Montag, 30. November 2015

{Wien - Reiseführer} Homeguide 2016

Hallo Leute!

Schon seit einigen Jahren gibt der Mairdumont Verlag jährlich eine Spezialausgabe des Marco Polo für deutschsprachige Großstädte heraus, die sich speziell an die Einheimischen richtet.

Die Ausgabe für Wien 2016 stelle ich euch heute vor...

Wien für Wiener 2016
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Daten
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Autorin: Anne Zimmermann
Verlag: Mairdumont
ISBN: 978-3-8297-0888-3
Preis: 12,99€ {D} 13,40€ {A}
Taschenbuch, 256 Seiten


Inhalt
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Wie der Titel schon sagt, richtet sich das Buch vor allem an die Einheimischen und an all diejenigen, die sich aufgrund des 25. Wienbesuchs schon als Einheimische fühlen (solls ja geben).

Vom Grunde her ist das Buch einem normalen Reiseführer ganz ähnlich, nur unterscheidet sich der Platz, der den Kategorien gewidmet wird. Der Fokus liegt dabei eindeutig auf Themen wie "Essen und Trinken" (sortiert nach Kategorien wie "Später Hunger", "Cafés", aber auch "Indisch" oder "Italienisch"), "Einkaufen" oder ganz allgemein gesagt das "Nachtleben" mit Events und Festen (mit Daten).

Ein eher kleinerer aber dennoch nicht ganz unbedeutender Teil wird Aussichtspunkten, Museen und besonderen Bauwerken gewidmet. Zwar spielen auch hier die klassischen Touristenziele wie Schönbrunn eine Rolle, aber auch unbekanntere Museen wie das Wiener Bestattungsmuseum finden hier eine Erwähnung (ein Besuch ist immer wieder witzig).

Natürlich wird auch ein Teil des Buches diversen Ausflugsmöglichkeiten in und um Wien gewidmet, genauso wie ein sehr ausführliches Kapitel zu den diversen Möglichkeiten in der Kategorie Wellness & Beauty nicht fehlt.


Fazit
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Die normalen Marco Polo Reiseführer hat wohl jeder schonmal in der Hand gehabt, der eine Städtereise plant - die kleinen, dünnen Bücher mit dem roten Buchrücken dürfen wohl in keiner Buchhandlung fehlen.

Ich persönlich würde das Buch eher "Wien für Neuwiener" taufen. Denn nach 3 1/2 Jahren voll mit Erkundungstouren durch die Stadt findet man eben auch in einem aktuellen Kulturführer nur wenig Neues - mich hat beispielsweise sehr überrascht, dass da Museen wie Schönbrunn überhaupt noch Erwähnung finden - wer noch nicht in Schönbrunn war, ist wohl eher kein Wiener... Ich gehe dort ja fast nur noch hin, wenn mich Besuch aus der Heimat quasi dazu zwingt!

Wesentlich netter finde ich da, dass sich das Buch dann doch offensichtlich auf seine Kernkompetenz besinnt und viele mehr oder weniger neue kulinarischen Ergüsse vorstellt - mein neuer Lieblingswürstelstand zum Beispiel ist einer der "Insidertipps" - aber auch hier: Den hab ich vor dem Buch gefunden und da bestehe ich drauf. Gerade hier geht der Inhalt weit über den eines klassischen Touristenführers hinaus.

Auch die Zusammenstellung an Events und Festivals ist bedeutend ausführlicher, wie man es aus dem klassischen Marco Polo kennt. Bei den meisten fehlt allerdings noch das konkrete Datum (stand vermutlich bei Redaktionsschluss nicht fest), daher muss man da eh nochmal konkret nachschlagen.

Insgesamt kann man sagen, man kann auch ohne diesen Guide ein guter Wiener sein - man muss die neuen Lokale aber dann vielleicht ein bisschen intensiver suchen - es fällt daher für mich eher unter die Kategorie "Nett zu haben" als unter die Kategorie "Geht nicht ohne" - vor allem wenn man schon ein bisschen länger da ist. Aber ich denke, gerade da ist es sehr mutig, den Reiseführer "Wien für Wiener" zu nennen - schließlich gibt es da ja auch solche und solche.

Insgesamt komme ich auf gute 4 Sterne, mir hat der Styleguide Wien von National Geographic ein bisschen besser gefallen, dennoch kann ich das Buch sehr ruhigen Gewissens zum Kauf empfehlen.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Wien - Museum} Freud in Wien

Hallo Leute!

Am Wochenende hatte ich mal wieder Besuch aus Deutschland. Gleich mal wieder ein Grund, ein paar andere Museen in Wien zu erkunden, in denen ich bisher noch nicht war...

Sigmund Freud Museum Wien
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Lage
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Das Museum liegt im 9. Bezirk in der Berggasse 19, unweit der U4 Station Schottenring.


Eintrittspreise
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Erwachsene € 9,00
SeniorInnen € 8,00
Wien Karte € 7,50
Mitglieder Club Ö1/KulturKontakt Austria € 6,50
StudentInnen (von 18 bis 27 Jahren) € 6,50
SchülerInnen (von 12 bis 18 Jahren) € 4,00

Inklusive Audioguide

Führungen gibt es für 5 Personen auf Anfrage - der Preis erhöht sich dann jeweils um 1€ pro Person.

Ich hatte mal wieder das Glück, dass ich mir eine Niederösterreichkarte zugelegt habe. Mit dem kleinen, gelben Kärtchen gibt es nämlich freien Eintritt - das ganze Jahr über.


Öffnungszeiten
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Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 17:45.


Das Museum
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Das Museum befindet sich in den Originalräumen in denen die Familie Freud 47 Jahre gelebt hat und in der Sigmund Freud bis zu seiner Flucht vor den Nazis seine psychoanalytische Praxis hatte. Man geht in den ersten Stock und nachdem man seinen Audioguide erhalten hat, geht es gleich in Freuds Praxis. In einem Vorraum befindet sich ein Mantel, ein Spazierstock und Reisegepäck Freuds, so wie es von seiner Tochter Anna zur Eröffnung des Museums gespendet wurde. Vom Vorraum aus gelangt man in ein (übrigens original eingerichtetes) Wartezimmer, in dem sich auch die berühmte Mittwochsgesellschaft traf. In einem Video, das man im benachbarten Videoraum ansehen kann, sieht man, dass alles genau rekonstruiert wurde, bis hin zu den Urkunden an der Wand.

Als nächstes kommt man in den Behandlungsraum, in dem allerdings heute keine Couch mehr steht (die steht soweit ich weiß im Freud Museum in London), sondern hauptsächlich eine bildliche Dokumentation gezeigt wird.

Im Arbeitszimmer sieht man einiges aus Freuds Besitz, darunter einen Spiegel, der vor dem Fenster hing, in dem sich Freud bei der Arbeit beobachte, und ein rekonstruierter Stuhl, der extra für Freuds unbequeme Sitzhaltung konstruiert wurde.

Als nächstes kommt man in die Räume, in denen Anna Freud ihre erste Praxis eröffnete. Hier sind einige Kunstwerke ausgestellt, genauso wie im großen Saal, in dem einige von Freuds Besitztümern ausgestellt sind.

Außerdem beherbergt das Museum die größte psychoanalytische Bibliothek Europas.







Fazit
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Auch wenn ich mich bisher nicht wirklich mit Psychoanalyse beschäftigt habe, fand ich das Freud Museum an sich wirklich spannend, weil es zur Auseinandersetzung mit dem Thema Freud einlädt, gleichzeitig aber nicht zu theoretisch wird, zum Thema "Ich, Überich & Es" gibt es beispielsweise keine Ausführungen, sondern eigentlich mehr zum Leben Freuds, dessen Flucht, dessen Reisen usw.

Wer allerdings ganz großes Museumsentertainment erwartet, wie es etwa die großen Wiener Museen bieten, wird leider enttäuscht. Man kann sich weder auf die Originalcouch legen noch wird man therapiert. Wer eben darauf steht, sich mal historische Originalschauplätze, wie etwa die Praxis des Dr. Freud anzuschauen, der ist hier richtig.

Ich werde sicher bei Gelegenheit nochmal ins Freud Museum gehen, wenn ich mehr im Thema bin. Wenn man sich aber überhaupt wenig für Freud interessiert, sollte man lieber in ein anderes Museum gehen. Dafür wären mir die 9€ zu teuer.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 29. November 2015

{Wien - Restaurant} Portugiesisch in Wien


Hallo Leute!

Kulinarisch hat Wien ja so einiges zu Bieten. Zu den Geheimtipps in der Gastroszene gehört ein kleiner Portugiese in einer etwas verborgenen Gasse im 5. Wiener Gemeindebezirk Margareten.


Senhor Vinho
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Lage
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Das Restaurant verbirgt sich hinter einer derzeit recht unscheinbaren Fassade. Wir waren anfangs sogar unsicher, ob wir überhaupt richtig sind, da aufgrund von Sanierungsarbeiten derzeit nicht einmal ein Schild an der Tür hängt.

Das Restaurant liegt in der Schwarzhorngasse 8, etwa 600 Meter von der U4-Station Pilgramgasse entfernt. Das ist eine Ecke, in der ich normalerweise eher selten zu finden bin, aber das kulinarische Abenteuer Portugal wollte ich mir nicht entgehen lassen.


Weitere Infos
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Das Restaurant hat Montag-Samstag 18:00-2:00 geöffnet. Eine Reservierung ist dringend zu empfehlen, wir waren Freitags abends dort, da war das Restaurant schon recht voll.

Tel.: +43 1 545 84 00
reservierung(at)senhorvinho.at
www.senhorvinho.at


Ambiente
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Das Lokal war mir gleich von Beginn an sehr sympathisch, sehr gemütlich eingerichtet mit einer Bar, hinter der die Küche liegt und eher wenigen Tischen. Ich fand es einfach nett und es hat mich tatsächlich ein bisschen an den Urlaub in Portugal vor 5 Jahren erinnert.


Speisen
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Wir mussten ein wenig auf den Kellner warten. Das hängt allerdings damit zusammen, dass es in dem Lokal keine Speisekarte gibt. Der Kellner kommt viel mehr mit einer großen Tafel an den Tisch und erläutert dazu passend, was gerade tagesaktuell auf der Karte steht.

Das ganze ist - wie man es für Portgual auch nicht anders erwarten kann - sehr fischlastig, mit der Lammstelze gab es aber auch ein Fleischgericht - Vegetarier müssen sich allerdings mit Beilagen begnügen (macht nix, ich bin ja keiner).

Für mich gab es zur Vorspeise einen kleinen Eintopf aus butterzarten Filetspitzen und Kartoffeln, zur Hauptspeise gab es ein Gericht aus Schweinefleisch und Venusmuscheln. Für mich klang schon diese Mischung recht exotisch (Carne de Porco Alentejana). Und obwohl ich sonst kein Muschelfreund bin (ja, die Wahl war mutig), war ich absolut begeistert.

Dazu gab es einen Aperitif aus weißem Portwein (ich wusste nicht mal, dass es sowas gibt) und zwei super leckere portugiesische Weißweine.

Vorspeise
Carne de Porco á Alentejana



Personal
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Man spricht portugiesisch und ein bisschen Wiener Schmäh ist auch dabei. Mir erschien, als sei das Senhor Vinho ein Familienbetrieb. Der Kellner sagte uns, dass er das Lob zu den Speisen an seinen Bruder in der Küche weitergibt und an manchen Tagen spielt der Vater im Lokal dann auch portugiesische Volkslieder (an einem Freitag Abend bei vollem Lokal war wohl genug anders zu tun), leider haben wir es nicht gehört, aber ein Grund mehr, wiederzukommen.

Der Kellner war absolut witzig, hat immer wieder seine Scherzchen gemacht, sich aber auch 20x entschuldigt, dass es heute ein bisschen dauert (wie gesagt, Lokal war voll). Das ganze aber mit ganz viel Charme und immer einem Lächeln auf den Lippen.


Fazit
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Was für ein netter Abend - ein zwei Gänge Menü mit Wein für rund 30€ und das bei der Qualität und dem Service... Dem Lokal kann man nur 5 Sterne geben - wenn der Chef auch noch zur Gitarre gegriffen hätte, hätte ich mich vor lauter Lob wohl gar nicht mehr bremsen können.

Das Lokal hat einfach alles, was man sich wünscht - es ist super gemütlich, hat einen tollen Service und hat mich nach mehr als 30 Jahren das erste mal davon überzeugt, dass Muscheln mehr sein können als glibbrig und salzig (andere Kategorien kannte ich bisher nicht.

Für mich ist ein Abend im Senhor Vinho ganz klar sein Geld wert, 5 Sterne und das mit Auszeichnung.

In diesem Sinne

Eure Anke



Mittwoch, 25. November 2015

{Ägypten - Reiseführer} Listen über Listen

Hallo Leute!

Wir brauchen für unsere Reisen ja immer gleich mehrere Bedienungsanleitungen. Dazu gehören für uns immer ein klassischer Reiseführer und diesmal kam auch ein Reiseführer mit einem etwas anderen Ansatz dazu.

Top 10 Kairo & Nil
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Daten
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Autor: Andrew Humphreys
Verlag: Dorling Kindersley
ISBN: 3831014620
Preis: 9,95€
Broschiert, 144 Seiten


Inhalt
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Der Reiseführer teilt sich grob in 3 Teile:

Im Top 10 Teil werden nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Niltals vorgestellt (Ägyptisches Museum, Pyramiden von Gizeh, al-Azar Moschee, Karnak Tempel, Luxor-Tempel. Tempel der Hatschepsut, Schifffahrt auf dem Nil, Tempel von Philae, Abu Simbel), die die Top 10 für das Niltal begründen. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche Informationen zur Geschichte, zu Restaurants, zu Filmen in Ägypten oder auch zu Sehenswürdigkeiten besonders für Kinder etc. Auch diese Unterpunkte sind jeweils in die Top 10 unterteilt - die 10 wichtigsten Fakten zur Geschichte, die 10 besten Restaurants usw.

In Stadtteile Kairos & Nilregion werden weitere Sehenswürdigkeiten im Zentrum, in der Altstadt und der Umgebung von Kairo sowie in Luxor und Assuan kurz vorgestellt. Auch hier taucht auf jeder Seite wieder das Top 10 Motiv als einzelne Unterpunkte auf jeder Seite wieder auf.

Der Teil Reise-Infos beinhaltet dann wieder wichtiges zur Reiseplanung: Wie kommt man nach Ägypten, auf was muss man bei der Hotelbuchung achten.

Zudem gibt es noch eine Reisekarte mit Stadtplänen von Alexandria, Luxor, Theben West, Assuan und Kairo.


Fazit
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Der Reiseführer ist mal nicht so ganz klassisch nach "Sehenswürdigkeiten", "Hotels" etc. aufgeteilt. Das Motiv 10 taucht auch hier auf jeder Seite wieder neu auf. Das macht das Ganze irgendwie speziell, aber auch cool.

Die Aufmachung ist relativ bunt mit zahlreichen Bildern, aber durch die immer wieder auftretenden 10 Unterpunkte ist das Konzept sehr übersichtlich und man findet sehr schnell eine Übersicht. Auf der anderen Seite bringt das Konzept aber mit sich, dass etwa die Top 10 Restaurants über eine Strecke von Alexandria bis Assuan verteilt sind.

Der Reiseführer ist für mich wie immer Geschmackssache. Für mich war die Art eine Neue - aber durchaus ganz interessante Herangehensweise an das Thema Reiseführer. Zu jedem Thema gibt es eine Liste mit den 10 wichtigsten. Damit muss man aber auch immer mal schauen, wie man sich die Besichtigungen sinnvoll zusammenstellt. Dafür bietet der Reiseführer aber auch ein sehr ausführliches und schönes Kartenmaterial.

Für mich ist das Ganze eine ganz nette Ergänzung zu unserem normalen Reiseführer, der eben deutlich ausführlicher ist (spart den Guide und so).

Wir waren insgesamt recht zufrieden. Für eine Reise mit einer Reisegruppe reicht der Guide oder für eine intensive Reiseplanung allemal!

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 24. November 2015

{Wien - Restaurant} Having a beer in Vienna

Hallo Leute!

In der Wiener Innenstadt gibt es zwei unterschiedliche Arten von Lokalen: Die typisch Wienerischen Beisln und Heurigen, in denen man Tafelspitz und Wiener Schnitzel bekommt und die, in denen die Kellnerinnen nur englisch können und wo es Burger, Spareibs und Pommes gibt. Das Lokal, das ich euch heute vorstelle, gehört ganz klar (gemeinsam mit Lokalen wie dem TGI Fridays, dem Hard Rock Cafe und dem Crossfields) sicherlich zu letzterem...

1516 Brewing Company
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Lage
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Das Lokal liegt in einer Gasse zwischen Kärntner Straße und Schwarzenbergplatz, direkt gegenüber dem Eingang des Haus der Musik. Das Lokal ist daher über die Ringlinien, die U-Bahnen (U3: Stephansplatz, U1, U2, U4 Karlsplatz) gut zu erreichen.


Öffnungszeiten
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Das Lokal hat täglich von 10 bis 2 Uhr geöffnet.

Küche gibt es non-stop von 11:30 Uhr bis 1:45 Uhr.


Ambiente
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Das Lokal macht zunächst einmal den Eindruck eines recht gemütlichen Pubs. Es hat 2 Etagen, wobei die obere Etage den Nichtrauchern vorbehalten ist, unten an der Bar darf geraucht werden. Im Sommer gibt es außerdem einen großen Gastgarten. Die Tische sind wie so oft in amerikanischen Pubs mit Dingen wie Ketchup und Tabascco dekoriert. An den Wänden hängen Eishockeytrikots und Metallschilder. Insgesamt gefällt mir das Ambiente sehr.

Feste werden hier natürlich auch gefeiert, vor allem die Amerikanischen wie Halloween und Thangsgiving. Dazu gibt es dann auch spezielle Menüs und spezielle Deko.


Essen
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Die Speisekarte ist relativ amerikanisch ausgerichtet. Es gibt Dinge wie Burger und Spareribs, Potato Wedges, Chickenwings oder Chili con Carne in den unterschiedlichsten Varianten. Preislich ist das meiste ganz okay.

Das Chili, muss ich im nachhinein sagen, war geschmacklich recht gut, allerdings war mir die Portion für 9,90€ einfach viel zu klein - ich hätte mittags bei normalem Hunger locker 2 Portionen geschafft. Dazu gab es Käsetoast.



Getränke
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Neben den üblichen Getränken (Cola, Kaffee, Sodawasser) gibt es eine große Auswahl an - wie es sich für eine Brewery gehört - Craft Beer Sorten der unterschiedlichsten Art. Die Kellnerin kann einen hier ganz gut beraten. Die Auswahl ist nicht ganz so groß wie etwa im Hawidere, trotzdem wird wohl jeder ein Bier nach seinem Geschmack finden. Natürlich gibt es auch die klassischen österreichischen Biere.

Ich hatte beim letzten mal allerdings ehrlicherweise nur ein Soda Citrone, wir waren mittags da und da bin ich noch kein allzu großer Bierfan.


Personal
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Die Kellnerin war sehr freundlich und es ging - obwohl das Lokal vergleichsweise voll war - relativ schnell, Getränke kamen nach etwa 5 Minuten, Essen etwa 15 Minuten nach Bestellung. Das habe ich wirklich schon schlechter erlebt. Man hat ausreichend Personal, um die Tische zeitnah zu bedienen, ebenfalls eine Sache, die in den Wiener Tourispots nicht selbstverständlich sind.

Interessant war - die Dame konnte zwar ein bisschen Deutsch, hatte aber Schwierigkeiten, sich auszudrücken. Ich fand das zwar nicht weiter schlimm, aber doch für ein Lokal in Wien eher außergewöhnlich. Das zeigt allerdings auch, dass die Zielgruppe hier wohl eher die ausländischen Touristen sind, da ich auch bei anderen Kellnerinnen den Eindruck hatte.


Fazit
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Solche Lokale sind ja manchmal ganz nett - allerdings sind sie in Wien traditionell auch relativ voll. Gerade die Amerikaner lieben diese Pubs - fettiges Essen und Bier. Alle 2-3 Monate darf das schonmal sein.

Die Brewing Company ist für mich eine der netteren dieser Bars - gemütlich, schnelle, freundliche Bedienung...

Abzug gibt es allerdings für das Essen. Zwar gibt es auch Speisen, von denen man satt wird - auch zu einem vernünftigen Preis. Aber das Chili war von der Portion her für 10 € schon fast eine Frechheit.

Ich empfand das Crossfield (Australisch) noch ein bisschen netter, wenn aber auch ein bisschen teurer..

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 23. November 2015

{Wachau - Museum} Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän

Hallo Leute!

Am Wochenende war ja schönes Wetter. Und wenn schönes Wetter ist, besteht bei uns ja immer besonders große Ausflugsgefahr. Ein absoluter Top-Ausflug von Wien aus ist natürlich die etwa 100 km entfernte Wachau. So machten wir uns auf den Weg und ließen uns mal überraschen...

Schifffahrtsmuseum Spitz
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Lage
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Das Museum liegt im Spitzer Tal, etwa 800 m von der Donau entfernt nahe der Ruine Hinterhaus. Mit dem Auto kommt man bis vor die Türe (ab Donauufer gut ausgeschildert). Mit dem Bus nimmt man die WL1, die zwischen Krems und Melk fährt und steigt bei der Station Spitz Hinterhaus aus. Von dort folgt man einem kleinen Wanderweg (ca. 10 Minuten), der bestens mit gelben Schildern ausgezeichnet ist.


Öffnungszeiten und Eintrittspreise
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12. April - 31.Oktober 2014täglich von 10:00 - 12:00 und 14:00 - 16:00 Uhr
Sonn- und Feiertage 10:00 - 16:00 Uhr durchgehend
Kein Schließtag

Erwachsene € 5,50
Gruppen (ab 10 Pers.) € 4,50
Senioren (mit Ausweis) € 4,50
Kinder € 3,50
Kindergruppen (ab 10 Pers.) € 3,00
Führungen neben Eintrittspreis pro Pers. € 1,00 (mindestens jedoch € 15,–)

1x freier Eintritt mit der Niederösterreichcard



Ausstellung
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Das Museum befindet sich seit 1970 im barocken Erlahof in Spitz an der Donau. Es widmet sich der Geschichte der Donauschifffahrt von den Römern hauptsächlich bis in die Zeit der Dampfschifffahrt. So wird etwa die Originalausstattung eines Pferdegespanns gezeigt, das die Schiffe stromaufwärts ziehen musste. In Miniaturen wird auch gezeigt, wie die bis zu 60 Pferde ganze Schiffszüge auf dem Treppelweg ziehen mussten, um stromaufwärts zu gelangen.

Oben sind auch noch Spuren der barocken Geschichte des Hauses zu sehen. Absolutes Highlight ist hier eine alte Schiffsorgel. Auch gibt es hier zahlreiche historische Schiffsmodelle, etwa das Kriegsschiff Maria Theresias oder die Schiffe, die genutzt wurden, um den Unterlauf der Donau zu erkunden.

Im Außenbereich ist außerdem die historische Rollfähre Spitz zu sehen.

Die Ausstellung ist partiell auch multimedial gestaltet, mit einem Kinosaal, in dem Filme zu Zitaten über die Donau in der Wachau zu sehen sind. Oder man schaut durch kleine Bullaugen. Auch die Schiffsorgel spielt per Tastendruck.









Fazit
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Für mich ist dieses Museum absolut sehenswert, gerade weil es die Mühen der frühen Donauschifffahrt so wunderbar illustriert. Mich hat vor allem die Miniatur des Pferdegespanns fasziniert. Gerade wenn man sich überlegt, dass die Gespanne teils vom heutigen Rumänien aus bis Bayern gezogen werden mussten von solch einer riesigen Anzahl von Pferden, die Schiffe die Versorgung für die Tiere geladen haben musste, die Tiere bei jedem Nebenfluss erstmal mit kleinen Schiffen übergesetzt werden mussten, ist das schon ziemlich krass.

Das Schifffahrtsmuseum ist ein tolles, sehr lehrreiches kleines Museum in der Wachau, was man, wenn man ausreichend Zeit mitbringt, unbedingt anschauen sollte. Den kleinen Abstecher von der Uferstraße ist es absolut wert.

Von mit gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Slowakei - Reiseführer} Mal eben über die Grenze

Hallo Leute!

Mal eben über die Grenze - das geht in Wien ganz gut, schließlich ist Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei, nur rund 60 km entfernt. Mit dem Bus fährt man etwa eine Stunde und ist schon im Stadtzentrum - da lohnen sich doch die kleinen Erkundungstouren, die in diesem Büchlein beschrieben werden...

Bratislava - Gehen, sehen und genießen
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Daten
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Autorin: Irene Hanappi
Verlag: Falter
ISBN: 3854395051
Preis: 12,99€
Broschiert, 136 Seiten


Inhalt
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Bratislava ist nicht weit weg von Wien, dabei ist es aber eine bei weitem ruhigere und ebenfalls sehr sehenswerte europäische Hauptstadt.

Dieses Buch bietet 4 Routen durch die slowakische Metropole:

Route 1 ist überschrieben mit "Über das Villenviertel hinauf zur Burg". Sie führt vom Palais Grassalkovich über den Slavin hinauf zur Burg.

Route 2 ist der Krönungsweg und führt entlang der Route, die die Könige beim Einzug in der Burg machten und führt durch den historischen Stadtkern.

Route 3 ist das "verschwundene Bratislava" und führt einen auf eine Zeitreise zu den letzten Spuren der Donaumonarchie.

Route 4 schließlich führt einen in die modernen Stadtviertel, die größtenteils in den 20er und 30er Jahren entstanden sind.

Das weitere Kapitel beschäftigt sich mit Lokaltipps. Die werden kurz mit Öffnungszeiten und Adresse beschrieben. Dabei sollte man aber beachten, dass das Buch in der aktuellen Auflage von 2013 stammt - klar dass da ggf. was nicht mehr ganz so stimmt.

Und natürlich gibt es auch noch einen Serviceteil mit wichtigen Adressen (Botschaften etc.) in Bratislava.


Fazit
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Das Buch bietet eigentlich nur tolle Routen quer durch die slowakische Hauptstadt - mit ausführlichen Beschreibungen. Ergänzt wird das ganze durch tolle Lokaltipps. Der Titel "5 Routen" ist dabei leicht irritierend, Route 5 beschäftigt sich nämlich mit Lokaltipps für das leibliche Wohl.

Nun, der Guide ist absolut top, wenn man sich an die vorgegebenen Routen hält. Das Problem hat man allerdings, wenn man sich seine eigenen Routen zusammenstellen will. Ein großartiges Kartenmaterial gibt es nicht (nur Ausschnitte zu den jeweiligen Routen), dadurch wird das Ganze dann schnell unübersichtlich. Dadurch ist man an manchen Stellen ein bisschen einschränkend. Und man sollte nicht vergessen, dass die aktuelle Auflage von 2013 stammt - ggf. sollte man sich zusätzlich online über Restauratants und Sehenswürdigkeiten (vor allem Eintrittspreise oder Öffnungszeiten) zusätzlich informieren.

Insgesamt ist es ein grundsolider Reiseführer, der aber aufgrund seiner festen Routen allerdings nichts ist für individuelle Entdecker, man sollte sich möglichst genau an die vorgegebenen Routen halten, dann wird man auch möglichst viel von Bratislava entdecken können. Aber so etwas ist ja ganz nett, gerade wenn man zum ersten mal in eine Stadt kommt.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 20. November 2015

{Ägypten - Hotel} Last Goodbye

Blick vom Balkon auf die Sphingenallee
Hallo Leute!

Bevor wir uns aus Ägypten verabschieden mussten, haben wir noch eine Nacht in Luxor verbracht, in einem schicken Cityhotel...

Susanna Hotel Luxor
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Lage
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Die Hotellage könnte in Luxor nicht besser sein. Der Eingang des Hotels liegt etwa 150 Meter entfernt vom Eingang des großen Tempels von Luxor. Gleichzeitig liegt das Hotel aber auf der Rückseite der Tempelanlage, so dass sich der Autoverkehr einigermaßen in Grenzen hält. Vom Balkon aus hatten wir eine traumhafte Aussicht auf die Sphingenallee.


Hotel
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Das Hotel ist ein 3 Sterne Hotel. Inklusive Frühstück zahlt man für das Doppelzimmer je nach Saison 33 bis 50€.

Gleich am Empfang wurden wir sehr freundlich begrüßt. Unser Gepäck wurde bereits beim Schiff abgeholt und nach oben in unser Zimmer gebracht.


Das Zimmer
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Das Zimmer ist für zwei Personen nicht besonders groß, 2 Koffer hatten allerdings noch gut Platz. Möbel wie Badezimmer wirkten auf mich ein bisschen abgewohnt und würden mal renoviert gehören. Allerdings waren sie sehr sauber, selbst für europäische Verhältnisse gab es nichts zu beanstanden.

Ein Traum ist natürlich der Balkon mit Ausblick auf den Nil weit im Hintergrund und den Luxor-Tempel, der direkt auf der anderen Straßenseite liegt.


Personal
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Das Personal könnte freundlicher kaum sein. Der junge Mann sprang immer gleich auf, wenn wir in die Nähe der Rezeption kamen und natürlich bekamen wir auch die Nachrichten unserer Reiseagentur immer sofort zugestellt. Wir bekamen auch gleich (mehr oder weniger) einen Wake-up Call für den nächsten Morgen aufgeschwätzt - der kam dann auch 5 Minuten zu früh, aber wir waren ohnehin schon auf den Beinen.


Pool/Restaurant
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Es gibt auch einen Pool und ein Restaurant. Beides haben wir allerdings nicht genutzt, wir wollten ja was sehen von Luxor und nicht den letzten Tag im Pool verdödeln. Für uns lag da die Priorität auf Schlafen.


Frühstück
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Leider gab es das Frühstücksbuffet erst ab 7:30. Da mussten wir leider schon beim Flughafen sein. Allerdings bekamen wir gleich ein Frühstück to go angeboten, was wir auch beim Checkout am nächsten Morgen gleich bekamen. Es gab 3 Brötchen, ein Päckchen Apfelsaft, ein gekochtes Ei und eine Minibanane. Sicherlich war das Paket nicht annähernd so gut wie das vom Philae Hotel in Luxor, aber wir sind satt geworden.


Fazit
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Das Susanna Hotel in Luxor kann von der Lage her kaum besser sein. Vom Balkon aus hat man einen grandiosen Ausblick über die Tempelanlage.

Das Zimmer war zwar sauber, aber es wirkte auch ziemlich abgewohnt, dafür zahlt man für die Übernachtung im Doppelzimmer allerdings auch nur 33€.

Wir waren insgesamt zufrieden. Das Hotel war wesentlich besser als das Victoria in Kairo, an das Philae in Assuan kommt es allerdings nicht ganz heran. Es belegt in unserem Ranking in Ägypten aber einen soliden 2. Platz unter den 3 Hotels unserer Reise.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Ägypten - Airport} Abflug

Hallo Leute!

Nach dem Anschlag auf das russische Flugzeug hat man natürlich ein ganz anderes Gefühl, wenn man über einen ägyptischen Flughafen berichtet. Ich bin schon einige Male von Freunden gefragt worden, ob mir die Sicherheitsvorkehrungen hierbei irgendwie besonders lasch vorkamen... Eigentlich nicht! Aber man kann ja den Angestellten nicht hinter den Kopf schauen...


Luxor International LUX
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Lage
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Der Flughafen liegt etwa 20 Minuten Fahrt vom Zentrum von Luxor entfernt. Wir wurden von unserem Reiseunternehmen direkt bis vor die Sicherheitskontrolle gebracht. Aber auch mit dem Taxi kommt man einigermaßen günstig dorthin.


Check-in
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In Luxor sucht man die Abfertigungsautomaten, an denen man inzwischen ja auch (zumindest in Wien und Frankfurt) das Gepäck abgibt, sucht man in Luxor vergebens. Es ist ja ein eher kleiner Provinzflughafen, auf dem hauptsächlich Inlands- und Charterflüge landen (im Schnitt 2 pro Stunde).

Wir mussten also kurz unsere Pässe zeigen, bekamen unsere Boardingpässe ausgehändigt und dann gleich ab zur Sicherheitskontrolle.

Die Halle ist hell und wirkt halbwegs modern, wenn aber auch relativ klein - allerdings für die 2 Flüge pro Stunde völlig ausreichend. Wir kamen morgens um 7 Uhr.


Sicherheitskontrolle
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Die Sicherheitskontrolle war mit denen in Wien oder Frankfurt vergleichbar. Ich wurde von einer freundlichen Dame abgetastet - die gesamte Prozedur war für mich absoluter Standard. Es ging um die Uhrzeit recht schnell.

Nach der Kontrolle kommt man gleich in die Halle mit den beiden Ausgängen zu den Flugzeugen, zu denen man nach Aufruf mit dem Bus transportiert wird.


Wartehalle
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Die Wartehalle ist großzügig und bietet absolut ausreichend Platz für die wartenden Passagiere von zwei Flügen. Sie ist recht übersichtlich, von jedem Ort hat man die beiden Anzeigetafeln im Blick.

Restaurants oder ähnliches gibt es nicht besonders viele. Wir hatten allerdings sowieso ein Frühstückspaket aus dem Hotel - aber ein Kaffee wäre irgendwie schon schön gewesen. Den gab es dann aber im Flugzeug.

Beide Flüge, die zu der Zeit als wir dort waren, abgefertigt wurden, waren pünktlich.


Fazit
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Ich habe den Flughafen in Luxor als recht angenehm empfunden - nicht besonders modern in der Technik (man wird mit steinalten Bussen zum Flieger chauffiert), aber schon einigermaßen schick und vor allem sehr übersichtlich - der Weg vom Check-in zum Gate dauert es keine 10 Minuten (inklusive Sicherheitscheck).

Der Flughafen (inklusive Toiletten) ist sehr sauber, sehr übersichtlich und ich habe mich auch sicher gefühlt. Einzig ein Kaffee wäre ganz nett gewesen - den gab es dann aber dafür im Flieger.

Bezüglich Sicherheit ist es ja bei dem Bombenattentat auf die russische Maschine so, dass höchstwahrscheinlich Flughafenmitarbeiter ihre Finger im Spiel hatten. Die Sicherheitskontrolle habe ich als völlig normal empfunden, ich bin sogar abgetastet worden und musste die Schuhe ausziehen. Also mir ist dort nichts aufgefallen, was mich unsicher hätte werden lassen. Aber man kann den Leuten nicht in die Köpfe schauen.

Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 19. November 2015

{Ägypten - Sprache} Völkerverständigung

Hallo Leute!

Nein, dieses Buch habe ich mir nicht erst in der gegenwärtigen Situation der Terrorangst zugelegt. Wenn ich irgendwo hinfahre, besorge ich meist nicht nur einen Reiseführer, sondern auch einen Sprachführer. Meist kommt man zwar auch ohne ganz gut aus, aber mit so ein paar Sätzen kann man immer mal dem einen oder anderen eine Freude machen.

Und im Fall von Kairo ist solch ein Buch sogar einigermaßen wichtig, da die Taxifahrer so gut wie kein Englisch können (nichtmal lesen eines Straßennamens). Und so hat man dann wenigstens was zum draufzeigen...

Langenscheidt Sprachführer Arabisch
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Daten
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Verlag: Langenscheidt
ISBN: 3468220642
Preis: 14,95€
256 Seiten

Inhalt
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Für einen Sprachführer ist der Aufbau wieder recht klassisch und natürlich vor allem aufs Reisen ausgelegt.

Zunächst gibt es einige allgemeine Hinweise, etwa zur arabischen Grammatik. Die ist dabei natürlich nur recht kurz gehalten. Auch wird hier kurz beschrieben, was man als Reisender in den arabischen Ländern machen oder besser nicht machen sollte - etwa über Kleidung usw.

Im weiteren werden Wendungen gezeigt, die man auf der Reise brauchen kann. Die sind übersichtlich kategorisiert:

Erste Kontakte (mit allgemeinen Höflichkeitsfloskeln)
Übernachten
Unterwegs
Kommunikation
Essen & Trinken
Einkaufen
Sport & Entspannung
Kultur & Nachtleben
Behörden
Gesundheit
Die Zeit
Das Wetter

Die einzelnen Floskeln werden dabei in unserer, wie auch in arabischer Schrift dargestellt, so dass man sie auch aussprechen kann (oder es zumindest versuchen) oder dass man eben draufzeigen kann, wenn man etwa einem Taxifahrer das Ziel sagen will (klingt einfacher als es ist).


Fazit
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Ich glaube, ich habe selten einen Sprachführer so häufig gebraucht wie diesmal in Ägypten. Vor allem in Kairo sprach man nicht immer Englisch und ich muss wenn ich das Buch in der Hand habe, immer an den Taxifahrer in Kairo denken, der völlig fassungs- und hilflos vor uns stand und versucht hat zu verstehen, wo wir hinwollen. Dabei lohnt es sich, die Adresse des Hotels sich vom Rezeptionisten auf Arabisch aufschreiben zu lassen. Wir haben das dann nach dieser Erfahrung auch gemacht, als wir mit der deutschen Karte und dem Sprachführer und Händen und Füßen versucht haben, ihm klar zu machen, zu welcher Moschee wir wollen - hat geklappt!

Zudem passt das handliche Format wieder einmal optimal in den Rucksack... Auch das ist auf Reisen ja ein durchaus nicht zu verachtender Vorteil. Mit dem Kunststoffeinband behält es auch lange Zeit gut die Form auch wenn - wie bei mir eigentlich immer - im Rucksack alles drunter und drüber geht.

Der Sprachguide ist übersichtlich und bietet alles, was man für die Reise braucht und auch für alle Gelegenheiten - vom Flirt über den Einkauf bis hin zum Krankenhausaufenthalt. Trotzdem hab ich immer gebetet, dass jemand Englisch spricht. Ist dann eben doch einfacher.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Wien} Ankes Kaffeehauscheck (2): Der Cupcake, der nicht auf der Hüfte bleibt

Sieht gut aus -
war aber nicht meins -
Schokoteuferl


Hallo Leute!

Das Wiener Kaffeehaus ist ja selten kalorienfrei. Etwas ganz Besonderes ist da das Jaja's im ersten Bezirk...

Jaja's Low Carb Café und Bistro
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Lage
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Das Jaja's ist mit seinem Hauptgeschäft in der Johannesgasse im Ersten Wiener Gemeindebezirk. Dabei handelt es sich um eine Seitengasse der Kärntner Straße. Die Gegend ist gut zu erreichen, so halten sämtliche U-Bahnen (außer der U6) genauso in Laufweite wie die Ringstraßentrams.


Ambiente
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Das Jaja's ist relativ klein, 2 kleine, 2 große Tische, ein Tresen und das war's schon. Der ganze Shop ist allerdings sehr liebevoll eingerichtet und dekoriert. Es lädt dazu ein, länger sitzen zu bleiben - viel Betrieb ist nicht, obwohl die belebte Kärntner Straße quasi in Sichtweite liegt.


Angebot
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Das Angebot beruht komplett auf dem Low Carb Konzept. Neben diversen Cupcakes, Kuchen und Torten werden auch Low Carb Speisen (z.B. Österreichs erste Low Carb Pizza und verschiedene Salate). Die Hauptspeisen liegen zwischen 8 und 13€. Es gibt auch diverse, variierende Speisen und Menüs.


Mein Besuch
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Was ich zunächst mal ein bisschen schade finde, es gibt keine echte Getränkekarte, in der man schauen kann, was angeboten wird. Über dem Kuchentresen hängt ein Bildschirm, auf dem dann nach und nach der Karteninhalt durchzieht. Mich hat das erstmal verwirrt, ich habe immer lieber was am Tisch in der Hand.

Nun wählte ich einen Schokoteufel Cupcake (stolze 5,50€) und einen Cappuccino (3,50€). Auf den Cupcake war ich natürlich besonders gespannt und am Ende leider wenig begeistert. Zum Beispiel war der Cupcake mit Chiliflocken dekoriert. Da habe ich mir dann den Cupcake auch so ein bisschen scharf vorgestellt. Doch diese Schärfe habe ich leider nicht rausgeschmeckt. Sowohl der Teig als auch das Topping waren relativ fest, vor allem der Teig war recht trocken.


Fazit
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Das Jaja's ist ein nettes, kleines Bistro im Ersten Bezirk, gemütlich, sehr liebevoll eingerichtet, für den Bezirk relativ ruhig, es lädt quasi zum Verweilen ein, dazu, ein Buch herauszuholen und zu lesen. Auch die drei Mädels vom Team sind sehr freundlich und vor allem ist das Freundliche nicht aufgesetzt, wie man es manchmal hat. Man fühlt sich hier gleich willkommen.

Zugegeben, der Low Carb Cupcake war einfach nicht mein Fall, ich hab mir ein bisschen Schärfe in der Schokolade erwartet. Und vor allem war mir der Cake zu trocken und auch das Topping war mir zu fest. Dafür liegt er aber auch nicht so auf den Hüften... Aber ich habe schon beschlossen, bald wiederzukommen. Beim nächsten mal wird aber die Pizza getestet.

In diesem Sinne

Eure Anke

{Wien} Weltliteratur

Hallo Leute!

Wien hat ganz besondere Museen - ein Bestattungsmuseum, ein Museum für Schwangerschaftsabbruch und Verhütung und eines der neuesten Juwelen in der Wiener Museumslandschaft ist das Literaturmuseum der Nationalbibliothek...

Literaturmuseum
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Lage
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Das Museum liegt in der Johannesgasse im Ersten Bezirk, unweit der Kärntner Straße - entsprechend sind die U-Bahn bzw. Tram-Stationen Karlsplatz, Oper und Stephansplatz in guter Laufweite. Auch der Schwarzenbergplatz ist nicht weit weg. U-Bahnen kann man beispielsweise eigentlich alle nehmen (außer die U6). Besser erreichbar geht also kaum!

Zudem ist das Haus in einem für das literarische Österreich historischen Gebäude untergebracht, im sogenannten Grillparzer-Haus, in dem der österreichische Autor und Direktor des k. u k Hofkammerarchivs arbeite. Sein Arbeitszimmer ist im 2. Stock Teil der Ausstellung.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Das reguläre Ticket kostet 7€, Kinder sind bis zum Alter von 19 Jahren frei. Wir hatten allerdings unsere Niederösterreichcard, daher ebenfalls freien Eintritt. Es gibt noch ein Kombiticket mit den anderen Museen der Österreichischen Nationalbibliothek, das kostet 15€ und beinhaltet dann das Globenmuseum, das Esperantomuseum, den Prunksaal, das Literaturmuseum und das Papyrusmuseum und ist für eine Woche gültig.

Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstags sogar bis 21 Uhr.


Die Ausstellung
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Die Ausstellung erstreckt sich über 2 Etagen. Am Eingang bekommt man ein Tablet mit Kopfhörern. Mit dem kann man zwischen einer 90 Minütigen Führung und den Einzelinformationen wählen. Die 90 Minütige Führung ist schon eher was für extrem interessierte - ich habe nach etwa 20 Minuten auf die Einzelinfos umgeschaltet. Im Nachhinein hätte ich glaube ich lieber ganz auf das Tablet verzichtet, da es zum rumtragen fast schon ein bisschen unförmig ist.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der österreichischen Literaturgeschichte von der Aufklärung bis zum Ersten Weltkrieg (obere Etage) und vom Ersten Weltkrieg bis heute (untere Etage). Das Ganze verläuft in 40 Stationen, an denen man sich mittels NFC Informationen auf sein Tablet laden kann. Dazu gehören Filme, Hörbeispiele, Bilder und Texte.

Die Ausstellung an sich ist in wunderschönen, alten Bücherregalen aufgebaut und ebenfalls multimedial. Neben Originaltexten findet man auch immer wieder Hörstationen oder sogar ein Kino. Besonders schön sind die integrierten gemütlichen Sitzecken, in denen man sich mit seinem Tablet auch mal hinsetzen und in Ruhe der Sache lauschen kann.

Besonders gefallen hat mir die Wand mit den Abrissgedichten. Hier wird man auch dazu angeregt, selbst Gedichte weiterzuschreiben und seine eigene Kreativität auszuleben.


Fazit
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Das Literaturmuseum ist ein schönes, multimediales Museum für echte Literaturfans. Modern ist natürlich wenig verwunderlich, das Museum hat schließlich erst im April 2015 eröffnet.

Hier findet man alle wichtigen Themen der Österreichischen Literatur - vom Besuch Grillparzers beim ältlichen Goethe bis hin zu der Arena Literatur der 80er Jahre modern und ansprechend in heimeliger Bibliotheksatmosphäre aufgearbeitet.

Die Tablets haben mir persönlich nicht so gefallen. Es ist zwar nett, sich zusätzliche Infos herunterladen zu können, meiner Meinung nach aber ein bisschen zu viel und lenkt mehr von der Ausstellung an sich ab - außerdem ist es zu unförmig um es die ganze Zeit durch die Ausstellung zu schleppen. Aber vielleicht bin ich da etwas zu konservativ - ich mag ja auch immernoch den Geruch echter Bücher.

Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke



Mittwoch, 18. November 2015

{Belgien - Reiseführer} Wo bitte gehts zum Bier?

Hallo Leute!

Auf Reisen gehört natürlich IMMER mindestens ein Reiseführer mit in den Rucksack. Und auf Städtereisen mag ich den Marco Polo immer recht gerne.

Marco Polo Reiseführer Brüssel
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Daten
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Autor: Sven-Claude Bettinger
Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829724233
Preis: 11,99€
Taschenbuch, 140 Seiten


Inhalt
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Auf geht's in die europäische Hauptstadt. Dieser Reiseführer führt einen zu den wichtigsten Highlights der Stadt.

Gleich zu Beginn findet man - wie bei allen Marco Polos - die Insidertipps und das Pflichtprogramm für den Brüssel Besuch. Dazu kommen die Highlights aus den Kategorien "kostenlos", "Typisch Brüssel", "Auch bei Regen" (ich habe mir sagen lassen, dass das in Brüssel öfter vorkommt) und "Brüssel entspannt". Das macht gleich zu Beginn einen recht modernen Eindruck, da man sich gleich einen guten Überblick verschaffen kann. In dem Zusammenhang wird auch der Bereich "Ein perfekter Tag in Brüssel" und natürlich auch die aktuellen Trends in Brüssel dargestellt.

Im weiteren kommen die klassischen Kapitel: Sehenswertes, Essen & Trinken, Einkaufen, Am Abend und Übernachten. Hier werden die einzelnen Sehenswürdigkeiten und Geschäfte kurz vorgestellt. Ganz nett ist dabei, dass man sich im Wesentlichen auf das Sehenswerte Stadtzentrum beschränkt, so dass alles gut fußläufig ist - einzig das Atomium sieht man schon auf der Karte ist weit außerhalb.

Im letzten Abschnitt gibt es dann noch allerhand Praktisches. Einige Sehenswürdigkeiten hat man in 3 Stadtspaziergänge zusammengefasst. Das ist für mich ja immer sehr nett. Wir haben den Spaziergang durch das Europaviertel gemacht.

Auch gibt es besondere Tipps zum Reisen mit Kindern, besondere Events und natürlich auch einen kleinen Sprachführer.




Fazit
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Einen Marco Polo hat wohl jeder Reisender schonmal irgendwann in der Hand gehabt. Kompakt wird alles wichtige zusammengefasst, was man für die Städtereise so braucht - mir ist das ehrlicherweise an manchen Stellen dann schon etwas zu wenig ausführlich, weshalb ich inzwischen die ausführlicheren Reiseführer (Baedecker, Lonely Planet, Michael Müller) bevorzuge. Das kommt aber sicherlich auf den eigenen Stil bei einer Städtereise an. Will man sich beispielsweise alles gemütlich anschauen, dann aber Shoppen gehen und abends in den Club ist das Buch optimal. Ich schaue mir aber meistens auch Kirchen und Museen ziemlich genau an - und dann kann es eben von Vorteil sein, wenn genaue Rundgänge gezeigt werden. Das fehlt mir hier an manchen Stellen (allerdings bei allen Marco Polos).

Im Gegensatz dazu finde ich das Kartenmaterial im Marco Polo wie immer absolut Top. Man hat zum einen die Faltkarte (die ich aufgrund des erst auffalten müssens eher selten nutze). Zudem aber hat man noch den Cityatlas mit ausführlichem Straßenverzeichnis - optimal, um mal kurz in der U-Bahn zu schauen, wo es jetzt als nächstes hingehen soll. Das liefert eine tolle Orientierung - die fehlt bei verschiedenen anderen Reiseführern.

Das Buch bietet einen guten Überblick für einen Citytrip und passt aufgrund des handlichen Formats auch in jeden Rucksack oder sogar in die Hosentasche. Alle wichtigen Infos sind drin, man bleibt aber in den Beschreibungen einigermaßen an der Oberfläche.

Von mir gibt es dennoch insgesamt sehr gute 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 16. November 2015

{Ägypten} Highlight zum Abschluss

Stationstempel bei Sonnenuntergang
Hallo Leute!

So langsam ging unsere Ägyptenreise dann auch mal zu Ende. Zum Abschluss ging es dann ins Stadtzentrum des heutigen Luxor. Hier liegt einer der beeindruckendsten Orte unserer Reise...


Luxor-Tempel
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Lage
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Der Tempel liegt im Zentrum der heutigen Stadt Luxor. Das große Archäologische Areal liegt unweit des Nils und auf der anderen Seite geht es dann in die kleinen Gassen des Basars.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Wir zahlten 60 LE Eintritt. Besonders schön ist, dass das Tempelareal von 6 bis 22 Uhr geöffnet hat. Besonders beeindruckend ist die Anlage nämlich bei Beleuchtung. Hier hat man außerdem auf die "Sound & Light" Shows verzichtet, die sonst überall angeboten werden. Wir kamen gegen 18 Uhr und blieben rund 3 Stunden.


Zweiter Hof mit Minarett der Moschee im Hintergrund
Geschichte
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Der Tempel wurde größtenteils während des Neuen Reichs gebaut, erste Teile wurden allerdings bereits während der 12. Dynastie errichtet. Geweiht ist er wie so viele Tempel in Theben und Luxor der Thebanischen Triade Amun, Mut und Chons.

Im Luxor-Tempel wurde das Opet-Fest gefeiert, bei dem die Götter der Triade zum Neujahrstag über die Allee der Sphingen aus dem 2,5 Kilometer entfernten Karnak-Tempel nach Luxor gebracht wurden. Entlang des Weges und hinter dem Tempel befinden sich noch sogenannte Stationstempel, in denen die Barken abgestellt wurden - nur die des Amun wurde ins Heiligste gebracht.

Zudem kam zu Beginn des Neujahrsfest der Pharao in den Luxortempel, um hier "Vergöttlichung" zu erfahren.

Zu römischen Zeiten wurde das Sanktuarium zu einer christlichen Kirche umgebaut (wie eigentlich alle Tempel in Ägypten). Zudem befindet sich noch heute die Moschee Abu el-Haggag, die in einem den Besucher nicht zugänglichen Hof des Tempels.



Allee der Sphingen mit Blick auf das Pylon
Unser Besuch
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Wir konnten schon von unserem Hotelbalkon aus einen kleinen Blick auf die Anlage wagen. Und besonders beeindruckend ist die Anlage wirklich bei Nacht beleuchtet. Und natürlich ist es umso eindrucksvoller, solch einen Tempel mal bei Nacht zu durchstreifen.

Man kommt seitlich vorm Pylon an, vor dem ein (ich meine immernoch schräger) Obelisk steht. Aufgrund seiner Baugeschichte hat man diesmal nicht eine gerade Achse, die durch die Säulenhalle bis ins Sanktuarium blickt. Diesmal gibt es einen kleinen Knick.

Hinter dem Pylon kommt man in den ersten Hof, der größtenteils von Ramses II. gebaut wurde. Hier findet man auch 3 Stationskapellen für das Opet-Fest.

Der Eingang - Man erkennt den Knick
in der Achse des Tempels
Von hier aus kommt man über einen weiteren Säulengang in den zweiten Hof. Die Säulen zieren Szenen des Opet-Festes. Durch eine Säulenhalle kommt man dann in den Kaiserkultraum und damit in das Zentrum des Tempels.

Zum Abschluss liefen wir noch eine ganze Strecke die Allee der Sphingen hinunter. Die Sphingen befinden sich hier in einem sehr guten Zustand und dreht man sich herum, bekommt man einen tollen Blick auf das Pylon mit dem Obelisken.

Der Luxor-Tempel bei Nacht ist ein eindrucksvolles Schauspiel aus Licht und Schatten und ein weiteres Beispiel für die grandiose rund 3000 Jahre alte Leistung der Ägyptischen Architektur.

In diesem Sinne

Eure Anke



Freitag, 13. November 2015

{WIen} Ankes Kaffeehauscheck (1): Der kleine Italiener

Hallo Leute!

Nachdem ich im Sommer auf der Suche nach dem besten Eis in Wien war, wird es jetzt, da es langsam dann doch mal kühler wird draußen, Zeit, die Cafés, Kaffeehäuser und Caffebars von Wien mal näher unter die Lupe zu nehmen.

Mein erster Test führte mich in den ersten Bezirk. Direkt an der Votivkirche und der Ringstraße gelegen befindet sich eine Caffebar, die auf einen klangvollen, italienischen Namen hört.

Testa Rossa Caffebar
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Lage
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Die Bar könnte eigentlich nicht optimaler liegen - direkt an der Station Schottentor, die gerade für Straßenbahnen ein Verkehrsknotenpunkt der Stadt bildet. Dazu liegt die Universität Wien schräg gegenüber und auch die Gebäude der Meduni liegen nicht weit entfernt. Dennoch liegt sie beinahe ein bisschen Versteckt hinter dem Stationsgebäude der Straßenbahn.


Ambiente
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Die Bar ist relativ modern und in 2 Ebenen angelegt. In der oberen Etage, einer Art Empore, liegt der Raucherbereich, unten der Nichtraucherbereich. Unten liegt eine lange Bar und mehrere kleine Tische mit roten Polstersesseln. Mir persönlich war die Bar fast schon ein bisschen zu modern, es fehlte mir ein bisschen die Gemütlichkeit eines Kaffeehauses. Zudem stehen momentan auch draußen noch Sitzgelegenheiten (verständlich, in Wien sind es Mitte November noch 25°C).

WLAN ist gratis, das Passwort muss man aber beim Personal erfragen.





Speisenangebot
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Die Caffebar ist deutlich mehr als das. Sie bietet auch zahlreiche warme Speisen und Salate an - ich durfte am Nachbartisch mal linsen, das sah schon sehr lecker aus.

Aber ich bin natürlich zum Kaffee gekommen, da musste ein Stück Kuchen her. Es gab neben den Klassikern (Schoko-, Sachertorte, Apfelstrudel) etwas, was mir direkt ins Auge sprang. Das war das Wort "hausgemacht". Und obwohl das Stück 40 ct teurer war, rief es quasi nach mir. Es gab die hausgemachte Tiramisutorte. Und was soll ich sagen: Ein Gedicht. Mir hat schon gefallen, dass man nicht das traditionelle Tortenstück bekam, sondern etwas rundes, mit einem Schokogitter und einer Physalis als Deko. Und geschmacklich wurde dann auch noch das eingehalten, was die Torte optisch versprach.

Das einzige, was mir ein bisschen italienisch (pardon spanisch) vorkam - ich bekam dazu als Besteck einen großen Suppenlöffel. Nachdem ich dann einmal gelöffelt hatte, war gefühlt die halbe Torte weg. Ich hab dann den Löffel aus der Melange genommen, dann hatte ich länger was von dem Genuss.

Getränketechnisch ist man in der Testa Rossa Bar auch auf alles eingestellt - Alkoholika sind alle vorhanden. Ich hatte eine Melange (wie gesagt, es sollte ja ein Kaffeetest werden). Und die war auch sehr gut. Für den Preis von 3,40€ war sie zudem für den Ersten Bezirk auch noch verhältnismäßig günstig.


Personal
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Nun, wenn man ein Lokal in zwei Ebenen hat, hat man immer ein Problem: gestreßtes Personal. So war es leider auch im Testa Rossa. Es gab nur eine Kellnerin für beide Ebenen. Die musste natürlich für jeden kleinen Wunsch nach oben laufen. Ich muss sagen, ich wäre dann auch gestresst, wenn ich 20x pro Stunde die Treppe hoch und runter laufen muss. Die Dame war freundlich aber versprühte leider nur sehr wenig Charme (erst nach den 1,60€ Trinkgeld kam ihr ein Lächeln über die Lippen).


Fazit
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Das Testa Rossa ist eine sehr moderne Caffebar, die für mich glaube ich eher ein Restaurantbetrieb ist. Ich bin ein wenig zwiegespalten. Auf der einen Seite war die Torte wirklich grandios und man ist hier auch tatsächlich in der Lage, eine halbwegs brauchbare Melange zu machen.

Auf der anderen Seite vermisse ich ein wenig Gemütlichkeit. Das könnte man vielleicht schon mit ein wenig mehr grün vielleicht erreichen. Ich bin mir da noch nicht ganz so sicher und muss wohl noch ein bisschen weiter suchen - nach einem Café, das beides zu bieten hat - Charme und gute koffeinhaltige Getränke.

In diesem Sinne

Eure Anke


{Deutschland - Reiseführer} Actionguide für die Heimat

Hallo Leute!

So weit ich in den letzten Jahren rumgekommen bin, am Ende geht doch nichts über die Heimat. Die Rhön ist zwar nur meine zweite Heimat - mein Mann ist dort aufgewachsen und die Schwiegerfamilie lebt auch noch dort - aber nach 8 Jahren kenne ich mich doch schon ganz gut aus... Und als mir dieser Reiseführer in die Hände fiel, habe ich ihn gleich begeistert aufgenommen...

Raus & Los! Rhön und Spessart
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Daten
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Verlag: Mairdumont
ISBN: 3829741340
Preis: 12,99€
Taschenbuch, 68 Seiten

Inhalt
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Das Buch bietet eine sehr solide Mischung für den Urlaub im Dreiländereck Hessen, Bayern, Thüringen. Man findet hier alles - Museen, Wildparks, Wanderregionen oder Seen.

Insgesamt ist das Ganze deutlich abweichend von einem klassischen Reiseführer.

Gleich zu Anfang werden die 66 Sehenswürdigkeiten in Form eines Quickfinders präsentiert (mit Markierungen in Kategorien wie "Natur", "Für Kids geeignet" oder "auch bei schlechtem Wetter sehenswert. Zusätzlich werden in dem Buch 19 Hofläden und 22 Biergärten & Ausflugslokale (abgesimmt auf die Ausflugsziele) vorgestellt. Dazu kommen Empfehlungen aus dem Bereich Stadtführungen und schöne Fahrradtouren - eine davon haben wir bei unserem letzten Besuch auch getestet.

Die Ausflugsziele werden knapp aber informativ vorgestellt - mit Adresse und Öffnungszeiten (Auflage von 2015, also sind die auch einigermaßen aktuell).


Fazit
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Der Guide ist schon eher was für den fortgeschrittenen Rhönreisenden, der weniger auf Entspannung, sondern viel mehr auf Action ausgerichtet ist, weniger auf Sightseeing. Aber dafür ist die Rhön ohnehin das falsche Gebiet.

In der Rhön bieten sich Ausflüge in die Natur ja geradezu an. Und hier gibt es unzählige Vorschläge dazu. Von Wanderungen über Kutschfahrten bis hin zu Radtouren ist einfach alles dabei. Vor allem ist sehr viel auf Familien mit Kindern ausgelegt.

Ein bisschen zu kurz kommt mir der Bereich Essen und Schlafen. Ich habe ja nun im letzten Jahrzehnt schon das eine oder andere Lokal dort getestet, aber hauptsächlich, weil meine Schwiegereltern sich dort auskennen. Als Urlauber braucht man hier schon fast einen Hauptreiseführer und diesen als Ergänzung. Für eine normale Reise wären mir die 68 Seiten dann doch irgendwie zu knapp. Dennoch gibt dieser Guide auch mal ein paar außergewöhnliche Tipps und folgt nicht immer nur den ausgetretenen Touristenpfaden.

Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 12. November 2015

{Belgien} Stadtzentrum

Gildehäuser mit Blattgold
Hallo Leute!

Jede Stadt hat seinen zentralen Platz - Wien hat den Heldenplatz, München den Rathausplatz und in Brüssel ist der Grand Place...

Grand Place
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Lage
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Der Grand Place liegt im Zentrum der Brüsseler Altstadt. Er liegt nahe der Metrostationen Gare Central, De Brouckere und St. Catherine. Von dort sind sie fußläufig gut erreichbar. Zum Platz führen insgesamt 7 kleine Gässchen, die Region rund um den Grand Place sind allerdings eine reine Fußgängerzone.



Geschichte
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Die Geschichte des Platzes geht bereits auf das 11. Jahrhundert zurück. Die heutigen Häuser stammen jedoch aus der Zeit nach 1695, da der Platz bei der Bombardierung Brüssels im 9jährigen Krieg durch französische Truppen vollständig zerstört wurde. Dadurch entstand eine rein barocke Häuserfront. Einzig das Rathaus (das spannenderweise aussieht wie das Neogotische Wiener Rathaus, nur eben ein bisschen kleiner) stammt mitsamt seinem Turm noch aus Zeit vor der Belagerung, genau genommen schon aus dem Jahr 1421.

Schon damals waren am Platz die repräsentativen Gildenhäuser untergebracht.








Im Broodhuis wurde im Mittelalter das Brot verkauft. Direkt davor wurde der Richtblock aufgebaut.


Broodhuis
Der heutige Platz
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Das Platz ist ein würdiges Zentrum der Stadt. Man findet hier viele Cafés. die gerade im Sommer zum Genießen einladen - wir waren leider erst im Oktober dort - das bedeutet für mich also, dass ich unsere Freunde im Sommer wohl nochmal besuchen muss. Ich liebe solche Plätze, an denen man stundenlang das geschäftige Treiben beobachten kann.

Aber dennoch merkt man auf dem belebten Platz auch abends, dass hier das Leben sprudelt. Tagsüber gibt es hier Schokoladenboutiquen und zahlreiche andere kleine Shops.

Der Platz an sich ist aufgrund seiner Einheitlichkeit für mich einer der schönsten barocken Plätze Europas. Bei Sonne glänzt es überall golden, da die Fassaden der Zunfthäuser üppig golden dekoriert sind.

Das neogotische Broodhuis beheimatet das Stadtmuseum, in dem man unter anderem die unzähligen Kostüme des Manneken Pis bestaunen kann.

Ich empfand den Grand Place - vor allem bei Nacht, wenn die effektvolle Beleuchtung brennt (da habe ich leider keine Fotos gemacht) als einer der Highlights in Brüssel. Aber auch tagsüber kann man an den Hausfassaden so viele Details entdecken. Wenn die Sonne scheint, blitzt überall das Blattgold.



Für mich war der Grand Place ein Highlight und gehört für mich zu den schönsten und einheitlichsten Plätze Europas.


In diesem Sinne

Eure Anke


Mittwoch, 11. November 2015

{Ägypten} Im Zentrum ägyptischer Religion

Hallo Leute!

Luxor ist ein absolutes Highlight. Und mit dem Karnak-Tempel gelangt man in das Zentrum der ägyptischen Religion.

Karnak-Tempel
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Lage
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Der Karnak-Tempel liegt auf der East-Bank am Stadtrand des heutigen Luxor. Vom Zentrum aus gelangt man entweder mit dem Taxi oder mit der Pferdekutsche (Achtung, definitiv nix für Tierschützer) dorthin.


Eintrittskarten, Öffnungszeiten
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Das Ticket kostet 50 LE (für Einheimische nur 2 LE). Studenten mit Ausweis zahlen die Hälfte.

Die Anlage ist von 6 Uhr bis 17:30 Uhr für Besichtigungen geöffnet.

Achtung, auch hier sollte man die Flasche Wasser und den Sonnenhut nicht vergessen - die Sonne um die Mittagszeit (wir kamen gegen 12 Uhr) ist definitiv nicht zu unterschätzen.

Auch hier kann man sich einen Guide beim Eingang zulegen. Wir haben diesmal darauf verzichtet, da wir einen ausführlichen Reiseführer dabeihatten, zumal die, die dort standen, nicht den Eindruck machten, sich vernünftig verständlich machen zu können.


Spitze des Nofretete Obelisken
Geschichte
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Die Ruinen bilden die größte Tempelanlage aus dem alten Ägypten. Sie liegt direkt am Nilufer. Von dort führt eine Sphingenallee direkt zum ersten Pylon - Teile der hier Widderköpfigen Sphingen sind noch erhalten - ursprünglich waren es 365 Stück, die den gesamten Weg zum 2,5 km entfernten Luxortempel und den Weg zum Nilufer säumten. Das diente im wesentlichen dazu, dass sich die Götter mit ihren Schiffen gegenseitig besuchen konnten. Daher spielte der Nil zu damaligen Zeiten auch solch eine wichtige Rolle für die Ägypter.

Die ältesten Teile des Tempels stammen aus der 12. Dynastie und sind damit rund 4000 Jahre alt. Die gesamte Anlage verteilt sich auf rund 30 Hektar und sie hat insgesamt 10 noch erhaltene Pylonen.

Wie die meisten Tempel in der Region ist auch dieser der Göttertriade Amun, Mut und Chons geweiht, wobei der größte Bezirk dem Regionalgott Amun zugerechnet wird. Dazu kommt hier ein dem Month geweihter Bezirk und ein Aton geweihter Tempel. Hier findet man auch die bei weitem größte und beeindruckendste Säulenhalle der Antike mit bis zu 22,5 Meter hohen Säulen.

Beinahe jeder Pharao hat hier mit einer Kapelle oder einem Obelisken beigetragen. Gleich zwei heilige Seen sind hier erhalten, auch der berühmte Obelisk der Nofretete aus Rose-Marmor aus Assuan steht hier und trotzt der Witterung. Auch gibt es eine Tempel von Ramses III., das erste Pylon wurde von Sethos I. gebaut.


Fazit
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Dieses Areal ist wirklich der Hammer. Und wenn man die Zeit hat, sollte man sich definitv einen halben Tag hier Zeit nehmen. Nach den Tempeln von Philae, Kom Ombo und Edfu hatten wir so langsam das Grundkonzept der Tempelanlagen verstanden. Doch dieser übertrifft in seinen Dimensionen einfach alles. Schon die Allee auf dem Weg zum ersten Pylon muss zu damaligen Zeiten unheimlich beeindruckend gewesen sein den Tempel zu sehen mit all seinen Farben - teils sind sie noch heute ein bisschen zu erahnen - diesen Eindruck kann man kaum in Worte fassen. Was die Ägypter vor 4000 Jahren hier hingestellt haben, ist schier unglaublich. Schon wenn man auf das gigantische Pylon I. zuläuft, überfällt einen eine gewisse Ehrfurcht.

Dazu kommt das enorm verwinkelte Tempelareal mit den gigantisch hohen Säulen, zwischen denen gerade um die Mittagszeit eine angenehme Kühle herrscht. Schnell verliert man sich in einer Zeit, die eigentlich längst vergangen ist.

Leider waren einige Gebiete rund um das Osttor derzeit gesperrt. Aber auch da steht ein Guide, der einen um ein Bakschisch dorthin bringt.

Der Karnak-Tempelbezirk gehört zu 100% zum absoluten Pflichtprogramm in Luxor. Man sollte diesen Tempel absolut nicht verpassen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 10. November 2015

{Ägypten} Alternativroute

Unser Guide und ich
Hallo Leute!

Manches hat ja so seine Vorteile - vor allem, wenn man ohne störenden Guide im Bereich von Theben unterwegs ist. Wir nahmen uns morgens um 6 Uhr beim Schiff ein Taxi und waren so relativ frei. Nur auf die Frage, wo es denn zuerst hingehen sollte, wussten wir für den Taxifahrer nicht wirklich eine Antwort. Daher ließen wir uns von ihm ein bisschen was erzählen.

Dazu zählte die Empfehlung, sich anstatt des Tals der Könige lieber die Gräber der Noblen anzusehen. Die sind leichter zu erreichen und da sei nicht so viel los wie im Tal der Könige. Und die Gräber sind aufgrund ihrer eher weltlichen Symbolik für den Laien besser zugänglich. Und er sollte recht behalten.

Gräber der Noblen
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Lage
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Tickets bekommt man wieder am Ticketbüro, das an der Zugangsstraße zu allen Sehenswürdigkeiten liegt. Und das Areal liegt im Prinzip in direkter Nachbarschaft, gegenüber dem Ramesseum.


Eintrittspreise
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Man muss ein bisschen schauen, wie viele Gräber man sich anschauen möchte. Wir hatten Zutritt zu insgesamt 9 Grabstätten, die jeweils in 3er Gruppen unterteilt sind. Eintritt kostet für je 3 Grabstätten zwischen 20 und 35 LE.

Gleich beim Eingang bekamen wir wieder einen Guide angeboten. Der lohnt sich vor allem, weil das Areal relativ groß und die Gräber stark verteilt sind. Für die Tour mit Guide (der allerdings nichts zu den Gräbern erzählt hat) zahlten wir weitere 45 LE.

Bei den Gräbern der Noblen gibt es zu jedem Grab einen Wächter, der herbeigeeilt kommt, um das Grab zu öffnen. Er geht auch mit hinein. Hier sollte man dringend zusehen, dass man ein bisschen Kleingeld oder Zigaretten oder Bonbons oder Kugelschreiber beihand hat, ein kleines Bakschisch ist hier üblich. Auch kann man mit den Wächtern reden, ob man denn über das Fotoverbot hinwegsehen könnte (würden wir ja niemals tun) und ohne Blitz ganz ausnahmsweise mal...


Geschichte
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Die Gräber der Thebanischen Nekropole (mehr als 100 an der Zahl) liegen auf einem Areal zwischen dem Tal der Könige und dem Tal der Königinnen. Sie stammen größtenteils aus einer Zeit zwischen der 18. und 20. Dynastie. Die als "Gräber der Noblen" bezeichneten Gräber liegen im Bereich von Al-Qurna.

Die Gräber hier gehörten allesamt hohen Beamten wie Schatzmeistern oder Priestern, Schreibern oder Hausvorsteher.


Fazit
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Ohne einen Guide hätten wir die 9 Gräber auf dem unübersichtlichen Gräberfeld sicherlich nicht in der Zeit gefunden. Das bedeutet also, wenn man in der Zeit eingeschränkt ist, sollte man unbedingt mit dem netten Herren beim Eingang verhandeln. Und ganz wichtig ist, man sollte sich einen ordentlichen Wasservorat mitnehmen, wir waren gegen 9 Uhr dort. In den Gräbern ist es zwar angenehm kühl, draußen aber kommt man auf den kleinen Wanderungen (ordentliches Schuhwerk ist bei solchen Besichtigungstouren eh immer nicht die schlechteste Idee) ordentlich ins Schwanken. Ich habe sicherlich 1 Liter zwischendurch getrunken. Ich weiß natürlich nicht, wie es im Tal der Könige ausschaut, die Gräber der Noblen sind wohl eher nichts für jemanden, der schlecht zu Fuß ist.

Dennoch sind die Gräber extrem sehenswert. Ein kleines bisschen kann man sich fühlen wie die ersten Entdecker. Im Grab des Menna etwa muss man erstmal 20 Meter nach unten steigen, über eine enge und steile Treppe. Das fühlt sich fast schon ein bisschen gruselig an - fehlt nur noch die Fackelbeleuchtung und schon fühlt man sich wie in einem Indiana Jones Film. Das Grab des Ramose dagegen ist völlig in weiß mit zahlreichen Reliefs, in denen nur einzelne Stellen blau eingefärbt zu sein scheinen. Jedes Grab ist meist mit dem geschmückt, was dem Inhaber in weltlichen Zeiten wichtig war. Man sieht Szenen aus dem Familienleben, die Frau, die Kinder. Dadurch haben sie alle auch nach den Jahrtausenden und nach dem Besuch zahlreicher Grabräuber ihren ganz eigenen Charakter erhalten. Manche sind ganz bunt ausgemalt mit Zugang zu Tageslicht - andere sind tief unter der Erde, jedes ist sein ganz eigenes Erlebnis.

Für mich waren die Gräber der Noblen ein absolutes Highlight - vielleicht neben dem Tempel der Nofretete - weil man hier unter die Erde geht und dadurch relativ selbständig erkunden kann. Ein Feeling, das in den alten Tempelanlagen irgendwie nie so richtig aufkam. Die sind zwar auch gigantisch, aber ich glaube, das lag einfach am riesigen Umfang der Nekropole.

Von mir gibt es klare 5 Sterne. Das nächste mal schaue ich mir die Gräber im Tal der Könige an, habe aber meine Zweifel, dass die spannender sein können als die Gräber der Noblen n Qurna.

In diesem Sinne

Eure Anke

PS: Habt Verständnis, ich kann euch keine Bilder aus dem Inneren der Gräber zeigen, da das fotografieren hier offiziell verboten war.

{Ägypten} Noch ein Totentempel


Ein steiler Aufstieg auf das Pylon  
Hallo Leute!

Theben West ist schon ein absolutes Highlight. Schade eigentlich, dass man sich gerade nach dem Flugzeugabsturz kaum noch hintrauen kann. Wir waren noch vor dem Absturz dort und erlebten beinahe ein Trauerspiel. Im Totentempel Ramses II. waren wir um 11 Uhr mittags die Besucher 2 und 3 an dem Tag.




Ramesseum
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Lage
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Das Ramesseum liegt in Theben West, der alten Hauptstadt Ägyptens - am westlichen Nilufer nahe Luxor. Es liegt ziemlich direkt an der Hauptstraße gegenüber des Zugangs von der Nekropole der Noblen. Hier kann auch der Taxifahrer tatsächlich bis zum Eingang fahren, anders als etwa bei der Nachbarin, dem Totentempel der Nofretete.



Der gestürzte Koloss
Öffnungszeiten,Eintrittspreise
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Wir zahlten 30 LE Eintritt. Die zahlt man allerdings beim Eingang zum Gesamtareal bei einem Ticketbüro. Wir wussten das nicht, unser Taxifahrer hat uns hingefahren. Wir leisteten uns zusätzlich den Guide, den wir allerdings kaum abwimmeln konnten. Hier haben sich die 25 LE allerdings gelohnt, er führte uns nämlich auf das Eingangstor, das Pylon, was wir uns alleine sicherlich nicht getraut hätten.


Geschichte
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Das Ramesseum diente als Totentempel für Ramses II. und liegt heute mitten in Zuckerrohrfeldern. Geschaffen wurde es für die Balsamierungszeremonie des bekannten Pharaos und zusätzlich wurde hier die Thebanische Göttertriade Amun, Mut und Chons verehrt.

Übrig geblieben ist von dem rund 8500 qm großen Areal nur noch die Säulenhalle sowie die Überreste einer stark beschädigten Figur Ramses II., die über den Tempel wachte. Die ist umgefallen und ist wohl der größte, jemals bewegte Monolith. Ursprünglich gehörte etwa eine Hafenanlage und ein heiliger See,zum Areal der heute leider nicht erhalten sind.

Auf den Säulen sind auch noch Reliefe erhalten, die unter anderem die Schlacht bei Kadesh zeigen, die Ramses II. gegen die Hethiter geschlagen und gewonnen hat.

Auch der berühmte deutsche Fürst Pückler (der mit dem Eis) war schon da und hat seinen Namen als Grafity auf einer Säule hinterlassen.

Fürst Pückler was here - Grafity aus dem 19. Jahrhundert

Fazit
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Unser Taxifahrer meinte, dass die organisierten Touren normalerweise nur den Nofretete-Tempel, die Memnonkolosse und das Tal der Könige besuchen. Im gesamten Bereich Theben ist es derzeit sehr ruhig, aber im Ramesseum war es umso ruhiger. Auch fand ich hier den Guide angenehm, auch wenn er zu Anfang recht aufdringlich war (er ging uns einfach hinterher und fing an zu erzählen). Diesmal kamen wir aber eben auch auf das Pylon hinauf, das eigentlich durch einen Zaun abgesperrt ist, und konnten uns die beeindruckende Anlage von oben anschauen.

Eindrucksvoll ist auch die gigantische Statue, die heute auf dem Boden liegt - der Kopf ist soweit ich verstanden habe im British Museum in London. Klar, der Totentempel ist in seinem heutigen Zustand weit weniger beeindruckend als der der Nofretete nebenan. Dennoch sind alleine die Ausmaße der am Boden liegenden Statue einfach gigantisch.

Für mich war es eine gute Empfehlung, die unser Taxifahrer ausgesprochen hat. Eine tolle und sehr sehenswerte Anlage.

In diesem Sinne

Eure ANke

{Planung - Reiseführer} Reisetrends für 2016

Hallo Leute!

Wer meine Berichte und meinen Blog kennt, weiß dass ich ein echter und bekennender Weltenbummler bin - alleine in diesem Jahr war ich in Slowenien, Belgien und Ägypten - die Reisen nach Deutschland in die Heimat nicht zu vergessen. Da kam dieses Buch gerade richtig für mich...

Best in Travel 2016
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Daten
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Verlag: Mairdumont / Lonely Planet
ISBN: 978-3-8297-2395-4
Preis: 10€


Inhalt
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Die Redaktion von Lonely Planet kennt sich aus, was Reisen angeht. Wohl so gut wie jeder Reisende wird wohl einen Reiseführer von ihnen im Schrank stehen haben. Und wie in jedem Jahr wurden die Mitarbeiter von Lonely Planet gefragt, welche Destinationen 2016 angesagt sein werden.

Die Ergebnisse werden in diesem Buch vorgestellt. Dabei werden die Top 10 im Bereich "Länder", "Regionen" und "Städte" vorgestellt. Darunter sind Klassiker wie Rom, aber auch ein für mich überraschender Sieger in der Kategorie Städte, Kotor in Montenegro.

Jeder Ort wird auf zwei Seiten vorgestellt und dabei wird kurz begründet, warum der Ort so interessant ist und warum man gerade JETZT dorthin reisen sollte, auf welche ungewöhnlichen Anblicke man sich freuen kann, aber auch was negativ ist.

Nach den unterschiedlichen Regionen werden noch Ziele vorgestellt, zu denen man 2016 etwa ganz besonders günstig reisen kann (etwa wegen Währungsschwankungen). Aber es gibt auch die größten Tierabenteuer für Familien, die besten Abenteuer mit dem Schlafwagen oder auch die Besten Rückzugsorte für Ruhesuchende.


Fazit
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Außergewöhnliche Orte, die noch nicht jeder bereist hat. Oder auch Orte, die schon viele gesehen haben, zu denen sich aber in diesem Jahr die Reise endlich wieder lohnt (besondere Ereignisse oder besondere Sehenswürdigkeiten, die endlich wieder zu sehen sind) - was wünscht sich der Reisejunkie mehr.

Wir haben jetzt schon für 2016 Reisen nach Rom und Montenegro gebucht. Und ganz ehrlich, auf die Reise nach Montenegro wäre ich ohne das Buch wohl nicht gekommen, weil ich Kotor vorher gar nicht kannte. Die große Reise ist noch nicht ganz entschieden - entweder Japan, Kuba oder Botswana - die Entscheidung hängt davon ab, ob mein Mann beruflich nach Japan muss oder ob die Schwiegermama 2016 oder 17 mit uns nach Botswana will - wenn das beides nix wird, geht es wohl nach Kuba. Aber alle 3 stehen auf der Liste der angesagtesten Ziele des Lonely Planet.

Für mich ist dieses Buch kompetent geschrieben und es weckt schon wieder so richtig die Reiselust in mir. Auf geht's, die Welt erkunden. Auf geht's zu Orten auf der ganzen Welt, die noch nicht jeder kennt und die 2016 voll im Trend sind...

Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke