
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Wir hatten eine Kombikarte mit dem Kaiyukan-Aquarium, das nur ein paar Schritte entfernt liegt. Diese Kombikarte kostete uns 3000 Yen - die einzelne Fahrt kostet für Erwachsene 800 Yen. Einen Rabatt für Kinder gibt es nicht (ab 3 Jahren muss gezahlt werden). Behinderte zahlen 350 Yen.

Fahr- und Wartezeiten
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Die Fahrt mit dem Riesenrad dauert ca. 15 Minuten und das Riesenrad fährt von 10 bis 22 Uhr (die Kasse schließt um 21.30 Uhr).

Wir fuhren an einem Sonntag nachmittags (ca. 14 Uhr) und hatten eigentlich keine Wartezeit. Es hat maximal 5 Minuten vom Anstehen bis in die Gondel gedauert.

Allerdings gibt es auch zwei Glasboden-Gondeln. Der Eintritt kostet hier zwar nicht mehr, aber man hätte dann 50 Minuten warten müssen - das war uns bei der Hitze einfach zu viel - wir nahmen deshalb eine orangene...

Zum Riesenrad
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Bei seiner Erbauung 1997 war das 113 m hohe Riesenrad das größte der Welt. Nun, damit macht man immernoch Werbung, es steht überall auf den Postern. Allerdings stimmt das bei weitem nicht mehr. Das Größte steht derzeit mit 167 m Höhe in Las Vegas.

Aber das tut dem Spaß keinen Abbruch. Das Riesenrad hat insgesamt 60 Gondeln, die für bis zu 8 Passagiere Platz bieten. Allerdings muss man nicht teilen - bei normalem Andrang wird man in Gruppen zu den Gondeln gewunken, die auch zusammengehören - mein Mann und ich hatten etwa eine Gondel für uns alleine. Es gibt 2 Glasgondeln, die anderen sind in allen Farben des Regenbogens eingefärbt - in manchen hängt dann auch eine Figur aus dem Aquarium (als Werbung). Die Gondeln sind außerdem geschlossen.

Das Riesenrad läuft sehr ruhig und kontinuierlich - also man steigt im Fahren ein, es gibt dadurch keine Stops zwischendurch, wie ich es von Wien kenne.

Bei Nacht ist das Riesenrad illuminiert - wir hatten keine Gelegenheit dazu, wir waren ja nur einen Tag lang in Osaka.



Ausblick
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Der Ausblick von oben ist gigantisch. Schließlich ist man rund 113 m über einem der größten Häfen Japans. Man kann bis hinaus auf den Ozean sehen und den Tankern beim Ablegen zuschauen. Man kann die Wasserwege von Osaka übersehen, mit den grandiosen Brücken rund herum.

In der Ferne kann man die Skyline von Osaka mit den markanten Hochhäusern erkennen.

Natürlich hatten wir Glück mit dem Wetter.




Fazit
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Ich liebe Riesenräder aller Art - nicht umsonst habe ich sogar auf einem der Bekanntesten standesamtlich geheiratet (Tipp - es steht in meiner Wahlheimat Wien).

Auch wenn das Tempozan Ferris Wheel nicht mehr ganz das Größte ist, ist eine Fahrt mit ihm trotzdem ganz großartig. Man schwebt in den klimatisierten Gondeln auf die 113 m und bekommt einen Überblick über den Hafen und die ganze Stadt - mit etwas Glück kann man sogar bis Kyoto schauen.

Für mich ist das Tempozan Ferris Wheel ganz klar ein Highlight in Osaka. Von mir gibt es daher klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 12. Juli 2016

{Wandern - Geocaching} Alles über Geocaching

Hallo Leute!

Auch ich bin inzwischen dem Geocaching-Virus verfallen - weil was gibt es schöneres, als für sein Dasein in der Natur durch einen Erfolg belohnt zu werden.

Und auch immer mehr Prominente sind dem Sport verfallen - nach Bernhard Hoecker schreibt nun auch Ingo Oschmann über seine Lieblingsbeschäftigung.


Jäger des versteckten Schatzes
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Daten
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Autor: Ingo Oschmann
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453615076
Preis: 9,99€
Taschenbuch, 368 Seiten - 06/2016


Inhalt - Meine Meinung
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Ingo Oschmann ist vom Beruf Entertainer, Zauberkünstler und Couchpotato.  Einem breiteren Publikum wurde er durch die Sendung Star Search auf Sat1. In den letzten Jahren steht er beinahe ausschließlich auf der Bühne und ist im TV kaum noch präsent.

In diesem Buch bietet er eine Einführung in die nicht mehr ganz so neue Bewegung in Deutschland und der Welt - dem Geocaching.

Was ist das überhaupt? Überall - auf der ganzen Welt - haben Leute an versteckten Orten kleine Dosen versteckt. Diese verborgenen Schätze kann man jagen, denn die GPS Daten sind im Internet verzeichnet und man kann sich die Daten auf ein GPS Gerät oder ein Smartphone. Und damit kann die Schatzsuche beginnen -  egal ob in Wien oder in einem kleinen Rhöner Bergdörfchen, egal ob in Kyoto oder in New York.

Mit diesem Buch wagt Ingo Oschmann einen kleinen Spagat zwischen einem eigenen Erfahrungsbericht und einer kleinen Anleitung, wie man denn in die große Sucht startet.

Und dabei schildert er auch seine eigenen Anfänge bei einem Betriebsausflug - seine eigenen Zweifel, als man ihm einen piependen GPS-Empfänger in die Hand gab - er wusste zuerst gar nicht, was er damit anfangen sollte.

Oschmann klärt auch auf über die Einzelheiten des modernen Sportes, der für alle gut ist - sogar für konsolensüchtige Kiddys und absolute Couchpotatoes (da zähle ich natürlich dazu). Was sind Tradis und Multis, woher bekommt man GPS-Daten? Was schreibt man ins Log? Wie funktioniert Geocaching überhaupt?

Sehr angenehm ist dabei, dass sich Oschmann selbst nicht als Hochleistungscacher betrachtet, sondern den Sport mehr aus Genuss betreibt - die Anzahl der Caches pro Tag sind ihm relativ egal. Ihm geht es mehr um den Spaß und das Finden des Schatzes in der Natur.

Ein paar witzige Bilder gehören natürlich auch dazu.


Fazit
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Das Buch ist eine sehr angenehme und humorvolle Einsteigerlektüre für all diejenigen, die mit dem Geocachen anfangen möchten oder die als Newbies sich noch etwas verloren fühlen. An einer Stelle schreibt Oschmann zum Beispiel, wie er sich gefühlt hat unter all den Cracks, die schon 3000 oder mehr Caches gemacht haben. Denn genau so fühlt man sich am Anfang - ziemlich verloren.

Aber wie Oschmann es beschreibt: Der Spaß kommt mit dem Cache - und da hat er recht. Wenn ich nicht ohnehin schon regelmäßig cachen würde, würde ich es jetzt tun.

Von mir gibt es 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 11. Juli 2016

{Japan - Kyoto - Traditionen} Beim Kormoranfischen am Katsura

Hallo Leute!

Das Tolle am Reisen ist ja, dass man gelegentlich zu außergewöhnlichem Treiben einfach dazu kommt - durch Zufall.

Und so kamen wir in Kyoto auf dem Weg zum Bambuswald im Stadtteil Arashiyama und wurden dort von kleinen Holzbooten angezogen, die einen brennenden, schwebenden Korb tragen.

Das mussten wir uns genauer anschauen. Und als das Boot einen Zwischenstop machte, erkannten wir zahlreiche Vögel, die im Bug des Schiffes saßen und darauf warteten, dass es weitergeht.

Erst zu Hause verstanden wir das Treiben, denn es handelt sich um die in Japan traditionelle Kormoranfischerei, hier auch Ukai (鵜飼い) genannt.

Dabei handelt es sich um ein hochkompliziertes Verfahren, das heute fast nur noch für die Touristen gezeigt wird. Die können dann auch gleich für 1700 Yen für eine Stunde auf einem gesonderten Boot mitfahren. Das Treiben gibt es allerdings nicht jeden Abend - es fand nur aufgrund des Gion Festes statt, das rund um den Yasaka Schrein in der Stadt lief.

Die Kormoranfischerei wird in den Familien von Generation zu Generation weitergegeben. Die abgerichteten Vögel bekommen dabei Schnüre um den Schlund oder den Rumpf, damit sie die Beute nicht verschlingen können. Auf dem Wasser wird der Korb vor das Boot geschwenkt, die Vögel schwimmen dann hinter dem Boot her und fangen den teuren Ayu, der in den Restaurants am Katsura River als Delikatesse angeboten wird.

Für mich eine sehr außergewöhnliches und interessantes Treiben - die Vögel geben die Fische ab und springen direkt wieder ins Wasser.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Japan - Zugfahren} Heut fahrn wir mit dem Zug...

Hallo Leute!

In Japan ist der Zug DAS Fortbewegungsmittel. Zu Hauptzeiten fahren die Shinkansen zum Teil im 15-Minuten Takt, gependelt wird häufig im Zug. Für Touristen gibt es in Japan ein ganz besonderes Angebot: Den Japan Rail Pass - DEN muss man allerdings schon vor dem Urlaubsantritt bestellen.

JR Pass
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Bestellvorgang
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Alle Arten des JR-Pass muss man unbedingt vorher bestellen. Man bekommt die "Gutscheine" nur außerhalb Japans und nur, wenn man keinen japanischen Pass besitzt.

Wir bestellten über www.der-japan-rail-pass.de - die Lieferung der Gutscheine mit Fedex kostet nach Österreich 8€ und kommt innerhalb von 24 Stunden.

Die Voucher muss man dann noch vor Ort in einem JR Ticketbüro gegen den Railpass eintauschen, den man größtenteils an den Ticketgates einsetzen kann (Erfahrungen belaufen sich auf die Metropolregion Kansai). Die Büros gibt es an den internationalen Flughäfen und an den meisten größeren Bahnhöfen - Adressen sind in einem kleinen Heft.

Wir tauschten am Hauptbahnhof von Kyoto um - das ging völlig ohne Probleme, nur den Pass musste man dabei haben. Das Ticket gilt dann ab dem Tag, den man dem Beamten nennt.


Arten
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Da gibt es zunächst einmal den Pass, der für das gesamte Schienennetz der JR inklusive den Shinkansen genutzt werden kann. Den gibt es für 7, 14 und 21 Tage und kostet 253 bzw. 404 bzw. 517€.  Erwachsen ist man ab 12 Jahren, von 6 bis 11 Jahren zahlt man die Hälfte.

Wir entschieden uns allerdings für einen der vielen "Area Pass", nämlich den Kansai Wide Area. Der kostet für 5 Tage 72€ und ist im Groben für die Metropolregion Kobe, Osaka, Kyoto gültig. Gegenüber den Kansai Area Pass hat er den Vorteil, dass man auch den Shinkansen nutzen kann - allerdings nur von Shin-Osaka bis Okakayama. In Kyoto ließ man uns nicht ans Shinkansengleis, weil der Pass von Kyoto bis Shin-Osaka nur für die Regionalzüge gibt. Das stand ein bisschen missverständlich in der Beschreibung.

Für Shinkansen kann man kostenfrei eine Sitzreservierung online zubuchen, das haben wir uns aber erspart, der Shinkansen von Himeji nach Shin Osaka braucht ohnehin nur 20 Minuten. Die vorderen drei Wagons sind ohnehin nur für Leute ohne Reservierung und wir hatten jeweils keine Probleme, einen Sitzplatz zu finden.


Fazit
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Für uns hat sich der JR-Pass für die 5 Tage absolut gelohnt. Wir machten einen Ausflug nach Himeji und einen Ausflug nach Nara und auch innerhalb der Stadt kann man sich damit frei mit den JR-Zügen bewegen, die neben den U-Bahnen überall in der Stadt Stationen haben. Unter anderem fuhren wir damit zum Fushimi Inari Schrein.

Man hat in Japan eine erstaunliche Zugdichte und eine Top-Infrastruktur, die man mit dem JR Pass optimal ausnutzen kann.

Einziger Minuspunkt ist für mich die zum Teil etwas chaotische Beschreibung bei der Agentur, bei der man die Voucher bestellt. Einige Informationen fehlen - etwa "Man kann den Shinkansen bis Okakayama nutzen", aber nicht von wo. Auch die deutschsprachigen Broschüren wirken ein wenig konfus. Aber mit "Learning by Doing" funktioniert ganz gut - das nächste mal gibts den ganzen Pass...

Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke